Mag das Motiv za derartiger Taktik auch verfichtlichsten Politikern _ ° — » v < f t • . _________c. ... .. . L am Mt OYlMnnPii. uEuHl ucll CTIL’
üben.
Mmhdrmk verboten.)
81
liefern habe.
(Fortsetzung folgt.)
949 Petitionen zu erledigen, gegen den entschiedenen Widerstand einer starken Minorität, ist gewiß keine Kleinigkeit. Man begegnet öfter der Behauptung, es seien ja schon umfangreichere Gesetzentwürfe vom Reichstage erledigt worden, z. B. das Bürgerliche Gesetzbuch. Dieser Hinweis muß sich indessen den Einwand gefallen lassen, daß dem bürgerlichen Gesetzbuchs auch nicht entfernt eine so scharfe Gegnerschaft gegenüberstand als dem Zolltarifentwurf. Es ist daher gar nicht übel, wenn von Freunden der Vorlage empfohlen worden ist, man sollte doch nach Abschluß der zweiten Lesung deS Tarifgesetzes sofort in die dritte Lesung dieses Teils der Borlage eintreten und erst nach vollständiger Ettedigung dieses wichtigsten Bestand- teils des Regierungsentwurfs in die Einztt- heiten des Zolltarifs hinabsteigen. Es ist klar, daß, sobald über die fundamentalen Fragen des Gegenstandes erst einmal eine Verständigung zwischen Regierung und Mehrheitsparteien des Reichstags herbeigeführt ist, die Erledigung minder wichtiger Einzelheiten geringereSchwierrg- keiten verursachen würde. WaS im Einzelnen geschehen wird, läßt sich heute natürlich noch nicht sagen; im Augenblick kann nur konstatiert werden, daß die Verhandlungen über eine Verständigung ihren ungestörten Fortgang nehme». Wie namens deS Zentrums der Abgeordnete Spahn, so scheint im Auftrage der Konservativen deren dem Reichstage nicht mehr angehörender Führer Frhr. v. Manteuffel daS VerstäudigungS- werk zu leiten. Frhr. v. Manteuffel ist nämlich neuerdings im Reichstage erschienen und hat mit verschiedenen konservativen Abgeordneten sowie den einflußreichsten Mitgliedern des CentrumS eingehende Besprechungen gehabt. Im Auftrage deS Grafen Bülow nahm der Chef der Reichskanzlei an den Unterredungen tefl. DaS einzige Hindernis scheint nach alledem nur noch dre Obstruktion der Linken während der zweiten Sehnig zu sein. Bei unablässiger Gewissenhaftigkeit der Mehrheitsparteien wird sich jedoch auch diese Schwierigkeit überwinden lassen. Allerdings werden die Mehrheitsparteien dafür sorgen müssen, daß der Reichstag während des Verlaufs der Zolldebatten Tag für Tag in beschlußfähiger Stärke versammelt ist. — Das alles ist recht schön und sehr gut. Nur eines ist uns unklar: wie wollen die Mehrheitsparteien ihren Umfall von den Kommisfions- beschlüssen begründen? Sind sie der festen Zuversicht, daß die Jndustriezölle ebenfalls eine entsprechende Herabminderung erfahren, ohne die die Getreidezölle der Regierungsvorlage für die Landwirtschaft völlig ungenügend find?
Verspielt.
Roman von F. Arnefeldt.
(?• tsetzung9
In der Mitte des Zimmers stand ein mit einer blendend weißen Damastserviette bedeckter Tisch, auf dem Leonie und Frau Doktor Ehrentraut, die die Eintretenden erwartet hatte und ihnen entgegenkam, ihre Gaben niedergelegt hatte und der mit ganz erlesenen Erzeugnissen der Backkunst der Frau Eyffen besetzt war. Blumen in Schalen, in Körben und Töpfen waren in so verschwenderischer Fülle und Schönheit darauf auSgebreitet.
Dankbar, aber doch mit einer gewissen Flüchtigkeit, musterte Alice die Geschenke. Ach, ihr Herz war ja viel zu schwer, als daß fie sich an dem hübschen Tand, den man ihr aufgebaut, hätte erfreuen können. Sie warf sich in die Arme ihrer mütterlichen Freundin und flüsterte ihr zu: . i t
„D, Tantchen, Tantchen, was wird der heutige Tag mir noch alles bringen!"'
„Hoffentlich nur Gutes!" antwortete leise Frau Dw Ehrentraut und fügte hinzu: „Mut, Mut, mein geliebtes Kind, eS wird alles besser kommen, als Du fürchtest." Mit einem innigen Kuß auf die reine Stirn des von ihr wie eine Tochter geliebten Mädchens entließ sie fie auS der Umarmung, und schon stand Leonie bereit, ihr zu erklären, von wem die einzelnen Gaben stammten.
„Diese kostbare Fruchtpyramide ist von dem Herrn Oberverwalter, er hat fie g?wiß aus
Jag für Tag verkünden die freihändlerischen Mütter: Der Zolltarif ist tot! ES wird die Meinung verbreitet, als sei eS ganz unmöglich, dnß auch nur die zweite Lesung zu Ende geführt werden könnte. So schreibt — um nur «in typisches Beispiel herauszugreifen — die -Königsberger Hartuug'sche Zeitung", das diel Dementierte Publikationsorga» des freisinnigen Abgeordneten Dr. Müller-Sagan: „Wer mit der Entwickelung parlamentarischer Aktionen einigermaßen vertraut ist, muß mit jedem Tage, um den die Diskussion über den Zolltarif länger Wührt, klarer zu der Ueberzeugung kommen, zb«G daS Zustandekommen dieses Zolltarifs in Her gegenwärtigen Tagung des Reichstages völlig ausgeschlossen ist. Auch wenn die Regierung oder wenn die Parteien der protektionistischen Mehrheit in Bezug auf die Minimalzölle noch nachgeben könnten und wollten, so ist doch nichts mehr zu retten, denn der Zolltarif tommt aus der zweiten Lesung überhaupt nicht mehr heraus. Der Abbruch der Debatte ist deshalb das allein Vernünftige und des Parlaments allein Würdige. Die Reichsregierung ist zu entschlußlos, um ihrerseits dem wenig erbaulichen Schauspiel durch Zurückziehen der Vorlage ein Ende zu machen. Hoffentlich wird der Reichstag, sobald die Diskussion über Hie Viehzölle geschloffen ist, aus eigener Initiative Schritte tun, die es verhindern, daß die Frucht- lofigkeit der parlamentarischen Arbeiten zum allgemeinen Gespötte werde."
- Von „Fruchtlosigkeit der parlamentarischen Debatten" kann doch im Ernste nicht gesprochen werden, llnseres Erachtens ist e8 ein gutes Zeichen für das Zustandekommen der Vorlage, daß die Linke versucht, fie noch „toter" zu machen als fie angeblich schon ist. Man redet zwar von der „Würde" des Reichstages — aber als Hüter dieser Würde kann sich die Linke, die auf Leistungen „bewähtter" Kräfte, wie Gothein, Stadthagen, Anttick und andere baut, die nicht in der Qualität, sondern in der Quantität ihrer Auslassungen hervorragen, keineswegs aufspielen.
Die Linke will, um einen von dieser in der Politik eingefühtten börsenmäßigen Ausdruck anzuwenden, „flaumachen", An der Börse beabfichtigen die „Flaumacher" nach gewissen Richtungen eine pesfimistische Stimmung hervorzurufen, um dadurch „das Geschäft" zu machen. Auch die politischen „Flaumacher" wallen Pesfimismus erzeugen, um fich ihr Geschäft, das ihnen aus den Fingern zu gehen droht, zu sichern. Wozu würde man sich sonst wohl die Mühe geben, tagtäglich über die spottschlechten Aussichten des Zolltarifs zu leit- artikeln und zugleich immer von neuem die Linke anzuspornen, alle? zu tun, um das Scheitern der Vorlage herbeizuführen?
die Empfindung sein, daß die Dauerreden und sonstigen Verschleppungsprattiken am letzten Ende auf die Bevölkerung einen äußerst ungünstigm Eindruck machen, mag man auch selbst so zungengewandten und lügenkrästigen Spezialisten wie Gothein und Stadthagen etwas Ruhe gönnen wollen; in der Hauptsache liegt dieser Tattik die Abficht zu Grunde, nach bet Seite der Verbündeten Regierungen sowohl als auch nach der der Mehrheitspatteien „flau zu machen". Das Bestehen dieser Abficht aber beweist, wie statt die Oppofition mit einem pofittven Ergeb- niffe der Zolltarifverhandlungen rechnet.
Es wäre nichts verkehrter, als wenn im jetzigen Moment Regierungen oder Parteien dem freihändlerischen Gerede irgend welchen Wert beimessen wollten. Gerade fie find es, die die Wahrung der parlamentarischen Würde in der Hand haben, während die Linke fich nur um deren Herabsetzung verdientmacht. Ungeachtet aller üblen Prophezeiungen, ungeachtet selbst mancher eigenen Befürchtungen gehen die Mehrheitsparteien den Weg der Pflicht weiter. Sie fahren beharrlich und zielbewußt mit den Beratungen fort und geben den verbündeten Regierungen dadurch Gelegenheit, einer Verständigung näher zu treten.
Selbstverständlich, ist die Voraussetzung für ein positives Ergebnis die gewissenhafte Ausübung des ReichStagsmo. ">at8 seitens der Mit- glieder der Mehrheitsparteien. Die Sonnabende werden in der Präsenzftage wohl immer dunkle Punkte bleiben; aber im übrigen wird hoffentlich die Beschlußfähigkeit stets vorhanden sein. Abstimmungen, in denen die Beschlußunfähigkeit festgestellt würde, dürfen im großen und ganzen nicht vorkommen, die fehlenden Abgeordneten würden sich dann vor ihren Wählern nicht rechtfertigen können. Die Linke legt es durch ihr „Flaumachen" darauf an, das Interesse der Abgeordneten an den Verhandlungen abzuschwächen; diese STtilS werden aber hoffentlich, nachdem fie erckannt find, keine Zugkraft aus-
Umjchau.
Grünende Hoffnung.
Hebet die Aussichten des Zolltarife» orakelt unser berliner ^.-Korrespondent wie folgt: Die Mehrheitspatteien des Reichstags haben, wie zu erwatten war, den freifinnig-sozialdemokratischen Antrag auf Vettagung des Reichstags bis zur Einbringung des Etats mit Entschiedenheit abgelehnt. Dieser Beschluß ist ein nicht zu unterschätzendes Anzeichen dafür, daß die Mehrheitspatteien auf daS Zustandekommen der Zollvorlage in dritter Lesung rechnen und daher alles daran setzen, um die zweite Lesung in absehbarer Zeit zu Ende zu bringen. Die Schwierigkeiten, die der Erledigung des Zolltarifs entgegenstehen, werden auch von den zu-
Weimar, wenn nicht gar aus Berlin kommen lassen, und dieses Blumenarrangement von Herrn Edgar Hattung kann fich auch sehen lassen, plaudette fie. „In Anbetracht der Zuschüsse, die sein Vater ihm leistet, hat et wirklich das Menschenmöglichste getan —
„Und von wem ist das?" unterbrach sie Alice und nahm ein mäßig großes, sehr fein geflochtenes Körbchen aus, das mit köstlichen Orchideen und seltenen Gräsern gefüllt war. Sie suchte nach einer Katte, aber Leonie tief mit schelmischem Lachen:
„Vergebliche Mühe, Alice, der Sender hat fich nicht genannt."
„Aber wo kommt eS her?"
Leonie machte ein sehr schlaues Gesicht und zuckte die Achseln.
„O, Du willst Dir einen Scherz mit mir machen!" Alice runzelte leicht die Stirn. „Du hast das Körbchen besorgt, um mich zu mystifizieren!"
„Wie kannst Du so etwas von mir glauben!" Leonie schlug die Augen zur Decke auf, als wolle fie den Himmel zum Zeugen für das ihr angetanene Unrecht anrufen. „Meine Mittel gestatten mir wirklich nicht, solche kostbare Scherze zu machen.
„Das Körbchen ist wirklich für Dich abgegeben worden und fcheint von einem Freunde au8 der Nachbarschaft zu kommen," mischte fich Frau Doktor Ehrentraut ein. „Es wird schon in der Umgegend bekannt fein, daß heute Dein GebuttStag und bamit bet Tag Deiner Mündigkeit ist."
„DaS schon," nickte Alice; „aber ich habe keinen Freund!" fügte fie mit herzzerreißendem
der Partei zum Zolltarifentwurf badegeab* vom Zentralvorstande beantragte Resolution iw dessen Sitzung nur gegen eine erhebliche Mindest heft angenommen und auf dem Dttegiettentogß auch nur durchgedrückt worden sei, well man die Versammlung in den Glauben versetzt hab«, die Resolution stttle die einmütige Meinung des Parteivorstandes bar. Der Abgeordnete Dr. Fttedberg bestritt, ohne im Grunde bte Kernpunkte dieser Mitteilung zu widerlege^ die Echtheit des uationalliberalen Btteffchreiberß; die .Hallesche Zeitung" dagegen erhält fie voll», ständig aufrecht. Nun wftd seitens der National- liberalen verlangt, der Briefschreiber solle fei«« Namen nennen, fo lange dies nicht geschehe, müffe die „Halle'sche Zeitung" als mhstifiziett getten. Das ist eine sehr bequeme Art, sich unangenehme Mittellungen vom Halse z« schaffen. Wollte der nationaltiberale Gewährsmann seinen Namen nennen, so würde er eine nette Hetze erleben! Weit einfacher wäre eS, wenn der Abgeordntte Dr. Fttedberg die Ab- stimmungsverhältniffe im Zentralvorstande darlegte. Das müßte ihm doch leicht fein. 6t will aber bas vermeiden und wohl auS bestimmten Gründen, dafür möchte er eine Unterlage für ein Ketzergericht haben. Wir selbst halten von Auslassungen von Mitgliedern einer Partei in gegnerischen Blättern nicht viel; aber gerade die Liberalen pflegen fie mit Vorliebe auszubeuten. So hat jüngst die „Köln. Ztg. daS Schreiben eines angeblichen Konservativen veröffentlicht; aber keinem Menschen ist e8 eingefallen, die Namens - Nennung dieses seltsamen Bttefstellers zu fordern.
Wer verteuert daS Fleisch?
DaS frttfilmige „Oberschlefische Tageblatt" bettchttt, daß die in Rußland lebenden Händler F. und K. an 6000 hierhergelieferten russischen Schweinen innerhalb zweier Monate 26 000 Mark verdient haben und daß ferner ein preußischer Händler, der im oberschlesischen Industriegebiete Schweine- und Gänsehandel treibt und wohlbekannt fei, in diesem Jahre einen Gewinn von 50000 Mark erzielt habe. WaS bedeutet gegen diese Fleischverteuerungen der geringe Zoll?
In Breslau brachte im zweiten Vrertel;ahr, 1902 die städtische Schlachtsteuer nach Abzug der Verwaltungskosten folgende Beträge: Flersch- steuer 32074,49 Mk., Geflügelsteuer 25 350,59 Mark, Wildsteuer 9953,04 Mk., Biersteuer 15532,25 Mark, Braumalzsteuerzuschlag 63340,40 Mk., Schlachtsteuer 352998,89 Mk., zusammen 499249,66 Mk. Dabei stimmt die freifinnige Stadtverwaltung in daS Geschrei Über.Zollwucher" mit ein, und verteuert ihrer Bürgettchaft die Lebensmittel in einem Vierteljahre um fast eine halbe Million Mark!
wenn das Geschenk von einem Feind tarne." Alice stellte unwillkürlich daS Körbchen auf den Tisch zurück; eine heiße Blutwelle schoß ihr ins Gesicht. Leonie erkannte, daß fie verstanden worden war und fuhr neckend fori:
.Etz soll Oger geben, die sehr galant find, die —"
Sie kam nicht weiter. Alice hatte fie am Arm ergriffen und gebot mit blitzenden Augen: „Schweige; schwatze nicht fo törichtes Zeug.
Der kleine Austritt ward unterbrochen. De, Diener trat ein und meldete den Herrn Oberverwalter Hartung.
Alice zuckte zusamrnem Alle Farbe wich auS ihrem bi8her lebhaft geröteten Geficht, fie griff mit der Hand nach dem Herzen und fo sehr fie sich auch zu beherrschen suchte, bet» mochte fie doch ein Beben der Stimme nrA zu unterdrücken, als fie das herkömmliche: „Ich lasse bitten!" sprach.
Hartung trat ein; im feinsten schwarzen Anzug mft blendend weißer Wäsche, den Hut« der Hand. Er begrüßte und beglückwünscht die junge Schloßherrin ehrfurchtsvoll unb führte die Hand, die fie ihm zögernd überließ, an feine Lippen, verneigte fich mit gutem Anstand vor den beiden Damen und fragte bann, ob das gnädige Fräulein ihm eine Stunde ®e» hör in feinem Bureau schenken wolle. würde fie nicht dahin bemühen, es befänden sich aber dort in dem eifernen Schranke alle Schriften und Bücher, die er ihr zu über-
mit »cm Kreisblatt für die Kreise Marburg ««d Kirchhain.
_________________Sonntagsbeilage: Jllrrftrirtes Sonntagsblatt.
" Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen.
Biertelj^hrlicher »ezugsprei«: be, der Exp^Uon 2 ML, SÄdtVUtft Sonnabends in Morgen- und Abeud-A-Sgabe.
b« all« Postämter« S)L Mk.(excl. Bestellgeld). lnno Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniderfitätS.BmhdmSeret
Insertion-gebühr: tic gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Psg. Sonntag, 2. November 1902. “ Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Reclamen: die Zelle 25 Psg.- __
• Nationalliberale Polemik.
In der „Halleschen Zeitung" war die Zuschrift eines Nationalliberalen veröffentlicht, der an dem Eisenacher Delegiettentag teilgenommen
-------- *
Ausdruck hinzu. „Man haßt und meidet mich!"
„Die Orchideen werden hoch nicht vergiftet fein? Soll ich zusehen, ob darunter ein Dolch verborgen ist?" sagte Leonie und tat, als ob fie in die Blumen greifen wollte. Alice nahm ihr das Körbchen weg und Jagte, es leicht auf der Hand wiegend:
„Man hätte daS nicht annehmen sollen; anonyme Geschenke —"
„Dari man am GebuttStag auch nicht zurück- toeifen", fiel Leonie ein und Frau Dr. Ehrentraut fügte, hinzu:
„Abgesehen davon, wäre dies gar nicht möglich gewesen, denn der Bote hat eS schnell abgegeben und ist soglttch wieder vettchwunden."
„Wer hat" es ihm abgenommen?' fragte Alice hastig, und als fie den Bescheid erhalten, „Frau Eyffen", rief fie diese durch einGlocken- zttchen herbei.
Die Haushälterin schickte sich an in ihrer redseligen Weise zu erzählen, wie fie fich über die schönen Blumen verwundett und gefreut habe, aber Fräulein von Rohr unterbrach fie und fragte kurz und scharf, wie fie eS der alten Frau gegenüber nie getan, ob fie denn nicht wisse, von wem die Slumen kämen. Da die Haushälterin darüber keine Auskunft zu geben vermochte, entließ fie fie fchnell wieder und stand, das Körbchen in der Hand haltend, einige Minuten finnend.
Leonie, die still beobachtet hatte, schlich sich heran, schlang den Arm um ihren Nacken und flüsterte ihr ins Ohr: „Muß es denn gerade ein Freund fein? Es wäre doch viel pikanter,