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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Illnftrirtes Sonntagsblatt.

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Jfo 22d bei alle» Postämtern 2,25 ML (excl. Bestellgeld).

Jusertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Ranm 10 Pfg. Donnerstag, 11. September 1902.

Reclamen: die Zelle 25 Pfg. ° ____

Erscheint täglich außer au Sonn- und Feiertage». Sonnabends in Morgen» und Abend-AuSgabe. Druck und .Verlag: Joh. Aug. Soch, UniversitatS - Buchdruckerei Marburg, Markt 2L Telephon 55.

37. J-chrg.

Die Pvlenftage

ist durch die überaus bedeutsame Rede unseres Kaisers bei den Posener Festlichkeiten offenbar in ein neues Stadium getreten. Nicht als ob zu erwarten wäre, daß gegen die nationalistischen Hetzereien der Großpolen in ein milderes Regime eingelentt werden würde, oder daß ein aber­maliger Kurswechsel in der so wechselvollen Polenpolttik eingeschlagen werden könnte, der Kaiser hat vielmehr durch seine weithin schallenden Worte kundgetan, daß zwischen ihm und seinem Ministerpräsidenten in der Behand­lung der Polenfrage bis ins kleinste vollständiges Einvernehmen herrscht. Der Kurs bleibt der alte; aber er führt die Devise: suaviter in modo, fortiter in re!

Wenn der Kaiser die Notwendigkeit betonte, daß, im Fall die Kultur-Arbeit der Deutschen in der Ostmark gelingen solle, der Erbfehler des Parteihaders abgelegt werden muffe, so ist diese Mahnung zum Zusammenschluß des Deutschtums im Osten sehr berechtigt und wird hoffentlich beherzigt werden. Auf demokratischer Seite freilich bemüht man sich schon wieder, Silben­stecherei zu treiben und die Kaiserworte als auf die ostelbischenAgrarier" gerichtet auS- zugeben. DaS ist ganz die Art, sich über un­bequeme Mahnungen hinwegzufetzen. Auch über die Stelle der kaiserlichen Rede, worin das Zusammenwirken von Volk und Beamtenschaft unter Leitung der Krone gefordert und, Wohl unter Bezugnahme auf jüngste Vorfälle, erklärt wird, es verstehe sich von selbst, daß die Be­amten unbedingt nach den Direktiven und gehorsam den Befehlen des Monarchen ohne Zaudern die Politik durchführen, die er für das Wohl der Provinz als richtig erkannt habe, nörgelt bereits bte demokratisch-freisinnige Staats­weisheit herum, ohne daß freilich die Richtig­keit dieses Satzes irgendwie erschüttert werden könnte.

Die Ursachen, weshalb es einem Teile der preußischen Untertanen nichtdeutschen Stammes schwer wird, sich in unsere Verhältnisse zu finden, hat unser Kaiser und König klar durch­schaut. Einmal wird in den Polen so be­merkte der kaiserliche Redner die Besorgnis vor Antastung ihrer Konfesfion wachgehalten. Wer aber, so fügte der Kaiser mit berechtigter Schärfe hinzu, behauptet, daß meinen Unter­tanen katholischer Konfesfion Schwierigkeiten in der Ausübung ihres Glaubens gemacht oder fie gezwungen werden sollen, von demselben zu lassen, der macht sich einer schweren Lüge schuldig." Dieses Wort und die Bürgschaft unseres erhabenen Monarchen, daß das Ver­hältnis jedes Menschen zu seinem Gott unan­getastet bleiben solle, wird hoffentlich den ver­leumderischen Behauptungen, daß der Kampf

26 Machdruck verboten.)

Die Kinder.

Novelle von Marie Bernhard.

Kortsehlmg.)

Der Baumeister hatte denn auch am nächsten Tage zu seiner Schwester geäußert:Du, Käthchen, Margot meint, Du hättest so spott­billig gewirtschaftet, daß Du uns alle gewiß hast hungern und darben lassen! Das könnt' ich aber nicht auf Dir fitzen lassen, ich erklärte mit Fug und Recht, wir wären immer alle schön satt geworden, und es wären auch sehr gute Sachen auf den Tisch gekommen: vernünftige, schmackhafte Braten, Wild und Geflügel und famose Speisen. Auch Deines hübschen Talentes zum Kuchenbacken tat ich gebührendermaßen Erwähnung. Na, Margot sagt, denn müßtest Du hexen können, wie Du das angestellt hättest bei dem Haushaltungs- zeld, sei ihr ein Rätsel, und unter ihrem Re­giment werde die Wirtschaft auf anderem Fuß geführt werden. Mir ahnt, dieserandere Fuß" wird 'n heillosen Batzen Geld kosten, fie toiC schon gleich den Weinkeller neu assortieren, und was das auf fich hat, weiß ich! Kannst Du mir ungefähr sagen, ... ich meine, hast Du nen Schimmer, mit wieviel Haushaltungs- und Toilettegeldern Margot wohl ausreichen könnte?" Nein, lieber Hermann!" hatte Käthe ge­antwortet.Für Margots Begriffe davon fehlt mir jeder Maßstab!"

Na, wenn ihr selbst nur nicht auch der Maßstab dafür fehlt, dann wird'S schon werden! Immer ohne Sorge, die Karre wird schon schief gehen!" Der Baumeister hatte zu seinem Scherz gelacht, aber es klang nicht so, als wenn ihm dies Lachen recht von Herzen käme.

gegen die Uebergriffe der Polen - Agitatton dm Zweck habe, dieProtestantierung" der Ofl- marken herbeizuführm, endlich ein Ziel fetzen.

Der zwette Irrtum, in welchem die Polen befangen find, ist nach unseres Kaisers und Königs zutreffender Ueberzeugung der, daß die Besorgnis wach erhalten wird, daß die StammeS- eigentömlichkeitm und Ueberlieferungen ausge­löscht werden sollm. Dem ist nicht so.Das Königreich Preußen setzt fich so fuhr der Monarch fort aus vielen Stämmen zu­sammen, welche Stolz find auf ihre frühere Geschichte und ihre Eigenart. Das hindert fie jedoch nicht, vor allen Dingen brave Preußen zu sein. So soll es auch hier sein. Ueber­lieferungen und Erinnerungen können ruhig bestehen, allein fie sind der Geschichte, der Ver­gangenheit angehörig. Jetzt kenne ich hier nur Preußen, und bin ich es der Arbeit meiner Vorfahr« schuldig, dafür zu sorgen, daß diese Provinz unauflöslich nut der preußischen Monarchie verknüpft, daß sie stets gut preußisch und gut deutsch bleibe."

Das und nichts anderes ist das Zirt der preußischen Polenpolitik. Darum versteht es fich von selbst, daß mit aller Schärfe und Un- nachfichtigkeit gegen die nationalistische Be­wegung vorgegangen wird, die darauf ausgeht, die preußische Bevölkerung polnischen Stammes gegen die preußische Monarchie aufzuwiegeln und unter Schürung wütmden Deutschenhasses für dieWiederherstellung des großen Polen- reiches" Propaganda zu machen. Nach den Posener Kaiserworten können die Polen daraus rechnen, daß sowohl ihre katholische Religion als auch ihre Stammeseigentümlichkeiten unange­tastet bleiben sollen. In demselben Sinne hat fich auch Ministerpräfidmt Graf Bülow bei der letzten Polendebatte im Abgeordnetenhause ausgesprochen. Aber ebmso können die Polen versichert fein, daß der preußische Staat mit allen Machtmitteln den nationalistischen Be­strebungen entgegentreten und dafür sorgen wird, daß die Ostmarkunauflöslich mit der preußischen Monarchie verknüpft bleibe."

Umschau.

Ein scharfes Dementi.

Die Mitteilung derTägl. Rundschau", daß die russischen Manövergäste in Posen für die Liebenswürdigkeiten des Kaisers kein Ver­ständnis gezeigt und es mit den Polen gehalten hätten, erfährt folgendes scharfe Dementt in derNordd. Allg. Ztg.":

DieTägliche Rundschau" hat aus einem anderen Blatte allerlei böswilligen Klatsch über das Verhalten russischer Offiziere während der Kaisertage in Posen übernommen und ohne

Hoch hoch hoch! Das neue Ehe­paar!"Zum soundsovieltenmal!"Und noch­mals hoch!"Tusch! Tusch!"Und dann die Tafeln forträumen und tanzen!" Stühlerücken, tmnultuarischer Aufbruch nach den Nebenräumen! Die Herren feurig unternehmend, die Damen über alles lachend, manch' ein ge­wagtes Späßchen vertragend. Viele gucken heimlich in den Spiegel, sieht man denn noch menschlich" aus nach dieser langen Sitzung bei Tisch, nach diesem vielen Weintrinken? Hält die Frisur noch, ist der Teint nicht gar zu echauffiert, lassen die Blumen noch nicht die Flügel fin en? Margot in ihrer schweren, schleppenden Brauttoilette ist von ihren alten Anbetern, den Offizieren umringt, unter ihnen der nützliche Hauptmann, der seine Sache so gut gemacht hat, und wieder mit beredtem Lächeln seinen Schnurrbart liebkost, indes er auf die Braut blickt.Die wäre also glücklich unter die Haube gekommen!" denkt er und läßt seine spvttlustig flimmernden Augen im Kreise umhergehen, wem von denreiferen jungen Damen" könnte er jetzt wohl seine unschätzbaren Dienste widmen? DaS ist eine reizende Kleine, die blonde Schwester des Bräutigams! Aber erstens ist die noch sehr jung, und zweitens ist fie offenbarversorgt und aufgehoben!" Wer solche Augen macht, wie dieser nette Philologe da, der bedarf keiner Ermuttgung und Auf­munterung von Seiten des Hauptmanns!

DieDonauwellen!" Ein brillanter Walzer und er reißt sie alle in seinem wiegenden Rhytmus mit fich fort, die ganz Jungen wie die Angejahtten. Arm in Arm wie fliegt das über das spiegelnde Parkett! Die weiße Riesenschleppe der Braut wogt majestättsch hinter ihr drei«, eben läßt ihr Gatte sie los,

Nachprüfung jener Tendenzmeldungen das ge­sellschaftliche Auftreten des Generals Tschertkow bemängelt Nachträglich hat das Blatt die ihm stark übertrieben erscheinenden Berichte durch Aufnahme einer Zuschrift von anderer Seite abgeschwächt, verbleibt aber bei der falschen Behauptung, die russischen Gäste hätten nach Möglichkeit einen Mißton in die Posener Festtage gebracht. Wir müssen es auf das schärfste verurteilen, daß General Tschertkow, ein hochgestellter Gast Seiner Majestät des Kaisers, und seine Begleiter in einem deutschen Blatt lediglich auf Grund von durchaus wahrheitswidrigen Zuträgereien verunglimpft worden find."

Eine Beschuldigung unserer Kolonial­beamten.

DieDeutsche Wochenzeitung in denNieder- lanben" teilt im Hinblick auf die beabsichtigten Burenanfiedlungen in Deutsch - Südwestafrika recht absprechende Urteile einiger Buren mit, welche verschiedene Distrikte in Deutsch - Süd­westafrika besucht haben. Es heißt darin:

Nur im Distrikt Gideon ist die soziale und ökonomische Lage der eingewanderten Buren eine ganz erträgliche. Hier herrscht Ordnung, der militärische Ton ist den Beamten nicht ge­läufig, alle Beschwerden werden genau geprüft. Aber in den übrigen Distrikten herrscht Kasernen­ton, Kasernenatmosphäre, am meisten im Bezirk Warmbad, wo ein Oberleutnant seinen Unter­offizieren eine Machtstellung eingeräumt hat, welche in der Geschichte der Kolonialpolitik keines Landes verzeichnet sein dürfte. Ein solcher Unteroffizier äußert sich unserm Gewährs­mann und einigen anderen Buren gegenüber: Elk boer iS een vervloekte schelm." In dem­selben Distrikt kamen durch die Schuttdrift 60 Burenfamilien mit sechszigtausend Schafen, Rindern und anderm Klein­vieh an. Die Behandlung dieser Leute seitens der deutschen Beamten, Unteroffiziere und der Angestellten der englischen Landban- Gesellschaft war aber eine derartige, daß sämtliche Burenfamilien dem ungastlichen Lande gar bald wieder den Rücken kehrten und fich lieber der verhaßten englischen Re- gierung unterwarfen. Die armen Leute mußten zudem die Hälfte ihres mitgebrachten Viehs zur Begleichung des an der Grenze üblichen Ausfuhrzolls zurück- lassen. (?)

Daran schließen fich Klagen über zu große Reservatrechte der Hottentotten. Ferner wird behauptet, Landkauf-Kontrafte zwischen Buren und der Regierung seien annulliert worden, wenn ein Deutscher auf dasselbe Land reflek- tierte, u. dgl. m. Da nach diesem Berichte das Verhalt« einiger Beamten Südwestafrikas

küßt fie, unbekümmert um etwaige Beobachter, auf den Mund und bekommt einen leichten Schlag mit dem Fächer von ihr für diese ver­liebte Manierlosigkeit.

Jsts erlaubt, schöne Frau?" fragt der Hauptmann, indem er sich tief und zeremoniell vor ihr neigt. Sie legt die Linke auf feine Schulter und begegnet seinem Blick, . ... die zwei alten Freunde verstehen einander wunder­bar gut, fie haben ja lange, lange Jahre hin­durch die gesellschaftliche Campagne durchge- fochten!

Die kleine Liddh ist von einem jungen Sekondelentnant zum Tanz aufgefordert worden und ist selig sie tanzt wie eine kleine Syl­phide und möchte haben, daß es alle, alle sehen, auch Tante Käthe! Aber die tanzt selbst mit Herrn Doktor Rothe, und es sieht sehr hübsch au8, wie er ihre leichte, anmutige Gestalt um­faßt hält und glücklich lächelnd auf ihren blonden Kopf niederfieht!

Der Baumeister holt fich fein Schwesterchen zum Tanz. Alle Welt sagt ihm Elogen über sie, und er freut fich darüber. Wirklich, Käthe sieht famos aus heute abend, und wie er sie so durch den Saal wirbelt, sieht er fie im Geist noch in vielen anderen Situationen vor fich: an seinem gastlichen Tisch die Honneurs machen in ihrem hübschen, einfachen Hauskleidchen; mit geröteten Wangen am Küchenfeuer stehen, mit einer großen weißen Küchenschürze angetan, um irgend ein besonders beliebtes Gericht selbst zu kochen; in Wind und Wetter durch die Stadt laufend, um den Arzt zu holen, wenn Karoline verhindert war; Liddhs Kleidchen und Schürzen stickend; mit den Kindern lernend oder spielend; im losen Morgen kleid neben Walters Bett

nicht den stritten Erttärungen unserer Regierrmtz entspräche, dürfte eine Untersuchung nicht m* bleiben. Bis dahin aber find die AuLführmM» der ,D. W. t d. R." mit Reserve aufzufaff«.

Industrielle und Feuerversicherungs- Gesellschaften.

Die ttn Anschluß an die Errichtung einöl Syndikats der privaten Feuer - Versicherungs- Gesellschaften erfolgte Erhöhung der Prämien­sätze sowie Erschwerung der VerficherungS- bebingungen für industrielle Risiken hotten in der Industrie eine große Erregung hervor- gerufen. Ein Teil der Industrie schloß fich zum Feuerverficherungs-Schutzverbande zusammen ein anderer versuchte aus dem Wege der Ver­ständigung mit den Gesellschaften selbst Er­leichterungen zu erzielen. Auf dem letzter« Wege find verschiedene Erfolge zu verzeichn« gewesen. Einer der wesentlichsten ist der, daß der Ausschluß der Freizügigkeit aufgehoben ist. Die Gesellschaften selbst haben eingesehen, daß mit dieser rigorosen Bestimmung eine ungerecht­fertigte Härte verbunden war, und die Frei- zügigkett für Materialien d. h. für Roh­materialien sowie Halb- und Ganzfabrikate im gewissen Sinne wieder zugestanden. Des wei­teren haben sie von verschieden« Forderung« des Verficherungszwanges Abstand genommen. Neuerdings haben fie auch einige Zugeständnisse betreffs der Prämiensätze gemacht. So ist der Prämiensatz für die Trockenräume mit Dampf­heizung um ein Drittel ermäßigt worden. Man sieht, daß He Feuerversicherungsgesellschaften Hand in Hand mit der Industrie zu den letzteren vortellhasten Aendemngen der Prämien und Versicherungsbedingungen zu gelangen suchen. Vor allem wird auch der Umstand in indu­striellen Kreisen angenehm berührt haben, daß in letzter Zeit durch Vermittelung der ver­schiedenen wirtschaftlichen Verbände den Ver­sicherungsnehmern gelungen ist, in den Besitz der Minimaltarife für ihre Berufszweige sowie der allgemeinen Tarife zu gelangen. Bis dahin hatten die Industriellen gar nicht einmal die Unterlagen in der Hand, auf denen fich ihre Versicherungsverträge aufbauten. Jetzt können fie sich an eine Prüfung derselben machen und an ihrer Hand auf für die Sonderheiten ihrer Anlagen möglichst vorteilhafte Vertragsbestimm­ungen hinarbeiten. Besonderes Gewicht wird schließlich in industriellen Kreisen der von den Gesellschaften in Aussicht gestellten Statistik beigemeffen. Es wird ja sicherlich Jahre dauern, ehe aus den Ergebnissen dieser Statistik zu­treffende Schlüsse zu ziehen fein werden, jedoch wird fich endlich doch nur daran mit Sicherheit ermessen lassen, ob die geforderten Prämiensätze der Gefahrenhöhe der einzelnen Risiken ent­sprechen oder nicht. Jedenfalls erhofft man in

tnieenb, die Temperatur zu messen, ihm Medizin einzuflößen, das Kind anders zu betten . . .

Weich und gerührt, wie Freitags Stimm­ung ist, fühlt er, wie lieb er doch die junge Schwester hat, wie viel er mitsamt den Kindern ihr verdankt, wie sie feine Häuslichkeit gemütlich und anheimelnd gestattet hat, und es tut ihm sehr leid, daß fie geht!

Liebe, alte Käthe!" murmelt er gerührt, wie er fie an ihren Platz zurückbringt.Wirst mir doch sehr fehlen zu Hause!Wird wir kurios fein ohne Dich! Bin Dir auch kolossal dankbar, wirllich, kolossal! Wird uns allen leib tun um Dich, na, unb was aus bem Jungen werden wirb, wenn Du fort bist, bas ist nun schon einfach nicht zum Sagen!"

Hermann, Du mußt mir das Herz nicht noch schwerer machen!"

Aber daß Du uns oft zum Besuch kommst, verstanden? Wenn Dein Gehalt zum Reisen nicht langt, ich schick's Dir! Tas verdammte Gelb überhaupt!"

Hermann! Hermann! ruft es von der anderen Seite des Saales.

Ja, Margot, ich komme schon!"

Ist das wahr, mein gnädiges Fräulein," fragt eine Stimme neben Käthe,daß Sie definitiv schon morgen fort wollen?"

Allerdings morgen!"

Aber warum den solche Eile? Vor mehrer« Wochen treten Sie doch sicher Ihre neue Tätig­keit nicht an, unb ben Ihrigen wird bann bet Abschieb nicht so plötzlich kommen!"

Der Abschied bleibt derselbe, ob er morgen genommen wird, ober in sechs Wochen. Ich wollte nur, ich wäre schon fort!"

Dars ich bitten?" Eine Aufforderung zum Walzer. (Fortsetzung folgt)