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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhaiu
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.
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37. Jahrg.
Jti 313
Zweites Blatt
Marburg, Barfußerstraße 36.
Rotattonsbruck.
der beste Bitterlikör der Gegenwart mit keinem bi* jetzt auf den Markt gebrachten zu vergleichen. Erhältlich in denApotdeken, Drogerien,Colonialworen» u. Delikatessen-Eefchüsten. ProbeflaicheM. 1.—.große Flasche M. i.50.
Ve.W. Knecht L Co.
Frankfurt a. M.
Venreler am Platze ist
P. Tromm
ist folgender: WaS der Durchlauti I ge Hochge- borne Fürst | und Herr: Herr Philipps Landgrave | zu Hessen: Grave zu Katzen eien» bogen | zu Dietz: zu Ziegenhain: und zu Nid | da: als ein Christlicher Fürst mit den | Ckosterpersonen, Pfarrherrn und abgöttischen Bild | nussen, hn seyner gnaden Fürsten» tumbe I auS Göttlicher geschrist vorgenommen hat. (Hessisches Wappen) Marburg M. D. XXVII. Quart, vier Bogen.
in 100000 Familien getrunken. Probepack. 60 bis 1.25Pfg Otto Kratz, Marburg.
Veramwortttch sirr Die Redattton: Frhr. v. Wangenheim in Ptarburg.
Marburg und Umgegend
Mardurq, 10. Dezember.
* Buchsuhrung für die Haussra«. Im vorigen Jahre wurde in der „Oberhelsiichen Zeitung" auf ein im Oktav im Ehrhardt'schen Verlag erschienenes HauShaltunaSbuch aufmerksam gemacht. Ich habe dasselbe im Gebrauch so nützlich gefunden, daß ich eS jeder Hausfrau anraten kann. Ein Haushalt braucht ebenso wie der Staat eine Art Etat oder Kostenvoranschlag, der sich nach den jeweiligen Mitteln und Ansprüchen richtet. Um diesen Etat nicht zu überschreiten, ist eS nötig, strenge Kontrolle über die laufenden Ausgaben zu führen und dies ermöglicht nur eine übersichtliche Buchführung. ES genügt nicht ein Kontobuch, in welchem alle Ausgaben der Reihe nach aufgeschrieben werden, um günstigenfalls monatlich, oft auch nur jährlich zusammengezählt zu werden. Nein, man muß ein übersichtlich und praktisch eingerichtetes Buch führen, wie das Obengenannte. Die Einteilung desselben in 16 Rubriken erlaubt jederzeit einen Ueberblick darüber, wieviel schon für die einzelnen Zweige der Haushaltung verausgabt ist. Hierdurch ist eS jeder Hausfrau ermöglicht, rechtzeitig ihren Verbrauch nach den vorhandenen Mitteln zu regeln. Dazu kommt die Annehmlichkeit, daß das leichte Auffinden einzelner Posten erlaubt, jede bezahlte Rechnung leicht noch nach Jahren zu kontrollieren und sich über Preise und Verbrauch in jedem beliebigen Jahrgang des Haushaltsbuches Aufschluß zu holen. Sicherlich wird jede Hausfrau, die derartige Buchführung einmal versucht hat. niemals wieder davon ablassen.
* Lor 375 Jahre«, am 6. Dezember 1527, wurde, wie wir dem „Han. Auz." entnehmen, von HanS Loersfeld zu Marburg das erste Buq in Hessen gedruckt. Der Titel desselben
Heffen-Nassau und Nachbargebiete
ZteßtUhaiU. 9. Dezbr. Einem in der Vorstadt beschäftigten Müllergesellen find laut „3ieg. Ztg." von feinen sauer erworbenen Ersparnissen etwa 120 Mk. in Metallgeld gestohlen worden. Der Dieb hatte den Koffer, der außerdem noch Papiergeld und ein 20-Mark- stück barg, nach Herausnahme der gestohlenen Summe auf dem alten Totenhofe hinter der Schule verborgen. Dort ist der Koffer mit dem Papiergeld, dem Goldstück und einigen vom Diebe verstreuten Münzen gefunden worden.
Mklf««geu, 9. Dezbr. In dem benachbarten Dorfe Lobenhausen hatte der Schneidermeister K. ein Schwein gemästet, welches heute das Leben lassen sollte. Die zum Schlacht- schmause nötigen Kuchen und sonstigen Sachen waren auf das Beste zubereitet, die eingeladenen Gäste auf dem Hof versammelt. Jetzt wurde nun das Schwein aus dem Stalle geholt, alle Mann standen bereit, um zuzugreifen, und dasselbe umzulegen. Das mehr als 2 Ctr. wiegende Tie'' schien jedoch zu ahnen, was ihm bevorstehe, es rannte einige der Männer um und lief in's Dorf nach der Fulda zu. Das auf derselben befindliche Eis erweckte die Neugier des Borstenviehes, kurzerhand begab eS sich darauf und kam derartig ins Rutschen, daß eS in eine offene Stelle des Wassers stürzte. In '•em kalten Element schien eS ihm nicht zu be- hareu, mit großer Anstrengung versuchte e8, wieder herausznkommen, watz ihm jedoch nicht netang. Vom Ufer aus konnte man auch keine Hilfe bringen und mußte zusehen, wie daS wertvolle Der ertrank. (.Kass. Allg. Ztg.")
Alls der R öi» schreibt man dem „Kaff. Tagebl." unterm 5. Dezember: Einen halben Meter Schnee und 13 Grad Kälte dazu, daS ist ein Winlerwetter in unserer seit einig'n Tagen „alpinen" Landschaft. Die Logirhäuser sind nun alle geschloffen; still ist eS geworden auf den Höhen wie in den Fremdenstationen; nur die schneeschuh- oder schlittenfohrende Jugend bringt noch etwas Leben in die winterliche Monotonie der Bergwelt. Die Glocken der weidenden Herden find verstummt; auf der Alm, besonders hoch oben, wo kein Baum, kein Strauch mehr steht, aus den Geröllhalden, wo fein Rind mehr hinkommt, höchstens ein verirrtes Schaf oder die „Bergmannskuh", die Ziege, da herrscht jetzt eine böse Jahreszeit. Nur daS herzhafte Jung-Rhön steigt noch hinaus auf die verschneiten und vereisten Berokämme und macht die Talfahrt blitzschnell auf Ski. der zu einem neuen Artikel in der Rhöner Ho*z- waren-Industrie geworden ist. Der Rhöner Schneeschuh hat keine Riemen zum Anschnallen, statt dessen sind Holzschuhe angenagelt, in welche der Skiläufer feine Füße steckt. Dieser Sport wird hier als Zeitvertreib und auch zu praktischen Zwecken fleißig getrieben.
Vom Büchermarkt.
V Aus fremden Zungen. Erschienen find von dieser Halbmonatsschrift für die moderne Roman- und Novellenlitteratur des Auslands die Nummer« 19, 20 und 21. Sie zeichnen sich wieder durch gediegene Erzählungen berühmter Schriftstücke, Gedichte usw. aus.
"„"Das Weltgericht. Eine Erzählung au8 dem großen Bauernkriege (1525). Von Konr. Fron. Brosch. 3, geb. 4 Mk. (Verlag von E. Ungleich in Leipzig). Fron bat sich durch seine früheren Erzähl, ungen: .Das Kräuterweible von Wimpfen, .Der Abtstein bei Lorsch' rc. hinlänglich als volkstümlicher Erzähler bekundet und sind feine Erzählungen .Volksbücher" im wahrsten Sinne des Wortes z» nennen. Wer, wie der Verf., berufen ist, mitten in dem Volke stehend, mit ihm und an ihm zu arbeiten, der lernt Land und Leute richtig kennen und verstehen. Daß außer Originalstudien auch die bezügliche Litteratur bei dieser Arbeit wesentliche Dienste leistete, mache« die Erzählung besonders wertvoll. Solche Werke empfehlen wir gern und warm.
Umschau.
6in richtiger Mittelstandsmann.
Die Runde durch die Presse macht augenblicklich eine Berichtigung, die der Centrumsabgeordnete Moritz, der den unterfränkischen „ /.*•- Wahlkreis Neustadt a. S. im Reichstag vertritt, an die „Neue Bayer. Landesztg." geschickt hat, und die diese boshafter Weise mit allen ihren orthographischen stilistischen Unebenheiten abgedruckt hat. Diese offene Verhöhnung eines NeichstagsmitgliedeS ist ebenso ungehörig als Unbegründet. Das Centrum und jede andere Partei könnte stolz daraus sein, wenn sie mehr derartige Vertreter des werktätigen Mittelstandes in ihren Reihen zählte, die darüber orientiert sind, wo ihre Berufsgenossen der Schuh drückt und die mit ihrem praktischen Blick oftmals ein viel tiefere» Verständnis für die Lösung wirtschaftlicher Aufgaben zeigen, als mancher schreib- und rechtskundige Theoretiker. Was sagte doch der Kaiser erst kürzlich zu der Arbeiterdeputation, die er in Preslau empfing: „Sendet uns Eure Freunde und Kameraden aus Eurer Mitte, den einfachen, schlichten Mann aus der Werkstatt, der Euer Vertrauen besitzt, in die Volksvertretung, der stehe ein für Eure Wünsche und Interessen, und freudig werden wir ihn willkommen heißen als Arbeitervertreter des Arbeiterstandes, nicht als Sozialdemokraten." Dasselbe gilt auch vom Mittelstand, der sich erst in der letzten Zeit selbst um die Wahrung feiner Interessen in der parlamentarischen Vertretung zu kümmern und aktiv daran teil zu nehmen beginnt. Das bischen -Orthographie sowohl wie Stilistik wird sich der praktische Mittelstandsmann mit der Zeit arteignen. Dafür verfügt er aber heute schon über ein gut Teil gesunden Menschenverstands und gesunder Nerven, beides Attribute, die bei den Formen, die der parlamentarische Kampf heute angenommen hat, nicht zu unterschätzen find.
Toutsches Reich
Berlin, 10. Dezember.
— In einer, von über 1000 Personen besuchten Versammlung der Zentrumspartei sprach der Reichs- tagsabgeordnete Trimborn über die Obstruktion im Reichstage und verücherte, er könne namens der ganzen Zentrumspariei die Erklärung abgeben, daß sie feftbleibe und Mut, sowie Ausdauer dazu aus dem Gedanken schöpfen werde, daß diefer Kampf der Rede- sreiheit des deutsche" Volke? gelte und besonders der Erhaltung des Reichstagswahlrechts. welches durch nichts mehr gefährdet werde, als durch diese Obstruktion Die Zentrumsfraktion fei fest entschlossen, alles daran zu setzen, um den Zolltarif durchzubringen, koste es, was es wolle.
— Am Sonnabend, den 6. Dezember, fand im kaiserlichen Statistischen Amt in der Abteilung für Arbeiterstatistik eine Sitzung des Ausschusses für die .Komtorerhebung statt. Auf der Tagesordnung stand die Vorlage von Ergänzungen der statistischen Erhebungen, ferner die Beratung über die an die Verbände, Vereine und Handelskammern zu stellenden Fragen, fowie über den dem Beirat zu machenden Vorschlag über die Auswahl der Verbände und Handelskammern, an welche die vom Beirat demnächst zu beschließenden Fragen gerichtet werden sollen.
— Bit der am 8. d Mts. stattgefundenen Sitzung ves Ausschusses für die demnächst von der Abteilung für Arbeiterstatistik herauszuaebende monatliche Zeitschrift gelangte u. a die Frage der Arbeitsmarkt- fiatistik zur eingehenden Erörterung, wobei von den Mitgliedern des Ausschusses wertvolle Vorschläge für den weiteren Ausbau des vorgelegten Plans gemacht wurden. Das Reterat hatte der Geheime Reg.-Rat Neumann übernommen.
Parlamentarisches.
Reichstag.
Berlin, 9. Dezember.
(Schluß des Reichstagsberichts.) Abg. Richter (fr. Volksp): Wenn Sie zu andern Zeiten die Ge- ischäftsordnung ändern wollten, so werden wir uns jbem nicht entziehn. Schon um der falschen Auslegung der Geschäftsordnung von der einen oder der anderen Seite vorzubeugen Aber die hier vorge- schlagenen Aenderungen würden wir allerdings auch dann für talsch halten. Wir überlassen der Mehrheit die volle Verantwortung für diesen Schritt. Wir jwerden ebenso wie wir gegen den Antrag Kardorff gestimmt haben, auch gegen diesen Antrag Gröber pimmen Abg. Barth (fr. Vrg.) der erste Präsident des Reichstags, Simfon, sprach einmal das Wort: „Die Geschäftsordnung ist der natürliche Schutz der Minorität." Und welche Stellung muten Sie dem Präsidenten zu, wenn er erklären soll: Herr Abgeordneter Ihre 5 Minuten sind abgelaufen, Sie müssen dbbrechen! Was wollen Sie von unfern Dauerreden, jdie waren nur fachlich. Eie wollen uns hier die
Geschäftliche Mitteiluage«.
Ausnähe-Spiel. Eine allerliebste, aber nützliche Selbstbeschästigung für kleine Kinder bildet da? Ausnähen von Bildern. Aber nicht jede? Bild eignet sich dazu und darum benutzen wir gerne die Gelegenheit, das von C. Hoffmann nach Fröbelfchen Prinzipien herausgegebene Ausnähfpiel zu empfehlen, weil eS nicht nur ganz reizende, so recht dem Bedürfnis ter Kinder entsprechende Ausnähbilder auf Karton enthält, sondern methodisch allen Graden bet Geschicklichkeit gerecht werdendes Material bietet. ES ist ein ausgezeichnetes Beschäftigungsspiel und Mitt« zur Geschmacksbildung für unsere Jugend und daba tst der Preis recht billig. Es kostet nur Mk. 2.—. Da? Arbeitsspiel ist in dem bekannten Spielvcrlag von Otto Maier in Ravensburg erschienen, der Kataloge gratis versendet.
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Frankfurt, 8. Dez. (Vtehmarkt.) Zu« Verkauf standen: 388 Ochsen, 45 Bullen, 751 Kühe Rinder und Stiere, 250 Kälber, 413 Schafe und Hammel und 1394 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 69—71 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk., 3 Dual. 61—63 Mk., 4. Qual. 00-00 TOL, Bullen 1. Dual. 62-65 Mk., 2. Dual. 58-60 MH. 3. Qucck. 00—00 Mk., Kühe, Rinder und Stiere 1. Dual. 60-61 Mk., 2. Dual. 55-57 Mk., 3. Dual. 45-47 Mk, 4. Qual. 39—41 Mk., 5. Dual. 00-00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Dual. 78-80 Pfg., 2. Qual. 70-72 Pfg., 3. Dual. 56-59 Pfg., 4. Dual 00-00 Pfg., Schafe und Hämmel 1. Dual. 62—64 Pfg., 2. Dual. 58-60 Pfg., 3. Qual. 48—50 Pfg., Schweine 1. Dual 67—00 Pfg., 2. Qual. 65-66 Pfg., 3. Dual. 00-00 Pfg., 4. Dual. 00-00 Pfg. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: KAber 1. Dual. 47-48 Pfg., 2. Dual. 41-43 Pfg, Schweine 1. Dual. 52'/.—00 Pfg., 2. Dual. 51’4 Geschäft in Hornvieh und Kleinvieh gut, Markt geräumt. — Aus Oesterreich standen 113 Ochsen und 3 Bullen zum Verkauf.
Kritik Ihrer Beschlüsse unmöglich machen. Das wird Ihnen aber doch nicht gelingen! Wir werden die Kritik nun in das Land hinaustragen und dort Ihre Ankläger sein! Das ist die Bedeutung des Antrags Gröber! (Lebh. Beifall linksX Vizepräudent Graf Stolberg : Es ist ein Abänderungsantrag v. Scheele-Wunstorff (Welfes zum Antrag Gröber eingegangen, ebenso ein Antrag v. Norman (kons.) auf Schluß der Debatte. (Ruf Singers: Zur Geschäftsordnung!) Ich stelle für den Schlußantrag die Unterstützungsfrage. (Rufe Singers: Zur Gefchästsordnug! Zur Geschäftsordnung!) Wir sind in der Abstimmung. Die Unterstützung genügt. (Erneute Rufe links: Zur Geschäftsordnung !j Der Schlußantrag wird gegen Freisinnige und Sozialdemokraten angenommen. Erst jetzt flieht der Vizepräsident das Wort zur Geschäftsordnung dem Abg. Singer. Diefer erklärt: Der Präsident hat die Geschäftsordnung gebrochen (Lebh. Beifall links). Und zwar hat er dies offenbar getan absichtlich! absichtlich ! Ich habe noch einmal Üebergang zur Tagesordnung über den Schlußantrag, sowie namentliche Abstimmung über den Schlußantrag beantragen, wollen. Entgegen dem Wortlaut der Geschäftsordnung und entgegen 30 jährigem Gebrauch hat der Präsident mir das Wort nicht vor der Abstimmung gegeben. Abg. Kroecher (Zent.) Ich gebe zu, daß es hier im Hause alter Gebrauch, den ich allerdings nicht verstehe, ist, vor der Abstimmung über einen Schlußantrag noch Anträge zuzulassen. Abg. Singer freut sich dieses Zugeständnis und erklärt, Graf Stollberg habe sich durch sein Verfahren gegen Recht, Gesetz und Anstand aufgelehnt. (Stürmischer Beifall links) Vizepräsident Graf Sollberg: Die letzte Bemerkung ver- bitte ich mir! (Ohorufe links).
Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antifem): Wir haben den Antrag Groeber unterschrieben; aber da man uns durch oen Schluß der Debatte verhindert hat. unsere Gründe vorzutragen, werden wir, um uns nicht Mißverständnissen auszusehen, gegen den Antrag stimmen. Mzepräf. Graf Stolberg: Als ich dem Abg Singer nicht folort das Wort zur Geschäftsordnung gab, habe ich durchaus innerhalb der Gefchäftsord- nung gehandelt; denn es beißt daselbst: Wenn ein Schlußantrag eingeht, so ist demnächst darüber abzustimmen. (Gelächter links). Nach weiteren Auseinandersetzungen wird der Antrag Gröber-Bassermann mit 176 gegen 125 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen angenommen. Nnumebr fährt das Hau? in der Beratung des ZolltarisgesetzeS fort Von den 38 Referaten ist zunächst an der Reihe da? Referat des Abg. Schlumberger ‘ratl) über Seide und Wolle Baudert berlangt, nachdem der Referent geendet, das Wott Vizepräsident Büsing fragt den Abg. Bändert, worüber er zur Geschäftsordnung sprechen wolle. Abg. Baudert: lieber einige der vorlieaenden Posttionen. Vizepräsident Busina: Nachdem das H"us beschlossen hat, die Referenten hintereinander wrechen zu lassen, kann ich zu den Positionen nicht das Wort geben Abg Baudert: Ick habe doch aber einen Antrag ge- stellt, den ich begründen will Vizepräsident Büsing erteilt hierzu das Wort. Nach 5 Minuten wird her Abg. Baudert vom Vizepräsidenten Biistna veranlaßt, abzubrechen. 'Heiterkeit bei der M-hrheit) Abg. Singer beschwert sich darüber, daß Vizepräsident Büsing das Wort zur Geschästsordnung immer nur erteilt, nachdem er gefragt, worüber der Al-geordnete sprechen wolle, er erklärt, daß die Mitglieder sein-r Partei darauf verzichteten, sich wie Schulbuben be handeln zu lassen. Vzepräs. Büsi -g ruft den Redner zur Ordnung. Die Referate verschlangen wiederum viel, viel kostbare Zeit und erst spat vertagte sich das Hans auf Mittw ch
Der Güter höchstes ist eine gute verdamma enlbel|rtn 6,e yttUUHUlig. jft 3l)r Mag.» krank, der Darm träg, müssen Eie in der Wahl der Speisen vorsichtig fein dann »ersuchen Sie es mit
Dr. W. Knecht'? Magenbitter „Santi?"
Marktberichte.
Frankfurt, 8. Dezbr. (Getreidemarkt). Am heutigen Wochenmarkt war das Angebot von einheimischem Weizen stark, aber auf größere Ankäufe auswärtiger Mühlen tzermochten die Preise etwa? anzuziehen. Landroggen bei etwas lebhafterem Angebot unverändert. Ausländische Brotsrüche wegen der durch Schluß der Schiffahrt behinderten Zufuhr in prompter Ware besser beachtet und höher bezahlt. Gerste behauptet. Hafer bei normalem Be- darfsgeschäft unverändert. Mais wurde bei kleinem Umsatz hoch gehalten. Es notieren je nach Dualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark 15.60-15,70, kurhelsischer Mark 15.60-15,70, russischer Mark 16,40—17.50, Redwinter Mark 16,80- 17,25, Kansas Mark 17,00—17,25, La Plata Mark 00,00-00.00, (Rumänien Mark 17,20—17.50, Roggen, hiesiger Mark 14,40—14,55, Pfälzer Mark 00,00—00,00, russischer M. 14,60—14,90, amerikanischer Mark 00,00-00,00, Gerste, hiesige Mark 15,50-15,80, Pfälzer M. 16,25-16 60, fränkische M. 15,90-16,15, Riedgerste M. 16,25-16 80, ungarische M 00,00-00,00. Hafer, hiesiger M. 14,25—14,80, Württemberger Mk. 00,00—00,00, bayrischer M. 14,25—15,10, rumänisch. M. 00,00-00,00, sischerM. 14,25—15,50. Mais.Donau- mais Mk. 00,lu-GO,00, Russischer Mk. 00,00-00,00, La Plata Mk. 14,25-14,50. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. — Mehl unverändert. ES notieren: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0M. 25,50,-26.00 feinere Marken M. 28,50-29,00, Nr. 1 M. 23,50-24,00,
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Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., rtt* filtert $8®$. außer an und FAertage».
bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld). Sonnabends m Morgen- und Abend-Ausgabe.
^rrsertionsgebühr^^die^gespaüeM Zeile^oder^deren Raum 10 Pfg. D0NNerstllg, 11. 5)6^61 1902. ** 21®-Xe^T’^