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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllnftrirtes Sonntagsblatt.

Jti. 190

Lierteljährlicher Bezugspreis: bei bet Expedition 2 ML, bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclam en: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Sonnabend, 9. August 1902.

Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-AuSgabe. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniverfitatS - Buchdruckerei

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Die Steuern Äs sozialistisches Agttationsmittel.

Der Bericht, welchen der sozialdemokratische Parteivorstand für den nächsten Parteitag ver­öffentlicht hat, giebt einen Vorgeschmack von dem, waS man an sozialdemokratischer Agitation für die nächsten Wahlen zu erwarten haben wird. Alle politischen Vorgänge, wie sie auch heißen mögen, werden vom rein agitatorischen Standpunkte auS betrachtet. ES muß eben alles den sozialdemokratischen Parteizwecken dienen. Abgesehen von den wirtschaftspolitischen Fragen nehmen in dieser Agitation die finanzpolitischen Derhältniffe den breiteste» Raum ein. Hier wird nach der alten Demagogenart gearbeitet, daß man alle bestehenden Steuern für schlecht erklärt und dem Volk vor Augen hält, wie schön eS bestellt sein könnte, wenn die jetzigen Steuern nicht existierten. Mit diesem alten demagogischen Kniff läßt sich in Deutschland immer noch manche Unzufriedenheit erregen, da der Gedanke, daß Reich und Staat selbstver­ständlich nicht ohne genügende Mittel ihren Aufgaben nachkommen können, noch nicht so Platz gegriffen hat, wie dieS nicht bloß im Interesse deS Staates und der Gesellschaft, sondern auch der einzelnen Individuen zu wünschen wäre. Reich und Staat find doch schließ­lich nur dazu da, den einzelnen Bürger bester zu stellen. Die Steuern, die aufgebracht werden, werden nicht für irgend welche chimärische Zwecke, sondern dazu verwendet, Reich und Staat nach außen gu sichern und im Inneren die Kultur zu fördern. Daran, daß dies geschieht, hat der einzelne Bürger das größte Interesse. Es weä>en ja die Steuerzahler im allgemeinen an Reich und Staat nicht mit großer Freude be­stimmte Steile ihres Einkommens abgeben, aber dcchinter, daß die Demagogen auch die Steuer­frage nur in ihrem eigenen Jntereffe ausnützen, könnten immerhin schon mehr Staatsbürger gekommen sein, als dies tatsächlich der Fall ist. Die Sozialdemokraten weisen auf die schlechte Finanzlage des Reiches hin und machen dafür die Regierung« und diejenigen Parteien ver­antwortlich, welche für die Wehrhastmachung des Vaterlandes tue nötigen Summen bewilligt haben. Daß diese Gelder den Frichen und damit die stetige Arbeitsgelegenheit ermöglicht haben, wird aber wohlweislich verschwiegen. In der Steuerpolitik soll niemals die einzelne Steuer an fich, sondern nur im Verhälnis zu dem Zwecke, dem sie dienen soll, beurteilt werden. Tut man dies, so wird man aber sagen müffen, daß auf dem Gebiete der Wchrhaftmachung de® Vaterlandes in Deutschland wahrhaftig nichts übertrieben ist. Und wenn die Sozialdemokratie weiter die Be­hauptung aufstellt, daß die Mittel, welche das

Umschau.

Die Kaiserzusammenkunft in Reval.

Der deutsche Kaiser und der Zar tauschten während der Endrevue als Zeichen ihrer per­sönlichen Freundschaft ihre Equiletten (Fang­schnüre) aus.

Beide Kaiser besuchten gestern vormittag noch den deutschen KreuzerPrinz Heinrich" und besichtigten ihn während dreiviertel Stunden. Kaiser Nikolaus ließ fich besonders das Lazarett und den Gefechtsverbandsplatz zeigen. Gegen 3 Uhr nachmittags wohnten die Monarchen, in Begleitung des Großfürsten Alexis und des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen, sowie des Gefolges, einem Landungsmanöver bei, welches das Lehrgeschwader gegen die Insel Carloe richtete. Mannschaften griffen die Insel in Barkaffen und Ruderbooten an, während fie ein lebhaftes Feuer aus Bootskanonen und Maschinengewehr« gegen die Erdwälle er­öffneten. Den Schluß der Uebung bildete ein Parademarsch des gesamten Landungskorps vor den Majestäten, die erst im Boote, dann zu Fuß in lebhafter Unterhaltung miteinander und mit den anwesenden Fürstlichkeiten und Würdenträgern dem Manöver gefolgt waren. Beim Verlassen der Insel in der Pinafle des Kaisers Nikolaus erschallten für die Majestäten nicht endenwollende Hurrahruse der am Ufer aufgestellten Mannschaften.

Kaiser Wilhelm verlieh dem Grafen Lams- dorff und Baron Frederick den Schwarzen Adler­orden und überreichte ihnen die Jnfignien des Ordens persönlich.

Reich durchaus braucht, nicht aus der indirekten Besteuerung, sondern aus einer Reichseinkommen- und Vermögenssteuer gezogen werden können, so ist dies wiederum ein demagogischer Kniff; beim es ist selbstverständlich, daß, da die Einzel­staaten zusammen mit den Kommunen die Ein­kommen und Vermögen bereits hoch belasten, das Reich nicht noch eine weitere Schraube an- legen darf, ohne daß die Gefahr entsteht, daß die Individuen in der Ausnutzung ihrer Energie gelähmt werden. Die Sozialdemokraten würden, wenn fie die politische Macht besäßen, auch nicht auS einer einzelnen Steuer quelle die für Reich, Staat und Kommunen nötigen Mittel aufbringen können. Eine solche Steuerpolitik würde, wenn fie versucht würde, scheitern, weil fie an fich unmöglich ist. Die Sozialdemokraten wissen dies auch; toenn fie trotzdem bei ihrer Agitation andere Ziele als erreichbar aufstellen, so tun fie es lediglich, weil leider immer noch ein sehr großer Teil der deutschen Station mit­läuft, sobald über das Steuerzahlen geschimpft wird.

Die gestern im Revalerklub versammelte« deutschen Reichsangehörigen und zahlreiche andere Einwohner sandten ein Huldigungstelegramm an die beiden Kaiser Wichelm und Nikolaus, in dem fie den ersten als den festen Schirm und Hott des deutschen Volkes begrüßen, dem letzteren, dem erhabenen Friedensfürsten, unter dessen Szepter die deutsche Kolonie eine zweite Heimat gefunden, für den Besuch danfen und Gottes Segen auf den Kaiser und daS Herrscher­haus herabflehen.

Oberpräsident a. D. Dr. v. Bennigsen f.

Wieder hat der unerbittliche Tod einen der Männer dahingerafft, die mitschufen und mit« rangen an des deutschen Reiches Einheit und dessen Name schon darum allen Vaterlands­freunden unvergeßlich bleiben wird. Während der Zeit der Ruhe im politischen Leben, während Volks- und Landesvertreter, Kanzler und Staatsminister im Urlaub Erholung suchen und neue Kraft sammeln, ist ruhig und unerwarttt einer der bedeutendsten Politiker, dessen Name Klang hatte weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, Oberpräfident Dr. Rudolf v. Bennigfen, der Begründer und ehemalige Führer der nationalliberalen Pattei, am 7. August abends 88/< Uhr zu Springe verschieden. Geb. am 10. Juli 1824 zu Lüne­burg, wo fein Vater die angesehene Charge eines General - Majors bekleidtte, widmete er sich in den Jahren 184245 zu Göttingen und Heidelberg dem Studium der Rechte und blieb in der juristischen Ca.riöre er war zuletzt Richter am Obergericht zu Göttingen bis ihm 1855 und 56 vom Justtzminister der Urlaub zur Ausübung eines Abgeordnetenmandats ver- weigett wurde. Nach seinem Ausscheiden auS dem Staatsdienste widmete er fich anfangs der Bewittschaftung des väteriich« Gutes, geriet aber bald vollständig hinein ins politische Leben jener bewegten Zeiten und war Mitglied der verschiedensten Kammern. Immer jedoch arbeitete er auf ein Ziel hin, die Begründung und Er­haltung eines geeinten deutschen Reiches, im Verein mit den bedeutendste» Männer, wie z. B. dem unvergeßlich« Finanzminister Miquel. So wurde auf feine Anregung 1859 der deutsche Nattonalverein gegründet, welcher zuerst das Streben nach der Verwirklichung des Einheitsgedankens im Gegensatz zu den gestalt­losen Schwärmereien von 48 energisch und realisierbar aufnahm. Dem folgte 1866 nach Einverleibung Hannovers in Preußen die Gründung der nattonalliberalen Pattei zu Hannover, die er, wie es zu seiner Ehre hier besonders hervorgehoben sei, stets von allen radikalen Strömungen unserer Zeit frei zu halten versucht hat. Als ihr treues und unermüdliches Mitglied gehörte er von 1871 dem Abgeordnetenhause und zwar von 187379

als Präsident an, im Reichstag war er aßeich- zeitig Führer der nationalliberalen Partei. Wenn­gleich er nach Ablehnung des Ministerportefeuille® sich eine Zett lang im Gegensatz zu der Politik in wirtschaftlichen Fragen nammtüch, Bismarck» und der konservativen Partei beftmbai hat, kstieb er doch stets treu einer gemäßigten und regierungs» sreundlichen Haltung in richtiger Erkenntnis» dadurch am besten bem großen Enchettsgedmckm bem Leitstern seines Lebens, dienstbar $u sein. Erst 1898 gönnte er fich im hohen Atter von 74 Jahre» wohlverdiente Ruhe von rastloser, unentwegter Arbeit für Tron und Reich imb zog fich unter gleichzettiger Niederlegung des Oberpräfidium» der Provinz Hannover, welches ihm 10 Jahre zuvor übertragen worden war, gänzlich vom politischen Kamp^ zurück. Leider geglättete sich se n Lebensab--,'.- weniger froh unb unge­stört, als er eS wohl verdient hätte. Mannig­fache, schwere Schicksalsschläge in der Jamil« blieben ihm nicht erfpatt und warm geeignet, ihm seine letzten Tage zu verbittern. So mag denn der Tod ihm gönnen, waS er vom Rest des LebenS vergeblich erhofft, Ruhe und Friede«.

Der Geburtstag des Königs v. Sachse».

Se. Majestät König Georg von Sachs« begeht heute, am 8. August, seinen 70. Geburts­tag. Wenige Wochen erst find verstrichm, seit das schmerzliche Ereignis des Todes des unver­geßlichen Königs Alberi den Bruder des Ver­blichenen aus dm Tron der Wtttiner rief. Mit einer Kundgebung von gewinnender Schlichtheit ergriff König Georg die Zügel der Regierung. Und wenn der Monarch hierin der ZuverfiH Ausdruck gab, daß das sächsische Volk die Liebe, die es bem teuren Entschlafenen gewidmet habe, auch aus ihn, dm König Georg, übertrage« werde, so wird der bedeutsame Tag ferne® siebzigsten Geburtstages bem Könige reiche Be­weise ber Verehrung und Liebe aus dem ganz« Sachsenland bringen und der greife Monarch erkennen, daß ihn feine Zuversicht nicht ge­täuscht hat.

Auch im übrigen Deutschen Reiche wird König Georg als einer der Helden verehrt, bereit Taten auf ben Schlachtfeldern des Kriege® von 1870/71 in ruhmvollem Andenken fori- leben. Er half wie fein königlicher Bruder mit an bem großen Werke ber Einigung unsere® deutschen Vateriandes, und er blieb seitdem em eifriger Soldat und ein reger Förderer der Interessen des dmtschen Heeres. Im Jahre 1887 erfolgte die Ernennung des damalig« Prinzen Georg von Sachsm zum General-Jn- fpekteur der zweiten Armee-Inspektion und 1888 zum Generalfridmarschall. Die preußisch-sächfi» scheu Heeresmanöver de® Jahres 1896 gab« dem Könige besondere Gelegmhett zur Entfaltung seiner ausgezeichnet« mUttärischettEigenschaftm;

84 Machdruck verbot«)

Eine Geldheirat.

Roman vo« L. Haid Helm.

(Schluß statt Fortsetzung^

»Sieh da! Wir kommen gerade recht!" jubelte plötzlich der Alte.Ich brauche eine Taffe Kaffee, Ulla, aber eine große, nicht so ein Täßchen, wie ein Fingerhut!"

.Schön, Onkel, die soll« Sie haben i" lächelte Ulla bem Mm zu.Unb Du, Fritz? Wa®--?"

Der Fritz sucht feinen Kaffee, der sucht seine liebe Hausfrau! Fühlt fich ttmzunglücklich ohne Dich, Ma!'

Onkri Heinrich!'

Herr Sdjrageril" riesen die beiden wie au® einem Munde in wahrem TodeSschrecken.

Na was schreit Ihr mich so an? Jsfs denn nicht wahr? Hast Du Schwerenöter mir nicht in dieser Minute erst gesagt, fie fehle Dir, wie die Sonne einem grau« Winteriage? Ganz poetisch, Ulla, nicht? Und nun ich Euch helftn will'

Ach, Herr Schrageri, um Gottes willen l" OnkÄ, da® geht zu wett, das ift'

Ulla weinte. Fritz drängte den Alten zur Thür er mußte unfehlbar betrunken fein!

Zum Donnerwetter, so laßt mich doch au®- t&ea, albernes Volk/ schrie Schrageri in seiner schönsten Patzigkeit und stellte sich mtt weit- gespreiztm Bem« und ausgebvettetm Arme» vor die Tür, daß Ma, die forilanfm wollte, aar nicht durch konnte.Haltet Ihr mich denn rar einen Weinschlauch? Oder für ein« roh« taktlosen Esel? Habe ich nicht immer gewußt.

was ich tat und was zu tun war, Ihr Kinds­köpfe ? Und nun marsch, gebt Euch einen Kuß unb heiratet! Der Witz hat lange genug ge­bauert! Was meinem Jungen zukam bem arm« Kerl, ber nun still in bet Erbe liegt bas sollst Du hab«, Fritz von Glaichen! Mein Wort gitt so viel wie ein Königswort! Unb was meine gnädigen Frauen Töchter be­trifft, mtt ihren Hohlköpfen von Männern, so krieg« die noch immer g«ug! Na wie iffS? Wird'® nun bald oder ist'® noch nicht recht, Dame Ulla? Was habm Sie denn zum Kuckuck nun noch auszusetzen? Sie seh« ja, ber Fritz'

Anita! Anita Serano N kam es ganz heiser von Mas schneeweiß« Lippen.

Sie war zurückgewichen, so wett fie kr-mtts.

Da lachte Fritz von Glaichen hell unb froh auf.

Ist® weiter nichts, Ma? Liebe, teure Ma, weiter nichts? Anita ist ja bie Braut des Marchese, b« Du neulich sähest! Ich spielte nur dm Strohmann, damit er Zett hatte, in aller Heimlichkeit den Widerstand seines Vaters zu beftegen. Ach Ma, so wußtest Du das? Ich dachte, Du ahntest nichts davon. Du hast nie mtt einem Ton betrat«, daß Du es wußtest und ich ich hatte dem Freunde mein Wort gegeb«, zu schweig« und jeb« Bewerber von ihr fern zu halten. Ich vetmittette bie Korre­spondenz der beiden, ich ach. Mal'

Und ohne fich bei dem großmütig« Onkri zu bedank«, ohne fich auch nur mit einem Blick um ihn zu kümmern, hietten fie fich umschlungen, weinten und lacht« unb wußten garnicht, was zuerst sagen; barum blieb es vor der Hand bei bem stillen mönblidj« Austausch.

Onkel Schrageri ober schlich fich mit breitem Lachen hinaus unb drückte die Thür ins Schloß. Dann wischte er fich mit der dicken, ungepflegt« Hand die Augen.

Unb wmn's noch mein eigner wäre!" flüsterte er traurig. Aber er war immer ein Mann bet Tat. Datum ging er jetzt zu seinem Stuber, bem Oberstleutnant, nahm dessen Arm unb zog ben Erstaunten zu Burghausen.

Ich wollte Euch beiden nur eben anzeig«, daß Fritz ton Glaichen und Ulla Burghausen fich in tneser Minute zum zwettenmal verloben. Für den nervus rerum stehe ich Schrageri und Camp. und ber Fritz tritt auch in allen onberen Ding« in meines verstorben« Ein­zigen Stelle. Ich werbe ihn adoptier«, bie Jahre habe ich bazu und bie ander« Be­dingungen find auch da."

Ganz der patzige, selbstfichere Schrageri von einst!

Und doch nicht. Et mußte meinen. Dann fragte er fein« Bruder ganz bange:Du hast doch nichts dagegen, Oberstleutnant?"

Ich für meinen Teil danke Ihnen im Namen meiner Tochter herzlich, Herr von Glaichen," sagte Butghauf«, immer korrekt aber auch offen erfreut, und der Oberstleutnant umarmte den Bruder.

An diesem Abend erfuhren Wolziu und Anna kein Wort von dem Ereignis.

Unb später, als Ulla und Fritz es ihnen mittetttm, ba nahm Wolzin ihre Hänbe in feine Rechte unb sagte tief ergriff«:Gott hat eS gut gemacht, Kind! Er weiß am besten, was uns frommt."

Seine eigenen Wünsche waren längst be­graben r unb nun Schrageri ihnen da® Geld

gab, wie hätte er selbst in feiner jetzig« Lage besser für Ulla sorgen können?

Immerhin steigt niemand herab von einer stolzen Lebenshöhe, dem'® nicht doch ab und zu leib um ben höhet« Standpunkt wäre, und ber nicht aller feiner Kraft bebürfte, fich feine eigene Philosophie als Trösterin auszubilden.

Der Geheime Kommerzienrat Wolizin ertrug es schwer, fich plötzlich aller feiner Wichtigkeit beraubt zu sehen, unb es war ein guter Rat seines Arztes, ihn unb Anna für lange Zett ins Auslanb zu schicken.Dori lern« Sie beibe des Lebens Wert von einet anderen, vielleicht minder realistisch« Sette kenn« und werden je länger, je mehr Freude daran hab«."'

Dasselbe sagte auch Burghausen.

So war eS denn auch gekommen. Ei« reiner Freudenquell erschloß sich Anna von Glaichen aus der Vertiefung in die Kunst; Naturfreundin wat fie lange schon geworden und das, wa® früher für fie die höchste Wichtig- kett besess«, der Reichtum, d« hatte fie ent­behren gelernt

Aber dann kam plötzlich, wenige Monate vor dem Tode ihres Vaters, eine neue Wendung in ihrem Leb«, und fie sah es bald genug al® eine Segnung des Himmels an, der fie vor völliger Vereinsamung bewahren wollte.

Hans von Glaichen starb mitten aus feinem ehrenvollen Wirk« heraus ganz plötzlich an einer Lungenentzündung.

Seine geschiedene Frau reifte Tag und Nacht um mtt an seinem offen« Grave stch« M könnm, unb fie war es, bie, unterstützt tw ben Wünschen ber Verwandt«, die Wais«