Einzelbild herunterladen
 

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

. Sonntagsberlage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

U

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei ollen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

r^nsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Sonntag, 11. Januar 1903.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universttäts-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. Telephon 55.

38. Jahrg.

Zweites Blatt. »

Bestellungen

für das I. Quartal 1903 auf die

Overheffifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain und Neustadt, sowie von allen Post­anstalten und Landbriesträgern entgegen­genommen. »- -

Umschau.

Aus dem Reichshaushaltsetat für 1903 veröffentlicht dieNordd. Allg. Ztg.' in einem vierten Artikel das folgende: Die Einnahmen des Auswärtigen Amtes find auf 1 035 610 Mk., d. i. 56 860 Mk. mehr als im Borjahr veranschlagt. Die fortdauernden Aus­gaben beziffern fich aber auf die Summe von 14 832 749 Mk. oder 891 097 Mk. mehr als im Vorjahr. Infolge der Zunahme der Geschäfte des Auswärtigen Amtes muß die Zahl der Beamten erhöht werden. Im Kapitel Gesandt­schaften und Konsulate erscheinen neu die Dotationen für die Ministerrefidenturen in Havana (42500 Mk.) und Korea (36 300 Mk.). Die einmaligen Ausgaben des Auswärtigen Amtes betragen 84 700 Mk. (+ 68 070). Die einmaligen Ausgaben der Kolonialverwaltung belaufen fich auf 18129 554 Mk. (-3 712 037 Mark); darunter fungieren Zuschuß für Deutsch- Ostasrika 5 614 800 Mk. ( + 749 600), für Kamerun 1582 600 Mk. (-622500), für Deutsch- Südwestafrika 6 260 020 Mk. (- 1371 880), für Neuguinea 882 500 Mk. (+ 160 500), für Samoa 250 000 Mk. (+ 79 600). Für Togo wird kein Reichszuschutz gefordert. Die Einnahme auS Deutschostafrika beträgt nur 3 096 700 Mk. Zur Fortführung der Eisenbahn Tonga-Korogwe wird 1 Million gefordert. Während fich die Einnahmen des ostafrikanischen Schutzgebietes um 89596 Mk. vermindert haben, haben fich die 2171380 Mk. betragenden des südwest­afrikanischen Schutzgebietes um 347380 Mk. erhöht. Auch die Einnahmen aus Kamerun find bei 2082900 Mk. um 51400 Mk. höher als im Vorjahr. Einnahmen und Ausgaben für Togo balanzieren mit 1095 500 Mk. (+ 554500 Mk.). Der Etat für die Karolinen, Palao und Marianen weist 428 600 Mk. Ein­nahmen auf (90 500). Die Einnahme aus Neu­guinea beläuft fich auf 107 500 (+ 7500), aus Samoa auf 291000 Mk. (+20 000). Der für das kommende Rechnungsjahr zum ersten- male gegliedert aufgestellte Etat für die Expe­dition nach Ostafien setzt als Einnahme die zweite Zinsrate der Entschädigung von China mit 10986328 Mk., die rückständigen Zinsen aus der Zeit vor dem 1. Januar 1902 mit

25 «Nachdruck verboten.)

Schloß Schönfeld.

Roman von B. Coronh.

DortsehungJ

.Warum nicht gleich?'

Weil es mir nicht beliebt, mich von Dir kommandieren zu laffen und den gehorsamen Diener zu spielen. Bist Du die Braut des Herrn v. Meinau, so bin ich Dein Bruder und habe das Recht, dort aus- und einzugehen, wo Du auS- und eingehst.'

Hört doch mit dem ewigen Gezanke auf!' rief der Schneidemüller.Das kann einem übel machen. Ich mutz schon sagen, datz mir vieles gar nicht an dem Martin gefällt, aber er ist mein Sohn, und deshalb soll man sich hüten ihm zu zeigen, daß er unwillkommen ist. Donnerwetter! Das würde ich als eine mir selbst zugefügte Beleidigung betrachten. Wer hält den ganzen Krempel dort drüben? Doch nur ich! Und da, weißt Du, braucht man auch nicht immer zu katzbuckÄn. Die haben ihren Namen nnd wir haben unser Geld. Verstanden? Wenn's darauf ankommt, fällt das Letztere doch gewichtiger in die Wagschale.'

Katharina schob die Unterlippe vor, sagte aber nichts mehr. Wenn sie nur erst als .Herrin in Schönfeld einaezoaen war. dann kam

1834436 Mk., die zweite Tilgungsrate der Entschädigung mit 527 510 Mk. an. Der vor­läufig auf 20 Proz. berechnete Anteil Deutsch­lands an den Entschägigungszahlungen Chinas ist inzwischen auf 20,01567 Proz. festgesetzt worden. Die Gesamtausgaben für alle be­teiligten Verwaltungszweige find auf 157$ Million, d. i. beinahe 18 Millionen oder weniger als im Vorjahre veranschlagt. Der Etat der Reichsschuld beziffert bei einer Einnahme von 13400 die Ausgabe auf 99 750920 (+ 6 696 760 Mark). Die Verzinsung der Mittel, welche zur vorübergehenden Derstärkang der ordentlichen Betriebsmittel der Reichshauptkasse ausgenommen werden müssen, ist mit 1500 000 Mk. (+ 925 000 Mart) veranschlagt.

Der Weg nach links.

An diesem Apotheker-Boykott kann man ab­nehmen, mit welcher tyrannischen Gewalt die sozial­demokratischen Führer gegen alle ihnen widerstrebenden Elemente vorgehen würden, falls sie dazu die Macht im Staate hätten. Eine Art Vorgeschmack von der im sozialdemokratischen Zukunftsstaate ver­wirklichten Gerechtigkeit hat dieser Berliner Apotheker- Boykott zu empfinden gegeben!' So lesen wir wörtlich nicht etwa in einem Blatte, das in der sozialdemokratischen und linksliberalen Presse als Scharsmacherorgan bezeichnet zu werden pflegt, nicht einmal in einem ft eifinnigen Blatte Richterscher Observanz, sondern in derjenigen Berliner Tages­zeitung, deren Propheten Professor Mommsen und Dr. Barth find. Man traut feinen Augen kaum, wenn man in demselben Blatt, das nicht müde wird, das vom Professor Mommsen empfohlene Zusammen­gehen der Linksliberalen mit den Sozialdemokraten zu predigen, eine solche sachgemäße Beurteilung der Natur und der Beflrebungen der Sozialdemokratie liest. Welche seltsame Blüte der Parteisucht aber ist es, wenn, trotzdem so deutlich an der Hand der Prak- tischen Erfahrungen erkannt wird, daß der Einfluß der Sozialdemokratie gleichbedeutend mit der Knech­tung aller übrigen Elemente der Bevölkerung ist, mit dem größten Eifer eine Politische Taktik befürwortet wird, deren Wirkung, wenn sie Erfolg hätte, in nichts Anderem, als in der Förderung der Herr­schastsbestrebungen der Sozialdemokratie bestehen könnte! Diese Art von Presse leistet also Handlanger­dienste zur Erreichung eines Zieles, als dessen Folgen sie selbst eine tyrannische Vergewaltigung und eine jeder Gerechtigkeit widersprechende Behandlung aller nicht der sozialdemokratischen Fahne folgenden Ele­mente der Bevölkerung ansieht und zwar lediglich deshalb, weil die Absicht, durch Scheitern der Zoll» tarisvorlage zur Beibehaltung der jetzigen Handels­verträge zu nötigen, durch ein entschlossenes Zu- sammenwirken der gemäßigt schutzzöllnerischen Gruppen deS Reichstags unter fich und mit der Regierung ver­eitelt worden ist. Es wird genügen, die Leistungen der Presse der Herren Dr. Barth und Prof. Mommsen sachgemäß zu charakterisieren, um klar zu stellen, daß die einseitige Verfolgung der im Handelsvertrags­vereine vertretenen wirtschaftlichen Interessen in ihren Konsequenzen schließlich dazu führt, selbst die Hand zur Knechtung aller nicht sozialdemokratischen Elemente der Bevölkerung durch Unterstützung der sozialdemo­kratischen Herrschastsbestrebungen zu bieten.

Marburg und Umgegend

Marburg, 10. Januar.

* Raiffeisen-Kaffen. Man schreibt unS: Zu Anfang des neuen Jahres, wo bekanntlich viele Leute nach einer Gelegenheit suchen, ihre Spar­groschen nicht nur möglichst sicher, sondern auch möglichst vorteilhaft anzulegen, sei wiederholt auf die Darlehenskastenvereine raiffeisen'scher

gewiß keiner mehr über die Schwelle, der ihr mißfiel. Also Geduld!

Recht herausfordernd nahm der Bruder P'-tz im Wagen, während Oertel, der wieder reißende Schmerzen fühlte, daheim blieb.

Katharina freute fich und gönnte e8 Martin, als er später in dem blauen Salon verlegen dasaß und nichts zu reden wußte. Das mußte ihm doch wohl die Lust, wieder zu kommen, vertreiben. Er konnte keinen Teil an der Unterhaltung nehmen, die sich um lauter Dinge drehte, welche für den total Ungebildeten spanische Dörfer waren, während die Schwester fich doch genug oberflächlichen Schliff zu eigen gemacht hatte, um hier mitsprechen zu können.

Hochrot im Geficht, stand er endlich auf und stammelte befangen:Wenn's erlaubt ist, möchte ich mir einmal den Neubau ansehen. Sie wissen, die neuen Wirtschaftsgebäude. Das interessiert mich.'

Ich will Sie begleiten,' sagte Meinau verbindlich, aber Katharina rief ihn an ihre Seite.

Verlegen und unentschlossen stand Martin da und ging endlich allein, weil Niemand Notiz von ihm nahm.

Je mehr er fich seiner Unbeholfenheit schämte, desto heftiger gährte der Zorn in ihm. Er war so wild auiaereat. wie noch nie und

Organisation, wie sie heute fast in einem jeden Dorfe unseres Heffenlandes bestehen, als auf absolut sichere Geldinstitute hingewiesen. WaS die Kassen so sicher macht, ist nicht nur der Umstand, daß ihnen statutengemäß jede Speku­lation und alle nicht durchaus sicheren Geld­geschäfte verboten sind, sondern vor allem der Grundsatz der genossenschaftlichen, unbeschränften Haftpflicht, auf dem sie ausnahmlos beruhen. Sämtliche Mitglieder und heute gehört jeder nicht ganz rückständige Dorfbewohner zu seiner Darlehenskasse haften nämlich mit ihrem gesamten Grund- und Barvermögen für die Sicherheit der bei ihrer Sparkasse gemachten Einlagen. Selbst wenn also einmal der durchaus seltene Fall eintreten sollte, daß einen Darlehnskassenverein größere Verluste träfen, so würde den Einlegern von Sparkaffen­geldern das gesamte Grund- und Barvermögen sämtlicher Mitglieder zur Befriedigung ihrer Ansprüche zustehen. Mit anderen Worten: Ehe den Einlegern etwas von ihrem Geld ver­loren gehen könnte, müßte erst dem letzten Mitglied der Kaffe seine gesamte Habe ver­äußert und zur Befriedigung der Gläubiger derselben verwendet sein. In dem Grund- und Barvermögen eines auch nur kleinen Dorfes stecken aber, wie sich jeder leicht aus­rechnen kann, Millionen. Nimmt man noch hinzu, daß die Darlehnskassenvereine vermöge ihrer geringen Verwaltungskosten durchweg einen höheren Zinsfuß geben können als die städtischen Sparkassen (gegenwärtig 37,4pzt.), so ist eine sicherere und bessere Kapitalanlage als bei einem Darlehnskassenverein rmffeisenscher Organisation nicht denkbar.

* Müllbeseitigung. Zur Frage der Müllbe­seitigung und Verwertung wird uns folgendes mit der Bitte um Veröffentlichung übersandt: Die schwierige Frage der Müllbeseitigung scheint durch ein neues Verbrennungsshstem endlich gelöst zu werden. Von einer Reihe größerer deutscher Städte wurden in letzter Zeit höchst intereffante Versuche in einer neuen Verbrennungsanstalt in Charlottenburg ausge­führt, die überraschende Resultate zeitigten. Während von maßgebenden Persönlichkeiten die Verbrennung des Hausmülls, wie sie in Eng­land üblich, als einzige hygienische Ver­nichtungsart anerkannt wird, stellten fich in Deutschland infolge des schlechten deutschen Mülls, welcher große Aschenbestandteile ent­hält, bis jetzt finanzielle Schwierig­keiten entgegen, weiche das Dr. Dörr- Schuppmannsche System überwunden hat. Das neue Prinzip besteht darin, den Müll zu verbrennen und die Abgase in Dampf umzu­setzen und dieselben wirtschaftlich zu verwerten; so werden beispielsweise die MüllverbrennungS- öfen der Stadt Wiesbaden, welche da8 Schupp- mannsche System erworben hat, direkt vor die vorhandenen Dampfkessel des Elektrizitätswerkes gebaut, um so die heißen Gase auözunützen. Während im englischen System in 24 Stunden 6000 Kilo deutsches Müll verbrannt und au8 einem Kilo Müll 0,52 Kilo Wasserdampf er­zielt werden, verbrennt Schuppmann in seinen Oefen 15 20 000 Kilo Müll in

murmelte, die Treppe hinabsteigend, böse Worte vor fich hin.

Hm! Der Bau war schon ziemlich weit vor­geschritten. Das kostete alles seines Vaters und damit auch sein eigenes Geld. Gott mochte wissen, was der Alte noch für Dummheiten machen würde, dem verzogenen SLooßkind zu Liebe. Da war es doch Zeit, fich endlich sicher zu stellen. Wenn die Schneidemühle erst einmal Martin gehörte, dann konnte er auch den Herrn spielen, und brauchte nicht um jeden Groschen mit dem Vater zu streiten, der immer geiziger wurde, und nur mit beiden Händen in die Kasse griff, so bald es fich um sein Steckenpferd handelte. Da mußte was ge­schehen!

Während er nachsann und seinen nicht eben intelligenten Kopf mit der Frage quälte, wie das wohl alles am schnellsten zu ordnen sei, bemerfte er Gertrud, die mit einem Körbchen frischgepflückter Früchte des Weges daher kam. Das genügte, um seinem Gedankengang eine andere Richtung zu geben.

Er näherte fich dem Mädchen und blieb an dessen Seite, obschon ihr kühldankender Gruß und ihre Schweigsamkeit durchaus nichts Er­mutigendes hatten.

Man sieht Sie ja nirgends mehr, Fräulein Springer.' versuchte er dar Gespräch iu Gang Zu bringen.

24 Stunden und erzielt aus einem Kill Müll eine 1,5 bis 2 fache Verdampfung Die Stadt Dortmund verbrannte in Charlotten« bürg 23 000 Kilo Dortmunder Müll ohne jede» Kohlenzusstz und erzielte eine zweifache Ver­dampfung. Die Stadt Frankfurt a. M. verc brannte 50000 Kilo Frankfurter Müll ohn» Kohlenzusatz und löste Schuppmann dabei noch das hochwichtige Problem der Kanal-Schlamm- Vernichtung. Es wurden mit dem Müll ge» meinfam 5000 Kilo Schlamm, welches 70 pzd Feuchtigkeit enthielt, im Verhältnis 3:1 ver­nichtet. Auch die Stadt Charlottenburg ver­brannte in letzter Woche ca. 60000 Kilo Müll mit den allergünstigsten Erfolgen, so daß di» endgültige Lösung der Müllbeseitigungsfrage in Kürze zu erwarten steht.

Vermischtes

Erschaffen. Der Sergeant Jsleb von der 5. Kompanie des 82. Jnfanterie^RegementS in Göttingen hat fich mit seinem Diestgewehr aus unbekannten Gründen erschossen.

Großfeuer. Die bei Belecke belegene groß« Drahtftiftfabrik und Schreinerei, welche der Westfälischen Union gehört in Hamm gehört, ist abgebrannt. Von 130 Maschinen blieben nur 19 verschont. 200 Arbeiter sind brotlos.

Bon einer klügelt Bäuerin erzählt ein Tiroler Blatt: Bei Gelegenheit der vor kurzem vor­genommenen Bahnvorarbeiten in SchlanderS bedeutete der führende Ingenieur einer Bauers­frau, daß die Bahnlinie gerade durch ihrs Scheune laufen werde. Auf diese Mitteilung hin erhielt der Ingenieur die klasfische Antwort: Ja, bauen könnts die Bahn schon, aber nach 9 Uhr abends darf kein Zug mehr gehn, i steh' die Nacht nit alleweil auf, die Stadeltür auf" machen, daß der Zug durchfahren kann." ~ _ 1 .........

Eingesandt.

Für bie unter dieser RubrU ueteff entheb ten Artikel übenrtmet bfc Redaktun nut die preßgesetzliche Verantwortung nicht aber die de» Publikum gegenüber).

Mit der Bitte um Veröffentlichung wird uni folgender poetische Erguß gesandt:

In Marburg, unserer schönen Stadt, Die tausende Studenten hat, Wohnt auch ein biederer Eisenhändler. Ich nenn' ihn scherzhast Nervenschändler, Weil er die Bündel Eisenstangen, Die Fuhren täglich fahren vor, Läßt rücksichtslos und ohne Bange« Laut klirren, polteren uns im Ohr. Das geht an manchen Wochentagen Vom Morgen bis zum Abend fort. Entlockt den Damen Zeterklagen Und wird den Herren auch kein Sport. Ich glaube gegen solche Sachen Kann auch die Polizei nichts machen. Ich schrieb schon mal und dies ist wahr, An Marburgs strengen Kommiffar, Denn des Gesetzes teure Hüter Stehn ost dabei und horchen bieder. Wenn keinen Platz der Kaufmann hat, Gedankenlos ist, ohne Nerven, Dann mag er in der engen Stadt Das Eisen legen und nicht werfen.

G. K.

Rotationsdruck.

Verantwortlich für die Redaktion: Frhr. v. Wangen heim in Marburg.

Ich gehe wenig aus, weil Fräulein von Sterneck leidend ist und sorgfältiger Pflege bedarf.'

Aber das muß doch langweilig sein, für eine so schöne, junge Same.'

Mir fehlt eS an Zeit, mich zu lang­weilen.'

Sind immer beschäftigt? So waS wie 'n höherer Dienstbote hier im Haus.'

Sie sah ihn groß an.Da muß ich den« doch protestieren. Sie fassen meine Stellung ganz unrichtig auf.'

Na, nehmen Sie rnir's nicht übel, Fräulein. Ich meinte nur, daß man Ihnen zu viel auf­bürdet und daß Sie es besser haben tonnten«1 Wenn man so hübsch ist, wie Sie, da'

Adieu, Herr Derlei!" unterbrach fie ihn kurz und bog in den nächsten Weg ein.

Allein Martin folgt ihr.Ich mein' el gut mit Ihnen, Fräulein Springer. Besser toi« alle andern. Sie könnten wirklich waS Klügere, tun, als hier das fünfte Rad am Wagen spielen« Ich kenne Einen, der nichts Schöneres auf bei Welt weiß, wie Sie find, der Tag und Nacht

Still!' herrschte sie ihn an.Wer erlaubt Ihnen, so zu mir zu sprechen? Kein WM weiter, oder ich beklage mich!'

(Fortsetzung folgt-)