mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
K
Sonntagsbeilage: Jllnftrirtes Sonntagsblatt.
Jo 174
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämter» 2,25 Mk. (ercl. Bestellgeld).
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Marburg
Donnerstag, 24. Juli 1902.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Wend-Ausgabe.
Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckers Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
37. Jahrg.
Mimsterfreuden in Frankreich.
Der neue französische Minister-Präsident €ombe8 kann von sich nicht sagen, daß er auf Rosen gebettet sei. Die von seinem Vorgänger Waldeck-Rousseau übernommene Würde und tzürde stellt an die Tatkraft des glücklichen Erben hohe Anforderungen. Wir sehen ab von Sem Humbert-Schwindel, der allerdings unter Umständen einem Ministerium zum Stein deS Anstoßes werden kann. Hat doch diese Affäre heute bereits verzweifelte Ähnlichkeit mit dem Panamaschwindel der Isidor Alton, Cornelius Herz, Josef Reinach und Genossen. Damals wagte es die Regierung nicht, die großen Spitzbuben zu fassen, weil zu viele Parlamentarier und Minister sich beim Panamaschwindel befleckt hatten und weil der Skandal zu groß geworden wäre. Man erließ allerdings Steckbriefe hinter Aaron, genannt Arton, aber man schickte ihm gleichzeitig auch gewiegte Detektivs nach, nicht, damit er ergriffen würde, sondern nur, um ihn vor der italienischen Polizei zu schützen, die ihn möglicherweise festgenommen und nach Frankreich ausgeliefert hätte. Man beantragte auch, um dem Gesetz zu genügen, von England die Auslieferung des Cornelius Herz, der über den Kanal gesegelt war und sich in Bornemouth im ersten Hotel einlogiert hatte. Man versäumte es aber auch nicht, von Monat zu Monat einen in die Wünsche der französischen Regierung eingeweihten Arzt nach Bornemouth zu schicken, der jedesmal die Transportunfähigkeit des großen Kranken auf seinen Diensteid nahm. Eine ähnliche Komödie wird jetzt mit der Familie Humbert ausgespielt. Auch jetzt spricht und schreibt man in Paris ganz offen davon, daß die Regierung absichtlich die Humberts nicht fassen will, weil daraus ein Skandal ohne gleichen entstehen würde, weil zu viel hohe Persönlichkeiten kompromittiert werden könnten. Falls diese Auffassung bi. richtige ist, so würde der Humbert- Skandal dem Ministerium Combes Wohl nicht viel schaden können, da die Angelegenheit in die Zeit vor seiner ministeriellen Tätigkeit gefallen ist. Wohl aber könnte Waldeck-Rousseau, der sehr stark im Verdacht steht, in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die schwierigste Aufgabe für das neue Kabinett liegt vielmehr in der Durchführung der Ordensgesetze, der Schließung der kongre- gationistischen Schulen in Frankreich. Durch Gesetz ist der Regierung die Machtbefugnis erteilt worden, die Kongregationen und deren Schulen auszulösen, falls sie ein Staat im Staate seien und sich den gesetzlichen Bestimmungen nicht unterwerfen wollen. Die Durchführung dieser Gesetze, die dem jetzigen Ministerpräsidenten obliegt, ruft im Lande große Er
regung hervor. Trotz, oder, wenn man sagen will, wegen der republikanischen Staatsverfaffung besitzt die katholische Kirche in Frankreich eine Machtfülle, wie kaum in einem andern Lande, und erfreut sich eines großen Rückhaltes bei der Bevölkerung, die zum großen Teil aus Seiten der Kongregationen steht. Der letzte Sonntag hat dies wieder gezeigt. Aus den verschiedenen Teilen des Reiches liegen Depeschen vor, die einmal die große Erregung der Bevölkerung, sodann aber auch die Parteinahme der Bevölkerung zu Gunsten der Kongregationen erkennen lassen.
Eine Protestversammlung, die der Erzbischof von Paris in seinem Palais abhielt, erfreute sich eines ungeheuren Andrangs und verlief außerordentlich erregt. Das Ergebnis der Versammlung war die Absendung eines Schreibens an den Präsidenten Loubet, worin volle Freiheit für alle Franzosen verlangt und der Präsident darauf aufmerksam gemacht wird, daß die Schließung der Kirchen-Schulen ein ungerechtfertigter Eingriff in die Rechte der Familien sei. Frankreich bedürfe der Ruhe, diese Ruhe könne aber durch Rechtsverletzungen, wie sie jetzt vorliegen, nicht erzielt werden. In Bain stießen die Polizisten, als sie die Schule räumen und schließen wollten, auf bewaffneten Widerstand. Ordensschwestern und Bäuerinnen hatten , sich mit Heugabeln bewaffnet und verteidigten das Schulgebäude mit Erfolg. Aus anderen Orten des Reichs liegen ähnliche Meldungen vor. Man begreift sonach, wenn Combes mit Sorge in die Zukunft schaut und heute bereits eine gewisse Amtsmüdigkeit erkennen läßt.
Umschau.
Vorschläge zur Besserung im Submissionswesen.
Ueber die Mängel des Submissionswesens wird schon seit langen Jahren in den Kreisen der Handwerker und Gewerbetreibenden laute und berechtigte Klage geführt. Die Mißstände wurden stets rückhaltlos von allen Seiten anerkannt, es fehlte aber an positiven Vorschlägen zur Abhilfe. Neuerdings hat nun die dresdener Handwerkerkammer solche Vorschläge gemacht, die auf dem sächsischen Jnnungstage in Zittau lebhaften Beifall sanden. Den Entwurf der Handwerkerkammer haben die dresdener Stadtverordneten soeben in seinen wesentlichsten Grundzügen angenommen und damit den ersten Schritt getan zur Heilung eines schwer empfundenen sozialen Üebels. Der Stadtrat dürfte dem einmütigen Beschluß des Kollegiums, wenn auch mit einigen Vorbehalten, ebenfalls beitreten. Die wichtigsten in dem Entwürfe vorgesehenen Neuerungen find folgende:
„Die freihändig zu vergebende» Lieferungen und Arbeiten sollen nur noch auf Beschluß des zuständigen gemischten Ausschusses und dann an geeignete Unternehmer in einer gewisse» Reihenfolge abwechselnd vergeben werden. Die Vergebung von Arbeiten oder Lieferungen an Generalunternehmer ist ausgeschlossen. Bei einem Ausstande ist die Vollendungszeit bezw. Lieferfrist um die Dauer desselben zu verlängern und eine durch denselben erzielte Lohnerhöhung verhältnismäßig im Preisaufschlage in Anrechnung zu bringen. Bei der Auswahl zur engeren Bewerbung find in der Regel auszuschließen:
a) Personen und Firmen, welche vorwiegend ausländische Arbeiter beschäftigen, b) Personen und Firmen, welche ihre Arbeiten und Lieferungen ganz oder teilweise in Straf-Anstalten herstellen lassen, c) Personen, welche sich bereits im Konkurs befunden, und dadurch andere an Vermögen geschädigt haben.
Aus den Summen aller in die engere Bewerbung gezogener Angebote ist ein Mittelpreis festzustellen, doch find bei Berechnung desselben diejenigen Angebote auszuschließen, welche den Voranfchlag um 10% übersteigen oder um 20% darunter bleiben. Der Zuschlag ist demjenigen Angebote zu erteilen, das dem Mittelpreise am nächsten kommt. Bei den Zugschlagsverteilungen sind im Falle gleichwertiger Angebote und Preisstellungen die ortsansfigen Bewerber vor den auswärtigem zu berücksichtigen. Spätestens 3 Monate nach Fertigstellung der Arbeiten ist die Schlußabrechnung zu stellen.
Zum Schiffsunglück aus der Elbe.
Es stellt sich heraus, daß die beruhigenden Meldungen, es seien viel weniger Personen der Katastrophe zum Opfer gefallen, als die ersten Telegramme angaben, nicht den Tatsachen entsprechen. Von dem Vorstande des Gesangvereins „Treue", der auf dem gesunkenen „Primus" von einem Ausfluge zurückkehrte, wurde gestern nachmittag 4 Uhr die Zahl der Vermißten und Ertrunkenen auf 104 festgestellt. Gestern abend fanden in Eilbeck Versammlungen statt, um eine gemeinsame Hilfsaktion zu organisieren. Schon jetzt find bei den Hamburger Zeitungen namhafte Beträge zur Unterstützung der Hinterbliebenen eingegangen, die später einem Ausschuß übergeben werden sollen. Von allen Seiten laufen zahlreiche Beileidskundgebungen ein. Auch der Reichskanzler richtete unten» gestrigen Datum an den schleswiger Oberpräsidenten v. Wilmowski nachstehendes Telegramm: „Tief ergriffen von dem Unglücksfall, welcher in dieser Nacht vor Blankenese sich ereignete und dem so viele Menschenleben zum Opfer fielen, bitte ich Sie, den Familien der Verunglückten mein innigstes Beileid auszusprechen.
Ihrem schleunigen Bericht über den Vorfall, sowie etwaigen Vorschlägen für eine Unter» stützung der Hinterbliebenen sehe ich entgegen."
Im Gegensatz zu der gestern von uns wiedergegebenen Darstellung über das Schiffsunglück durch die Hamburg-Amerika-Linie, er» klärte der Führer des gesunkenen Dampfer» „Primus", er sei, als die Kollision erfolgte, so nahe am nördlichen Ufer gefahren, wie daS niedrige Wasser dies nur gestattete. Er wollte einige Passagiere an der Menstädter Brücke ob« setzen und habe deshalb auf diese zu- gehalten. Don Bord der „Hansa" aus habe man unmöglich sei» rotes Gesicht sehen können. Er habe seinen Kurs nicht geändert; dagegen habe die „Hansa" zu weit nach Nord gesteuert. Die „Hansa" hätte viel früher links halten müssen, da dott ihr richtiges Fahrwasser war. Er habe gemeinschaftlich mit Matrosen der „Hansa" in einem Boote der „Hansa" bei dreimaliger Fahtt nach dem Lande etwa 30 Personen gerettet. — Der gerettete Restaurateur Drechsler erklätt: DaS Hinterteil des „Primus" sank nach drei bis vier Minuten. Der „Primus" fiel dann nach Backbord, wobei etwa 70 Personen ins Wasser stürzten. Drechsler erklärt bestimmt, daß sich in dem gesunkenen Schiff keine Personen mehr befinden. Der Taucher hob den „Primus" heute nachmittag schon etwas und brachte ihn dem Sttande näher.
Der Prozeß der Leipziger Bank vor dem Schwurgericht.
In der gestrigen Sitzung erwidette der Staatsanwalt Dr. Weber auf die Ausführungen der Verteidiger, er weiche nicht in einem Punkte von seinem ftüheren Standpunkte ab. Bezüglich der Zubilligung mildernder Umstände erklätt et, daß er sich durch die Einwände der Vetteidiger nicht im geringsten bewogen fühlen könnte, von feinen Anträgen abzugehen, auch in Hinsicht auf Dr. Gentzsch. Der Staatsanwalt hält schließlich alle seine ftüheren Anträge unter Beibehaltung der gestellten Fragen aufrecht.
Staatsanwalt Dr. Kunz stellt in seiner Replik nochmals fest, daß die Zweideutigkeit deS Kommuniques außer allem Zweifel stehe und daß im Geschäftsbericht für 1900 die Verbindung mit der Trebergesellschast hätte erwähnt werden müssen. An der Schuld aller sieben Mitglieder des AuffichtSrats bestehe nicht der geringste Zweifel. Für Dr. Fiebiger wolle er mildernde Umstände gelten lassen, Exner, Gentzsch und Dodel seien wegen handelsrechllicher Untreue zu belangen.
Nach kurzer Pause fand die Duplik des Verteidigers Justizrats Dr. v. Gordon statt. Zur Frage des betrügerischen Bankerotts will der Verteidiger festgestellt wissen, daß die Buch»
70 Machdruck verboten.)
Eine Geldheirat.
Roman von L. Haid heim.
IFortsetzuns.)
Sie hatten Glück; e8 saß nur noch ein Herr in dem Rauchcoupee und der schlief. Der Graf plaudette mit großer Freude von der Studien- zett, dann erzählte er, daß er die Familiengüier übernommen habe, statt sich, wie er gewollt, dem Staatsdienst zu widmen; sein Vater sei viel zu früh gestorben und dadurch sein Leben in ganz andere Bahnen gelentt. Jetzt komme er bei den starken Anforderungen, die er an sich solbst stellen müsse und die dann noch andere an ihn stellten, gar nicht zur Ruhe. Sie seien nämlich in ihrer Provinz daran, von feiten des grundbefitzenden Adels eine ritterschaftliche Bank zu gründe» und ihm habe man die ganze Arbeit aufgebürdet.
So ging das weiter und dazwischen fragte er Hans, was denn aus ihm geworden sei.
Er sah nicht bei der gedämpften Beleuchtung, wie dieser bis unter das Haar errötete; er hörte nur etwas gedrücktes aus dem Ton der Antwort: „Recht wenig! Bürgermeister eines kleinen, verstaubten Grenzstädtchens."
„Ah?" machte unwillkürlich der Graf. Er wußte sich noch sehr gut der ehrgeizigen Plane Glaichens zu erinnern. Wie mochte das gekommen sein?
Haus hatte seine Selbstbeherrschung bereits wiedergefunden. „Die Sache ist die, ich habe eine Liebesheirat geschloffen — eine arme Offizierstochter und der vermögenslose Offizierssohn — das war unvernünftig — und die kleine erbärmliche Stelle giebt uns eben den
Lebensunterhalt. Du wirst vielleicht nicht begreifen —"
„Ich ehre solchen Mut! Du brauchst ja auch nicht immer da zu bleiben!" unterbrach ihn der Freund.
Hans zuckte die Achseln. Sie redeten wieder von allerlei Baiiksngelegenheiten.
Hans hatte solche als Regierungsrat be- arbeittt, als Schwiegersohn Wolzins sehr viel von diesem und in seinem Kreise darüber ge- hött und unbewußt gelernt. Jetzt, .nach der langen geisttgen Oede, in der er gelebt, war's ihm plötzlich, als ob dies Gelernte fich in ihnt fortentwickelt hätte. Das Gespräch erweiterte fich, denn der Herr, welcher bis vor kurzem geschlafen, beteiligte fich eifrig daran, inter- effante Punkte wurden berührt, Hans entwickelte, dank Wolzins häufigen Erörterungen über solche Angelegenheiten, eine genaue Kenntnis, die ihn selbst erstaunte und da der dritte Herr offenbar ein routinierter Fachmann war, so gerieten fie in einen stundenlangen lebhaften Gedankenaustausch.
Beinahe erschrocken sahen fie plötzlich, daß fich der Himmel im Osten rötete. „Jetzt schnell noch ein Stündchen schlafen — der morgende Tag will auch sein Recht", mahnte Graf Taffen- hofen und jeder drückte sich in seine Wagenecke.
Hans konnte nicht schlafen. Er hielt die Augen still auf die langsam sich entwickelnde Morgenröte gerichtet: sollte fie ihm als gutes Omen gelten?
Jetzt mußte er umsteigen. Seine Reisegefährten schiefen fest — er verließ fie ohne Ab'chied.
Und dann kam er bei grellem Mittagslicht in seinem Städtchen an, das ihm in dieser Beleuchtung herzbeklemmend nüchtern und weltvergessen erschien. Alles so kleinlich, so um
hundert Jahre zurück! Aber wie froh waren er und Hilde damals gewesen, daß sich ihnen dieser Unterschlupf bot! Mit einigen alt gekauften, hübschen Möbelstücken, die den Kleinstädtern sehr, sehr elegant vorkamen, zogen fie damals ein und am ersten Abend rechneten fie mit tiefster Sorge ihren Geldvorrat zusammen, der höchstens noch für ein paar Wochen reichte.
Am anderen Tage machte der neue Bürgermeister heimlich ein Päckchen zurecht und brachte es selbst zur Post — seine Frau ahnte nichts.
Ebenso that die Frau Bürgermeisterin, ihr Mann durfte nichts ahnen.
Dem Eeldbriesträger imponierte es aber gewaltig, daß er zweimal in den nächsten acht Tagen den neuen Bürgermeisters nicht unbeträchtliche Summen bringen mußte.
Mann und Frau aber lagen fich lachend und weinend in den Armen; er hatte seine sehr wertvolle Uhr und die schwere Kette verkauft, fie das Armband mit der Diamantrosette — beides Geschenke von Wolzin.
Das alles ging dem heimkehrenden Hausherrn durch den Sinn, als er die einsamen Zimmer seines Häuschens durchschritt. Es war alles so tot, so leer ohne Hilde! Die Aufwärterin hockte in der Küche und sah ihn dumm und ängstlich an. Nein, er hielt es nicht aus, er befahl der Alten, ihm die Zimmer behaglich zu machen und ging ins Hotel, um dott zu speisen.
O, und dott! Das einsame Gastzimmer, die neugierige Wirtin, die ihm, während er aß, allerlei Stadtneuigkeiten verkündete. Nein, da hielt er'S noch weniger aus.
Großer Gott! Und wenn nicht ein Wunder geschah, so mußten fie hier wer weiß wie lange noch — vielleicht das halbe Leben bleibenl
Gott sei Tank, daß Hilde wenigstens in den Bergen neuen Mut schöpfte.
So begann das Strohwitwerleben! Es war fast unerträglich, die Tage schlichen ihm in bleierner Schwere hin. Wohl kamen der Doktor, der Forstmeister, der Amtsrichter ihn zum Skat abzuholen, wohl waren die nächsten Mittage im Hotel mit dem Assessor und dem Oberlehrer etträglicher — aber —
Nun, man gewöhnt fich, man horcht sogar nach und nach auf den Heinen Stadtklatsch.
Da eröffnete fich dem melancholischen Manne auf einmal ein ganz unerwarteter Quell geistiger Belebung. Graf Tassenhofen schrieb ihm und bat um sein Urteil in einer Sache, welche die zu gründende Bank betraf; es hatten fich unter den Interessenten Meinungsverschiedenheiten ergeben.
Mit umgehender Post sandte Hans eine lange ausführliche Darlegung seiner Auffassung des Falles an den Grafen, und darauf begann eine für Hans außerordentlich anregende Korrespondenz, die ihn zu eifrigen juristischen Studien veranlaßte.
Graf Taffenhofens Dankbarkeit kannte keine Grenzen. „Du hast keine Idee, wie schön ich mich mit den erborgten Federn ausnehme. Ich habe zwar ehrlich bekannt, daß ich mir die Meinung eines Freundes zu nutze mache, im Grunde denken aber alle meine Standesgenoffen: „Ist der Taffenhofen ein bescheidener Kerls Hat fich nie merken lassen, was für ein Licht in ihm steckt!"
Einmal erwähnte der Graf auch: „Ich soll Dich von unserem damaligen Reisegefähtte» grüßen; er ist als Schiedsrichter hier gewesen — ist erster Direktor der H'schen Bank.
(Fortsetzung folgt)