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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Somrtagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.

jh 55

Ltertcft^hrUcher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, brf allen Postämtern 2,25 Ml. (exel. Bestellgeld).

^nseition-gebühr: die gesottene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

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Marburg

Mittwoch, 25. Februar 1903.

Erscheint täglich außer au Soun- und Feiertage». Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck und Berlag: Joh. Aug. Koch, UniversilatS-Buchdrnckrrri Marburg, Markt 21, Telephon 55.

88. Jahrg.

Prostffrralt Weisheit.

Graf PosadowSkh hatte in der ReichStagS- fitzEO WM IX FeLsmr einen Artikel de» ytafe<ferBtt|e®«e«tene inlec.Statwn*: .Die englischen Jagdgründe" al» Beweis für feine am 28. Oktober getane Aeußerung ange­führt, daß .ein ungeheurer Teil des englischen Grundbesitzes eigentlich nur Jagdgründe seien". In dem beta. Artikel war auS dem Bericht R. Henry RewS, der im Auftrage der englischen Kommission zur Untersuchung der Notlage der Landwirte die Grafschaft Norfolk bereist hatte, folgende Stelle zitiert worden: .Die Graf­schaft Norfolk ist wegen ihres MldftandeS be­rühmt; men hätte daher vermuten sollen, daß die Frage des Wildschadens zu den dort am lebhaftesten erörterten gehört. Ich habe dies nicht gefunden. Im Gegenteil, man betrachtete das Wild allgemein als einen Segen für die Grafschaft, da eS eine Anzahl reicher Leute ver­anlasse, um der Jagd willen beträchtliche Strecken Landes zu pachten, die sonst so gut wie ausgegeben werden würden. Gin Zeuge bemerkt epigrammatisch:Das Reb­huhn ist die Rettung der Norfolker Landwirtschaft." Ich will dem Satze nicht wörtlich zustimmen; indeß drückt er einen Ge­danken aus, dem ich bei vielen begegnet bin, daß ein großer Teil der leichten Böden gewisser­maßen Subsidien von Jagdpächtern erhält, welche der Jagd halber große Güter pachten, und einen entsprechen­den landwirtschaftlichen Ertrag gar nicht erwarten. Die Fälle, in denen die Jagdpacht größer ist als die von der Landwirtschaft erhaltene Rente, find nicht ungewöhnlich." Daran knüpfte Brentano folgende Betrachtungen: .Der Fall der Grafschaft Norfolk ist besonders interessant. Mit Ausnahme ihres nordöstlichen Teils ist der Boden von Natur kärglich auSgestattet. Die glänzende Triumphe, welche die Norfolker Wirt­schaft, seit Lord Townshend den Rübenbau und den Anbau anderer Futterpflanzen einführte, über die Kargheit der Natur davongetragen, waren nur möglich gewesen, solange die Getreidepreise mit der Zunahme der Bevölkerung stiegen und so hohe waren, daß sie die relativ steigenden Kosten der auf dem armen Boden er­zielten Mehrerträge deckten. Mft der schlechten Witterung in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts be­gannen die Schwierigkeiten; dann kam das Sinken der Preise; und nun machte sich daS allgemeine Gesetz geltend, daß auf fruchtbarem Boden auch bei sinkenden Preisen mit Vorteil ge-

63 Nachdruck verboten.)

Schloß Schönfeld.

Roman von B. Corontz.

SFortsetzuna.)

Solche Opfer, solches Leid und wofür?" flüsterte die Försterin und strich tief aufatmend da« üppige Haar von der heißen Stirn zurück. Nichts als Schmerz, Entsagung und Unfrieden. Wo aber ist die Liebe geblieben?" Seine Liebe?"

Sie schritt aus einem Zimmer ins andere, von wachsender Unruhe gejagt. Vor dem Winkel, in welchem das Kruzifix hing, blieb sie endlich stehen, legte die Hand auf daS Kreuz und ge­lobte :

Gott im Himmel, nimm die Schmach von mir, eines Verbrechers Tochter zu sein, und ich will diesen Bund, auf dem Dein Segen nicht ruht, lösen. Kurt soll seine Uebereilung nicht zeitlebens büßen."

Die Aufregung in F ... und in dem nahen Städtchen steigerte sich stündlich. Bei seinen Lebzeiten hatte man den Schneidemüller allge­mein gehaßt, jetzt hieß es:

Ein armer, alter, kranker Mann in seiner Hilflosigkeit so gräßlich ermordet! Was braucht'S da noch Verhör und lange Untersuchung, wo alles so klar am Tage liegt? An den ersten besten Baum sollte man den schändlichen Raub­mörder aufknüpfen."

Der Marktplatz war kaum zu überschreiten, so dicht stand die murrende Menge um daS Rathaus.

Springer leugnete die Tat mit größter Ent­schiedenheit, daß er aber auch bei dieser Gelegen­heft die rasende Erbitterung nicht zu verbergen vermochte und des Toten nur mit rauhen Worten

wirtschaftet werden kann, während daS Gesetz deS abnehmenden Boden­ertrages auf armem Boden mehr Er­träge nur bei hohen Preisen zu er­zielen gestattet. Fruchtbares Land wird noch immer gern gepachtet. Dagegen kommt der bloße Getreidebau auf den künst­lich zu hohen Erträgen gebrachten unfruchtbaren Feldern nicht mehr auf seine Kosten. Manche von diesen werfen keine Rente mehr ab; in anderen Fällen dagegen ist der alte Wildreichtum der Gegend den unfruchtbaren Ackern zu Hilfe ge- gekommen. Sie find nicht der Wildnis verfallen, sondern im Gegenteil unter dem Pflug geblieben; denn die angebaute Frucht dient auch den Rebhühnern."

Nun schreibt Professor Lujo Brentano in derVoss. Ztg.", er habe schon in der .Nation" mitgeteilt,daß ihm auf eine Anfrage vom britischen Landwirtschaftsministerium erklärt worden sei,es sei eine augenscheinliche lieber« treibung, wenn die Vorstellung erweckt wird, in Großbritanien seien Getreidefelder in Jagd­gründe verwandelt worden." Die ihm über­sandte Anbaustatistik und ein beigelegtes Dia­gramm zeigten wohl eine Ersetzung von Pfiug- land durch Grasland und vom Getreidebau durch Viehwirtschaft, dagegen ließen sie keinen Raum für die Verwandlung von Getreideland in Jagdgründe; die landwirtschaftliche Kultur- fische habe seit 1867, von welchem Jahre die erste britische Anbaustatistik dattert, sogar zu­genommen und betrage einen größeren Prozent­satz der Gesamtfläche des Landes als in Frank­reich und Deutschland.

Diese Tatsache sowie die Mitteilung deS englischen Landwirtschaftsministeriums besagen garnichts. Sagt doch Rew sowohl wie Brentano selbst, daß ein großer Teil namentlich der leichteren Böden bestellt wird, ohne daß die Grundeigentümer oder Pächter irgend welchen nennens­werten landWirtfchaflliche« Ertrag davon erwarten, sondern weil sie durch die Bestellung, die natürlich jeder Sorgfalt entbehrt, da es ja nicht auf den Ertrag ankommt, weil die be­stellten Aecker, schroff ausgedrückt, dem Wild nur als Futterplätze dienen, höhere Jagdpachten erzielen. Daß diese Art des landwirtschaftlichen Betriebes eine besonders segensreiche oder nachahmungs­werte sei, wird außer Herrn Lujo Brentano und seinen unbedingten Nachbetern wohl niemand im Ernste behaupten wollen. Auch die Weiden und Triften find nicht Jagdgründe in dem Sinne, daß sie ausschließlich zur Jagd benutzt werden, da ja ihre mehr oder minder intensive Ausnutzung durch das Vieh, daS darauf geweidet wird, sie unter der landwirtschaft­

gedachte, trug keineswegs dazu bei, eine gute Meinung zu erwecken. Seine Schuld gall als erwiesen. Don dem geraubten Gelds konnte freilich nichts bei ihm gefunden werden. Er mochte es aber wohl, für alle Fülle, in ein sicheres Versteck gebracht haben.

Nur zwei Menschen gab eS, die ihn ver­teidigten und auf die Möglichkeit hinwiesen, daß doch ein anderer das Verbrechen vollführt haben könne: Anton Niederhofer und Herr v. Meinau. Doch von ersterem sagte man: Er ist ein gutmütiger Narr, ein Dummkopf, der sich alles aufbinden läßt," und was letzteren betraf, so meinte mancher:Es muß doch waS Wahres an den Geschichten sein, die Mattin verbreitet hat. Der Herr Baron wird schon wissen, warum er der Försterin zu Hülfe kommt und dem Mörder seines eigenen Schwiegervaters das Wort redet."

Kurt irrte wie ein Wahnsinniger umher, fing mit jedem Streft an, der deL unseligen Ereignisses erwähnte, und würde sein Leben hingegeben haben, um nur die schwächste Spur aufzufinden, die zur Entlastung deS Angeklagten führen konnte. Aber die Unmöglichkeit starrte ihm überall entgegen, und dabei vernahm er, dessen Gehör durch die folternde Angst geschärft wurde, so Vieles, was man ihm ja gar nicht offen inS Gesicht zu sagen gewqgt hätte.

Dämmerung umhüllte schon Wald und Flur, als er heimstürmte. Da stand plötzlich eine, hohe Gestalt mit weißem Haar und ernsten' strafenden Augen vor ihm.

Vater?" fchrie Kurt auf. .Jetzt sprich gütige, tröstende Worte zu mir, denn wenn einer auf der Welt elend ist, fv bin ich es."

Der Greis blieb stehen, aber daS Der- dammungsurtell lag in feinem Blick.

lichen Kulturfläche figurieren läßt. Auf diese Weise mag letztere allerdings gegen daS Jahr 1867 zugenommeu haben. Daß aber im allgemeinen ein erschreckender Rückgang der englischen Landwirtschaft stattgesunden ljat, daS beweist auch die kürzlich in der Presse vielfach besprochene Schrift deS Herr Rider Haggard, der nicht nur in der Grafschaft Norfolk, sondern in ganz England und Wales während der beiden letzten Jahre eine gründliche Jn- fvrmationstour unternommen und die Ver­hältnisse eingehend studiett hat. Und noch eine Frage. Herr Professor Lujo Brentano empfiehlt auf den leichten Böden, den nicht lohnenden Getreidebau aufzugeben und dott wie in England zur Viehwirtschaft überzugehen. DaS ist gerade auf leichten Böden, falls eS sich nicht um Flußniederungen oder feuchte Küstengebiete handeft, fast unmöglich, jeden­falls aber sehr teuer. Ist nun der Herr Professor geneigt, für Vieh derartig hohe Schutzzölle zuzugestehen, daß die Viehzucht auf den leichten Böden dauernd lohnend bleibt?

Umschau.

Unser Kaiser und die modernen Theologen.

DerReichsbote" äußcrt sich über daS von uns int AuSzuge veröffentlichte religiöse Bekenntnis des Kaisers und meint, daß dadurch die Annahme beseitigt sei, der Kaiser huldige den Anschauungen von D el i tz s ch und Harnack. Das Blatt schreibt: ...... Diesen Ausstreuungen macht nun der Brief deS Kaisers ein Ende, weil er zeigt, daß der Kaiser die Ansichten dieser Männer auS dem persön­lichen Verkehr tennen gelernt hat, sich aber keineswegs von ihnen hat gefangen nehmen lassen, denn der Kaiser bekennt sich in diesem Briese mit freudiger Ueberzeugung frank und frei zu der Gottheit Christi im Sinne der Kirche und zu der christlichen Lehre, daß das Christentum nicht ein Produkt der g e - schichtlichen Entwicklung fonbem der Offenbarung Gottes ist, die ihren Höhepunkt in der Person Christi erreicht hat, zur Erlösung und zum Heile der Welt. Und auch in Bezug auf die Bedeutung der Bibel ans deS Wortes der Offenbarung Gottes, als Grund­lage der evangelischen Kirche hat et sich ganz auf den Boden der letzteren gestellt, und mft der christlichen Kirche sieht auch der Kaiser die Bedeutung des alten Testaments in der vorbe­reitenden, erziehenden und weissagenden Offenbarung über den zukünftigen Heiland und Erlöser. Der Kaiser hat in seinem Briefe keinen theologischen Traktat

Ich verfluche Dich nicht daß ist alles, was ich tun kann, denn Du hast daS Werk meines ganzen Lebens vernichtet und mit Füßen getreten. Ich war ein hochgeachteter Mann, zu dem jeder mit Ehrfurcht und Vertrauen auf­sah. Was bin ich jetzt? Ich darf nicht einmal wagen, an daS Grab des Toten ge treten. Man würde ja mit Fingern auf mich deuten und sagen:Seht, fein Sohn hat die Tochter des Mörders und Einbrechers heimge­führt." Ah als ein kleines Kind warst Du einmal dem Tod nahe, damals betete ich unablässig:Lieber Gott, lasse mir mein Liebstes auf der Welt, ich kann'L nicht entbehren. Ver­schone meinen einzigen Sohn und mag mir auch dereinst Kummer daraus erwachsen, ich will nicht klagen, wenn er nur am Leben bleibt." Das war ein sündiges frevelhaftes Gebet. Heute wüßte ich Dich lieber im schützenden, heiligen Schoß der Erde--Flehe den All­

mächtigen an, daß er Dir helfen möge in meinem Innern sieht e8 hoffnungslos und finster aus. Ich habe keinen Trost zu geben. Siehst Du, hinter jenem Felsenvvrsprung saß Dein Vater bis es dunkel wurde, denn er würde sich vor jedem Bauer, vor jedem Bettler geschämt haben. Morgen gehe ich zu unfern Herzog und bitte ihn, mich meines Amtes zu entsetzen. Das hast Du fertig gebracht, daS war der Dank für die Liebe Deiner Eltern."

Wie ein düsterer Schatten verschwand Olsch- mann zwischen den Bäumen.

Der Förster warf sich auf den Boden nieder und drückte die Stint in das feuchte Moos. Die Flinte lag neben ihm. Er würde sie gern gegen seine Brust gerichtet haben aber so feig, so vom Schicksal überwältigt von der Welt gehen, ohne jeden Versuch sich gu wehren?

schreiben, sondern hat seiner persönlichen Ueber­zeugung und seiner Glaubensstellung klaren Ausdruck geben wollen, und wir freuen uns, daß er sich dem Unglauben der Zeit gegenüber in so bestimmter, unzweideutiger Weise in daS Zentrum deS evangelischenBekenntniS gestellt hat, wie er daS seinerzeit auch in Wittenberg, wie in Jerusalem und Betlehem getan hat. Das evangelische Volk weiß nun wieder, daß der Kaiser tu seinen heiligsten An­gelegenheiten mit ihm denkt und fühlt, und daß er sich durch die Jrrelehren der modernen Theologie nicht beirre» läßt. - ________

Belästigungen deS KaiserpaareS.

Gegen Belästigungen deS KaiserpaareS wendet sich dieNordd. Allg. Ztg." mit folgenden Worten: Der Wunsch vieler, namentlich in Berlin fremder Personen, die Majestäten bei deren Ausritten oder Spaziergängen auS möglichster Nähe zu sehen, führt leider zu Uebelständen, die den hohen Herrschaften recht unangenehm fühlbar werden müssen. Man kann nicht selten bemerken, daß Herren wie Damen die Rücksichtslosigkeit so­weit trieben, daß sie hinter den Majestäten her zu gehen versuchen ober wiederholt bei den­selben vorbeilaufen, um ihnen dann wieder entgegenzugehen, daß sie durch Wehen mit den Taschentüchern oder Werfen von Blumensträußen die Pferde beunruhigen oder sonst in einer Weise ihren Gefühlen Ausdruck geben, die zwar begreiflich ist, aber zu einer Belästigung aus­artet. Bekanntlich sieht eS der Kaiser nicht gern, daß bei seinen Bewegungen im Freien die Polizei allzu ängstlich bemüht ist, Neugierige von ihm fernzuhalten. Daraus aber sollten alle einsichtigen Personen Anlaß nehmen, nicht nur selbst derartige Belästigungen zu unter­lassen, sondern auch an ihrem Teil dahin mit­wirken, daß den Majestäten der Genuß frischer Luft nicht durch Zudringlichkeit einzelner ver­kümmert wird. ES ist auch eine Belästigung, w°-nn immer noch einzelne Personen versuchen, dem Kaiser Bittschriften und ähnliches persön­lich zu überreichen. ^Derartige Schreiben kommen ebenso sicher an ihre Adresse, wenn sie der Post zur Beförderung übergeben werden.

Singer will schießen.

Im Reichstage erklärte der Abgeordnete Singer, der sich jetzt wie man leider sagen kann : nicht ohne Berechtigung als Herr und Minister im Reichstage fühlt, zu einer Petition der Beamten des Statistischen Bureaus:-Wir wünschen, daß die Regierung die Forderung im nächsten Etat erfüllt. Geschieht das ni$t, dann wäre e8 allerdings an der Zeit, unsere p arkcmentar ischen Kanonen aufzufahren und mit ihnen auf die Regierung zn

Das Kürzeste wäre es freilich, aber auch da» Erbärmlichste.

Die flüchtigen Hufschläge eine» Rosses ver­nehmend sprang er empor. Nein, so schwach, so zusammen gebrochen sollte ihn Keiner sehen.

Die Flinte wieder über die Schulter ge­worfen, stand er da, eine deutsche Reckengestalt, und sah mit finsterem Mick dem schlanken Reiter entgegen, bet vom Pferd Wremg und e» am Zügel führend, näher trat

Sie kommen wohl au8 der FstestWR, Omi» Baron?"

Etwas Drohendes, Herausforderndes lag in dem Ton dieser Frage.

Nein, denn mein Besuch verfehlte feinen Zweck."

Wäre es nicht besser gewesen ihn überhaupt zu unterlassen? Ich habe ©ertaub ein für alle­mal untersagt, in meiner Abwesenheit ihre Türe zu öffnen."

Ich suchte auch keineswegs bie Frau Försterin, sondern Sie."

Mich? Und wa» hätten wir beide un» denn zu sagen?"

Ich dächte ziemlich viel. Lange schon drängt es mich, offen und ehrlich mit Ihnen zu sprechen. Der Bruder meiner Frau ist ein böser Bube, der nichts von Ehre und Gewiffen weiß. E» ist schlimm, wenn man einen nahen Verwandten so nennen muß, aber ich finde keine andere Be­zeichnung für ihn. Schönfeld darf er seit vielen Monaten nicht mehr betreten, da wühlt er denn wie ein Maulwurf im Finstern und sucht Schaden zu stiften wo er nur kann. Seine ver­leumderische Zunge schont nicht» und niemand, und so entstanden Gerüchte, die weder mit Ihrer noch mit meiner Ehre vereinbar find."

(Fortsetzung folgt)