hatte, hatte Leide ju einer angemessenen Geldstrafe verur» teilt. In der heutigen Berufungsinstanz machten die Angeklagten geltend, daß fie nur die Wiese geebnet hätten, von der Anlage eines Steinbruches könne gar keine Rede sein. Nach Vernehmung der Sachverständigen ließ das Gericht diese Schutzbehauptung nicht gelten und erkauute aus Verwerfung der Berufung. — Der Gerichtsvollzieher in Frankenberg setzte vor einiger Zett den Agenten H. Neusel aus seiner Wohnung, weil er, trotzdem ihm gekündigt war, das Logis nicht räumte. Neusel kümmerte sich nun nichts um seine auf der Strafe stehenden Möbel und wurde deshalb wegen Wraeverfperrung in eine Strafe von 3 Mk. genommen Die von ihm beantragte Berufung wurde verworfen. — Unter der Auklage der Rötiguug und fahrlässigen Körperverletzung stand die Ehefrau des Dienstknechts Bark aus Borken unter Anklage. Sie kam eines Tags zu dem Schmied Richter und verlangte eine Hacke, tue ihr Mann zum Ausbesseru dort hingebracht hätte. Ihr wurde bedeutet, daß die Hacke nicht fertig sei, trotzdem nahm sie eine solche mit Ms der Sohn des Schmieds ihr oie Hacke wieder wegnehmen wollte, versetzte fie ihm einen Schlag und erging fich in drohenden Ausdrücken. Die junge Frau, die auch heute recht resolut auftrat, stellte den Sachverhalt anders hin. Durch die Zeugen würde ihre Schuld jedoch erwiesen und so verurteilte fie das Gericht zu 20 Ml. Geldstrafe event. 4 Tagen
(:) AUtenverS, 18. Asg. Gestern fand hier das erste Jahresfest deS hiesigen Blaukreuz- Vereins statt, zu dem eine große Anzahl von Mitgliedern und Anhängern der Sache erschienen war. An 500 Personen hatten sich aus dem, am oberen Ende deS Ortes cBegenen, Festplatze versammelt. Als Redner waren der Leiter des löffelet Blaukreuz - Vereins, Stadtmisfionar Dallmeher, Stadtmisfionar Böhler-Marburg und Lehrer Siebert Hephata bei Treysa gewonnen worden, die es verstanden, die Zuhörer in hohem Maße zu fesseln. Zur Hebung der Fei-r trugen auch wesentlich die unter Leitung des Herrn Dittmann vorgetragenen Stücke des Marburger Posaunenchores bei. Den vielen auswärtigen Teilnehmern öffneten fich in gastfreier Weise die Häuser der Einwohner, die sich freuten, zum ersten Male ein solches Fest feiern zu können. Mag es dem Maukreuz- Bsrein, dessen anerkennenswerte Bestrebungen bekanntlich in erster Linie gegen das Laster der Trunksucht gerichtet find, ohne etwa mit ähnlichen Mitteln wie die bekannte im Osten namentlich fhrcf verbreitete Heilsarmee zu arbeiten, voll und ganz gelingen, seiner hohen Aufgabe gerettt zu werden!
t Kirchhain 19. Aug. Dem von hier gebürtigen Unteroffizier Msttler im 3. See- bataillon in Wilhelmshaven, der die Einschließung in Peking mitmachte, ist vom Kaiser von Rußland die goldene KriegÄuedaille am gelbschwarzen Smtbe verliehen worden.
O Amöaedars, 18. August. Aus Grund ungezogener Ermittelungen sollten im April 1762 im Gefecht bei der Brückermühle die damatigen bestehend«: kurhesfischen schweren Batterien teilgenommen haben. Die Batterien -sotten am Rande des BrückerwaldeS ihre Steilunq gehabt haben. Die Angaben find sehr richtig nr! wo.. ?. die vorhandenen Wälle als Deck««^ fui, . stütze bestätigt. Rach den vorhandenen Geschütz ftufchnitten zu urteilen, muffen daselbst 10 Geschütze in Thätigkeit gewesen sein. Es wird weiter dadurch bestätigt, daß um die Geschützständer herum fich ein Schlag jüngeren Holzes fich befindet. Diese Batterien sollen schr dem französischen Feuer ausgesetzt gewesen sein, indem viele Kanoniere durch heruntcrstürzende Zweige der dmmcks vorhandenen alten Eichen und Buchen verwundet wurden. Der Hauptzweck dieser Zeilen soll aber der sein und zugleich eine Bitte an den Herrn Weber, welcher in nicht zu verkerMuder Weise sehr viel für Erhaltung, Aufbesserung und Aufsuchung alter historifcher Sachen getan hat, wo früher leider leichtsinnig drüber weg- geschen worden ist, daß diese historischen Schanzen am Südranbe des Brückerwaldes er- haltrn bleiben. Die Wiederinstandsetzung würde mit wenigen Kosten verknüpft sein, rstm« daß ein Schaden am Waldbestande entsteht. Wenn hier nicht die menschliche Kraft eingreift, so werden dieselben mit Jahren durch das Vieh- tteibes dem Erdboden gleich g«nacht sein, und die so herrlich gelegene ©tobt ist wieder um eine Sehenswürdigkeit ärmer.
HHen-Naffim und Nachbargebiete
Gemürrde« tu d. Wohra, 17. Aug. Ein schreckliches Unglück hat fich gestern abend, wie wir dem .Eaff. Tgbl." entnehmen, in Langendorf ereignet. Der dortige Einwohner Noll, ein Mann in den siebziger Jahren, wollte mst Mehreren Arbeitern feines Sohnes, des Maurers N. dortselbst, dreschen. Die Arbeit sollte in der Scheune des Landwirts Kohl geschehen. Auch die Kinder de? jungen N. hatten sich bei der Slsteune eingefunden und erblickten, neugierig spähend, an einem Saften eine Flinte hängen. Dieselbe war Eigentum des Kohl, der Jagdpächter ist. Der alte N. willfahrte den Bitten feines Enkels und nahm die Mute herunter, um sie den Kindern zu zeige:!. Mit den Worten: »Soll ich Dich 'mal schießen?" richtete der Großvater die Waffe, die er unaeladen wähnte, auf seinen vier Jahre alten Enkel. Alsbald erfolgte ein Krach und der Knabe wälzte fti) im Blute. Ein Beinchen war unter dem Knie völlig zermalmt und wurde noch am selbigen Tage in der Klinik zu Marburg amputiert. Die Patrone enthielt Rehposten. Einer derselben riß einem jungen Mann ein Stück vom Schuh hinweg.
Dom Vogelsberg 16. August. Die Harlengcwächft in der Gegend von Rixdorf haben infolge der tiefen Temperatur in der
vergcmpenen Nacht sehr gelitten. Die Bohnen sind strichweise ganz erfroren.
ZiegeMain, 18. Aug. Die Feldjagd in Großropperhausen ist wieder fin den Uferet» von 230 Mk. an Herrn La^dtagsabgeordneten von Baumbach verdachtet worden.
Fritzlar. 18. August. Am 18. August tritt Herr ßanbtcu Nöioecye« seinen Udau6 an, der bis zum 15. September dauert, WähreÄ» der Zeit übernimmt der erste Kreisdeputierte Herr Bürgermeister Kraiger die Führung der Geschäfte. Vom 15. bt8 26. September ist Herr Landrat wieder hier und geht bann bis zum 9. Oktober wieder in Ferien. In dieser Zest ist Herrn Kreiöfekretär Baumgack die Amtsführung übertragen.
Kastel, 17. Ang. Nach langer Krankheit verstarb gestern General-Leutnant z. D. Ferd. Frhr. v. Dörnberg zu Herzberg in seiner hiesigen Woauung. Der nun Entschlafene gehörte der hiesigen konservativen Partei seit den Jahren fernes Hierseins an und betätigte sih mit lebhaftem Jnteteffe an allen der Ler- schonermiu gewidmeten Bestrebungen. Die Beerdigung des Frhrn. von Dörnberg, der einer altchessischen Familie entstammt, erfolgt am Dienstag nachmittag 3 Uhr auf dem hiesigen Militärfriedhof.
*! Hofgeismar, 19. August. In wenigen Tagen ereigneten ftdj hier drei schwere Ungtücks- fälle, deren zwei den Tod der Verletzten mit sich führten. Am Sonnabend vormittag wurde das Pferd eines bei Herrn Oekonom Jeppe bediensteten, etwa 16 Jahre alten Knechtes, scheu und ging in raseiider Eile durch. Der Knecht, welcher fich auf schmalem Sattel des Gerätes — es war ein R-chen — nicht halten konnte, wurde vom Sitze geschleudert, 6Ue6 hierbei hängen und wurde eine Strecke mitgeschleist. Schwere Verletzungen an Kopf und Beinen machten seine Neberführuug nach dem Krankenhaus^ notwendig. — Den Tod des Bedauernswerten zur Folge hatte ein weiterer Unfall, der dem 17 jährigen KneLt Friedr. Temme, aus Eberschutz gebürtig, zustieß. Mit einem hoch- geladenen Erntewagen fuhr er in schleunigem Tempo eine abfchüffige Stelle hinab und verlor dabei die Herrschaft über das Gefährt. Er sprang von dem Wagen ab. Dieser fuhr aber in demselben Augenblick gegen einen Baum und der Unglückliche geriet zdnschM ihn und das schwere Gefährt, was mehrere Ripyenbrüche und eine Verletzung der Lunge veranlaßte und seinen baldigen Tod herbeifühtte. — ■Ä’iijt minder traurig war ein Unfall, auf dem Neubau bet hiesigen Gasanstalt. Durch einen NMurz aus einet Höhe von ungefähr z«oei Etagen erlitt der 28jährige Maurer Heinrich Krvhme einen Schädel» vruch und verschied unmittelbar nach seiner Einlieferung im Krankenhaus.
HlUtL«, 16. Aug. Der Kotter nahm die Patenstelle zu dem siebenten Sohne des Rittmeisters v. Eckartsberg vom thüringischen Rlanen-Regiment Nr. 6 an.
Friedberg, 18. Aug. Eine Roheit simder- gleichen verübte ein beschäftigungsloser älterer Schuhmachergeselle, als ihm ftrn früherer Brot- gck>er, der Schu^uacherrneister Deutsch keine Beschäftigung zu geben vermochte. Der steche Bursche entblödete fich nicht, auf den chrlichen, biederen Mann, der Batet dreier kleiner Kinder ist, mit einem Messer wie ein Wahnsinniger einzustechen, und befaß so wenig menschliches Empfinden, daß er sich selbst nicht ftheute, über die angstvoll dazwischeumlende Gattin des schmählich Angegriffenen, eine schwache wehrlose Frau, herzufallen. Auf die Hilferufe der Bedauernswerten eilten Mei kräftige Männer herzu, denen es mit äußerster AnstÄngung gelang, den gefühllosen Mordgesellen zu überwältigen. DaS wackere Ehepaar lag bewußtlos am Boden und eine Mutlache war Zeuge deS unerhörten Borgangs. Schwere Stiche hatte der Unhold feinen Opfern beigebracht. Besonders die Frau war lebensgefähMch verletzt und mußte nach Gießen in bte Klinik überführt werden. Nur mit Mühe gelang es der herzu- kommen-n Polizei den Schmidbuben vor dem Unwillen des Duftes, das ihn fast gelacht hätte, zu retten, mrd in der Tat war es kein Wunder, daß das Bolksempfinden erwachte und seiner Entrüstrmg Lust zu machen suchte. Hoffentlich werden die Gerichte das Amt des Rächers ohne Erbarmen aussüllen, denn für derartige unmenschliche Verbrechen gjebt es keine Strafe, die nicht noch viel zu milde wäre.
Limtsrdsitz, 16. Aug. Heute nachmittag wurde die Bienermusstelluna rm Beisein vieler geladener Gäste und zatkretch^ Anschauer von dem Kreisrat Dr. Wallau hier mit einer kurze«, packenden, die Bestrebungen der Bienen- züchter anerkennenden Ansprache eröffnet.
Erftttt, 18. Aug. Der große historische Festzua, der anlMich der Preußenfeier am Do'" -fioo. 21. von der BSrgev- fchast mit Unterstützung der Zivil- und Militärbehörden veranstaltet wird, zerfällt in vierzehn Gruppen, die Hkchrpunkte atls der reichen Geschichte Erfurts darstellen. Im Nachstehenden gcken wir die Reihe der Gruppen wieder, aus denen sich der Festzug zusammenfetzt, der von acht Herolden zu Pferde eröffnet wird. Gruppe 1: 'x”s der Germanenzeit. Rückkehr waidftoher Recken von der Bärenjagd. — Gr"pv' 2: Bon-fatin« und feine Begleiter und Gehilfen, aus dem Jahre 741. — Gruppe 3: König Heinrich I., der Nncarnbefieger, mit Kriegsbeute und Gefangenen. 933. — Gruppe 4: Karser Friedrich Barbaroffa und Herzog Heinrich der Löwe mit Gefolge zum Reichstag kommend. 1181. — Gruppe 5: Ludwig der HeiUge, Landgraf von Thüringen und feine Gemcchttn, bte
heilige Elisabeth, kommen mit ihrem Gefolge zum Besuche nach Erfurt. 1225. — Gruppe 6: König Rudolf von Habsburg feiert am 1. Mai 1290 die Hochzeit feiner Nichte in Erfurt. Hochzeftszug mit den fürstlichen Frauen und Herren (darunter Friedrich III von Hohsn- zollern), Edelsräulein, Herolde, Junker, Ordensritter, Ratsherrn rc. — Gruppe 7: Festzug bei Eröffnung der alten Erfurter Universität 1392. Ratsherren, Gelehrte, Geistliche, Studenten, Patrizier mit ihren Gemahlinnen, Handwerker, Zünfte mit ihren alten historischen Zunft,dicken und -Fahnen, städtische Landsknechte, fahrende Schüler und stchrendes Volk rc. — Gruppe 8: Luthers Eintz>luog durch die Universität 1521. — Gruppe 9: Einzug Gustav Adolfs und seiner Gemcchftn 1681. — Gruppe 10: Der Kurfürst von Mainz, Erzbischof Johann PhApp, kommt zur Huldigung nach Erfurt 1664. — Gruppe 11: Der Preußerckkwig Friedrich der Große zieht mit seinen Truppen durch die Stadt, kurz vor der Schlacht bei Roßbach. — Gruppe 12: Der Ratsmeister Christian Reichardt, der Begründer des Erfurter Gatteubaues, mit seinen Gärtnern «nd Gärtnerinnen 1760. — Gruppe 13: Der Statthalter Kack von Dalberg mit seinem Haft, Herzogin Amalie von Weimar, Goethe, Schiller, Wieland. 1780. — Gruppe 14: Einmarsch der Preußen am 21. August 1802.
BietzeNknpf, 17. August. Heute verstarb hier nach mehrmonatigem Leiden bet Pfarrer unserer evangelischen Gemeinde, Herr Gerhard Matthäus im Alter von 56 Jahren. Der Dahingegangeue hat 23 Jahre hier gewirkt und sich dadurch besonders verdient gemacht, daß er der Gemeinde zu einem neuen würdigen Gotteshause verkchlfen hat, das vor 11 Jahren feiner Bestimmung übergeben worden ist. Das Ableben des Herrn Pfarrers Matthäus weckt überall herzliche Teilnahme.
Verwischtes
Mr Zucker. Für die amerikanische Betriebsamkeit und Findigkeit liefert ein glänzendes Bckfpick ein Farmer in Kanfas, der einen Plan entworfen hat, wie die Honigproduktion in den Vereinigten Staaten leicht zu verdoppeln wäre. Er schlägt dem Entomologen des landwirtschaftlichen Depattements in Washington, Dr. Havard, in einem Schreiben vor, eine Kreutzuug zwischen der Honigbine und dem Leuchtkäfer ins Weck zu fetzen, der fie in den 6tanb setzt, auch bei Nacht zu arbeiten! (Aul)
Selbstmörder. In einem Anfälle von Schwermut beschloßen gestern die hier im Hause Burgstraße 2» wohnenden KauftnannSwitwe Rosalie uuv bereu 16 Jahre alte Tochter Elsa gemeinsam in den Tod zu gehen. Sie wählten die Todesatt der Vergiftung durch Leuchtgas, schraubten zwei Gummischläuche an den im Schlafzimmer angebrachten GaSkron- leuchter, öffneten den Hahn und legten die Schlauchmündungeu neben fich in das Bett. Früh in der 7. Stunde wurde das Mädchen tot a'.'fgeftmden. Die Mutter lebte zwar noch, starb jebodj im Laufe des Nachmittags. Drei Aerztc bemühten sieh vergeblich die Frau zu rette«.
Das „reiche Basel" macht immer «och seinem Namen Ehre. Das Steuerkapital dieser jetzt etwa 112000 Einwo^ier zählenden Stadt beträgt rund 869 Millionen Francs, 292 Millionen mehr als im Jahre 1887. 893 Personen versteuern ein Vermögen von 100 000 bis 500000 FccS, 174 ein folch^ von 500 000 Frcs. bis aus eine Million und 173 Personen besitzen ein Vermögen von über einer Million. Alle Barvermögen unter 5000 Frcs. find steuerfrei. Einkommen unter 1200 Frcs. siad ebenfalls nicht zu besteuern, ebenso Verheiratete unter 1500 Frcs. und Witwen mit unerwachfenen Kindern unter 2000 Frcs.
— An Stelle des Professors Gnndermarm War an die gießen« Umverfität der a. o. Professor Traube in München als ordentlicher Profeffor für klassisch!' Philologie ernennt worden, er hatte aber den Rus abgelehnt. Jetzt ist er zum ordentlichen Professor für die lateinische Philologie des Mittelalters an der Universität München ernannt worden.
— Der Dozent der Geschichte an der Universität Heidelberg, Dr. Alex. Carfellieri, hat einen Ruf als außerordentlicher Profeffor für mittelalterliche Geschichte an die Universität Jena erhalten.
— Profeffor Dietrich Schäfte in Heidelberg hat den Rus nach Berlin als Nachfolger des Historikers Scheffet>Boichorst abgelehnt.
Wie aus Wien berichtet wird, hat Hofrat Profeffor Dr. M. Gruber die Berufung als Nach- folget Pettenkofers auf die Lehrkanzel der Hygiene in München endailtia anaenotnmen.
— Der Krenzzeitimg zufolge ist auch Profeffor Dr. Kraus in Graz einer der Kandidaten, die für die Nachfolge des Klinikers Gerhardt an der berliner Universität in Betracht kommen.
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KerreKe Ge-eMSMWK
H-mottr« 19. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin wohnten der Enthüllmtgsseier des Kaiserin Friedrich-Denkmals bei, welche? eine koloffaleMarmorbüstevonProf.Uphues ist. Seit« Majestäten wurden auf oem Festplatze lebhaft b^rüßt, wo das Füsilier-Regiment von GerS» dorff Nr. 8 Aufstellung genommen hatte. Am Kaiferzelte stand die Ehrenkompagnie, das Denkmaltzkomitee, Vertreter der Stadt Homburg, Schulen rc. Se. Majestät trug die Uniform de« Leibhusaren - Regiments Nr. 2 »Kaiserin Friedrich'. Unter dem Präsentieren der Truppen fick die Denkmalshülle, der Kronprinz führte die Kaiserin zurück, wahrend der Kaiser am Denk» tz stehen blieb
und ein Lebensbild ferner verstorbenen Muri« gab Nach von den Sängerchötm borge» tragenen Hymnen brachte bet Bürgermeister das Kmferhoch aus, worauf ungeheuer dick Kränze niedetgckegt wurden, barunter solche von den Regimentern, deren Ches die verstorbene Karferin gewesen, der Stadt Homburg, patriotischen Vereine und ber Königin Margareta von Italien. Der Kaiser unterhielt fich lebhaft mit dicken u. a. auch mit dem Profeffor Uphues.
HEtmrg, 19. August. Der Verein bet Hamburger Fuhrherren beschloß nach einer Besprechung mit dem Senator Stammann, alles daran zu setzen, daß in der morgen stattfinden- den geweinfamen Versammlung der Fuhr» Herren und Kutfcher bte Wiederaufnahme heft Betriebes beschlossen werde und, falls solcher Beschluß abgelehnt werden sollte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Wiederaufnahme de? Betriebs zu er$toingen, da für diesen Fall, tote bereits gemeldet, das 3ntraft» treten ber neuen Drosch kenockmung bis zum 1. Januar 1903 verschoben werde« soll.
Madrid, 19. August. Sa8 hier verbreitet gewesene Gerücht von einem Anschlag auf bat König in Pampllma entbehrt jeher Begründung.
Brest, 19, Aug. Bei bet Durchführung her Schuldekrete in Le Folgost, St. Meen und Ploudanick wuck>«t 12 Männer, 10 Mädchen, 2 Gendarmen, 2 Soldaten und 1 Pckizeckommiffar vecketzt. Acht Verhaftungen äntrben vorcs- nommen, von denen zwck aufrechterhalten find. Ein Grundbesitzer, ein Journalist und ein Abbä werden wegen AufretKing der Wamfeftsntm gerichtlich verfolgt.
Lsndon, 19. Aug. Der Prinz von Wales hat gestern im Namtzn des Königs zu Ehren deS Schahs von Persien im Buckingham-Pcckast ein Bankett gegeben, an dem Balfour, die übrigen Ministet und Roberts und Kitchen« teilnahmen.
Frankfurt, 18.August. (@etteibemartt) Am heutigen Wochenmarkt war das Augckot in em» heimischen Brotfrüchte« reichlich und fanden ziemlich Umsätze zu etwas gewichenen Preisen gegenüber bat anfänglich höheren Forderungen statt. Ausländische Brotfrüchte in den gangbaren Sorten knapp und gut behauptet, dagegen auf Lieftrung nachgebend. Gerste kam in recht hübscher Ware vor, jedoch konnte sich darin kein Geschäft entwickel«. Haser in alter Ware gut gefragt bei kl?- m Beständen, neue Ware »och wemg beachtet. Mais hr fest bei guter Frage und kleinen Vorräten. 68 notiere« je nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wettercmer Mark 16,00—16,W, kurheffischer Mack 00,09-00,00, norddeutscher Mark 00,00-00,00,: russischer Mark 16,25-17,40, Redwinter Mack 17^5-1750, Kansas Mark 17,60-17,75, La Plata Mark 16,50—17,50, Walla Walla Mark 00,00-00,08, Roggen, hiesiger Mark 14,10-14,35, Pfälzer Mack 00,00-00,00, russischer M. 15,25—15,50, amerikamsch« Mark 00,00-00,00, Gerste, hiesige Mark 00,00-00,00. Pfälzer M. (»,00-00,00, fränkische M. 00,00-00,0^. Riedgerste M. 00,00-00,00, ungarische M. 00,00-00,00. Hafer, hiesiger M. 00,00—00,00, Württemberger Mk. 03,00-00,00, bayrischer M. 00,00-00,00, rumänisch. R.! 00,00-00,00, Ruff, alter M. 17,50—18,50. Mais, Donau- mais Mk. 12,25-12,40, Russischer Mk. 00,00-00,0(\ La Plata Mk. 12,20-12,30. Alles per 100 Kil, netto effektiv loco hier. — Mehl- unverändert. 68 notieren: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0M. 25,25,-25,75 feinere Marken M. 28,25-28,75, Nr. 1 M. 23,25-23,75, feinere Marken Mk. 24,75,-25,25 Nr. 2 Mk. 22,25 btt 22,75, feinere Marken Mk. 23,25-23,75, Nr. 3 Mk. 21,25-21,75, feinere Marken Mk. 22.25-22,75, Nr. 4 Mk. 18,75—19,00, feinere Marken Mk, 19,00-19,50, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 23,00—23,50, Nr. 1 Mk. 20,00-21,00, Nr. 2 Mk. 15,00-00,00. Alles per 100 Kilo intl. Sack loco hier. — Futterartikel unveränd. Es notieren: Weizenschalen Mk. 4,45—4,55, Weizenkleie Mk. 4,40-4,50, Roggenkleie M. 4,75 bis 5,00, Futtermehl Mk. 5,40—6,50, Biertreber, getrocknet Mk. 5,35-5,40 je nach Qualität. Alles per 50 Kilo netto effeftiv Ipt
Frankfurt, ^8. August. (Vieymarkt.) Zu« Verkauf standen: 471 Ochsen, 54 Bullm, 850 Kühe Rinder und Stiere, 185 Kälber, 189 Schafe und Hammel und 1157 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 69-71 Mk, 2. Dual. 65-67$»., 3 Qual. 60-62 Mk, 4.Dual. 00-003312., BMen 1. Qual. 58-60 Mk, 2. Qual. 54—56 Mk., 3. Qual. 00—00 Mk, Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual, 66-68 Mk, 2. Qual. 61—63 Mk., 3. Qual. 52—54 Mk, 4. Qual. 43-45 Mk, 5. Qual. 00-00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qual. SO—82 Pfa, 2. Qual. 76-78 Psg, 3. Qual. 62-65 fa, 4 Qual. 00—00 Psg, Schafe und Hümmel Qual. 64-66 Pfa, 2. Qual. 60-62 Psg, 3. Qual. ,v-52 Psg, Schweme 1. Qual. 70- 00 Pfg, 2. Qual. 68-69 Pfg, 3. Dual. 00-00 Psg, 4. Qual. 00-00 Wg. Bezahtt tottrbe für 1 Pfund Lebendgewicht t KÄber 1. Qual. 50-00 Pfg, 2. Dual. 47-48 Pfg, Schweine 1. Qual. 50-00 Pfg, 2. Dual. 55-00 Pfg. Geschäft in Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, in Kleinvieh gut. Markt geräumt. — Aus Oesterreich V- en 146 Ochsen, 2 Bullen und 3 Kühe zu«
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