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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

Sonntagsveilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

wn/i »tertelj7hrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, SRetfÜttf

Jto. 300 bei allen Postämter» 2^5 ML (excl. Bestellgeld). .

^»sertionSgeböhr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfz. ZZ NüdeMbtt 1902.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Erscheint täzllch außer an Sonn- und Feiertage». Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck> Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchtruckerü Marburg, Markt 21. Telephon 55.

37. Jahrg,

RußlMds schwache Seite.

Das russische Reich hat sich seit zwanzig Jahren zu imposanter Machtentfaltung empor» gerungen; die Finanzen haben sich außerordent­lich entwickelt, Straßen und Eisenbahnen find gebaut bis ins fernste astatische Rußland hinein, die Armee hat au Schlagfertigkeit bedeutend gewonnen, und der politische Einfluß auf all' die größeren und kleineren Raubstaaten des OstenS ist geradezu staunenswert. Auch im westlichen Teile unseres Erdteils ist der russische Wille mit immer größerem Nachdruck betätigt; die französische Republik schwimmt vollständig im russischen Fahrwafler, England hütet sich wohlweislich, Fragen aufzuwerfen, die es mit der Regierung des Zaren verfeinden könnten, und König Victor Emanuel von Italien hat sich in persönlicher Freundschaft mit Nikolaus II. verbunden. Auch Deutschland und Oesterreich- Ungarn legen Wert aus gute Beziehungen zum östlichen Nachbar, und sie können dar um so eher, als in der Tat besten Politik ihnen gegen­über eine friedliche genannt werden kann. Ruß­land steht wirklich nach außen hin stolz da, aber es hat seine recht schwache Seite, die sich erst soeben wieder enthüllt hat: das ist seine innere Verwaltung, die auch die mancherlei trüben Zustände verschuldete, die in dem Riesen- Reich herrschen. Wenn alle einsichtsvollen Rusten ernstlich durchgreifende Reformen, das heißt eine Derfastung anstreben, so geschieht es nicht zur Erlangung besonderer politischer Macht, sondern zur Schaffung einer durchgreifenden Kontrolle für die gesamte Verwaltung, mit der es äußerst trüb bestellt ist. Nikolaus II. sagte kurz nach seiner Thronbesteigung, als eine Deputation demütig auf das Wünschenswerte einer russischen Reichs-Verfassung hinzuweisen wagte:Ich will von solchen Vorschlägen nichts wieder hören. So lange ich regiere, werden sie niemals ver­wirklicht werden." Der sonst sehr milde und weichherzige Zar war bisher in diesem Punkte unerbittlich; ob er es für immer bleiben wird, muß man abwarten, sein einflußreicher und ent­schieden recht tüchtiger Finanzminister, der die russischen Jntereffen wie nur wenige Minister vor ihm wahrzunehmen gewußt hat, hat ihm jetzt in Livadia, dem Zarenschloß in der Krim,

u Machdruck verboten)

Verspielt.

Roman von F. AruefeldL Gortsehung)

Aber er konnte ihm doch nicht einreden, daß er seinen Bruder erschossen habe, oder daß Winhold auf seinen Befehl gehandelt hatte," warf hier die Majorin ein.

Am liebsten würde er daS wohl getan Haben", erwiderte Hellmuth mit schwachem Lächeln,da daS indeffen nicht anging, bediente er sich eines andere« Kunstgriffes, von dem ich Dir sogleich berichten werde; vorher war es ihm darum zu tun, alles von ihm zu entfernen, worauf er sich möglicherweise hätte stützen können. Er kannte Wolf als schwachen Charakter vnd wußte, wenn er ihn allein hatte, würde er ihn unterjochen."

Darum!" rief die Majorin voll Entsetzen «ud schlug in die Hände.

Darum," wiederholte Hellmuth nachdrück­lich,darum mußte zuerst die Frau durch die Erzählung der begangenen Untat in die Flucht Eneben werden. Gott verzeihe eS ihr, daß sich dazu bewegen ließ und nicht eine offene »spräche mit ihrem Manne suchte.

Gott verzeihe auch unS, daß wir sie nicht dazu drängten! seufzte die Majorin und schlug die Hände vorS Gesicht,aber ihre Angst, ihr Entsetze» war zu groß, wir konnten sie nicht dazu bewegen. Dein Vater fuhr statt ihrer »ach Wiesenberg, um mit Rohr zu reden, und gewann dort die Ueberzeuguog von seiner Schuld."'

Bestellungen

für den Monat Dezember auf die

Oberhesfische Zeitnng" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain und Neustadt, sowie von allen Post- unstalten und Landbriesträgern entgegen- genommen.

Dinge erzählt, die den überzeugten Selbst­herrscher wenig befriedigen werden, die ihm zeigen, was unter dem heuügen Regierungs- System möglich ist.

Herr von Witte hat auf seiner Jnspektions- reise in Sibirien schwere, schwere Unzuträglich­keiten in der Verwaltung entdeckt, so offen­kundige Diebstähle gegen den Staat find verübt worden, daß eine Maffen-CnÜaffung der schuldi­gen Beamten bevorsteht. Bei den Lieferungen find grobe Unrichtigkeiten festgestellt, weite und umfangreiche Bauten, für welche aus der Staats­kaffe bedeutende Summen angewiesen find, existieren nur auf dem Papier, und was der­gleichen Dinge mehr sind. Und dabei hat der Minister noch nicht einmal eine wirklich genaue Inspektion vorgenommen, dazu fehlte die Seit. Die alte Mißwirtschaft, die nach dem Grund­satz handelte:Der Himmel ist hoch, und der Zar ist weit!", besteht also trotz aller Reform- Erlaffe unverändert weiter, es ist im Wesen der Sache nichts geändert. Das war in Sibirien, das von Petersburg ein ganzes Stück entfernt ist. Aber die Ruflen wiffen, daß auch im euro­päischen Rußland viel zu wünschen übrig bleibt, daß sich die unerquicklichsten Tinge Heraus­stellen müffen, wenn bte Verwaltung, etwa im Falle einer plötzlichen Mobilmachung, auf eine Probe ihrer Leistungsfähigkeit gestellt wird. Mit dem Verkehr und der Verproviantierung, die unbedingte Zuverlässigkeit des Beamten­personals zur Voraussetzung haben, wenn alles wie am Schnürchen gehen soll, wird es bitter hapern. Auf spezielle russische Verhältnisse, die das Leben der Bewohner betreffen, soll hier noch gar nicht weiter eingegangen werden, damit würde man überhaupt nicht fertig werden.

Die Erfahrungen des Finanzministers werden den Zaren nicht erfreulich stemmen, sie be­weisen ihm, wieviel Schatten hinter dem glänzenden Licht der russischen Sonne steht, wie etwas ganz Großes geschehen muß, wenn eine wirkliche Besserung herbeigeführt werden soll. Die russischen Beamten find schlecht be­zahlt, das ist richtig, und nicht minder bedenk­lich ist die Eifersüchtelei zwischen den ver­schiedenen Berwaltungs-Refforts. Der Schlen­drian geht bis in die höchsten Stellen, und es ist kein Zufall, wenn Nikolaus II. zu Chefs der hervorragendsten Central-Stellen Deutschruffen beruft. Sie sehen doch vieles mit ganz anderen Augen an, wie der gebotene Russe, wenn fie auch bei der Widerhaarigkeit der Untergebenen ihrem Willen nicht immer so Geltung ver- schaffm können, wie eS nötig ist. Wer denkt nicht an die Tatsache, daß der Zar bei der letzten Hungersnot im östlichen Rußland seine Adjutanten zur Kontrolle bei der Korn-Ver- teilung entsandte, damit die Vorräte nicht ge­stohlen würden? DaS find unerquickliche Ver- hältniffe, die fich aber nicht eher ändern werden und ändern können, als nicht ein frischer, belebender Wind durch das Riesen-Reich geht.

Und er meinte, daß diese in dem an Wilhelm von Rohr verübten Mord bestände?"

Was hätte eS anders sein können?"

Eine Schuld, die Wolf von Rohr allerdings begangen und wiederum doch nicht begangen hat, da der Anlaß dazu gar nicht vorhanden war."

Das ist ja ein vollkommener Widerspruch, mein Sohn."

Und dennoch verhält es fich so. Hartung hat dem armen Wolf von Rohr vorgeredet, dessen Bruder hätte ein Testament gemacht, durch das er sein gonyS Baarvermögen milden Stiftungen vermacht hätte. Er habe das Schriftstück in Verwahrung, wolle aber zu Wolfs Gunsten dessen Veröffentlichung unter­lassen."

Und das hat Wolf geglaubt! Darauf hat er sich eingelassen?" rief die Majorin kopf­schüttelnd.

Leider ja," entgegnete Hellmuth mit einem halb unterdrückten Seufzer.Auch mir ist es unbegreiflich, wie fich ein Mann wie Herr Wolf von Rohr in einer so plumpen Schlinge fangen lassen konnte!"

Frau von Erbach sah ein paar Minuten nachdenklich vor fich nieder; aufblickend sagte sie mit einem leisen Lächeln:Wenn ich mir es recht überlege, so sieht diese ganze Geschichte Wolf von Rohr aufs Haar ähnlich. Er befand fich beständig in Geldverlegenheit, hätte so gern gelebt wie ein Grandseigneur und seiner geliebten Erika am liebsten die Sterne vom Himmel geholt. Der Besitz von Wiesenberg ermöalichte ihm das «ch nicht, obwohl die Eia-

Umschau.

Zur Beisetzung Krupps.

Don dem Turme schwer und bang tönt der Glocke Grabgesang, es begleiten ihre Trauer­schläge einen Wanderer auf dem letzten Wege... Während die Glocken EffenS läuteten, ist am Mittwoch im Beisein des Kaisers die sterbliche Hülle Friedrich Alfred KrupvS in daS Grab gesenkt worden. Die in ein Trauergewand ge­hüllte, sonst so fleißige Fabrikstadt feierte zum größten Teil an diesem Tage, trug man doch ihren ersten Bürger hinaus auf bett Gottes­acker. Gegen 10 Uhr war bei Kaiser an ge­kommen und, geleitet von einer Schwadron Husaren, in scharfem Trabe zur Krupp'schen Fabrik gefahren. In dem alten Häuschen, daS bte Familie Krupp ihr Stammhaus nennt, war bet Sarg aufgebahrt. Ein Teil bet schiefer- bedeckten Giebelwand war entfernt worben, so baß der Sarg an dem Feuerwehrleute die Ehrenwache hieltm und bte ihn umgebenden Lichter frei standen. Der kleine Platz zwischen dem Ahnenhause und den Fabrikgebäuden, war mit Trauerschmuck und Baldachinen umgeben. Dort hatten sich eingefunden: Minister, Offiziere, Vertreter der Krupp'schen und anderer in­dustriellen Werke, die Bürgermeister Essens und der umliegenden Städte. Nach kurzer Be­grüßung der zahlreichen Leidtragenden begab sich der Kaiser in der Uniform des 1. Garde- Regiments z. F. in das einfache Haus. Er sprach der Familie des Heimgegangenen sein Beileid aus und legte einen Kranz aus Veilchen, Orchideen und Palmenzweigen mit weißer Atlasschleife am Sarge nieder. Dann stand der Monarch, der ungewöhnlich ernst aussah, längere Zeit in tiefer Bewegung vor dem toten Freunde. Nach etwa einer Viertelstunde spielte die Krupp'sche Feuerwehr:Es ist be­stimmt in Gottes Rat", worauf nach dem Gebet des Geistlichen unter Glockengeläut der Sarg von neun Feuerwehrleuten aus dem Hause ge­tragen wurde. Der Leichenzug bewegte sich durch die Reihen von 24 000 Krupp'schen Arbeitern, Schulen, Krieger- und anderen Vereinen, sowie eines Bataillons deS In­fanterie - Regiments Nr. 159. In den Straßen brannten die florumhüllten Laternen. Das Mufikkorps der Deutzer Pioniere spielte den Chopinschen Trauermarsch. Alle Häupter entblößten sich, als der Sarg passierte. Ein schier unerschöpfliches Meer von Blumen und Kränzen wogte vorüber. Der Kaiser legte, gleich hinter dem Sarge schreitend, den ziemlich weiten Weg bis zum Friedhof zu Fuß zurück. Auf dem Privatfriedhofe der Familie war daS Grab deS Vaters des Verewigten, Alfred Krupp, reich geschmückt. Zu Häupten des offenen Grabes standen Lorbeerbäume und Palmen. Unter Gesängen von Vereinen und Arbeitern wurde der Sarg in die Gruft gesenkt, während der Kaiser salutierte. Alsdann hielt Super-

künfte nicht zu verachten find. Er hatte wahr­scheinlich gehofft, daS große Baarvermögen in die Hände zu bekommen, und sah fich nun darin betrogen. Da ist er der Versuchung unterlegen."

Aber wie konnte er dem Oberverwalter glauben? Er mußte doch wissen, daß ein Testament bei Gericht hinterlegt sein muß, wenn es Gültigkeit haben soll«"

Jetzt lachte die Majorin laut, beinahe lustig auf, und erwidette:Du hast Wolf von Rohr nicht gekannt, sonst würdest Du eine solche Voraussetzung nicht machen. Als ob der sich je um etwas gekümmert hätte, was nicht mit dem Dienst und dem gefeiligen Leben in Ver­bindung gestanden! Er war so recht der Mann dazu, unter die Botmäßigkeit eines GaunerS wie Hartung zu gerathen. Ich hoffe, der Mensch wird nun endlich seinen Lohn erhalten!"

Er hat ihn schon," sagte Hellmuth gepreßt. AlS er feine Ränke aufgedeckt, seine Rolle auf­gespielt sah, traf ihn der Schlag. Seine letzten Worte sollen gewesen fein:Verspielt l Verspielt!"

Entsetzen schüttelte die Majorin, fie blieb ein paar Minuten ganz stumm; bann sagte sie, sich toiebet straffer aufrichtend:Er ist noch diel zu glimpflich bavongekommen. Unb doch, wer sich ohne Schulb fühlt, bet hebe ben ersten Stein auf!" fügte fie mit einem schweren Seufzer hinzu. Wäre Wolf nicht allein in ben Händen jenes Mannes geblieben, so würde alles, alle- anders gekommen fein!

Hat mein Vater Dir je erzählt, daß Herr VW Rohr ihm bekannt habe, der Mörder seine»

inteudent Klingemann die Gedächtnisrede, in der er die Verdienste und die christliche Ge­sinnung des Entschlafenen hervorhob, dessen letzte Worte waren:Ich scheibe ohne Groll unb ohne Bitterkeit, ich scheide in Frieden mit allen Menschen, auch mit denen, die mir da» Schlimmste angetan haben." Bei Friedrich Alfred Krupp sei das Erbteil des guten Namen» in guten Händen gewesen, und darum sei eS allen unerträglich gewesen, daß dieser Name von Bosheit und Lüge angetastet werden konnte. Der Vorsitzende der Gußstahlfabrik, Nötiger, führte aus, der Verstorbene sei noch viel zu wenig gewürdigt worden. Die einzig dastehenden Wohlfahrtseinrichtungen seien bis inS Kleinste auf Krupps eigene Mitarbeit zurückzuführen. Redner dankte dem Kaiser für die dem Todten erwiesene Ehre und schloß da­mit, daß eS eine Schande für Deutschland sei, daß sich Deutsche hätten sinken können, die ge­meine Erfindungen von Ausländern weiter ge­tragen hätten. Der Kaiser zog nach der Trauerfeier den Superintendenten ins Gespräch unb gab bet Hoffnung Ausdruck, daß die von Krupp geschaffenen Wohlfahrtseinrichtungen be­stehen blieben. Ferner sprach der Monarch seinen Unwillen aus über die Verdächtigung Krupps von sozialdemokratischer Seite, hinzu­fügend, er hoffe, daß die Arbeiter solche Elemente von fich abschütteln würden. Unter den Hurrahs der vieltausendköpfigen Menschen­menge trat der Kaiser bald nach 12 Uhr die Rückreise nach Potsdam an.

Anrede des Kaisers an die Mitglieder des Direktoriums und die Vertreter der Arbeiterschaft der Kruppschen

Werke.

Dor der Abreise von Essen hat der Kaiser die Mitglieder deS Direktoriums und die Ver­treter der Arbeiterschaft der ^--puschen Werke in einem Wartesaale des M.huhofeö um fich versammelt und nachstehende Anrede an die­selben gehalten:

Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen auszu­sprechen, wie tief ich in meinem Herzen durch ben Tob des Verewigten ergriffen worden bin. Dieselbe Trauer läßt die Kaiserin und Königin Ihnen allen anSsprechen, und hat fie das auch bereits schriftlich der Frau Krupp zum Aus­druck gebracht. Ich habe häufig mit meiner Gemahlin die Gastfreundschaft im Kruppschen Haufe genossen und den Zauber der Liebens­würdigkeit deS Verstorbenen aus mich wjrken wirken lassen. Im Laufe der Jahre haben fich unsere Beziehungen so gestaltet, daß ich mich al» einen Freund des Verewigten und seines Hause» bezeichnen darf. Aus diesem Grunde habe ich es mir nicht versagen wollen, zu der heutigen Trauerfeier zu erscheinen, indem ich es für meine Pflicht gehalten, der Witwe und den Töchtern meines Freundes zur Seite zu stehen. Die be­sonderen Umstände, welche das traurige Er«

Bruders zu sein?" fragte Hellmuth, und nach kurzem Nachfinnen erwiderte seine Mutter:

Nein. Dein Vater war viel zu zartfühlend, um dem Freunde Derartiges mit klaren Wortes zu sagen, er hat nur von einer Schulb gesprochen die Erika aus bes Gatten Haus getrieben."

Unb er hat darunter die vermeindlich« Unterschlagung des Testamentes verstanden!" fiel Hellmuth ein.

DaS, das ist es gewesen!" gab bie Majoriv zu.Ein Wort gab das andre, wie der Auf­tritt fich vollzogen hat, kann ich ja nicht wissen! Sie würden sich doch wiedergesuuden haben, wäre bet Prozeß nicht gekommen, bei Deine» Batet so tief gekränkt unb in seiner Ehre ver­letzt hat! Auch bas hat Hartung angezetteft um ihn unb Wolf für immer auseinander ji halten. Er wußte recht gut, wie beide unter der Entfremdung litten und daß ein Wieden finden das Ende seiner Herrschaft bedeutet haben würde."

Unb jetzt, Mutter, jetzt!" rief Hellmuts aufspringend und ergriff die beiden Hände bei Majorin.Wollen wir jetzt nicht bie Streitaxi begraben? Lange genug hat baS traurige Erbe bas mein Vater unb Herr von Rohr un8 hinten lassen, seine Schatte» auf unser Leben unb mtz baS Alice von RohrS geworfen, soll eS jene, Mann, bei es verschuldet, nicht mit inS @tr nehmen?'

Frau von Erbach machte fich von ihm Io* unb stand auf.

Wit wolle» mehr tun", sagte sie, währe«! sie die Hand nach der Glocke ausstreckte.

(Fortsetzung folgt)