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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.

M 13

Liertell^hrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, bei alten Postämter» 2,26 Mk. (excl. Bestellgeld).

^»sertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 26 Pfg.

Marburg

Mittwoch, 14. Januar 1903.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck und yerlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. Telephon 55.

38. Jahrg.

Der deutsche Reichstag

hat am heutigen Dienstag seine Beratungen wieder ausgenommen, gleicyMtig m>c ihm ist auch ba8 preußische Abgeordnetenhaus wieder zusammengetreten. Hier wie dort bilden die EtatSde^atten den wesentlichsten Beratungs­gegenstand, da auf die Einbringung sonstiger Vorlagen nach Möglichkeit verzchtet worden ist. Seitdem man weiß, ober doch zu wissen glaubt, daß die Kanalvorlage dem preußischen Land­tage in der heute beginnenden Session nicht mehr zugehen wird, steht man den Landtags- Verhandlungen ohne besonderes Interests ent­gegen. Ob der Fall Loehning, der im August vorigen Jahres so unendlich viel Staub auf- wirbelte und eine amtliche Aufklärung bisher gleichwohl nicht gefunden hat, im Landtage zur Sprache gebracht werden wird? Möglich ist es, und dann wird es ja auch eine lebhafte Debatte geben. Weiterer Explofivstoff liegt aber kaum vor. Und geht eS nach den Wünschen derPost," dann schrumpfen selbst die Etatsdebatten aus ein Atinimum zusammen; nach erledigter GeneraldiSkusfion erfolgt die Annahme des Spezialetatsen bloc " Dress Abkürzung des Verfahrens wird nun allerdings praktisch kaum geübt werden; wir wollen fie auch nicht wünschen, obwohl wir andererseits gestehen wüsten, daß es an der Hälfte der üblicher Etatsreden reich­lich genug wäre. ES wird in dies-n Etatsreden doch recht viel leereS Stroh gedroschen. Dazu bietet die gesetzgeberische Tätigkeit aber von Rechts wegen keinen Raum, und Reden, die zum Fenster hinaus gehalten werden, fördern das Ansehen des Parlamentarismus nicht, sondern benachteiligen es.

Diese Wahrnehmung hat man während der Zolltarifverhandlungen im deutschen Reichstage mehr als zur Genüge machen können. Die Dauerredeu der Herren Antrick, Stadthagen und Gen. lagen dem deutschen Volke wie Blei im Magen, und die von ihnen erzeugte Ver­stimmung ist auch bis auf den heutigen Tag noch nicht völlig geschwunden. Darum wird es in weiten Kreisen der Nation als ein unbe­dingtes Erfordernis angesehen, daß die Geschäfts­ordnung des Hohen Hauses noch weitere Ab­änderungen oder eher Verbefferungen unterzogen wird. Hier möchten wir eine R°minescenz einschalten. Als wir vor der 2. Lesung des Zolltarlfgesetzes darauf hinwiesen, daß es dabei anläßlich der zu erwartenden Obstruktion wahr­scheinlich zu Aenderungen der Geschäftsordnung kommen würde, versuchten gewisse Leute in höhnischen Artikeln uns als Urteils- und verständnislos hinzustellen.Schwein­burgerei in Marburg" überschrieben fie jene Schreibübungen. Kurze Zeit darauf wurde tm Reichstage aber tatsächlich die Geschäfts-

27 Nachdruck verboten.)

Schloß Schönfeld.

Roman von B. C o r o n y.

'Fortsetzung.'

Schien es doch fast, als durchschaue ihn Martin, der beschränkte widerliche Mensch. Nun, diesen Schwager würde er fich später schon fern zuhalten wisten.

Gute Nacht, Katharina!"

Kommst Du morgen zu uns?"

Ja, mein Herz. Grüße den Papa. Adieu, Martin!"

Meinau achtete kaum darauf, daß seine dar- gebotene Hand unberührt blieb. Der Tölpel hatte wieder einmal nichts gesehen.

In gestrecktem Galopp legte der Rappe den Weg nach Schönfeld zurück.

Er ist stark gelaufen. Führe ihn zehn Minuten auf und ab!" rief Victor dem Reit­knecht zu und eilte in den Garten.

Aus dem Kiosk schimmerte noch das matte, dunkelrote Licht der Ampel. Er trat ein und breitete die Arme aus.

Trude, mein Teuerstes, mein alle» auf der Welt! Endlich, endlich! Wie lange Du mich auf diesen Augenblick warten ließest, kleines, böses Mädel! Aber jetzt will ich Dich auch dafür strafen mit"

Was soll denn das, Herr v. Meinau?" vnterbrach ihn Gertrud mit frostigem Hochmut. »Daß Sie schwach und wankelmütig find, fürchtete ich längst, für einen eitlen Gecken habe ich Sie aber nie gehalten. Ich gab Ihnen kin zärtl'cheS Stelldichein das sollten Sie mir bei einiger Kenntnis meines Charakters nicht zumuten sondern veranlaßte diese Zw-

ordnung geändert, wir hatten demnach Recht behalten und jene waren wieder einmal die betrübten Lohgerber. Wir haben für jenen Akt der Selbstbeweihräucherung und unvor­sichtigen Verunglimpfung eines Gegners damals nur ein mitleidiges Achselzucken übrig gehabt und haben es der Zeit überlasten, jene als gute Leute aber miserable Musikanten zu kenn­zeichnen

Im letzten Sesfionsabschnitt einer ablaufen­den L iislaturperiode ist nun freilich besondere Ob? uktionSneigung nicht mehr zu befürchten, so oaß die getroffenen Verschärfungen einiger Bestimmungen der Geschäftsordnung in den nächsten Wochen wohl schwerlich zur praktischen Anwendung gelangen werden. Aber wa» ge­wesen ist, kann wieder kehren.

Die heute beginnenden ReichStagSverhand- lungen werden aber aller Voraussicht nach in einem frischen und flotten Tempo geführt und so gefördert werden, daß vermutlich schon zu Ostern der Schluß der Session erfolgen kann. Diese Möglichkeit ist durch die Zurückstellung aller Vorlagen und auf den selbstverständlichen Etat und die Novelle zur Regelung der gewerb­lichen Kinderarbeit vollauf geboten. Ein Hinder­nis kann indeffen gleichwohl noch eintreten, das den parlamentarischen Verhandlungen im Reichs­tagshause eine erfreuliche Ausdehnung geben würde. Da8 wäre eine Vorlage betreffs Ein­führung neuer indirekter Steuern, etwa einer Bier- oder Tabaksteuer. In der vergangenen Woche hat uns dieNordd. Allg. Ztg." mit dem neuen Reichshaushaltsetat bekannt gemacht, dessen Inhalt leider alle die schlimmen Befürch­tungen bestätigt, die bezüglich der ungünstigen finanziellen Lage des Reiches laut geworden waren. Lehnt der Reichstag die Aufnahme weiterer beträchtlicher Reichsanleihen ab, dann wird zur Herstellung des Gleichgewichts nichts anders übrig bleiben als die Erhebung neuer Steuern. Diese Steuerfrage schwebt wie eine dunkle Wolke über dem besten heute beginnenden Tages abschnitt der zu Ende gehenden Legislatur­periode, der sonst kaum nennenswerte liebet« rafchungen mehr bringen wird. Wahrscheinlich wird bereits die in den nächsten Tagen ihren Anfang nehmende erste Lesung des Etats über diesen augenblicklich noch in jeder Beziehung dunklen Punkt Aufklärung bringen.

Umschau. --r

Die Kronprinzessin von Sachsen.

Die Kronprinzesfin von Sachsen wird fich also, wenn die von verschiedenen Seiten über­einstimmend gemeldeten Nachrichten zutreffen, endgültig von ihrem Giron trennen, in einem der österreichischen Schlöffer ihre Entbindung

sammenkunft nur, weil ich erfahren will, ob Sie wirklich mit dem Schützling Ihres Vaters ein frevelhaftes Spiel zu treiben wagten. Darauf fordere ich jetzt offene Antwort. Bleiben Sie dort stehen. Keinen Schritt näher!"

Gertrud, ich ja was Sie scheinen ja in höchst kriegerischer Stimmung zu sein."

Sein gezwungenes Lachen verriet die pein­liche Verlegenheit, anstatt fie zu verhüllen.

Ich warte auf Ihre Erklärung."

Was soll ich Ihnen denn erklären? Dieser gebieterisch fordernde Ton ist mir ganz un­verständlich."

Gut. So sei die Frage kurz und bündig gestellt. Ich hörte heute von Martin Oertel, daß Sie der Verlobte seiner Schwester find. Hat er gelogen?"

Der tolle, nichtswürdige Schwätzer!"

Hat er gelogen?"

Er hat mir in unverzeihlicher Weise vor­gegriffen. Dieser brutale Mensch, dieser halbe Kretin zeigte Ihnen vermutlich in ganz falschem Lichte, wozu mich nur die verhaßte Notwendig­keit zwang." i

Es ist also wahr?"

Ich bat Sie längst, mir eine Unterredung unter vier Augen zu gewähren, denn eS giebt Dinge, die man nicht in wenig Worten zu- sammenfaffen kann. Wenn ich notgedrungen und, Gott weiß mit welchen Seelenkämpfen, meiner Mutter und der Ehrt meines ver­storbenen Vaters ein großes, fast übermensch­liches Opfer brachte, giebt Ihnen das ein Recht, mich mit diesem eisigen verachtenden Blick anzu sehen?"

Nein."

Also?"

Maa ich über Ihren Entschluß wie immer

abwarten und dann, nach erfolgter Aussöhnung mit ihren Eltern, nicht mit dem Dresdener Hofe, einen ihrer Neigung entsprechenden Aufenthaltsort wühlen und dort in stiller Zu­rückgezogenheit ihr Leben zubringen. Viel zu dem Entschluß der Rückkehr hat jedenfalls die Aussicht auf ihre Zukunft beigetragen. Die Töchter des Erzherzogs von Toskana erhielten bei ihrer Vermählung gleich die volle Mitgift und haben weitere Zuwendungen vom elterlichen Hause daher nicht mehr zu erwarten. Der Er­lös aus ihren Diamanten mußte aber nicht bloß ihre eigenen und Girons Lebensbedürfnisse sondern auch die ihres Bruders, des Erzherzogs Leopold Ferdinand nebst Fräulein Adamowics zu decken im Stande sein. Und so weit dürfte er nicht reichen. Der Erzherzog, jetzige Leopold Wölfling bekommt nämlich vom Hause garnichtS. Dir Nachricht, daß ihm sein Erbteil im Betrag von 3 Millionen Gulden zugewiesen worden sei, war völlig auS der Luft gegriffen. Der alte Erzherzog von Toskana verfügt im ganzen nur über etwa 4 Millionen Gulden. Sein Sohn, Erzherzog Leopold Ferdinand, hat den auf ihn entfallenden Anteil des Erbes bei­nahe im vollen Umfange bereits durch die seitens des Vaters erfolgte wiederholte Tilgung seiner Schulden erhalten. Sollte wirklich noch ein kleiner Rest zurückgeblieben sein, so würde birter erst später und zwar in einer Form ausgezahlt werden, die ihn dem Zugriff der Gläubiger ent­zieht. Auoenblicklich herrscht in der Kaffe deS Herrn Wölfling vollkommene Ebbe. Die Kron­prinzessin muß aushelfen. ~ In der Erklärung deS amtlichenDresdener Journal", in der die Absurdität der Behauptung nachgewiesen wurde, bei der Affäre der Kronprinzessin hätten Jesuiten die Hand im Spiele gehabt, war von einer geheimen Festsetzung über das Religionsbekennt­nis deS sächsischen Königshauses die Rede. Dazu wird jetzt erläuternd bemerkt, daß nach einem in Sachsen weitverbreiteten Gerede derartiges vor 200 Jahren beim Uebertritt des protestan­tischen Kurfürsten August des Starken zum Katholizismus vereinbart worden sein soll. Man sagt, der Kurfürst sei nicht auS innerer Ueberzeugunfl übergetreten, sondern nur, um die polnische Krone zu gewinnen; seine Sachsen hätten ihm leid getan. Da hätte denn die römische Kirche, um ihm über seine Bedenken hinwegzuhelfen, folgendes Zugeständnis gemacht; Wenn ein gerader Nachkomme August des Starken als Sohn eines fäch- fifchenKönigs geboren würde, dann dürfe das HautzWettin wieder prote­stantisch werden." Seit 200 Jahren hat keine sächsische Königin einem Sohn das Leben gegeben, die Krone erbte immer von Bruder auf Bruder. Jetzt aber drohte dieser Fall und darin sollte die Wurzel derAgitationen" der

denken, rote ich Sie in letzter Zeit kennen lernte, würde ich ihn begreiflich und entschuldbar finden. Was ich aber nicht begreife und nicht verzeihe, was ich nicht mit ehrenhafter ®efinr- ung in Einklang bringen kann, ist, daß Sie fortfuhren, als Bräutigam einer Andern um meine Liebe zu werben, da ich Ihnen doch niemals Ursache gab, mich gering zu schätzen."

Nicht gering schätze ich Sie, Gertrud! Im Gegenteil! Ich halte Sie für ein Weib, das hoch über der Durchschnittslinie steht. Was aebe ich denn Katharina Oertel? Meinen Namen. Damit sind alle Bedingungen erfüllt. Vor der Welt verbunden, werden wir doch innerlich fremd und getrennt nebeneinander hergehen. Meine Liebe, meine Wünsche, jeder Schlag meines HerzenS, jeder Gedanke gehört Ihnen. So ist es jetzt, so wird es in alle Ewigkeit fein.*

Mit kurzem, bitterem Lachen riß fie fich loS und eilte fort. Ihr flüchtiger Fuß berührte kaum den Boden.

Viktor mußte zurückbleiben, wenn er nicht das neugierige Staunen des Dienstpersonals erreaen wollte.

Blaß, atemlos, wie eine Verfolgte, stürzte fie zu Fräulein v. Sterneck, welche, ihre lang­sam wiederkehrenden Kräste prüfend, zwischen den Blumenbeeten umherwandelte.

WaS ist Dir?" rief die Erschrockene.

Tante Melanie, Gott weiß, wie schwer eS mir fällt, Dich zu verlaffen, aber ich muß fort. Der Boden brennt unter meinen Füßen und die Luft ist vergiftet. Ich kann nicht mehr atmen, nicht mehr leben hier. Ich muß fort, morgen, heute, auf der Stelle!"

Nur ruhig, Kind, nur ruhig! Komm auf mein Zimmer."

Jesuiten gegen die Kronprinzesfin liegen. Wir machen unseren Lesern von diesem Gerede Mitteilung, obschon wir von seiner Wertlosig­keit überzeugt find. Wir halten es lediglich für ein Manöver, das zu dem Ende unter­nommen wird, die Affäre der Kronprinzesfin zu politischen Parteizwecken auS- zunutzen. ____________

Die Thronstreitigkeiten in Marokko.

Die Lage in Marokko ist tatsächlich wieder äußerst ernst geworden. Die Ursache dieser schlimmen Wendung ist wohl in erster Linie in der aufs neue erfolgten Verhaftung Muley Muhameds, deS Bruders deS regierenden Sultans zu erblicken. Der Prinz ist zwar nicht einge­kerkert worden, wird aber unter strenger Be­wachung in Haft gehalten, da fich herauSstellte, daß er Ränke gegen feinen Bruder zu schmieden versuchte. Diese Verhaftung hat die kaum erst versöhnten Stämmen vollständig abtrünnig und die Lage deS Sultans zu einer unhaltbaren ge­macht. Auch die Truppen fallen vom Sultan ab, sie verkaufen ihre Waffen und Munition an den Prätendenten Bu Homora, der nun mit verstärkten Kräften den dritten Vorstoß gegen Fez unternimmt, welcher voraussichtlich die Er­oberung der Stadt zur Folge haben wird. Der russische Gesandte in Fez erklärt, der Sultan werde gezwungen sein, nach Rabal zu flüchten, wo allerdings gleichfalls Aufruhr und Verwirrung herrsche. Die Mächte würden vermutlich ge­nötigt sein, einzugreifen, wobei fie sich aller­dings bemühen würden, den status guo so weit als möglich aufrecht zu erhalten. Die erste Maßnahme würde voraussichtlich die Beschlag­nahme der maurischen Zollämter sein. Eine bewaffnete Einmischung würde nur im Falle eine« Christengemetzels erfolgen. Frankreich und Rußland seien im völligen Einvernehmen und rechneten auf die freundschaftliche Ge­sinnung Spaniens. England habe Fehler be­gangen und sei mitschuldig an den gegen­wärtigen Wirren. England habe seinen Ein­fluß in Marokko eingebüßt.

Das Vorgehen gegen Venezuela.

Die Aufhebung der Blockade venezolanische« Häfen hängt nicht, wie gestern unrichtig ge­meldet wurde, vom Zeitpunkt der Ankunft BowenS in Washington ab, sondern davon, ob Bowen als Bevollmächtigter Castros des letzteren end­gültige Annahme der Vorbehalte der Mächte mitbringt. Die venezolanische Regierung versprach Bowen, als sie ihn für die Verhand­lungen in Wäshingten bevollmächtigte, das Reise­geld zu erstatten; war jedoch nicht im Stande, das Geld zu bezahlen, und mußte die nötigen 5000 Dollar« von fremden Geschäftsleuten in

Mit sanfter Gewalt führte die alte Dame das erregte, zitternde Mädchen inS Haus.

9.

Na, waS magst Du denn wieder für ein Gesicht, Martin? Ich kann's nicht leiden, wenn einer immer so mürrisch und verdroffen da sitzt," rief Oertel, der sich selbst in übelster Laune be­fand, weil sein Seihen bedenkliche Fortschritte machte.Da schmeckt einem ja kein Bissen und der Wein wird förmlich sauer im Glase. Gestern hab' ich allein zu abend gegeffeu und diesen Morgen seid ihr Beide wie vor den Kopf ge­schlagen. Giebt'S denn gar nichts zu erzählen von Schönfeld?"

O ja, Papa," sagte Katharina spöttisch. Zu erzählen wäre schon so manches. Aber eS lohnt ja gar nicht der Mühe. Nur so viel sei erklärt: den Martin nehme ich nicht mehr mit Er macht ja zu alberne Geschichten."

Du! Thu' Dir nur nicht gar so viel auf Deinen Verstand zugute."

Still, sag'ich!" Der Schneidemüller schlug auf den Tisch und fuhr fort:Hat's schon wieder Streit gegeben ? Ist das eine Art zwischen Bruder und Schwester? Jetzt rauS mit der Sprache! Was ist geschehen?"

Es schickt fich nicht, daß Martin immer hinter Gertrud Springer herläuft. Er macht sich lächerlich damit."

Du machst Dich noch viel lächerlicher, wer» Du gar nicht weißt. waS vorgeht."

Ich stand gestern schon, länger als zehn Minuten hinter den Bäumen."

So? Du hast also wieder gehorcht? Ra, dann kolportiere nur jedes Wort."

(Fortsetzung folgt.)