mit
und Kirchhain.
M 186
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Marburg
Dienstag, 5. August 1902.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sc.ulabe»dS m Morgen- und Mend-AuSgabe.
Druck und Berlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
37. Jahrg.
Kanalprojekte
find in letzter Zeit wieder lebhafter in der interessierten Preffe erörtert worden. Soweft sich alle diese Preßäußerungen überblicken ließen, wäre es ein vergebliches Bemühen gewesen, darin eine neue Motivierung für den Bau von Kanälen, in Sonderheit des Mittellandkanals, entdecken zu wollen. Man fand in den Auslassungen wirklich nichts, was dazu angetan gewesen wäre, dem sicherlich nach Gebühr abgehandelten und abgewavdelten Gegenstände eine neue, interessante Seite beizulegen oder einen aktuellen Reiz zu verleihen. Man hatte bei der Lektüre jener, in Anbetracht unserer gesamten politischen Konstellation recht deplaciert erscheinenden Betrachtungen das Gefühl, als ob die kanalfreundlichen Blätter in instinftattiger Erkenntnis der wahren politischen Sachlage nur ein journalistisches Scheingefecht mit Einsetzung ganz geringer Kräfte zu führen beabsichtigten. Es wurde mit dm alten Argumenten operiert, welche blank geputzt und auf neu gebracht worden waren. In der Hauptsache gipfelte die Beweisführung in der Andeutung des gewaltigm Segens, welchen die Kanäle über das ganze Land verbreiten würden, besonders im Hinblick auf die Industrie, aber auch die Landwirtschaft, nicht weniger aber in allgemeiner verkehrspolitischer Hinsicht. Erschimen die vorgetragenen Beweisgründe ehemals als wenig beweiskräftig, so waren sie es diesmal im vollen Tageslichte der, durch die Kämpfe um die Kanalvorlage geklärten und erhellten Situation nicht minder. Die Kanalartikel habm wohl bei niemanden, den man zu überzeugen beflissen war, einen Eindruck hervorgerufm, das kann man mit Fug und Recht aussprechm. Diejenigen, welche die Beeinfluffungskampagne unternahmen zum Zwecke der Umstimmung der öffentlichen Meinung, die gar nicht so schwankend ist, als verschiedentlich geglaubt wird, dürften denn auch wenig von dem erzielten Erfolge erbaut fein. Der Anlaß zur Besprechung der Frage bot sich der kanalschwärwerischen Preffe in zweifacher Gestalt. Einmal in der Befragung der sächfischm Handelskammern über die Kanalpläne der preußischen Regierung. Die Ergebniffe derselben wurden von uns bereits kritisiert. Ein weiterer Anlaß war durch eine Nachricht gegeben, die eifrig kommmtiert wurde. Wie nämlich verlautete, habe der Senat von Bremen dem Oberbaudirektor Franzius den Auftrag erteilt, ein Kanal- und Hafenprojeft auszuarbeiten, das die Verbindung der Seeschiffahrt mit der Binnenschiffahrt auf der Weser und dem Mittellandkanäle zu bewerkstelligen habe. Dieser Kanal solle, so konnte man weiter vernehmen, von der Oberweser durch die Neustadt von Bremen nach der Unterweser führen. ES wird
dem Kanäle die Bestimmung zugewiesen, das von dem Mittellandkanal berührte Hinterland mit der See in Verbindung zu setzen und demnach erschiene er berufen eine wesenüiche Erleichterung des großen Verkehrs zu bewirken. Die Baukosten beS Projektes wurden auf 15 Millionen Mark veranschlagt. Die Landwirte können wieder einmal an einem Beispiele ersehen, wie spielend leicht für Unternehmungen, die den Wetthandels- intereffen zu dienen bestimmt sind, Millionen ausgeworfen werden, während es unendlich schwer hält, Mittel für Stromkorrekturen und Wafferregulierungeu flüssig zu machen, obgleich davon unter Umständen das Wohl von Tausenden von ländlichen Existenzen abhängt, ganz zu geschweigen von den gesunden Erwägungen förderlicher Landeskultur. Im übrigen läßt sich wohl kein Projekt denken, welches weiter von der tatsächlichen Realisierung entfernt wäre, denn das eben geschilderte, da die Verwirklichung desselben nur unter der Voraussetzung ins Auge gefaßt ist, daß der Bau des Mittellandkanals gesichert fei. Danach dürste Wohl den Urhebern des Bremer Planes noch reichlich Gelegenheit bleiben, ihr Kanalprojekt eingehend nachzuprüfen, ebenso bett Bremer Steuerzahlern, ihr Gelb im Kasten zu behalten. Denn für bie Propagierung der Kanalideen konnte fraglos keine Zeit ungünstiger gewählt werden, als die gegenwärtige. Die Finanzlage des preußischen Staates ist eine total unbefriedigende, sodaß sie eine Belastung des Etats mit den Kosten von Kanalbauten nicht verträgt. Auch würde in Anbetracht gerade dieses Umstandes die Entscheidung des preußischen Abgeordnetenhauses kaum anders fallen als das letzte Mal. Nun hat man der Regierung den Rat erteilt, die Kanalvorlage im Reichstage einzubringen. Ein übeler Rat! Die Regierung wird ihn zudem allem Anscheine nach niemals befolgen, denn es würde im höchsten Maße für sie blamabel sein, wenn sie über den Kopf des „ungehorsamen" Abgeordnetenhauses hinweg an den „kanalsrommen" Reichstag appellieren wollte. Würde es aber das preußische Abgeordnetenhaus ruhig über sich ergehen lassen, eine Sache, die ^naturgemäß ihrer Kompetenz zugehört, vor ein anderes Forum bringen zu sehen? Jedenfalls würden einige von den verbündeten Regierungen auch noch manches Wörtchen hineinzureden haben, wenn die Aufforderung an sie heranträte, vermöge ihrer Mittel den preußischen Kanal bauen zu helfen. Ja, aber — und das ist eine der Hauptsachen — ist man denn der Zustimmung des Reiches so unbedingt sicher?
Es ist etwas anderes, in einer zu nichts verpflichtenden Art mit großen Plänen zu liebäugeln, und etwas anderes, dafür den Beutel zu ziehen, um hunderte von Millionen für einen
solchen Zweck festzulegen. Unsere Reichspolitik ist überdies zur Stunde derart durch die Sorgen um das Zustandekommen des Zolltarifentwurfs in einer für Landwirtschaft und Industrie wfriebenftellenbett Gestalt belastet, daß der Gedank, den Reichstag auch noch mit der Sorge um den Mittellandkanal zu bepacken, sich von selbst ausschließt. Wie man die Sache auch ansieht, man kommt zu dem Ergebnis, daß die Kanalfratze wieder einmal zur Unzeft angeregt worden ist. Die öffentliche Besprechung des vom bremischen Senate ge- fötdetten Projektes wäre i esser unterblieben. Die ins uferlose gehende Erweiterung der Kanalpläne ist ganz dazu angetan, den real- politisch veranlagten Daterlandsfreund zu erschrecken. Auf diesem Wege erwirbt man Sympathien für die Kanalprojekte keinesfalls.
Umschau.
Die Militärtauglichkeit der berliner Bevölkerung.
Der Bericht über die Bedeutung der landwirtschaftlichen Bevölkerung für die Wehrkraft beS Deutschen Reichs, den der Deutsche Land- Wirtschaftstat kürzlich herausgegeben hat, ent» -hält in seinen reichhaltigen Anlagen u. a. auch eine Untersuchung von Dr. Dade über die Militättauglichkeit der berliner Bevölkerung. Danach tonnten in Berlin unter 100 abgefertigten Militärpflichtigen im Durchschnitt der 5 Jahre 1896—1900 nur 32 als tauglich aus- gehoben werden, während gleichzeitig auf 100 abgefertigte Militärpflichtige in der Provinz Brandenburg ohne Berlin 53 Taugliche, in der Provinz Ostpreußen 67 Taugliche unb im Deutschen Reich 52 Taugliche kamen. Rechnet man zu büjeu Rekruten noch die der Ersatzreserve überwiesenen Gestellungspflichtigen hinzu, so find von 100 abgefertigten Militärpflichtigen, abgesehen vom Landsturm, als dienstbrauchbar befunden: in Berlin 38, in Brandenburg ohne Berlin 68, in Ostpreußen 80 und im Deutschen Reich 69, d. h. die Militärtauglichkeit der berliner Bevölkerung verhält sich zu der von Brandenburg ohne Berlin und zu der von Ostpreußen wie 1:1,8 : 2,1, oder mit andern Worten, die Provinz Ostpreußen, deren Bevölkerung noch zu drei Viertel auf dem Lande wohnt, liefert relativ doppelt soviel Rekruten wie Berlin. Auch geht aus diesen Ergebniffen der Rekrutierungsstatistik hervor, daß die Militärtauglichkeit der Berliner Bevölkerung toett unter der durchschnittlichen Tauglichkeit der Gesamtbevölkerung des deutschen Reichs steht. 53 Prozent oder über die Hälfte aller abgefertigten Gestellungspflichtigen in Berlin mußten 1900 dem Landsturm überwiesen werden. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß unter den Gestellungs
pflichtigen in Berlin auch Personen ländliche, Herkunft sich befinden, die nach den Untersuchungen von Dr. Bindewald in den Städten Halle, Hannover und Linden 38 pCt. aller Gemusterten betragen. Von der Gesamtbevölkerung Berlins find fast 60 pCt. außerhalb Derlins geboren, und von diesen stammen fast vier Fünftel oder die Hälfte der berliner Bevölkerung auS den östlichen Provinzen. Würde man die Militär- tauglichkeit der in Berlin geborenen Gestellungspflichtigen für sich untersuchen, so würde dir Decadence ober physische Entartung bet berliner Bevölkerung mit Rücksicht auf ihre Wehrkraft zweifellos noch schärfer als in ben obigen Zahlen hervortreten. — Der obige Bericht bes Deutschen Landwirtschaftsrates ist im Verlage von Paul Parey-Berlin erschienen und kann von jeder Buchhandlung bezogen werden.
Die „Genossen" Bernstein und Kautsky.
In einem Telle der Preffe, welche die Theorie von der Mauserung der Sozialdemokratie zu einer radikalen Reformpartei zu propagieren liebt, wird viel Aufhebens davon gemacht, daß der „Genosse" Bernstein dem „Gonossen" Kautsky, der in einer kürzlich et« fchienen Schrift wieder einmal der Wahrhell entsprechend den revolutionären Charakter seiner Partei betont hatte, entgegengetreten sei und die Möglichkeit des Abfindens mit den bestehenden Verhältnissen betont habe. Man verkündet sogar, daß die Aeußerung Bernsteins der Anschauung bet Mehrheit bet sozialdemokratischen Führer entspreche. Ob dies zutrifft, läßt sich wohl schwer beweisen, es wäre für die Beurteilung der in Rede stehenden politischen Frage auch höchst gleichgültig. Bernstein sowohl wie seine angebliche Anhängerschaft unter den „Führern" bekennen sich unzweifehast zum Programm der Sozialdemokratie. Thäten sie es nicht, so wären sie eben keine Sozialdemokraten mehr. In dem Programm aber befindet sich doch unbestreitbar der Satz, daß alle Produktionsmittel Kollektiveigentum toerben sollen. Nur politische Kinder werben glauben, daß eine solche Forderung anders als auf dem Wege der Gewalt zur Erfüllung gebracht werden kann. Folglich ist das Wesen der Sozialdemokratie revolutionär, unb es ist unbegreiflich, wie politisch ernst sein wollende Männer Leuten, die sich zu diefem revolutionären Programm bekennen, den revolutionären Charakter absprechen wollen, bloß weil sie — aus welchen Gründen bleibe dahingestellt — in theoretischen Abhandlungen eine Versöhnung mit der heutigen Staats-, Gefell- schafts- und Wirtschaftsordnung als möglich erklären. Entweder sind Bernstein und Genossen Sozialdemokraten, dann find sie auch revolutionär,
90 (Nachdruck verboten!
Eine Geldheirat.
Roman von L. Haidheim. (Fortsetzung!
„Anna unb Ulla hätten ben Plan ausgeheckt," hehauptete er, „weil —"
Unb dann zeigte et mit spöttischem Lachen auf seine Stitn — „well sie eben beibe anders waren, als andere Frauenzimmer."
Aber wie gern ließ et es dennoch geschehen, daß Hans die große Wohltat ohne jedes Sträuben — ganz apathisch annahm.
Es war traurig, zu sehen wie der UnglÄk- liche allmählich verfiel und in dumpfem Brüten nur immer vor sich hinstarrte.
Ulla lernte bald erkennen, daß bie einzige Möglichkeit, ihn zum Sprechen zu bringen, darin lag, ihn von Hllbe erzählen zu lassen. Dann gab zuweilen ein Wort das andere, sie fragte geschickt, lockte ihn Schritt für Schritt weiter und gab ihm so bie Erleichterung eines flüchtigen DergeffenS seiner Lage. Aber bas das half auch nicht immer. Heute hatte sie alles versucht, et war nicht abyulenken.
Da brachte bet Briefbote bte Postsachen.
Hans verließ den Balkon, um fie in seinem Zimmer durchzusehen, Ulla lehnte gedankenvoll in ihrem Stuhl unb ließ das bunte Gewoge bet Menschen an sich vorüberziehen. Eie wünschte sich einen Besuch, eine frische belebende Menschenstimme; bet Lauf bet Stunden und Tage in dieser Traueratmosphäre wurde nachgerade so schwer in seiner grauen Eintönigkeit, daß sie meinte, es müsse durchaus ein Sonnenstrahl kommen, wenn sie es aushalten sollte.
Die Kinder hatte ße mit der neuen be
währten Kinderfrau fortgeschickt inS Freie — sie fühlte fich recht allein.
Da kamen rasche Schritte durch den Salon. DaS war nicht Hans' schwerer müder Gang. Ihr Herz schlug schneller. Fritz? Richttg, da stand et schon an der Balkonthür. Mit fragendem Blick sah er sie beklommen an, ob er Wohl auch willkommen sei. Und sie rief ihm den Gruß jubelnd entgegen, Helle Freude überglänzte ihr Gesicht — sie bot ihm beide Hände.
„Gott fei Dank, daß ich Dir nicht unwillkommen bin!" rief er aufatmend.
„Das bist Du nie, Fritz!" versicherte fie.
„Na - bas letzte Mal?" lächette er mit etwas trübem Ausdruck.
Dann fragte er nach Hans.
„Ich komme wegen Wolzin. Er ist ziemlich toieber hergestellt, aber so gealtert, so gebrochen I Unb bas Schlimmste ist, es steht sehr schlecht um seine Sache. Et kann fich absolut nicht erinnern — bleibt aber dabei, das Geld habe et nie empfangen — denn sonst sei es gebucht. Die Unterschriften seien nicht die feinigen, behauptet er — aber fie find es, sagen außer dem Buchhalter fast alle seine Leute. — Man spricht schon davon, wie viel Zuchthaus- ftrofe et bekommen werde, Ulla! Nun dachte ich: HanS muß nachdenken."
Sie schlug entsetzt die Hände zusammen. Neu war ihr dies alles ja nicht — aber, daß gar keine Wendung zum Besseren kam!
„Hans muß sich besinnen, ob er nicht irgend eine Erinnerung findet, die wettvoll für Wolzin werden, die ihm helfen könnte, seine Gedächtnisschwäche zu besiegen," fuhr Fritz fort
Hans kam jetzt eben, der Diener hatte ihn benachrichtigt.
Et freute fich sichtlich und dann seufzte er, sah sich melancholisch und hoffnungslos in ben schönen großen Räumen um, die Hilde so kurze Zeit nut, aber so freudevoll bewohnt hatte unb fragte dann, welchem guter. Stern er des Bruders Besuch zu danken habe.
„Ich bin eben daran, dies Ulla zu erklären. Du mußt der unseligen Gedächtnisschwäche Wolzins aufzuhelfen versuchen! Der Unglückliche kann sich an nichts genau, an vieles gar nicht erinnern, unb es steht für ihn alles auf dem Spiel!"
Sie redeten hin unb her. Haus fing an, fich aufzutegen, fich klar zu machen, was Fritz von ihm verlangte — zu Recht und Gunsten eines Mannes, dem Hans sicher nur Dank schuldete. Dazwischen redeten sie von Wolzins Vermögensverlusten. Damit hatte es seine Richtigkeit, Onkel Schragett war gerade dabei, die Bilanz des Ganzen zu ziehen, nachdem er überall Ordnung und Klarheit wiederhergestellt — da wat gestern die Echreckenskunde gekommen, sein einziger Sohn — Detter Betnatd — sei bei einer Rubetübung ertrunken und mit ihm drei ober vier anbete junge Leute. Mehr wußte man nicht. Der Onkel selbst hatte nicht geschrieben unb telegraphiert Der Buchhalter hatte es Wolzin gemeldet, es stand auch schon in der Zeitung.
Fritz etklätte, er werde mit dem Nachtzuge von hier nach Hamburg fahren, nm dem Onkel in seinem Kummet zur Seite zu stehen unb da er nun einmal Urlaub habe nehmen müssen, sei es ihm Pflicht und Herzenssache gewesen, Hans für Wolzin zur Rettung aufzurufen.
Und nun begannen sie systematisch die Sache zu besprechen. Fritz hatte sich ausgedacht, Hans müsse, wenn möglich alle feine Notizen, eventuell
auch Briefe nachsehen, ob er vielleicht darin etwas finde, was Wolzin nützlich sein könne.
Zu decken war bet Verlust ja; nut einer Erklärung bedurfte es, die Wolzin von dem Verdacht der Unterschlagung glaubhaft reinigte. Was war dann daran gelegen, daß er sein großes Vermögen verloren hatte? Nach Onkel Schragetts Aussagen blieb für ihn und Anna noch genug zu einem recht behaglichen Leben.
Hans wurde lebhaft; das Blut stieg ihm zu Kopfe. Sein „Schwiegervater" in Schmach und Schande? Dieser rechtschaffene Mann? Er erschrak über seine bisherige Teilnahmlosig- teit. Nun, natürlich, er hatte gar nicht ge- gezweifelt, daß Wolzin mit vollem Glanz aus bet Sache hervorgehen würde. „Politische Manöver" hatten auch seine neuen Bekannten hier öfter gesagt.
Sie fingen an zu rechnen, zu notieren Fritz hatte bestimmte Daten rnftgebracht, ft zum Beispiel die der Quittungen, um die eS sich handelte. Ah — das war also in der Zeit, wo Hans und Anna ihre Hochzeitsreise machten? Schlimm! Da konnte Hans also nichts wissen.
Aber halt! Vierzehn Tage nach der Hochzeit war Wolzin nach England gereift und von dort mit dem Mr. — halt, wie hieß et doch gleich? — Ulla half ein: Mr. Egettonk Sie hatte ihn kennen gelernt, als er später einmal Wolzins Besuch erwiderte. Und fie erinnerte fich nun auch, daß Wolzin mit Mr. Egerton auf dessen Dacht eine Seereise gemacht. Ah! Die fiel ja zusammen mit dem Datum der Quittungen! Fritz schrie laut auf vor Freude! Hans sprang empor und lief ins Haus. Dann kam er nach einer Weile mit verschiedenen Brief' bündeln — lauter Briefe, oft nut Zettel, mitunter lange Berichte. (Fortsetzung folgt.)