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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

Jli 282

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML. Erscheint täglich außer au Sonn- und Feiertage»,

bei alle» Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld). 2ÄfVwlVl%Vy Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgabe.

Jssertiousgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. (oXnttnrrfiotth Q 1QHO Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, NniversttätS-Buchdrnckerei

Reclamen: di- Zeile 25 Psg. ÖUUHUUUIU, O. JlUUCUlUt^ Marburg, Markt 21. - Telephon 55.

37. Jahrg.

Mittag-Ausgabe.

Unbestellbare Postsendungen.

Bon der Post wird viel darüber geklagt, in wie bedenklichem Maße die Zahl der unan- bringlichen Postsendungen von Jahr zu Jahr zunimmt.

Nach den uns zugehenden Mitteilungen ist eS allerdings kaum glaublich, wie leichtfertig ost die Absender bei der Auflieferung der Post­sendungen verfahren. Namentlich find es die Anfichtspostkarten, die bei Gelegenheit von Ausflügen, auf Reisen usw. vielfach in ver­gnügter Laune geschrieben werden, bei denen am meisten in dieser Beziehung gesündigt wird. Ost genug kommt es vor, daß auf solchen Karten die Adrefle fehlt. Ferner wird häufig die Frankierung der Karten vergessen, was dann zur Folge hat, daß der Empfänger, statt über die Sendung erfreut zu sein, die Annahme aus leicht erklärlichem Verdruß wegen des von ihm abverlangten Nachportos verweigert. Da in den Fällen der einen wie der anderen Art auch die Absender sich häufig unzureichend oder auch garnicht genannt haben, so fleht die Post bei allerFindigkeit" der Frage, wer der Empfänger oder der Absender der Karte ist, ratlos gegenüber und die Sendungen bleiben unanbringlich. Die Post hat deshalb schon dazu schreiten müssen, über den Briefkasten in Badeorten, beliebten Ausflugsorten, häufig be­suchten Anfichtspunkten rc., wo Anfichtspost­karten in Massen aufgeliefert werden, Tafeln mit kurzen, in die Augen fallenden Inschriften anzubri- gen, welche die Absender auf das Er­fordernis der vollständigen Aufschrift und der Frankierung Hinweisen, eine Maßregel, die in den Zeitungen vielfach wie aber aus obigen Tatsachen erhellt sehr mit Unrecht be­spöttelt worden ist.

Aber auch bei Briefen und anderen Sendungen lassen es die Absender bei der Abfassung der Aufschrift leider nur zu oft an der nötigen Sorgfalt fehlen. Der Empfänger ist häufig zu ungenau bezeichnet; es fehlt Vorname, Stand, Wohnort, Straße, Hausnummer oder es ist nicht angegeben, ob der Adressat im Vorder- Hinter- oder Gartengebäude, im ersten, zweiten usw. Stockwerk, rechts oder links vom Flur wohnt, Angaben, die namentlich bei Sendungen nach großen Städten bei dem häufigen Wohnungs wechsel, dem Wandel im Geschäftsleben und dem unablässigen Zuzug von Fremden oft un­erlässlich find.

Ferner werden Briefe häufig verschlagen und erst nach vielen Irrfahrten bestellbar, wenn es außer dem Orte der Bestellung noch andere Orte gleichen Namens giebt und die Absender es unterlassen haben, die geographische Lage

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86 «Nachdruck verboten.)

Verspielt.

Roman von F. Arnefeldt.

(Fortsetzung.)

Es war ein schöner, warmer Abend. Die auf dem Platze vor dem langhingestreckten einstöckigen Hause aufgestellten Tische und Bänke waren dicht besetzt und hatten noch bei Weitem nicht ausgereicht. Was es im Hause nur an Sitzmöbeln gab, war hinausge­tragen worden, zuletzt hatte man sogar zu dem Aushülfsmittel gegriffen, Bretter über Tonnen zu legen und aus diese Weise Bänke herzu­stellen.

Der Wirt, seine Frau, deren Mägde und Binder, Knaben und Mädchen waren unablässig unterwegs, die geleerten Krüge wieder frisch zu füllen und die neuen Bestellungen der später kommenden Gäste auszuführen. Man trank zu­meist Bier, sprach aber auch dem als sehr gut bekannten KirschschnapS zu, und an einigen Tischen sah man neben dem Bier auch Wein­flaschen und Gläser.

Dies war auch der Fall an einem Tische, an dem nur Forstbeamte Platz genommen hatten. Zu den Wiesenbergern hatten sich groß- herzogliche Förster und welche von Privatgütern gesellt. Es waren sogar zwei von Feldberg dabei, obwohl die den Wiesenberger Leuten sonst gern aus dem Wege gingen; es kam zwischen ihnen leicht zu Hänseleien und Reibereien, und Hellmuth batte gebeten, das tunlichst zu vermeiden. Recht im Widerspruch damit hatte er seinen Förster Kies, einen nicht

des Bestimmungsortes entweder nach Provinz, Regierungsbezirk, oder nach einem Fluß, Ge­birge u. s. w. genauer zu bezeichnen. Bei Sendungen nach Landorten ohne Postanstalt wird in den Aufschriften oft der Name der Bestellungspostanstalt vergessen. Schließlich find die Briefaufschriften oft in unleserlichen Schriftzügen geschrieben. Wie leicht kann z. B. bei undeutlicher Schrift der Ortsname Homberg für Hamburg, Altena für Altona, Harleshausen für Herleshausen gelesen werden. Welche große Last durch die Sendungen mit unzulänglicher Aufschrift der Post erwächst, geht z. B. aus der Tatsache hervor, daß bei größere« Post­ämtern besondere, mit mehreren Beamten be­setzte Dienststellen bestehen, die fich mit nichts weiter, als mit der Ermittelung der Empfänger ungenau adressierter Briefsendungen befassen. Daß solche Sendungen, wenn der Empfänger glücklich ermittelt wird, ihm mit einer oft er­heblichen Verspätung zugehen können, davon scheinen fich die Absender vielfach keine Vor­stellung zu machen.

Aber nicht blos eine deutliche, jeden Zweifel ausschließende Bezeichnung des Empfängers und des Bestimmungsortes ist erforderlich, es wäre auch gut, wenn man sich daran gewöhnen möchte, auf dem Briefumschläge stets den Namen usw. des Absenders anzugeben, damit die Post in der Lage ist, falls die Sendung aus irgend einem Grunde unbestellbar bleibt, sie dem Ab­sender ohne Weitläufigkeiten zurückzugeben. Denn weun dies nicht gelingt, werden die Sendungen nach einer dreimonatigen Lager­frist dem Feuer übergeben.

Es ist erstaunlich, welche große Anzahl von Briefen unbestellbar bleibt und mangels irgend welcher Anhaltspunkte dem Absender nicht zurückgegeben werden kann. So sei angeführt, daß die Zahl der im Jahre 1901 im ganzen Reichspostgebiet unanbringlich gebliebenen Post­sendungen, die der Vernichtung preisgegeben werden mußten, sich auf nicht weniger als 1328183 Stück belief. Wenn man bedenkt, wieviel Aerger und Verdruß meist entsteht, wenn eine Postsendung, die man längst in den Händen des Empfängers wähnt, durch die eigene Schuld des Absenders ihre Bestimmung verfehlt hat, so ist es erklärlich, welche Wichtig­keit einer bis ins Kleinste gehenden Genauigkeit bei Abfassung der Briefaufschrift beizumessen ist.

Vielleicht können diese Zeilen dazu beitragen, hierauf hinzuweisen.

Umschau.

Statistisches von der Reichsbank.

Während die Rückflüsse zur Reichsbank nach der ungewöhnlich starken Anspannung zum Quartalsschluß in den ersten drei Oktoberwochen in geringerem Umfang als in der gleichen Periode, des Vorjahres stattfanden, wurden die

mehr jungen Mann veranlaßt, heute die Wald­schenke auszusuchen. Das Gerücht von der ver­wunderlichen Abdankung des Fräulein v. Rohr war auch zu ihm gedrungen und er wünschte Näheres über die Sache zu erfahren.

An allen Tischen, herüber und hinüber ver­handelte man das merkwürdige Ereignis und zerbrach sich den Kopf über die Gründe, die das Fräulein dazu bewogen hatten.

Mit Eurem Prozeß wird's Wohl auch nun weiter gehen", wandte sich einer der groß­herzoglichen Förster an Kries,wenn Hartung die Sache in der Hand behäft, läßt er nicht locker."

Unsere gnädige Frau ebenfalls nicht," erwiderte dieser.Ginge es nach unserem jungen Herrn, stünd's anders, der macht kein Hehl daraus, daß er die Sache gründlich satt hat."

Mit dem gnädigen Fräulein wäre er fertig geworden", bemerkte einer der Wiesen­berger Beamten.Schade, daß nun alles beim Alten bleibt."

Hartung ist kein übler Mann," bemerkte Einer, und mehrere Stimmen fielen ein:Das ist er nicht, das ist er nicht! Wer weiß, ob's unter dem neuen Regiment anders geworden wäre!"

Ein unverschämtes Glück hat der Hartung! Fräulein von Rohr läßt ihm Wiesenberg und geht sogar fort."

Ob's bloßes Glück ist? Ob er fie nicht im Sack hat?" bemerkte ein junger Forstgehilfe.

Womit denn? Wodurch denn?" ertönten lachend die Gegenfragen.

Mittel der Bank zum Ultimo Oktober dieses Jahres in stärkerem Maße in Anspruch ge­nommen als in 1901. Die gesamte zinsbringende Anlage stieg in der letzten Oktoberwoche um 53,91 Mill. M. (i. V. um 21,24 Mill. M.) und da auf Girokonto 53,10 Mill. M. (i. V. 66,94 Mill. M.) entnommen wurden, resultiert ein Gesamtabfluß von 107,01 Mill. M. (i. V. 88,18 Mill. M.). Die Notenreserve erfuhr eine Verringerung von rund 100 Mill. M. (i. V. 70 Mill. M.), sodaß nach dem früheren Kon­tingent von 293,4 Mill. M. berechnet, am 31. Oktober eine Steuerpflicht von 140,44 gegen 62,66 resp. 138,67 Mill. M. gleichzeitig in den zwei Vorjahren bestand. Die Anlage in Wechseln und im Lombard ist mit 921,19 Mill. M. zwar um 54,39 Mill. M. niedriger, die Gesamtanlage aber um 47,67 Mill. M. höher als im Vorjahr, da z. Z. noch über 100 Mill. M. Reichsscho.tz- anweisungen das Effektenkonto der Reichsbank belasten, während um diese Zeit des Vorjahres überhaupt keine Reichsschatzanweisungen begeben waren. Die Giroguthaben sind um 30,31 Mill. M. und der Metallvorrat um 37,77 MUll M. geringer, sodaß der Status der Reichsbank sich also wesentlich ungünstiger darstellt als gleichzeitig in 1901. Auffallend erscheinen unter den Ver­änderungen der letzten Ausweiswoche einmal die relativ starke Zunahme der Wechsel und dann der starke Rückgang des Metallvorrates. Trotz der allgemein geringen Geschäftstätigkeit und trotz­dem der Reichsbankdiskont um ein Prozent den Privatdiskont überragt, wendet sich das Wechsel­material reichlich und jedenfalls in reichlicherem Maße wie dem offenen Markt der Reichbank zu. Die vielgepriesene Geldflüssigkeit erscheint darnach in eigentümlichem Lichte, wenn auch zugegeben werden mag, daß am offenen Markt gegenwärtig Wechsel um deswillen schwerer an­zubringen find, da die großen Banken angesichts der nahenden Bilanzauistrllung mindestens be­strebt sind, chre Wechselporieseuilles nicht noch weiter anschwellen zu lassen. Daß aber der Rückgang des Metallvorrates bei der Reichs­bank im letzten Ausweis so stark in die Augen fällt, rührt daher, daß dem Barabfluß nach dem Innern ein Goldausgang nach dem Ausland fand in der letzten Oktoberwoche eben sowenig wie in den voransgegangenen Wochen in nennenswerter Höhe statt kein Goldzufluß aus dem Ausland in teilweiser Kompensation gegenübertritt. Im Oktober des Vorjahres allein gingen etwa 40 Millionen Mark Gold, in der Hauptsache aus England, ein und während die Reichsbank in 1901 bis Ende Oktober, unterstützt durch den günstigen Stand der Wechselkurse, über 100 Millionen Mark Gold durch Ankauf erwarb, betragen die Gold­ankäufe im laufenden Jahre bisher noch nicht 30 Millionen Mark. Der Goldbestand der Reichsbank ist demnach z. Z. wohl geringer als im Vorjahr, aber immer noch wesentlich größer

Je nun, vielleicht weiß er mehr von den alten Geschichten, die man sich hier zuraunt. Es heißt doch," er dämpfte die Stimme und sah sich unwillkürlich scheu um,der Vater des Fräuleins Habs seinerzeit den Bruder" er machte eine bezeichnende Geberde.

Es entstand ein starkes Durcheinander. Einige erklärten die Geschichte für den lächer­lichsten Klatsch, den man jemals herumgetrazen. Andere meinten, so ganz ohne sei dis Sache doch wohl nicht. Dis verstorbene Frau von Rohr fei damals ihrem Manne davongelausen, weil sie sich vor ihm gegraut habe und hätte fich und ihre Tochter vor ihm verborgen gehalten, und die Feindschaft zwischen den Herren von Rohr und von Erbach, die früher dicke Freunde gewesen, sollte sich auch daher schreiben.

Mit dem Fräulein hat doch auch keiner Umgang haben wollen, was sonst bei den vor­nehmen Leuten nicht Mode ist, die halten zu­sammen. Sie geht auch deshalb wieder fort von hier. DaS hat seine Bewandtnis, das lasse ich mir nicht nehmen!" setzte ein anderer den Drucker auf.

Nun sprich Du doch auch einmal ein Wort, Winhold!" rief der großherzogliche Förster Gebhard, und schlug dem Angeredeten derb auf die Schulter.Hast den Mund doch nicht blos zum Trinken, sondern auch zum Reden, und bist der Nächste dazu. Du saßest ja damals schon in Deiner Försterei."

Winhold fuhr empor und hatte das Aus­sehen eines Menschen, der geschlafen hat und unsanft geweckt worden ist. Er war kein Trinker und machte fich auch nichts aus der Gesellschaft feiner Genossen, man lab ibn nur

als in 1900 und früheren Jahren. Nur t» 1895, in dem Jahre des Goldüberflusses, war der Goldbestand um eine Kleinigkeit größer als gegenwärtig.?

Ein neuer deutscher Panzerthp.

Die nächsten, in etwa Monatsfrist auf der Germaniawerst-Kiel und der Schichauwerft» Danzig vom Stapel lausenden Linienschiffsneu­bauten repräsentieren einen ganz neuen Schlacht» schiffthp unserer Flotte, der sowohl dem Brandenburg"-Thp, wie demKaiser"-Thp und dem Wittelsbach "-Thp überlegen ist und zwar in Größe, Maschinenkrast, Fahrgeschwindig­keit, Panzerung und Armierung. In welchem Maße die Größenverhältnisse und die Maschinen­kraft steigen, mag die folgende kleine Tabelle lehren:

.Brandenburg">Kl. 10060 t Deplac. 10000 Pferdekc. .Kaiser"-Kl. 11150 1 , 13000

.Wittelsbach".Kl. 11800 t , 15000

,n*.RL 13200 t , 16000

Dor allen Dingen erhalten die neuesten Linienschiffe aber die bisher noch nirgends an­gewandten 28 cm und 17 cm Schnellfeuer­kanonen, während bisher 24 und 15 cm Schnell­feuerkanonen benutzt werden. Der artilleristische Fortschritt ist außerordentlich groß. Ebenso wird die Panzerung verstärkt und so angeordnet, daß kein einziger Teil, in dem Maschinen, Geschütze, Munition oder sonstige für die Ge­fechtsfähigkeit wichtige Teile untergebracht find, ungeschützt ist. Andere Seemächte mögen ein­zelne größere Linienschiffe befitzen oder im Ban haben; an Gefechts kraft werden verschwindend wenige den neuen deutschen8"-Panzern ge­wachsen sein, von denen gegenwärtig vier aus den Helligen stehen.

Eine seltsame Illustration zur Fleischteuerung.

DieDtsch. Tgsztg." schreibt: Wir hatten kürzlich nach derAllgemeinen Fleischerztg." mitgeteilt, daß ein Warenhaus in der Lage fei, ein wiener Würstchen zu 3 Pfennig, eine frische Leberwurst zu 4 Pfg., das Pfd. frische Blutwurft za 60 Pfg., das Pfd. vorzügliche pommersche Leberwurst zu 50 Pfg. usw. zu verkaufen. DieAllg. Fleischerztg." hatte dabei mitgeteilt, daß zu den Lieferanten dieses Warenhauses eine Schlächterei gehöre, bei der kürzlich zwei Fässer Pferdefleisch von der Kriminalpolizei beschlagnahmt worden seien. Das Warenhaus erklärt daraushin öffentlich, daß es niemals Waren von der betreffenden Firma bezogen habe, daß feine sämtlichen Fleischwaren vollkommen den Bestimmungen des Nahrungsmittelgesetzes entsprächen, und daß es Beleidigungsklage gegen die Redaktion derAllg. Fleischerztg." eingereicht habe. An diese Veröffentlichung des Warenhauses fügen die Wurstlieferanten Hirschfeld, Schmidt und

selten in Wirtshäusern. Heute war er von ein paar Kameraden, die ihn verhöhnt, er stehe unter dem Pantoffel der jungen Frau, halb mit Gewalt nach der übrigens nur in geringer Entfernung von seiner Wohnung gelegenen Waldschenke geschleppt worden. Er schien fich aber dort gar nicht behaglich zu fühlen, hörte schweigend den Gesprächen zu und war sichtlich gepeinigt, als sie sich nun gar dem an Wilhelm von Rohr verübten Morde zuwandten. Sein Verhalten hätte Befremden erregen müssen, wenn Jemand sich Zeit genommen haben würde, ihn zu beobachten.

In seiner Erregung hatte er unaufhörlich und alles durcheinander getrunken, Wein, Bier, Schnaps, was man ihm eingoß, was ihm die Aufwartenden brachten uvd was er erreichen konnte. Als ihn der Anruf der Anderen in den Mittelpunkt der Unterhaltung rückte, be­fand der geistige Getränke wenig gewohnte Mann sich schon im Zustande des Rausches.

Kringel hat Recht! Winhold ist der Nächste dazu! rief man jetzt von allen Seiten und stieß und zerrte ihn.Wie ist es beim Tode deS Herrn von Rohr zugegangen? Wer hat ihn er­schossen?"

Ich ich" stammelte Winhold und suchte sich den nach ihm ausstreckenden Händen zu entziehen.

Ein wieherndes Gelächter unterbrach ihn. Du, Winhold, Du? Der Kerl ist im Stande und gibt in seinem Rausche fich als Mörder an. Sieh Dich vor, die Sache ist noch nicht verjährte"

(Fortsetzung folgt.)