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Marburg

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(Nachdruck verboten.)

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Btertelji h.licher Bezugspreis: bei der Expedition 2 äRt, bei alle» Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

werden. Sollte es aber noch mehrere Jahre dauern, bis der Zolltarif in Kraft gesetzt wird, ja, dann bleibt nichts anderes übrig, als neue Reichssteuern.*'

wurde derPanther" nach der Lagune geschickt, aus welchem Wege er von dem Fort angegriffen und zu Umkehr gezwungen wurde. Das dieser venezolanische Scheinerfolg bald einer Nieder« läge Platz machen würde, war nur natürlich. Denn augenblicklich machten sich die 3 deutschen Schiffe daran, den Widerstand der Forts, der denPanther" vor der Durchführung der Blockade abhielt, durch Zerstörung desselben zu brechen. Daß nur deutsche Schiffe an dem Bombardement teilnahmen, erklärt sich daraus, daß Deutschland die Aufrechterhaltung der Blockade im Golf von Maracaibo zugefallen war.

DaS einzige, was bei der ganzen Aktion be» bäuerlich ist, war, daß man sich nicht vor Ab» gang desPanthers" davon überzeugt hatte, ob das Fort Widerstand leisten würde oder nicht. Denn im ersteren Falle war es ohne weiteres klar, daß da? deutsche Kanonenboot mit seiner für solche Zwecke ganz minderwertigen Artillerie nichts gegen das Fort auSrichten würde. Ja, wenn es noch eines der alten guten Kanonenboote gewesen wäre, mit dem 28 cm Geschütz im Buge, das würde wohl ein anderes Wort gesprochen haben! So aber war das Resultat vorauszusehen und man hätte von dem Experiment absehen müssen. Da man es aber einmal unternommen hatte, mußte es durch­geführt werden, mochten die Folgen auch sein, welche sie wollten! DaS deutsche Volk wirb hinter seinen Blaujacken stehen, wenn diese un­bekümmert um anderer Leute Stirnrunzeln den venezola uischen Banditen mores beibringen. Denn schon allzulange dauert die jämmerliche Rolle, die sich Herr Castro mit uns zu spielen herauS- nimmt. In Amerika natürlich haben die deutschen Kanonenschüsse ähnlich gewirkt, wie nasses Wetter auf m 'nschlrche Nasen! Aber das soll uns wenig schweren!

Wir haben schon viel zu viel nach der gute» Meinung dieser aufgeblasenen Pfeffersäcke ge­fragt und dadurch nur ihren Eigendünkel aus ein schier unerträgliches Maß selbst hinauf- gekitzelt. Daher nehmen auch die amerikanischen Blätter die Freiheit, die Affäre, die sie gar nichts angeht, wieder weidlich gegen Deutsch­land auszuschlachten, wenn auch die Meldung der beiden Newhorker SensationsblätterHerald" undWorld", daß die amerikanische Regierung gegen die Beschießung protestiert habe, zunächst höchst unglaubwürdig erscheint. Eine baldige amtliche Erklärung der deutschen Regierung über die ganze Affäre wäre dringend wünschens­wert. Natürlich nur, wenn es unserer deutschen Regierung beliebt. Ein Berichterstatter meldet ferner aus New-Aork: Ich erfahre aus Washing­ton, daß man. dort bis in die höchsten Regie­rungskreise privatim Deutschlands Vorgehen als derart bezeichnet, daß man unbedingt eine Er­klärung verlangen sollte, während man natürlich offiziell noch schweigt. Sekretär Hay blieb, um Anfragen seitens der Kongreßmitglieder zu

worden: einmal wurden Abstriche gemacht; dann ein Teil derjenigen Posten, die in den ordentlichen Etat gehörten, auf Anleihen ver­wiesen; und drittens die Matrikularbeiträge entsprechend erhöht. Durch diese drei Mani­pulationen gelang es, die Zuschußanleihe aus der Welt zu schaffen. Daß das in diesem Jahre wiederum gelingen sollte, ist nicht an­zunehmen. An und für sich hat ja der Gedanke sehr viel für sich, das ganze Defizit auf Matri» kularbeiträge abzuwälzen. Es würde dies un­leugbare Vorteile haben. Zunächst würde da­durch die Situation klar werden. Ferner würden die Verbündeten Regierungen dann umsomehr gehalten sein, auf Sparsamkeit zu sehen. Drittens endlich würden die Verbündeten Reaierungen umsomehr die Neigung haben Kläffen, dahin zu wirken, daß der Zolltarif möglichst bald in Wirksamkeit gesetzt wird. Indessen darf diese Frage nicht ab irato be­handelt werden; denn eine Erhöhung der Matri­kularbeiträge könnte auf kleinere Bundesstaaten geradezu verhängnisvoll wirken.

Die finanzielle Lage des Deutschen Reiches ist ja heute so lautete der Schluß der kon­servativen Etatsrede eine viel ungünstigere wie im vergangenen Jahre, das kommt aber einfach daher, weil die ungünstigen Wirkungen der letzten Jahre sich erst jetzt ganz und voll geltend machen. Wa8 die wirtschaftliche Lage anbelangt, so habe ich eigentlich den Eindruck, daß wir den tiefsten Punkt überschritten haben, vielleicht ist diese Ansicht zu optimistisch, es ist ja auch möglich, daß ich mich irre; allein es mag nun sein, wie es wolle, wir können natürlich, selbst wenn meine Ansicht richtig wäre, nicht darauf rechnen, daß sich die wirt­schaftliche Lage von selbst bessere. Dagegen habe ich die Hoffnung, daß, wenn, wie wir es wünschen, die Verbündeten Regierungen den Zolltarif baldigst in Kraft treten lassen, daß dann unsere Verhältnisse sich sowohl finanziell als wirt­schaftlich günstiger gestalten werden. Wenn der Zolltarif in Kraft tritt, fo erhält zunächst das Reich direkt erhöhte Einnahmen. Von diesen ist allerdings ein Teil durch den bekannten Antrag des Centrums bereits vorweg in Be­schlag genommen; allein abgesehen von dieser beschlagnahmten Quote bleiben doch immer noch erhöhte Einnahmen übrig. Dann aber habe ich die Hoffnung, daß, wenn der Zolltarif in Kraft gesetzt sein wird, unsere wirtschaftlichen Ver­hältnisse sowohl in der Landwirtschaft wie in der Industrie, also überhaupt im allgemeinen sich bessern werden; und das wird den indirekten Einnahmen, auf die das Deutsche Reich ja nun einmal angewiesen ist, zu gute kommen. Mit einem Wort: ich habe die Hoffnung sie mag ja zu optimistisch sein, aber vorläufig halte ich an ihr fest, daß, wenn der Zolltarif bald in Kraft gesetzt wird, schließlich unsere nächsten Etats auch ohne neue Steuern balanzieren

Umschau.

Das Vorgehen gegen Venezuela.

Während der amerikanische Gesandte in Caracas, Bowen, alsbald nach seiner Anknnst in Washington die Verhandlungen durch Be­sprechungen mit dem deutschen, dem englischen und italienischen Vertreter in Sachen der Venezuelafrage aufnahm, haben sich die Dinge im Golf von Maracaibo so scharf zngespitzt, daß das diesen Golf schützende Fort San Carlos von den drei deutschen KriegsschiffenVineta", Gazelle" undPanther" beschossen werden mußte. Obschon eine offizielle Bestätigung dieser Nachricht noch aussteht, ist an der Tat­sache an sich doch um so weniger zu zweifeln, als der Abgang derVineta" nach Maracaibo die Nachricht von der Schlappe, welche der Panther dort erlitten, hatte, offiziell gemeldet worden war und bei dem Eindruck, welchen die Nachricht, daß derPanther" sich vor den Kanonen des Forts San Carlo habe zurück­ziehen müssen, in Caracas gemacht hat, die Annahme nahe lag, daß Kommodore Scheder im Interesse des deutschen Prestige ein Bom­bardement des Forts mit ausgiebigeren Mitteln, als sie der kleinePanther" zur Verfügung hatte, für notwendig hielt. Kein Deutscher, dem die Ehre seines Vaterlandes über alles geht, wird einen Augenblick daran gezweifelt haben, daß jenes Fort, vor dessen Kanonen sich unserPanther" zurückziehen mußte, zerstört werden mußte, und mit einem Gefühle tiefster Genugtuung wird e8 von der raschen und vollständigen Exekution unserer drei deutschen Kriegsschiffe gehört haben. Nach zweistündiger Beschießung war das Fort demoliert, von dem sich jedoch ein großer Teil der Besatzung gecettet haben soll. DerPanther" war nur 500 Meter während der Beschießung vom Ufer entfernt, die anderen beiden Schiffe lagen weiter zurück. Die Ursachen, in den diese Entwicklung der Dinge vor Venezuela be­gründet liegt, sind amtlich noch nicht bekannt, doch werden sie ungefähr folgenden Ausführungen entsprechen.

Unter dem Fever des Fort San Carlos konnte derPanther" allein die Einfahrt in die Bucht nicht erzwingen, die behufs wirk­samer Aufrechterhaltung derBlockade unbedingt nötig war. Unweit von Mara­caibo zieht sich die kolumbische Grenze hin. Da sämtliche venezolanische Häfen gesperrt sind, versuchte Castro auf kolumbischem Gebiete ein Tor für die Einfuhr von Lebensmitteln und Waffen zu eröffnen. Dieser Plan mußte hinter­trieben werden und zur Erreichung dieses Zieles

und Kranken tut, und daß sie in mehr als eine elende Hütte Trost und Hülfe gebracht hat."

Genug des Hin- und Herredens! Den kindlichen Gehorsam wirst Du hoffentlich noch nicht verlernt haben und ich verbiete Dir, das Mädchen heimzuführen."

Nimm diese Worte zurück, oder Du zwingst mich, gegen Deinen Willen zu handeln."

Wie? Ist das die Antwort eines ehr­erbietigen Sohnes? Vergißt Du, wer vor Dir steht?"

Olschmann war aufgesprungen. Der Zorn rötete sein Gesicht, das jetzt unbeugsame Strenge ausdrückte.

Ein ehrfurchtsvoller und dankbarer Sohn bin ich Dir stets gewesen! aber wo es sich um wichtige Lebensfragen handelt, muß mir da? Recht der freien Selbstbestimmung zugestanden werden."

Hans!" bat die Rektorin, die bis jetzt ge­schwiegen hatte, ängstlich.Werde nur nicht böse. Wir wollen ruhig reden."

Die Hand, welche sie beschwichtigend auf den Arm des Gatten legte, wurde ungeduldig abgeschüttelt.Ueberlasse das mir. Ich habe Dich oft Deiner Weichmütigkeit und Deines beständigen Nachgebens wegen getadelt. Man muß auch einmalnein!" sagen können, wo eS Pflicht und Vernunft erfordern."

DasNein" sagen, Vater, kann in diesem Falle

Ich bitte Dich, Kurt,", unterbrach die alte Frau.

Still!" herrschte Olschmann sie an.Er soll zu Ende sprechen. Also, was wolltest Du eben erwidern?"

Schloß Schönfeld.

Roman von B. Corony.

lFortsehung.)

Was das anbelangt, stimmen wir Beide überein," fügte Olschmann hinzu.Du bist nun in der Lage, eine Frau zu erhalten, und in unser« F . . . gibt es viel liebe, häuslich erzogene Mädchen, die mir wohl gefallen und dazu geschaffen sind, einen Mann glücklich zu machen. ES sollte mich freuen, wenn Du uns bald mitteilen würdest, daß Deine Wahl ge­troffen ist."

DaS ist sie in Wirklichkeit schon."

Wie?"

Eine freudige Ueberraschung! Nun, wie nennt sich die künftige Frau Försterin. Kenne ich sie?"

Ja, Vater. Mütterchen wird sie auch lieb gewinnen, das weiß ich gewiß."

Sicher, sicher, mein Junge! Wer ist's denn also?"

Ein liebes, süßes Mädchen, ohne welches ich gar kein Glück auf der Welt zu finden wüßte: Gertrud Springer."

Was? Ich habe wohl nicht recht gehört?" fuhr Olschmann auf. Wie sagtest Du?"

Gertrud Springer."

Und die willst Du Deinen ehrlichen, allge­mein geachteten Eltern zur Tochter geben?"

Ja, das will ich! Es scheint fast, als hättest Du etwas dagegen einzuwenden."

Richtetwas", sondern sehr viel. Wie? Dem Kinde des Gauklers und Vagabunden, des

Gottesverleugners, sollte ich meine Arme öffnen ? Nun und nimmermehr! Du mußt von Sinnen sein, um Derartiges zu hoffen."

Stehst Du auf einem so engherzigen Stand­punkt?"

Ich spreche wie eS mir meine Ueberzeuguug befiehlt, und demgemäß erkläre ich, daß Du meine Einwilligung niemals erhalten wirst!"

Du hast Gertrud doch gesehen und kennst die mütterliche Zärtlichkeit, welche ihr Fräulein v. Sterneck entgegenbringt."

Ich schätze die alte Dame, aber unsere An­sichten gehen in mancher Hinsicht weit ausein­ander. Wenn sie ihren Segen zu diesem Bunde gegeben hat"

Das ist geschehen."

So bestimmt es mich keineswegs, das Gleiche zu tun."

Aber man soll doch den Menschen nur nach seinem eigenen Wert beurteilen und nicht etwa für seine Abstammung oder g^r für die Fehler anderer verantwortlich machen. Was kümmern mich Gertruds Eltern? Die Mutter ist tot, der Vater ruht auch längst in der Erde. Sie sollen übrigens brave, ordentliche Leute ge­wesen fein, wie der Wirt Anton Niederhofer sagt. Das Mädchen steht rein und tadellos da. Ihr vermöchte selbst der ärgste Feind nichts vorzuwerfen."

Da irrst Du! Ich bin niemand Feind, doch an Gertruds Wesen mißfällt wir viel: vor allem ihr Hochmut und daß sie nichts von christlicher Demut und wahrer Frömmigkeit weiß."

Sie besitzt ein echt weibliches, herrliches Gemüt, wenn sie es auch nicht prahlerisch zur Schau trägt. Ich weiß, was sie für die Armen

Der Reichshaushaltsetat und die Konservativen.

Die Rede, womit Herr Dr. Graf zu Stolberg- Wernigerode namens der konservativen Fraktion des Reichstags den Reichshaushaltsetat be­leuchtete, war in jeder Hinsicht fachlich gehalten. Sie stach darin sehr wohltuend von den Budget­reden anderer Abgeordneter ab und wird gerade ihrer Sachlichkeit und Vornehmheit wegen ihren Eindruck nicht verfehlen. Zunächst warnte der konservative Wortführer mit Reckt davor, allzu viel Titel der Vorlage an die Budgetkommisfion zu verweisen, da dieselbe in diesem Jahr tat­sächlich nicht in der Lage fei, die ihr über­wiesenen Gegenstände gründlich zu beraten.

Von Einzelheiten aus dem Etat, den Herr Graf zu Stolberg zur Sprache brachte, find namentlich folgende zu erwähnen: Das Reichs­amt des Innern fordert eine hohe Summe für die Weltausstellung von St. Louis. Derartige Anforderungen sind bisher immer anstandslos bewilligt worden; bei der jetzigen finanziellen Lage aber und da der Wert der einander rasch folgenden Weltausstellungen sehr zweifelhaft ist, ist nun doch diesmal eine genaue Prüfung des Bedürfnisses notwendig. In der Verwaltung des Reichsheeres ist bei dem vorliegenden Etat mit anerkennenswerter Sparsamkeit verfahren worden. Es befindet sich darin eine Mehr­forderung für die Stabsoffiziere der Infanterie; diese ist für absolut erforderlich zu erachten. Es handelt sich hierbei um eine Anomalie, die beseitigt werden muß. Was die Marinever­waltung betrifft, so wird die Beschaffung eines neuen Gebäudes für da» Reichsmarineamt ver­langt. Die Notwendigkeit eines solchen ist ohne weiteres anzuerkennen; aber die Platzfrage wird erst noch zu erwägen fein. An den Etat der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung wird man nicht viel abzuftreichen vermögen, da ja die Schaffung der neuen Asfistentenstellen aus dem Wunsche des Reichstags hervorgegangen ist. Bei dem Eisenbahnetat wird man erwägen müssen, ob es nicht möglich sein werde, heute, wo doch im allgemeinen alle Preise herunter- gegangen sind, die Ansätze für Kohlen und Eisenbahnschienen herabzusetzen.

Schließlich kam Herr Graf zu Stolberg auf die zwei Hauptfragen zu sprechen, die bei der Etatsberatung diesmal im Vordergründe stehen werden: einmal, wie soll in diesem Jahre das Defizit gedeckt werden? und zweitens: wie denken wir uns die fernere Entwickelung unseres Etats? Bereits im vergangenen Jahre forderte die Regierung die Aufnahme einer Zuschuß- anleihe. Es ist aber damals gelungen, den Etat zu balanzieren, ohne eine solche Zuschuß- anleihe; aber diese Manipulationen sahen einer Verschleierung nicht ganz unähnlich. Es find im vorigen Jahre drei Mittel angewandt

DasNein" sagen, Vater, kann in diesem Falle nichts an meinen Entschluß ändern."

Ist das alles, was Du mir zu antworte» hast?"

Kurt begegnete dem bittenden, tränenvollen Blick der Mutter. Sie sah so hilflos, so mit­leiderregend aus in ihrer Angst und Sorge, aber der herrische Ausdruck in des Vaters Zügen versiegelte ihm die Lippen. Zwei gleich schroffe Charaktere finden schwer den Weg zur Ver­ständigung. Kurt sah, wie die Adern auf der breiten Stirn des Vaters anschwollen, hörte den harten, gebieterischen Klang der Stimme, wußte, daß er zum Gehorsam ge­zwungen werden sollte und lehnte sich mit aller ihm selbst innewohnenden Kraft und Energie dagegen auf.

Ja, Vater. Ich antworte Dir offen und aufrichtig. Du verteidigst Deinen Standpunkt, ich den meinigen. Soll ich mir jetzt vielleicht, weil Du eS befiehlst, die Liebe zu Gertrud auS dem Herzen reißen? Kann ich es? Verlangst Du etwas, das im Bereiche der Möglichkeit liegt? Könntest Du mich überhaupt achten, wenn ich so schwach und wankelmütig wäre? Beugtest Du Dich jemals dem Willen anderer? Nein, daS tatest Du nie. Und wo bleibt Dein Christentum, wenn Du die Hand ausstreckst, um ein schuldloses Mädchen, das kein berechtigter Tadel trifft, hinwegzustoßen?"

Was ich an ihr tadelnswert finde, verbarg ich Dir nicht, aber Deine Verblendung zwingt mich, noch weiter zu gehen und eines PunkteS zu erwähnen, den ich lieber mit Stillschweigen übergangen hätte.

1 (Fortsetzung folgt.)'

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

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Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertag«.

Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe. 90

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker« * xl ***#*{(<

Marburg, Markt 21. Telephon 55.