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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

Sonntagsbeilage: Jünftrirtes Sonntagsblatt.

Jo 183

2 E- Marburg Sonnabend, 2. August 1902. I~* -«S« -'Ä

Reclamen: die Zeile 26 P^g. y ______________________________________

37. Jahrg.

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Zur Erschließung Deutsch-Ostafrikas.

In einem Artikel, der anknüpft an einen m der londoner Finanz-Chronik »Zur ostafri­kanischen Eisenbahnfrage" veröffentlichten Auf­satz von Dr. Carl Peters, schreibt ein genauer Kenner der ostafrikanischen Verhältnisse:

Mit der Zusammenfassung der hauptsäch­lichsten Gründe für den Bahnbau begnügen stch weder Dr. Peters noch die an seine Ausführ­ungen sich anschließenden Preßstimmen. Sie beschäftigen sich mit der Frage: Wie kann die Kolonie die dringend notwendige Bahn erhalten, wenn der Reichstag im Herbst die Zinsbürg- schast für das Projett der deutschen Bankgruppe ablehnt? Zwei Wege werden vorgeschlagen: Erteilung einer umfangreichen Landkonzession an eine nötigenfalls ausländische Unter­nehmergruppe ; Aufbringung des für die Zins- bürgschast erforderlichen Betrages durch Erspar­nisse in der Verwaltung. Diese Erörterung ist keineswegs müßig, wenngleich Verfasser dieser Zeilen wohl mit der Mehrzahl der Mitglieder der deutschen Kolonialgesellschaft auf dem Stand- puntte steht, daß die Ausführung des Bahnbaues für die Kolonie so dringlich ist, daß das Wie völlig einerlei ist, wenn nur endlich die rettende Tat erfolgt. Daher dürste auch die Erkaufung durch eine große Landkonzesffon kaum auf Widerspruch stoßen, wenn nur darin die Ver­pflichtungen der deutschen Unternehmer fest genug umgrenzt und für eine rasche Ausführung des Bahnbaues hinlängliche Sicherheiten geschaffen werden. Eine Abtretung des Zolles im Aus­gangshafen, wie sie Dr. Peters anregt, würde dagegen nicht nur der deutschen Dolksanschauung von der Unveräußerlichkeit der Souveränitäts­rechte widersprechen, sondern das Schutzgebiet eines der wichtigsten Vorteile, die ihm aus dem wirtschaftlichen Aufschwungs infolge des Bahn­baues erwachsen würden, berauben.

Die Vorschläge zur Aufbringung der für die Zinsbürgschaft erforderlichen Mittel durch Der- waltungsersparniffe beziehen sich auf Vermin­derung der Schutztruppe, besonders der europä­ischen Offiziere und Unteroffiziere, Verringerung der Zahl der europäischen Beamten überhaupt, Ablösung der Zahlungen, welche als Abfindung für die Abtretung der Hoheitsrechte aus den Zolleinnahmen an die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft zu leisten find, endlich Uebernahme der Kosten der Schutztruppe auf den Etat des Reichsheeres. Die Klagen über den Mllitatts- mus und Affefforismus in unseren Schutzgebieten find fast so alt wie unser Kolonialbesitz, ebenso die Beschwerden über den Bureaukratismus in der Verwaltung. Woher sich unsere Kolonial­beamten rekrutieren, dürste durchaus gleichgilttg sein, wenn eS nur die geeigneten Männer find, die auf den rechten Platz gestellt, etwas Tüch­

tiges leisten. Ist das der Fall, so sällt es nicht ins Gewicht, ob sie von Hause aus Kaufleute, Juristen, Militärs oder sonst etwas find. Den Beamtenreichtum unserer Schutzgebiete hat nmn ebenfalls oft gerügt. Der Nachweis, das sich das Verhältnis zur Zahl der eingeborenen und fremden Bevölkerung in jüngeren Kolonien anderer Völker, zumal den französischen, aber auch teilweise den britischen, nicht günstiger als in den deutschen Kolonien stellt, ist nicht schwer zu erbringen. Die Wurzeln des Nebels, das Schreibwerk und Rechnungswesen, die Anwendung eines lediglich aus europäische Verhälniffe zuge­schnittenen Schemas, laffen sich nur beseitigen, wenn man die Kolonie auf eigene Füße stellt, unter Gewährung hinreichender Selbstver­waltung ihre örtlichen Ausgaben, welche, wie diejenigen der Rente an die Deutsch - Ostaftr- kanische Gesellschaft und der Unterhaltung der Schutztruppe, für die Ausübung der Landes­hoheit des Reiches erforderlich sind, auf den allgemeinen Reichsetat übernimmt. Diejenigen, welche die Meinunng vertreten, daß dann außerordentliche Ausgaben produktiver Natur, wie Bahnbauten, Hafenanlagen und dergleichen, ungleich leichter durchzusetzen wären, folgern durchaus logisch. Aber Voraussetzung ist, daß Deutsch-Ostafrika in den Stand gesetzt wird, die Ausgaben für die innere Verwaltung, auf Grund eines eigenen Etats des Schutzgebietes und ohne Zuschuß des Reiches aus den eigenen Einnahmen der Kolonie zu decken. Und das kann wieder nur dadurch erreicht werden, daß das Schutzgebiet durch Vermehrung und Ent­wicklung der Verkehrswege, vor allem durch den Bau einer Eisenbahn ins Innere, wirt­schaftlich selständiger gemacht wird. Die vor­geschlagenen Maßnahmen können also nicht die Mittel für den Bobnbau schaffen; für ihre Durchführung im Interesse des Schutzgebietes ist die Fertigstellung der Eisenbahn dftlmehr Vorbedingung. Sie bilden neue gewichtige Gründe für die Inangriffnahme des Unter­nehmens.

Welche Pflichten erwachsen nun aus der gegenwärtigen Notlage der Deutschen Kolonial­gesellschaft, die zusehen muß, toie die Hinaus­schiebung eines von ihr seit vielen Jahren als notwendig erkannten Planes unserer größten Kolonie unwiderbringlichen Schaden zufügt? Sie muß, das sagt sich wohl jeder Kolonial­freund, nachdrücklich gegen die fortgesetzte Ver­schleppung im Reichstage dem gesamten Volk gegenüber Verwahrung einlegen und die weitesten Kreise zu der Ueberzeugung bringen, daß nun­mehr etwas geschehen muß, und zwar unbeirrt durch Stimmungen und Verstimmungen leitender Kreise. Wohin es führt, wenn von letzteren allein das Heil erwartet wird, dafür ist gerade die Geschichte des ostafrikanischen Eisenbahn­

planes besonders lehrreich. Nach jahrelang«» Vorstellungen der Kolonialgesellschaft, nach immer lauteren Notschreien au8 der Kolonie: Einstellung von 100 000 Mk. für Vorarbeiten in den Etat, Ablehnung dieses Betrages durch den Reichstag, sodann gleichzeitige Einbringung zweier Vorlagen, welche die Ausführung auS Reichsmitteln oder unter Zinsbürgschast des Reichs aus Privatmitteln offen laffen, und schließlich dreijähriges Zaudern mit der Ent­scheidung! Und dabei handelt es sich doch darin hat Dr. Peters völlig recht um das Zustandebringen eines Geschäftes. Koloniale Betätigung ist schießlich doch Geschäftssache und soll dem Mutterlands Gewinn bringen. Dazu aber gehört nicht tatenloses Zaudern, sondern der Wagemut und daS entschloffene Zugreifen eines weitblickenden Geschäftsmannes. Mögen sich diese kaufmännischen Eigenschaften bei der Entscheidung des Reichstags im Herbst mächtig erweisen, damit die Bahnftage endlich er­ledigt wird!"

Umschau.

Die Briefe des Grafen Caprivi.

Aus den von Herrn Schneidewin veröffent­lichten Briefen des Grafen Caprivi werden in der Preffe weitere Stellen mitgeteilt. In einem Berlin, 4. März 1894 datierten Schreiben heißt es:Vielleicht wird sich die Stimmung beffern, wenn wie ich hoffe der russische Handels- vettrag perfekt geworden sein wird." Und in einem anderen Briefe aus Karlsbad vom 9. September 1894 schreibt der zweite Reichs­kanzler:Ich will gestehen, daß ich glaube, mit der Militärvorlage und den Handelsver­trägen mir ein Verdienst um Deutschland er­worben zu haben, und daß ich bei manchen anderen Dingen, die man tadelt, nicht wüßte, wie ich es hätte bester machen sollen." Die Kölnische Volkszeitung" versieht diese 2luS- laffungen mit folgenden Glossen: Herr Schneidewin verschafft durch diese Briefe, speziell den dritten, den liberalen HandelsvertragS- sreunden ja ein ihnen gewiß sehr willkommenes Agitationsmittel. Im ersten Briefe zeigt der zweite Reichskanzler sich noch recht optimistisch, indem er sich der Täuschung hingiebt, die Stimmung werde sich nach Verabschiedung deS Handelsvertrages mit Rußland beffern. Man konnte sich aber schon damals sagen, daß das nicht der Fall sein würde, denn gerade Ruß­land ist ja unser gefährlichster landwitt- schaftlicher Konkurrent. Dafür ist aber der dritte (von uns an anderer Stelle besprochene. Red.) Brief auch um so pessimistischer gehalten. Die Vorstellung einer agrarischen Revolution verrät doch eine Nervosität, die geradezu krank­haft zu nennen ist; es ist vollkommen unver­

ständlich, daß ein Mam» wie Graf Caprivi, ein preußischer General, solchen Wahngebilden nachhängen könnte. Hat er sich etwa eingebildet, es stehe ein neuer Bauernkrieg bevor, in dem die Bauern unter der Führung der Landräte gegen Berlin marschieren würden? Auch seine Polemik gegen dieJunttr" und daS Offizier­korps verrät ein überreiztes Gemüt. Wir finden, daß mit diesen Veröffentlichungen dem Andenken des Grafen Caprivi ein schlechter Dienst erwiesen ist. In krankhaft erregten», überärgertem Zustande hat wohl schon jeder Mensch einmal Dinge geschrieben, über die er später nach ruhiger Ueberlegung selbst den Kopf schütteln muß. Solche Zornausbrüche können aber nicht dazu dienen, in prinzipiellen Fragen als politisches Beweismittettal zu gelten. Diese Erwägungen werden freilich die liberalen Gegner derAgrarier" nicht abhalten nach Kräften mit den vorstehenden Aussprüchen Capriviskrebsen" zu gehen und selbst die Sozialdemottaten können sich darauf berufe»», daß einem deutschen Reichskanzler und General dieAgrarier", nochgefährlicher" erscheine« als die Sozialdemokraten."

Der Ausbau unserer Marine.

Wenn jetzt bereits über die im nächstjährige« ReichLhaushaltSetat vorzufindenden Forderungen für Schiffsneubauten der Kriegsmarine ganz sicher ouftretenbe Mitteilungen verbreitet werden, so ist daran zu erinnern, daß mit dem Beginn des August überhaupt erst das Stadium der Ver­handlungen zwischen den in Betracht kommenden Reichsrefforts damit, daß an daS Reichsschatz­amt die Neuanmeldungen eingereicht wurden, begonnen hat. Don irgend welchen endgültigen Einstellungen in den Reichshaushaltsetat für 1903 kann demgemäß keine Rede fein. WaS den Neubau an Linienschiffen und Kreuzern be­trifft, so ist deffen Fortsetzung durch das Flotten­gesetz genau begrenzt, und es darf als sicher angenommen werden, daß, wie bisher, so auch jetzt, die Reichsverwaltung sich in diesen Grenzen bewegen wird. Der Sollbeftand an Linienschiffen beläuft sich nach dem erwähnten Gesetze auf 38, davon find 31 vorhanden oder im Bau begriffen, der Sollbestand der großen Kreuzer beträgt 14, wovon der 12.,Ersatz Kaiser", im diesjährigen Etat bewilligt wurde, der Sollbestand an Leinen Kreuzern von 38 ist vor dem wirklichen noch um 5 Kreuzern voraus. Daß auchNeubauten von Schiffen die in dem Flottengetz nicht erwähnt werden, geplant werden, dürfte, da sich ein Bedürfniß danach als dringend notwendig heraus­gestellthat, als ziemlich sicher anzusehen sein, indessen ist es durchaus verfrüht, bestimmte Mitteilungen über die in dieser Richtung im nächstjährigen Etat austretenden Forderungen zu bringen. Im übrigen werden im nächste«

78 Nachdruck verboten^

Eine Geldheirat.

Roman von L. Hai dH ein».

lFortsetzung.)

So saßen sie stundenlang im Wohnzimmer Wolzins, der meist bewußtlos vor sich hin- dämmerte. Ullas Verehrer, Doktor von Reuter, kam um neun Uhr noch einmal und erschreckte sie durch sein Benehmen heute geradezu. Hatte sie achtlos seine Liebe wachsen laffen bis zu dem Puntt, wo ein Geständnis die nächste Folge ist? Anna sagte keine Silbe darüber, als er fort war; merkte sie es nicht, wollte sie Ulla unbeeinflußt gewähren laffen? Anna war sehr still und schweigsam, aber sie ließ Ullas Hand kaum los, und Ulla dachte nur zu gern au ihr schönes Erlebnis.

Am ander« Morgen erttärten die Aerzte beim ersten, schr frühen Besuch, Wolzins Krank­heit nehme eine günstige Wendung.

Das ganze Haus atmete auf. Nur Anna sagte entschieden:Ich wußte, daß er am Beben bleibt!"

Nun weinte sie aber doch vor Freude und lag lange auf den Kuieen vor dem Bett des Vaters, horchte auf die tiefen Atemzüge und offenbarte in ihrem ganzen Wesen erst jetzt ihre Liebe zu ihm.

Stella unb Leontine kamen mittags zu Be­such. Sie wußten schon wieder schlimme Neuig­keiten. Die Frau Oberstleutnant hatte ds- peschiett, Therese Kantrupp, bie zweite ber ältesten Schwestern, möchte boch kommen, sie abzulösen, sie könne ihren kranken Mann nicht länger allein laffen. Therese war aber krank, die Braut weilte bei bei» Schwiegereltern, die

Kleinen" waren zu jung. Ganz erregt redeten sie von der Hilflosigkeit des Witwers und auch Anna sprach mit, wie sie es früher nie getan.

Ulla saß nachdenklich daneben. Sie wußte wohl, wie hier geholfen hätte werden können.

Da trat der Diener ein und brachte ihr eine Karte. Er habe den Herrn Offizier in den Salon geführt, sagte er dabei.

Flammend rot sprang Ulla auf und lief hinaus. Die Freundinnen blickten ihr erstaunt nach. Was fiel ihr ein? Wer konnte der Besuch fein, der sie bei Wolzins aufsuchte? Doch ent­weder nur ein naher Bekannter oder jemand, der es eilig hatte, sie zu sehen.

Am Ende ist es Dottor von Reuter! Und in Uniform? Dann macht er ihr einen Anttag!"

Sie sprachen sehr lebhaft darüber und die Schwestern waren heimlich erstaunt, aus Annas Ruhe zu erke..ner., daß doch wohl das Gerücht, Wolzin und Ma würden sich heirate', damals nicht wahr gewesen.

Ich kenne Reuter könnte ich nicht ein­mal ein bißchen lauschen?" ries Stella lachend.

ES war ihr natürlich nicht ernst damit aber sie warteten lange ziemlich erregt auf Mas Rückkehr.

Ulla kam aber noch immer nicht----

Ms sie in den Salon trat, wüßte sie schon, wen sie dort finden würde.

Aber wie kam Fritz dazu, sie hier aufzu­suchen? Unsicher, verlegen trat sie ein. Vor seinem Blick verflog aber jede Spur davon sofott.

Ich mußte Dich Wiedersehen, Ulla! Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, weil ich die große Hauptsache mit Dir gar nicht be­sprochen und so vieles, vieles nicht" sagte er.

Die große Hauptsache? Eie sah ihn be­klommen an.

Man hat mir nämlich erzählt, Du wollest Wolzin heiraten, Ulla. Ich habe kein »Recht, Deine Absichten zu durchtteuzen aber sieh, Ulla, wie ich Dich kenne, könntest Du jetzt denken, es sei Deine Pflicht, dem Manne Wott zu halten"

Nein, nein, ich gab ihm nie ein Ver­sprechen" warf sie tonlos dazwischen, während ihr Herz zum Zerspringen llopfte.Törin, die Du bist!" rief sie sich dabei selbst zu.

Gott sei Dank, Ulla! Ich folgerte, Du würdest bei seiner Genesung es für Deine Pflicht halten, dem von allen Seiten angefeindete« Mann Dein Wott zu hatten. Und, Ulla, ich habe es ja an mir erfahren, daß Du unerbitt­lich gegen Dich bist, wem» es den Votteil, daS Glück anderer gilt."

Er hat um mich geworben," bekannte sie unter dem Einfluß, den Ftttz einst auf sie auS geübt, aber unendlich niedergeschlagen.

DaS weiß ich von Onkel Heinrich."

Aber er bot mir Bedenkzeit an, er wollte mich nicht drängen, er zeigte sich, wie immer, als der gütige Freund! Gleich darauf brachen alle diese Unglücksfälle über ihn herein, er kam nie auf seine Werbung zurück und ich ich hatte dem Vater und Anna schon erklärt, ich könnte mich nicht" plötzlich fiel ihr wieder ein, wie Fritz ihr damals mit Anita begegnet war; langsam ergänzte sie:entschließen." Zeigte sie heute eine fremde Zurückhaltung, die sie gestern nicht gehabt? Das machte ihn un­ruhig und unklar über sie, er hielt die gestrige Gefühlswärme zurück, die sie doch so entzückt hatte.

Vorsichtig überlegte Fritz jetzt jedes Wort. Ich konnte es mir aar nicht vorstellen.

daß Du eine solche Vernunftheirat machen würdest, Ulla."

Man wird älter, Ftttz! Und wenn man so schmerzlich belehtt worden ist, wie wir beide bann läßt man eben die Vernunft zu ihrem Recht kommen, wenn das Herz nicht zu laut widerspricht."

Aber das Dttne widersprach doch, wie Du eben andeutetest?"

Ja ich ichSie konnte doch nicht sagen: ich habe Dich noch immer zu lieb! So wurde sie nervös und unsicher und bat schroff abwehrend:Aber was reden wir davon. ES war doch wohl nicht das, WaS Dich heute zu mir führte?"

Und nun wagte er wieder nicht, zu gestehen: Die Sehnsucht war es, Dich wieder zu sehenI Ich kann Dich in meinem Leben nicht ent­behren!'

Statt deffen sagte er mit einer gewissen Nüchternheit:Weißt Du, Ulla, ich wollte Dich bitten, mir zu erlauben, Dich als Dich öfter besuchen zu dürfen. Wir können doch Freunde fein! Du bist so Lug und so stark gewesen die Zeit hat auch bei mir aber wir shm- pathifierm zu sehr, um uns ganz verlieren zu dürfen!"

Er stockte in dem Gefühl, ungeschickt ge­sprochen zu haben, und dann sah er sie fast schelmisch lachend über ihre beiderseitige Ver­legenheit an.

Wir find doch nicht Feinde geworden, Ulla! Ich habe so unendlich vitt auf dem Herzen, was ich Dir sagen möchte. Dars ich zuwellen kommen?". .

(Fortsetzung folgt.)