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und Tag haben sie die Meinung vertreten, daß für die Landwirtschaft ein höherer Zollschutz als bisher dringend erforderlich fei. Und nun toiti) an sie die Zumutung gestellt, im völligen Widerspruch mit diesen ihren Ueberzeugungen Zollpolitik zu treiben.
Könnte man die Resolution des „Handelsvertragsvereins" als einen schlechten Witz ansehen, so würde sie nichts zu bedeuten haben. Aber eine Reihe ernsthafter Zeitungen, sogar solche, die sich offiziösen Rufes erfreuen, verficht diese Resolution und hegt dieselbe „bestimmte Erwartung", wie der Verein, der nicht für Politik, sondern für das „Portemonnaie" seiner Mitglieder eintritt. Unter solchen Umständen wird man hoffentlich annehmen können, daß die Verbündeten Regierungen sich auch einmal mit diesen Aspirationen beschäftigen und klar stellen, inwiefern eine solche „bestimmte Erwartung" überhaupt Boden finden konnte. Um eine unzweideutige Antwort auf die an die Adrefle der Verbündeten Regierungen gerichtete Resolution wird man an leitender Stelle keineswegs herumkommen.
DieKrisis in der englisch-kanadische« Freundschaft.
Die Frage der „Reicksverteidigung', schreibt die D. Tgs.-Ztg., hat nun tatsächlich eine ernste Krisis zwischen Kanada und dem Mutterlands hervorgerufen. Man versichert jetzt, daß Chamberlain sich doch sehr über die Haltung des kanadischen Premierministers Wilsrid Laurier geärgert habe, da dessen Selbständig- keitsge'üste auch die übrigen Kolonievertreter in ihre» Widerstand gegen die Chamderlainschen Geldbeitragspläne bestärken mußte. Chamberlain hatte von Kanada einen jährlichen Beitrag von 2 Millionen Dollars zu den Kosten der britischen Kriegsflotte gesordert, was Laurier rundweg ablehnte. Er sagte, Kanada wolle aus eigene Kosten die gesamte Landes- und Küsten- verteidigung Kanadas übernehmen, aber nicht daS hierzu bestimmte Geld an die englischen Kassen abliefern. Dann reiste Laurier bekanntlich nach Frankreich, wo er trotz einiger scheinbar loyalen Aeußerunge« gegenüber dem britischen „Mutterlande' doch vollständig alS Vertreter eines selbständigen Reiches auftrat. — Ehe nun Laurier nach Kanada zurückgekehrt ist, hat der dortige britische Generalgouverneur Lord Minto auf einem den beiden australischen Minister« Barton und Forrest gegebenen Festessen eine Rede über die „Pflichten der Kolonien' gehalten, welche die Weigerung Lauriers, zu den gemeinsamen Kosten der Reichsverteidigung beizutragen, scharf verurteilte. In- folgedeflen wird Laurier, sobald er zurückkehrt, genötigt sein, seine Demission zu geben, worauf Neuwahlen auszuschreiben sind. Eine derartig^ Wahlkampagne jedoch, die unter der Parole .Reichssteuern oder koloniale Selbständigkeit' ausgcfochten werden muß, würde voraussichtlich die loyale Stellung Kanadas zum „Mutterlande' wesentlich abschwächen.
Deutsches Reich
Berlin, 20. Septbr.
— Die Kaiserin hat sich gestern Vormittag 9 Uhr mittelst Sonderzuges nach Hubertusstock begeben.
meine ich, hat fich meiner Kinder angenommen, hat mir aus freiem Willen versprochen, fie zu erziehen, für fie zu sorgen —"
„Ach — so!!" Das war alles, was Ella Dorn erwiderte. Aber in diesem langgezogenen „ach so!" und tu dem Ausdruck ihrer Augen lag wiederum eine sehr beredte und nicht eben schmeichelhafte Kritik für den Baumeister. Also er hatte garnicht an Käthe, an ihr Glück und ihre Zukunft gedacht! Ihm war die Sache einfach unbequem, weil fie ihm, dem Vater, wahrscheinlich aufs neue die Verantwortug für seine Kinder, die Käthe bisher so ganz übernommen hatte, auferlegen würde!
„Sie finden es gewiß sehr egoistisch von mir, daß ich so denke!" begann Hermann Frehtag, auf seiner Wanderung plötzlich vor Ella Halt machend.
„Allerdings, das tue ich!" sagte sie kühl.,
„Aber," fuhr er in gereiztem Ton fort, „tch möchte Sie bitten, sich doch in meine Lage zu versetzen. Was soll ich mit den Kindern? Sie zu mir ins Haus nehmen, ist undenkbar — einfach undenkbar! Abgesehen davon, daß jetzt gar kein Platz für fie da wäre, da mein Familie sich vergrößert hat, wir also zunächst ihretwegen eine andere Wohnung nehmen müßten, — es würde auch sonst nicht gehen, absolut nicht gehen! Meine Frau kann sich mit den Kindern nicht stellen — jetzt, da sie ihre eigenen hat, würde vollends Hader und Unfrieden im Hause gar nicht mehr aufhören. Mit einem Wort: es kann und darf nicht sein! Eine Pension,--wir haben ja gesehen, was da
bei herausgekommen ist, abgesehen davon, daß für die inzwischen herangewachsenen Ktnder das Geld, das ich Käthe für sie gebe, nicht aus- reichen würde. (Fortsetzung folgt.)
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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37. Jahrg.
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die
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Manöverschmelzen.
Unter dieser Spitzmarke brachte die „Köln. Ztg." vor kurzem eine Zuschrift, welche in -öllig zutreffender Weise die großen pekuniären Lasten schildert, die der Bevölkerung des platten Landes und zwar vorzugsweise oft gerade der- Lnigen der ärmeren Landstriche durch die, alljährlich wiederkehrenden Manöver unserer Truppen auferlegt werden. Es wird zunächst zanz richtig hervorgehoben, mit welchen Ge- ,uhlen des Stolzes und der Freude die langen Kolonnen . unserer lieben blauen Jungen" von f>en kanigstreuen patriotischen Landbewohnern »egrüßt und bei ihren Uebungen begleitet «erden. Der biedere Bürger und Bauer, welcher an die Zeit erinnert wird, wo er selber des Königs Rock getragen, oder der Söhne und andere Blutsverwandte noch jetzt beim Heere hat, biete alles auf, um die Soldaten ,nach den Anstrengungen der Manövertage gastfreundlich und gut aufzunehmen. Es müßten zu diesem Zwecke nicht nur größere Mengen Lebensmittel bereit gehalten, sondern auch Kochtöpfe, Decken und andere Haushaltungsgegenstände angekauft werden.
Wenn dann das Manöver vorbei ist, dann «erde „Rechnung gemacht" und mit „Erstaunen und Grauen" betrachte der patriotische Quartierwirt, welche Verwüstungen und Löcher flii Deldbeutel in dieser Zeit erlitten hat. Mit den 80 Pfennigen, welche der Staat für jeden Soldaten zahlt, könnten die dem Quartierwirt 'ntstandenen Unkosten bei weitem nicht ausgeglichen werden. Wenn vielleicht dagegen behauptet werden sollte, daß die Truppenansammlungen doch auch Vorteile für die Manöerdistrikte brächten, so könne dies doch höchstens von einigen Gewerbetreibenden, Gastwirten, Metzgern rc. gelten, alle übrigen Bürgern und Bauern des platten Landes hätten nur eine schwere pekuniäre Last daran zu tragen, die oft weit über das Maß der sonstigen Staatssteuerbelastung hinausgeht.
Wir wissen nicht, ob es zutreffend ist, daß auch die „reichen Fruchtebenen" des Rhein- tandes von Manöverlasten verschont bleiben, sicher richtig aber ist, daß das für die Großindustrie - Zentren und die Bewohner der Großstädte im allgemeinen gilt. Die
Bürger und Bauern des platten Landes haben nicht nur relativ die bei weitem meisten Rekruten für die Armee zu stellen, sie trogen auch eine tatsächlich sehr schwere Präzipuallast für die Durchführung der im Jntereffr unserer nationalen Wehr, also im Jntereffe der Gesamtheit, so dringend notwendigen militärischen Uebungen. Es find auch nicht allein die baren Zuschüsse, welche die Bewohner der Landstädte und Dörfer für Verpflegung ihrer Einquartierung (sowohl bei den eigentlichen Manövern, als auch bei den regelmäßigen Durchmärschen nach und vor den großen Uebungslagern) zu leisten haben, beim Bauern besonders fallen auch die daneben noch verursachten Wirtfchasts- störungen oft schwer ins Gewicht.
Eine ganz gleichmäßige Verteilung der Manöver- und Durchmarsch-Einquatierungslast, wie sie der Gewährsmann der „Köln. Ztg." fordern zu wollen scheint, dürfte sich in der Praxis kaum durchführen lassen. Die Industrie- Zentren und Großstädte wenigstens werden tn dieser Beziehung stets eine bevorzugte Ausnahmestellung behalten. Um einen gerechten Ausgleich herbeizuführen, müßte mckn diejenigen Orte, welche wenig oder gar nicht von der Einqnartierungslast getroffen werden, einer Sonderbesteuerung unterwerfen, aus deren Erträgnissen erhöhte Verpflegungs- und Entschädigungen für Wirtschaftsstörungen an die mit Einquartierung belasteten Landbewohner gezahlt werden könnten. Will die „Köln. Ztg." vielleicht mit praltifch ausführbaren Vorschlägen zur Durchführung eines derartigen gerechten Ausgleichs hervortreten? Solange sie das nicht getan hat, sollte sie wenigstens stets dessen eingedenk bleiben, daß die Bewohner des platten Landes in den Dörfern und Landstädtchen bedeutende Präzipuallasten zu gunsten „staatlicher Einrichtungen, die für das Wohl des Vaterlandes so hoch bedeutungsvoll find," zu tragen haben, Lasten, die in ‘ den Staatssteuerlisten nicht verzeichnet stehen, nach welchen gerade die großkapitalistische „Köln. Ztg." gerne immer allen ihr Maß der Berücksichtigung bei unserer wirtschaftlichen Gesetzgebung zugeteilt wissen möchte.
Umschau.
Königin Henriette von Belgien f.
Wie wir bereits in der Mittag - Ausgabe bekannt machten, ist die Königin Henriette von Belgien gestern Abend 7 Uhr 50 Minuten verschieden.
Königin Marie Henriette, am 23. August 1836 im Schlosse zu Schönbrunn geboren und der dritten Ehe des Palatin von Ungarn, Erzherzog Johann von Oesterreich mit der Prinzessin Maria Dorothea von Würtemberg entsprossen, lernte
kaum 16jährig gelegentlich eines Besuches Königs Leopolds I. mit seinem ältesten Sohne 1853 im Kaiserhause in Wien ihren zukünftigen Gemahl kennen. Am 18. Mai wurde die Verlobung mit dem belgischen Tronfolger im engsten Familienkreise gefeiert und am 10. August 1853 die Hochzett in Wien per Prokuration, am 22. August zivil und kirchlich vollzogen. Nach einer stillen Ehe in den ersten Jahren bestieg ihr Gemahl nach dem Tode Leopolds L am 10. Dezember 1865 den Tron und Marie Henriette wurde somit Königin der Belgier. Vier Kinder, Prinzessin Louise, Prinz Leopold, die Prinzessinnen Stephanie und Clementine, wurden von ihr ihrem Gemahl geboten. Ihre Ehe gestaltete fich nicht glücklich und unter vielen Schicksalsschlägen ging ihr besonders der Tod ihres einzigen Sohnes, von einer längeren, tückischen Krankheit dahingerafft, tief zu Herzen.
In ihrer Eigenschaft als Königin ist die hohe Frau trotz mancher reicher Geistesgaben, von wenigen feierlichen Anläffen abgesehen, kaum hervorgetreten, auch erstrebte und gewann sie niemals Einfluß auf den König und die öffentlichen Angelegenheiten. Ganz zurückgezogen widmete sie sich ihrem Pferdesport, dem Theater und der Musik, in welcher sie es zu trefflicher Meisterschaft gebracht hatte. Ihr Lebensende, das sie vollständig abgeschloffen in dem schönen Ardennenbad verbrachte, war wenig beneidenswert. Verlaffen von Gemahl und Familie und beinahe vergessen von dem Volke, dem sie nie näher zu treten vermochte, sind ihre letzten Tage dahingegangen. .
Ein neuer Beschluß des Handelsvertrags-Vereins.
Der Handelsvertragsverein hat in der Sitzung seines „weiteren Ausschusses", dem bekanntlich auch eine Reihe nationalliberaler Führer angehört, befchloffen, „den Verbündeten Regierungen gegenüber die bestimmte Erwartung auszusprechen, daß sie, ohne das weitere Ergebnis der parlamentarischen Beratungen über die Zolltarifvorlage abzuwarten, alsbald in Verhandlungen mit den Vertragsstaaten eintreten werden, nm auf Grund des bestehenden Tarifs neue Handelsverträge abzuschließen."
Diese Resolution stellt die stärkste Zumutung an die Verbündeten Regierungen dar, die jemals an sie herangetreten ist. Es heißt, die Verbündeten Regierungen geradezu einer völligen Charakterlosigkeit, ja des Wortbruches gegen die Landwirtschaft fähig halten, wenn man eine derartige „bestimmte Erwartung" ausspricht. Seit Jahr und Tag haben die Verbündeten Regierungen in Landtagen wie im Reichstage erklärt, daß sie den veralteten Tarif als Grundlage für neue Handelsvertragsverhandlungen nicht mehr als brauchbar erachten; seit Jahr
$5 «Nachdruck verboten.)
Die Kinder.
Novelle von Marie Bernhard.
lFortsetzung.)
Walter wurde angewiesen, in seinem Zimmer die Bücher zusammenzuräumen und ein bereit- stehendes Frühstück zu effen. Unterdeffen nahmen der Baumeister und Ella Dorn im „Salon" der Damen Platz.
Hermann Frehtag sprach sein Erstaunen, seine Freude über Walter aus.
„Nicht wahr?" entgegnete Ella stolz. „Er ist garnicht wiederzuerkennen. Aus ihm ist ein ganz anderes Kind geworden. Und, sehen Sie, Herr Baumeister, das ist nun ganz allein Käthes Werk. Wir haben hier einen sehr tüchtigen Arzt am Ort, der für Käthe viel Jntereffe hat, — wer, der sie kennt, hätte das brigens nicht? — und der hat mit den Seebädern, der Waldluft, der besonderen Diät, kurz, mit allem, für Walterchen das Richtige getroffen. Wie ist aber auch Käthe hinterher, daß ja nichts verabsäumt wird! Die Gewiflen- haftigkeit in Person —"
„Ich weiß, ich weiß!" unterbrach der Baumeister die Sprecherin hastig und sah nach der Thür. „So war sie immer, — ich kenne sie nicht anders! Ich wollte Sie fragen, Fräulein Dorn, — kann ich Sie etwas fragen? Kommt Walter gleich wieder?"
„Ich glaube nicht. Er ist methodisch und bedächtig in allem, ich hab' ihm außerdem gesagt, er soll in Ruhe auf seinem Zimmer frühstücken!"
„Weil — nämlich, — weil ich wissen möchte - Sie find doch ohne Zweifel orientiert — — mit einem Wort: steht meine
Schwester Käthe noch mit Doktor Rothe in Verbindung?"
„Natürlich! Der Briefwechsel ist sogar ein ziemlich lebhafter. Sie empfehlen einander Bücher, tauschen ihre Ansichten aus, — Käthchen ist immer besonders angeregt, wenn fie eine Zuschrift von Rothe empfängt. Er hat fie übrigens im Juli auf ein paar Tage besucht, als sie mit Walter im Seebade war."
„So? Davon weiß ich ja garnichts! Käthe hat mir kein Wort davon geschrieben!"
Ella Dorn entgegnete hierauf nichts, fie sah aber den Baumeister mit einem sehr sprechenden Blick an. „Warum soll sie auch Dir davon schreiben, der Du nur für Dich selbst Jntereffe hast?" stand in diesem Blick zu lesen.
Hermann Frehtag räusperte sich unbehaglich.
„Und Sie meinen — Sie meinen also bestimmt, Fraulein Dorn, daß Rothe — unser Verkehr hat ganz aufgehört, darum frage ich Sie! — daß Rothe noch immer an meine Schwester denkt, daß er sie zu seiner Frau machen möchte?"
„Käthe hat mir nichts Direktes darüber in letzter Zeit gesagt, aber ich nehme zu seiner und zu ihrer Ehre an, daß es fich so verhält, wie Sie glauben!"
„Wann kam Rothes letzter Brief wohl an?"
„Das ist noch nicht lange her, — etwa acht bis zehn Tage."
„Dann kann er noch nichts Bestimmtes gewußt haben. Die Sache hat sich definitiv erst ganz kürzlich entschieden."
„Welche Sache?"
„Er hat eine Anstellung in einer schlesischen Stadt bekommen, ich weiß nicht, ist es Liegnitz oder Oppeln."
Ella stieß einen Ruf des Erstaunens anS.
„Dann wird er heute oder morgen sicher entweder schreiben oder selbst Herkommen —"
„Und--" warf der Baumeister ein.
„Und um ihre Hand bitten!" vollendete fie tonlos. Aus ihrem frischen Gesicht war die Farbe gewichen, die Augen blickten trübe. Sie sahen in eine Perspektive hinein, die grau in grau vor ihr ausgebreitet lag: Ein Leben voller Arbeit, voller Pflichterfüllung, ein Tag wie der andere, und alle ohne ihr „Prinzeßchen Sonnenschein", ihren blonden Liebling, ihr Bestes im Leben! Gewiß. . . . Ella Dorn war gut und selbstlos, sie dachte vielmehr an Käthe, als an sich, und gönnte ihr das beste Los; aber nun hatten fich die beiden Freundinnen länger als zwei Jahre so prächtig mit einander eingelebt, alles getreulich geteilt, Freude wie Leid, — auch die Kinder waren Ella lieb geworden und hatten ein neues festes Band zwischen ihr und Käthe gewoben, — und Käthes sogenannte „Verlobung", ach Gott, das war eine so un- fichere Sache, das konnte noch jahrelang dauern, wer konnte wissen ob es überhaupt, trotz der Korrespondenz, zum Heiraten kam, — und nun mit einemmal!
„Und Sie meinen, Käthe wird Ja sagen?" Der Baumeister wurde sehr unruhig, er sprang auf und ging, die Hände auf dem Rücken in- eineinander gelegt, mit ungleichen Schritten im Zimmer hin und her.
„Natürlich wird sie! Sie hat den Mann lieb, wie er sie!"
„Sie glauben im Ernst, daß Käthe mir das antun könnte?" stieß er erregt heraus.
„Wie denn — Ihnen antun? fragte Ella verwundett. „Doktor Rothe ist doch, soviel ich weiß, nicht Ihr Todfeind."
„Das nicht, — aber fie — fie, Käthe,