Marburg
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Mittwoch, 31.Dezember 1902. »- -
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Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertag«. Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgab«.
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da mag er die Mühle weiter führen, oder von seinen Renten leben, wie eS ihm beliebt. Doch damit geschieht meinem Ehrgeiz kein Genüge. Ich sagte mir immer: „®u hast gespart, gearbeitet und dir eine goldene Leiter gezimmert. Auf der mußt du hinansteigen. Geld besitzest du genug. Jetzt verschaffe dir die Berechtigung, an Seite der Hochgeborenen zu stehen. Oeffne dir die verschloßenen Thüren. DaS Geld ist eine mächtige Springwurzel.' — Ja — und da blickte ich auf meine Katharina. Die denkt und empfindet wie ich. Nur, daß sie jung ist und ein heißes Herz hat. Sie könnte schon längst Gräfin sein, wenn eben daS ungestüme, verlangende Herz nicht wäre — aber das spricht nun einmal — und gehts nach mir, so soll das Mädel seinen Willen haben.'
.Was erzählen Sie mir denn da?'
„Gnädigste, wenn Herr Viktor mein Schwiegersohn wird, so entlaste ich Schönfeld und gewähre Ihnen, sowie dem jungen Paare einen jährlichen Zuschuß, der für ein standesgemäßes Auskommen mehr als genügen dürfte.'
Schweigend, die Hand auf eines Fauteuils hohe, geschnitzte Lehne gestützt, stand Valeska da. Hochmut und das Verlangen nach einer sorgenlosen Zukunst kämpften in ihr.
.Ich kann Ihnen heute noch keine endgültige Antwort geben,' sagte sie endlich, sorgfältig bemüht, ihre Aufregung zu verbergen, die sich doch in jeder Miene und in dem Ton der Stimme verriet. „Hier hat nur Einer zu entscheiden und das ist mein Sohn. Mir liegt es durchaus fern, seinen Entschluß zu beeinflussen. Was mich betrifft, so finde ich immer eine Zufluchtsstätte bei meiner Schweft«?, der verwitweten Gräfin v. Löwen.'
Entschluffe der Prinzessin trüge«, wird an maßgebendster Stelle entschieden bestritten. Man vermutet, daß die Kronprinzessin infolge de« physischen Zustandes, in dem sie sich jetzt befindet, ungewöhnlichen psychischen Zuständen unterworfen sei, die sie alles bey geffen ließen, was mit ihrem Namen, ihrem Range und ihrem Stande zusammenhängt, und man giebt der Befürchtung Ausdruck, daß die Prinzessin nach ihrer Niederkunft mit Grauen an dasVorgefallene zurückdenken werd«, umsomehr der edle Herr Giro» offen mit seinem Erfolge prahlt. Die Ursache der Flucht der Prinzessin ist nicht, wie demokratische Blätter erzählen, in der Abneigung der unverstandene« Frau gegen ihren Gemahl oder den streng- gläubigen sächsischen Hof zu suchen, sonder« wie inzwischen aufgefundene zahlreiche Belege untrüglich beweisen, allein in ihrem Verhältnis zu dem Hauslehrer Giron. Von diesem wird noch folgender bezeichnende Zug berichtet:
Man hatte anfangs die Idee, Giron sofort nach der Entdeckung des Verhältnisses zwischen demselben und der Kronprinzessin zu entfernen, aber Giron hat damals ausdrücklich mit einem gewissen Sarkasmus erklärt, daß, wenn man vielleicht die Idee habe, ihn als einen unbequemen Menschen zu behandeln, man durch di« außer Landes gebrachte Niederschrift erfahren würde, weshalb dies geschehen sei. — Dadurch wird der Mann als gemeiner Versührer gekennzeichnet, der wegen Ehebruchs die strengste Strafe verdient und keinerlei Anspruch auf mildes Urteil hat. — Wie verlautet, will die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen aus der katholischen Kirche aus- treten, um die Scheidung zu ermöglichen. --- In dem üblichen Kirchengebet wird der Kronprinzessin auf Anordnung der Behörde nicht mehr gedacht. Die Kronprinzessin, deren Juwelen verloren gegangen zu sein scheinen, erklärte auf keines ihrer Rechte, namentlich aus das, ihre Kinder zu sehen, verzichten zu wollen. Auch der Erzherzog Franz Ferdinand verzichtet nicht bedingungslos; da ihm vom Wiener Hofe jede Unterstützung versagt wird, so fordert er sein gesetzliches Vatererbe. Er will anscheinend auf Madagaskar Land zu Viehzuchtszwecken erwerben.
Das Vorgehen gegen Venezuela.
Die amtliche Mitteilung aus Washington, in der Präsident Roosevelt die Uebernahme der Schiedsrichteramts in der Venezuelastage ablehnt, ist der „Post' zufolge nunmehr beim Auswärtigen Amt in Berlin eingetroffen. Die Forderungen der verbündeten Mächte dürften sich nach einer der „Tägl. Rundsch.' aus dem Staatsdepartement in Washington zugegangene« Auslassung kaum als unüberwindliche Hindernisse für die Annahme des Schiedsgerichts durch Venezuela erweisen. Deutschland verlange die
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„Es tut mir leid, daß Sie in Rätseln sprechen beliebten.'
.So bald mir, gestattet ist, deutlicher werden —'
.Weshalb denn nicht? Ich liebe es, Kar sehen.'
„Gnädige Frau, weil mein Kopf voll ehrgeiziger Ideen steckte, weil ich rastlos gearbeitet und einen Tale« auf den andern gelegt habe, wurde ich der reiche Schneidemüller. Die Liese heiratete ich nicht aus Liebe, denn sie war weder hübsch noch Kug, sondern um ihres Geldes willen. Dazu kam später noch eine große Erbschaft. Liese starb und hinterließ mir zwei Kinder. Nun setzte ich auf den Sohn alle meine Zukunftshoffnungen. Aber der Martin — lieber Himmel I — — was soll ich mit dem anfangen? Er hat keinen Kopf und keine Lust zum Studieren. Na —
Frau von Meinau neigte hochmütig ßkopf und waudte sich der Thüre zu. _ rntschuldigen wohl. Seit dem furchtbaren Unglücksfall leide ich an nervösen Kopffchmerzen, hie mir jedes längere Gespräch zur Unmög- lichkeit machen.'
„Ja, ja, die Sorgen, die peinlichen Sorgen, Do« denen eine Dame, wie Sie befreit werden
„Ich will auch nicht drängen und hab« überhaupt keine Ursache ungeduldig zu sein. Junge Mädchen stecken immer voll romantischer Ideen und wenn diese nicht verwirllicht werden können, na — dann geht das Herz deshalb noch nicht entzwei. Meine Tochter ist keine sentimentale Kopfhängerin. Wo sie verschmäht wird, da drängt sie sich nicht auf. — Vielleicht gestatten Sie mir, in einiger Zeit wieder nach Ihrem Befinden zu fragen.'
.Sie werden mir willkommen sein.'
Mit linkischen Verbeugungen verließ bc< Schneidemüller den Salon und bestieg das mit zwei prächtigen Apfelschimmel« bespannte Coupä. Als die ungeduldig stampfenden Pferde fortsprengten, wandte er sich noch einmal um und nahm den Hut ab, denn oben am Fenster glaubte er gftau v. Meinau zu bemerken.
Dann zog Oertel die Plüschdecke über die Kniee und murmelte: .Hoffärtiges Bettelvolk, Dir will ich schon noch den Herrn zeigen!'
Zwischen dunklen Wäldern tauchte der Prachtbau der Villa und die Schneidemühle auf.
Oertel fühlte wieder einmal reißend« Schmerzen in feinen Beinen und außerdem ein heftiges Zusammenschnüren der Brust, daS ihn des Atems beraubte.
Er hing am Leben und wehrte sich verzweifelt wider das beginnende Siechtum, daS doch, trotz der kostspieligen Kuren nicht von ihm ablassen wollte. Krank — eine Rull im eigenen Haus werden! Ja, daS hätte gerade noch gefehlt. Das durfte man ihm unter keinen Umständen anmerken. Da würde es hübsch drunter und drüber gehen!
■> (Fortsetzung folgt.)
Umschau.
Eine weitere Aenderung der Geschäftsordnung in Sicht?
Eine völlige Aenderung der Geschäftsordnung des Reichstags wird gleich nach Beendigung der Weihnachtsferien erfolgen, so wissen dieMünchener „N. N." zu berichten. Mit dem Ersuchen um streng vertrauliche Behandlung der Angelegenheit soll sogar den der Mehrheit angehörigen Fraktionen ein vom Zentrumsabgeordneten Spahn festgestellter Antrag bereits zugegangen sein. Danach soll die Geschäftsordnung einer einschneidenden Umgestaltung unterzogen werden. Unter anderem soll die Redezeit eines Abgeordneten in Zukunft die Dauer einer Stunde nicht überschreiten dürfen. Jede Ueberschreitung dieser Zeit soll von der besonderen Erlaubnis des Präsidenten abhängig gemacht werden. Bestätigen sich diese Angaben, dann hat man wohl
anzunehmen, daß in den Kreisen der Mehrheitsparteien die Besorgnis herrscht, die Sozialdemokraten würden nun auch bei der Etatsberatung Obstruftion treiben.
Diese Besorgnis ist nach den Auslassungen einiger .Genossen' allerdings nicht ganz unbegründet. — Die „Nat.-Ztg.' bemerft zu der die Aenderung der Geschäftsordnung betreffenden Notiz, es sei ausgeschlossen, daß die Mitglieder der Mehrheitsparteien bereits Stellung zu der Frage genommen hätten; zweifellos aber sei, daß die Geschäftsordnung nicht in dem trümmerhaften Zustande bleiben könne, in dem sie aus den jüngsten parlamentarischen Kämpfen hervorgegangen sei. — In wie weit die Angaben der .Münchn. Reuest. Nachr.' begründet find, wird eine frühe Zukunft lehren. Einen Grund zur Aufregung vermögen wir auch in einer weiteren Abänderung der Geschäftsordnung nicht zu erblicken.
Die Tragödie im sächsischen Königshause.
Der Geliebte der Kronprinzessin von Sachsen der Hauslehrer Giron, kommt sich offenbar in seiner jetzigen Situation äußerst inter- effant und wichtig vor, denn allenthalben nimmt er die Gelegenheit wahr, sich von Berichterstattern über das sensationelle Vorkommnis zu äußern. Er hat sich ganz zum Romanhelden herauS- gebildet, der vom Größenwahn befallen ist. Zumeist renommiert er in ekelhafter Weise mit der Vaterschaft über daS zu erwartende Kind. Aber auch sonst giebt er sich den Anschein, alS sei er, der abenteuernde Herzensbrecher, über das Urteil und das Gericht der Welt erhaben. So äußerte er unter anderem:
„Die Prinzessin und ich kümmern uns sehr wenig um. die Urteile, die man über unS fällen mag. Die Presse ist für uns nicht vorhanden. Ich habe meine Studien mit höchster Auszeichnung vollendet. Ich werde mir also immer eine Stellung schaffen können. Was habe ich zu fürchten? Nichts!' Die Prinzessin bestätigte dies.
Wenn man aus dem gegenwärtigen Verhalten des Renommisten Giron sich ein Bild seines gemeinen Charakters verschafft hat, so erscheint es noch unerklärlicher, wie eine Frau wie die Kronprinzessin von Sachsen sich an einen solchen Abenteurer wegwerfen konnte, vor dem sie, wenn nicht daS Ehrgefühl, so doch die natürliche Schamhaftigkeit des Weibes bewahrt haben sollte, und man sucht angesichts dieses Rattenkönig- von proversen Gefühlen immer wieder nach einer befriedigen Erklärung für das Verhalten der Kronprinzessin.
Daß der Kronprinz, dessen Eltern oder der sächsische Hof durch ihr Vorgehen der Kronprinzessin gegenüber irgend eine Schuld an dem
gleichfalls für die fernere Zugehörigkeit der fraglichen Linien zum Kass-llrr Bezirk ein. Allerdings könne nicht verschwiegen werden, daß inMarburgauch mancheStimmen für Frankfurt laut würden, denn in oen nach Süden gerichteten Derkehrs- beziehungen wären viel mehr Wünsche erfüllt worden, als in nördlicher Richtung. Wan sei daher der Ansicht, daß die Kasseler Direktion sich eine größere Berücksichtigung der Marburger Verkehrswünsche, soweit Verbindungen nach Norden hin in Frage kommen, angelegen lassen sein müsse. Herr Helmerich-Franken- berg bestätigte daS von Herrn Schäfer Gesagte. Man habe sich in jener Gegend hinsichtlich der Eisenbahnwünsche über völligen Mangel an Erfolg zu beklagen. Redner legte zum Beweise dessen ein Schreiben des Bürgermeisters zu Kirchhain vor, in welchem darüber Beschwerde geführt wird, daß über die beantragte Durchführung der Züge 793 und 805 von und nach Treysa bisher nichts weiter verlautet fti. Auf eine vom Redner gestellte diesbezügliche Anfrage erwiderte der Syndikus, daß auch die Kammer auf eine ebensolche Eingabe noch keine Erwiderung erhalten habe. Die Kammer beschloß am Ende, im Sinne des Präsidenten gegen die beabsichtigte Beschränkung des Kasseler DirektionsbezirksStellung zu nehmen. Im Anschluß hieran sei noch mitgeteilt, daß in dieser Sitzung der Kammer auch über das Liegenbleiben des Schnellzuges 77 in Marburg Klage geführt wurde, wodurch sehr häufig Verfehlen des Anschlusses an den Personenzug 77A veranlaßt werde.
unter einem förmlichen Bann, doch bald gewann sein Dünkel wieder die Oberhand und er erwiderte: „Nein! Ich wüßte auch keineswegs, waS für ein besonderer Mut dazu gehören würde, ganz ungeniert zu sagen: Ein verarmter Edelmann muß eben ein reiches Bürgermädchen heimführen.'
„Solchen Rat gebe ich meinem Sohn sicher nicht."
Oertel verzog die Lippen zu einem Lächeln.
„Nun, Jeder muß wissen, was er zu tun hat. DaS Bürgermädchen ist gesuchte Ware, weil es dem Gatten eine fürstliche Morgengabe mitbringt. Wenn der — wie ich leider fürchten muß — unvermeidliche Verkauf Schönfelds erfolgt, erwirbt sie vielleicht das Rittergut und bezieht es als Herrin. — Ich empfehle mich Ihnen, Frau von Meinau."
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.
wüßte. Lieber Himmel, es gäbe doch ein ganz KufacheS Mittel, alle« zu schlichten und Schönfeld der drückenden Verpflichtungen zu entheben.'
..Welches?'
.'.Ja nun — eine reiche Heirat —'
.Die Meinaus würden es unter ihrer Würde halten, diesen Ausweg zu betreten.'
... „Warum denn, Gnädigste?' Fürsten und Herzöge haben ihn schon eingeschlagen.'
. ..Auch dazu gehört Zeit.'
: .Nicht, wenn die Braut berefts gefunden ist." ..Davon weiß ich nichts und bezweifle eS. Dtir ist nichts davon bekannt, daß mein Sohn vnter den Töchtern vornehmer Familien ge- Dühlt hat."
a -Wo sich Adel und Reichtum vereinigen, da Würste er auch — nehmen Sie eS mir nicht •bei — vergebens anklopfe«. Aber —'
.Ich verstehe Sie immer weniger.'
.Weil mich Ew. Gnaden vermutlich nicht •erstehen wollen.'
.Fehft es Ihnen denn an Mut, Ihre Meinung unverhüllt amtzusprechen?'
Valeskas AiM« hielten den Schneidemüller
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Die Frage
der auderweiten Abgrenzmrg »er SlsenbaqadireMous-Bez.rke Mainz, Frankfurt a. M. «ad Kastel vor der HaadeMammer zu Kastel.
In der kürzlich stattgehabten Sitzung der Handelskammer für den Regierungsb-^k Kassel Mmrgte u. a. die von dem Eisenbahn-Ministerium gplante anderweite Abgrenzung der Eisenbahn- ezirke Mainz, Frankfurt a. M. und Kassel Jur Erörterung. Es wird nämlich beabsichtigt, ie Strecke Niederlahnstein-Rüdesheim-Höchst, die jetzt zum Franksurter Bezirke gehört, der Eisenbahndireftion Mainz zuzuweisen. Als Grund hierfür wird die Fertigstellung der Mainzer Umgehungsbahn und »er Mainbrücke bei Kostheim bezeichnet, da hierdurch der Verkehr zwischen dem Niederrhein, Rheinland, Westfalen und Süddeutschland von Frankfurt a. M. Weg und im wesentlichen über Bischofsheim geleitet werden wird. Ferner sollen aus verwaltungstechnischen Gründen, um den verhältnismäßig Leinen Mainzer Bezirk zu erweitern und anders Bezirke zu entlasten, auch noch die Strecken Niederlahnstein - Diez - Wiesbaden - Curve und Wiesbaden-Medernhause» der Direktion Mainz zugeteilt werden. Zum Ersatz dafür soll der Frankfurter Bezirk die Strecken Nieder- walgern-Treysa-Cölbe - Amalienhütte und Sarnau-Münchhausen erhalten, diese sollen also von dem Bezirke der Eisenbahndirektion Kassel abgetrennt werden. Hebet die endgiltige Festsetzung der Grenzpunkte auf den Linien Niederwalgern-Wabern-Sarnau sind die Erwägungen noch nicht abgeschlossen, namentlich steht »och nicht fest, ob nicht die Linie Treysa- Wabern bei dem Bezirke Kassel zu belassen ist. Die Kasseler Handelskammer war nun zur Aeußerung über die Interessen ihres Bezirks an dieser Frage aufgefordert worden. In der Debatte über diesen Gegenstand wurden zunächst von dem Präsidenten der Kammer erhebliche Bedenken gegen die in Aussicht genommene Beschränkung des Kasseler Bezirks erhoben. Marburg und Umgegend gravitiere in wirtschaftlicher Beziehung ganz überwiegend nach Kassel. Hier liege daher der Schwerpunkt hinsichtlich des Verkehrswesens und die bezüglichen Wünsche könnten in Kassel nachdrücklicher gefördert werden als in Frankfurt. Weiter komme noch hinzu, daß auch auf den weiteren Ausbau des Eisenbahnnetzes in jener Gegend Bedacht zu nehmen sei. Speziell komme hierbei die Herstellung der Linie ZimmerSrode- Kellerwald in Betracht. An diesem Pro- jekt werde die Kasseler Eisenbahndirektion zweifelsohne mehr Interesse nehmen als die Frankfurter. Herr Schäfer-Marburg trat
Iß (Nachdruck verboten.)
Schloß Schönfeld.
Roman von B. C o r o u h.
< (Fortsetzung^
— - «iertelsährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 SRt,
JKQ OO V bei allen Postämtern 2,25 ML (excl. Bestellgeld).
^usertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Reclamen: die Zelle 25 Pfg.