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Marburg

M 317

^usertiouSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. Sonntaa, 14. Dezember 1902, Reclamen: bw Zeile 25 Pfg. "

Erstes Blatt

Schiedsgericht «ceptiert werden. Gegenübei

gegenteiligen Meldungen sei ausdrücklich festge stellt, daß wir uns bei den Operationen geg«

Alle, die die

Ibedauern.

£»13!

Venezuela der moralischen Unterstützung Amerika! erfreuen; mehr kann man nicht verlangen

Btertelj« hrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei all« Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

Erscheint täglich außer an Sona» und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgabe.

Druck und Berlag: Joh. Aug. Koch, QniversitätS-Buchdruckerri

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Zwielicht des scheidenden Tages vermischten sich zu einem seltsamen Dämmerlicht. Fern grollte der Donner und plötzlich hüllte ein nieder­fahrender Blitz die ganze Gegend in fahles Gelbrot.

Die Frau, welche hoch oben in den Lüften wandelte, wankte und sah ängstlich herab. Ihrem umflorten Blick wollte es scheinen, als fange unten Alles zu wogen und sich zu drehen an. DaS Füllhorn entsank ihrer zitternden Hand und entleerte seinen Inhalt über die Häupter der neugierig Emporstarrevden.

Dann ertönte ein markerschütternder Schrei des Entsetzens und fand ein vielstimmiges Echo.

N-ederhofers Gäste sprangen von den Stühlen und Bänken auf. Etwas wie eine filber- schimmernde Wolke durchschnitt die Lust dann ein dumpfes Aufschlagen. Schwarzes, gelöstes Haar umflutete die regungslose Gestalt, die von beträchtlicher Höhe herabgestürzt war.

Evi! Evi!"

Mit starken Armen bahnte sich Franz Springer den Weg durch die dicht gestaute Menge, hob das verunglückte Weib auf und trug eS in den Saal des Wirtshauses.

Nur ein schmaler Streifen Blut rieselte lang­sam von der Schläfe über 'das glitzernde Ge­wand herab, aber alle Wiederbelebungsversuche blieben vergeblich. Ein glückloses, müde ge­quältes Menschendasein hatte im Kampf um das tägliche Brot sein rasches Ende gefunden.

Scheu entfernten sich die Gäste, nachdem sie eine Sammlung veranstaltet und dm Ertrag dem Wirt übergeben hatten. Nur Oertel schloß sich auch jetzt an«. Für die Armut pAegte er nie etwas übrig tu haben.

Meinau vor Allen war tief erschüttert. Er bereute sein Kommen und seine übermütige Forderung.

Die Bewohner des Dorfes und eine große Anzahl Neugieriger umringten den Gasthof zur Linde, drängten sich dicht an die Fenster und sahen in den Saal hinein, wo ein verzweifelter Mensch schrie, weinte, fluchte und die Existenz eines gütigen, barmherzigm Gottes leugnete.

Die ganze Nacht grollte daS Ungewitter fort, aber als der Morgm anbrach, kämpfte die Sonne siegreich mit dem schweren Gewölk und die goldige Lichtrefiexe spielten um das Haupt der Toten.

Franz Springer stieß die Summe zurück, weiche ihm Anton Niederhofer brachte.

Behaltet'« doch! Macht Euch bezahlt! Nun seid Ihr ja zu Eurem Geld gekommen und so viel, daß man die Tote begraben kann, wird wohl auch noch übrig bleiben."

Ich mag nichts von der Einahme an­rühren. Da!"

Und ich werfe sie Euch vor die Füße, wenn Ihr mir noch einmal damit nahe kommt. Streicht das Sündengeld ein und mög's Euch zum Unsegen gereichen!"

Still, Mann! So dürst Ihr nicht sprechen!" rief Jemand mit sonorer, gebietender Stimme. Flüche und Verwünschungen sollten neben einem, der zur ewigen Ruhe eingegangen ist, nicht laut werden."

Sie reden wie Sie'S verstehen und be­greifen, Herr Rektor," erwiderte Springer finster und trotzig.Die da liegt, war mein Ein und Alles auf der West, und wenu's ein

> Umschau.

Freiherr von Eckhardtstein und die Kaiserpartei.

Ueber die Kandidatur des Frhrn. v. Eckhardt­stein veröffentlicht Franz v. Bodelschwing in derDeutschen Tagesztg." folgende Zuschrift:

Herr v. Eckhardtstein wünscht zuuöchst für den Wahlkreis Hünfeld - Herßfeld - Rotenburg a. Fulda zu kandidieren, also für einen Bezirk, deffen Bevölkerung vorwiegend dem Mittel­stände und der Landwirtschaft angehört. Ich hatte vor kurzem Gelegenheit, mich persönlich davon zu überzeugen, daß die Anschauungen, welche Herr von Eckhardtstein über die Agrar­frage und die für den Mittelstand in Stadt und Land so hochwichtige Judensrage hegt, durchaus unbefriedigend find. Es ist deshalb von konservativer Seite wie von Vertretern des Bundes der Landwirte dem genannten Herrn kein Zweifel darüber gelaffen werden, daß seine Kandidaten sehr schwache Aussichten habe. Es ist bezeichnend für unsere heutigen Verhältniffe, daß die Kandidatur eines Herrn versucht wird, zu dessen Empfehlung einstweilen nichts weiter angeführt werden kann alshohe Beziehungen". Der Gründung einerKaiserpartei" bedarf eS nicht mehr; sie ist da und besteht auS allen denen, die entschlossen find, für Erhaltung des Mittelstandes und der Landwirtschaft zu kämpfen. Man darf zu den hessischen Bürgern und Bauern das Vertrauen haben, daß es gelingen werde,

gestalt: Deutschland ist Amerika zu größte« Dank verpflichtet für das tatkräftige Eiatrete« deS Gesandten, der bereits die Befreiung eine» Teiles der verhafteten Deutschen dnrchgeseh» hat und hoffentlich auch noch die Frei3 gäbe der anderen erwirken wird.^ unS steht heute die unbedingte Verpflichte ung fest, Venezuüa zur Achtung bei Völkerrechts zm zwingen und unsere Forderung durchzusetzen. Rach dem Verhalten des Prüsi deuten Castro giebt es kein Zurückweichen mehl und kein Kompromiß, eS kann also auch fein

barmherziger Gott im Himmel giebt, dann hätte er mir daS nicht antun dürfen."

Ihr versündigt Euch, wenn ihr mit dem Allmächtigen hadert. Denkt, die ewige Weis­heit hat eS so gewollt. Ein frommes Gebet ist jetzt bester am Platz, als zweckloses Toben und Wüten.

Ich kann nicht beten, jetzt wo mir auch daS Letzte genommen ist. Mich kann keiner mehr überzeugen, keiner kann wieder erwecken, waS das Leben zertreten und mit der Wurzel ausgeriffen hat: mein Vertrauen auf Gott."

Lieber Gott, daß solche Reden in meinem gutchristlichen Hause geführt werden!" klagte Medhofer.Ja, aber wer kommt denn dort so früh schon die Straße heraufgefahren? Meiner Seel', der gnädige Herr ist's! Weiß der Himmel, er will hierher.Er biegt in den Hof ein."

Veit! Veit! Schnell daS Pferd besorgt ?* ertönte der Wirtin schrille Stimme.

Geschäftig wollte Niederhöfer hinauslaufen, aber schon erschien Meinaus hohe Gestalt auf der Schwelle de« Zimmers, in welches man die Verunglückte seit einige Stunden gebracht hatte.

Sein hübsches, sonst so fröhliches Gesicht sah ernst und blaß aus.

Bitte schön, Ew. Gnaden, hier ist'» nicht richtig. Ich habe die Gaststube gleich Wiede« in Ordnung bringen lasten," beeilte sich der Wirt zu rufen, doch Meinau wehrte ab.

Lasten Sie es nur gut sein Niederhofer.- Jetzt komme ich nicht als Gast. Guten Morgen, Herr Rektor, freut mich, daß ich Sie treffe.

(Fortsetzung solgt-X

1 «Nachdruck verboten.)

Schloß Schönfeld.

Roman von B. C o r o n h.

«Fortsetzung.)

Die wühlte mit ihren braunen, überschlanken Künden im Gelds.Nun reicht es bald, Franz." Jetzt laste mich aber allein weiter machen." Nein. Nun kommt ja gerade meine Haupt-

Die Folgen.

Im Reichstage ist selten ein wahreres Wort tvögesprochen, als neulich vom Abg. Richter- Kernen, daß gerade die Obstruktion, die Ver- mhleppung der Verhandlungen und die Skandal- Treibereien dazu beitragen würden, den Zolltarif aut Annahme zu bringen. Es ist so gekommen, viel schneller, als ursprünglich selbst die Mehr­heit de« Hauses erwartet hat. Blinder Eifer fchadet nur! Das können sich die Herren von der parlamentarischen Minderheit merken; trotz

Deutsches Reich

Berlin, 13. Dezember.

Der Bürgermeister von Bonn teilt mit, Za» NikvlauS und Kaiser Wilhelm würden im kommenden Mai kurz hintereinander in Bonn anwesend sein. In Gegenwart Kaiser Wilhelms werde dann die fest­liche Enthüllung des von ihm geschenkten Göthe- Denkmals auf dem Monte Pincio stattfinden.

Die Angabe, daß fich die Mehrheitsparteien des Reichstags bei der heutigen dritten Lesung auf die Regierungsvorlage zurückziehen werden, wird von derPost' für unbegründet erklärt. Der Reichs­anzeiger veröffentlicht jetzt amtlich die Enthebung des deutschen Botschafters in Wien, Fürsten zu Eulenburg und Hatzfeld, Grafen von Sandels von seinem Posten und seine Versetzung in den einst­weiligen Ruhestand unter Verleihung des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub.

In der Winter'schen Mordsache in Könitz ist bekanntlich vor kurzem die auf die Ermittelung des Thäters ausgesetzte Belohnung von 20000 M wieder in Erinnerung gebracht worden. Inzwischen machen, wie demBert. L.-A.' aus Könitz gemeldet wird,

Reichstage viel zu viel mit der Theorie ge­arbeitet worden. Der soozialdrmokratische Zukunftsstaat ist unmöglich weil er daS Vor­handensein von mehr als idealen Menschen, von reinen Engeln zur notwendigen Voraussetzung hat, und auch der ideale, Völker beglückende internationale Handelsvertrag ist so lange nicht zu verwirklichen, als die Staatskaffen auf Ein­nahmen angewiesen find.

Keinem einsichtigen Menschen kann es heute zweiselhaft erscheinen, daß überall die Finanz- minisrer umschauen, wie sie die Staats-Ein­nahmen vermehren und sich für die wachsenden Ausgaben bereits Mittel verschaffen können. Kommen sie mit neuen " Stcuervorlaeen an ihre Volksvertretungen, so finden sie frostigen Empfang, es ist also von selbst gegeben, beim Abschluß von Handelsverträgen mit solchen Staaten, die zahlen können, sich möglichst hohe Zölle zu sichern. Es giebt eine Anzahl von Reichstagsherren, die bekanntlich den fremden Regierungen stets das allerbeste zutrauen und nur bei der heimschen arge Tücke wittern. Wir meinen, diese bestehende Rechnung mit fremder Liebenswürdigkeit und Bescheiden­heit wird grausam gestört werden, die Herren selbst haben mit ihrer Haltung dem Auslande Kourage gemacht.

Aber Dir schlagen ja die Zähne aufeinander Und Du kannst Dich kaum aufrecht halten."

DaS geht schon vorbei."

^.68 wird im Gegenteil immer ärger. Ich ftttr eS nicht, daß Du noch einmal dort oben hernmlletterst."

Geht es denn endlich wieder los? Wie Lange sollen wir noch warten?" hörte man des VchneidemüllerS rauhe Stimme ertönen.

Mit einem halberstickten, zornigen Ausruf te Springer die Faust, aber Evi ergriff gefüllte Weinglas und leerte es. Ihre angen röteten sich, ihre müde Gestalt schien Kraft und Elastizität zu gewinnen. Ein gerischer Schimmer von Gesundheit gab ihr omentan die saft entschwundene Schönheit ieder.Laß mich nur, Franz. In einer iertelstunde ist Alles vorüber."

Vergeben» suchte er sie zurückzuhalten. In kt nächsten Minute schritt Evi über das Seil, in vergoldetes Füllhorn im Arm, und warf falbwelke Stänßchen unter die Kopf an Kopf ^gesammelte Menge.

Jtot trübe brennenden Laternen und das

Das entscheidende Wort ist über den Zoll- iarif gesprochen, damit ist auch die verschiedent- ilich aufgetretene Bewegung der Bevölkerung Kegen die Vorlage gegenstandslos geworden. Diese Protest-Bewegung, die im beginnenden Herbst einen recht kräftigen Anlauf genommen hatte, war übrigens seit der Wiederaufnahme bet Reichstagsverhandlungen ganz bedeutend abgeflaut. Die Szenen, die sich im hohen Hause abspielten, wa ren ter großen Mehrheit der Bevölkerung unendlich zuwider, sie schwächten die Teilnahme der Nation. Einen ehrlichen, red­lichen Kampf um den Zolltarif hatte man «überall gewollt, dagegen hatten weder die ver­bündeten Regierungen, noch die parlamentarischen Befürworter auch nur das Geringste einzu- iwenden, aber nicht diesen Spektakel, welcher |ben Reichstag entwürdigte. Tausende und Abertausende von Wählern wünschen dem deutschen Reichstage einen steifen Nacken gegen jedermann, aber sie können es nicht verwinden, wenn eine solche Körperschaft fich selbst herab­letzt und den deutschen Namen vor dem Aus­lände blamiert. Jemand, dem die Politik «früher wohl keine Begeisterung einzuflößen vermochte, sagte damals:Die Herren im Reichstag machen doch, wa« sie wollen!" Heute aber heißt es,unerquickliche ReichStagsiachen lnteresfieren mich nicht mehr, da giebt eS doch nut Skandal." So leidet das ganze politische fieben unter diesem Spektakel und e« ist nur gu wünschen, daß es nach Neujahr gelingen wöge, die erlittene Scharte wieder auszuwetzen, per deutschen Volkkvertretung wieder den Rang find die Geltung zu verschaffen, die ihr zu- tommt

Statt dem praktischen Leben und den tat- KichLchen Verhültniffen zu lauschen, ist im

Vertretern dieser Kaiserpartei zn recht zahl­reichen Siegen zu verhelfen." ,, Hoffentlich taucht der Herr von Eckhardtstein nicht auch in anderen Wahlkreisen als Schreckgespenst und Störensried auf.

Die Lage in Venezuela.

Präsident Castro betreibt feine Kriegs­rüstungen mit fieberhafter Eile. Trotzdem hat er erst wenige tausend Mann unter den Fahnen vereinigt. Und diese paar tausend Leute können fich selbstverständlich in leinet Weise mit den vorzüglich bewaffneten und kriegstüchtigen deutschen und englischen Seeleuten vergleichen. An Offizieren fehlt es der venezolanischen Armee, wie wir schon bei wiederholten Gelegenheiten hervorhoben, bekanntlich nicht. Ihre Zahl über­trifft in Friedenszeiten sogar die der Mann­schaften. Aber alle diese Offiziere verstehen nur, auf Staatskosten ein angenehmes Dasein zu führe», zum Teil stehen fie auch ganz und gar nur auf dem Papier und ihre vorgeblichen Bezüge fließen in die Taschen der Generale, an denen gleichfalls ein unbegreiflicher Ueber- schuß vorhanden ist; fie find also nicht ernst zu nehmen. Dagegen verfügt die venezolanische Regierung über rund ein halbes Hundert moderner Geschütze, die immerhin einigen Schaden anrichten könnten, wenn fie natürlich auch nicht lange in den Händen venezolanischer Bombardiere bleiben würden. Immerhin haben sich die Dinge so scharf zugespitzt und ernst gestaltet, ^ die beiden gemeinsam vorgehenden Mächte eine Verstärkung ihrer Streitkräfte in den venezolanischen Gewässern für geboten er­achten. Sn hat da« englische Reserverge- sckwader I. Klaffe in Bevenport Befehl zu See- t^eitschaft erhalten. Auch deutsche Verstärk­ungen dürsten entsandt werden. Inzwischen Wird die Blockade über die venezolanischen Hüten streng aufrecht erhalten; auch sind neuer­dings zwei weitere venezolanische Kriegsschiffe, dies Mal von englischer Seite beschlagnahmt und nach Port of Spain geschleppt worden. Im Repräsentantenhause ist ein Antrag einge­bracht worden, durch den Präsident Roosevelt ermächtigt werden soll, eine Garantie für die den Mächten zu erkannte Entschädigungssumme zu übernehmen und daS gleiche Verlangen ist, wie wir in der Mittagausgabe bereits meldeten, jetzt auch vom Präsidenten Castro gestellt worden. Der edle Herr bezweckt damit natürlich nut, die Verbündeten von Venezuela weazuekeln und die ganze Sache auf die lange Bank zn schieben. Darüber ist niemand im Zweifel und deshalb wird Castro mit feinem Ersuchen auch kein Glück haben, es sei denn, daß die Vereinigten Staaten feine Sache zu der ihrigen machen aus bekannten Gründen.

Die Haltung Deutschlands gegenüber der neuen Wendung der Venezuelafrage wird in einer halbamtlichen Auslassung folgendermaßen dar-

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

Sonntagsbeilage: JUuftrirtes Sonntagsblatt

pller Hemmungs-Versuche ist der Zolltarif doch angenommen, aber die parlamentarische Rede­freiheit ist beschränkt worden.

deutsche Volksvertretung gern frei und groß gesehen hätten, können eine so kurzsichtige Taktik, die nicht zum Siege führen konnte,

England und Deutschland aber werden die gv meinfam unternommenen Operationen auch ge meinfam durchführen, selbst dann, wenn Castri die Forderung de« einen Staats bewilligen, die de« anderen aber ablehnen sollte. -* Diese Feststellung ist außerordentlich wichtig Deutschland wird also nicht in die Lag, kommen, fich allein mit den aufsässigen Veno zolanern herurnzufchlagen, und, was noch Wei höher anzuschlagen ist, alle Gerüchte, daß di Regierung der Vereinigten Staaten von Nord amerika da« energische Vorgehen Deutschland« und Englands mißbillige, find unbegründet. -4 Wir haben früher schon darauf hingewiesen, daß der Präsident Castro fein gewagte« Spiel bei Widerstands nur zu dem Zwecke begonnen Hatz um sich selbst gegen die starke revolutionär« Bewegung zu schützen, deren Opfer er zu werde« drohte. Kenner venezolanischer Verhältnisse bei stätige» diese Auffassung, indem fie erkläret Castro« Situation müsse eine verzweifelte seiuz da er feinem Todfeinde Rolando die Ber« teidigung des östlichen Venezuela anvertraut«

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