mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Sonntagsbeilage: Illuftrirtes Sonntagsblatt.
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Mtetteft^hrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mt., bei allen Postämter» 2^25 Mk. (ercL Bestellgeld).
^»s«rtt»»Sg»bShr: di« gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
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Marburg
Sonnabend, 28. Februar 1903.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertage». Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.
Druck und Berlag: Joh. Aug. Koch, Universität--Buchdruckerei Marburg. Markt 21. — Telephon 55.
38. Jahrg.
Bestellungen
für den Monat März auf die „Oberhrfftfche Zeitnng" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Post- anstalten .und Landbriefträgern entgegen» genommen.
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Die Programmrede des Eisenbahn-
Ministers.
Herr Minister Budde erklärte zwar im Eingang seiner Ausführungen, mit denen er die Debatte über den Eisenbahnetat im Abgeordnetenhause eröffnete, daß er kein Freund von Programmreden sei; aber im Grunde genommen, war es doch eine Programmrede, dre er gehalten hat und die — wie wir gleich konstatieren wollen — von der konservativen Partei mit lebhaftem Beifall ausgenommen worden ist. Der Herr Minister hat dabei eine Reihe von Gesichtspunkten ausgestellt, die auf konservativer Seite uneingeschränkte Billigung gefunden haben. Er hat erklärt, er werde den Personenverkehr zu verbessern suchen, ohne sich aber in gewagte Tarifexperimente einzuloffen. Er hat ferner rpgefichert, daß die Eisenbahnverwaltung das wirtschaftliche Leben im Lande, die Landwirtschaft und Industrie, dauernd beobachten werde, um ihre Aufgabe, helfend einzugreifen, wenn es möglich ist, zu erfüllen. Er hat den Grundsatz aufgestellt, möglichst sparsame Wirtschaft zu üben, aber sparsam immer an der richtigen Stelle zu sein. Er hat die Absicht, der Schreiberei gründlich auf den Leib zu gehen. Das find Gesichtspunkte, bei denen der Minister, wie ihm der Beifall der Rechten gezeigt haben wird, stets der kräftigen Unterstützung der Konservativen sicher sein kann.
Die verschiedenen Berbefferungen, die Herr Minister Budde bereits durchgeführt, und die Ersparniffe, die er bereits erreicht hat, sind mit großer Genugtuung begrüßt worden. Das haben von konservativer Seite auch die Herren Freiherr von Erffa und von Arnim kundgetan. Wenn der erstgenannte Abgeordnete auf den Ausfall von 1 bis 2 Millionen hinwies, welchen die EtaatSkaffe durch die Verlängerung der Giltig- keitsdauer der Rückfahrtskarte erlitten hat, so war ba8 sehr angebracht. Dieses Ergebnis beweist, wie Herr Freiherr von Erffa in treffender Weise bemerkte, wie falsch die Theorie der Linken ist, wonach jede Verminderung der Personentarife sich durch eine allgemeine Verkehrssteigerung reichlich auSgleiche. Auch der Eisenbahnminister wird diese Lehre beherzigen
66 (Nachdruck verboten.)
Schluß Schönfeld.
Roman von B. C o r o n tz.
(Fortsetzung.)
SDlflbe schloß sie die Augen. Noch lange stand der Förster an ihrem Bett. Gar vieles wollte sich ihm aus dem Herzen über die Lippen drängen, allein jedes aufregende Gespräch mit Gertrud war ihm streng untersagt. So schlich er denn auf einen Wink Fräulein v. Sternecks leise hinaus.
Nach vielen Wochen trat eine Besserung in dem Befinden der jungen Frau ein. Sie durfte nun täglich auf einige Stunden ihr Lager bet» lassen und Melanie, selbst erschöpft und leidend, erschien von nun an seltener im Forsthaus.
Springers Angelegenheit stand schlechter denn je. Zwar hatte man von dem geraubten Gelbe noch immer nichts gesunden und auch kein Geständnis zu erlangen vermocht, aber der Stab war dennoch über ihn gebrochen. Die Gerichtsverhandlungen währten bis zum März, dann war die Beweisaufnahme geschloffen und der Angeklagte sah mit stumpfer Ergebung seiner Verurteilung entgegen.
Der Herzog lehnte Olschmanns wiederholt eingereichtes Entlassungsgesuch jetzt erst end- gültig ab. Er schätzte den alten verdienten Mann. UeberdieS wußte Victor v. Meinau, ein Jugendfreund des hohen Herrn, besten Teilnahme für die schwergetroffene Familie rege zu erhalten.
Obschon er sich wegsehnte, tat die Entscheidung des Herzogs dem alten Manne doch wohl, weil sie ihm den Beweis lieferte, daß feine Ehre unangetastet gebieben war. — Auch
und dem Rate des konservativen Redners folgen, äußerst vorsichtig mit weiteren Experimenten in dieser Richtung zu fein; denn er hat ja selbst hervorgehoben, daß er sich auf diesem Gebiete in keine gewagten Experimente ein- laffen wolle.
Als die schwierigste Frage in seinem Reffort bezeichnete Herr Minister Budde die Frage deS Personals. Das Heer der Eisenbahner in Preußen ist 365000 Köpfe stark; überall Zufriedenheit und Glück zu schaffen, ist da völlig ausgeschloffen. Aber eS muß das Bestreben der Eisenbahn • Verwaltung fein, nach Möglichkeit für diejenigen zu sorgen, die tagtäglich ihr Leben für diesen Betrieb im Dienste des Vaterlandes einsetzen. Unter diesen Umständen aber ist strenge, gute Organisation Vorbedigung. „Wir dürfen — so erklärte der Minister — nicht zu- laffen, daß sich in unserer Organisation Bestrebungen geltend machen, die ich kurzweg mit Umsturz bezeichnen möchte. Meine Vergangenheit (als General) bürgt dafür, daß ich derartigen Bestrebungen mit aller Strenge entgegentrete, und da setze ich nur fort, was meine Amtsvorgänger getan haben, nämlich alle diejenigen auszumerzen, die nicht folgen. Mein Amtsvorgänger hat den Erlaß herausgegeben, wer sich mit sozialdemokratischen Bestrebungen agitatorisch beteiligt, wird sofort entlaffen, und wer als Beamter, der den Treueid geschworen hat, sich desselben Vergehens schuldig macht, wird einfach im Disziplinarwege beseitigt. Die Frage ist um so ernstlicher, als wir in einem Nachbarland (Holland) überaus traurige Folgen gesehen haben, wie sie etntreten, wenn eine solche Energie nicht entfaltet wird."
Was für die Beamten an Wohlfahrt geschehen könne, solle geschehen; in dieser Beziehung sollen alle Vorschläge gehört werden. In unserem Dasein, in der Beamtenschaft wie in der Armee seien -wir angewiesen auf gemeinsames Tragen von Freud und Leid. Die Verwaltung werde also jedem Untergebenen treu zur Seite stehen; aber sie brauche vor allem Disziplin und dulde keinen Umsturz, und es werde jede Fürsorge getroffen werden, um den Angriffen auf die Disziplin zu begegnen. Der „Vorwärts" schäumt vor Wut über dieses „Auffahren schwersten Geschützes" gegen die „Organisationsbestrebungen" der Eisenbahnarbeiter. ®ie Sozialdemokratie ist im Reichstage allerdings an eine mildere Behandlung gewöhnt. Die deutsche Bevölkerung aber wird die Erklärung des Eisenbahnministers denn doch mit besonderer Beftiedigung aufnehmen, gerade weil dadurch die Besorgnis einigermaßen verringert wird, als solle grundsätzlich ein neuer Kurs in der Behandlung der Sozialdemokratie eingeschlagen werden.
Im Abgeordnetenhause sand die entschiedene Stellungnahme des Herrn Ministers zur Um
sonst kamen viele Zeichen der Liebe und Verehrung. Fast alle feine größeren Schüler gaben der Freude darüber, daß Olschmann nun doch in feinem Amte verbleiben würde, Ausdruck. Jeder nahm Gelegenheit, feilte Befriedigung mit unbeholfenen und gerade deshalb um so herzlicheren Worten auszusprechen.
„Ich hätte Euch ja auch so ungern verlassen," sagte der Rektor, zum ersten Male weich werdend, als eine Deputation von Bauern im RektorhauS erschien und eine weniger wettvolle als gutgemeinte Ehrengabe überreichte, „aber —'
„Kein „aber", Herr Rektor!" unterbrach der Großbauer Stott. „Sie find unS allen lieb und wert und feit dem Unglück nur noch mehr. Was haben Sie mit dem Franz Springer zu tun ? Gar nichts! Wir wiffeu ja, wie Sie fich zu der ganzen Heiratsgeschichte von vornherein stellten."
„Ja, ja, aber eS ist doch mein Sohn, der —"
„WaS kümmert uns das? Warum hat er nicht auf seinen Vater hören wollen!"
„Noch gestand Spttnger die Schuld nicht ein," sagte Madgalene.
„Na, Frau Rektor, was daS anbelangt, da mußte er auch schön dumm fein, wenn's um seinen Kopf geht. — Aber das ReftorhauS in Ehren! Das hat nichts mit der Försterei zu tun. Hoch lebe unser gnädiger Herzog und Rektor Olschmann!"
Alle andern stimmten in den Ruf deS reichen GrundbefitzerS ein.
Während Magdalene weinend hinauSging, reichte Olschmann jedem die Hand. Er war tief ergriffen. „Diesen Beweis treuer Anhänglichkeit werde ich keinem von Euch jemals ver-
sturzpattei allgemeine Zustimmung; nur sehr schüchtern versuchte ein Hospitant der freisinnigen Volkspartei, der Frankfutter Redakteur Oeser, einige Einreden zu Gunsten der Sozialdemokratie; aber er wurde von Herrn Budde krüfttg abgefettigt. Freilich hat er dafür die hohe Genugtuung, ein schönes Lob des „Vorwärts" einzuheimsen — und darauf war eS wohl auch nur abgesehen. Bon konservativer Seite wurde dem Herrn Eisenbahnminister Dank und Dettrauen ausgesprochen. Herr von Arnim schloß seine Rede mit der Bemerkung, daß der Minister in den weitaus meisten Punften das Vertrauen der Konservattven habe und daß dieselben glauben, er werde mit Nachdruck und Energie für Verbesserung deS Be- ttiebes, namentlich auch für Fernhalten schädlicher Einflüffe der Sozialdemokratie von dem ihm unterstellten Personal sorgen und weiter bemüht sein, namentlich die Einnahmen zu vermehren, welche so notwendig seien zur Aufrechterhaltung der ganzen Staatsmaschinerie; denn soweft sei es jetzt mit den Eisenbahnen.
Umschau.
Bibel und Babel.
Die religiöse Frage ist feit der Veröffentlichung des Briefes unseres Kaisers an den Admiral Hollmann in der öffentlichen Erörterung mit einem Schlage in den Vordergrund gerückt worden und es vergeht kein Tag, an dem nicht dieser oder jener neue Beitrag zu der in Rede stehenden hoch bedeutsamen Angelegenheit geliefert wird. Fast noch mehr als im Jnlande beschäftigt sich das Ausland mit dem vom deutschen Keifer öffentlich abgelegten Glaubensbekenntnis. Und wenn es da auch an ablehnenden Kttttken nicht fehlt, so darf man doch sagen, daß auch viel Zustimmung laut wird. Von unfein berühmten Theologen hat jetzt, wie wir gestern schon erwähnten, auch der Professor Harnack das Wort ergriffen; er leugnet bekanntlich die Gottheit Christi und macht von dieser seiner Ueberzeugung auch dem Kaiser gegenüber kein Hehl. Der fachwissenschaftliche Aufsatz, den er in den „Preuß. Jahrb." veröffentlicht hat als eine Antwort auf daS kaiserliche Handschreiben an Herrn Hollmanu, erregt fast noch mehr Aufsehen als vor einigen Wochen der Vortrag des Professor Delitzsch über „Babel und Bibel" gemacht hat, weil darin offen und öffentlich die Lehre von der Gottheit Christi als unhaltbar zurückgewiesen wird. Obwohl der Glaubensstandpunkt unseres Kaisers dem des Professors Harnack fast diamttral entgegengesetzt ist, so zeigt der Monarch doch auch hier wieder, WaS Graf Bülow hn Reichstage sagte, daß er Widerspruch verträgt. Er hat sich bei der Festtafel im Hause de« Fürsten Henckel-
geffen," sagte er. „Ein einsamer, schwergeprüfter Mann, weihe ich alle väterliche Zätt- lichkeit meinen lieben Schülern, die nichts an mir irre machen konnte. Ich danke Euch! Ihr habt meinem Herzen wohl getan."
Die Hüte schwenkend, nahmen sie mit dem nochmaligen Ruf: „Hoch unser Herr Rektor!" Abschied.
Tiefbewegt trat der Reftor feinen täglichen Waldspaziergang an. Auf dem Rückweg durch den teilweise noch mit Schnee bedeckten Wald horchte er aber plötzlich auf. Drangen nicht dott aus dem Dickicht Klagelaute an fein Ohr?
„Was ist geschehen? Braucht jemand Hülfe?" rief Olschmann mit weithin schallender Stimme.
Da schwankten die Tannenzweige. Eine8 WeibeS dürre, braune Hand bog sie auseinander.
„Jesus, JesuS, Herr Rektor!" wehklagte die alte Almosenempfängerin Liese Huber. „Mit'm Rupert ift’8 aus. Der liegt im Sterben. Er ist schlimm verunglückt."
Der Rektor bahnte fich einer. Weg durch das Gestrüpp, während ihm t*:c schwatzend und jammernd folgte.
Ja, mit dem Knechte ging es zu Ende. Der niemals Nüchterne hatte wieder Aeste ab- gehauen, um fie heimlich fortzuschleppen, weil er kein Holz kaufen konnte, aber dabei fehlgeschlagen. Die scharf geschliffene Axt war ihm tief in das linke Bein oberhalb des Knies gefahren. Erschöpft von dem argen Blutverlust lag er mit dem Rücken an einen Baumstamm gestützt da und starrte mit bereits verglasten Augen die Kommenden an.
„Laufen Sie schnell in8 Dorf! Man soll eine Tragbahre bringen," rief Olschmann dem Weibe zu.
Donnersmarck aufs eingehendste mit Professor Harnack über die einschlägigen Fragen unterhalten und eS ist nicht anzunehmen, daß der Professor fortan von dem Monarchen gemieden wird.
Wieder nichts!
Gelegentlich der Amtsenthebung einiger konservativer Regierungspräfidenten in den letzten Wochen, glaubte die liberale Presse den Zeitpuntt für gekommen, an dem die Regierung sich an die Liberalen zur Unterstützung ihrer Politik wenden würde. Als ob die paar liberalen Eigenbrödler, von denen jeder an einem anderen Strang zieht, noch viel zu bedeuten hätten! In einem Attikel, überschrieben „Neue Enttäuschungen", führt die „Deutsche Tageszeitung" zu diesem Kapital u. a. aus: Es find in den letzten Tagen einige Regierungspräsidenten, wie es scheint gegen ihren Wunsch, verabschiedet worden. Diese Regierungspräsidenten gelten zum Teil als konservative, ja al- agrarische Männer. Flugs war man mit der Hoffnung bei der Hand, daß die früher in Aussicht gestellte Kundgebung der Regierung gegen den Bund der Landwitte in einem Beamtenwechsel bestehen werde, der seine Spitze gegen den Bund richte. Auch diese Hoffnung scheint trügettsch zu sein. Die verabschiedeten Regierungspräsidenten waren zweifellos konservative Männer, Agrarier im Sinne des Bunde- der Landwirte waren sie nicht. Die Männer, die nach Köslin und Magdeburg berufen fein sollen, find auch durchaus nicht Agrarier im Sinne des Bundes; sie unterschelden sich aber in ihrer politischen Gesamtstellung kaum wesentlich von ihren Vorgängern. Im übrigen legt der Bund auf die Persönlichkeiten der höheren Verwaltungsbeamten wenig Gewicht. Der Bund macht auf Beamtengunst nicht den geringsten Anspruch. Das einzige, was er von den sogen, politischen Beamten verlangt, ist volle Objektivität und gerechte Würdigung der Bedeutung deS Mittelstandes im allgemeinen und der Landwirtschaft im besonderen. Weiter verlangt der Bund nichts. Deshalb setzt er keine Hoffnung auf die Ernennung neuer Beamten; er kann aber auch dadurch nicht enttäuscht werden.
Als Nachfolger deS Herrn v. Bitter auf den Oberpräfidentenposten in Pofen wird jetzt der Regierungspräsident von Marienwerder, Herr v. Jagow genannt. Herr v. Jagow, der ftüher Landrat in Osterburg war und später als Regierungspräsident in Posen wirkte, ist ein hervorragend fähiger und tüchtiger Verwaltungsbeamter und wie kaum ein anderer geeignet, den schwierigen Posener Posten auszufüllen. AlS Nachfolger deS Magdeburger Regierungspräsidenten v. Arnstedt wird der Regierungspräsident in Hannover v. Brandenstein bezeichnet. — Die Ernennung von Jagow'S
„Mein Sohn, der Josef, ist schon runter," erwiderte sie und suchte mit ihrem zerrissenen Wolltuch die Wunde zu verbinden.
„Nutzt alles nichts. — Mir hilft keiner mehr," stöhnte der Verletzte. „Ist auch nicht schade um so ein elende- Hundeleben. Pahl — Lieber heute wie morgen!" *
„Nun, nun, so schlimm steht eS vielleicht nicht," tröstete Olschmann.
Doch Rupert schien ihn gar nicht zu verstehen. Seine Gedanken verwirtten sich offenbar. Eine fahlgelbe Farbe verbreitete fich über das häßliche Geficht. Er schlug umher, streckte die Hände auS und krallte die Finger wie im Krampf ineinander. Die Augenlider wurden so weit aufgeriffen, daß man einen weißen Rand um die Iris sah, was.dem Blick etwa- unbeschreiblich WildeS gab.
„Jetzt zur Höll' mit Dir, zur Höll'!" lallte er. „Ja — wehr' Dich nur, alter, lahmer Krüppel! Ich drück Dir die Gurgel zusammen, toie’n Schilfrohr. — Kommt keiner, der Dir hilft, Geizhals, verwünschter!"
„WaS ist das?" stammelte Olschmann.
Er beugte fich herab und suchte den Sterbenden wieder zum Bewußtsein zu bringen, indem er mit lauter Stimme mehrmals seinen Namen rief.
„Kennst mich?" ächzte der Knecht. „Kennst mich? — Schon recht! — Sollst'S auch wissen, wer Dich zum Teufel schickt — aber verraten wirst mich nicht. Da! — — Hei! Jetzt hast wohl genug. Was? — Puh, wie das qualmt! Verdammte Lärm macher da draußen! — — 'naus! — Ist 'n Jammer um daS schöne Geld."
(Fottsetzung felgt)