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«Nachdruck verboten.)
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Werden, voraus,
Eine Warnung Lord KitchenerS.
Lord Kitchener hat die letzten Ereignisse auf dem südafrikanischen Kriegsschauplätze in dramatisch geschriebenen, packenden Berichten beschrieben, in denen er den Buren und besonders
fiel, welche die Umsätze an der Börse naturgemäß stark nach unten beeinflusien mußte. Niemand könnte sich deshalb darüber wundern, da die ungünstige Konjunktur auch heute nicht überwunden ist, wen» auch in der allerjüngsten Zeit daS Erträgnis der Börsensteuer sich als wenig befriü>igend gezeigt hätte. Aber, in für Herrn v. Thielmann jedenfalls sehr überraschender Weise, ist daS Gegenteil eingetreten.
Der vor kurzem veröffentlichte Nachweis über die Jsteinnahme an Zöllen und Verbrauchssteuern weist nämlich statt der erwarteten Ab- nahme eine Zunahme des Erträguiffes aus der Börsensteuer im ersten Quartal des laufenden JahreS nach, welche den Voranschlag von 81/, Millionen um 4,3 Millionen also um 50% übersteigt.
Mit der „Erdrosselung' der Börse.ist eS also nichts; sie befindet sich augenscheinlich unter der Herrschaft des neuen Gesetzes selbst bei ungünstiger Konjunktur recht wohl, und die „Ingenieure' haben die Maschine offensichtlich in einen guten Gang gebracht. Herr v. Thielmann aber, wenn es am 8. Januar in seiner Absicht gelegen haben sollte, für die Börsenreform Stimmung zu machen, hat mit seinem unbegründeten WarnungSrus Unrecht behalten!
standm hat, diese durch das Gesetz aber n“* für die Landespolizeibehörden begründet ist, so ergiebt sich, daß die OrtSpolizeibehöÄen auch zu polizeilichen Verfügungen im einzelnen Falle aus Grund der von Landespolizeibehörden erlassenen Polizeiverordnungen kraft eigenen Rechtes nicht befugt find, daß vielmehr auch für solche Verfügungen die Lant«Spolizeibehörden ausschließlich zuständig sind. Deesen ist indessen nicht verwehrt, sich bei Ausführung der Polizeiverordnungen der ihnen Nachgeordneten Behörde« als ihrer Organe zu bedienen. Um bei Ausführung des Gesetzes mit möglichster Schonung vorzugehen, wird empfohlen, auf die erlassene« Polizeiverordnungen in der Presse hinzuweisen, damit die Beteiligten Kenntnis erhalten und sich entschließen können, ihre unter die Polizeiverordnnng fallenden Schilder zu entfernen. Nach einer angemessenen Frist sind dann diejenige» Besitzer, auf deren Eigentum sich trotzdessen noch Reklameschilder usw. der von dem Gesetze getroffenen Art befinden, zu deren Beseitigung binnen bestimmter Frist auf* zufordern, widrigenfalls das Strafverfahren gegen sie eingeleitet werde« würde.
es kamen nun doch zahreiche Besuche. Annas Gelassenheit betreffs der Untersuchung imponierte den meisten, man deutete mit keinem Wort auf die mißlichen Verhältnisse hin, aber man fand, die Tochter Wolzins muffe ihrer Sache sehr sicher sein. Einzelne hatten auch den Tod Hildes in der Zeitung gelesen, aber Ulla, der man dies flüsternd und mit der Augensprache zu verstehen gab, suchte keine Gelegenheit, sich darüber aaszusprechen.
Dagegen arbeitete in ihrem Kopfe immer jener Gedanke, der ihr Fritz gegenüber gekommen war.
„Geh fort, Du liebst ihn inniger, denn je! Geh'/zu Hans und pfiege dessen Kinder! Hast Du jene beiden im Frühling schroff, fast grausam behandelt, suche es wieder gut zu machen an ihren Kleinen.
Des abends, als Anna und Ulla zum erstenmal mit freudiger Ruhe den noch immer ruhig schlafenden Wolzin verlassen hatten, und die erstere wieder von Hans zu reden begann, kam UHa zu dem Bekenntnis, daß Fritz es gewesen, der ihr alle Einzelheiten erzählt, Fritz, der auch heute bei ihr gewesen sei. Und wie ein Wort das andere gab und Ulla schmerzlich bewegt sagte: „et bat mich um Freundschaft, Anna — aber mein Herz ist zu schwach — ich möchte fort, weit fort, bis er sich verheiratet hat und alles unwiderrustich aus ist —da stand Anna rasch von ihrem Sessel auf und trat zu ihr:
„Geh zu Hans, Ulla! Hilf dem Unglückliche« l Denke an die zarten Kinder!'
Wie ein Wink deS Himmels berührte Ulla dies Wott der geschiedenen Fran.
Ja, ja! sie wollte gehen - gleich morgen wollte sie reisen. Sie würde sich gar nicht erst
Die „Erdrosselung" der Börst.
Als durch daS Gesetz vom 27. April 1894 die Börsensteuer eine erhebliche Erhöhung erfuhr, der EmissionSstempel von inländischen Aktien aus 1%, von ausländischen auf IV, % festgesetzt und die Umsatzsteuer verdoppelt wurde, da ertönte auS den Kreisen der Börsianer laute Klagen über die „Erdrosselung" der Börse, die Börse werde ihre Emissionstätigkeit einstellen müssen, die Erträge der Umsatzsteuer würden in Folge deS übermäßig hohen Steuersatzes zum Schaden der Reichskasse zurückgehen. Aber siehe da, weder das eine noch baß andere traf ein. Die Börse ließ sich, wie die EmisfionS- stattstik beweist, in ihrer EmisfionStättgkeit nicht stören, und der Gesamtertrag der Börsensteuer, der im Etatsjahr 1893/94 nur 21,667000 Mk. betragen hatte, stieg im folgenden Jahre auf 55 036 000 Mk. Dann kam das Reichsstempelgesetz vom 14. Juni 1900, welches den Zweck hatte, die Börse zu den Kosten der Flottenvorlage stärker heranzuziehen. Durch dasselbe wurden die bisherigen Steuersätze größtenteils verdoppelt. Erneute Klagen und Kaffandra- rufe. Diesmal nicht allein aus Börsenkreiseu. Sie fanden vielmehr überraschenkr Weise Unterstützung vom BundeSratsttsch aus.
Der Staatssekretär Frhr. v. Thielmann, dessen der Großfinanz wohlgeneigte Gesinnung auch bei anderen Gelegenheiten schon mehrfach hervorgetreten war, benutzte seine zur Begründung des Budgets am 8. Januar 1902 gehaltene Rede dazu, um der von „Erdrossellung" bedrohten Börse beizuspringen, indem er sich u. a. folgendermaßen äußerte:
„Meine Herren, ein Schmerzenskind der Gesetzgebung ist der Börsenstempel. Es ist kurze Zeit erst her, seitdem die verschiedensten Ingenieure beschäftigt waren, die Maschine besser in Gang zu bringen; es ist ihnen nicht gelungen. Das Höherschrauben des Stempeltarifs ist von der Börse mit einer. Abnahme der Geschäfte beantwortet worden, und ich glaube, daß der Bogen etwas zu straff gespannt war. Wir werden, wenn wir aus dem Börsen- stempel mehr einnehmen wollen, mit einzelnen oder allen dieser Sätze wohl wieder etwas heruntergehen müssen.'
Herr v. Thielmann hat sich als schlechtester Prophet gezeigt. Zwar ist es richttg, daß unmittelbar nach dem Inkrafttreten beS^ neuen Reichsstempelgesetzes eine Wirkung der höheren Steuersätze auf die Steigerung deS Ertrages nicht erkennbar wurde. Das ließ sich indessen sehr leicht aus dem Umstande erklären, daß das Inkrafttreten des Gesetzes mit einer allgemeinen Wirtschastskrifis, insbesondere einer in Deutschland mit außergewöhnlicher Schärfe und Dauer austretenden Jndustriekrifis zeitlich zusammen-
Die Entwickelung des britischen Handelsverkehrs.
Der kürzlich dem englischen Parlament vorgelegte Bericht über die Entwickelung deS britischen Handelsverkehrs umfaßt die Jahre 1897 bis 1901. Danach ist der Wert der Einfuhr nach den Ländern des Bereinigte« Königreichs in den ersten vier Jahren der genannten Periode von 8,8 auf 10,4 Millarde« Mark gestiegen, dagegen im Jahre 1901 um nahezu 50 Millionen zurückgegangen. Den weitaus größten Teil der aus dem Auslande bezogenen, in England konsumierten Waren lieferte Nordamerika, das trotz der allgemeine« Abnahme der Einfuhr seine Lieferungen für englische Märkte noch vermehrt hat, während beispielsweise Frankreich im letzten Jahre eine Einbuße feiner Ausfuhr nach England von rund 50 Mill, zu beklagen hatte. Bemerkenswert ist ferner die Darstellung, welche der amtliche Bericht über daS kommerzielle Verhältnis deS brittschen Mutterlandes und seiner Kolonien gibt. Wenn man erfährt, daß von der englischen Einfuhr auf die Gesamtheit der brittschen Kolonien nur ein Fünftel entfällt, so erscheinen allerdings die Bemühungen, einen lebhafteren Handelsverkehr zwischen dem Haupte und de« Gliedern des britischen Reiches herzustellen, durchaus verständlich. Jedoch ist es bei der Billigkeit der Waren amerikanischer Herkunft, die der Exportindustrie der Vereinigten Staaten den englischen Markt erobert hat, recht zweifelhaft, ob die Einführung von Vorzugstattfen
Umschau.
Nachträgliches zum Kaiser-Besuch in Emden.
Die Ansprache, mit der der Kaiser die geretteten Mannschaften des Torpedobootes „8. 42" in Emden begrüßte, lautet, wie uns von dott mitgeteilt wird, wie folgt:
„Matrosen! Ihr habt Eurem Kaiser und Eurem Treue biZ in den Tod ge
schworen. Ihr habt kürzlich dem Tode ins Angesicht geschaut und dabei Eure Pflicht wacker erfüllt und Eures hohen Schwures eingedenk, Euer Leben für nichts geachtet. Dafür meinen kaiserlichen Dank! Ich beklage es tief, daß der Kommandant und mehrere Mannschaften die Tapferkeit haben mit dem Tode büßen müssen!"
Der Maschinist des Torpedobootes erhielt den Roten Adler-Orden, ein Matrose die Militär- N-rdienst-Medaille, fünf die Medaillen zum Noten Adlerorden und die übrigen die Medaille zum Krvnenorden. Aus einer scherzhaften Bemerkung des Kaisers zu den Ehrenjungfrauen folgert man, daß Emden demnächst eine Matrvsen- statton erhalten wird.
Marburg
Sonntag, 3. August 1902.
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expüntion 2 ML, bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).
Zulertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pf- Reclamen: die Zeile 25 Pfg.
Zum Schutze landschaftlicher Schönheiten.
Zur Ausführung des Gesetzes gegen die Verunstaltung landwirtschaftlich hervorragender Gegenden hat der Sninifter des Innern in einem Erlasse an die Regier nLpräfidenten der „Schlesischen Ztg." zufolge fvtgerlde Anweisung gegeben:
DaS Gesetz bricht auf einem wichtige» Gebiete mit dem Grundsätze, daß der Schutz ästhetischer Jntereffen nicht Aufgabe der Polizeibehörden ist. Es begründet eine Befugnis lediglich für die Landes- nicht für die Ori8- poliz ibehörden. Hierfür ist die Erwägung maßgebend gewesen, daß dadurch eine größere Gewähr für die einheitliche und sachgemäße Anwendung dieser neuen polizeilichen Befugnis gegeben fern wird. Das Gesetz ermächtigt die Landespotizeibehörden zum Ertaste deS angegebenen Verbots im Wege der Polizeiverordung. Ohne eine solche ist ein Vorgehen gegen die einzelnen, das Landschastsbild verunzierenden Aufschriften usw. unzulässig. Um Zweifeln zu begegnen, ist ausdrücklich bestimmt, daß die Polizeiverordung auch für einen einzelnen Kreis oder für Teile eines solchen erlassen werden kann. Ob eine Ausschrift usw. dem Verbote der Polizeiver- ordnung unterliegt, läßt sich nur im einzelnen Falle beurteilen. Entscheidend ist, ob die Aufschrift, insbesondere durch ihre Größe und die Art ihrer Ausführung, eine Verunstaltung des LandschaftSoildes enthält. Mit besonderer Vorsicht sind diejenigen Anzeigen zu behandeln, mit welchen Ortseingesessene ihre Interessen publizieren; derartige Aufschriften werden in der Regel keine Verunstaltung des Landschaftsbildes barffeUen. Da auf bem von dem Gesetze betroffenen Gebiete eine polizeiliche Zuständigkeit bisher überhaupt nicht be-
Eine Geldheirat.
Roma« von L. Haidheirn.
(Fortsetzung.)
Sie war rot und blaß geworden bei seinen Worten, die sie nur peinlich berührten, da sie nichts mehr und nichts weniger fürchtete, als baß er ihr Bekenntnisse machen wolle über fein Verhältnis zu Anita.
Nein, nein — alles, nur nicht jetzt bie Rolle der vertrauten Freunbin! Sie fühlte sich förmlich beleidigt durch diese vermeintliche Zumutung.
Fritz legte ihr Zögern jedoch anders aus.
„Du denkst, daß Anna sich durch mich beunruhigt fühlen könnte, Ma? Ich brauche ja nicht in dies Haus zu kommen!'
Sie hätte aufschreien mögen vor Pein. Aus feinen Augen, feinen Mienen, feinem Ton sprach sie fein dringendes Verlangen nach ihrer „Freundschaft" unwiderstehlich an.
„Meinst Du, Dein Vater toerbc dagegen fein?' fragte er — und sie wußte nicht, was sie antworten sollte.
Da zuckte es wie ein beleidigtes Zurückweichen über fein Gesicht und nun packte sie die Angst, ihn verletzt zu haben, chn abermals zu verlieren. Nttn, nein — denn doch lieber die Freundschaftsrolle.
„Komme, fo ost Du willst, Fritz. Du wirst für jede Stimmung bei mir ein Echo finden!" rief sie ganz erregt. Dann aber lenkte sie schnell ab von dem Thema und fragte hastig nach weiteren Nachrichten von HanS.
Er erzählte, daß der Bruder dem Bericht der Mutter nach ganz vernichtet sei; er habe sich rinaeschloffen mit der Toten und allein die
ihren Führern volles Lob zuerteilt. Zum Schluffe aber tarnt es sich der klarblickende General nicht versagen, für bte Jingo'S feiner Heimat eine ernste Tarnung hinzuzufügen. Dieselbe lautet: „Bei jeder Versammlung baten mich die Burgher auf das ernsteste, daß man sie nicht Landsleuten unterstellen möge, die gegen sie gekämpft hätten. Meiner Ansicht nach find die Leute ehrlich bereit, gute Untertanen jju sehen aber Erbitterung auf beiden Setten wenn ihre politischen Differenzen noch dadurch vertieft werden, daß man einer Seite die Herrschaft über die andere giebt." — Minister Chamberlain hat bekanntlich in ferner vorgestrigen Rede zu erkennen gegeben, daß er diese Warnung des Generals nicht zu beachten gedenkt,, und bie Verwendung von National Scouts in amtlichen Stellungen jedenfalls nicht zu verhindern beabsichtigt.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.
anmelden, sie würde da fein und zur Frau Oberstleutnant sagen: „Geh zum Vater, liebe Mutter! Ich sorge für Deine Lieben!"
„Ob Dein Vater dazu ja sagen wird?' fragte sie sich bann.
Aber gewiß! Er hatte neulich sogar selbst ben Wunsch ausgesprochen, daß Ulla fortreife, falls Wolzin genese, bamit die peinliche Stellung, bie er zu ihr und sie zu ihm einnehme, in ihrer Abwesenheit geklärt werben könne. Nun wußte sie, wohin sie reisen wollte — jetzt hatte sie einen Zweck.
Es war Herbst geworben, bie Blätter hingen nur noch lose an ben Bäumen, ober bie Natur hatte ihr buntestes, schönstes Festkleid angelegt und bie Sonne schien hell barauf.
Alle Welt pilgerte fröhlich hinaus, sich baran zu erfreuen, nur im Hause des zweiten Direktors ber Bank herrschte eine dumpfe Trauer, bie alle Bemühungen Ullas nicht zu heben vermochten.
Sie würbe — bas fühlte sie beutlich — immer mehr ein ernstes, freudearmes Mädchen, dem die Zukunft auch nicht ein lachendes Bild zeigte.
Darum paßte sie auch so gut zu bem um LebenSfreube gekommenen Manne, besten Haushalt sie Vorstand, besten Kinder sie versorgte, um den alten Eltern wenigstens diese Unruhe abzunehmen.
Sie waren ihr alle von ganzem Heye« dankbar, obwohl zuerst ber Oberstleutnant, als er hörte, sie fei ohne Aufforderung zu Han» gekommen, in feiner Weise wieder einmal über „die phantastischen Frauenzimmer" schalt, bie sich nicht genug thun könnten in ihrem ideale« Streben, glühende Kohle« auf das Haupt eine# Sünder# zu sammeln. , w
(Fortsetzung folgt.)
Wache bei ihr gehalten. Das kleine Bübchen möge er gar nicht sehen. Die Wärterin scheine trunksüchtig, sie sei unzuverlässig, bas Dienstpersonal noch fast fremd — auch wären viel zu viel Leute in dem großen Prachthaufe, über das sich Hilde so grenzenlos gefreut, das Hans jetzt auf Schritt und Tritt daran erinnere, wie eng nun die arme Hilde gebettet fei I Aber ben Sätet könne bie Mama nicht allein lasten — das fei geradezu unmöglich.
Sv erzähte er noch manches andere.
In Ulla erwachte ein Gedanke, den sie gestern noch für unmöglich gehalten und der sie jetzt heimlich packte, den fie aber nicht aus- sprach.
Fritz merkte, daß irgend etwas sie beschäftigte ; sie war doch heute ganz anders als gestern. Fast bereute er, gekommen zu fein. „So geht es immer, wenn man feinem Herzen folgt! Sie wird denken, ich fei ein exaltierter Mensch, ein Phantast, fie mag mir nicht deutlich machen, daß fie sich mit aller Vernunft überlegt hat, unser Verkehr sei zwecklos. Welcher Thor war ich!" dachte er beschämt.
Er brach auf, enttäuscht und ernüchtert.
Als er ihr beim Abschied die Hand bot, lag etwas frostiges in feinem Gesicht.
Ihr Herz zog sich angstvoll zusammen. Aber was sollte sie sagen? Schwere Thränen traten ihr in die Augen.
„Also auf Wiedersehen, Fritz! Sei gewiß, ich — ich — komme, so bald Du magst!" sagte sie. — —
Anna bildete sich fest ein, Doktor von Reuter sei bei Ulla gewesen; da diese jedoch nichts sagte, schwieg auch sie.
Der Tag verlies unruhig. Die Aerzte sanden die BefferungLsymptome erfreulich fortschreitend,
Erscheint täglich außer cm Son«» und Feiertag«.
Sonnabends in Morgen» und Wend-Ausgabe. 37 ♦
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, NuiversriätS-Buchdruckerel
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.