mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllrrftrtrtes Sonntagsblatt.
jm. 189
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Marburg
Freitag. 8. August 1902.
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Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgab«.
Druck und Verlag: Zoh. Ang. Koch, Univerfitäts - Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55»
37. Jahrg.
Englischer Protest gegen Schiff- fahrtssubfidien.
In England mehren sich die gewichtigen 'Stimmen, die im Interesse der britischen Schifffahrt selbst und aus der Erfahrung des Rhederei- betriebeL heraus gegen die vorgeschlagene Subffdienpolitik protestieren. Eine neue Verwahrung liegt uns vor in einem Briefe, de« die Herren Alfred Holt L Co. an den London and China Telegraph richte«. Wir schicken voraus, daß die Firma Alfred Holt & Co. Eigentümerin der in der ostasiatischeu Fahrt wohlbekannten Ocean Eteamshrp Company (Blue Funnel Line) ist. Diese Linie hat ihren Sitz in Liverpool, sie besitzt über 30 meist moderne Frachtdampfer, ist sehr gut geleitet und nimmt unter den englische«, nach Ostafien verkehrenden Linien eine führende Stellung ein. Der Brief lautet:
,6S steht sehr zu hoffen, daß fich die Rheder nicht dazu verleiten lassen, das Privileg ihres Freihandels für die Aussicht auf Subfidien einzutaufchen und so gleichsam das Recht ihrer Erstgeburt für ein höchst zweifelhaftes Linsengericht hinzugeben. Das Freihandelsshstem hat die Handelsflotte groß gemacht und aus ihm beruht ihr Gedeihen. Sicherlich befürworten Rheder, welche für Schiffahrtsfubfidien eintreten, darum noch nicht, auch anderen darniederliegenden Gewerben gleicherweise durch Staats- fchutz aufzuhelfen; oder wie will man denn die Staatshülse auf einen einzelnen Gewerbezweig beschränken? ,Jch bin für Freihandel, Mr. Cobden, überall — ausgenommen bei Heringen*, sagte der Heringshändler. Obgleich streng an dem Grundsatz festgehalten werden soll, nicht in die Tasche des Steuerzahlers hineinzugreifen, um das Jntereffe irgend einer Einzelperson wührzuuehmen, wird doch in der Folge bald ein allgemeiner Sturmlauf aus die Staatskaffe unternommen werden, gerade so wie das in Washington geschieht durch mächtige Handelskombinationen, wobei man das Wohl der Allgemeinheit ganz und gar. aus den Augen verliert, Der Schutzzoll für die Industrie muß aber die FrachtbetiÄge schmälern, und die Schiffahrt wird zu ihrem Teile darunter zu leiden haben.
Es ist häufig geltend gemacht worden, daß uns, obgleich Subfidien an sich unerwünscht find, das Vorgehen des Auslandes dazu zwingt, auch unsererseits Subventionspolitik zu treiben, wenn wir unsere Schiffahrt am Leben erhalten wollen. Aber unser Rhedereigewerbe ist weit entfernt davon, am Rande des Ruins zu stehen, hat im Gegenteil, von einer augenblicklichen Depression abgesehen, innerhalb der letzten vier Jahre eine seiner einträglichsten Zeiten durch-
W (Nachdruck verboten.)
Eine Geldheirat.
-Roman von L. Haid heim.
Kortfetzung.)
»Fritz war eS, Anna! Von ihm ging die Idee aus, daß in alten Papieren vielleicht Entlastungsmomente oder ErÜärungen gefundeu würden. Er kam zu mir —"
„Ich weiß! Mer horch, da kommt Mal*
Sie flog zu Thür, riß sie auf und sie und Alla riefen sich gleichzeitig das frohlockende: »Nicht schuldig* zu, umarmten und küßten sich, dann trat Ulla ins Zimmer und starrte in Meuzenlosem Erstaunen Hans au — dann Anna und wieder Hans.
Einen Moment durchzuckte sie ein uubchag- Uches Gefühl, wie bei etwas völlig Unzulässigem. Aber nein, diese beiden sahen nicht aus wie —
O pfui, sie schämte ffch ihres aufblitzenden Argwohns, daß $an£ jetzt zu Anna zurückstrebte.
»Da steht mein Bote!* sagte Anna.
»Ne, Herr von Glaichen?*
»Ja, Ulla, ich wollte Ihnen als Erster die Nachricht heraufsagen lassen; ich wußte ja, wie — Sie bäde sich ängstigten! Da stürzte mir Anna draußen am Wagen schon entgegen — *
»War das nicht natürlich? llud ist es nun Zucht gut, Hans, daß Du gesehen hast und von wir sÄbst weißt, baß ich ganz ruhig, ganz versöhnt bin? Tw kannst nun getrost Dckre« Weg gehe«, ich denke au Dich immer nur als an den, dem mein Vater ferne Rechtfertigung zu danke« hat! —'
Hans konnte nichts sage« — Ulla $atte sich ri leise weggeschlichen, aber nicht ohne noch
hören, wie Anna mit einem Anklang an einstiges Wesen rief;
gemacht. Daß die Subventionspolitik fremder Staaten für uns unangenehm ist, daS bestreiten wir nicht; hat doch unsere Frachtdampfer-Linie nach dem Osten Jahre lang ohne Staatsbeihilse mit französischen, deutschen, holländischen und japanischen Linien, die alle subventioniert werden, konkurriert. (Hinsichtlich der deutschen Konkurrenz liegt hier ein Irrtum vor. Die große deutsche Frachtlinie Hamburg-Bremen-Ostafien erhält keinen Pfennig Staatssubfidien; auch die deutsche Reichspostlinie erhält lediglich eine mäßige Entschädigung für die Beförderung der deutschen Post und die damit verbundenen Anforderungen an Schnelligkeit, Häufigkeit und Fahrplan der Fahrten. Die Red.). Aber ehe wir uns in eine ausgleichende Subventions- politik stürzen, müssen wir erst einmal folgende Fragen in Erwägung ziehen:
I. Ist die Schiffahrt das einzige Gewerbe, das durch eine fehlerhafte Finanzpolitik des Auslandes geschädigt wird? Könnten nicht viele Handel- und Gewerbetreibende, die unter fremden Zolltarifen leiden, eine ähnliche Hilfe für fich beanspruchen, und würden sie das nicht tun wollen, wenn die Steuerzahler zur Unterstützung der Schiffahrt herangezogen würden?
2. Würde das vorgeschlagene Mittel der Subvention die britische Schiffahrt kräftigen? Manch eine Erfahrung hat gelehrt, daß öffentliche Spenden ein Gewerbe demoralisieren, genau wie Mmosen den einzelnen Menschen niederziehen und aus ganz ähnlichen Gründen. Am Ende werden wir in der Konkurrenz doch die stärkeren sein, well wir ohne Krücken laufen.
3. Was für ein praktischer Vorschlag kann gemacht werden? Entweder muß die britische Schiffahrt insgesamt Subfidien erhalten — das würde, wenn es ausgeführt werden sollte, den Steuerzahlern eine unerhörte Last aufbürden — oder die Unterstützungen müßten einzeln und nach Gutdünken deren gegeben werden, die ihre Bedürftigkeit am besten nachweisen könnten. Wie angenehm und würdig für einen Rheder, fein Bureau verlassen und seine Zeit in den Wartezimmern der Mnister hinbringen zu müssen, fich Mühe geben zu müssen, der Regierung klar zu machen, daß er ganz besonders nahe daran ist, durch die Subfidien fremder Länder ruiniert zu werden! Und dann ist zu bedenken, daß jede Beihilfe, die einem einzelnen, ausgewählten Rheder gegeben wird, direkt als eine Ungerechtigkeit gegen den anderen wirkt, der keine Subfidie empfängt. Würden die großen Schiffahrtsintereffen wirklich bei einer solchen Vorzugssubventionierung gut fahren? Man scheint ost anzunehmen, daß bloß Gesellschaften, die Passagiere befördern, Berücksichtigung verdiene», vielleicht deswegen, weil sie besonders vor die große Oeffentlichkeit kommen
„Nein, Du darfst nicht gehen! Mein Vater wird Dir selbst danken wollen —*
„Um Gottes willen, Anna! Mute mir das nicht zu. Laß mich nicht bei all diesen anderen Männern stehen, mich, der trotz Deiner Barmherzigkeit doch nicht frei aufsehen könnte. Nein, laß mich fort, ich bin mein eigner Richter und habe für mich noch nie eine Minute das: Nicht schuldig! gehabt.*
Schon in seine heftig protestierenden Worte hinein war das Vorjahren eines Wagens zu hören, dem rasch ein zwetter folgte, dann eine ganze Reihe.
Anna flog hinaus, den Vater zu begrüßen und Hans stürzte Ulla nach, die, ungewiß was sie zu thun habe, im Salon stand und hinaushorchte.
Es bedurfte keines Wortes zwischen ihnen. Sie führte ihn durch eine Reihe Zimmer auf die Veranda, von der eine Treppe in den Garten führte. Eine Minute später fuhr er in einem der eben gekommenen Wagen fort.
* *
Es war kein großes Triumphgeschrri derer, die Wolzi« begleüet hatten, aber eine lebhafte frohe SÜmmung. Sie wurden von Schragert, der die Honneurs machte, in das Frühstückszimmer geführt, während Henke schon in größter Aufregung Wie Tafel zu decken begann, über als einziger Dieser und Faktotum bald Wer, bald dort m Anspruch genommen wurde.
Sie waren auf Wolzins Bitte alle mitge- kvmmen: seine Beamten von der Bank und von den Fabriken, seine braven Werkmeister von der Eisenhütte und die Arbeiter, welche die weite Reise nicht gescheut hatten. Von aC den Unternehmungen mufcte fich Wlckzin in Bälde loslösen — sie wußten es — über sie hatten doch kommen wollen, ihrem Herrn die Treue
und ihre Namen uns vertraut klingen; aber gemeinhin haben Frachtlinien einen härteren Kampf zu führen, und sie leisten einen genau ebenso wichtigen Seil nationaler Arbeit tote die Passagierlinien.
Was aber kann denn nun getan werde«, fragt man, um die Schäden auszubeffern, die uns durch ausländische Subfidien zugefügt werde« und die wir uns gefallen lassen müssen? Sicherlich darf nicht an ein derartiges Hellmittel gedacht werden wie die Wiedererweckung der Schiffahrtsgesetze; das waren Erzeugnisse handelspolitisch völlig in Dunkel gehüllter Zeiten. Ausgeschloffen muß es auch sein, fremden Schiffen höhere Abgaben auszuerlegen oder Güter, die auf ihnen eingeführt werden, höher zu besteuern. Die allein richtige Schiffahrtspolitrk ist die: schädlichen Finanzoperationen des Auslandes mit Erleichterungen in Großbritannien zu begegnen und olle Elemente der Subventions- Politik zu beseitigen, die — im Widerspruch zu unserem allgemeinen Grundsatz — schon de« Weg zu uns gefunden haben, offiziell als rein postalische Institutionen."
An diesen Ausführungen des englischen Frei- Handels-Doktrinärs ist zweierlei interessant: Ersten?, daß er das Aufblühen der deutschen Schiffahrt auf Staatssubfidien-» zu- rü ckführt, was bekanntlich unrichtig ist, und zweitens, daß er trotz des Aufschwungs der deutschen Schifffahrtunter der Schutzzollpolitik diese für die Schiffahrt für verderblich hält! Die Parteibrille, mit der dieser englische Rheder die Welt betrachtet, hat ihn völlig um seinen klaren Blick gebracht! Nicht durch das Freihandelsprinzip wird die Schiffahrt am besten gefördert, sondern durch das Schutzzollsystem, welches Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft zur Blüte bringt und den Wohlstand eines Volkes in allen seinen Schichten vermehrt! Dann heben fich auch die Erze» g- nisfe und steigern fich die Bedürfnisse. Beides aber hat ein Anwachsen der Seefrachten unmittelbar zur Folge, was hinwiederum belebend auf die Schiffahrt wirkt!
Umschau.
Die Revaler Zweikaiserzusammenkunft.
Gestern morgen ist das Kaisergeschwader programmmäßig aus der Rhede von Reval eingetroffen, lieber die Ankunft liegt folgender telegraphischer Bericht vor:
Bald nach 81/, Uhr morgens kam die Jacht „Hohenzollern auf der Höhe von Reval in Sicht. Ihr folgten der Panzerkreuzer „Prinz
zu zeigen. Da waren Major von Kantrupp mit seinen drei Schwiegersöhnen, ler Oberstleutnant, der seinen Fritz nicht vom Arme ließ, Burghausen und eine ganze Reihe von Wolzins Geschäftsfreunden. Sie redeten alle durcheinander, Schragert selbst lief mit der Flasche herum und füllte die Gläser von neuem, präsentierte Cigarren und trieb Henke zur Köchin, sie müßte schaffen, was möglich sei, die ganze Gesellschaft bliebe zu Tisch.
Ulla hatte die rettende Idee. Sie sprang in einen der wartenden Wagen und fuhr zu Borchart, damit war alles in Ordnung und drei Viertel Stunden später rückte dessen Kompagnie mit dem Menagewagen an.
Unterdes hatten Anna und Wolzin fich ausgesprochen, sich gegenseitig alles erzählt und in ihrer großen Aufregung sich beide über nichts gewundert. Anna nicht darüber, daß sie Hans wieder gesehen und ohne GemÄserschütterung mit ihm gesprochen — Wolzin nicht darüber, daß sie ihm dies alles erzählte, als sei es das Natürlichste von der Welt.
Erst lange nachher wurde es ihm und allen immer klarer, daß in AnnaS Herzen die Saiten fehlten, die früher so hell getönt. Sie warm wohl zerrissen — damals, als sie Hilde tu Haus' Armen fand!
Der alte Herr war sehr angegriffen, er hätte Ruhe haben müssen; aber er wollte davon nichts wissen. „Ich habe jetzt Ruhe genug vor mir — mehr, als mir lieb sein wird,* wies er Anna zurück, als sie fich darum sorgte.
Borchart hatte fich mit Ruhm bedeckt.
Hundertmal und öfters waren in diesem Hause an WolzinS Tafel tadellose Gastwahle gefeiert worden — nie eines, bei dem die Gesellschaft so gemischt und dennoch so einhellig froh gewesen wäre.
Heinrich*, der Kreuzer Nymphe*, das Torpedoboot „Sleipner* und drei andere Torpedoboote. Die „Hohenzollern* hatte die Kaiserstandarte gehißt. MS auf der „Hohenzollern* die russiche Kaiserjacht .Standart*, welche die russische Kaiserstandarte gehißt hatte, gesichtet wurde, gab Kaiser Wilhelm Befehl zum Ehrensalut von 31 Schuß.
Inzwischen war der Kaiser von Rußland auf die Meldung vom Herannahen der „Hohenzollern*, begleitet von den Jachten „Swetlana* und „Polarnaja Swesda* und sechs Torpedobooten dem deutschen Kaiser entgegengefahren. Die russischen Schiffe hatten die deutsche Flagge im Großtopp gesetzt. MS der Salut der „Hohenzollern ertönte, erwiderte der „Standart* mit , 31 Schuß. Auf der „Hohenzollern* wurde die russische, auf dem „Standart* die preußische Nationalhymne gespielt. Kaiser Nikolaus hatte unterdessen den zum Ehrendienst bei dem deutschen Kaiser befohlenen Fregattenkapitän Tschagin und den zum Ehrendienst bei dem Prinzen Friedrich Heinrich befohlenen Fregattenkapitän Paulis, den bisherigen Marineattache in Berlin, nach der „Hohenzollern* entsandt, um den deutschen Kaiser einzuladen, ihn auf seiner Jacht ..Standart* zu besuchen. Kaiser Wilhelm begab fich nunmehr mit den beiden russischen Offizieren und dem Gefolge an Bord des „Standard*, woselbst Kaiser Nikolaus den hohen Gast am Fallrepp empfing und nach herzlichster Begrüßung und wiederholter Umarmung an Bord geleitete. Der „Standart" nahm dann, gefolgt von den anderen Schiffen beider Geschwader, den Kurs nach Reval.
Als der „Standart* mit beiden Majestäten sich der auf der Rhede liegenden russischen Flotte näherte, die aus 14 Kriegsschiffen und 15 Torpedobooten bestand, feuerte dieselbe einen Ehrensalut von 21 Schuß, und die russischen Mannschaften brachen in Hurrarufe aus. Der deutsche Kaiser begrüßte jedes einzelne Schiss durch Zuruf, welcher von den Mannschaften erwidert wurde. Der „Standart*, dre „Hohenzollern* und die Begleitschiffe ankerten darauf zwischen der russischen Flotte. Kaiser Wilhelm hatte russische Admiralsunisorm, Kaiser Nikolaus deutsche Admiralsuniform angelegt.
An Bord des „Standart* stellte Kaiser Nikolaus seinem hohen Gaste die Kommandanten der russischen Kriegsschiffe vor. Sodann verabschiedete fich Kaiser Wilhelm vom Kaiser von Rußland und begab fich darauf nach der „Hohenzollern*, wo alsbald der Gegenbesuch des Kaisers Nikolaus, den Großfürst Alexis und das Gefolge begleiteten, erfolgte, Kaiser Wilhelm empfing den hohen Gast am Fallreep und begrüßte ihn herzlich. Nach der Vorstellung
„Es ist ein lukullisches Mahl!* lobte einer der Herren.
„Mein letztes!* setzte Wolzin im stillen hinzu.
Von jetzt an war er nicht mehr der MMonär. Er grämte fich nicht darüber.
„Mitnehmen kann ich nichts und Anna behält genug!" sagte er fich.
Was es ihn gekostet, so weit zu kommen? —
Und nun war's vorbei — die Gäste gingen einer nach dem andern.
Der alte Wolzin hielt jedem stand und hatte liebe, sorgliche Worte für jeden.
Unterdes hatte Onkel Schragert fich heute einmal wieder besonders herzlich gegen Fritz von Glaichen gezeigt und dieser, froh, den beften Freund den et hatte, aufleben zu sehen, gab sich alle Mühe, das Aufleuchten einer froheren Stimmung festzuhalten.
„Komm*, sagte Schragert endlich in seiner alten, herrischen Weise, „ich will mir von Ulla noch eine Tasse Kaffee geben lassen. Sie ist doch ein braves Mädel, die Ulla, hat hier im Haus wie ein guter Geist gewaltet, bei Deinem Bruder auch. So ein alles Jungferchen in der Familie ist Goldes wert.*
„Laß mich gehen, Onkel,* riß Fritz fich plötzlich los. „Du hast recht genug, aber daß Dein Wort Ulla gilt, die mir in meinem Leden fehlt, wie die Sonne einem grauen Wintertag, daS vergißt Du immer!*
„Na ja! na ja! Ich hab's ja nicht schlimm gemeint 1 So fei doch nicht so unangenehm mit mit allem Manne!* bat Onkel Schragert, ihn festhaltend.
Dabei ttat-n sie schon zu Ma in den Salon, wo sie hausfraulich mit der Kaffeemaschine Waltete.
(Fortsetzung folgt.)