mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.
Marburg
Jusertiousgebühr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg. Mittwoch, 15. Oktober 1902.
ESSE
~ w Bierteljtthrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, JjO' 207 bei all« Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).
Erscheint täglich außer au Sonn- und Feiertag«. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.
Druck und Bcrlag: Joh. Aug. Koch, Nniversitäts - Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
37. Jahrg.
As neue Quartal Werbishernoch nicht aus die .Oberhessische Zeitung" abonniert ist und sich mit interessantem und gediegenem Lesestoff für die langen Winterabende versehen hat, möge das Versäumte fchlemrigft nachholen und die „Ob erhess. Ztg." umgehend bei der Expedition oder dem nächsten Postamt bestellen.
Die Wiederaufnahme der Reichstagsverhandlungen.
An diesem Dienstag nachmittag 2 Uhr nimmt der deutsche Reichstag mit der 193. Sitzung der zweiten laufenden Tagung seine Beratungen wieder auf. Am 15. Juni 1903 erlischt sein Mandat, die fünfjährige Legislaturperiode hat mit diesem Termin ihr Ende erreicht und es muß zu Neuwahlen geschritten werden. Von Rechts wegen hätte der Reichstag fünf Sessionen haben müssen, er hat nur zwei gehabt, weil er mit seinen Arbeiten niemals recht fertig ge- woiden ist, so daß man sich aus OpportunitätS- rücksichten dazu entschloß, statt des Schlusses der Sessionen Vertagungen vorzunehmen. Dadurch erreichte man, daß die Beratung der aus dem Vorjahre rückständigen Vorlagen da einfetzen konnte, wo sie vor der Vertagung stehen geblieben war; man brauchte nicht immer wieder von vorn anzufangen. Daß dies Hinüber- ziehen der Verhandlungen von einem Jahr inS andere an sich nichts Erfreuliches und Wünschenswertes ist, liegt auf der Hand. Es geht die Ordnung und Ueberficht verloren, es erlahmt das Jntereffe an den Vorlagen und den Verhandlungen, kurz, es werden damit so zahlreiche Uebelstände herbeigeführt, daß zur Zeit des ersten Reichskanzlers Vertagungen des Reichstags als vollkommen ausgeschloffen galten. Kurze, inhaltsvolle Sessionen mit einem der Leistungsfähigkeit des Reichstags genau entsprechenden Arbeitspensum, so liebte es der Fürst Bismarck und so übte er es. Das ist heute wesentlich anders geworden. Es scheint jedoch, daß Graf Bülow zu der alten Liebe zurückkehren und die Sessionsfrage in Zukunft nach dem Wunsche des ersten Reichskanzlers regeln werde.
In der gegenwärtigen Legislaturperiode, deren Schlußstein nun in dem heute beginnenden Schlußabschnitt gelegt werden soll, hat es nur einen einzigen Sessionsschluß gegeben. Trotzdem sich die zweite Session schon durch drei Kalenderjahre zieht, so sind doch noch sehr wichtige Beratungsgegenstände bis in den letzten Tagungsabschnitt verschleppt worden, so daß im
16 'Nachdruck verboten.)
Verspielt.
Roman von F. Arnefeldt.
Fortsetzung.)
„Aus jener Zeit stammen ja auch die Keime des Prozesses," nickte Hellmuth. „Die ursprünglich zu Wiesenberg gehörende Parzelle ist von dem alten Herrn von Rohr gegen eine ansehnliche Summe Geld und mit dem Recht des Rückkaufs an meinen Großvater abgetreten worden. Herr Wolf von Rohr hat nun behauptet, dieser Rückkauf sei bewirkt worden und meinem Vater die Waldparzelle streitig gemacht."
„Und das war eine bewußte Lüge!" fuhr fuhr Frau von Erbach auf, „erfunden, um die Ehre und den guten Namen Deines Vaters zu schädigen."
„Aber er hat doch gewifle Beweise dafür beigebracht," wandte Hellmuth ein.
„Beweise! Beweise!" rief die Majorin wegwerfend. „Eine richtige Quittung über ben Empfang des Geldes von der Hand Deines Vaters hat er nicht beibringen können."
„Sie soll verloren gegangen sein und —"
„Die Rohrs haben Deinen Vater Jahre hindurch in dem Besitz des Waldstreifens ge- laffen, ohne Anspruch darauf zu machen, so lange sie intime Freunde waren. Erst nachdem der Bruch zwischen ihm und Wolf stattgefunden hatte, ist er mit seiner Forderung hervorgetreten, um eine kleinliche Rache auszuüben und Deinen Vater in den Äugen der Nachbarn in Mißkredit zu bringen."
„Und was hat diesen Bruch herbeigeführt?" Das eben wird den Hauptpunkt meiner Er-
Juni dieses Jahres nicht bloß die Zolltarifvorlage für eine nochmalige Vertagung maßgebend war.
Obwohl die Zolltarifkommisfion ihre Arbeit längst beendet hat, so wird der Reichstag doch nicht unmittelbar nach seinem Zusammentritt die Beratung der Zolltarifvorlage aufnehmen, sondern zunächst mit der Erledigung äußerst wichtiger Petitionen sich befaffen. Solche Petitionen sollen nicht wenig er als 40 erledigt werden, bevor der Zolltarif in Angriff genommen wird. Es befinden sich darunter die Pofitton betr. die Schaffung eines einheitlichen deutschen Vereins- und Versammlungsrechts, betr. die Einführung des Befähigungsnachweises im Bauhandwerk, betr. Verschärfung der Bestimmungen über die Erteilung von Schankkonzessionen. Mehrere Petttionen betreffen Kriegsteilnehmerbeihilfen, Jnvalidenunterstützungen und dgl., andere betreffen die Haftung der Straßenbahnen sowie die der Besitzer von Automobilen, noch andere die Regelung des Jrrenwesens, Aenderung des Börsengesetzes, die Bestimmungen über den Zweikampf, den journalistischen Zeugniszwang u. s. w. Die Erledigung aller dieser Petitionen wird die laufende Woche aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig ausfüllen, so daß erst in der nächsten die zweite Lesung der Zolltarifvorlage begonnen werden kann. Auch dann wird man diesen wichtigsten Gegenstand der Session nicht ohne Unterbrechung durchberaten können; mit dem letztem November-Drittel wird man sich vielmehr der ersten Lesung des Etats zuwenden müffen, damit dieser noch vor Weihnachten an die Budgetkommission verwiesen werden kann.
Welches Tempo die Zoütarifverhandlungen im Reichstag einschlagen werden, ob sie bis zum Sesfionsschluß am 15. Juni beendigt sein werden, ob man vielleicht schon früher fertig wird, ob eine Reichstagsauflösung erforderlich werden oder die Tagung über den 15. Juni nächsten Jahres hinaus ausgedehnt werden wird, alles das sind interessante Fragen, über die sich bis zur Stunde jedoch nur wenig sagen läßt.
Umschau.
Wieder eine amtliche Erklärung in Sach en „Empfang der Bur en generale!"
Zu der Mitteilung, daß dem auswärtigen Amte zu Berlin in Sachen der Empfangssrage im Auftrage der Burengenerale ein Schreiben zugegangen sei, das den Wunsch der Generale, empfangen zu werden, zum Ausdruck bringt, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg." amtlich: Dem Staatssekretär Frhrn. v. Richthofen ist allerdings in dieser Angelegenheit ein Privatfchreiben des Sekretärs des Buren-Hilfsbundes, Herrn
zählung bilden," antwottete die Majorin und fuhr fori:
„Der alte Herr von Rohr hatte außer einer Tochter, die sehr jung gestorben ist, zwei Söhne, Wilhelm und Wolf, die im Alter um zehn Jahre verschieden und sich in ihren Neigungen und Charaktereigenschaften im hohen Grade unähnlich waren. Wilhelm, der Landwirt geworden war, war von der strengsten Redlichkeit, fleißig, sparsam, zähe, nur darauf bedacht, die auf Wiesenberg lastenden Schulden abzutragen und das Gut wieder in die Höhe zu bringen. Er hatte nach dem Tode seines Vaters Jahre hindurch wie ein Einsiedler gelebt und dadurch wenig liebenswürdige Eigenschaften angenommen, die durch eine wenig glückliche Ehe noch weiter ausgebildet worden waren. Zur Verbesserung seiner Vermögensverhältniffe hatte er sich zu einer Heirat Herbeigelaffen, die ihm in der ganzen Umgegend verdacht worden war. Er hatte eine kinderlose Witwe geheiratet, die mehrere Jahre älter als er war, und der Titel einer Frau von Rohr hatte sie verlockt, sie soll es ihren Mann aber recht Hari haben fühlen lassen, daß sie ihn aus einem verschuldeten Gutsbesitzer zu einem der reichsten Leute des Kreises gemacht hatte.
Die unpassende, unerquickliche Ehe währte, man könnte beinahe sagen glücklicherweise nur zwei Jahre. Frau von Rohr schenkte ihrem Gatten einen Sohn und starb wenige Tage darauf. Das Kind lebte nur ein Vierteljahr und machte durch seinen Tod den Vater zum alleinigen Besitzer des schwer genug erkauften Reichtums.
„Nun, es wäre, dächte ich, für Wilhelm von
Pastor Schowalter, zugegangen. Indessen haben, abgesehen davon, daß der Inhalt dieses Briefes nur eine mangelhafte und irrige Orientierung über die tatsächlichen Vorgänge verrät, die Generale dem auswärtigen Amt in keiner Weise zu erkennen gegeben, daß sie neuerdings Herrn Schowalter als ihren Vertreter bestellt haben. Das auswärtige Amt konnte und „kann" nur von solchen Erklärungen der Generale Akt nehmen, die sie selbst unmittelbar oder durch einen berufenen Vermittler abgeben. — In dem von uns mit Anführungsstrichen, versehenen kann, scheint uns ausgedrückt zu sein, daß die Möglichkeit einer Verständigung und eines Empfanges der Generale durch den Kaiser doch noch nicht ausgeschlossen ist. — Der Verlauf der ganzen mißlichen Affaire ist nach Angaben von wohlunterrichteter Burenseite wie folgt gewesen: Nach den gemachten Anregungen einer Zwischenperson stimmte Dewet einem Besuche beim Kaiser zu. Auch war er mit den nötig werdenden Formalftäten einverstanden. Da die Generale aber keine Audienz nachsuchen dürfen, um in England nicht anzustoßen, so war, um den Besuch zu realisieren, noch eine formelle Einladung von deutscher Seite nötig; diese aber blieb aus und ohne sie glaubten die Generals bei dem bekennten Mißtrauen Englands gegen die führenden Buren die Audienz nicht wagen zu können.
Das Fünfgroschenstück.
In gouvernementalen und liberalen Blättern wird mit einem unverständlichen Hohn auf die geringe Differenz zwischen den Kompromißbeschlüssen betreffend der Getreidezölle und der Bundesratsvorlage hingewiesen. Man fragt in jenen Blättern, ob denn wirklich die Existenz der Landwirtschaft von jenem „Fünfgroschenstück" abhänge und ob die landwirtschaftliche Notlage durch das „Fünfgroschenstüch" gehoben werde. Wie man nun endlich wissen sollte, ist die Landwirtschaft und mit ihr die konservative Fraktion allerdings nicht der Meinung, daß für einen wirksamen Schutzzoll für Getreide der um fünf Groschen erhöhte Satz der Bundesrats- Vorlage genüge; allein für einen Landwirt ist die Einnahme eines Fünfgroschenftücks mehr für den Doppelzentner Getreide doch von ganz erheblicher Bedeutung. So leicht wie in anderen Gewerben, besonders in der Industrie, erzielt man in der Landwirtschaft keinen Gewinn, und am allerwenigsten giebt es dort Riesengewinne wie im Handel und an der Börse. Die Landwirte rechnen eben mit Groschen und sind genötigt, dies zu tun. Aber wir möchten doch den gouvernementalen Blättern, ferner auch den freihändlerisch-sozialdemokratischen Parteien, die sich so besorgt um die Festigkeit der Regierung zeigen, die Gegenfrage vorlegen, ob denn die Autorität der Regierung von jenem Fünf-
Rohr noch Zeit genug gewesen, ein anderes Leben zu beginnen, er muß ja verhältnismäßig noch ein junger Mann gewesen fein," bemerkte Hellmut.
„Das war er auch," bestätigte die Mutter, „und er hatte wohl auch den Wunsch, noch etwas vom Leben zu genießen. Er ließ Wiesenberg besser Herrichten, ging wieder unter Menschen, was er bei Lebzeiten seiner Frau vermieden hatte, und kaum nach einem Jahr hieß es, er wolle sich wieder vermählen. Diesmal war seine Wahl auf ein ganz unbemitteltes aber sehr schönes und stolzes Mädchen, von adeliger Herkunft gefallen. Erika von Holm —"
„Erika von Holm!" rief Hellmuth. „Nanntest Du diesen Namen nicht vorher —"
„Unterbrich mich nicht! gebot sie, in ihrem Eifer beinahe schroff. „Du wirstalles erfahren. Erika von Holm lebte mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in Rudolstadt von den Zinsen eines ganz kleinen Vermögens und einer geringen Pension, die der armen Wittwe vom Fürsten, bei dem der Gatte ein Hofamt bekleidet hatte, gewährt worden war. Trotz ihrer geringen Mittel verstanden es die Damen, es möglich zu machen, immer gut gekleidet zu gehen und bei den Festen am Hofe wie in Adelskreisen zu erscheinen. Man erzähle sich, daß sie sich int Geheimen die größten Entbehrungen auferlegen, um nach außen standesgemäß aufzutreten und daß namentlich die Mutter dies in der Hoffnung tat, für die Töchter reiche Partien zu finden. Die Hoffnung schien sich erfüllen zu wollen, denn Wilhelm von Rohr hatte fein Auge aus die älteste der Töchter, auf Erika geworfen und eS herrschte kein Zweifel, das arme Fräulein
groschenstück dergestalt abhängig sei, daß das Bewilligen oder Nichtbewilligen desselben fast als eine Lebensfrage der Regieruyg betrachtet wird.
Die sozialistischen Ideen in Theorie und Praxis.
Von Zeit zu Zeit sieht sich irgend ein sozialdemokratischer Führer veranlaßt, den Einttitt des großen „Kladderadatsch" in nahe und sichere Aussicht zu stellen und, da es selbst den gewandtesten Parieiagitatoren immer schwerer wird, angesichts der zweifellos erträglichen Lage besonders der deutschen Arbeiter das Schreckgespenst der „grauen Wirklichkeit" heraufzubeschwören, statt dessen des Lebens goldenen Baum den andächtigen Zuhörern zu schildern, der im sozialdemokratischen Zukunftsstaat dem Boden der allgemeinen Gleichheit und Brüderlichkeit entwachsen werde. Glücklicherweise ist daS deutsche Land und Volk von den Segnungen dieses sozialistischen Produktes noch verschont geblieben, doch bietet eine Reihe symptomatischer und lehrreicher Vorgänge in anderen Ländern Gelegenheit, die Uebertragung der sozialdemokratischen Zukunftsideen in die Praxis kennen zu lernen und von dem nivellierenden und depravierenden Charakter dieser „Staatsidee" eine Vorstellung zu gewinnen. Bekannt sind die Mißerfolge und die ungeheuerliche« Schädigungen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, die in der Gemeindeverwaltung von Marseille und im australischen Staate Viktoria infolge der sozialdemokratischen Herrschaft zu Tage getreten find. Es wird viele Jahre hindurch mühevoller Arbeit und schwerer Opfer seitens des nichtsozialdemokratischen Teiles der Bevölkerung bedürfen, um wieder gut zu machen, was die sozialistische Mißwirtschaft verschuldet hat. Diesen Beispielen reiht sich würdig an die Geschichte der städtischen Verwaltung des 250000 Einwohner zählenden londoner Vorortes West-Ham, der bis vor nicht langer Zeit in den Händen einer sozialdemokratischen Mehrheit war. Ehe die dortigen Sozialisten, die zum ersten Mal 1890 nach dem Ausstand der Tockarbeiter in das Ratskollegium eingezogen waren, diese Mehrheit erreichten, versprachen sie ihren Wählern goldene Berge. Jedoch benutzten sie ihre Stellung und ihren Einstuß um Mitglieder der Vertretung der Bürgerschaft durch Zuweisung einträglicher Stellungen zu gewinunen und so ihre eigene Position zu befestigen. Andererseits übertrugen sie den in der Partei geübten Terroismus aus ihre amtliche Tätigkeit, indem sie jeden ihrer Freunde oder Schützlinge, der eine Anstellung im städtischen Dienst oder eine reiche Pfründe erhalten sollte, in einer Beratung der Parteigenoffen, die der jedesmaligen über derartige Angelegenheiten beschließenden Sitzung der städtischen Behörden voraufging, auf das
werde ihn erhören und an seiner Hand als reiche vornehme Frau in Wiesenberg einziehen.
Leider hatte Wilhelm selbst das Hindernis für seine Wünsche mitgebracht, in der Gestalt seines Bruders, eines jungen, schönen, liebenswürdigen Jägeroffiziers, der für einige Zeit nach Weimar kommandiert war und fich, so oft er nur Urlaub bekommen konnte, entweder in Wiesenberg oder in Feldberg aufhielt. Dein Vater und er waren von Kindheit an die intimsten Freunde, sie standen einander weit näher als Wolf seinem Bruder, und verlebten wir eine Urlaubszeit meines Mannes hier in Wiesenberg, so war Wolf so lange bei uns, wie er fich vom Dienste befreien konnte.
Zu uns, vielmehr zu Deinem Vater, kam er denn auch mit dem Geständnis, daß er fich mit Erika von Holm verlobt habe Wir, denn die Sache wurde mir sogleich mitgeteilt, waren sehr erschrocken darüber, denn er hatte dem Bruder die Braut vor der Nase weggefischt, und wir fürchteten Wilhelm werde sich rächen, indem er Wolf den Zuschuß, ohne den er nicht existieren konnte, entzöge; daß er fich gar zur Zahlung der Kaution für ihn verstehen könnte, erschien uns ganz ausgeschloffen.
Von der anderen Seite hatte aber Wolfs glückselige Ueberschwänglichkeit für uns etwas Rührendes, Erhebendes, waren wir doch selbst ein jung verheiratetes glückliches Ehepaar. Auch Erika von Holms Verhalten erwarb fich unsere Achtung und Teilnahme; sie erschien uns so erhaben in der einfachen Selbstverständlichkeit, mit der sie die Hand des reichen Freiherrn ablehnte, um sich dem zu geben, den sie liebte.
(Fortsetzung folgt.)