mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
- Sonntagsbeilage: JUnftrirtes Sonntagsblatt.
jr» 177 t
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämter» 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).
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Marburg
Sonnabend, 26. Juli 1902.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe.
Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, UniversitätS-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 56.
;37. Jahrg.
Mittag-Ausgabe.
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für die Monate August u. September auf die
-«Vberheffifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Postanstalten und Landbriefträgern entgegengenommen.
Die Regierungssehnsucht des „Berliner Tageblattes" wird von der „Kölnischen Volkszeitung" folgendermaßen abgethan:
„Wir gehen so weit zu behaupten, daß wenn auch bei den Reichstagswahlen der Regierungseinfluß zu Gunsten der Linken sich geltend machen würde, dennoch die Behauptung, daß eine liberale Mehrheit zu erreichen wäre, als ein kolosialer Humbug bezeichnet werden müßte. Es hat überhaupt mit den Erzählungen von einer „Beeinflussung der Wähler" durch die Regierung zu Ungunsten des Liberalismus nicht viel auf sich. Wenn auch in Ostelbien die Behörden vielfach die Konservativen gegen die Freisinnigen unterstützen, so wird, das schon dadurch ausgewogen, daß die amtlichen Kreise im Westen für die Nationalliberalen einzutreten pflegen, und der- Nationalliberalismus soll doch auch ein Glied der „liberalen Mehrheit" sein. Man (teile sich die Verhältnisse im Osten aber doch nicht so vor, daß die Stellungnahme der Landräte die angeblich „freisinnige" Bevölkerung gegen ihren Willen veranlasse, konservativ zu wählen. Die agrarische Agitation hat stellenweise schon so viel Einfluß, daß sie selbst gegen den Regierungsapparat durchdringen würde. Wenn die Bevölkerung wirklich dem Freisinn ergeben wäre, könnte auch kein Landrat und kein Regierungspräsident etwas gegen die öffentliche Meinung ausrichten. Das hat man in der Konfliktszeit gesehen. Trotz der kräftigsten Wahlbeeinfluffung durch Bismark und Eulenburg wurden damals nur ganz vereinzelte Konservative gewählt, und wiederholte Auflösungen des Abgeordnetenhauses vermochten daran nichts ?u ändern. Wäre die Stimmung noch heute o, dann würden die Liberalen aus eigener Kraft spielend eine Mehrheit erringen, aber der Liberalismus hat eben abgewirtschaftet, und selbst auf Regierungskrücken würde er die alte Macht auch nicht entfernt wiedererlangen.
Nach Brasilien.
Reisebriefe von Tanera.
Von Pernambuco nach Rio de Janeiro. (Schluß.)
Jetzt, während die Leichter zur Aufnahme der Fracht an uns antauen, werden die Postsendungen dem Agenten zur Besorgung übergeben. Da kommt es erst heraus, was man alles während der Fahrt über den Ozean geschrieben hat. Von mir allein find es 10 Briefe «nd 50 Ansichtspostkarten. Ob sie der neben unS zur Abfahrt bereit liegende französische Schnelldampfer noch mitnimmt? Ja, wenn man den Postsack einfach hinüberbringen dürste! Aber es muffen alle Stücke nach Recife gefahren werden, dort brafilianische Marken erhalten und abgestempelt werden. Bei uns ginge es noch. Aber bei der brafilianifchen Faulheit. Und noch dazu am Sonntag.
Na — inschallah! Wenn Gott will! Man kann ja doch nichts machen. Ich betrachte mir Pernambuco von außen so genau als möglich.
Nun erkenne ich alle am Strand gelegenen Häuser. Dort fährt ein Troly, d. h. ein hölzerner Luxuswagen. Da find wieder Neger. Dort stehen Zuckerfabriken, hier Spinnereien und Webereien. So erklärt mir ein Orts- ftmdiger. Dann fügt er bei: „Die Bevölkerung ist dumm, fromm, faul und gefräßig." Was daran wahr ist, weiß ich nicht. Ich erzähle es nur nach.
Wir laden weiter auS. Es kommt die Nacht. Großartig leuchtet das südliche Kreuz und die Menge der südlichen Sterne über mir. Noch schöner aber der auch von der deutschen Heimat aus gesehene Orion mit dem grünschillernden
Und da will das „Berl. Tagebl." dem Kanzler eine liberale Mehrhest stellen? Der Gedanke ist ja einfach lächerlich, aber das Blatt denkt wahrscheinlich, wenn erst ein liberaler Kurs eingeschlagen und ein liberales Ministerium gebildet sei, würde fich das weitere schon finden und es bleibe der neuen Regierung dann nichts anderes übrig, als gegen die Rechte zu kämpfen. Der Hochmut dieser Wadelstrümpfler steht in umgekehrtem Verhältniß zu ihrer Leistungsfähigkeit. Wenn Parteien, die bei der Hauptwahl nur mit ein paar Mandaten herauskommen und erst auf die Stichwahlen warten müffen, um überhaupt eine Fraktion bilden zu können, von einer „Mehrheit" reden, die sie stellen wollen, so streift das schon an Größen- wahnfinn. Vom Zentrum ist bei den Herren nie die Rede, und doch ist dieses allein stärker, als der gesamte „Liberalismus". Selbstverständlich soll das Zentrum auch mit majorisirt werden, dazu beide konservative Parteien, die Antisemiten, die Polen u. s. w. Kein vernünftiger Mensch sieht da ein, wo eine liberale Mehrheit Herkommen sollte, und selbst wenn man die Sozialdemokraten hinzunähme, würde es doch nicht gehen. Außerdem ist zu beachten, daß der neue Reichstag doch nicht nur die Handelsverträge zu erledigen haben wird, sondern auch in allen anderen Fragen positive Politik treiben soll Nun wollen wir einmal den Fall setzen, daß die Handelsverträge durch liberale und sozialdemokratische Mitwirkung zu stände kämen — wie denkt fich dann das „Berl. Tagebl." ein weiteres Regieren mit der utopischen liberal-sozialdemokratischen Mehrheit? Gleich in der ersten Session würde diese Mehrheit das Reichsschiff auf eine Klippe festfahren, nnd es würde nichts übrig bleiben, als wieder das System zu ändern und auf die alte-Mehrheit zurückzugreifen. Weil die Regierung das ein- fieht, deshalb will fie es auch zu einem regelrechten Kampf gegen die Konservativen nicht kommen lassen, obgleich sie zweifellos bestrebt ist, in der Tariffrage und Kanalfrage ihren Willen gegen die Konservativen durchsetzen."
Umschau.
Die Ergebnisse der bulgarischen Zarenreise.
Der „Rh. W. Ztg:" wird aus Sofia geschrieben: Man muß es dem Ministerium Danew lasten, daß es mit einer gewissen Geschicklichkeit verstanden hat, sich eine „gute Presse" zu machen. Sowohl die aus Wien wie aus St. Petersburg hierhergelangenden Zeitungen führen in Bezug auf Bulgarien eine Sprache, die wir schon lange nicht zu hören bekommen haben. Was Rußland anbelangt, so hat ja die Reise des Fürsten nach Petersburg alles erreicht, was man hier im Palais und im Ministerium
Syrius und ganz dort oben, was sehe ich, vielleicht zum letzten Mal auf längere Zeit, noch einmal unfern großen Bär. Der Nordstern fehlt. Der ist doch zu tief. Aber der Bär. Er zeigt fich kurze Zeit. Ihm trage ich die Grüße nach den fernen Lieben auf.
Man wurde am Abend mit dem Umladen in die Leichter nicht fertig. So faul wie diese Neger habe ich auch noch niemanden arbeiten gesehen. Wo anders löscht man in der Nacht weiter. Wir haben ja elektrisches Licht. Dazu find aber die Herren Brasilianer in Pernambuco zu faul. Ein weiterer Leichter wird daher für den nächsten Morgen früh 6 Uhr bestellt.. Um 8 Uhr kommt er. Um 10 Uhr war alles fertig, die große Dampfpfeife verlangt das Schleppbot. Es kommt um 12 Uhr. Man hört nur das brasilianische Wort „Paciencia" (Geduld). Die Leute haben keine Eile. Ein deutsch-brafilianischer Reisegenoste beruhigt meinen Aerger und sagt: „Lernen Sie nur baldigst das Wort Paciencia gebrauchen und selbst üben, sonst ärgern Sie fich in diesem Lande der Indolenz halbtot."
Ich will mich bemühen. .
Etwas wurde das unfreiwillige Warten vor Pernambuco durch die Beobachtung der vielen kleinen Fischerfahrzeuge erleichtert. Man muß so ein Ding gesehen haben, um es für möglich zu halten. 4, 5 oder 6 dünne Balken find aneinander gebunden, in der Mitte steht ein kleiner Mast mit einem primitiven Segel, 2 kleine Bambusgestelle bilden' Sitze und Halt für die 2 bis 3 Fischer, und mit einem Stück Brett wird dieses unglaubliche Segelfahrzeug von 3—4 Meter Länge gesteuert. Dabei segeln diese Fischer weit hinaus auf die hohe See, manchmal werden fie von den Wellen ganz be-
zu erreichen trachtete. Wir haben unsere 106- Millionen-Anleihe, wir haben die Zusicherung des Zaren, daß man unfein etwaigen König!» Gelüsten, wenn erst die Zeit gekommen fein wird, nichts entgegenzusetzen gedenke, wir wissen, daß in der macedonischen Frage Graf LamSdorsf und beften diplomatische Agenten unS zur Seite stehen werden, und, um das Eintrachtsgebäude zu krönen, wird eine offizielle russische Abordnung mit uns demnächst am Schipka-Paß ein solennes Derbrüderungsfest feiern. Das ist alles so bekannt, daß es füglich unnötig wäre, nochmals darauf zurückzukommen, wenn es nicht ein paar Momente gäbe, die bisher doch nicht allgemein bekannt geworden sind. Da ist zunächst die Königsfrade, von der die angeblich „gut informierte" Wiener Preffe jetzt behauptet, daß diese Frage auf unbestimmte Zeit vertagt worden sei. Die genannte Preffe ist in diesem Falle denn doch nicht so „gut informiert". Die Frage der Erhebung Bulgariens zu einem souveränen Staat ist bei dem Besuche des Fürsten Ferdinand in Petersburg thatsächlich im Prinzip gelöst worden. Sowohl der Fürst als der Ministerpräsident Danew hatten dort in Anregung gebracht, Bulgarien zu einem Zartum zu erheben — nebenbei bemerkt ein Gedanke, der dem Grafen Lamsdorff an fich nicht unsympatisch war. Dieser diesseitige Wunsch scheiterte jedoch an den Bedenken des Zaren Nikolaus selbst, .dem einerseits die, wenn man so sagen darf, Titel Konkurrens unangenehm wäre, und der andererseifs von einem zarischen Großbulgarien heikle politische Verwicklungen auf der Balkanhalbinsel befürchtet. Fürst Ferdinand und dessen Premier-Minister ließen daraufhin diesen Gedanken fallen, wogegen fie die bindende Versicherung erhielten, daß einer Ausrufung des Fürsten zu einem König - von Bulgarien rusfischerseits nicht im Wege stände. Allerdings muß man von hiesiger Seite die Verpflichtung eingehen, eine ganz bedeutende Reduktion des bulgarischen Heeresbestandes in der jetzt noch tagenden Session der Sobranje durchzudrücken — und das ist die Kehrseite der Medaille. Das Königreich Bulgarien wird Rußland gegenüber, was die eigentliche physische Macht anbelangt, viel unselbständiger fein, als das Fürstentum Bulgarien je gewesen war. Mit dem Tage, wo Bulgarien kaum über zwei Armeekorps verfügen wird, gerät es ohne weiterer in jedem Ernstfälle in absolute Abhängigkeit von der Petersburger Regierung, die dann einzig und allein über den Fortbestand des jungen Königreichs zu bestimmen haben wird. Fürst Ferdinand hat sich seinen Königstitel gegen garantierte russisch-französische Millionen und militärische Entblößung seines Landes gekauft. Es wird hier nicht an sehr gewichtigen Stimmen fehlen, die diesen Preis ungeheuerlich, sündhaft groß finden dürsten,
graben. Ob nicht hie und da ein Hai einen herunterschnappt, wer weiß es? Jedenfalls fühle ich mich auf der guten „Halle" tausendmal behaglicher als in der an Haifischen so reichen Bucht von Pernambuco auf einem solchen Miniaturfloß.
Der Sonnenuntergang am 12. Mai war zauberhaft. Solche Farben erleb! man eben nur in den Tropen. Zuerst ist der Himmel hellgelb, wahrhaft golden, dann wird er orangegelb, hierauf helllila, bann bunkellila, zuletzt schwarz. Das geht aber in bei Zeit von 10 Minuten vor sich. Nun kommen bie glitzernben Sterne, unb bie Sichel beS Mondes liegt horizontal, sogar etwas links aufwärts gebogen, obwohl im Kalender „zunehmender Mond" steht. Im Süden zeigt er sich umgekehrt wie bei uns.
Auf der Weiterfahrt nach Rio de Janeiro war unS das Wetter hold. Noch wiederholt sahen wir weit außen auf der hohen See die kleinen Floßsegler. Unaufhörlich schlägt bie Welle über bie Füße der Schiffer. E? kümmert fie nicht. Immer ueue Schwärme von fliegenden Fischen wurden aufgejagt. Verschiedene fielen auf Deck, wurden von den Matrosen gefangen, gebacken unb verspeist. Die Halle läuft sehr gut, für einen Frachtdampf-r sogar ausgezeichnet. Sie macht etwa 12 Meilen in bei Stunde. Sie hat auch noch bie besonderen Vorzüge ihrcS liebenswürdigen Osfizierkorps. Aber trotz allem, man freut sich jetzt doch auf das Land. 24 Tage leben wir nun aus diesem schwimmenden Stück Heimat. Jetzt sehne ich mich doch danach, wieder festen Grund unter die Beine und Nachts ein festes Bett unter den Körper zu bekommen. In 2 Tagen wird Rio erscheinen. Paciencia!
aber dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien ist eben der KönigStftel mehr wert als daS Wohl des Landes.
Der Abschluß der Gesetzgebung über den Schutz des gewerblichen
Ei gentumS.
Mit dem jetzt vom „Reichsanzeiger" veröffentlichten Entwürfe betreffend das Urheberrecht an Werken der Photographie soll der Schlußstein in den Bau der Reform der Gesetzgebung über den Schutz des gewerblichen Eigentums eingefügt werden. Begonnen wurde die Reform schon vor Jahren mit einer Aenderung des Patentgesetzes, das in seiner ersten Gestalt Ende der siebziger Jahre zu Stande gekommen war, wie denn überhaupt alle Gesetze der genannten Kategorie zuerst innerhalb dieses Jahrzehnts erlassen waren. Das neue Patentgesetz datiert vom Jahre 1891. Ihm schlossen fich die Gesetze an, welche den Marken- und Musterschutz neu gestalteten und durch die alle den Schutz des gewerblichen Eigentums auf diesen Gebieten bezweckenden Funktionen im Reichspatentamt zentralisiert wurden. Seit jener Zeit ist ein einheitlicher Zug in die Exekutive auf dem Gebiete des gewerblichen Eigentumsrechts unb zwar nicht zum Schaben bes Gewerbes gekommen. Mit dem zu Beginn des laufenden Jahres in Kraft getretenen Urheberrechtsgesetze an Werken der Literatur und Kunst sowie dem Verlagsgesehe wurde die Reform fortgesetzt. Ein Gesetz über das Urheberrecht an Werken der Photographie soll sich nunmehr anschließen. Daß das letztere sich in der Anordnung des Stoffes unb in redaktioneller Beziehung an bas literarische Schutzgesetz vom Jahre 1901 anlehnt, ist nur natürlich, damit aber fällt es auch in die Kategorie der Gesetze, welche sich infolge des Erlasses des Bürgerlichen Gesetzbuchs als notwendig herausgestellt haben. Diese Kategorie ist noch immer nicht zum Abschluß gebracht, weil das Gesetz über das private Derficherungsrecht fehlt. Die Arbeiten an dem letzteren sind aber soweit gefördert, daß an einen baldigen Abschluß gedacht werden kann. Es ist also die Hoffnung berechtigt, daß es auch in naher Zeit den gesetzgebenden Körperschaften des Reichs wird unterbreitet werden können. Kommen die Gesetze über da8 Urheberrecht an den Photographien unb über bas private Versicherungsrecht zu Staube, bann sind bie Raformen auf dem Gebiete des gewerblichen Eigenlumsschutzes sowohl tote bie Konsequenzen bes bürgerlichen Gesetzbuchs zum Abschluß gebracht. ______
Die deutsche Industrie in englischer Beleuchtung.
Ein amtlicher Bericht der londoner Schulbehörde für technische Erziehung bietet der
Wir passirten die Korallenriffe und den Leuchtturm von Abrolhos. Es soll heißen: Abra os olhos, mach' die Augen auf. Unser Kapitän kennt die Gegend gründlich. Wir fahren sicher vorbei. Am 15. früh erblickten wir wieder Land. Es find die brasilianischen Küstenberge bei Viktoria im Staate Espirito Santo. Dort in Brasilien ist fast alles heilig — ausgenommen die Menschen.
Wir behalten von nun an die Küste immer im Ange. Gegen Abend erscheint die Landspitze von Campos.
„Morgen früh, meine Damen und Herren, zeitig aufstehen. Dann sehen Sie die Einfahrt in eine der schönsten Buchten auf der Erde." Nach diesen Worten des freundlichen Kapitäns legten wir uns zur Ruhe.
In der Nacht passierten wir Kap Frio, und wie ich am Morgen des 16. Mai früh 7 Uhr auf dem Deck stand, lag die wildromantische Felsenküste von Rio de Janeiro vor mir.
Als ich im Laufe der letzten Jahrzehnte die ganze Erde bereiste, sagte man mir oft: „Die Bay von Rio ist doch der schönste Anblick einer Meereslandschaft." Jetzt, wo ich fie kenne, antworte ich: „Ja, fie tst eine der schönsten. Neapel, Konstantinopel, Algier,, Hongkong unb Nagasaki bleiben immer herrlich. Aber Rio schließt sich ihnen würbig an."
Unsere „Halle" hat fich zuerst scharf westlich, bann genau näblich gewenbet. Weich' intereffavte Spitzfelsen, Kegel, Pvramiden, Steilabfälle unb Gebirgsrücken ziehen an uns vorüber. Dank ber großen Liebenswürbigkeit bes Kapitäns darf ich von der Kommandobrücke aus Alles beobachten. Da löst sich der sogenannte Zucker» Hut. das Wahrzeichen der Bay von Rio ab.