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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Jls. 50

Ltertelt^hrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Ml., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (erd Bestellgeld).

^nserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Freitag, 20. Februar 1903.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertage«. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. Telephon 55.

38. Jahrge

Eine Mahnung.

_ Bei festlicher Tafelrunde in Breme« hat Herr Handelsminister Möller, Exzellenz, eine größere Rede vom Stapel gekästen, in welcher er als Pflicht der Selbsterhaltung für Großkaufleute und Großindustrielle hinstellte, sich reger am parla­mentarischen Leben zu beteiligen und dafür Sorge zu tragen, daß ihre Jntereffen in den Parlamenten bester vertreten würden.

Nun gerade Bremen hat ja bis jetzt noch einen klassischen Vertreter für seine inter­nationalen Handelsintereffen im Reichstage; wenn die übrigen großen Handels- und In» dustriezentren, welche dort fast ausschließlich durch Sozialdemokraten vertreten sind, durch die Mahnung des Herrn Ministers zu energischen Anstrengungen angespornt werden sollten, an Stelle dieser Vertreter solche aus den Reihen der Großhandels- und Industrie- Herrn in den Reichstag zu bringen, s o wünschen wir ihnen dazu besten Er­folg. Aber die Vertreter jener Inter-? essenkreise dürften kaum so anspruchsvoll fein, zu verlangen, daß die Landwirte und die Angehörigen des gewerblichen Mittelstandes in den weiten Kreisen deS platten Landes für sie die Kastanien aus dem Feuer holen und ihnen von dorther soche Vertreter in die Parlamente senden, welche von ihnen als zur Vertretung ihrer Sonder­interessengeeignetangesehenwerden können. DaS ist leider bis jetzt noch viel zu häufig unter dem verwirrenden Einfluß der Fraktionspolitik geschehen, obgleich die Jntereffen des Welthandels und der Groß-Export­industrie denjenigen der landwirtschaftlichen und gewerblichen Mittelstandsbe­völkerung meistens geradezu ent­gegengesetzt find.

Hier muß gerade nach der entgegengesetzten Richtung Wandel geschaffen werden; daS ist Pflicht der Selbsterhaltung für unsere so zahl­reichen Bauern und den selbständigen gewerb­lichen Mittelstand.

Exzellenz Möller mag im Grunde seines Herzens selbst etwas derartiges empfinden, denn er versuchte es so darzustellen, als wenn eine noch bessere und kräftigere parlamentarische Vertretung der Interessen von Welthandel und Exportindustrie im Interesse der Allgemeinheit geboten sei. Denn, so sagte er,ohne die Ar­beitskraft von Handel und Industrie, ohne das immense Vermögen und Einkommen, die. durch fie geschaffen sind, würden wir nicht die macht­volle Nation sein können, die wir find. Armee und Marine verschlingen Hunderte von Mil­lionen und wir mögen die Arbeit der Männer segnen, die die Mittel dazu herbeischaffen. DaS mögen alle Bewohner des deutschen Reiches nicht vergeffen! Darum darf derjenige Stand,

59 (Nachdruck verboten.)

Schloß Schönfeld.

Roman von B. Corontz.

(Fortsetzung.)

Er ist schon mehrmals wieder und auch gestern hier gewesen. Ich habe mit eigenen Ohren gehört, in welchen Ausdrücken der Wut und des Haffes er von meinem Vater sprach. Der Wirt Anton Niederhofer kann und muß es bezeugen, denn bei dem kehrte er ein und dem hat er auch vorgejammert, daß es ihm an dem nötigen Geld fehlt. Aus dem schwatzhaften, alten Dummkopf wußte er herauszuziehen, daß der Vater die Marotte hatte, allein zu schlafen. Das machte sich der Landstreicher zu Nutzen und

Sprich nicht mehr, als Du verantworten kannst!" unterbrach Mein au seinen Schwager. (..Das find Vermutungen, weiter nichts."

Es wird schon Wahrheit sein!" rief Katha- ; rina erbittert.Du hörst doch, daß Martin - einen Zeugen nennt."

Ich könnte mehr als einen namhaft machen, auch Schwester Therese und unsere Dienstboten, die den Menschen an Olschmanns Hochzeitstage hier vor der Villa sahen. Schon damals hat er meinen kränklichen Vater durch feindseliges, drohendes Anstarren erschreckt. Stellt ihn nur den Leuten gegenüber. Sie werden ihn alle wiedererkennen und der Krugwirt auch, bei dem to damals übernachtete."

.Ich weiß nicht, ob's derselbe ist, aber daß an dem Tag, wo die Hochzeit gefeiert wurde, em Fremder den Müller beunruhigt und ge-

der heute dm größten Beitrag zur Erhaltung von Staat und Reich beiträgt, nicht in seinen Jntereffen niedergedrückt werden!"

Nun selbst ein Minister für Handel und Großgewerbe sollte nicht vergeffm oder vergeffen machm wollen, daß die Gesamtproduktion der Landwirtschaft und der mit ihr eng verknüpften Kleingewerbe einen weit größeren Wert reprä­sentiert als diejenige des Großhandels und der Großindustrie. Zu den Hundsrtm von Millionen, welche Heer und Flotte jährlich verschlingen, tragen auch Landwirtschaft und Mittelstand ein durch die große Zahl ihrer Angehörigen be­dingtes volles Maß an Abgaben bei, wenn fie auch nicht Personen mit soimmensen Ver­mögen und Einkommen" in ihrm Reihen aufzu­weisen haben wie Handel und Industrie.

Außerdem aber trägt die Landwirtschaft besonders recht große indirekte Lastm zu Gunsten der Aufrechterhaltung unserer nationalen Wehr­kraft (z. B. die Einquartierungslast), von denen die Großstädter nichts wissen. Die Landwirt­schaft und der kleingewerbliche Mittelstand aber find bekanntlich auch diejenigen Berufsstände, aus denen der ganz bedeutend überwiegende Teil der Rekruten für unsere nationale Wehr­kraft stammt. Die Beschaffung dieses Heeres- ersatzes in körperlich und moralisch bester Be­schaffenheit wird fast allein von diesen Ständen gewährleistet und sie ist für fich allein wohl von noch größerem Werte für Aufrechterhaltung der nationalen Wehrkraft, als die vielen Hundert Millionen barer Mittel. Was hülfe uns ferner die größte Wehrmacht und die reichsten Geldquellen, wenn wir bei einem etwaigen Weltdrande nicht in der Lage wären, die Ernährung unseres Volkes in Waffen und zu Hause sicher zu stellen? Diese Sicherstellung und damit die Sicherung unserer ganzen natio­nalen Existenz in ernsten Zeiten kann nur eine blühende, intensive Landwirtschaft gewährleisten.

Darum muffen auch Landwirtschaft und ge­werblicher Mittelstand, nicht aber Welthandel und Großindustrie als diejenigen Stände ange­sehen werden, welche die größten Beiträge zur Erhaltung von Staat und Reich liefern. Land­wirtschaft und Mittelstand, nicht Welthandel und Großindustrie find eS, welche im Interesse der Allgemeinheit daS größere Maß von Berück­sichtigung verdienen.

Wenn die Stärke der nationalen Wehrkraft, und die Sicherheit der nationalen Existenz hauptsächlich von der Größe der durch den Welthandel und Industrie geschaffenenim­mensen Vermögen und Einkommen" abhängig wäre, bann müßte doch England die bei weitem größte Weltmacht repräsentieren. Wie kläglich aber würde dieser Welthandels- und Industrie­staat dasteben, wenn er nickt auf meerumbran- deten und dadurch beschirmten Inseln, sondern etwa an Deutschlands Stelle mitten in Europa läge?

ängstigt hat, das stimmt schon," bestätigte Jette. Die Schwester ging noch zu dem Mann her­unter und da soll er häßliche Reden über unfern Herrn geführt haben und getagt: Er möchte lieber verhungern und verdursten, als einen Bissen Brot oder einen Schluck Waffer hier im Hause annehmen."

Jawohl," bekräftigte der Kutscher.So hat's die Schwester in der Küche erzählt."

Nun also?" rief Martin.Ist es nicht sonnenklar, daß mein Vater von ihm erstochen und beraubt wurde? DaS Messer habe ich gestern abend in feiner Hand gesehen. Er trägt eS in einem Knotenstock bei sich."

Entsetzlich! Entsetzlich!" stöhnte Katharina.

, Sie taumelte und mußte in das Neben­zimmer geführt werden.

Dort steht übrigens der Niederhofer unter den andern Gaffern," fuhr Oertel fort auS dem Fenster deutend.Er kann gleich einmal 'rein kommen."

Der Kommissar schickte einen Polizisten ab.

Jesus! Jesus! Ist daS ein Unglück!" jammerte der herbeigerufene Wirt, den Schweiß, der in großen Tropfen auf seiner Stirn stand, abtrocknend.So was ist ja seit Menschen­gedenken in unfern F. . . nicht mehr erlebt worden. Wer mag's denn nur gewesen sein?"

HerrOertel beschuldigt den Franz Springer." Den Springer? Nein, nein der­ber ist ja gar nicht da."

Er war da!" fuhr Martin den Erschrockenen an. Leugnen Sie e8 nur nicht. Das könnte wenig helfen. Ich habe gestern dicht neben Euch beiden in der andern Laube gesessen, alles durchs Gezweig gesehen und jedes Wort ver-

Umschau.

Prinzessin Luise.

Die Prinzessin Luise von Toskana wird nur noch so lange in der Heilanstalt des Dr. Martin bei Nigon am Genfer See verweilen, bis die dortigen Aerzte in der Lage sein werden, ein Urteil über ihren Geisteszustand abzugeben. Alsdann wird die Prinzessin Nigon verlassen, aber weder im deutschen noch im österreichisch- ungarischen Reichsgebiet Aufenthalt nehmen. Obwohl alle Dispositionen bereits getroffen sind, wird über die Einzelheiten dennoch strenges Schweigen beobachtet. Vermutlich geht die Prinzessin mit ihrem Giro« nach Amerika, wo sich ihrer ehelichen Verbindung mit diesem die geringsten, oder richtiger überhaupt keine Schwierigkeiten entgegenstellen.

Der Londoner Korrespondent derNew- York World" hatte kürzlich den Grafen Tolstoi darauf aufmerksam gemacht, daß die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen und Herr Giron erklärt hätten, in ihren Lebensanschauungen stark durch seine Werke beeinflußt worden zu fein, und daß manche schlecht unterrichteten Leute die Ansicht hegten, daß Tolstois Lehren gewiffer- maßen für die Handlungsweise des Paares verantwortlich seien. Darauf hat jetzt nach demBerl. Tagebl." Graf Tolstoi unter dem 11. Februar von seinem Landsitz Jasnaja Poljana aus geantwortet:Ich will über das Verhalten der unglücklichen Frau, hinsichtlich derer Sie mir schreiben, kein Urteil fällen. Es steht geschrieben:Richte nicht, damit du nicht ge­richtet wirst!" Ich behaupte jedoch, daß in Allem, was ich geschrieben habe, nicht eine Zeile zu finden ist, die ein solches Verhalten recht­fertigt. Ich bekenne mich zur christlichen Lehre, deren erster Grundsatz der ist, unser Vergnügen und unser Glück der Wohlfahrt unserer Nach­barn zu opfern. In dem vorliegenden Falle aber ist das Gegenteil eingetreten. Dieft :: hat den Frieden und das Glück nicht r.n. du.3 Gatten und ihres Schwiegervater; geopfert, sondern vor Allem auch das ihrer Kinder, deren ältestes furchtbar leiden muß m-d fein ganzes Leben lang um der Schande seftier Mutter willen leiden wird. Diese hat alles für das Vergnügen geopfert, ohne Hindernis mit dem charmanten Herrn Giron zusammen zu sein. Das ist meine Ansicht von der schmutzigen Geschichte, die ganz ohne Grund die gesamte Welt beschäftigt."

Das Vorgehen gegen Venezuela.

Zwischen dem amerikanischen Staatssekretär deS Auswärtigen Hah und dem Bevollmächtigten Venezuelas Bowen ist ein Protokoll unterzeichnet worden, wonach in Caracas eine aus einem Venezolaner und einem Amerikaner gebildete Kommission zur Regelung der amerikanischen Forderungen an Venezuela zusammentritt.

standen. Daß ich wirklich dagewesen bin und wo ich gesessen habe, wird der Kellnerbursche Karl bezeugen."

Stellen Sie in Abrede, was der Sohn des Ermordeten behauptet?" fragte der Kommiffar.

Nein das kann ich ja nicht," stotterte Niederhofer.Der Springer ist bei mir ein­gekehrt! Aber"

Er soll Drohungen auSgestoßen haben."

Ja, lieber Himmel, daS liegt so in feiner Natur. UebrigenS Drohungen? Nein, davon weiß ich nichts."

So? Ich habe aber gehört, wie er über meinen Vater loszog und ihm daS Malheur, was vor fünfzehn Jahren passierte, in die Schuhe schob, obschon doch nur die Habsucht der Komödianten daran schuld war. Ich hab'S mit diesen Ohren vernommen, wie er sagte:Dem Schneidemüller kann'S gar nicht schlimm genug gehen, und wenn er in höchster Not wäre, täf ich keinen Finger rühren, um ihm zu helfen."

So was schwatzt man wohl in der Auf­regung hin, aber"

Hat er Ihnen nicht herauSgelockt, daß mein Vater immer allein schlief? Schraubte er nicht seinen Stock auf und zeigte das Messer? Schlug er e8 nicht trotz wiederholter Auf­forderung ab, im Lindenhof zu übernachten?"

Allerdings. Aber einen Schwur wollte ich darauf ablegen, daß der Springer die Untat nicht begangen hat, er war allzeit ein ehrlicher Mann."

Und Sie allzeit ein Tölpel, der fich über­listen ließ und auf jede Lüge hereinfiel. Herr Kommissar, ich verlange, daß der Mörder per* ftrlgt wird."

Sollte die Kommission zu keiner Verständigung gelangen, so wird, einem Vorschläge BowenS entsprechend, die Königin Wilhelmina von Holland um die Ernennung eines Schiedsrichters ersucht werden. Die Königin hat sich bereit erklärt, erforderlichenfalls einem derartigen Er­suchen zu entsprechen. Auf diesem Wege werden bann auch die Ansprüche aller übrigen Länder an Venezuela geregelt werden. Um die Mittel zur Begleichung der ausländischen Forderungen zu gewinnen, hat Venezuela alle Einfuhrzölle um 30% erhöht, die Ausfuhr­abgabe für Kaffee um 2, für Kakao um 16 Francs hinaufgesetzt. Das war zu ertoarten!

Wie aus Puerto Cabello gemeldet wird, gab Kommodore Scheder am 15. ds. MtS. fünfzehn beschlagnahmte venezolanische Fischerboote ihren Eignern zurück.

Ein Holzring in den Vereinigte» Staaten?

Seit längerer Zeit bringen deutsche Zeitungen Gerüchte über einen in der Bildung begriffenen Holzring, der mit ungeheurem Kapital man sprach von 500 Millionen Dollar den Holz­markt in den Vereinigten Staaten zu äberr wachen beabsichtige.

Nach Ermittelungen unseres landwirtschaft­lichen Sachverständigen in Amerika, über die in denMitteilungen der Deutschen Landwirt­schafts-Gesellschaft" berichtet wird, find diese Befürchtungen grundlos.

Die Verhältnisse im Holzhandel find eben so verschieden von denen anderer Jnbustrieen, baß eine Ringbildung ausgeschloffen erscheint. Dec Handel ist zu weitläufig und mannigfaltig, um eine Vereinigung zuzulassen; er braucht bei feinen vielfachen Erzeugnissen eine solche Frei­heit, daß über eine bestimmte Grenze hinaus eine Zusammenfassung nicht möglich ist. Man denke nur die Hartholzindustrie ganz außer Betracht lastend an die Verschiedenheit in den Verhältniflen der nördlichen und südlichen Nadelholz-Sägemühlen, deren Erzeugniffe den­selben Zwecken bienen; der Umfang der Roh- hölzcr, die Ausnutzung derselben, die Fällungs- Perioden, die Transport- und Flößungs-Methode« und -Zeiten, die Arbeitsverhältniste, die Fracht* und Derschiffungsangelegenheiten alles dies ist ganz verschieden und besonderen vorüber­gehenden Einflüsten unterworfen. Die Ueber» wachung eines so weitläufigen Betriebes, wie sie seitens einer erfolgreichen Ringes stattfinden müßte, ist eine physische Unmöglichkeit, denn das Holzgeschäft erfordert mehr wie jedes anders persönliche Aufsicht des Eigentümers.

Es ist auch unmöglich, einen allgemeinen Arbeitsplan von einer Zentralstelle aus zu bestimmen, welcher auch nur annähernd von den Beamten der verschiedenen Arbeitsplätze befolgt werden könnte. Schließlich wäre selbst im Landeder unbegrenzten Möglichkeiten"

Das geschieht selbstverständlich. Dazu be­durfte eS keiner Aufforderung."

Er schlug den Weg nach dieser Richtung ein und mußte hier vorbeikommen. Ein Mann, der ins Dickicht sprang und weiter lief, ist ja auch gesehen worden."

Aber der Franz Springer kann'S nicht ge­wesen sein," beharrte Niederhofer.Warum denn gerade et? Ich glaub's nun und nimmer mehr! Der Müller, Gott hab' ihn selig, hat mehr als einen Feind gehabt."

Die Wahrscheinlichkeit, daß dennoch der Beschuldigte den Mord vollführte, liegt sehr nah?," sagte Müller.Kann er sein Alibi nachweisen und sich rechtfertigen, bann desto besser für ihn. Vorläufig müssen wir uns seiner Person versichern. Melden Sie sich um zwölf Uhr auf dem Rathaus, Lindenwirt jetzt find Sie enttaffen."

Kopfschüttelnd und die Hände zusammen* fchlagend, strauchelte der Wirt fort. Kaum trugen ihn die kurzen, dicken Beine.

Also der Springer, der Seiltänzer ist'S gewesen?" fragten ihn die Personen, welche, um die Villa herumstehend, schon von den aus* und eingehenden Dienern so manches erfahren hatten.

Nein, der war's nicht, fo wenig wie ich eS gewesen bin," wehrte Niederhofer ab.Er ist ein unglücklicher, verbitterter Mann, aber die Hand wider seinen Nächsten erheben nein, nein daS sieht ihm nicht gleich. AufS Evangelium möchte ich's beschwören, daß er an der Mordtat unschuldig ist. O grundgütiger Himmel, daß mir auch so waS noch passiert!

(Fortsetzung folgt.)