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mit dem Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllirstrirtes Sonntagsblatt.

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expeditton 2 ML, Jli 182 r bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

--------Znjertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Psg.

Marburg

Freitag, 1. August 1902.

Erscheint täglich außer an Sorm- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe. Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Marburg, Mark 31. Telephon 55.

37. Jahrg.

Bestellungen

für die Monate August u. September auf die

Oberheffifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain> Reustadt, sowie von allen Post- anstalten und Landbriesträgern entgegen­genommen.

Die deutsche Handelsmarine und das deutsche Heer.

Bei Gelegenheit des Stap des Nord­deutschen LlohddampsersZiel. . auf der Werst von Schichau in Danzig, dessen Patenschaft be­kanntlich vom Offizierkorps des Husarenregiments von Zielen übernommen ist, hat der General­direktor vom Norddeutschen Lloyd eine Ansprache gehalten, welche, wie wir demLeuchtturm" entnehmen, die zwischen der deutschen Handels­marine und dem deutschen Heer bestehenden Beziehungen in interessanter Weise kennzeichnet. Aus dieser Rede seien folgende Stellen mit­geteilt :

Getreu einer langjährigen Tradition, welche von der Geburtsstunde des Norddeutschen Lloyd an stets das Ziel verfolgt hat, mit den wirt­schaftlichen Zwecken, denen die Schiffe der Ge­sellschaft dienen, auch ideale und nationale Interessen zu verbinden, hat der Llohd feine Schiffe durch Namen zu individualifieren ver­sucht, welche dem Fremden die Ehre rmd Macht des Deutschen Reiches, dem Deutschen aber an den fernen Meeresküsten den Stolz der Heimat vergegenwärtigen. So hat der Norddeutsche Llohd auch die Schiffe dieser neuen Dampfer- klaffe zu Trägern von Namen bestimmt, bei deren Klang das Herz jedes Deutschen höher schlägt, von Namen deutscher Feldherren, deren Ruhm unvergänglich mit dem des deutschen Heeres und der deutschen Waffen verknüpft ist. Die Wahl dieser Namen ist seitens der Ver­waltung nicht erfolgt, ohne daß in ihrem Kreise die tiefere Empfindung Platz gegriffen ' -1, daß wir damit, wenn auch nur zu einem

ngen Teil, eine Dankesschuld entrichten, zu ... wir, wie die gesamte deutsche Schiffahrt, dem deutschen Heere verbunden find. Was der deutschen Schiffahrt den Boden bereitet hat, von dem aus wir Schritt sür Schritt uns den Platz errungen haben, auf welchem wir heute in dem großen internationalen Verkehrsleben stehen, das ist zweifellos in erster Linie das Schiffsmaterial, das wir der Intelligenz und dem tatkräftigen Streben der deutschen Werften verdanken, wie auch der frische Unternehmungs-

77 Nachdruck verboten.)

Eine Geldheirat.

Roman von L. Haidheim.

«Fortsetzung.)

Ja, wenn sie fich nur nicht auf dem Glück, dem guten Recht anderer aufbaut! Gott ist ihnen gnädig gewesen. Anna ist gesund und merkwürdig ruhig in Bezug auf Hans. Er ist für fie tot, sagte fie, und sie liebt ihn wie einen Toten."

Und nun erzähtte Ulla, wie fie im Frühüng Hans und Hilde gesprochen. Dann kamen fw auch auf Wolzin zu reden.

Wie es mich drückte, Ulla, daß ich ihm kein Zeichen meiner unerschütterten Hochachtung geben konnte," sagte Fritz.Man hält in unseren Kreisen dieses ganze systematische Rui­nieren seines Rufes für ein Parteimanöver der schlimmsten Art. Die Ouittungsangelegenheit wird sich schon aufklären. Wolzin war zu sehr überbürdet"

Ja, wenn er es nur erlebt, wir find sehr in Sor^e um ihn," sagte fie und erzählte, daß Anna d« einzige sei, die wie gefeit gegen jede Sorge und Furcht um den Vater, zwischen ihnen herum ginge,als Hütte fie gar keim Nerven."

Die hat fie eben nie gehabt," lächelte Fritz und setzte hinzu, wie gern er fie wiederscheu möchte und wie er fie immer verehrt habe.

Eine Turmuhr schlug der Abendwind trug den Schall zu ihnen herüber.

Das Abendrot war verglommeu die Dämmerung senkte fich herab.

geist, von dem unsere Rhrdereien beseelt find, wie endlich das aufblühende deutsche Wirt­schaftsleben, deffen Bedürfniffe und deffen Fleiß die Räume unserer Dampfer füllen. Was uns aber in dem großen Wettkampfe der Nationen auf dem Meere die Ueberlegenheit verschafft, das find die Offiziere und Mann­schaften, denen wir unsere Schiffe anvertrauen können. Alle die Eigenschaften, welche die Besatzungen unserer Dampfer auszeichnen, die Pflichttreue, die Hingabe an den Dienst, die Aufopferung in der Stunde der höchsten Ge­fahr, die Treue des Gehorsams und die Strenge der Disciplin, fie find zwar tief begründet im deutschen Charakter; zur vollen Entwickelung und zur Reife gebracht hat fie erst der mächtige, erziehende Einfluß, den das preußische und nunmehr das deutsche Heer auf unser gesamtes Volk ausübt. Dieser Einfluß ist ein Faktor in der Entwicklung unseres wirtschaftlichen Lebens, der selten genügend gewürdigt wird. Von unserer deutschen Schiffahrt aber kann ich sagen, daß ein Dienst, wie wir ihn heute an Bord unserer Dampfer durchführen, und der die Achtung und Bewunderung^jedes Fremden erregt, der die Planken unserer Schiffe betritt, undenkbar wäre, wenn nicht unsere Mannschaft und Offiziere in ihrer über­wiegenden Zahl die Schulung des Heeres und neuerdings, soweit es sich um den see­männischen Teil der Besatzungen handelt, , der Marine, durchgemacht hätte. Die stille Arbeit, welche unser Heer jahraus jahrein in der Erziehung unseres Volkes vollführt, sie trägt gerade auf dem Gebiete der deutschen Schiff­fahrt tausendfältige Frucht."

Umschau.

Der Kaiser in Emden.

Der Kaiser traf gestern vormittag kurz nach 10 Uhr auf dem TorpedobotSleipner" an der Landungsbrücke im Außenhaufen von Emden ein, bejubelt von den Schülerinnen und Mit­gliedern der Vereine, die an den Ufern Auf­stellung genommen hatten. Um 10s/4 Uhr langte der Kaiser am Rathause au, von Fanfaren­bläsern begrüßt. Nach der Begrüßungsrede durch den Oberbürgermeister Fürbringer hielt der Kaiser an die Mitglieder der städtischen Behörden im Sitzungssaale des Rathauses fol­gende Ansprache:

Ich bitte Sie, meine Herren, den Ausdruck meines tief empfundenen Tankes entgegennehmen zu wollen für den begeisterten Empfang und die Ausschmückung, die die Stadr Emden mir zu bereiten die Güte gehabt hat

Ich danke auch für die mir gewidmete Medallle, die einen großen Zeitabschnitt aus Ihrer Geschichte festlegen soll. Sie wird ein

wertvolles Stück meiner Medaillensammlung bilden und auch in späteren Zeiten meinen Kindern und Nachfolgern ein Zeichen sein, wie Emden zu seinem König und Kaiser gestanden hat. Sie haben in freundlicher Weise des schweren Verlustes gedacht, den ich, mein Haus und das ganze Vaterland erlitten, als ich im vorigen Jahre mich anschickte, der Stadt Emden einen Besuch zu machen.

Von Herzen freue ich mich, daß es mir nun möglich geworden ist, diese Stadt zu betreten; fie hängt innig mit der Geschichte unseres Hauses zusammen, und ich glaube wohl sagen zu können, daß es nicht ein bloßer Zufall ist, daß gerade die beiden größten Regenten des Hauses Kurbrand enburg-Preußen, der große Kurfürst und Friedrich der Große, trotz der schweren Kämpfe, die sie fortdauernd bestehen mußten, um die innere Einigkeit des Landes zu festigen und dasselbe gegen äußere Angriffe zu schützen, Zeit und Muße gesunden haben, ihr Auge auf den Handel, auf die See und somit auf die Stadt Emden zu lenken.

Ich führe das vor, um Ihnen damit zu be­weisen, daß es bei mir kein Verdienst ist, wenn ich dieselben Wege gehe. Es hat Gott gefallen, Kaiser Wilhelm dem Großen das zu geben, was seinen Vorgängern versagt blieb, nämlich ein einiges deutsches Vaterland wieder­herzustellen und das Reich mit gewaltigen Hammerschlägen zusammenzuschmieden.

Im Reich stehr Preußen an erster Stelle; der König von Preußen hat wiederum das, was kein deutscher Kaiser in der Lage war, fich zu schaffe», die nötige Hausmacht. Auf dieser Basis ist eS nun möglich, die Aufgaben wieder auszunehmen, die mit schauendem Blicke meine beiden großen Vorfahren, die Sie mit Recht hier durch Standbilder geehrt haben, jederzeit vor Augen hatten und bestrebt waren, auszu­führen. Ich möchte nicht diesen Tag vorüber­gehen lasten, ohne auch noch besonders des Verdienstes der Stadt Emden zu gedenken.

Die Stadt Emden hat, wie viele Städte unseres Vaterlandes, eine schwere Zeit durchzu­machen gehabt. Sie ist eine blühende Handels­stadt gewesen und hat es erleben müffen, daß der Handel andere Wege ging, andere Bahnen zog und, daß ihr blühender Zustand zurückging. Sie hat eine große Rolle in der Geschichte ge­spielt und trat dann in den Hintergrund. Aber niemals hat Emden durch Schreien und Klagen in Bitterkeit den veränderten Zeiten Rechnung getragen, sondern in stillem, innigem Gottver­trauen auf die Zukunft gewartet. Ich möchte diesen Seelenzustand, diese Eigenschaft der Friesen und Emdens nicht bester bezeichnen können, als mit dem Wort, das von meinem hochseligen Vater gesagt ist:Sie haben gelernt, zu leiden, ohne zu klagen." Fürwahr ein großes Beispiel, an dem sich viele meiner Landsleute ein Muster nehmen sollten.

Ulla hatte sich bestürzt umgesehen. Wie lange gingen fie hier denn schon umher? Wie seltsam! Wie seltsam! Wie unbegreiflich! Sie hatten miteinander geplaudert wie alte Freunde, ganz hingegeben dem Genuß, beisammen zu sein und fich die Gedanken mitzuteilen.

Fritz sah sie ebenso überrascht an, wie sie ihn verlegen lächelnd und doch in den Augen etwas wie ein Aufleuchten der einstigen Schel­merei.Wie schön war das!" flüsterte er.

Ich muß fort! Ich muß nach Hause!" ries Ulla verlegen.

In einiger Entfernung fuhr eine leere Droschke vorüber. Fritz pfiff fie heran und der Kutscher hielt sofort.

Ulla! Liebe, teure Ulla! Wir find also doch noch gute Freunde? Wir find einander nicht entfremdet! O, ich wußte es ja!" sagte er dann ganz mit der alten Zärtlichkeit zu ihr. Sie nickte nur; er sah, fie hätte beim ersten Wort weinen müffen. Sie war sehr weich ge­worden.

So küßte er ihre Hände und sah ihr tief in die Augen. O Gott! Diese seine Augen, die ihr einst das ganze Erdenglück ausstrahlten und die fie so lieb hatte.

Liebe, liebe Ulla!" stammelte er immer wieder, während er fie in dm Wagm hob. Dann sah er demselben nach und schlug fich plötzlich mit der Hand vor die Stirn.

Wir habm ja kein Wiedersehen verabredet!"

Und dann fiel ihm noch eine Menge anderes ein, was er sie hätte fragen sollen.

Neber Ulla kam es, sobald sie allein war, wie eine unbeschreibliche Erschütterung. Freude und Schmerz wallten hoch auf in ihrem Herzen,

aber die Freude trug den Sieg davon. Sie hatten sich wiedergesehen! Sein Gruß: Liebe, teure Ulla sie hörte ihn immer noch, würde ihn durch ihr ganzes Leben nicht vergessen, nicht den Ton seiner Stimme, alle die lieben, herzlichen Worte! O, jetzt wußte fie alles Fritz fand bei dieftr Anita Serano nicht daS, was er gehofft. Er war sicher mit ihr ver­sprochen, denn ach, sie hätte jedes Wort hören, alles sehen können, ohne fich beleidigt fühlen zu dürfen. Ja, er war verlobt er war Ulla verloren! Aber in seinem Herzen war fie unvergessen, sie war ihm noch heute die ge­liebte, teure Ulla!

Erst längere Zeit nachher sagte auch fie fich: Wie sonderbar, daß Du ihn nicht fragtest! Wie seltsam, daß er Dir nichts von fich und Anita sagte!

Nach und nach wurde sie ruhiger, aber eine tiefe Seligkeit blieb in ihrem Herzen zurück.

Als fie zu Anna kam, fand fie diese die Todesanzeige Hildes lesend. Aber auch jetzt zeigte Anna die Ulla so unbegreifliche Ruhe, die doppelt befremdlich erschien, wenn man der von den Aerzten so angstvoll betonten Mahnung gedachte, von Anna die leiseste Erregung fern­zuhalten.

Wußtest Du eS schon?" fragte Anna, als Ma fie nur prüfend ansah.

Leontine sagte eS mir," erwiderte diese.

Was erfuhrst Du sonst noch, Ulla?"

Alles, was diese von Fritz erfahren, erzählte fie. Es schien ihr richtiger, Anna jetzt alles gleich zu sagen. Der Begegnung that fie mit keinem Wort Erwähnung. Die war ihr wie ein heiliges Geheimnis.

Meine Herrm, ich glaube, daß beffere Tage für Sie im Anzuge sind. Der Kanal ist ge­graben, das Hinterland ist für Sie geöffnet, die Seeschiffe kommm herein. Es wird an Ihnen liegen, die Konjunktur auszunutzen, an mir toirb eS sein, den Frieden zu erhalten, damit auch die Stadt Emdm einer gedeihlichen Zukunft entgegensehen kann. Mft diesem Wunsche trinke ich aus das Wohl der Stadt Emden. Sie lebe hoch! hoch! hoch!"

Später besichtigte der Kaiser noch das Tele- graphenamt, bekanntlich das größte auf dem Kontinent, und fuhr gegen 123/4 Uhr nach der Hohenzollern zurück. Den Ministern und sonstigen Ehrengästen gab am nachmittag die Stadt Emden ein Festesten, auf dem der Minister Budde eine Ansprache hielt, in der er die Stadt nochmals das lebhafteste Jntereffe Sr. Majestät versicherte. _____________

Der Fall Löhning.

Die demokratische und sozialdemokratische Presse ist zur Zeit angefüllt mit spaltenlangen Artikeln über den Fall Löhning, will sagen, über die Tatsache, daß ein hoher Beamter zwangsweise in den Ruhestand versetzt worden sei, weil er fich mit der Tochter eines Feld­webels verheiratet habe.Das ist der Ausfluß finstersten Kastengeistes, der jemals existiert hat! Das ist das höchste Maß von Freiheitsberaubung, besten fich ein Minister jemals seinen Beamten gegenüber schuldig gemacht hat!" Also rufen es die demokratischen Blätter mit voller Lungen­kraft ins Land hinaus, und also hallt es aus dem provinziellen Blätterwalde wieder. Schade ist dabei nur, daß der Fall nicht ganz so liegt, wie jene Preßorgane ihn darstellen. Richtig ist allerdings, daß der Provinzialsteuerdirektor von Posen, Geheimrat Löhning, zum 1. Juli d. Js. pensioniert worden ist und daß sein Penfionsgesuch kein freiwilliges war, aber die Gründe werden nicht richtig wiedergegeben. Der Minister ist zu seinem Vorgehen gegen den Beamten veranlaßt worden hauptsächlich durch dessen zweideutiges Verhalten und durch deffen offene Bekämpfung der Polenpolitik seiner vorgesetzten Regierung. Es ist borge» > kommen, daß Beamte seiner Verwaltung ent­gegen ihren besonderen Pflichten, die ihnen in der Ostmark obliegen, für das Deutschtum nicht in dem Maße tätig gewesen find, wie das erwartet werden konnte. Er hat von ag­gressiver Polenpolitik gesprochen und geglaubt, gegen seine eigene Regierung den Bremser spielen zu sollen. Hier­zu kam nun ein persönlicher Fall, der haupt­sächlich entstellt wiedergegeben wird. Herr 'Löhning, ein älterer Wittwer mit zwei er­wachsenen Töchtern, lernte die junge, hübsche, gebildete Tochter eines Regierungssekretärs, der früher Feldwebel war, kennen. Verlieben und verloben war eins, obwohl er fich sagen mußte

Anna hörte still zu und ging schweigend auf und ab. Endlich blieb fie vor Ulla still stehen und sagte:

Ma! Es klingt vielleicht abscheulich aber ich bin wie befreit, daß Hilde mir nicht mehr begegnen kann, niemals! Hans ist mir wie ein geliebter Gestorbener, ich traure um ihn, wie man um Tote trauert, die lange schon begraben find. Hilde stand aber immer lebendig vor meinem Geiste. Ich sah sie so ost vor mir mit ihren schönen, schwarzen Augen! Er wird fie nie vergessen k Er hat fie geliebt bis nun auch er ist ja tot für mich! Von den Toten soll man nur gutes reden! Und nun ruht fie auch und ich ich brauche mich nicht mehr mit dem heimlichen Haß zu quälen"

Anna, fie hat zwei Kinder verlassen müssen!"

Die geschiedene Frau starrte fie mit großen Augen an. Die Kinder! An die hatte fie noch nicht gedacht. O, die Kinder! Wie selig wäre fie gewesen, ein Kind zu haben! Nun kam ihr doch Mitleid nut Hilde. Und er was fing er mit den Kindern an? Ach, er muß fie in Mietlingshänden lassen. Die Kinder! Die armen Kleinen! Die mutterlosen Waisen!

Ulla wurde gerufen. Ihr Vater war ge­kommen, fie abzuholen. Aber Anna wollte sie nicht fortlaffen. Ich muß beim Vater bleiben, die Schwester und der Wärter schlafen bis Mitternacht. Leiste mir doch Gesellschaft, wie sonst; gerade heute kann ich Dich weniger denn je entbehren!" bat fie.

(Fortsetzung folgt.)