Einzelbild herunterladen
 

W UM ^UU I U AMM Ä W a 1 äa

ttnwl f f if v/vvl UvIllllUv ^rvl'lllll

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Gomrlagsbeilage: Jllttstrirtes Sonntagsblatt.

J2 42

»lerteljiihrlicher Be,«g»prei»: 6d d« SUxditio« 2 DL, bei allen Postämtern 2L5 2Äf. (excl. Bestellgeld).

^«sertion-gebühr: die gespaltene Zelle oder deren Ramn 10 Psg.

Reclamen: die Zelle 25 Psg.

Marburg

Donnerstag, 12. Februar 1903,

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgab«.

Druck und Verlag: Joh. Äug. Koch, Umversitats - Buchdruckerei Marburg, Markt 21. Telephon 56.

38. Jahrg.

Staatliche Einmischung ta die Ausdehmmg von Industrie und

Landwirtschaft.

Dem Herr« v. Kardorff, müssen bei ruhiger Leberlegung während der Weihnachtsferien doch Befürchtungen aufgestiegen sein, daß die auf Grundlage dieses Tarifs abzuschließenden Handels- Verträge -wieder, genau wie die Caprivischen, «inen Lwchiz zu ungesunder, spekulativer Heber» entwicklung tn unserer Großindstrie bieten würden. Er möchte dieser, auch Den ihm als volkswirtschaftlich sehr bedenklich angesehenen, ft»runghaften Entwickelung auf dem ungesunden Boden der Börsenspekulation und trügerischer Exporthoffnungen deshalb durch eine gesetzliche Beschränkung de» Rechtes, Jnhaberobligationen auszugeben, entgegengewirkt sehen.

Durch diese Forderung hat Herr von Kardorff, die größte Entrüstung der großindustriellen Kreise erregt. Die »Köln. Ztg." tritt u. a. besonders laut q)S Herold der bedrohten industriellen Gründerkreise auf und bedauert auf daS lebhafteste dieses .industriefeindliche Verhalten des freikonfervativen Führers", auS dessen Anträge ein bedenklicher Pferdefuß herausschaue.

DaS ebengenannte großhandelsliberale Blatt stellt dabei in gänzlich unzutreffender Weise die übertriebene Entwickelung der Exportindustrie mit derjenigen industrieller Nebengewerbszweige der Landwirtschaft in Parallele. Es schreibt in Bezug auf den neuesten Antrag von Kardorff:-- »Schlüge man umgekehrt vor, der Staat solle sich in die Ausdehnung der landwirtschaftlichen Betriebe einmischen, der Vermehrung des Rüben- und Kartoffelbaues sich entgegenstellen, die Neu­errichtung von Zuckerfabriken, Molkereien wegen derHypertrophie der Landwirtschaft" verbieten, so würde Herr v. Kardorff daS wahrscheinlich als eine Förderung der sozialdemokratischen Bestrebungen ansehen."

Nun zunächst ist eine allgemeineHypertrophie der Landwirtschaft" bei uns wohl überhaupt - niemals zu befürchten. Wo sich aber in einem landwirtschaftlichen Nebengewerbe eine über den inländischen Bedarf hinauSgehende Produktion bemerkbar machte, da hat sich die Staatsgesetzgcb- ung nicht gescheut, hemmend einzugreifen, trotzdem diese partielle Hypertrophie nicht von r gesunder kapitalistischer Spekulation genährt, sondern auf das gesunde Bestreben einer Verbesserung der Bodenkultur zurückzuführen war. (Kartoffel- «nd Rübenbau)

Der Ueberproduktion in Spiritus hat be- kauntlich der Staat durch Kontingentierung der Brennereien und Auferlegung einer Konventional­strafe (20 Mk. Mehrsteuer) für Heber« schreitung des Kontingents entgegengewirkt. Auch unsere Zuckerfabriken haben sich schon einer

68 «Nachdruck verboten)

, Schloß Schönfeld.

***«<- Roman von B. Eorontz.

«Forschung.)

Was nutzte dieses Flehen? War ihr denn jemals gütige tröstende Ärtwort darauf geworden? Konnte sie es hindern, daß mit dem Glück und mit des Gatten Liebe auch der Glaube starb?

Da wurde die Hoftüre geöffnet und wieder zugeschlagen, rasche Schritte nahten.

Gertrud sprang auf. Der Qual des Wartens müde, flog sie dem Ersehnten entgegen aber nicht er stand draußen auf dem Flur, sondern Victor v. Meinau.

Erbleichend trat sie zurück und vermochte kaum nach seinem Begehren zu fragen.

Mein Weg führt mich eben hier vorbei und ich wcknsche Herrn Förster OlschmannS Meinung hinsichtlich eines geplanten geschäft- klchen Abschlusses kennen zu lernen," erwiderte er nach höflicher Begrüßung.

Kurt ist noch nicht heimgekommen* sagte sie.

Vielleicht gestatten Sie mir, ihn zu er­warten?" fragte et zögernd und fügte hinzu: Natürlich vorausgesetzt, daß ich nicht störe."

Sie konnte nicht umhin, ihn zu bitten, er möge eintreten.

Dann nahm sie ihre Arbeit wieder auf. Nu^ Wenig Worte ganz gleichgülttgen Inhalts wurden ausgetauscht. Der Besuch war Gertrud höchst peinlich. Sie blickte bald nach der Uhr, bald aus dem Fenster und vermochte ihre Unruhe kaum zu verbergen.

solchen staatsgesetzlichen Konttngentierung unter­werfen müssen und die Unterzeichnung der Brüsseler Zuckerkonvention dürfte vorauLfichttich auf unsere Zuckerproduktion und den Rüben­anbau leider noch viel schärfer reduzierend ein­wirken.

Will sich etwa die Großindustrie ichnlichen staatsgesetzlichen Beschränkungen ihrer Pro- duktionSfreihett lieber unterwerfen, als den von Herrn v. Kardorff in Anregung gebrachten Maßnahmen?

Wenn nun von Seiten der Spekulations- Großindustriellen in der Umgebung der liberalen Köln. Ztg." die Einwendung versucht werden sollte, daß jene staatsgesebliche Einmischung in die Ausdehnung landwirtschaftlicher Neben­betriebe doch nur im Interesse dieser Betriebs­zweige selbst erfolgt sei, so toerben sie selbst schließlich nicht leugnen können, daß dasselbe von einer staatlichen Einmischung gegen speku- lattve hypertrophische Ausdehnung einzelner Zweige der Großindustrie gelten muß. Durch eine solche, meistens nur dem Interesse der Großbanken und Börsenspekulanten dienende, Ausdehnung werden dich die schon bestehenden, auf solider Basis beruhenden Industriezweige entschieden nach jeder Richtung hin benachteiligt.

Ein weiterer schwerer Schaden aber wird unserer gesamten Volkswohlfahrt durch derartig spekulativ-hypertrophische Gründungen in der Industrie zugefügt. Dieselben locken von allen Seiten und mit Aufgebot aller Mittel größere Arbeiterscharen an sich und entziehen sie einem vielleicht momentan weniger einträglichen aber sicheren Erwerbe in einem anderen Berufe, z. B. der Landwirtschaft. Sowie dann die tat­sächlich vorübergehend vorhandene oder künstlich geschaffene gute Konjunttur für die spekulativen Neugründungen oder hypertrophischen Erweiter­ungen vorüber ist, werden die Arbeiter rücksichts­los auf das Pflaster gesetzt. DaS schädigt die Gesamtwohlsahrt des nationalen Staates und fördert die Ausbreitung der Sozialdemokratie. In der Großindustrie haben wir leider viele solcher Vorgänge erlebt, in der Landwirtschaft aber noch nie. Deshalb muß eine Einmischung des Staates gegen spekulativ-hypertrophische Ausdehnung auf industriellem Gebiet nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar geboten erscheinen, ohne daß man darin eine feindselige Haltung gegen die Industrie ober eine Verletzung der paritätischen Behandlung derselben mit der Landwirtschaft erblicken könnte.

Umschau.

Prinzessin Luise.

Zur Aufnahme der Prinzessin Luise von ToSkana in der Irrenanstalt La Metairie liegen eine Fülle unkontrollierbarer Nachrichten vor, die zum Teil den Eindruck erwecken, als habe

Endlich kam Kurt, machte eine Geberde der Heberrafchung und blieb mit finsterer Miene auf der Schwelle stehen.

Herr von Meinau wünscht Dich zu sprechen," erklärte die junge Frau, stand aus und verließ, den Kopf zum Gruß neigend, daS Zimmer.

Mit unverkennbarer Barschheit und Kürze antwortete der Förster auf die Fragen des Gutsherrn, der es jedoch teils aus weltmännischer Gewandtheit, teils um Gertruds willen nichts zu bemerken schien und sich mit dem höflichen Ersuchen: Olschmann möge den zu erwerbenden Forst einer genauen Besichtigung unterziehen und die Hnterhandlungen selbst leiten, verab­schiedete. .

Gleich darauf deckte die Magd Christine den Tisch. Während das geschah, trat Kurt in Gertruds freundliches Erkerstübchen und sagte rauh:

Ich verbiete Dir, in meiner Abwesenheit die Besuche des BaronS anzunehmen.'

Sollte ich ihm, der zu Dir und nicht zu mir kam, den Eintritt verweigern?" entgegnete sie verletzt.

Du drehst die Dinge gefliffentlich um," brauste er auf.Herr von Meinau würde sich wahttich nicht bemüht haben, wäre es ihm nicht darum zu tun gewesen, Dich allein zu treffen. ES paßt sich nicht, daß Du ihn empfängst. Ein Vorwand, den Besuch ohne alle Hnhöflich- keit abzulehnen, hätte fich leicht finden lassen."

Gertrud hob den gefentten Kopf. Die Worte:Ich eilte ihm entgegen, weil ich meinte, Du kehrtest heim," schwebten ihr auf den Lippen, blieben aber unausgefprochen. Der Stolz, das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, schlossen

die Prinzesfin daS Sanatorium nicht ganz frei­willig ausgesucht. Die hohen Anverwandten der Verirrten würden eS begreiflicherweise als Be­freiung von einer Zentnerlast empfinden, wenn der Nachweis gelänge, daß die Prinzesfin geisteskrank sei. Ob die Prinzesfin an eine Nervenüberreizung glaubt? In dem Augen­blick, da sie in sträflichen Verkehr mit Giro« trat, konnte von einer derartigen Heberreizung wohl kaum eine Rede sein. ES ist daher auch vollkommen ausgeschlossen, daß die Prinzesfin je an den sächsischen Hof zurückkehren könnte, auch wenn ihr ein vollendetes Irrsinns-Zeugnis in der schweizerischen Heilanstalt ausgestellt werden sollte. Auch aus die Entscheidung des Gerichtshofs wird die Erkrankung der Prinzessin ohne maßgebenden Einfluß bleiben. Die An­wälte der Prinzessin wollen nach einer Dresdener Meldung gleichwohl in dem heutigen Prozesse aus Geisteskrankheit ihrer Klienttn plaidirren und hoffen, die Entscheidung dadurch hinauHu- schieben, womöglich die Ansetzung eines neuen Termins zu verlangen. Der heutige Tag muß ja erweisen, was an diesen Angaben und vor­geblichen Erwartungen begründetes war. Wir glauben an eine in absehbarer Zeit erfolgende Aussöhnung zwischen der Prinzesfin und deren Eltern; an weiter nichts. Aus Dresden wird derFranks. Ztg." berichtet: Menschlich be­trachtet, wird eS für Taufende wie eine Er­lösung klingen, daß die oft ausgesprochene An­nahme geistiger Störung jetzt eine Bestätigung findet. Die Prinzesfin erscheint nun weniger als eine sittlich schwer belastete, sondern viel­mehr als kranke Person, die mehr Mitleid als Abscheu verdient. Für den aufs schwerste be­troffenen Gatten, für die Familie und alle, die ihr Jahrzehnte lang Sympthien entgegengebracht haben, liegt, so furchtbar auch die Annahme einer geistigen Erkrankung ist, hierin etwa« Tröstliches. Die Inszenierung. der Jrren- hauSkomödie beginnt indessen etwas zu spät, um die Welt noch täuschen zu können.

Aus Dresden wird noch gemeldet:

Wie nunmehr authentisch verlautet, werden, die Verhandlungen in dem Ehescheidungsprozeß des sächsischen Kronprinzenpaares heute sofort nach der Eröffnung eine wettere Vertagung er­fahren, besonders mit Rücksicht auf die jetzt bestehende Absicht, einen Sachverständigen von Dresden nach La Metairie zu senden. Die Anwälte werden auch erklären, daß die Prinzesfin im gegenwärttgen Zustande nicht die notwendigen Dispositionen treffen kann.

Hebet die letzten Vorgänge berichtet man: In Dresdener gut unterrichteten Kreisen wird versichert, daß der Anwalt der ehemaligen Kron­prinzessin, Dr. Zehme, dieser am Freitag die Bedingung stellte, zuerst die Trennung mtt Giron herbeizuführen und dann entweder in ein Kloster oder in ein Privatsanatorium zu gehen. Die Prinzessin weigerte sich und ver-

ihr den Mund, und Olschmann, der vergebens auf eine Rechtfertigung gehofft hatte, fuhr gereizt und erbittert fort:

Man sieht Herrn v. Meinau sehr häufig in der Nähe deS Forsthauses. DaS gefällt mir nicht."

Du sagst es in einem Tone, als wäre ich dafür verantwottlich zu machen."

Ich mache Dich dafür verantwortlich. Du scheinst mir nicht deutlich genug zu zeigen, daß Di6 sein Gebühren unangenehm ist. Eine Frau kann sich vor derartigen Zudringlichkeiten schützen, wenn sie es nur ernstlich will; aber Dir fehlt dieser ernste Wille. Du"

Sttll!" rief fie, während dunkle Glut ihre Wangen färbt".Es giebt Worte, die man nie vergißt und nie verzeiht. Ich warne Dich davor fie auszusprechen. Seit Martin Oertel fich unterstand, einen Stein nach mir zu werfen, bist Du ein ganz anderer geworden. Ich möchte fragen, wie es denn um Dein eigenes Urteil ausfieht und wer mehr Anrecht auf Dein Ver­trauen hat: er, dem jeder rechtlich denkende Mensch ausweicht, oder ich? Du begegnest mir, als bedürfe ich der beständigen Heberwachung. Das erniedrigt mich."

Kurt sank in einen Stuhl, griff sich an die Stirn, als fühle er dort jähen Schmerz und murmelte:Kein Rauch ohne Feuer. Daß Derlei ein verleumderischer, böswilliger Mensch ist, weiß ich sehr wohl, Ebenso aber» daß sich seine schlimmen Reden nicht widerlegen laffen, weil fie den Schein der Berechtigung für fich haben. Die Mutter wagt ja auch nicht mehr, den Fuß hierher zu setzen."

langte dringend, an8 Krankenbett des Sohne» zugelassen zu werden. Daraufhin telegraphierte» die Anwälte hierher. Die so entschieden ablehnende Antwort bewog die Prinzessin, in daS Sana« torium zu gehen. Hiesige eingeweihte Kreise, durch Chiffredepeschen au8 Genf genau auf dem La-senden gehalten, versichern, die Prinzesfin fei völlig gebrochen, von tiefet Reue erfaßt und zur Annahme aller Bedingungen der Gegen- partei bereit. Eine Wiedervereinigung mit Giro« wird hier für unwahrscheinlich gehalten. Von maßgebender Seite find vorerst keine Ver­öffentlichungen zu ertoarten; nach Beendigung de8 Prozesses am Mittwoch wird offizieller' Bericht erscheinen.

Mit den verfassungsmäßigen Rechten d eS Kaisers

befaßt fich ein Artikel derTägl. Rundschau" auS Anlaß einer ReichStagSrede deS Zentrums- Abgeordneten Schädler. Man liest da: Die allerwichtigsteu Rechte eines Souveräns. Der Oberbefehl über das Heer und die Marine steht dem Kaiser zu. Allerdings blieb daS Reichsheer ein KontingentSheer, aber die Bestimmung de» Präsenzstandes, der Organisation, der Dis­lozierung, der Einheit der Ausbildung, Uni« sormierung und Bewaffnung, die Ernennung des Befehlhaber» der Kontingente find Rechte des Kaisers. Die Ernennung von Generalen in den nichtpreußifchen Heeres« teilen ist von der Zustimmung des Kaisers ab­hängig usw. Der Mobilmachungsbefehl geht vom Kaiser aus. Die Verpflichtung de» Ge­horsams aller Kontingente gegen den Kaiser ist in dem Fahneneid ausgenommen. Bayern find nun besondere Rechte eingeräumt, welche die Souveränität des Königs von Bayern im Frieden aufrechterhalten. Im Kriege treten die bayerischen Truppen wie die anderen unter den unmittelbaren Befehl des Kaisers. Der Kaiser hat das Be­sichtigungsrecht auch in Bayern. Württemberg ist durch wechselseitigeKommandierung von Offizieren in ein engere» Verhältnis zur preußischen Armee getreten. Ganz einfach ober und klar ist daS souveräne kriegsherrliche Recht bei Kaisers über die Marine. Die Marine ist eine kaiserliche. Wenn man diese Reihe von Gerechtsamen deS Kaisers überblickt, so wird es klar, daß der Kaiser eine Anzahl souveräner Rechte in Deutschland auSübt, die ihm im Interesse der Einheit abgetreten find, und daß er keineswegs, wie Herr Schädler glauben machen will, ein einfacher Beamter des Reichs ist.

Die Generalversammlung deSBunde» der Landwirte,

die am vergangenen Montag im ZirkuS Busch zu Berlin abgehalten worden ist, hat nicht zu so scharfen Reden geführt, al8 man angesichts der Lage der Verhältnisse vielfach erwartet

Weil sie eine schwache, zaghafte Frau ist, die fich wider ihre bessere Heberzeugung einem strengen Gebot fügt. Daß ich in Rektor Olsch- mann keinen Verteidiger und keinen Freund besitze, wußten wir ja beide schon längst. Ich warnte Dich davor, ihm zu trotzen, wenn Dir meine Liebe und mein Besitz nicht über alles gingen, und fürchte, daß Du Dich selbst für stärker hieltest, als Du in Wahrheit bist. In Deine Seele find Mißtrauen und Argwohn eingezogen."

Ich kann'» nicht leugnen. Mein Beruf hält mich dem Hause fern. Hnd wenn ich so allein im Wald dahingehe, drängt fich mit immer der peinliche Gedanke auf:Was geschieht, wenn Du fern bist?" Ich gebe mir alle Mühe, ihn zurückzuweisen, aber er kommt doch wieder und raunt mit Dinge zu, die die einen Menschen um Sinn und Verstand bringen können. Es ist ein unerträgliches Lebens Der Boden brennt mit unter den Füßen. Ich mag nicht länger hier sein und bin um meine Versetzung eingekommen."

Was hilft das? Zwietracht und Miß­trauen werden doch mttziehen," sagte Gertrud mit zuckenden Lippen.Tante Melanie hatte Recht. Ich hätte Dir niemals die Hand reiche« sollen. Jetzt sehe ich es wohl."

Weil Du mich nicht mehr liebst," fiel er ihr heftig in die Rede.

Weil Deine eigene Liebe niemals stark genug war, um im Kampfe mit dem Vorurteil Siegerin zu bleiben. Du gehst nicht mehr im Rektorat aus und ein, kannst Dich aber dennoch dem Einfluß Deine» Vaters nicht entziehen.

(Sortierung folgt.)