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* Tu Trmkwaffertzkrserg««- mtserer Stadt |H htzgiestische» Beleuchtung. Dies war das Thema der heutigen Antrittsvorlesung des Herrn Privatdozenten Dr. med. Römer im Hörsaal deS hygienischen Instituts. Nachdem der Vor­tragende die Trinkwafierversorgung unserer Stadt durch die Marbacher und Wehrdaer Quellwasserleitung und die Wehrdaer Grund- pafferleitung an Hand von Situationsplänen vor Augen geführt hatte, ging er auf die Frage näher ein, welche Art von Wasserversorgung, Ouellwaffer oder Grundwaffer, Wohl die ein­wandfreieste sei. Vielfach neige man der An­sicht zu, daß Ouellwaffer für den Trinkgebrauch daS beste fei; vom hygienische» Standpunkte aus muffe man dem jedoch widersprechen, da Ouellwaffer häufig nur Oberwaffer sei. DaS hygienisch einwandfreiste Wasser sei Grund­waffer, wenn eS in genügender Tiefe gesammelt und gegen den VeÄehr von Menschen und Tieren abgesperrt werde. WaS die Wafferleitung der Stadt Marburg selbst betreffe, so sei er der Meinung, daß daS Waffer der Quellwasser­leitung bei Wehrda vollständig einwandSsrei wäre. Bei seinen Untersuchungen habe er oben am Rand nur sehr wenig Keime, in der Tiefe aber gar keine vorgefunden. Auch sei eine Verseuchung infolge Nähe menschlicher Wohn­ungen ausgeschlossen. Die G r u nd Wasserleitung in Wehrda liefere daS denkbar beste Trink- vaffer, auch sei hier die Gefahr einer Ver­seuchung durch die Lahn, da zwischen dem Fluß­bett «nd den Brunnenanlagen genügend Erd­schicht vorhanden, nicht gegeben. Das Wasser der Marbacher Leitung jedoch sei zu beanstanden, da infolge allzugroßer Nähe von menschlichem Verkehr eine Infizierung sehr nahe läge. In nächster Nähe befände fich eine Dungstätte, so­wie menschliche Wohnungen, bei welchen ein sogenannter Winkel vorhanden sei. Was einem solchen Winkel in der Not auf dem Lande alles anvertraut würde, wisse wohl jeder, der die ländlichen Verhältnisse einigermaßm kenne. Auch mache man bei Regen oder Tauwetter die Wahrnehmung, daß unser Trinkwafler oft trüb und schmutzig auSsehe und hätte er durch eingehende Untersuchung festgestellt, daß dies ebenfalls von der Marbacher Leitung auSgehe. Von hier aus drohe jedenfalls Gefahr und empfehle er deshalb Vorsicht. Eine zeitweise chemische Untersuchung des Trink- wasserS genüge nicht, vielmehr wäre es ratsam, fich durch Augenscheinnahme an den Sammel­becken von deffen Beschaffenheit zu überzeugen. Auf die Frage eingehend, ob die Trinkwasser­versorgung unserer Stadt genügend sei, meinte Redner, daß Wohl im Winter genügend Waffer vorhanden, im Sommer jedoch öfter Mangel austräte. Auch die stete Vergrößerung unserer Stadt geböte es dringend, daß man nach neuen Waffergründen suche. Genügend Quellen wären in nächster Nähe nicht vorhanden, deshalb muffe man wohl nach Grundwaffer suchen, und wäre zu vermuten, daß solches auf der anderen Seite der Lahn genügend vorhanden sei. In neuerer Zeit gehe man dazu über, durch Talsperren etwa vorhandenem Wassermangel abzuhelfen, und zwar nicht nur zu industriellen Zwecken, sondern auch zur Trinkwasser­versorgung, jedoch sei hier geboten, die Leitungsrohre ziemlich nahe am Grunde anzu­legen, da dadurch jede Gefahr so ziemlich be­seitigt würde. 3JHt einem kurzen Rückblick auf die Bemühungen der Griechen und Römer, die Einwohner der Städte mit gutem Trinkwafler zu versorgen, schloß der Redner seinen sehr mtereffanten Vortrag.

* Parolemufik findet bei günstiger Witterung morgen von 12 bis 1 Uhr auf der Ketzerbach statt. Das Programm ist folgendes: L Landjäger-Marsch von Meyer. 2. Divertissement aus .Rheingold' von R. Wagner. 8. Largo von Händel. 4. .Rheinsagen', Walzer von Nehl 5. .Hab ich dich nur allein', Ländler von Gumbert. 6. Rosen-Marsch von Karlipp.

* Fernsprechverkehr. Anschlaffe an das Fern­sprechnetz, deren Herstellung in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli gewünscht wird, muffen spätestens bis zum 10. März bei dem kaiserl. Postamt hier angemeldet werden. Auf die Herstellung später angemeldeter Anschlüffe kann vor dem 1. August nicht gerechnet werden.

* Justizpersvnalien. Die Referendare Rade­macher im Bezirk des Oberlandesgerichts Kaffel, sowie Dr. Noetzel und Dr. Neumond im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt wurden zu Gerichts-Affefforen ernannt.

8 Preußische Klnffenlotterie. Die Erneuerung der Lose zur 3. Klaffe muß bis spätestens den 9. März, abends 6 Uhr, bei dem Kgl. Lotterie­einnehmer, Herrn Braun, erfolgt sein.

6>h—6

7.-13.

14.

15.-81.

61.-7 Uhr keine Beleuchtung 7-10 Uhr 7-11 .

* Schlägerei. In Weidenhausen entwickelte sich gestern abend eine kleine Schlägerei, bei der ein ganz unbeteiligter Mann, der gerade vorüberging eine erhebliche Kopfwunde davontrug.

* UefeB. In der Giffelberger Straße wurde gestern abend ein Einwohner eines Nachbardorfes, der auf dem Heimweg begriffen war, durch ein dürres Aststück, welches durch den starken Wind sich von einem Baum löste, leicht verletzt.

* Frühlingsboten. Heute morgen gegen 5 Uhr zogen große Schwärme wilder Gänse vom Süden zurückkommend über unsere Stadt. Nun dürste wohl der Frühling bald seinen Einzug halten.

• Stratzendeleuchtnng für bat Monat März.

Datum Abendlaternen Richtungslaternen

)*< EchwrinSber«, 27. Febr. Das hiesige Ritter, tut des Kammerherrn Frhr. 6. A. Schenck zu Echweinsberg gina. nachdem der verstorbene seitherige »ächt« daSselü Mtfzehu Jahre lang bewirtschaftet

hat, gestern pachtweise aus Herr« Krötzfch aus Oer Provinz Sachsen über.

y Wohra, 27. Febr. Sestern Abend gegen 8 Uhr brannte ein Wohnhaus bis auf den Grund nieder. Der Eigenthümer hat leider nichts versichert. Die Brandursache ist nicht bekannt.

Gladertbach, 27. Febr. Dem Schulamts­bewerber Winter aus Köppern ist von der Kgl. Regierung zu Wiesbaden vom 1. März ab die 2. Lehrerstelle zu Bicken übertragen worden.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete

Fritzlar, 28. Febr. Am morgigen Sonn­tag, den 1. März, begeht die hiesige katholische Gemeinde das 25 jährige Papstjubiläum auf feierliche Weise. — Die Genehmigung der Pferdemarktslotterie ist seitens des Herrn Ober- präfidenten wieder erfolgt. Der Pferdemarkt ffndet in diesem Jahre am 15. und 16. Juli statt.

(*) Jesberg, 27. Febr. Sehr befriedigt von dem Erfolg, den ein hier auftretendes Künstlerpaar erzielte, waren die gestern Abend in dem Unbach'scheu Gast» hause fich versammelten Zuhörer. Der berühmte Hygnotifeur Stuart Cumberland und die Anti» Sprttistin Miß Emmy Fay gaben auf dem Gebiete des Somnambulismus, der Hypnose und des Spiritismus, eine äußerst interessante Vorstellung.

Fraukf«rt, 27. Febr. Der Verlag des offiziellen Festbuches zum I . Gesangwettstrett deutscher Männer- gesangvereine um den von Er. Majestät dem Kaiser und König gestifteten Wanderpreis ist der bekannten Annoncen-Expedition Haasenstein & Vogler, A.-G., Übertragen worden, die dasselbe in geschmackvoller, gediegener, der Bedeutung des Festes entsprechender Weise, erscheinen laffe« wird.

Niederscheld, 27. Febr. Der Landmann Ang. Preis wurde gestern Morgen, wie die .Zeitung für das Dillthal' meldet, in der Nähe des Eisenbahn-BiadukteS am Scheldereisen­werk tot aufgefunden. Anscheinend ist der Tod durch Schlaganfall und Fall auf einen spitzen Stein herbeigeführt. Eine am Kopfe befindliche Wunde ließ darauf schließen. Da der Ver­storbene in geordneten Verhältnissen lebte und einen guten Leumund besaß, scheint der Gedanke an Selbstmord ausgeschloffen. Körperliche Leiden in letzter Zeit mögen eine Geistesstörung herbei­geführt haben, in welcher der 72jährige Greis Nachts seine Wohnung verließ und verunglückte.

Laasphe, 27. Febr. Am 24. d. Mts., abends 7 Uhr ist das Eishaus mit Heuschuppen des Bierbrauers Hosch vollständig abgebrannt. Der entstandene Schaden ist zum größten Teile durch Verficherung gedeckt. DaS Feuer ist wahrscheinlich durch Umfallen oder Explodieren einer Laterne entstanden.

Siege«, 27. Febr. Gestern Vormittag er­eignete sich in der Burbacher Viehweideanlage durch Dynamit Explosion beim Sprengen von alten Baumwurzeln ein schwerer Unglücksfall, wobei der 27 Jahre alte Vorarbeiter Joh. Meiswinkel aus Walpersdorf den Tod fand.

Vermischtes

Allerlei kleine Nachrichten. Auf dem Credner- schacht bei Halle a. S. wurden vier Arbeiter verschüttet. Nach 30 Stunden fand matt sie; einer war erschlagen, zwei waren erstickt, der vierte gab noch schwache Lebenszeichen von fich, starb aber alsbald. — In Potsdam ist nach der .N. A.-Z.' der langjährige Prokurist des Bankhauses Burghalter, deffen Inhaber Selbstmord verübte, Gladow, verhaftet worden. — Im Leipziger Bankprozeß er­klärte Sachverständiger Jelaut am Freitag, die Bilanz der Trebergesellschaft für 1900 sei in raffinierter Weise gefälscht gewesen. Er habe einen Fehlbetrag von 34 y, Mill. Mk. herausgerechnet. — Die Voruntersuchung gegen Treber-Schmidt wegen Bankerotts und Betrugs ist nunmehr abgeschloffen worden. Die Erhebung der Anklage steht bevor. — Gestern erfolgten an der spanischen Ostküste 5 mit unterirdischen Geräuschen verbundene Erderschütterungen, die am stärksten in Monovar, Montforts und Alicante ver­spürt wurden. Der Schaden ist nicht bedeutend. — Den Stadtverordneten in Viersen wurde heute ein Kostenanschlag für den Bau eines städtischen Elektrizitätswerkes vorgelegt. Der Kosten­anschlag schließt mit 320000 Mk. ab. ES ist ein Betrieb von 225 Pferdekräften vorgesehen, der jährlich insgesamt 28000 Mark Aus­gaben verursacht. Die Einnahmen find wie folgt geschätzt: für 57000 Lampen 38000 Mk., für Kraftzwecke 7200 Mk. und für Zählermiete 2 000 Mk., zusammen also 47200 Mk., sodaß 19200 Mk. für Verzinsung und Tilgung verbleiben.

Hoher Besuch. Der in Straßburg erscheinende »Elsässer' veröffentlicht folgende Korrespondenz aus Ruprechtsau, die wir nachstehend vollinhalt­lich wiedergeben: t Ruprechtsau, 6. Februar. Hoher Besuch. — Der mit der Kaiserl. tech­nischen Schule hier verbundenen gewerblichen Fortbildungsschule wurde heute die Gnade hohen Besuches zu Teil. Herr Regierungs- affeffor Beigeordneter DorninicuS und Herr Stolte, Sohn des Geheimen Regierungs- und OberschulratS Professor Dr. Stolte, erschienen heute früh um 8 Uhr vor den Toren der Tech­nischen Schule, um fich durch den Augenschein Kenntnis von dem Getriebe der gewerblichen Fortbildungsschule zu verschaffen. ,Beide Herren, schlanke, jugendliche Erscheinungen, bei denen die angeborene Liebenswürdigkeit den dur-y das juristische Fachstudium hervorgerufenen würde­vollen Ernst in angenehmer Weise mildert, wohnten bis etwa halb 10 Uhr dem Unterrichte bei, ließen sich einzelne der amtierenden Lehr­personen vorstellen und unterhielten sich in höchst leutseliger Weise mit einzelnen Lehrern. Die Herren verließen die Schule, befriedigt, wie es scheint, von dem, was sie gesehen und

gehört. Die von ihnen heimgesuchten Lehrer waren, wenn wir recht unterrichtet find, nicht minder erfreut. ES tut einem wohl, wenn die Großen der Erde sich freundlich zum gewöhn­lichen Volke herabneigen. — Wackeres Rup­rechtsau! Heil diesem trefflichen Ort! Dort leben doch noch Männer, die in unserer Zeit der betrübendsten Respektlosigkeit wissen, was fich im Verkehr mit den Großen der Erde geziemt.

Brief eines Schneiders feine Beliebte. Siebe Ella! Obwohl jeder, der uns einmal gesehen hat, gestehen muß, daß wir für einander znge» f ch n 111 e n find, so bin ich seit geraumer Zeit in Deiner Gunst nicht eine« halbe« Meter Wetter vorgerückt. Glaubst Du den«, daß ich mich von Dir ewig am Faden herumziehen und wie ein Flicklappen behandeln lassen werdet Rein, weißt Du, waS ich tun will! Ich werde unsere ganze Verbindung auf trennen «nd meine Liebe, so feurig und zärtlich sie auch war, zerreißen und Dich mit dem nämlichen Maße messen, womtt Du mich gerne messen möchtest. Der windige Schreiber, der sich bei Dir ein gelappt hat, läßt Dich gewiß einmal im Stich; bente an mich! Doch eS scheint, Dein Herz ist so hart wie Steifleinwand. Be­denke aber ja, daß man Runzeln nicht nuSbügel« kann. Jetzt ist eS noch Zett, ben zerrissene« Knote« unserer Liebe wieder einzufädeln Sind aber die Nähte meiner Geduld geplatzt, so schwöre ich Dir heftig, daß ich fie nimmermehr zu» sammenflicken werde. Dein K. K. Zuschneider.

Zeitbestimmung. Aster: .Moritzche, wie spät ist eS?' — Moritz: ,5tu, eS wird fein 10 Uhr O — Vater (etwas später): .Ader Moritzche, es wird doch erst 9 Uhr.' — Moritz: .Nu, hab' ich nicht gesagt, es wird fein 10 Uhr!'

Koukurreuzmanöver. Herr: , WaS, bei Ihrem Konkurrenten lassen Sie ftth immer Zähne ziehen ? Martert Sie denn der nicht aus Konkurrenz­neid?' — Bader: ,O schrecklich! Aber ich schrei' entsetzlich bei ihm, dann kommen die Leute lieber zu mir!'

Kuthedertliite. Das Klima der Wüste Sahara ist des Nachts oft unter Null, während man am Tage Eier kochen kann.

Gesunde Familie. Verficherungsarzt (bei der Aufnahme in die LebenSverficherung): »Und woran ist Ihr Großvater gestorben?' — Be­werber: »Ich weiß nicht mehr die Krankheit, aber eS war nichts Ernstes!'

Neueste Telegramme

Berlin, 28. Febr. Der Kaiser und die Kaiserin fuhren heute vormittag beim General­stabschef Grafen v. Schliessen vor, um ihre Glückwünsche zu deffen 70. Geburtstag darzu­bringen.

Aachen, 27. Febr. Freifräulein v. Lom- meffen hat, wie im Stadtrat mitgeteilt wurde, der Stadt 189 000 Mk. zu Armenunterstützungen vermacht.

Karlsrnhe, 27. Febr. Im Befinden des Prinzen Karl ist die Körpertemperatur heute morgen langsam zur Norm herabgesunken. In der Nacht trat plötzlich ein heftiger asthmatischer Anfall auf, der aber bald wieder nachließ, worauf nochmals ruhiger Schlaf eintrat. Der heutige Zustand ist befriedigend.

Crivitz in Mecklenburg, 28. Febr. In dem Orte Klinken wurde gestern bei einem Brande der Schmied Schild durch einen ein­stürzenden Schornstein so verletzt, daß er bald darauf starb. Fünf weitere Personen erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen. Außer­dem verbrannten 1800 Mk. Geld.

Halle a. S., 28. Febr. Don auf dem Crednerschacht bei Unter-Röblingen verschütteten vier Häuern wurden drei als Leichen zu Tage gefördert, der vierte starb kurz nach der Befreiung.

Paris, 28. Febr. Das »Echo d'Oran' meldet, daß unweit Elmungar, südlich der Oase Figig, 200 den Stämmen der Uladdjeris und Beniguil angehörige Plünderer 150 Kameele einer Karawane geraubt und drei Mann von der Begleitmannschaft getötet haben.

Paris, 27. Febr. Die serbische Anleihe von ungefähr 93,000 Zechinen ist dreimal gedeckt.

Brest, 27. Febr. Die Kästenwache von Plogoff meldet: In der letzten Nacht ist in der Nähe von Cap Raz (Finistöre) der englische Dampfer .Ottercaph' auS Lunderland unter­gegangen. Es wird geglaubt, daß die ganze Mannschaft ertrunken ist. Sieben Leichen find bereits aufgefunden.

Madriv, 28. Febr. Dem Ministerpräfi- denten wurde die Einspruchs-Erklärung des Zentral-AuSschuffeS gegen das Rundschreiben der Regierung über die Anwendung des Wahl­gesetzes übermittelt.

Belgrad, 27. Febr. Bei der gestrigen Zeichnung auf die neue Anleihe wurden hier 500 Obligationen im Betrage von 250000 Franks gezeichnet.

Bukarest, 27. Febr. Die ordentliche Tagung des Parlaments, welches morgen geschloffen werben sollte, ist bis zum 14. März verlängert worben.

AVk«, 28. Febr. (Reuter). Hier find vier zu dem nach China bestimmten rusfischen Ge­schwader gehörende Torpedoboote eingetroffen. Wie hier angenommen wird, nimmt der Rest des Geschwaders in Dschebuti Kohlen ein.

Lv«do«. 27. Febr. Das gestrige Unwetter fügte der Schiffahrt aus der Thne großen, auf tausende von Pfund geschätzten Schaden an. Im Hafen von Shields stieß das Bremer Segel­schiff .Ferdinand Fischer' mit drei Dampfern zusammen. .Ferdinand Fischer' sowohl, wie die Dampfer wurden stark beschädigt.

Washiugto«, 27. Febr. Der Senat nahm das Marinebudget mit einigen Aenderungen an. Danach sieht die Vorlage jetzt den Bau von vier Schlachtschiffen statt drei vom Repräsen­tantenhause bttvilligten und von zwei statt einem Kreuzer vor.' . ~"y

PeN«g, 28. Febr. (Reuter.) Der Aufstands in Kwangsi nimmt, amtlichen Berichten zufolge,- einen immer größeren Umfang an und ver»^ breitete sich über die Grenzen von Hunan. Der Vizekönig von Hunan entsandte Truppen in da- Grenzgebiet, um der weiteren Ausbreitung de- AufstandeS Einhalt zu tun. 500 Mann kaiser­liche Truppen gerieten am 10. ds. im Dangning- Paffe in einen Hinterhalt und wurden sämtlich getötet. Große Waffenvorräte, welche fie der eingeschloffenen Garnison von Chiguen über­bringen sollten, fielen in die Hände der Auf­ständischen.

A«sz«g <«s de« Stauvesdücher« deS ttönigl. Preußische« S1a«desamtsbezirks

Marburg.

vom 21. bis 28. Februar 1908.

Verehelichte.

1. Kaufmann Albert Jacobsen, wohnhaft in Heme­lingen mit Helene Golbschmibt von hier. 2. Tapeten, drncker Emst Älbin Melzer mit bet Witwe Elisabeth Wenkebach geb. Schomber, beide wohnhaft hier.

Geborene.

1. Maria Louise Elisabeth, T. deS Pvstasfistentei» Heinrich Berninger. 2. Ludwig Gustav, S. des Schuh­machers Karl Gustav Küchler. 3. Ernst, S. des Lackierers Heinrich Phftipp Mudersbach in Ockershausen. 4 Ju­liane, T. des Weißbinders Gregor Heinrich Lndwia Pfaff in Ockershausen.

Verstorbene.

L Witwe Juliane Bücking geb. Rinn, 84 Jahre alt. 2. Gottlieb, S. des Schuhmachers Friedrich Wilhelm Buffe, 1 Jahr alt. 3. August, S. des Ar- betters Konrad Koch. 4 Jahre alt 4. Büreauvorsteher Heinrich Alles, 64 Jahre alt.

Marktberichte.

Marburg, 18. Februar.

Butter P.Pfd. 90-100 $f Sereier 26t. 10—11 Ps.

käse p. Et 11 Ps.

en per Et. 4 Pfg.

Kochkäse per Pfd. 40 Psg. Käsematte per St 5 Psg. Kartoffeln p. Psd. 4 Ps.

, 1 Ztr. 3.00 Mk. Endivien p. Psd. 50 Ps. Porree 1 St 5-8 Psg. Sellerie 1 St 10-25 Psg. Unterkohlrabi p.St 6—10. Kohl 1 St 5 Ps. Rüben, rote, p St 8 Psg Weißkr. p. Kopf 25-40 Ps. Rotkraut p. Kops25—40 Pf. Wirsing p. Kopf 15—40 Pf.

Blumenkohl p. Kopf 20 bil 40 Psg.

Salat p. Kopf 15-18 Pfg, Möhren P. Pack 10 Psg.

Zwiebeln Pfd. 10 Pf.

Knoblauch p. Stück 5 Pf.

Radischen p.Packl2 Pf.

Meerettig p. Pack 10 bil

30 Pfg.

Nüßchen per Liter 10 Pfg Aepsel p. Pfd. 15-25 Pf. Birnen p. Pfd. 25-40 Pf. Hähne p. St. 150-200 Pf. Hühner p. St. 120—180 Pf.

Tauben p. St 50 Pf.

Rehe p. Pfd. 70 Pfg.

Kapaune p. St. 3 3,50 Mk.

Eisenbahn-Fahrplan

für die vo« Marburg adfahreude« Züge.

Gültig vom 1. Oktober 1902 ab.

Abfahrt in der Richtung nach Frankfurt: Ijl (22', 42*, 52, (6.04), 6.58, (7.04), 7.30*, 9.11, (917), 11.06, (11.12), 11.33*, 125, (1.31), 4.04, (4.10), 5.18*, 6f*, 658. 7« (7*y, 82*, 82. (92), Hl®, (112).

Abfahrt in der Richtung nach Kastel: 12* (22), 22. (42). 42. (6.31) (nur bis Marburg-Nords, 7.57*, (8.57), 9 08. 10.51*, (12.43), 12.52, 1.59*, 2.24*, (3.58) [nur bis Marburg-Nord), (5.48), 6^ (82), 8™, (7J) [nur bis Marburg-Nords, (112) [nur bis Marburg- Nords, 102*.

Abfahrt in der Richtung nach Weikenhausen-Herborn' 52, (6.04), an Niederwalgern 6.16, ab dort 6 50. 9.11, (9.17), an Niederwalgern 9 29, ab dort 9.40. 11.06, (11.12), an Niederwalgern 1124, ab dort 12.36. 4.04, (410), an Niederwalgern 4.22, ab dort 4.30. 82, (92J, an Niederwalgern 92., ab dort 9(2-

Abfahrt in der Richtung nach Biedenkopf und La^phe: 6.00, 9.18, 2.04, 62, 92,

Abfahrt in der Richtung nach Frankenberg und Warburg: 6.00, 9.18, 3.00, 72, 102.

Ohmtal-Bahn: Ab Niederofleiden (überKirch, Hain) 6 08, ab Kirchhain 8.55, 1.45, 72,

Die eingeklammerten Ziffern bedeuten die Abfahrt vom Südbahnhof, die unterstrichenen Minutenziffer« die Nachtzeit und das Sternchen die Schnellzüge.

Forma« (Schnupfen- ather- klinisch erprobt u. ärztlicherseits mehr­fach als geradezu idea­les Schnnpfeurntttel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forma«, Watte (Dose 30 Pfg.) Bei starkem Schnupfen For» man-Pastillen (50 Psg.) eInhalieren mittels gläschens. Wir» k««g frappant: Bei beginnendemSchnnpse« fast unfehlbar. In all« Apotheken. Ma« frag« seinen Arzt.

Sie ep ren Hauehaltungsgeld“

wen,. Sie Maggi*» Suppenwürfel ver­wenden. Die Zubereitui:" deiseihen ist die denkbar eiu lachste. und Sie rind stets sicher, auch ohne Fleischbrühe wo¥- schmeckende Sippen zn haben. Aber achten Sie ff®, bitte auf deu Namen „Maggi**n. die Schatz- ■ ■ marke „Kreuzstern'.

Unserer heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt des bekannten Bankhauses A. Dinkelmann, Worms, über die große Siebengebirgs-Geldlotterie bei, woraus wir unsere Leser mit dem Bemerken Hinweisen, daß die Lose vermöge der großen und zahlreichen Gewinne, sowie wegen deS niedrigen Lospreises recht gesucht find.

Rotationsdruck.

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Verantwortlich für die Redaktion:

Frhr. v. Wangenheim in Marbur»