Erstes Blatt
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schon
an
worden.
(Fortsetzung folgt.)
fanden manches artige Kompliment und heimliche DankeSworte. Abends erfolgte dann die große Hauptversammlung in der Philharmonie, in der die Generale zu einem großen Kreise von Zuhörern ganz in der ihnen eigenen treuherzigen, schlichten und überzeugenden Art sprachen, das Elend ihrer Volksgenossen schilderten, als den einzigen Zweck ihrer Reise die Erschließung von Hilfsquellen für die Bedrängte« bezeichneten und ihren herzlichen Dank für die große Teilnahme des deutschen Dolkes an dem Schicksal der Buren zum Ausdruck brachten. Am heutigen Sonnabend findet ein Frühstück beim Alldeutschen Verbände und nachmittags noch eine große Versammlung, wahrscheinlich im Circus Busch statt. Abends verlassen die Generale dann Berlin, um fich noch einmal nach London zu wenden.
nicht allein tragen. Erbarmen Sie fich meiner, nehmen Sie einen Teil Last auf ihre starken Schultern.
Sie sank vor ihm nieder, umklammerte sein Knie, und den bisher heißen, trockenen Augen entströmte eine Thränerflut.
Dein Vater hob fie auf, führte fie wieder zu ihrem Lehnstuhl, und bat sie, sich zu beruhigen, er wollte gern für fie alles tun, was in seinen Kräften stehe, nun schluchzte fie auf:
„Ach, ihr könnt ja nichts für mich tun — nichts als das Geheimnis mir mitteilen. Muß ich eS allein tragen, so gehe ich zu Grunde, und ich darf nicht sterben, ich darf nicht wahnsinnig werden. ich muß leben und
Die sozialpolitische Vorfrucht.
Man ist es gewohnt, daß die „Soziale Praxis"' vor dem Beginn der neuen Reichstags- tätigkeit eine programmatische Kundgebung erläßt und ihre sozialpolitischen „Mindestforderungen"' ausstellt, deren Erledigung in ihren Augen das Wichtigste der deutschen Gesetzgebung ist. Diese Forderungen stellen ganz bedeutende Ansprüche an die Reichskafie und sehr erhebliche Opfer der Erwerbsstände dar. Sie werden einseitig im Jntereffe einer Bevölkerungsschicht, der gegenüber es schon heute nicht an bedeutsamer Fürsorge mangelt, ohne Rücksicht auf die Träger der Sozialreform und auf das Gemeinwohl erhoben. Aber die Linke, die jeden noch so berechtigten Anspruch der so lange zurückgesetzten Landwirtschaft auf erhöhte stalttlrche Fürsorge als „Begehrlichkeit" und Unmäßigkeit zurückweist, steht den sozialpolitischen Uebee- forderungen sympathisch gegenüber. Profeffor Adolf Wagner nannte dieses Verhalten zutreffend .Byzantinismus nach unten".
Man hätte von den Sozialreformen aber erwarten können, daß sie in der jetzigen schwierigen parlamentarischen Lage einige Zurückhaltung beobachten würden. Der Reichstag kann beim besten Willen nicht fich in Erörterungen weüangelegter unklarer sozialpolitischer Pläne stürzen. Dazu fehlt es ihm an Zeit. Das Reich kann aber ebenfalls beim besten Willen nicht fich in kostspielige, unausgereiste sozialpolitische Unternehmungen einlaffen. Dazu fehlt es ihm an Geld. Wohl meint die „Soziale Praxis" «aiv, für den Bau einer Arbeiter-Witwen- und-Waisenverficherung würde eine ReichSerbschastssteuer sicher ein tragfähiges Fundament abgeben. Aber was soll aus dieser Steuer — die überdies den Einzelstaaten Vorbehalten bleiben muß — alles bestritten werden? Die Linke beansprucht den Ertrag zur Deckung des Reichsdefizits - die „Soziale Praxis" für ihre Zwecke!
Es scheint der „Sozialen Praxis" nur darauf anzukommen, agitatorisch zu wirken. Das Blatt kann doch selbst nicht annehmen, daß auch nur die akademische Erörterung feiner Pläne in der heutigen parlamentarischen Notlage ersprießlich sein würde. Jetzt kommt es darauf an, d'.e Kräfte zusamMenzufassen, um die Zolltarifresorm zu erledigen; dann stehen die laufenden legislatorischen Aufgaben zur Erledigung. Es heißt also den Reichstag von seinen wichtigsten Pflichten ablenken, wenn man große sozialpolitische Fragen aufs Tapet bringt.
Wem dient man damit? Der Sozialdemokratie. Sie will den Reichstag auf das Trockene setzen, fie will Agitationsmsterial für den Wahlkampf. Dieses Material liefert die „Soziale Praxis"; denn bald wird man in der sozialdemokratischen Presse lesen, „selbst" die „bürgerlichen" Sozialreformer hätten festge-
um ihre Schultern und redete ihr zu: „Erika, Sie find bei treuen Freunden, erleichtern Sie Ihre Brust, was eS auch sei." Da unterbrach mich aber Dein Vater:
„Rede unserer Freundin nicht zu, Adeline. Es scheint sür fie ein schwerer Entschluß, Ihrem Kummer Worte zu leihen. Sie muß ganz auS eigenem Antriebe dazu kommen, fich uns anzuvertrauen, oder ihre Last in fich zu verschließen. Wir dürfen nicht aus fie einwirken."
„Sie haben Recht, es ist schwer, eS ist ent»
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Es währte indetz nicht lange, so erklärte sie, fie fühle fich jetzt wieder gekräftigt und ersuchte mich, fie zu meinem Gatten zu führen, sie habe mit uns Beiden von furchtbar ernsten Dingen zu reden.
Ich ging mit ihr in den kleinen Salon, wo Dein Vater uns schon erwartete. Er hatte inzwischen ein Feuer im Kamin anzünden, die Fensterläden schließen, die Vorhänge herabziehen und die Flammen der Krone anbrennen laffen. Ich sehe alles vor mir, als es heute sei. Das Zimmer mit seiner weinroten Wandverkleidung und mit seinen weinroten Polstermöbeln, mft den weißen Spitzengardinen und den schönen Kupferstichen an den Wänden machte in der Beleuchtung einen sehr anheimelnden Eindruck und die schwarzgekleidete, totenbleiche Frau bfldete einen erschütternden Gegensatz zu ihrer Umgebung.
Ich setzte fie auf einen tiefen, bequemen Stuhl am Kamin und breitete eine Decke über ihre Knie, denn fie zitterte noch immer wie Espenlaub und hörbar schlugen ihre Zähne aneinander. Sie blieb jedoch nicht lange in der ruhenden Lage. Die Decke twn fich schüttelnd, sprang fie wieder auf und ab und murmelte:
„Soll ich sprechen? Dars ich einem Menschen anvertrauen, was mir die Seele zerschneidet, da« Herz zermalmt?"
Ich trat an ihre Seite, legte den Arm
Marburg
Sonntag, 19. Oktober 1902,
Umschau.
Die Burengenerale in Berlin.
Statt um 12 Uhr, wie ursprünglich beabsichtigt war, hatten die Buren ihre Ausfahrt gestern erst gegen V,2 Uhr angetreten, da fich bei ihn«; soviel Besuch einstellte, Briefe, Telegramme und Geldspenden einliefen, daß sie das Programm unmöglich einhalten konnten. Die Fahrt ging zunächst zum Mausoleum nach Charlottenburg, wo die Generale andachtsvoll am Sarkophage Kaiser Wilhelms I. verweilten. Dann ginqs zum Königsplatz, zum Denkmal Bismarks. Nach dessen Besichtigung betraten die Generale unter Führung de8 Dr. Simon das Reichstagsgebäude. Als diese Kunde in den BeraiungSsaal drang, verließen die Abgeordneten fast ohne Ausnahme, unter Verzicht auf den Genuß der Antrick'fchen Rede den Saal, selbst Präsident Gras Ballestrem legte die Eeschästsleitung in die Hände des Vizepräsidenten nieder, und eilten den Generalen entgegen. Allen voran Fürst Herbert Bismarck. In der Restauration des Reichstags machte man es fich bei einer Tafle Kaffee und einer Zigarre bequem. Fürst Herbert Bismarck nahm an dem Burentische zur Linken Bothas Platz und unterhielt fich mit demselben längere Zeit in englischer Sprache. Fürst Herbert gab dem Gespräch sogar eine politische Wendung, indem er von den englischen Ministern Chamberlain und Balfour sprach, die ihm beide persönlich bekannt find, und mit dem Wunsche die bestimmte Erwartung ausdrückte, daß es den Generalen gelingen werde, mit der englischen Regierung eine volle Verständigung zu erlangen. Als Fürst Herbert Bismarck die Generale darauf zur Abgeordveten-Loge des BeratungL- saales geleitete, füllte fich dieser mit wunderbarer Schnelligkeit. Herr Antrick sprach weiter, aber selbst seine engsten Parteifreunde scheusten ihm keine rechte Beachtung.
Aller Augen waren gespannt auf die seltenen Gäste gerichtet. Graf Ballestrem hatte inzwischen das Präsidium, wieder übernommen, verzichtete jedoch seinerseits auf jede offizielle Begrüßung der Generale, die vom Hause sicherlich freudig ausgenommen worden wäre. Auch die anwesenden Minister und Staatssekretäre ignorierten die Generale und setzten ihre Gespräche, ohne nach deren Loge zu blicken, fort. Nach kurzem Verweilen verließen die Generale den Saal, verabschiedeten fich vom Fürsten Bismarck und den übrigen Abgeordneten, die ihnen näher getreten waren, in herzlichster Weise, bestiegen ihre Wagen und fuhren durch das Brandenburger Tor zum Kaiser Wilhelm- Denkmal. Von hier ging es zurück zum Hotel, wo in dem prächtig dekorierten Gesellschafts-Saal die Damen des FrauenhilfS- bundes, die eine ansehnliche Spende und eine in holländischer Sprache verfaßte Adreffe überreichten, die Generale erwarteten, die ihrer Einladung entsprechend den Tee bei ihnen einnahmen. Die tapferen Generale hielten fich auch den Damen gegenüber recht tapfer und
stellt, daß die deutsche Sozialreform völlig ungenügend sei, daß die Arbeiterschaft nicht diejenige Fürsorge genieße, die fie zu beanspruchen habe, daß also die heutige Gesellschaft nicht fähig sei, eine gesunde Sozialpolitik zu treiben. Auf dieser sozialreformerischen Vorfrucht wird also die Sozialdemokratie weiter bauen. Die Sozialdemostaten brauchen zudem, um ihre noch weitergehenden Forderungen zu motivieren, nur abzudrucken, was die .^Soziale Praxis" zur Begründung ihrer Wünsche schreibt:
„Wir meinen, — so heißt es in dem Organ des früheren Ministers Freiherrn von Berlepsch — daß gerade die jetzige politische Lage mit verstärkter Wucht auf Maßnahmen zum Schutze der Schwachen (das find in den Augen der Sozialreformer, ganz wie bei der Sozialdemokratie, immer nur die Lohnarbeiter) hin- drängen muß. Es ist doch nicht zu leugnen, daß die Mafien — und das sind vornehmlich die Lohnarbeiter — mit den Zöllen und Verbrauchsabgaben die Reichskaffe füllen, daß bei einem Ausbau der indirekten Steuern zur Beseitigung der Fiuanzklemme abermals sie die Hauptlast tragen werden und daß eine Erhöhung der LebenSmittelzölle wiederum ihnen neue Bürden auferlegen muß."
Weiter weist die „Soziale Praxis" darauf hin, daß es die Pflicht des Reichstages sei, den „vierten Stand" in seiner Lebenshaltung und Leistungsfähigkeit zu bewahren, und daß dieser Ruf nicht ungehört verhallen könne, weil die Neuwahlen nahe seien und man sich scheuen werde, mit teeren Händen „vor die Mafien" zu treten. Also liegt hier offen Aufreizung der „Mafien" vor — wie bei der Sozialdemokratie. Wäre es nicht aber angebracht, daß gerade die Sozialpoluiker darauf aufmerksam machten, daß unser indirestes Steuerwesen nur den Fortschritt der Sozialresorm ermöglicht, daß die „Finanzklemme" wesentlich durch die starken sozialpolitischen Leistungen verursacht ist, daß unser Schutzzollsystem zum Aufblühen der Industrie und zum Gedeihen der Arbeiterschaft erst geführt hat? Wäre es nicht Pflicht gerade nationaler Sozialreformer, darauf zu halten, daß die auch im Jntereffe der Arbeiter geplante Zolltarifreform zustande komme? Ist in den Augen der „Sozialen Praxis" die Landarbeiterfchaft vollkommen qnantit-6 negligeable ? Ihr soll doch die Erhöhung der Lebensmittelzölle zum Vorteil gereichen. Die Soz-alresormer betrachten aber die ganze innere Politik nur vom Standpunkt eder Industriearbeiter aus. Sie tun — genau so wie die Sozialdemokraten, als seien die „Massen" die maßgebenden Faktoren der Gesetzgebung, alshätten die Lohnarbeiter nur Rechte und keine Pflichte«, insonderheit keine Pflicht, zu , der Erhaltung und für die Bedürfnisse des Gemeinwesens beizustsuern. Unter solchen Umständen kann man die Sozialreform nur als Vorfrucht der Sozialdemokratie bezeichnen.
Am nächsten Morgen wollte sie , . mit dem Frühzuge nach Potsdam fahren, ihr Töchterchen holen, in welchem Zustande es sich auch befinde und mit ihm entfliehen. Nie werde sie in die Wohnung nach Potsdam, wie nach Wiesenberg zurückkehren, nicht eine Nacht könne fie mehr mit Wolf unter einem Dach weilen, fie habe fich sür immer von ihm ge
setzlich schwer!" schrie fie auf. „Ich soll klagen, soll verdammen, was ich geliebt und hochgehalten habe! Es wendet mir das Herz im Leibe um, aber ich kann — ich kann eS
schieden.
Wir wußten nicht, was wir auS diesen Reden machen sollten und wären geneigt gewesen, an eine momentane Geistesstörung zu glauben, wenn Frau von Rohr nicht in ihrem ganzen Auftreten eine Sicherheit und Bestimmtheit gehabt hätte, die eine solche Annahme ausschloß.
Ich führte fie m em Gastzimmer, gab ihr trockene Sachen von mir, denn fie war ohne jegliches Gepäck von Wiesenberg fortgegangen, nötigte ihr halb mit Gewalt einen kleinen Imbiß auf nnd verbot ihr, zu reden, bis fie sich erholt und gestärkt hatte. Mehr noch als meine Autorität zwang fie wohl die physische Unzulänglichkeit, meinen Vorschriften sich anzn- bequemen.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: Aüuftrit-tes Sont^agsblatt.
Deutsches Reich
Berli«, 18. Oktober.
— Der Kaiser, der Abends vorher nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurückgekehrt war, hörte im Laufe des Freitags militärische Vorträge. Am heutigen Sonnabend wohnt der Monarch der Enthüllung des Denkmals des Großen Kurfürsten in Fehrbellin bet, während der Kronprinz bei der Weihe des Zweikaüer-Denkmals in Mhs'owitz lOberschlefien) zugegen ist. ....
— In Gegenwart des Kaisers wurde heute m Fehrbellin ein Denkmal des Großen Kurfürsten enthüllt. , m ,
— Der Kronprinz ist gestern abend nach Myslo- witz abgereist.
— Der Erbgroßherzvg von Baden, kommandierender General des 8. A. K., ist auf seinen Wunsch durch den Kaiser von dem Kommando entbunden worden
— Gestern abend vereinigten sich etwa 250 deutsche Offiziere der Chinaexpedition im Saale de- .Kaiserhofs" zu einem Festmahl. Graf Walders« brachte ein Toast auf den Kaiser aus. Admiral v. Bendemann toastete auf den Grafen Walders« und dankte diesem für sein Erscheinen trotz des letzten schmerzlichen Verlustes. Der Feldmarschall dankte und betonte die Verdienste der Flotte. Er bezeichnete das Expeditionskorps als eine Truppe erster Klasse und trank auf die Offiziere und Mannschaften der Expedition. Der ®e- sandte v. Mumm trank auf das gute Einvernehmen aller deutschen Faktoren in China. General v. Gahl überreichte dem Grafen Waldersee ein Exemplar, des soeben fertiggestellten Werkes „Deutschland in China und gedachte der toten Chinalämpfer.
— Vom 22. bis 26. d. Mts. findet im Abgeordnetenhause die Jniernationale Tuberkulosekonserenz statt. Mit ihr ist eine Ausstellung verbunden.
— Die „Nationalliberale Korrespondenz" hört, daß außer dem sächfischen Finanzminister Rüger der bereits gestern der Sitzung des Reichstags beiwohnte, heute der badische Finanzminister Buchenberger und die württembergischen Minister Pischek und Zeyer ein- getroffen find. Es wird angenommen, daß auch der bayerische Finanzminister Riedel nach Berlin kommt.
— Zu der Burenversammlung in der Philharmonie zu Berlin, deren Verlauf - wir be- reits in der Mittag-Ausgabe geschildert haben, ist noch nachzutragen, daß nach einer kurzen Ansprache Delarehs, Dewet eine längere humoristische Rede hielt, die nach einer herzlichen Danksagung an das Hilss- tomitee sür die überwiesene Summe in einem kräftigen Apell an das deutsche Volk ausklang, sür die Witwen und Waisen der Buren noch weitere Gaben zu spenden.
— Wie berichtet wird, ist die neue deutsch-russische Eisenbahnverbindung Warschau - Lodz - Kalisch - Berlin gesichert.___
meine geistigen Kräfte erhalten für mein Kind!"
„So sprechen Sie, Erika!" sagte mein Gatte, gab mir einen Wink, mich neben sie niederzulaflen und wollte ihr gegenüber Platz nehmen, aber noch einmal erhob fie fich, ergriff unsere Hände und flehte, fie in den ihrigen haltend:
„Erst schwört mir — schwört mir bei dem, waS Euch das Heiligste und Liebste ist, daß von dem, was ich Euch jetzt mitteile, nie ein Wort über Eure Lippen stimmen soll, daß Ihr es bewahren wollt als strenges unverbrüchliches Geheimnis.
Dein Vater wollte Vorstellungen gegen diese Anforderungen machen, fie geriet aber so außer fich, legte eine solche Verzweiflung an den Tag, daß er nachgab und ihr willfahrte. _ Wir leisteten den Eid und nun erschien verhältnismäßig Ruhe über fie zu kommen. Mit geschloffenen Augen und krampfhaft ineinander verschlungenen Händen saß fie noch einige Minuten zurückgelehnt in ihrem Stuhl, dann schaute fie fich noch scheu um, ob auch kern unberufener Lauscher in der Nähe sei, und bekannte un§ halblaut mit zuckenden Lippen. Wilhelm von Rohr sei gefallen durch eine Kugel aus der Büchse ihres Gatten, Wolf von Rohr sei zum Mörder an seinem Bruder ge»
(Nachdruck verboten.»
Verspielt.
Roman von F. Arnefeldt.
(Fortsetzung.)
Erschaut täglich außer an 6onn» und Feiertagen.
Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgabe. 37« fstÜJHL
Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, llmversitätS»Buchdrucker«
Marburg, Markt 21. — Telephon 56.