Das französische Generalstabswerk und die Emser Depesche.
Seit Jahren geht die Sozialdemokratie mit der nichtswürdigen Unterstellung krebsen, als ob der Krieg mit Frankreich vom Altreichskanzler Fürsten BiSmarck provoziert worden sei durch die Fälschung einer Depesche, die König Wilhelm am 13. Juli 1870 von Ems aus an den damals noch in Berlin weilenden Grafen Bismarck gerichtet hatte. In jener Depesche faßte König Wilhelm den Verlauf seiner Unterredungen mit dem französischen Botschafter Benedetti, die an demselben Tage stattgefunden hatten, kurz zusammen mit dem Anheimstellen an Bismarck, diese Vorgänge den Gesandten in einer Note mitzuteilen und gleichzeitig die Note durch die Preffe zu veröffentlichen. Bismarck hat dies dem Auftrage gemäß getan. Die Sozialdemokratie behauptet nun im Einklänge mit den Gegnern Deutschlands im Auslande, Bismarck habe nicht dem Wortlaut und Sinn der Depesche entsprechend referiert, sondern er habe die Note an den Gesandten in wahrheitswidriger Weise so gefaßt, daß die französische Regierung schwer beleidigt wurde und daß ihr nur noch die Kriegserklärung übrig geblieben sei, mit anderen Worten: Graf Bismarck habe die Depesche seines Königs gefälscht und damit den Krieg heraufbeschworen.
Der Reichskanzler Graf Caprivi hat bereits diese Behauptung in der Reichstagssitzung vom 23. November 1892 als eine böswillige Erfindung zurückgewiesen, indem er die diesbezüglichen Aktenstücke im Reichstage verlad, nämlich erstens, den Brief König Wilhelms an den Grafen Bismarck und zweitens die Depesche, die Graf Bismarck aufgrund des Emser Berichts an die preußischen Gesandten verschickte. Es ergiebt sich daraus, daß Gras Bismarck nichts gefälscht, auch nichts entstellt, sondern nur sachgemäß referiert hat. Nichtsdestoweniger ist heute noch die angebliche Fälschung der Emser Depesche ein Schlagwort der deutschen Demokratie, mit der man i as Andenken des Altreichskanzlers zu verunglimpfen sucht.
15 «Nachdruck verboten.)
Die Kinder.
Novelle von Marie Bernhard.
Fortsetzung.)
IV.
„Eine halbe Stunde ewa noch! Ist alles in Ordnung, Mama?"
„Ich hoffe doch. Sieh nur selbst nach, Kind, Du verstehst Dich doch am besten darauf!"
Die zwei Damen, die dies Gespräch führten, Mutter und Tochter, verstanden sich offenbar beide darauf, sowohl eine Wohnung hübsch herzurichten, als auch elegante Toilette zu machen. Die alte Dame, noch schr aufrecht und würdevoll in der Haltung, trug ein schweres flaschengrünes BrokatÜeid, — die Tochter, ebenfalls von imposantem Wuchs, war von Kopf bis Fuß in duftige weiße Seide gekleidet, und über den prächtigen Spitzen, die den halb entblößten Hals umgaben, tauchte ein dunkler, kleiner Kops empor, nach neuester Mode frisiert, und, wie es eben diese Mode erforderte, ohne Blume, ohne Band, — der kunstvoll geschlungene Knoten nur von einem sehr spitzen P?eil aus hellem Schildkrot durchstochen.
Margot von Reicher war nicht mehr in der ersten Jugendblüte, wohl acht- oder neunundzwanzig Jahre alt; sehr gute Bekannte behaupteten sogar, es müßten einunddreißig Jahre sein! — aber sie konnte außerordentlich gut aussehen, und heute tat sie das. Sie war eine Erscheinung, und das war ihr auch nicht geschehen in den langen Jahren, währeiw welcher sie auf Bällen, Maskenfesten und Schlittenpartieen in ihre« Kreisen gesehen worden war.
mit dein Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Sonntagsbeilage: Jllnftrirtes Sonntogsblatt.
210
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).
JnkertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Roum 10 Pfg.
Reclamm: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Freitag, 29. August 1902.
Erscheint täglich außer an Soun» und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Wend-Ausgabe.
Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
37. Jahrg.
Bestellungen
für den Monat September auf die
„Oberheffifche Zeitnns" nebst ihre» Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Post- anstalten und Lmckbriefträgern entgegen« genommen.
Zum Ueberfluß bestätigen jetzt auch die soeben erschienenen ersten Lieferungen des französischen Generalstabswerkes über den Krieg 1870/71, daß der Krieg in Paris beschloffen war, bevor noch die erste Begegnung Benedettis mit König Wilhelm L in Ems stattgefundeu hatte. Einem kritischen AuSzuge entnehmen wir folgendes:
„Schon wenige Monate nach Königgrütz begann Napoleon mit Vorbereitungen zum Kriege gegen Deutschland. Man schuf im Hinblick hierauf die Nationalgarde, die Infanterie wurde mit dem Hinterlader bewaffnet, und vom Jahre 1868 an beschäftigte sich der General- ftab mit Entwürfen von Kriegsplänen, die alle den Einmarsch französischer Heere nach Süddeutschland oder auf Berlin zum Ziele hatten. Schon im Jahre 1868 hatte der Adjutant des Kaiser?, der Jugenieurgeneral ßcbrun, einen ausführlichen Kriegsplan entworfen, der alsdann bei Ausbruch des Krieges im großen zur Ausführung kam. Das Generalstabswerk gibt endlich zu, daß im März 1870 der Erzherzog Albrecht von Oesterreich, nachdem er von Paris aus alle französischen Heereseinrichtungen studiert hatte, mit dem Kaiser Napoleon einen vollständigen Feldzugsplan gegen Deutschland entwarf, den dann General Lebrun im Juni 1870 in Wien mit dem Erzherzog bis in die Einzelheiten festsetzte.
Das Generalstabswerk gibt vollständig zu, daß der Krieg in Bälde ausbrechen mußte, und daß man nur einen Vorwand abwartete, aber schmälicherweise verschweigt cs, daß damals Kaiser Franz Josef dem Kaiser Napoleon ausdrücklich sagen ließ, „daß er für seine Person den Frieden wolle und nur zumKriege gezwungen würde, wenn die Franzosen als Befreier in Süddeutschland einmarschiert seien. Als dann die spanische Frage austauchte, war der Vorwand gefunden und der Krieg beschloffen, denn am 7. Juli, also noch lange, bevor in Ems die Verhandlungen stattfanden, gab Napoleon Befehl zur Aufstellung von drei Heeren unter Befehl der Marschalle Mac Mahon, Bazaine und Canrobert. Er selbst behielt sich den Oberbefehl vor und bestimmte zum obersten Generalstabschef den Kriegsminister Le Boeuf. Schon vom 7. bis 11. Juli wurden von Le Boeuf die ersten Maßregeln zur Feldaufstellung eingeleitet , also zwei Tage bevor Benedetti am 9. Juli die erste Audienz beim König von Preußen hatte. Am 11. Juli erhielten alsdann die französischen Generale Befehl, in bürgerlicher Kleidung ihre Bezirke zu bereisen, um zu untersuchen, ob überall die Einberufungsschreiben für die Reservisten bereit seien.
Man war also, bevor die endgültigen Unterredungen in EmS stattgefunden hatten, zum Krieg vollständig entschloffen, weil der franzö
sische Kriegsminister mit dem Kaiser der Ansicht war, daß man den Deutschen in der Feldaufstellung weit voran sei und sie unbedingt überrennen könne. Erst am 18. Juli stellte Benedetti in Ems die unverschämte Forderung, daß der König von Preußen die Versicherung geben solle, daß er niemals wieder die Tronkandidatur des Prinzen Leopold zulassen werde. Aber noch zwei Tage zuvor hatte Napoleon einen General- stabsobersten nach Algier entsandt, um dem Marschclll Mac Mahon den Befehl zur sofortigen Mreise zu senden und zur Einschiffung der algerischen Truppen nach Marseille. Schon im Monat Januar hatte man den Krieg in Aussicht genommen, denn schon in diesem Monat wurden diejenigen Truppen in Algier bezeichnet, die im Falle eines Krieges mit Deutschland verwendet werden sollten, und während man sich in Deutschland in voller Sicherheit fühlte, während man namentlich in Süddeutschland von ewigem Frieden und von Miliz schwärmte, hatten die Franzosen uns schon den Besuch der Turkos und Zuaven zugedacht. Dadurch, daß schon am 10. Juli ein Offizier an Mac Mahon gesandt wurde mit dem Befehl für den Marschall, den Oberbefehl des in Straßburg aufzustellenden, zum Einfall in Süddeutschland bestimmten Heeres zu übernehmen, ist.unwiderlegbar der Beweis erbracht, daß man in Frankreich den Krieg haben wollte und daß die Vorgänge in Ems für Napoleon lediglich den Vorwand abgaben. Am 14. IM war Benedetti nach Paris zurückgekehrt, und schon am Tage darauf gingen die Befehle hinaus zum Aufmarsch der Truppen.
So hat das französische Generalstabswerk, ohne es zu wollen, uns Deutschen einen großen Dienst erwiesen, indem es durch seine Angaben dazu beigetragen hat, den wirklichen Störer des Friedens zu entlarven, und schämen sollten sich Zeitungen, die den großen Kanzler noch im Grabe zu verdächtigen suchen. Wenn das französische Generalstabswerk aber heute nach 32 Jahren noch die Behauptung aufstellt, der Botschafter Benedetti sei in Ems durch den König von Preußen beleidigt worden, so ersehen wir daraus, daß das französische Volk, wie dies schon sein bester Kenner, der General Trochu, in seinen nachgelassenen Werken ausgesprochen hat, nichts gelernt hat, und daß es immer noch jeder Unwahrheit zugänglich ist.
Umschau.
Die Reise des Königs von Italien nach Berlin.
Mittwoch 5 V* Uhr nachmittags ist der König von Italien mit Gefolge aus der Wildpark station eingetroffen. Auf dem mit Laubgewinden, Blumen und italienischen und deutschen Emblemen reich geschmückten Bahnhof Wildpark fanden sich ein der Kronprinz, die Prinzen Eitel
Friedrich, Joachim und die übrigen in Berlin und Potsdam anwesenden Prinzen des königlichen Hauses, sowie die im Gardekorps dienenden Prinzen aus den regierenden deutsche» Häusern, der Reichskanzler, Graf Waldersee, die Herren der italienischen Botschaft, das allerhöchste Hauptquartier, die Generäle von Potsdam und der hier weilende Botschafter in Rom, Gras Wedel. Kurz vor Einlauf des Zuges war der Kaiser vom Neuen Palais her eingetroffen. Er begrüßte die Prinzen und schritt die Ehrenwache ab, die eine Kompagnie des Garde-Jägerbataillons mit Fahne und Musik stellte. Am rechten Flügel derselben standen die direkten Vorgesetzten. Als der Zug einlief, präsentierte die Kompagnie und die Musik spielte die italienische Hymne. Der Kaiser, der die Uniform des ersten Garderegiments mit der Kette und dem Stern des Annunziatenordens und dem Bande deS Militärordens von Savoyen trug, schritt dem König, welcher die Uniform des 13. Husarenregiments „König Humbert" und daS Band des Schwarzen Adlerordens angelegt hatte, entgegen. Die Begrüßung war herzlichst, die Monarchen küßten sich wiederholt auf die Wangen.
Nach der Vorstellung der Prinzen und Gefolge schritten die Monarchen die Front der Ehrenkompagnie ab und nahmen den Vorbeimarsch derselben ab, der mit friederizianischem Griffe erfolgte. Dann begaben sich die Herrschaften zu Wagen nach dem Neuen Palais. Im ersten Wagen saßen der Kaiser und der König, im späteren Wagen folgten der Reichskanzler und Minister Prinetti. Eine Schwadron vom Regiment Garde du Corps eskortirte. Am Chauffeeübergang waren italienische Arbeiter, die in Potsdam beschäftigt find, aufmarschirt; sie riefen: „Evviva", als die Herrscher vorüber- fuhren. DaS Publikum, das sich sehr zahlreich eingefunden hatte, brachte während der ganzen Fahrt immerwährend Hochrufe aus. Auf bet ©arten» terraffe des Neuen Palais erwies die Leibkompagnie des ersten Garderegiments z. F. die Honneurs. Hier waren auch die direkten Vorgesetzten dieser Kompagnie, sowie sämtliche Regimentskommandeure von Potsdam versammelt. An der Tür zum Muschelsaal wurden die beiden Monarchen von den Herren des großen Vortritts empfangen und in den Muschelsaal geleitet, wo der König durch die Kaiserin und die in Berlin und Potsdam anwesenden Prinzessinnen des königlichen Hauses und auS den regierenden deutschen Häusern begrüßt wurde. Im Muschelsaal hatten Aufstellung genommen die Schloßgardekompagnie, eine Galawache deS Regiments Gardes du CorpS mit dem Trompeterkorps und der zweite Zug der Leibgendarmerie. Das Wetter, welches während des Tages etwas trübe war, hellte sich bei Ankunft des Königs auf und wurde schön.
Ihre Kreise, — das waren in erster Linie die des Militärs, — ihr Vater war Oberst — durchsetzt von hohen Regierungsbeamten, adligen Rittergutsbesitzern und der Elite der besitzenden Klaffe. Mit einem Wort, es war die Creme der Gesellschaft, in der Margot zu Hause war und als sehr hübsche, gewandte und elegante Dame gebührend gefeiert wurde.
Ganz gewiß wurde sie gefeiert, — immer war sie eine von den ersten, deren Tanzkarte besetzt war, sie wurde sehr viel im Kotillon geholt, bekam schöne Bouquets und zahlreiche Komplimente ... warum heiratete sie nicht? —
Als weltkluge und gewandte Dame wußte sie dafür zu sorgen, daß hier und da ein Gerücht von seinem abgewiesenen Freier, einem aut geteilten Korb, sich verbreitete und sie in den Ruf kam, wählerisch zu sein, — nur wenige, sehr wenige Leute ahnten den wahren Sachverhalt, . . . nämlich die Tatsache, daß die hübsche, gefeierte, bewunderte Margot von Reicher in ihrer langen, glänzenden Karriere wohl sehr viele Derchrer, aber nicht einen einzigen wirklichen Bewerber zu verzeichnen hatte!
Wie das denn so geht! Die einen meinten, sie fei zu anspruchsvoll, — die andern, sie habe nicht genug Vermögen, — dieser fand, sie sei doch etwas stark kokett, und jener, sie wäre nur zum Amüsement im Ballsaal zu brauchen, und er könne sie sich beim besten Willen nicht als Gattin und Hausfrau denken, — — und darüber vergingen die Jahre, der Oberst von Reicher starb, aber seine Gattin und Tochter mußten doch wohl in günstigen Vermögensver- hältniffen fein, denn nach Ablauf des Trauerjahres nahmen sie ihr gewohntes Leben wieder auf, gaben und besuchten Gesellschaften, er-
fchiknen in schönen Toiletten und spielten nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Gesellschaft, . . . nur daß der Duft und Schmelz der Jugend bei einer Dame, die feit fünfzehn Jahren tanzte und in jedem Winter mindestens zwanzig Bälle und Gesellschaften besuchte, unmöglich von Bestand fein konnte! — Seit kurzer Zeit war ein kleines Zugeständnis in Bezug auf den „Kreis", dem die Reicher'schen Damen angehörten, gemacht worden. Sie zeigten sich nicht mehr ganz so exklusiv wie früher, sie ließen, wie man zu sagen pflegt, „mehr an sich kommen," sahen es gern, wenn sie Einladungen zu wohlhabenden Kaufmannssamilien bekamen und behandelten auch die Beamten, die nicht auf allerhöchster Staffel standen, mit liebenswürdiger Zuvorkommenheit. Spitze Zungen — und deren giebt es ja überall! — behaupteten: „Nun ist cs Zeit, — sie machen Ernst, — Margot will einen Mann haben!" Aber da trotz aller nach außen hin betonten Wohlhabenheit niemand recht wußte, wie die pekuniäre Lage der Damen eigentlich wat, hatte auch dies letzte Manöver keinen rechten Erfolg.
Bis man im letzten Winter im Hause des reichen Weinhändlers Stern den Baumeister Frcytag kennen gelernt hatte. Er war eine sehr gute Erscheinung und in Gesellschaft außerordentlich liebenStoürbig, — Margot war dies auch! Er war eine impulsive Natur, für neue Eindrücke ungewöhnlich empfänglich, und der Eindruck, den das elegante, brünette Mädchen mit den gewandten Manieren und der vornehmen Sicherheit ihres Auftretens auf ihn hervorgebracht hatte, war ein sehr starker gewesen. Margot batte das sofort durchschaut, — was übrigens nicht schwer war, der Baumeister
wich den ganzen Abend nicht von ihrer Seite und machte aus seiner Bewunderung gar kein Hehl! — und sie tat, was sie nur konnte, damit sich dieser erste Eindruck nicht abschwäche. Es war nicht wenig, was sie zu tun imstande war, denn sie spielte noch immer eine Rolle in der Gesellschaft, und es gab viele Leute, die sich willig von ihr dirigieren ließen. Sie manöuerierte sehr geschickt, daß sie mit dem Baumeister noch mehrmals auf Gesellschaften zusammentraf, daß er bei Tische ganz in ihre Nähe kam, wenn er auch nicht direkt ihr Kavalier wurde, und das alles wurde so anscheinend harmlos und doch dabei so diskret betrieben, daß Fernstehende nicht das mindeste merkten und nur die ganz Eingeweihten ihre Vermutungen anstellten. Margot war nicht ohne Menschenkenntnis, und Baumeister Freytag richtig zu nehmen, war ohnehin nicht schwer. Er wollte sich in erster Linie amüsieren, und Fräulein von Reicher war amüsant, darüber herrschte nur eine Stimme; sie hatte viel von der Welt gesehen, kannte eine Menge Menschen, wußte gut nachzuahmen, auch zu karrikieren, zitierte Witze und Kalauer und hatte eine sogen, „allgemeine Bildung", deren Lücken sie ge- fchickt zu verbergen verstand. Ferner wünschte der Baumeister etwas seinem Auge Wohlgefälliges zu erblicken, und das traf wieder bei Margot zu, die sich sehr kleidsam zu kostümieren wußte und sich dabei Jo hielt und trug, daß die Toilette nur als Beiwerk erschien und ihre eigene Persönlichkeit den Hauptreiz ausübte. Etwas Koketterie war dem Baumeister bei einer hübschen, gewandten Dame keineswegs unangenehm,. — die ganz lügenhaften, korrekten Frauen fand er langweilig — und auch das bot ihm Margot,