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waltung und die Regierungen der Einzelstaaten alle« aufbieten werden, um die Zolltarifreform glücklich unter Dach zu bringen. Ist auch der zu erwartende finanzickle Erfolg bet diesem Reformwerke nichts als eine angenehme Nebenwirkung, so dürste doch gerade die schöne Aussicht aus Besserung der Reichs- und Staats- Finanzen geeignet sein, die Verbündeten Regierungen auf das Bedenkliche, die Vorlage an kleinlichen Differenzen scheitern zu lasten, Hinweisen.
Das »Berliner Tageblatt" schreibt weiter:
»Neben den immerhin recht problematischen Mehrerträgen auS den Zöllen richtet der Schatzsekretär sein Augenmerk auf neue Steuern, da der Etat deS Reiches sonst nicht inS Gleichgewicht gebracht werden könne. Freiherr von Thielmanu hat diesmcck nicht gesagt, welche Steuern er im Auge hat. Aber man Weitz ohnedies, daß der langen Kette indirekter Steuern ein oder mehrere neue Glieder angefügt werden sollen und daß dabei neben dem Tabak das Bier besonders in Betracht kommt. Wenn wir recht berichtet find, ist es sogar auf das Bier in erster Linie abgesehen. Vorläufig find biefe Steuerfragen noch nicht aktuell. Ehe nicht der Zolltarifentwurf in der einen oder anderen Weise erledigt sein wird, ist ja an anderweitige Projekte nicht zu denken. Aber es muß doch von vornherein betont werden, daß wenigstens von liberaler Seite einer weiteren Ausdehnung der indirekten Steuern der allerschärfste Widerstand entgegengesetzt werden würde. Vielmehr ist der Weg, um das Reich aus seinen Finanz- nöten zu befreien und auf eigene Füße zu stellen, in einer Reichseinkowmensteuer zu suchen."
Die »Liberalen", die das „Berliner Tageblatt" meint, suchen also nicht nur das Zustandekommen der Zolltarifreform zu verhindern, sondern bekämpfen überhaupt alle indirekten Steuern. Dafür soll die berühmte Reichseinkommensteuer einstehen. Wie hoch aber müßte diese Steuer sein, wie würde fie die Steuerkrast der Einzelstaaten schmälern, wenn sie wirksam sein sollte! Das Reichseinkommensteuer-Projekt ist lediglich eine Farce, um die Bevölkerung über die Notwendigkeit, dem Reiche ergiebige Steuerquellen zu eröffnen, hinweazutäuschen.
Ein willkommener Gast.
Die langgeplante Europafahrt des Präsidenten der Republik Mexiko scheint nunmehr der Verwirklichung nahe zu sein. Eine gestern aus London eingegangene Meldung, daß Por- firio Diaz vorauSfichttich schon im September die Fahrt antreten werde, wird von berliner diplomatischer Seite mit dem Bemerken bestätigt, daß auch ein Besuch des Präsidenten in Deutschland und ein Zusammentreffen mit Kaiser Wilhelm in Frage kommen dürste«. Es läßt sich wohl denken, daß der Kaiser di» Gelegenheit nicht vorübergehen lassen will, de« greisen Staatsmann persönlich kennenzu lernen, der sich um das Deutschtum in Mexiko so wesentliche Verdienste erworben hat und erst kürzlich noch bewirkte, daß vom 1. Januar 1903 ab in sämtlichen höheren Lehranstalten Mexikos die deutsche Sprache, neben der englischen, als obligatorischer Unterrichtsgegenstand eingeführt wird. Zur Zeit arbeitet in Mexiko, den Angaben deL Allgem. Deutschen Schulvereins zufolge, ein deutsches Kapital von 130 MÜlionen Mark. Der Handel liegt überwiegend in deutschen Händen, die Bierbrauerei völlig. Auch vom Bankwesen und an der industrielftn Produktion find die Deutschen hervorragend beteiligt.
Ein vertrauliches Zirkular des russischen Ministers des Innern.
Von der deutsch - russischen Grenze Wick» Mitte August der „Münch. Allg. Ztg." ein neues, vom Minister des Innern unterzeichnete» Schriftstück eingesandt, das die Ueberwachuug und Bekämpfung der revolutionären Propaganda betrifft und an sämtliche Gouverneure des Reich» zu vertraulicher Kenntnisnahme versandt worden ist. ES lautet im Auszug:
Erscheint täglich außer an Soun- und Feiertagen.
Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgabe Druck und Berlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts - Buchdruckerri
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Umschau.
An die Brennereibesitzer in Deutschland
hat der Verein der SpirituSfabrikanteu Deutschland folgenden Aufruf gerichtet:
Der Aufruf zur Produktionseinschränkung hat in kurzer Zeit den Beitcktt von etwa 71 pEt. deS Kontingentes der landwirtschast- lichm Kartoffelbrenner erbracht. Auch zahlreiche, dem Derwertungsverbande nicht ange-
mit dem Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: Jüuftrirtes Sonntagsblatt._______________
sobald sie ihm nichts in den Weg legte. Klagen liebte er nicht zu hören, Reformen sollte sie ohne ihn durchsetzen. Er wollte daheim seine Ruhe haben, sich an seinen Kindern erfreuen, mit allem Aergerlichen und Unangenehmen sollte man ihn verschonen, daL war fein gutes Recht, das er als Hausherr hatte, — nicht mehr, wie gerecht und billig bei einem Mann, dem sein Amt schon Erregungen brachte.
So nahm denn Käte jede schwere nnd undankbare Aufgabe, die die Erziehung der Kinder, die Führung des Hausstandes mit sich brachte, getrost auf die jungen Schultern, gestärkt in dem Bewustsein, eine Heimat und Pflichten gefunden zu haben, die ihr Dasein lebenswert erscheinen ließen. Der streitige Punkt zwischen ihr und dem Bruder war und blieb seine Nachsicht gegen Liddh, seine Strenge gegen Walter, und es fiel ihr je länger desto schwerer, das notwendige Gegengewicht herzustellen. Einen wirksamen Freund und Trost hatte fie in Erwin Rothe gefunden, der aus einem oberflächlichen Bekannten ihres Bruders sehr rasch zum Hausfreund und ständigen Aammgast des Frehtag'schen Hauses avanciert war und fich nicht besondere Mühe gab, zu verbergen, wessen Werk dies gewesen war. Der Baumeister sah ihn gern, die Kinder fanden in ihm einen bereitwilligen Spielgefährten, — und Käte — Käte hatte noch niemals daS Leben so freudig angesehen, ihre vielfachen Pflichten so gern erfüllt, wie seit einiger Zeit, und der allzu große Ernst, der ihre Jugend zu beschweren drohte, seit man vor nun bald drei Jahren Frau Helene zu Grabe getragen, war einer von innen heraus durchleuchtenden Frische und Heiterkit gewichen, wie eS einem so lieblichen junam Geschöpf geziemte.
gestalteten Verhältnissen noch am besten as» paffen.
Die Möglichkeit einer Preisbildung, welche für alle Brenner ohne Ausnahme eine sehr erhebliche Aufbesserung ihres Ertrages, für viel» aber Rettung bringt, ist in greifbare Aussicht gerückt. Wer, tun der großen gemeinsame« Sache willen, seine besonderen Wünsche zurückstellen muß, sichert sich noch immer einen sehr bedeutenden Mehrertrag seiner Brennerei. Sein Vorteil wird wahrlich dadurch nicht geringe^ daß einige andere vielleicht einen größeren Nutzen ziehen.
In der Hauptsache aber: Beim Scheitern des Planes muß nicht nur jede Aufbesserung der Preise unterbleiben, e8 liegt auch die Gefahr nahe, daß, um die unumgänglich notwendige Einschränkung herbeizuführen, der jetzige Preisstand noch eine wettere Senkung erfährt.
«ierteltührlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 DL.
bei alle» Postämter» 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld). ”
S Susertionsgebühr: die gespalten« Zeile oder der« Raum 10 Pf» SMMtag, 24. AllgUft 1902.
i Reclame»: die Zeile 26 Pfg.
Der Stand der Reichsfinanzen.
Schatzsekretär Freiherr von Thielmann hat sich unleugbar ein Verdienst erworben, als er in einer der letzten Sitzungen der Zolltarif- Immission den schlechten Stand unserer Reichs- sinanzen nachwies und zugleich darlegte, daß in Herr nächsten Jahren nicht eine Befferung sondern eine Verschlimmerung desselben zu erwarten sei. Inzwischen ist ein Ueberblick über die Ergebnisse deL Reichshaushalts für das Rechnungsjahr 1901 erschienen, auS dem ersichtlich ist, daß das Defizit 48422 783 Mark beträgt. Auch für das laufende Jahr wird das Ergebnis kein günstigeres fein, da die Balancierung deS Etats nur gewissermaßen durch Kunstgriffe herbeigeführt worden ist.
An der durchaus unerfreulichen Finanzlage des Reichs und der damit unliebsam verknüpften Finanzwirtschast der Einzelstaaten wird nun nicht mehr gezweifelt werden dürfen. Es wird also beizeiten Vorsorge getroffen werden muffen, die Defizitwirtschaft im Reiche zu beseitigen, also dem Reiche neue Einnahmequellen zu eröffnen und fein Finanzwesen von dem der Bundesstaaten zu trennen. Wen» auch heute noch behauptet wird, eine Verbesserung der finanziellen Lage des Reiches könne durch äußerste Sparsamkeft herbeigeführt werden, so ist daS verkehrt. Gerade die letzten Etatsberatungen, bei denen „gespart" worden ist, nur um die nächstjähckgen Budgets um so höher zu belasten, haben gezeigt, daß im wesentlichen tatsächlich nichts gespart werden kann, weil eben in der Reichsverwaltung bereits mit der äußersten Sparsamkeit verfahren wird.
Selbst in freifinnigen Kreisen beginnt man darum einzusehen, daß im Reichsfinanzwesen Wandel geschaffen, daß insonderheit eine strenge Grenzregulierung zwischen diesem und dem Finanzwesen der Einzelstaaten herbeigeführt werden müsse. Das „Berliner Tageblatt" beispielsweise schreibt:
„Um eine Reichsfinanzreform, das glauben wir auch, wird man mit der Zeit nicht herumkommen; denn die Verquickung der Reichs- firiauzen mit denen der Bundesstaaten muß auf die Dauer beide» Teilen verhängnisvoll werden. Alle diese Gründe lassen es kaum zweifelhaft erscheinen, daß dem Reich neue Einnahmequellen erschlossen werden müffen. Es fragt sich nur, wo diese Quellen zu suchen find,, da an der Leistungsfähigkeit des deutschen Reiches ja nicht zu zweifeln ist."
DaS „fragt" fich allerdings. Zunächst erblickt indessen auch das „Berliner Tageblatt" in dem neuen Zolltarif eine willkommene Einnahmequelle für das Reich und eine Entlastung für die Einzelstaaten. Darum wird denn auch darauf zu rechnen sein, daß die Reichsver
12 (Nachdruck verboten!
Die Kinder.
Novelle von Marie Bernhard.
(Fortsetzung.)
Jedem Wunsch, den die Derstoichene gehabt, — fie hatte ihm gegenüber wemge geäußert! — spürte er gleichsam in seinem Gedächtnis nach und schärfte Käthe nachdrücklich ein, das müsse so und nicht anders gehandhabt werden, sein armes, liebes Lenchen habe es gewollt. Der Klub und die Freunde wurden vernachlässigt, den schweraebeugtm Witwer fesselten feine mutterlose» Kinder ans HauL. Er hätte füglich nur von einem Kinde sprechen dürfen, denn der kleine Walter fesselte ihn herzlich wenig. Tatsächlich wußte er mit dem Knäbchen nichts anzufangen, wenn er fich auch einredete, er liebe ihn mtt besonder» zärtlichem Mttleid, weil er Helenens Züge trug und beständig kränkelte. Wenn er das Kind auf seine Kniee hob und sein weiches Haar streichelte, tat er selbst daS mtt einer gewissen Verlegen- hett; was in aller Wett sollte er mit dem kleinen Geschöpf, das so einsilbige Antworten gab und nie von selbst mit dem Vater redete, tun? Mit Liddh war eS ein anderes Ding, die plapperte alles an den Papa hin, was ihr gerade in den Sinn kam, — von ihren Puppen, ihren kleinen Freundinnst, von Tante Käthe, der toten Mama und dem schwarzen Kätzchen des Nachbars, — das kleine Schwatzmäulchen stand keine Minute still, und Vater nnd ToAer verstanden einander vortrefflich.--
Allmählich gab der Baumeister eS ans, jeden Tag auf den Friedhof zu gehen, — es regnete oft, da verdarb man ja seine Gesundheit, wie seine Kleider. Es ließ sich auch nicht alle
III.
Wieder die Hausglocke! Diesmal sehr laut, ungestüm, zweimal hintereinander.
„Liddh!" sagte Käthe halblaut und blickt» besorgt auf den Seinen Schläfer; war er auch nicht erwacht? Rein. Er hob ein wenig sei« mageres Händchen, murmelte etwas Unverständliches, seufzte einmal tief auf und schlummerte weiter.
Käthe erhob sich leise und veckieß auf de» Fußspitzen das Zimmer.
Die Haustür flog schallend zu, —, bh Korridortür und die zum Wohnzimmer blieben aber offen; wie ein Wirbelwind sauste ba» elfjährige Mädchen, die Schulmappe an einem Riemen hinter sich herzerrend in bas Hau» hinein.
„Du, — Tante Käthe —"
„Die Türen, Liddh!"
„Ach die dummen Dinger! Ra, so! Warum machst Du mir Zeichen? Was ist loS?"
„Wie siehst Du schon wieder aus! Der Riemen an der Mappe —"
„Ist mir abgerissen! Kan» ich boffltP
„Und Deine Zopfschleife?"
Liddh griff hinter fich.
„Ist die auch schon wieder weg? Na, fo was! Hab' ich gar nicht bemetft. Wer bä findet, wird sich freuen, fie war noch ganz neu."
„Eben! Und Du kannst Dir von Deinem Taschengelde eine andere kaufen."
„Ich? Von meinem bißchen Taschengeld? Ist das Dein Ernst?"
„Natürlich! Wer so unachtsam ist und jck» Woche mindestens zwei Zopffchleifen verliert, kann fie von seinem eigenen Vermögen ersetze«, damit er aufpaffen lernt."
(Fortsetzung folgt)
Abend durchführen, daß er inS Kinderzimmer kam, wenn die Kleinen ihr Nachtgebet sprachen, fie sollten auch lernen, nicht von Papas Anwesenheit abhängig zu machen. Nur der Grundsatz: „Alles soll so sein, wie Lenchen es gewünscht hat!" wurde aufrecht erhalten, und wenn Käthe mit einer Frage kam ober irgend eine Entscheidung verlangte, so hieß es jedesmal „Handle nur in Lenchens Sinn! Mach' es so, wie Lenchen es getan haben würde!" Und dabei hatte der Baumeister noch das angenehme Bewußtsein, jeder Verantwortlichkett überhoben ju sein. —
Nach Jahr und Tag hatten die fidelen Junggesellen, mit denen Baumeister Frehtag vorzugsweise verkehrte, Bauinfpektor Maaß, den dicken, gemütlichen Lebemann an der Spitze, es verstanden, den trauernden Witwer von neuem in ihren Kreis zu zichen und ihren Interessen, dem Kegel- und Billardspiel, der Politik, den schlechten Witzen und den „Mögenden Blättern" wieder zugänglich zu machen. Hingeworfene Bemerkungen, wie: „man müsse den Toten nicht die Ruhe rauben", „die Lebenden forderten auch ihr Recht", „man könne im Herzen weiter, trauern und dürfe doch der Wett sich nicht entftemden" — fanden williges Gehür bei dem Mann, dem seine stille HäuÄichkeit ans die Dauer nicht genügte. Er sthrte seine Freunde dort ein, er arrangierte gesellige Abende in seinem Hause, bei denen namentlich Liddh, die allgemeiner Liebling der Herren war, eine Rolle spielte, und hierbei fiel es ihm nie ein, zu denken, ob sein armes, liebes Lenchen dies gebilligt haben würbe. Ihr Andenken wurde heraufbeschworen, ihre Aussprüche toutben citiert, wenn es ihm gerade paßte; war das nicht der Fall, so unterblieb eS. Käte kam mit dem Bruder ausgezeichnet zurecht
schloffene Brennereien haben ihre Teilnahme angemeldet darunter — nach einer Anzeige des Herrn von Tiedemann - Seeheim — die Mehrzahl der mit der Ostdeutschen Spritfabrik verbundenen Brennereien.
Unsere Gewerbegenoffen bekunden somit in ihrer großen Mehrzeit daß fie den Vorschlag einer Einschränkung der Produktton als den einzigen Weg zur Gesundung des Gewerbes anerkennen. Damit ist aber noch lange nicht genug geschehen. Die zur Sicherung des Erfolges unerläßliche Mindestziffer der Beteiligung setzt die Teilnahme der sämtlichen landwirtschaftlichen Kartoffelbrennereieu voraus.
Darum stellen wir den bisher fern ge- Miebenen Brennern noch einmal die schwere Verantwortung vor Augen, welche fie durch eine Absonderung vor fich selbst und dem ganzen Gewerbe übernehmen würben.
Der deutschen Landwirtschaft würde allein dem Geldbeträge nach durch das Scheitern der Produkttonseinschränkung ein Ausfall von über 20 Millionen Mk. erwachsen. Der Schade» beschränk fich aber nicht auf diesen rechnungsmäßigen Verlust. Für Hunderte wirtschaftlich schwächere Gewerbsgenossen kann die erneute Ertragslosigkeit ihrer Brennerei in der kommenden Campagne zur Vernichtung ihrer wirtschaftlichen Selbständigkeit führen. Diese für ba8 ganze Gewerbe außerordentlich fchwerwiegenden, für Zahlreiche aber geradezu verhängnisvollen Folgen eines Schetterns des Vorschlages zur Produktionseinschränkung würden die Wenigen zu verantworten haben, welche die Beteiligung ablehnen.
In dieser ernsten Sage rufe» wir de» Beistand aller unserer Genossen an. Mr fordern die bisher fern gebliebenen Brenner auf, die Derpflichtungsscheine zur Einschränkung unserer Produktion ungesäumt einzusenden.
An diejenigen Brenner aber, welche ihre Teilnahme bereits erflärt haben, richten wir die dringende Bitte:
Nachbarn und Freunde, die sich noch nicht verpflichtet haben, mit allen Kräften zum Beitritt zu bestimmen.
Wir verkennen nicht, daß manchem Brenner die besonderen Verhältnisse seiner Wirtschaft und Brennerei eine Einschränkung des Betriebes erschweren und den Wunsch nach einer Aenderung der Beitrittsbedingungen nahelegen mögen. Jeder andere Maßstab für die Produktionseinschränkung hätte aber — das hat eine sorgfältige Prüfung der verschiedenen anwendbaren Methoden zur unumstößlichen Gewißheit gemacht — wett mehr Ungleichheiten und Härten im Gefolge gehabt und das Gelingen des Werkes in Frage gestellt. Der bisherige über Erwarten günstige Erfolg beweist, daß die Beitrittsbedingungen in ihrer vorliegenden Form fich den verschiedenarttg