Einzelbild herunterladen
 

Sonntagsbeilage: Allnftrirtes S-nntagsblatt.

M 279

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Rcclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Donnerstag, 6. November 1902.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdruckers Marburg, Markt 21. Telephon 55.

37. Jahrg-

Zolltarif und Handelsverträge.

Die Warnung des Staatssekretärs Grafen von Posabowsky vor Zollkonflikten, im Fall die Tarifvorlage zum Scheitern käme und sein Hin­weis, daß im Fall die Regierung gezwungen sein sollte, auf Grund des alten Tarifs in Handelsvertrags-Verhandlungen einzutreten, die Gefahr handelspolitischer Verwickelungen und Zollkrige weit größer sein würde als man sich denke, scheint im Handeltzvertragsverein denn doch einigen Eindruck gemacht zu haben. Nur so ist es erklärlich, daß dieser bisher ganz auf oppositionellem Boden stehende Verein in seiner außerordentlich gut besuchten Versammlung am Donnerstag beschlossen hat, dem Reichskanzler gegenüber wegen der Dringlichkeit des Ab- sihluffeS neuer Handelsverträge vorstellig zu werden.

Bisher vertrat der Handelsvertragsverein den Standpunkt, die beste Lösung der Zolltarif­frage sei die stillschweigende Verlängerung der lausenden Handelsverträge auf fünf bis sechs Jahre. Von diesem Wunsche ist man augen­scheinlich abgekommen. Wir wollen nicht unter­suchen, welche Gründe zu dieser Schwenkung den Anlaß gegeben haben, daß sie aber schwer­wiegend sein müflen, ist klar. Man hat im Handelsvertragsverein offenbar die Hoffnung aufgegeben und ausgeben müffen, daß die glatte Verlängerung der Handelsverträge möglich sei, und ist wohl auch zu der Ansicht gelangt, daß es nicht gut wäre, den Abschluß neuer Verträge auf die lange Bank zu schieben.

Wie die ..Magdeburgische Zeitung"' ver­mutlich zu ihrem Schmerze erfährt, war in der Versammlung des Handelsvertraasvereins eine starke Strömung dafür, die Regierungs­vorlage anzunehmen, allein durch das Eingreifen eines namhaften Parlamentariers kam ein da­hingehender Beschluß nicht zu stände. Es wäre intereffant, den Namen dieses einflußreichen Herren kennen zu lernen. Bekanntlich spreit in dem Ausschüsse desPortemonnaie"-Vereins der Dauerredner Gothein, der sich allerdings neben seinem engeren Gesinnungsgenossen Dr. Barth in der Obstruktionstaktik stark engagiert hat, eine leitende Rolle. Die Herren vom Handelsvertragsverein aber würden sich in das eigene Fleisch schneiden und gegen ihre eigenen Portemonnaie-Jntereffen" handeln, wenn sie zur Verschleppung der Zolltarifverhandlungen beitragen wollten.

Umsonst hat Gras Posadowsky seine Warn­ung jedenfalls nicht erschallen lassen. Wenn er mit so eindringlichen Worten daran mahnen zu müffen glaubte, daß die Linke sich nicht darüber täuschen sollte, daß ihre Opposition nur die handelspolitischen Zustände verschlimmern würde, so muß er kraft seiner besonderen

Information ganz bestimmte Ursache dazu ge­habt haben. Unserer Meinung nach müßte eS auch allen industriellen und kommerziellen Jntereffenten einleuchten, daß erstens auf eine Verlängerung der laufenden Verträge nicht ohne weiteres gebaut werden kann, da darüber doch auch das Ausland ein Wort mitzusprechen hat, und daß ferner im Fall von irgend einer Seite unserer Mitkontrahenten die Kündigung ausge­sprochen werden sollte, eine sehr schwierige Lage für die Deutschen hinsichtlich neuer Der- tragsverhandlungen eintreten würde.

Das Ausland ist von unseren Freihändlern geradezu zu der Ansicht gezwungen worden, daß Deutschland um jeden Preis Handelsverträge bedürfe. Ist es da nicht natürlich, daß man im Ausland ruhig abwartet, bis die Zollopposition das Scheitern des neuen Tarifs, herbeigeführt hat, um dann das Vertragsverhältnis zu kündigen, auf der Grundlage des alten deutschen, unzu­reichenden Eeneraltarifs in neue Verhandlungen einzntreten und neue, möglichst starke Zugeständ- niffe zu erzwingen? Besonders von russischer Seite ist schon wiederholt mitgeteilt worden, daß man dort größere Zugestände auf industriellem Gebiete erwarte. Hat nun vielleicht im Hinblick auf eine solche zollpolitische Entwickelung Graf Posadowsky auf die Gefahr von Zollkonflikten aufmerksam gemacht, so wird man gerade in den Kreisen des Handels und der Industrie die Bedeutung dieses Hinweises nicht verkennen dürfen. Aber auch die Arbeiterschaft hat alle Ursache, dasMene tekel" des Staatssekretärs des Innern sehr zu be­achten. Gelangen wir in Zollkonflikte, oder ist die Regierung gezwungen, auf Grund des alten Generaltarifs zur Vermeidung von Zollkriegen, dem Auslande und damit immer in erster Linie auch den Meistbegünstigungs­ländern größere Konzessionen auf industriellem Gebiet zuzugestehen, so leidet vor allem die Arbeiterschaft darunter. Die Sozialdemo­kratie führt ihre Anhänger in dieser Hinsicht in der allergewissenlosesten Weise in die Irre. Sie will die Zollfrage als Wahlparole. Sie will hetzen. Das ist ihr einziger Zweck. Ob dabei die Arbeiterschaft ins Elend kommt danach fragt sie nicht, ihr kommt es auf die Blüte der Partei, nicht auf die der Arbeiter­schaft an. Augenblicklich spottet derVorwärts" über dieMenetekelei" des Grafen Posadowsky; wenn aber, was Gott verhüten möge, deffen Befürchtungen durch die Schuld der Sozial­demokratie einträfen, so würde der Sozial­demokratie mit Recht der Vorwurf gemacht toetben können, die Interessen der Arbeiterschaft übel vertreten zu haben!

Umschau.

Nach dem Besuche des dänischen Kronprinzen.

So überschreibt dieKöln. Ztg." eine ihr offenbar aus berliner Regierungskreiseu ge­wordene Mitteilung, die bedeutungsvoll genug ist, um für sie auch bei weiteren Kreisen auf Jntereffe rechnen zu können. Es heiß dort u. a.:

Der Kronprinz von Dänemarck hat sich in Kassel und bei anderen Gelegenheiten mit un­umwundener Freude und Herzlichkeit über die Aufnahme geäußert, die er in Deutschland beim Kaiser und beim Volke gefunden hat. Wir unsererseits können hierüber nur unserer großen Genugtuung Ausdruck geben und dem hinzu­fügen, daß auch der Eindruck, den der Kron­prinz hier hinterläßt, der denkbar beste ist und zu der Hoffnung berechtigt, daß auch in Zukunft die Beziehungen zwischen den Herrscherfamilien von Deutschland und Dänemark sich in so durchaus angenehmen und erfreulichen Formen halten werden wie jetzt. Wir wünschen nichts befferes, als die Dänen in unserer Nordprovinz so gut wie möglich behandeln zu können, und wir würden ebensowenig ihren Sympathien wie der Pflege ihrer Sprache entgegentreten, wenn diese Dänen ein- für allemal darauf verzichteten, es mit der Staatsangehörigkeit zu Deutschland nicht ernst zu nehmen. Es ist richtig, daß auch wir mit unseren Landsleuten, wo immer sie im Auslands sitzen, sympathisieren, aber nie und nirgends haben wir dahin zu wirken ge­sucht, daß sie dem Staate, in dem sie leben, politische Schwierigkeiten bereiten. Wir haben an unserer Ostgrenze ein kleines Volk, die Lithauer, deren Eigenheiten und deren Sprache wir gewiffenhaft und peinlich geachtet, ja, sogar gepflegt haben, weil die Lithauer nie daran dachten, dem preußischen Staate Schwierig­keiten zu bereiten, vielmehr sie sich stets trotz lithauischer Sprache und lithauischer Gebräuche politisch als Deutsche fühlten. Die Lithauer leben ruhig, zufrieden und unbelästigt im Deutschen Reich, und ebenso könnten die Dänen in Nordschleswig leben, wenn sie sich unbedingt und rückhaltlos auf dem Boden der vertrags­mäßig gegebenen polititsche Lage stellten.

Reichsarbeitsblatt".

Unter diesem Titel soll vom 1. April kommenden Jahres eine Zeitschrift erscheinen, die, von der neuen Abteilung für Arbeitsstatistik herausgegeben, zu einem Jahresabonnement von 1 Mk. bis 1,50 Mk. bezogen werden kann. Man wird dieses neue Unternehmen mit Be­friedigung begrüßen, es füllt tatsächlich in unserer periodischen Litteratur eine wesentliche Lücke aus. Nach dem bis jetzt ausgestellten Plan soll die neue Zeitschrift hauptsächlich die Lage des Arbeitsmarktes, die Arbeitsvermittlung,

Arbeiterschutz und Arbeiterhygiene, Arbeiterver- ficherungswesen, Arbeiterstreitigkeiten, Streiks u. a. m. behandeln. Es ist von großem Werte, daß dadurch eine amtliche Darstellung der Lage des Arbeitsmarktes geschaffen wird. Wohl be­steht heute schon eine hierauf bezügliche Bericht­erstattung ; aber diese ist noch viel zu lückenhaft und unzuverlässig, als daß sie genügen könnte. DasReichsarbeitsblatt" will nicht nur eine Statistik des Arbeitsmarftes, eine Statistik der Krankenkassen, eine solche des Verkaufs von Verficherungsmarken, woraus sich eine bessere Beurteilung der Lage des Arbeitsmarktes er­zielen läßt, aufmachen, sondern auch die Statistik des ausländischen Arbeitsmarftes mit in Be­tracht ziehen. Daran sollen sich dann Mit­teilungen über die Entwickelung und Tätigkeit von Arbeitsämtern und Arbeitsnachweisen an­schließen. Daß im Anschluß hieran auch die Arbeitslosigkeit, die Arbeitsbedingungen, die Streiks und Gewerkschaftsbewegungen und andere für die Arbeiter wichtige Fragen statistisch und referierend behandelt werden, ist selbstverständlich. Wir werden also eine authentische Darstellung fast der gesamten Lage der deutschen Arbeit erhalten. Es ist natürlich zu erwarten, daß die nicht leichten Aufgaben, die demReichsarbeitsblatt" gestellt, sind, in dollster Objeftivität gelöst werden, damit die betreffenden Angaben von vornherein den Stempel der absoluten Zuverlässigkeit tragen. Ist es nicht zu umgehen, auch die sozialdemo- ftatischen Arbeiterorganisationen zur Mitarbeit an dem Blatte aufzufordern, so werden die von jener Seite gelieferten Beiträge doch immer mit Vorsicht behandelt und gewissenhaft gesichtet werden müffen, damit sie von der allen gewerk­schaftlichen Untersuchungen und Berichten inne­wohnenden Tendenz befreit werden. Von der Leitung d-sReichsarbeitsblattes" also wird es in erster Linie abhängen, ob das neue amt­liche Organ den Erwartungen, die man an dasselbe zu stellen berechtigt ist, entsprechen wird.

Deutsches Reich

Berlin, 5. November.

Der Kaiser, der am Montag abend mit seinei Gemahlin im berliner Opernhause einem italienischen Gastspiel beiwohnte, beehrte am Dienstag vormittag den Reichskanzler mit einem längeren Besuch, nahm dann an der Rekrutenvereidigung teil und frühstückte später bei den Offizieren des Alexander-Regiments. Heute, Mittwoch, ist Rekrutenvereidigung in Potsdam, abends tritt der Monarch seine Englandreise über Kiel ein.

Der Kaiser stattete gestern Vormittag dem Reichskanzler Grafen Bülow einen längeren Besuch ab.

Gelegentlich des Besuches unseres Kaisers in England werden nicht weniger als 8 englische Ressort­minister in Schloß Sundringham, in dem der Kaiser und ^önig Eduard wohnen werden, anwesend sein. Deutsche Minister begleiten den Kaiser, soweit be- kannt, nicht.

84 Nachdruck verboten.)

Verspielt.

Roman von F- Arnefeldt.

(Fortsetzung.)

Herr Wolf von Rohr zeigte sich ganz verzweifelt über den Tod seines Bruders «p.d ich glaube nicht, daß dies Heuchelei gewesen ist. Die unselige Tat erfüllte ihn, nun sie vollbracht war, mit Angst und Schrecken, er würde sein eignes Leben hin- gegeben haben, sie ungeschehen zu machen und ich erwartete jeben Augenblick, daß er sich dazu bekennen werde, so daß ich ihm, um es zu ver­hindern, nicht von der Seite wich.

Noch einmal sagte ich ihm, was ich gesehen und was der Sterbende mir befohlen hatte und beschwor ihn, den letzten Willen beS verstorbenen Brubers zu ehren. Da brach er zusammen unb versprach es. Ich leistete ihm dagegen den Eid, daß kein Mensch durch mich ein Wort über das Borgefallene erfahren solle, und den habe ich gehalten."

Doch nicht. Sie haben meiner Mutter das unselige Geheimnis verraten, haben dadurch ihr Leben vergiftet und auch das meinige zer­stört. Marum haben Sie das getan?" fragte Alice. Ihre Sttmme war schärfer geworden, zwischen den Augenbrauen hatte sich eine tiefe Falte gebildet, Hartung ließ sich aber dadurch nicht aus der Fassung bringen, sondern ent­gegnete ganz ruhig:

Am Morgen nach dem Begräbnistage Ihres Oheims hatte ich hier in diesem Zimmer 'sine Unterredung mit Herrn Wolf von Rohr,

durch welche wir unser künftiges Verhältnis zu einander regeln wollten; er war bereit, den Mitwiffer seines Geheimniffes durch allerlei Zugeständnisse an sich zu fesseln, und ließ sich von mir nochmals den Schwur wiedergebeu, daß ich schweigen würde wie das Grab. Kaum hatte er mich verlassen, da stürzte Ihre Mutter, bleich wie der Tod herein, ergriff mich bei den Schultern und schrie:Hartung, ist es wahr, hat mich kein böser Traum geäfft? Ist der Mann, den ich liebte, und dem ich vertraute, ist der Vater meines Kindes wirklich ein Brudermörder?"

Ich suchte es ihr auszureden, behauptete, sie habe fccksch gehört, aber sie ließ sich nicht täuschen."

Frau von Rohr wohnte im Jnspettorhause, da im Schlöffe nichts recht in Ordnung war, sie hatte gewußt, daß sich ihr Mann bei mir im Bureau befand, und war durch diesen schmalen Gang, der sonst immer verschloffen war, den aber Herr von Rohr zu seiner Bequemlichkeit geöffnet und auch seiner Frau gezeigt hatte, hierher gekommen, um eine Frage au ihn zu richten."

Der Oberverwalter stand auß öffnete eine Tapetentür und zeigte auf den dahinter liegenden Gang, wobei er sagte:Ich halte die Außentür seitdem fest verschloffen, und nur wenige Leute im Hause wissen jetzt noch, daß der Gang über­haupt vorhanden ist."

Zurückkommend, nahm er den Faden seiner Erzählung wieder auf:Es blieb mir denn nichts weiter übrig, ate ihr zuzugestehen, daß sie recht gehört habe; ich machte sie dabei mit dem Wunsche oder besser mit dem Befehl des

Verstorbenen bekannt, daß Niemand erfahren dürfe, durch wen fein Tod herbeigeführt fei, und ließ sie schwören, nie zu verraten, daß sie das Geheimnis durch mich erfahren habe."

Sie hat den Schwur gehalten", schaltete Alice ein, und Hartung fuhr fort:

Sie gab sich den Anschein, die Sache ruhiger aufzunehmen, als ich geglaubt hätte; aber ein Paar Stunden später war sie verschwunden, unb als ich Herrn von Rohr mitteilte, was ge­schehen war, stand es bei ihm fest, sie habe in ihrer Verzweiflung Selbstmord begangen. Nach dieser Richtung wurden denn auch alle Nach­forschungen angestellt, unb so kam es, baß sie ungehmbert bie Nacht in Feld berg zubringen unb von ben Erbachs am Morgen zur Bahn geschafft werden konnte. Erst als der Major kam unb dem Herrn bie Nachricht brachte, er­fuhren wir, wo die anädige Frau geblieben sei.

Unb glauben Sie, baß meine Mutter den Major und die Majorin von Erbach ins Ver­trauen gezogen hat?" fragte Alice, deren Zähne hörbar aneinander schlugen,sie hat mir nie etwas darüber gesagt, überhaupt die Erbachs nur selten erwähnt."

Die gnädige Frau wird wohl dazu ihre Gründe gehabt haben," erwiderte Hartung mit vieldeuttgem Lächeln.Wie viel oder wie wenig sie den Erbachs verraten hat, kann ich auch nicht sagen, ich denke aber, der Major muß doch wohl aus etwas angespielt haben. Es hat ein furchtbarer Austritt zwischen ihm und Herrn von Rohr stattgefunden, sie find als Todfeinde auseinander gegangen, find solche ihr ganzes weiteres Leben lang geblieben unb die

Feindschaft hat sich auch auf bas folgende Geschlecht vererbt."

Eine schwache Röte flog bei ben letzten Worten des Oberverwalters über Alices bleiche Wangen unb ihre Hanb preßte sich auf bie Brust, wo sie die au§ dem Körbchen ge­nommenen Orchideen verwahrt hatte.

Unter diesen Umständen ist es doch sehr anerkennenswert, daß Erbachs das Geheimnis gewahrt haben," sagte sie.

Hartung lächelte arglistig.Die Erbachs find von altem thüringischen Adel und bie Rohrs auch, und gnädiges Fräulein wollen ver­zeihen eine Krähe hackt der andern nicht die Augen aus; es widerstano ihnen, einen Standesgenoffen auf bie Anklagebank zu schleppen. Geklatscht haben fie trotzbem genug. Alle Ge­rüchte, bie über Herrn Wolf von Rohr in Um­lauf waren und die bei der Ankunft des gnädigen Fräuleins in Wiesenberg wieder auf­gelebt find, find auf fie zurückzuführen."

In Alices Brust erhob sich eine Stimme, welche die letzte Aeußerung bestreiten wollte, sie ließ sich darüber gegen den Oberverwalftr jedoch nidjt aus.Und der Prozeß!" seufzte fie, fügte aber sogleich hinzu:Doch davon später! Zuerst will ich noch von meinem Vater hören. Er hat den Abschied genommen unb ist nach Wiesen­berg gezogen?"

Ja, aber er hat hier ein trauriges Leben geführt und ist schon nach zwei Jahren gestorben. Er konnte den Verlust seiner Frau unb feines Kindes nicht ertragen und empfand tiefe Reue über feine Tat. Aus dem frischen, lebens­lustigen Offizier war ein Kopfhänger und Ein­siedler getooTben." (Fortsetzung folgt.)