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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

SomttagSbeUage: Mkrsitrirtes Lorrntagsblatt.

Marburg

M 47

Dienstag, 17. Februar 1903.

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VterleljLhrlicher BezugSprei«: bet der Expedition S ML, bet all« Postämter» 2,26 ML (excl. Bestellgelds

Erich ernt täglich außer a» Setm» und Feiertage». ,

Sonnabends in Morgen» und Abend-AuSgabe. QQ

Druck in» «erla-r Joh. Lug. »och, Universität«.Buchdruckerei *

Marburg. Markt 3L Telephon 58.

Aus dem Reichstag.

Al» der Reichstag am 14. Oktober v. I. zu seinem letzten SesfionSabschnitt zusammentrat, da prophezeiten die Kundige« auf alle« Zeiten, tue letzte TagungSpettode würde eine ganz uu» gewöhnliche Ausdehnung erhalten. Diese Pro» phezeihung wurde allgemein so ernst ausgefaßt, daß ein langwieriger Streit entstand, wann da» Mandat der gegenwärtigen Reichstags den» eigentlich obgriouf« fei. Berufene und unbe­rufene Federn setzten sich in lebhafte Bewegung und schrieben flott darauf los. Die Gegner des Zolltarifs behauptete«, die Session könne nicht über den 15. Juni hinaus ausgedehnt werden, da die Reichstagswahlen am 16. Juni 1898 stattgefunden hätten und daS Mandat des gegenwärügeu Reichstag« mit diesem Tage daher erlosch« sei. Die Freunde de« Tarifs behaupteten dagegen mit aller ihnen zu Gebote stehenden Entschiedenheit, das sei doch eine ganz verkehtte Argumentation. Freilich sei der Reichstag am 16. Juni gewählt, aber et sei doch erst zum 6. Dezember 1898 zu seiner ersten Tagung einberufen worden, und vom Beginn der ersten Session sei der Anfang der Legislaturperiode, das Mandat des Reichstag« zu datteren. Und während man noch so stritt mit Aufbietung tiefgründigster Beweisführung ward die Zollvorlage trotz aller Obstruktion und allen pessimistischen Erwartungen zum Trotz noch vor Weihnachten vom Reichstage endgüttig angenommen; die Frage nach der Mandatsdauer des Reichstag« wurde mit einem Schlage gegenstandslos.

In den auskömmlich bemeffenen Weihnachts» fetten des Hohen Hauses entspann sich dann eine führ lebhafte Diskussion über die Frage weiterer Aenderungen der Geschäftsordnung. Um der sozialdemokratischen Obstruktion gegen die Zollvorlage die schlimmsten Gistzähne aus­zuziehen, hatte sich die Reichstagsmehrheit zu einer Aenderung der bis dahin feit ihrem Be­stehen fast unverändett gebliebenen Geschäfts­ordnung des Hause« entschließen müffen. Es wurde am 14. November mit 197 gegen 78 Stimmen der Antrag Aichbichler betr. Vornahme der namentlichen Abstimmungen durch Abgabe von Sttmmzetteln angenommen, und noch keine vier Wochen später wurde mit noch größerer Majorität eine weitere GeschäftSordnungs- änderuug beschloffeu, wonach die Erteilung deS Wottes zur Geschäftsordnung in das Er- meffen deS jeweiligen Präsidenten gestellt und die Rededauer zur Geschäftsordnung allgemein auf die Zett vou nur fünf Minuten herabge­setzt ward.

Bei diesen Aenderungen blieb e«, abgesehen von einigen Verschärfungen bestehender, aber ganz außer Acht getretener Bestimmungen der Geschäftsordnung. Mit diesen Aenderungen

r>6 (Nachdruck verboten)

Schloß Schönfeld.

Roman von B. Corontz.

(Fortsetzung.)

Schön Dank, aber hier bleiben möchte ich nicht. Es zwingt mich nur, von Zett zu Zett den Platz aufzusuchen, wo die Evi gestürzt ist. Auch die Gertrud wollte ich gern Wiedersehen, so von Weitem. E« geht ihr doch gut? Sie ist doch glücklich?"

So viel ich weiß: ja. Rur daß bet Schwiegervater nichts mit ihr zu tun haben mag. Unser alter Rektor ist eben"

Ein unduldsamer Manu, der jedem ferne eignen Ansichten aufdrängen möchte. Da« weiß ich. Run, et soll nur ruhig sein. Bo« mir hört und sieht Keiner mehr wa«. Aber der Schneidemüller ist Wohl jetzt stolz wie ein Pfau? Seine Tochter hat den Gutsherrn geheiratet."

,Da« schon» aber dem Oettel bringt e« wenig Freude. Die junge Gnädige besucht ihn fast nie. Lieber Himmel, das Weib gehört zum Manne. Die Katharina muß sich nach der vor­nehmen Verwandtschaft richten. Das ist so der Dinge regelrechter Lauf."

Natürlich! Sie find ein gute«, altes Hau«, Riederhofer, und würden den Teufel in der Hölle entschuldigen, wenn's darauf ankäme."

Ich nehme alles, wie es zu nehmen ist." Oertel hat doch auch einen Sohn?"

Ja, aber sehen Sie, Jugend weiß nicht« von Tugend. Da steckf« eben. Der Martin bringt fast jede Nacht auswätt« zu. Da bleibt bann der kranke Manu immer allein und*

ward e« bekanntlich möglich, die Zollvorlage am Sonntag den 14. Dezember Morgen« gegen vlt 5 Uhr nach einer mehr al« 18 stündige« Dauerfitzuna in der Gesamtabstimmung end­gültig zu erledigen. Die Revision der Geschäfts­ordnung war ein Torso geblieben, der die Vollendung durch Künstlerhand, in unserem Falle durch die der Mehrheit de« Hause« erforderte. Nach der Wiederaufnahme der Verhandlungen im neuen Jahre sollte der Ab­schluß de« Revisionswerke« eine der erst« praktischen Maßnahmen de« Haufe« bilden. Der letzte SesfionSabschnitt kam heran und Woche auf Woche verrann, aber von der Aus­gestaltung der GeschäftiwrdnungSänderung war nicht« zu spüren und nichts mehr zu hören.

Seitdem man weiß, daß dir gegenwärtige Session noch vor Ostern geschloffen werden wird, da die Neuwahlen bereit« um die Mitte Juni stattfinden werden, glaubt man wohl nirgend« mehr an eine Vollendung de« an der Geschäfts­ordnung begonnenen Reformwerks. E« kam» nicht bestritt« werden, daß die Maschen dieser Geschäftsordnung auch heute noch an einzelnen Stellen weit g«ug sind, um obstruktionslüstern« Seelen die Möglichkeit zu gewähren, dmch sie hindurchzufchlüpfen; aber man trägt auf keiner Seite rechtes Verlang«, die Geschäftsordnung des Reichstags ganz mtb gar auf den Leib der Obstruktion zuzuschneid«.

Der neue Reichstag, der sich ja von der Vaterschaft der in Rede stehenden Geschäst«- ordnungsabänderungen frei weiß, wird erst recht kein Jntereffe daran haben, dem Problem, was mit dem Torso anzusangen sei, näher zu treten. Und so wird denn der Reichstag, was seine Geschäftsordnung betrifft, nicht gerade in ganz neuer Armierung, aber doch mit einigen Waffen­stücken mehr als bisher ausgerüstet, auf dem Plaue erscheinen. Reserv« für d« Fall der Not zur Hand zu haben, ist immer gut, und werden die Reservestücke auch Jahrzehnte nicht gebraucht, die blaffe Tatsache ihrer Existenz ist ost schon wirkungsvoll, ihre Anwendung ist garnicht mehr erforderlich. Mr denk« ja, daß so wilde Debatten, wie beim Zolltarif, im deutschen Reichstage in absehbarer Zeit nicht wiederkehren werden. 6« kann aber doch auch anders kommen.

Umschau.

Prinzessin Luise von Toskana.

Giron ist wieder in Genf und daS hängt folgendermaßen zusammen: Rach einer der Prinzessin Luise gewordenen Mtttellung ist die Mission ihrer Mutter, der Großherzogin von Toskana, im Jntereffe der Prinzessin beim Kaiser Franz Joseph nicht geglückt. Der Kaiser lehnte bestimmt jede Einmischung in Betreff der Kinder der Ex-Kronprinzessin ab und gestattete

Allein? Er, der so reich ist?"

Herr je, ja, reich wohl, aber geizig und mißtrauisch. Wer niemand Gutes gethan hat, erwartet auch von niemand Gutes. Er duldet kein« bei sich. DaS ist so ein krankhafter Zu­stand, wissen Sie. Die graue Schwester soll auch seit ein paar Tag« weg sein. Und wenn er so einsam daliegt"

Da kommt es ihm wohl in den Sinn, wa« seine Herzlofigkett schon Neble« angerichtet hat. Für Evi« Tod trägt er auch die Verant- wottuny."

Äetn, nein! Er hat damals nicht voraus» seh« könn«, wa« gescheh« würde. So ein Unglück kommt, ohne daß einer daran schuld ist."

Er war daran schuld!" rief Springer, auf den Tisch schlagend.Ich habe fein höhnische« Gesicht, seine boshaft« Worte nicht vergessen. Ich weiß noch ganz gut, wie er mich und da« arme kranke Weib beschimpft hat, und die Lindenwittin aufgehetzt, daß sie Dinge sagte, welche die Evi stachelten, wie der Sporn ein totmüde« Roß. Ich weiß auch, toe er in den nicht mehr nüchternen Herrn v. Meiuau hinein­redete. Da« könnte ich in hundett Jahren ni$t vergessen. Der Schneidemüller ist und war ein schlechter Mensch, dem e« gar nicht schlimm genug gehen kann. Sehen Sie, Rieder­hofer, ich zertrete absichtlich kein« Wurm, aber wenn der Oettel in höchster Not wäre und e« stünde in meiner Macht, ihn zu retten ich täte es nicht und müßte ich nur den kleinen Finger rühre«, um ihm zu helfen."

Na, na, na! So was sagt man Wohl, aber es ist einem nicht Ernst damit."

Mir ist e« bitterer Ernst. Doch hör« wir auf davon, sonst tritt mir die Galle in«

nut unter bestimmt« Bedingungen die vor­läufige Rückkehr der Pttnzesfin nach Oesterreich, um dort ihre Niederkunst abzuwatten. Nm der Kinder willen hätte die Pttnzessm Giron lauf« lass«; (?) bietet sich auch den Verzicht auf ihn keine Möglichkeit zu dm gewünscht« Begeg­nung« mtt dm Kindern, dann soll Giro« ihr Trost fein. Die Trennung von ihm ist noch nie eine endgültige gewesen, beide hab« Vitt- mehr in bestÄidigem Briestvechsel mtt einander gestanden, der augenscheinlich durch den Bruder der Pttitzessin, Leopold Wölfling, vermittelt Word« ist. DerFranks. Ztg." zufolge Witt) die Prinzessin die Heilanstatt de« Dr. Martin überhaupt schon in etwa 8 Tagen verlassen. Me demselben Matte zufolge verlauttt, soll ihr eine Jahrssrente von 40000 Frc«. ausgesetzt worden sein. Obwohl nicht gesagt wird, von wem diese Rente herrühtt, fo darf Wohl ange­nommen werden, daß sie von dem Kronprinz« Friedrich August angewiesen worden ist. Findet die Prinzessin in der Heimat keine Zu­flucht, so geht sie mit ihrem Giron vielleicht nach Amerika, wo ihrer Trauung nicht« ent» gegensteh« würde. Freilich würde ihr auch dorthin der päpstliche Bannstrahl folgen, deff« Wirkung« sie aber Wohl auf sich nähme, wem» es ihr dott gelänge, in einer ander« Religions­gemeinschaft cufgenomm« zu werden. In Europa wird die Pttnzesfin nach dem Urteil von Sachkennern nirgends eine Ehe eingeh« könn«.

Heber die Möglichkeit einer Mederver- heiratuna de« Kronpttnzen hat sich der bekannte Jurist, Zentrumsabgeordntter Dr. Porsch ver­neinend ausgesprochen. Der Papst habe keine Macht, die kirchliche Einsegnung aufzulösen. Das Beispiel Napoleon«, dessen Ehe vom Papste annulliert worden sei, beweist nichts, da Napoleon sich nicht den Vorschriften entsprechend von dem zuständig« Pfarrer, sondern von einem Kardinal habe trau« lassen, der weder selbst zuständig war, noch sich die Genehmigung de« zuständigen Pfarrers eingehott hatte. DasB. T." hat einen hervorragenden Berliner Staatsratslehrer über mancherlei, was die geschiedene Prinzessin betrifft, befragt. Der Gelehrte erklärte, daß niemand der Prinzessin die Rückkehr nach DreSdm verwehren könnte, daß der Prinzessin das zu erwartende Kind ohne weitere« entzogen werden konnte, daß die Pttnzesfin dauernd nicht gehindett werd« könnte, ihre Kinder wiederzusehen, daß es ober in der Hand de« König« liege, die Modalität« dafür fest- zustellen. _____________

Herr HaudelSminister Möller.

Geld verdienen ist schön, so hat der preußische Handelsminister Möller in einer Rede bei der Schaffermahlzeit in Bremen ertlärt, aber Geld verdienen müsse nicht unter allen Umständen

Blut. Adieu, Herr Wirt! Sollte mich freuen, wenn es Ihnen wieder einmal beffer ginge."

Also wirklich fort? Es wird ja schon dunkel."

Wa« tut daS? Dann bin ich mit Sonnen­aufgang schon toeit. Ich wandere lieber de« Nachts al« in der Hitze."

Aber wer weiß, wann Sie wieder kommen und ob ich bann noch lebe. Bin ja auch schon ein alter Mann und die dicksten Leute find nicht immer die gesündesten. Wir wollen doch noch ein Schöppchen tttnk« und einen Bissen effen. E« wäre ja Unrecht, wenn Sie mir nachtragen wollten, wa« damals vor meinet Wirtschaft passiert ist."

Davon ist keine Rede. Sie warm allzeit die Gemütlichkeit in Pers«, aber ein arger Pantoffelheld."

Lieber Himmel die Babette gehötte zu d« schneidigen Weibern, vor deren Zunge einem angst und wch werden kann. Gute Nacht und viel Glück auf den Weg!"

Ich und das Glück wir stehen auf zu feind­lichem Fuß miteinander."

Springer hing die Ledettasche über die Schulter, nahm den Stock zur Hand und ging.

Bald darauf verließ auch der Lauscher un­gesehen das Gärtchen und schlug den Weg nach G . . . ein, vergnügt vor sich hmpfeifend. Da gab« ja eine herrliche Neuigkeit zu kolportier«. Der hochnäsigen Frau Försterin Vater schweift immer noch als Landstreicher in der Welt herum. Hei, wie et da« Olschmann gönnte! Wie er dafür sorgen wollte, daß e« morgen ganz F . . . wußte!

18.

Während Martin zu dem Volksfest eilte, saß Doktor Weiß noch bei dem Schneidemüller

da« höchste sein, sondern e« müffen Leute, di« in sich die Kraft füllen, darauf verzichten, daß Geldverdi«en erste« sei, und al« höchste« gelt« lassen, für da« Wohl ihre« Staate« zu vnrkent Wenn Sie da« tun, so wendete sich der Minister an die anwesende» Kaufl«te, so wird der Einfluß der Kreise wachsen, die Sis betreten. (Im Gegensätze zu Herrn cn: ist man in ganz Deutschland, vo^

i gen freisinnig« AuSnahm« abgesehen, der Ansicht, daß e« schon feit Jahren der bremei Seewind ist, nach dessen Direktiven daß Rutsche ReichSschiff gesteuett wird. Die Red.) Herr Möller fuhr sott: Ohne die Arbeitsmacht von Handel und Jndusttte, ohne da« immens« Vermög« und Einkomm«, die durch sie ge» schaff« find, werd« wir nicht die machtvoll» Natton fein können, die wir find. Armee und Marine verschlingen Hundette von Millumen, und wir mögen bte Arbeit bet Männer segnen, die die Mfttel dazu herbeischaffen. Auf bi« gleiche Tonart waren auch bie weiteren Aus­führung« be« Herrn Möller gestimmt, auf bi« wir noch zutückkommen.

Der kleinbäuerliche Grundkredit unH die Sparkassen. j

Der Klüglich preußische Minister des Inner» hat an den Vorstand be« Deutsch« Sparkaff«» DerbanbeS nachstehende dankenSvette Verfügung etlaffen:

Gelegentlich der vor kurzem von dem Herrn Minister für Landwirtschaft mit Vertretern der preußisch« Landschaften abgehalten« Verhand­lung« über die Schuldentlastung des ländlichen Grundbefitzes rc. ist auf die Notwendigkeit hin­gewiesen toorben, bie Mitwirkung bet kom­munalen Sparkassen zur Förderung bet land­schaftlichen Kreditgewährung an den bäuerliche» und kleinbäuerlichen Grundbesitz in Anspruch zu nehmen. Es ist hierbei feiten« der Ver» tretet bet Landschaften behauptet worben, baß seitens bet Vorstänbe bet kommunalen Spar­kassen ben Wünschen bet Lanbschaften nicht immer Unterstützung gewährt, fonbein in mehr­facher Weise Schwierigkeit« bereitet worden fei«. Die Wünsche bet Landschaften gehen dahin, 1. bie Sparkassen möchten sich bereit erklären, ben burch den Pfandbriefkredit bet Landschaft nicht zu deckenden Teil des gesuchten Realkredit« der kleiner« Grundbesitzer als bare Nachtragsdarlehen bis zu */s des landschaftlichen Taxwertes jju gewähren; 2. bie Sparkassen möchten bei Umwanblung von Sparkassen- Hypotheken in lanbschaftliche Pfandbrief-Dar­lehen löschungsfähige Quittungen über zurück- zuzahlenbe, an bie Lanbschaft übergehende Hypotheken bereits vor der Rückzahlung bei Kapitals erteilen, wenn von ber Landwirtschaft bie Verpflichtung zur Rückzahlung am Fällig-, teitStermine übernommen worden sei, damit die

und tadelte ihn, daß er bie graue Schwester weggeschickt hatte.

Ach was!" ertoiberte Dettel.Ich befinde mich besser, und die ewige Betern wird mit zuwider. Es ist ja gerade, al« ob einer schon im Sarg läge. DaS fromme Gewisper und Augenverbrehen mag ich nicht leiben. So wa« paßt höchstens für alte Weiber. Man komntt sich ba wie ein Halbtoter vor. Brauche bie Person ja gor nicht mehr. Bei Tage kann ich,, herumgehen unb beS Nachts na ba schlafe ich jetzt ziemlich fest."

Dank be« Opiat«. Daran barf man sich ober nicht zu sehr gewöhnen. Wir müsse» e« toieber einmal fo versuchen."

Aber heute und morg« noch nicht. Ich will wenigsten« ein paar Stunden ungestört ruhen unb an nicht« denken müssen. Der Mattin macht mir zu viel Verdruß. Herr Gott, wo« ich wieder für einen Aerger mit dem Mensch« habe. Er hat mir versprochen, noch einmal nach Hause zu kommen, ehe er nach G. geht, aber eS fällt ihm gar nicht ein, denn dem"

Lassen Sie ba«. Keine Aufregung!" mahnt« Weiß.Die könnte Ihnen leicht gefährlich werd«. Sie dürfen nie vergessen, daß Sie ei« kranker Mann find."

Da« will ich aber gerade vergessen!" fuhr Oettel auf.Ja, ja, fo seid Ihr Aerzte. Wer in Euren Händen ist, der soll zeitlebens Patient bleiben. Könnte mir schon gaffen! Wär» Man hem recht, mir aber nicht."

Gereizt erhob sich der Doktor.Wenn Si« nicht auf mich hören wollen, so ist meine Müh« umsonst und ich brauche überhaupt nicht wtedetzf z» kommen." (Fortsetzung folgt) j