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Sonntagsbeilage: Jllnstvirtes Sonnlagsblatt.

JV1. 241

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei allen PoftLmter» 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

Zllsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder beten Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Sonntag, 28. September 1902.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniverfitätS-Buchdruckers

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

37, Jahrg.

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Vergessen Sie nicht die Oberheffifche Zeitung" in Marburg, die eutschiedeufte Vertreterin des Mittelstandes in Stadt und Land für das IV. Quartal 1902 zu bestellen!

Der Herbst.

Die mit Blumen und Blüten durchwirkten Kränze, die Junker Frühling in sieghaftem Schaffensdrangs vor kurzen Monden erst der aufatmenden Natur auf das goldstrahlende Sonnenhaar gedrückt, werden welk und licht, Blatt um Blatt löst sich leise, müde vom Leben. Es geht zur Neige, der Abend will kommen! Feine, silberglänzende Fäden weben sich durch die scheidende Lenzespracht, schlingen sich von Ast zu Ast, flattern über Weg und Steg. In Wiesentälern, die Höhen entlang wallen dichter die weißen Nebelschleier und winden sich zackiger, mächtiger unter dem schärferen, härteren Hauche des Morgenwindes. Nicht wie vor kurzem mehr grüßt er belebend den frühen Wanderer, der aus des Hauses drückender Sommerschwüle hinauseilt, die er­schlaffenden Geister des Schlafes zu scheuchen in würziger Morgenluft. Durch Mantel und Herbstrock aus's Mark dringt ihm heute des­selben Gesellen unfreundlicher Gruß und macht ihn fröstelnd erschauern. Mit halbverschlafenem, geheimnisvoll bangendem Rauschen raunen ihm Pappeln und Erlen vom Flusse trübe Todes­ahnung in's Ohr, deutlicher dringt ihr Aechzen und Stöhnen durch den Dämmer des Morgens, wenn mit den ersten Strahlen der bleichen Sonne der Wind sie härter faßt und schüttelt, bänger wie damals, als noch des Sommers überüppiger Blätterschmuck sie zierte! Aelter sind sie geworden; die Fülle des Lebenssafts rinnt spärlicher durch die Zellen, der Jugend schnellende Spannkraft ist erloschen. Schwerer zwar beugen sie sich der harten Faust des nicht zu hindernden Schicksals, nicht macht sie mehr jeder Windhauch zittern und biegen. Doch auch unendlich größer als in der Jugendzeit ist heute der Verbrauch an Kraft, die sie ge­zwungen sind aufzuwenden im trotzigen Hader mit dem Geschicke, und wie viel härter trifft sie jetzt der Verlust, wo an der Schwelle des Todes ihnen kein Ersatz mehr winkt! Die Felder find leer! Was der Frühling ge­boren, der Sommer gereift, ist geschwunden! Noch glüht zwar die Traube am Stock, zur höchsten Vollendung genügt dem edlen Gewächs

nicht des Sommers sengende Leidenschaft, der geläuterte, mildere Strahl des Herbstes erst kann ihr edleres Leben reifen! Nicht auf Laune und Einfall hat der große Schöpfer sein Wirken gestellt: hier wie im Menschenleben zeigt gleich sich des Meisters starke, bewußte Hand! Zu voller Schönheit und Wertigkeit mag der Herbst wohl das Große, Edle erst führen, für des Durchschnitts unbedeutende Menge bringt er nur Schwinden der Kraft und wenn's hoch kommt, fruchtloses Mühen! Hebet die gelbe Stoppel treibt der Schäfer bedächtig die Herde. Spärliche Blättchen und Halme nur sind's, die er den Tieren als kärgliche Nahrung _ kann bieten, Kinder des Herbstes, dem Tode verfallen, noch eh' sie das Glück des Blühens genoffen. Des Landmannes Peitsche knallt, mit fördern­dem Zuruf treibt er die Tiere vor seinem Pfluge zu munterem Schritt über Stoppel und Kraut und Gras. Scholle um Scholle sinkt braun zur Seite der Pflugschar nieder, unter sich bergend das, wenn auch spärliche, Leben! Und es reiht sich Furche an Furche, ein eintönig Feld des Todes! Und horch! Scharf rauscht es auf in der Luft und surrend fällt ein in weitem Bogen ein Hühnervolk auf der Flucht vor dem Jäger, und sucht befielen Schutz zwischen den ihnen an Farbe ähnelnden braunen Schollen! Hurtig eilen sie vorwärts die durch Mer.schenkunst ge­bahnten glatten Wege, zu entgehen der ohne Erbarmen folgenden Gefahr! Schon aber ist Mylord, des Jagdherrn stachelgehaarter Helfer heran und steht mit gehobenem Laufe wie mit der Erde verwachsen vor ihnen unter dem Winde! Versperrt ist der Weg! Mit knarren­dem Flattern fährt die Kette auf, der schlimmeren Not entgegen, ein zu gutes Ziel nur dem flink herbeieilenden Jägern! Rasch zucken die Läufe zur Höhe, Schüsse knallen, da und dort stürzt tot oder wund ein Rebhuhn zur Erde! Stolz und des wohlverdienten Lobes gewiß bringt sie der Hund seinem Herrn, mit dem kurzen Griff langer Hebung knüpft der sie an die Schlingen der Tasche und weiter geht die Jagd! Mit den fliehenden Tagen wechselt das Bild! Wieder kömmt der Landmann und schreitet ernst und bedächtig über das geebnete, braune Feld. Mit jedem Senken des Fußes streut er in weitausholendem Wurfe goldige Körner aus. Doch nicht der Vernichtung der Erweckung künftigen Lebens gilt diesmal sein Tun ! Im tiefen Gottesfrieden ruht um ihn rings die Natur. Kahl liegen die Acker und Wiesen, kahl Bäume, Busch und Strauch. Der Trieb der Natur zum Schaffen erscheint gebrochen, gestorben. Hnd noch eine Weile, dann decket wohl schneeiges Linnen auch den letzten Halm, das letzte dürre, verwehte Blatt, das noch Kunde gab von des Lenzes herrlichen, zeugenden Tagen! Vorbei, vorbei! Vor des Menschen

Augen verging, was einst gegrünt, geblüht und Früchte getragen, mit bangem Schlage folgt das Herz dem großen Sterben in der Natur. Auch seine Stunde wird kommen, gewiß, sein Welken Vergehen! Doch zage nicht! Sahst du den Landmann schreiten über das Feld, wie er die Samen warf, unbeirrt um Herbst und Winter und Sterben? Im starken Glauben, daß aus der Nacht sie wecke ein milderer Himmel zu frischem Leben, zu neuer, hundertfältiger Frucht? Vertraue und hoffe! Auch dir wird einst selige Auferstehung ^werden, wenn Du den rechten, starken Glauben

Umschau.

Die Einnahmen der preußischen Staatsbahnen.

Die Einnahmen der preußischen Staats­bahnen in den 5 ersten Monaten des laufenden Rechnungsjahres sind nicht allein inbezug auf die Frage, ob diese Einnahmen den Etatsansatz erreichen werden, sondern auch für die weitere Frage von besonderem Jntereffe, wie hoch in den nächstjährigen Etat die Eisenbahneinnahmen eingestellt werden können. Denn die Veran­schlagung der Eisenbahneinn ahmen erfolgt regel­mäßig unter Zugrundelegung des Jstergebnisses des zuletzt abgeschlossenen Rechnungsjahres und unter Berücksichtigung der Verkehrsentwicklung in dem abgelanfenen Teile desjenigen Jahres, in dem die Etatsaufftellung erfolgt. Die Eisen­bahneinnahmen in diesen 5 Monaten haben nun diejenigen de? Vorjahres um rund 5 400 000 Mark überstiegen und zwar beträgt das Mehr für den Personen- und Gepäckverkehr 267 000 und für den Güterverkehr 5 200000 Mark. Danach könnte es den Anschein gewinnen, als ob die Einnahmen aus dem Personenverkehr nahezu stagnierten, während die Stockung auf dem Gebiete der Einnahmen aus dem Güter­verkehr überwunden sei. In Wirklichkeit aber ist so ungefähr das Gegenteil der Fall. Bei dem Personenverkehr kommt in Betracht, daß in das Sommerhalbjahr dieses Jahres kein Oster­fest fiel und daß das Wetter während der Pfingsttage so ungünstig war, daß dadurch die Einnahmen aus dem Pfingstverkehr um rund 2 Mill. Mark gegen das Vorjahr zurückblieben. Man wird in der Annahme nicht fehlgehen, wenn man die Rückwirkung beider Momente auf die Einnahmen aus dem Personen- und Gepäckverkehr auf mindestens 5 Mill. Mark veranschlagt. In den normalen Monaten weist der Personenverkehr eine den Verhältniffen entsprechende Zunahme auf. So hat u. a. in dem Monat August, in dem die Witterungs- verhältniffe nicht ganz so ungewiß waren, wie

in dem Monate Juli, die Einnahme aus de» Personen- und Gepäckverkehr nahezu 2 Mill. Mark mehr als im Vorjahre betragen. Hinge» kehrt kommt für den Güterverkehr in Betracht, daß dem Sommerhalbjahr dieses Jahres nicht der Ausfall in den Osterfesttagen zur Last fällt. Dieser Ausfall wird mit 3 Millionen Mk. sicher nicht zu hoch veranschlagt. Die vergleichs­fähige Zunahme der Einnahmen aus dem Güter­verkehr gegenüber dem Vorjahre ermäßigt sich mithin auf etwa 1300 000 Mk. Bei einer Gesamteinnahme aus dem Güterverkehr von 370 Millionen Mk. will eine solche geringe Zunahme nicht viel bedeuten, und man kann bedauerlicherweise noch nicht von einer wesent­lichen Hebung des Güterverkehrs reden. So sind ja u. a. auch die Einnahmen au8 dem Güterverkehr im Monat August um nahezu 700 000 Mk. gegen das Vorjahr zurückgeblieben.

Sozialdemokratie und Bauernstand.

Auf dem münchener Parteitage bemerkte der sozialistische Abgeordnete Bebel unter Bezug­nahme auf die Zolltarifvorlage unter anderem folgendes:

Aus den Eingaben der landwirtschaftlichen Vereine haben wir die überraschende Tatsache erlebt, daß in Bezug auf die zu stellenden Forderungen die christlichen Vereine die Untier» fchämtheiten des Bundes der Landwirte noch weit übertroffen haben. Wir haben es ,also er­lebt, daß der gesamte Bauernstand einig ist, was den Zolltarif anlangt. Wir haben es auch erlebt,daß es keinen egoistischeren, keinen rücksichtsloseren, keinen brutaleren, aber auch keinen borniertere» Menschenschlag gibt, als die bäuerische Klasse, gleichviel welcher Gegend."

Diese Auslaffung ist beachtenswert. Man ersieht daraus in erster Linie den unauslösch­lichen Haß, mit dem die Sozialdemokratie dem Bauern,gleichviel welcher Gegend", gegenübersteht. Bebel hat nämlich nicht etwa nur für seine Person gesprochen, sondern seine Bemerkungen haben den lebhaften Bei- 'all des ganzen Parteitages ge­funden. Die Sozialdemokraten haben di« Dreistigkeit der Bauern als rücksichtslos, egoistisch, brutal und borniert zu be­zeichnen, weil diese besseren Schutz für ihre wahrlich meist bescheidene Existenz fordern. Wie soll man denn da die sozial­demokratischen Führer und Arbeiter nennen? Obwohl die Arbeiterschaft sich bereits eines sehr erheblichen Schutzes auf Kosten der Ge­samtheit erfreut, verlangen die Sozialdemo­kraten immer neue und ungeheure Opfer, ohne doch jemals zufriedengestellt werden zu können. Und solche Leute nennen

Nachdruck verboten!

Verspielt.

Roman von F. Arnefeldt.

(Fortsetzung.)

,So bringt sie also Gäste mit?"

Sagen Sie lieber Hausgenoffen." Der Oberverwalter konnte einen leisen Seufzer nicht ganz unterdrücken.Ihre Cousine, ihre frühere Erzieherin, eine ältere Dame, und ihre Kammer­jungfer. Sie verlangt für jede der drei Damen ein Wohn- und ein Schlafzimmer und für das Mädchen eins."

Die kann sie haben und Salons und Schlaf­zimmer obendrein," rief die Haushälterin leb­haft.Das ganze Schloß steht doch leer."

Allerdings, ich habe mich immer mit der Wohnung im Jnspektorhause begnügt," erwiederte, sich in die Brust werfend, der Oberverwalter. Dennoch wird Ihnen viel Arbeit erwachsen, da alles so plötzlich kommt."

O nein," entgegnete die Haushälterin eifrig. Es läßt sich alles schnell Herrichten. Ich habe Zimmer, und was sonst dazu gehört, gut im Stand gehalten, wenn ich sogleich lüfte wann kommen die Damen?" unterbrach sie sich.

Morgen Mittag!" Die Postbestellung nach Wiesenberg ist so mangelhaft, ich hätte den Brief schon gestern abend haben müssen, das kommt Ihnen nun doch etwas über den Hals."

O nein, nein!" antwortete aufstehend Frau Eyffen.Das läßt sich alles beschaffen, wenn wir sogleich ans Werk gehen. Ich muß freilich ein paar Mägde im Hause behalten und kann sie nicht auf die Wiesen schicken."

Tun Sie das, liebe Frau Eyssen, das Heu wird wohl noch hereinkommen, es sieht ja aus,

als ob das Wetter sich halten wird," stimmte Hartung zu, mit einem Blick aus dem Fenster, das zwar auf den Gutshof ging, in der Ferne aber doch eine bewaldete Hügelkette, blauen Himmel und lachenden Sonnenschein sehen ließ.

Die seelengute, tüchtige, aber etwas redselige Frau begann nun herzuzählen, welche Zimmer sie Herrichten und wie sie sie unter die Damen verteilen wolle, aber mit gütigem Lächeln fiel ihr der Oberverwalter ins WoÄ:

Machen Sie das wie Sie wollen. Mir kann es einerlei fein, wer im roten und wer im grünen Zimmer schläft. Die Hauptsache ist, daß wir das gnädige Fräulein hier haben und daß sie zufrieden gestellt wird."

Das hoffe ich zu können! versicherte Frau Eyffen, mit einer Zuverlässigkeit, die ihr sehr gut kleidete.Meine Zimmer werden sich sehen laffen können und meine Küche soll auch nichts zu wünschen übrig laffen. Das andere"

Ist selbstverständlich meine Sache!" fiel Hartung ein, der in der Aeußerung eine An­spielung finden mochte, die ihn verdroß. Schnell sich besinnend, fuhr er aber wieder sehr freund­lich fort:Ich weiß, daß man sich ganz auf Sie verlassen kann, meine liebe Frau Eyffen. Sie sind ja der gute Geist von Wiesenberg, also machen Sie nur alles, wie es Ihnen recht dünkt."

Sie schien durch die Lobsprüche wenig ge­rührt, dankte durch ein Neigen des Kopfes und wandte sich der Tür zu, Hartung hielt sie aber mit der Frage zurück: Wissen Sie nicht, ob mein Sohn im Hause ist, Frau Eyffen? Ich habe ihn heute noch gar nicht gesehen."

Ja. Der junge Herr begegnete mir, als ich hieraufkam. Er ging nach den Ställen."

Wollen Sie ihn mir herauffchicken?" Gern. Sogleich."

Sie entfernte sich, und der Oberverwalter nickte ihr zum Abschied wohlwollend zu. Sobald sich jedoch hinter ihr die Tür geschloffen hatte, verfinsterte sich fein Gesicht; drohend hob er die Hand und murmelte:

Schlange! Schlange! Welche Freude bei der Nachricht von der Ankunft des Fräuleins! Sie wird sich bei ihr einzuschmeicheln suchen und das darf nicht fein; ich ganz allein muß sie in der Hand behalten. Ich hätte das bedenken und sie schon früher entfernen sollen, jetzt wird es nicht leicht werden, sich ihrer mit guter Manier zu entledigen."

Sein Gesicht wurde noch düsterer, Angst und Sorge prägten sich darauf aus, aber mit dem Finger schnippernd, wies er die ihn heim- suchenden, schwarzen Gedanken von sich.Ah, bah, e8 kann mir niemand etwas anhaben. Werde ihr ordentlich einheizen und sie dahin bringen, daß sie tut, was ich haben will. Muß mir den Burschen einmal ordentlich daraus an- sehen. Da hör' ich ihn schon."

Eine ganz angenehme, nur ein wenig belegte Stimme sang draußen auf dem Gang:Was kommt dort von der Höh'?" und war soeben bei demledernen Papa", als der Sänger die Tür öffnete und eintrat. Es war ein gut­gewachsener junger Mann mit hellblondem Haar, hellen grauen Augen und einem hübschen auf­geweckten Gesichte. Keine Spur von Ähnlichkeit mit dem Oberverwalter war darin zu entdecken. Seine Kleidung war ein seltsames Gemisch von studentischer und ländlicher Tracht, denn wäh­rend auf dem kurzgeschnittenen Haar ein Ceretiiskäppchen saß, hatte er an den Füßen Stulpenstiefel, die kurzen Beinkleider stimmten

nicht recht zu den mit Schnüren bedecktem blauen Rock.

Wie kannst Du singend und mit der Mütze auf dem Kopfe zu mir ins Zimmer kommen!" fuhr ihn der Oberverwalter an.

Edgar Hartung nahm mit gleichmütiger Miene die Mütze vom Kopf und sagte:Ver­zeih' Papa, das Käppi ist so leicht, ich wußte gar nicht, daß es mir aus dem Schädel saß, und: wo man singt, da laß Dich ruhig nieder^ böse Menschen haben keine Lieder!"

Das hübsche Lachen, mit dem er die Worte begleitete, machte keinen Eindruck auf den Vater. Er blieb finster und befahl mürrisch:

Laß die Poffen! Wirst Du denn nie ver­nünftig werden?"

Die von einem Seufzer begleitete Frage entlockte Edgar Hartung ein übermütiges Lachen und mit unverwüstlich guter Laune er­widerte er:

Verstand kommt nicht vor Jahren. Vor­läufig hast Du ihn ja für uns Beide, mein lieber Alter was brauche ich mich da anzu- strengen."

Der Oberverwalter machte mit der Hand eine ärgerlich abwehrende Bewegung, konnte aber ein leises Schmunzeln doch nicht ganz unterdrücken. Trotzdem fuhr er in barschem Tone fort:

Es wird hohe Zeit, daß Du zur Vernunft kommst. Wer weiß, tote lange"

Du willst mich doch nicht etwa mit Deinem nahen Tode graulich machen?" unterbrach ihn der Sohn.Der Kniff verfängt bei mir nicht mehr: Du wirst hundert alt."

(Fortsetzung folgt.)