mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
u iiBSMMafc Eggjaaa
Sonntagsbeilage: Jllnftrirtes Sonntagsblatt.
.n Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., 24b bei allen Postämtern 2,25 Mk. (ercL Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Rcclamen: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Sonntag, 5. Oktober 1902.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Uuiversttüts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
37. Jahrg.
M me Aartal Wer bisher noch mcht auf bte „Oberhessische Zeitung" abonniert ist und sich mit interessantem und gediegenem Lesestoff für die langen Winterabende versehen hat, möge das Versäumte schlermigst nachholen und die „Oberhess. Ztg." umgehend bei der Expedition oder dem nächsten Postamt bestellen.
Sicherung zollpolitischer ParM.
Die Zolltarifvorlage wird demnächst, nachdem sie die zweite Lesung in der Kommission passiert hat, dem Plenum des Reichstages zur endgültigen Entscheidung unterbreitet werden. Da die Annahme begründet erscheint, daß die Anschauung des Plenums über das Maß des der Landwirtschaft gebührenden und demgemäß zu gewährenden Zollschutzes in dieser Beziehung von derjenigen der Kommission, welche sich die zolltarifarische Bevorzugung der Industrie angelegen sein ließ, erheblich abweichen dürste, mag es am Platze sein, hier noch einmal den Begriff der zollpolitischen Parität (Gleichheit) in Anwendung auf das landwirtschaftliche und industrielle Gewerbe zu untersuchen.
Nach rein mechanischer Auffassung spricht man dann schon von Parität, wenn die Be- meffung des Zollschutzes einen gleichmäßigen Prozentsatz vom Werte der industriellen und landwirtschaftlichen Produkte ausmacht, z. B. 10 pCt. vom Werte der Cerealien (Getreide), bezw. der Maschinen usw. Diese theoretische Gleichheit stellt aber in Wahrheit eine Imparität (Ungleichheit) zu gunsten der Industrie dar, wofern man die verschiedenartigen Bedingungen genügend berücksichtigt, unter denen Produktion, Absatz und Preisbildung der Produkte beider Erwerbszweige sich vollziehen. Ten Industriellen gewährt der Jndustrie-Zollschutz die Möglichkeit, mit Hülfe von Produzenten-Vereinigungen die Preise so zu stellen, daß der Zoll in seinem vollen Umfange im Verkaufspreise erfaßt werden kann. Die Industrie verfügt über solche Organisationen, die Landwirtschaft ist gegenwärtig erst im Begriff, sich diese zu schaffen, wobei ihr aber die Zersplitterung ihrer Gesamtproduktion in Hunderttausende und Millionen von selbständigen Einzelbetrieben schier unüberwindliche Schwierigkeiten in den Weg stellt. Dazu kommt noch ein weiterer Umstand. Der Industrielle ist gegenüber dem Landwirt insofern im Vorteil, als letzterer seine Produktion, z. B. den Getreidebau aus wirtschaftlich technischen Gründen, fortzuführen genötigt ist, auch wenn die gelösten Preise sich für ihn verlustbringend gestalten, während der Industrielle in einem
8 -Nachdruck verboten.)
Verspielt.
Roman von F. Arnefeldt.
(Fortsetzung.)
„Du sagst es mir zwar oft genug, aber ich glaub's nicht," lachte Edgar. „Wenn mein Vater nun fast sechzehn Jahre ein Gut wie Wiesenberg verwaltet hat, ohne einem Menschen von seinem Tun und Treiben Rechenschaft oblegen zu müssen, so wird er für den einzigen Sohn schon etwas zurückgelegt haben."
„Du redest, wie Du es verstehst!" fuhr ihn Hartung an. Was bringt denn die Landwirtschaft in heutiger Zeit? Was hast Du mir schon gekostet? Und überdies bin ich kein ungetreuer Haushalter!" Er warf sich in die Brust.
„Weiß ich, weiß ich!" begütigte ihn der Sohn, seine Hand ergreifend. „Wirst doch bei mir die Worte nicht auf die Goldwaage legen, lieber Alter."
Hartung wies ihn zurück, sagte aber freundlicher: „Geh' jetzt, ich will mir den Frack wenigstens noch ein Stündchen vom Leibe ziehen und ein wenig ruhen. Mache Dich nur auch recht schön, wir find ja zur Tafel bei der Allergnädigsten befohlen."
Er zerrte dabei an dem Aermel des Rockes, als ob er ihn zerreißen wollte. Als er fich allein sah, ging er in sein nebenan gelegenes Schlafzimmer, schlüpfte in einen Schlafrock und fuhr zähneknirschend fort: „Der Junge hat Recht. Es wird mit der etwas setzen, die scheint aus einem ganz anderen Teig gebacken, wie ihr Vater. Und die Frau Doktor, die fie
derartigen Falle nicht gezwungen ist, einen unrentablen Produktionszweig weiter zu führen.
In Berücksichtigung dieser Erwägung ist es leicht zu erkennen, daß ein der Landwirtschaft bewilligter, relativ den Jndustrieerzeugniffen gegenüber prozentual höherer Zollschutz sich praktisch gleichwohl unwirksam erweisen kann. Da zugestandenermaßen die Produktionskosten innerhalb der Industrien der verschiedenen Länder nicht übermäßig weit auseinandergehen, dürfte die Auslandsindustrie einen relativ niedrigeren industriellen Zollschutz schon derart störend empfinden, daß sie zur Einschränkung, bezw. Einstellung des Exportes schreiten müßte. Die ausländische Landwirtschaft, unterworfen dem Produktionszwange, dürfte aber zur Einschränkung ihrer Produktion, bezw. des Exportes e^st durch sehr hoch gestellte Agrarzölle gedrängt werden.
Diese wirtschaftlichen Momente werden im politischen Leben gewöhnlich außer Acht gelassen, obwohl sie von grundlegender Bedeutung sind und die Maßstäbe abgeben zur richtigen Beurteilung der Stellung von Landwirtschaft und Industrie innerhalb des volkswirtschaftlichen Getriebes. Bei voller Beachtung dieser Gesichtspunkte kann die Herstellung der Zollparität zwischen Landwirtschaft und Industrie in mehrfacher Weise erreicht werden. Geht man von der Tatsache aus, daß die Landwirtschaft sowohl im Generaltarif trotz mehrfacher Erhöhung agrarischer Zollpofitionen nicht genügend bedacht, als auch in den Handelsverträgen zu Gunsten der Industrie einseitig zurückgesetzt worden ist, so hätte man die Parität durch seine angemessene Steigerung ausschließlich der landwirtschaftlichen Zölle schaffen können. Ebenso hätte man die Parität durch eine entsprechende Herabminderung der industriellen Zölle bewirken können. Dieser Weg durste von vornherein um deswillen nicht beschritten werden, weil er die nationale Arbeit der Auslandskonkurrenz gleichsam überantwortet hätte. Mthin war der gangbare Weg zur Erreichung der Partei in der angemessenen Heraufsetzung der landwirtschaftlichen Zölle bei Beibehaltung oder relativ geringerer Erhöhung der industriellen Zölle gegeben.
Diese Anschauung diente den Konservativen und dem Bunde der Landwirte als Richtschnur für seine Haltung in der Zolltariffrage: neben der Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion, Steigerung der Zölle für diejenigen Industrien, für welche eine bedeutendere Import- Konkurrenz besteht oder deren Erwerbslage weniger befriedigend ist, dagegen Beibehaltung der Zölle des geltenden Tarifs für die chemische Industrie, sowie für die Eisen- und Maschinenindustrie insbesondere.
da bei sich hat, will mir auch nicht gefallen, die hat ein Paar Augen, als könnte fie jedem Menschen aus den Grund seiner Seele blicken, die ist fein und gerieben. Hilft Ihnen aber alles nichts, meine hochgeehrten Damen, der Hartung ist allemal früher aufgestanden als Sie, und Sie werden sämtlich nach meiner Pfeife tanzen müssen." Er setzte fich in seinem Wohnzimmer bequem in einen Lehnstuhl und schloß die Augen.
4. Kapitel.
Inzwischen hatte Alice von Rohr mit Frau Doktor Ehrentraut und Leonie unter Führung von Frau Eissen das Schloß betreten, das nun seit Jahren unbewohnt gestanden hatte. Zögernd nur hatte sie den Fuß über die Schwelle gesetzt; ihre bleichen Wangen waren noch um einen Schatten bleicher geworden, ihr Auge hatte einen Ausdruck angenommen, als fürchte fie, es müsse ihr bei jedem Schritt, den fie vorwär! s tue, ein entsetzlicher Anblick werden.
Ganz daS Gegenteil war jedoch der Fall.
Die große, weite Vorhalle war getäfelt und das Holzwerk, wie auch der mit Teppichstreifen -i^legte Fußboden glänzend gehöhnt. Zwischen den zahlreichen, nach allen Seiten gehenden braun lackierten Türen hingen Geweihe, standen auf Postamenten ausgestopfte Vögel und dazwischen sah man in einfachem Rahmen in Wasserfarben gemalte Blumenstöcke. Das ganze machte einen schlichten, aber durchaus anheimelnden Eindruck. Alice von Rohr atmete lang und tief. Eine schwere, drückende Last schien sich von ihrer Brust zu lösen; Frau Eissen die Hand reichend, sagte fie: „O, hier'
Sehen wir uns nun die Dinge an, wie fie fich in Wahrheit gestaltet haben. Die Landwirtschaft hat mit zwei Eventualitäten zu rechnen: mit den Beschlüssen der Reichstags-Kommission und mit der Regierungs-Tarifvorlage. Die Regierungsvorlage bedeutet für, die Landwirtschaft im wesentlichen nur eine Wiederherstellung des imparitätischen alten Generaltarifs neben z. T. starken Erhöhungen desselben für die Industrie. Unter dem Gesichtswinkel der Zugeständnisse, wie sie in der Regierungsvorlage der Landwirtschaft gewährt werden sollen, würde sich eine Parität beider Gewerbe aber nur Herstellen lassen durch gänzliche Aufhebung der Eisenzölle, soweit die Roh- und Halbstoffe in Betracht kommen, und eine Ermäßigung der Zölle für fertige Erzeugnisse um die Hälfte der Sätze des geltenden Eeneraltarifes.
Die Beschlüsse der Reichstags-Kommission bieten der Landwirtschaft im Vergleich zu den Zollsätzen des Generaltarifs, der Grundlage und des Ausgangspunkces für die Verhandlungen in der Zollfrage überhaupt, aber ebenfalls unwesentliche zolltarifarische Vorteile, daß von einer Parität — und zwar lediglich in theoretischem Sinne — nur dann gesprochen werden könnte, wenn die industriellen Tarifpositionen, soweit es sich um Roh- und Halbstoffe bandelt, und soweit sie für die Gestaltung der landwirtschaftlichen Produktionskosten von Belang sind (das gilt besonders von Eisen), eine Herabsetzung um die Hälfte nach dem Stande des geltenden Tarifes erfahren, alle Zollerhöhungen für Fertigfabrikate aber abgelehnt werden müßten. L.
Umschau.
Gesetzgebung und Verwaltung.
Die Zeitscherist der Anwaltskammer im Oberlandesgerichtsbezirk Dreslau veröffentlicht folgendes Schreiben, daß der Justizminister Schönstedt über Durchstechereien bei der Assessor- Prüfung an den Vorstand der Anwaltskammer in Naumburg a. S. gerichtet hat:
„Im Jahre 1892 hat mein Herr Amtsvorgänger Veranlassung gehabt, dem l-^^aens- werten Mißbrauch entgegenzutreten, buy mehrfach Referendare bei Anfertigung der ihnen für die große Staatsprüfug aufgetragenen Proberelationen das den Akten entheftete Erkenntnis sich anderweitig zu verschaffen gewußt und zur Täuschung der Justizprüsungskommisfion benutzt hatten. Ter Inhalt der damals an die Oberlandesgerichtspräsidenten erlassenen Verfügung ist, wie ich annehme, zur Kenntnis der Anwaltschaft gebracht worden. Neuerdings ist bekannt geworden, daß ein Rechtsanwalt eine Abschrift des Urteils, welches in der einem Referendar zum mündlichen Vortrag in der großen Staatsprüfung zugeteilten Sache er-
ist es schön und friedlich; ich danke Ihnen." Das gute Gesicht der Haushälterin erstrahlte in Stolz und Freude. Sie ergriff die dargebotene Hand und drückte fie warm, es kam ihr aber gar nicht in den Sinn, daß fie sie küssen mußte. Bescheiden, aber doch mit einer gewissen Genugtuung sagte sie:
„Es macht mich sehr glücklich, wenn eS dem gnädigen Fräulein gefällt. Ich habe daS Schloß die Jahre über in Stand gehalten, als ob die Herrschaft hier wäre oder jeden Tag kommen könnte. Der Herr Oberverwalter hat oft gesagt: Sie geben sich vergebliche Mühe, Frau Eissen, die gnädige Frau und das gnädige Fräulein kommen doch nicht! Dann habe ich aber immer geantwortet: Sie sorgen doch auch, daß an den Gebäuden nichts schadhaft wird und daß die Felder gut bestellt sind, wenn fie auch am Park und in den Gärten etwas mehr tun könnten! Na und wie er es mit Wagen und Pferden gehalten, das haben die Damen schon selbst gesehen," fügte fie lachend hinzu.
„Wollen Sie uns jetzt die Zimmer zeigen?" gelang es Alice, die von der Haushälterin nicht gern etwas über den Oberverwalter hören möchte, den Redestrom der guten Frau zu unterbrechen. „Wo liegen die Gemächter, die Sie für unS bestimmt haben?"
Frau Eissen erwiderte, fie habe nicht gewagt, eine Bestimmung zu treffen, sondern geglaubt, die Wahl den Damen selbst überlassen zu müssen, und rief nur lebhaft in die Hände klatschend Leonie:
„O das ist sehr hübsch! Bei der Gelegenheit bekommen wir sogleich das ganze Schloß zu sehen. Lassen Sie uns einen Rundgang
gangen war, von. einem in der Sache tätig gewesenen Rechtsanwalt erbeten und dem ihm bekannten Referendar zum Zwecke der Benutzung übergeben hat. Mitteilungen aus dem Kreise geprüfter Referendare legen die Vermutung nahe, daß dieses Vorkommnis nicht vereinzelt dasteht. Es bedarf nicht der Ausführung, daß derartige bedauerliche Vorgänge das Ansehen und die Interessen der Justizverwaltung und der Rechtspflege ernstlich gefährden. Bei dem Bestreben, ihrer Wiederkehr mit allem Nachdruck vorzubeugen, glaube ich die Unterstützung der berufenen Organe des Anwaltstandes in Ansprruch nehmen zu dürfen. An den Vorstand richte ich daher das ergebene Ersuchen, tunlichst dahin zu wirken, das seitens der Rechtsanwälte Gesuchen von Referendaren und anderen unbeteiligten Personen um Einfichtnahme oder Mitteilung von den Akten und Urteilen in erledigten Sachen nur nach sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts und des Zwecks entsprochen toirb."
Der Wiederbeginn der Reichstags- Sitzungen
ist nunmehr auf Dienstag, den 14. Okwber, anberaumt. In der ersten Sitzung werden, um den Abgeordneten Muße zur Sammlung zu gewähren, nur Petitionen in reichlicher Zahl vorgenommen werden. Darauf wird die zweite Plenarberatung der Zolltarifvorlage beginnen. Es ist ein erfreuliches Ergebnis der Kommisfions» Verhandlungen, daß es gelungen ist, das unmöglich Scheinende möglich zu machen und den Zolltarifentwurf rechtzeitig vor dem Ablaufe der Reichstagsvertagung fertig zu stellen. Man wird fich aber darüber nicht täuschen dürfen, daß im Plenum noch hingebend und anhaltend wird gearbeitet werden müssen, um die schwierige Aufgabe die der Zolltarif darstellt, zu erledigen. Wohl hat die Kommission für die weitere Behandlung der Vorlage wertvolle Vorarbeiten geleistet; aber eine Entscheidung hat sie nicht herbeizuführen vermocht; dieses schwierige Werk ist dem Plenum Vorbehalten. Es wird also in doppelter Hinsicht erforderlich fein, daß alle Freunde eines wirksameren Zollschutzes auf gemeinschaftlicher und gleichmäßiger Grundlage für unsere heimische Produktion als Volksvertreter ihre volle Schuldigkeit tun und Mann für Mann im Reichstage erscheinen. Einmal droht die sozialdemokratische Verschleppungsaktion und dann kommt es darauf an, bei der bevorstehenden Entscheidung das Schwergewicht einer möglichst großen Stimmenzahl in die Wagschale zu werfen. Eine verantwortungsvollere Tätigkeit dürfte den Reichstagsabgeordneten nur selten beschieden gewesen sein als bei den bevorstehenden Zolltarifverhandlungen. Möge man sich dieser Verantwortung in jeder Beziehung und auf allen Seiten bewußt sein.
machen. Nicht wahr, Alice, Du bist nicht müde? und wir haben noch Zeit, um uns zum Tische anzukleiden.
Sie schmiegte fich dabei an die Schulter der sie beinahe einen Kopf überragenden Cousine, die ihr die Gewährung zunickte und mit der Hand liebkosend über ihre Wange strich.
Frau Ehssen war den Damen behilflich, die Hüte und Reisemäntel abzulegen, dann öffnete sie Tür auf Tür, mit strahlender Miene den Eindruck beobachtend, den die tadellos gehaltenen Zimmer auf die Beschauerinnen machten.
Schloß Wiesenberg hatte durchgängig eine aus dem Anfang des Jahrhunderts stammende sehr einfache Einrichtung. Die Wände der Zimmer waren hell getüncht und hatten breite Kanten, Blumen, Vögel und Arabesken in bunten Farben darstellend. Englische Kupferstiche, dazwischen Blumen- und Tierstücke in Oel- und Wasserfarben waren nicht allzu zahlreich .aufgehängt, machten aber in ihrer Verteilung einen sehr gefälligen Eindruck.
Sämtliche Möbel sowie Rahmen der Spiegel waren aus jetzt tief nachgedunkeltem Mahagoni in den Formen des Empire. Die Schränke hatten zierlich gedrehte Säulen, die Kommoden Bronze-Beschläge und Griffe. Die Tische waren rund, die Stühle und Kanapees teils mit Rohrgeflecht, teils mit Wollenstoff oder Kattun überzogen, alles ein wenig verblichen, ober durchaus wohl erhalten. In Glasschränken, auf offenen Etageren und aus den Kommoden standen vergoldete und bemalte Tassen, Vasen, Teller, Schalen aus Sevres und Berliner Porzellan, sowie Gläser und Flacons, denen noch ein leichter Duft entströmte. (Fortsetzung folgt.)