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Fremdenverkehr nach der durch Naturschönheiten ausgezeichneten Gegend, insbesondere nach dem Knüllgebirge, erheblich steigern und damit für die Bewohner eine neue Erwerbsqnelle schaffen.
Für den Güterverkehr werden hauptsächlich in Betracht kommen im Empfang: Futter- und künstliche Düngemittel, Magervieh, Kohlen, landwirtschaftliche Maschinen und Gerätschaften, Häute, Lohe, Kolonialwaren und Bier; im Versand: Getreide, Stroh, Heu, Kartoffeln, Molkereierzeugniffe, Federvieh, Mastvieh, Holz, Baumaterialien, Zementwaren, Leder- und Wirkwaren.
An fiskalischem Besitze werden erschlossen: Basaltarüche bei Rimberg, bei Kuppel-Hohnstein, am Sebbel bei Klein-Ropperhausen, bei Neunkirchen und Rückershausen; Muschelkalklager bei Oberaula und Eggen; Sandsteinlager bei Steinbornswald, Rimbeck, Dohnberg und am Hell- küppel; die Domänen Eichbof (195 ha), Immichenhain mit dem Verwert Volkershof (202 ha), Schafhof (395 ha); die Oberförsterei Niederaula (2852 ha), Oberaula (4296 ha), Neukirchen '3116 ha).
Die Baukosten find abzüglich der von den Beteiligten zu tragenden auf rund 831000 Mark geschätzten Erunderwerbskosten auf 5 685000 Mk. oder rund 97000 Mark für das Kilometer ermittelt."
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
* Reclamen: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Mittwoch, 23. Juli 1902.
„Nicht bestätigt, aber erhalten", sagte Leontine und Stella berichtete, man sehe ihn sehr selten, aber Freunde der schönen Anita Serano — General Polzigs — hätten erzählt, Anita und Fritz wären neulich beim Rennen unzertrennlich gewesen und Anita habe sehr lebhaft mit ihm geplaudert und gelacht.
Dagegen erfuhr dann Ulla, als Anna nicht zugegen war, von den beiden Schwestern, es habe in der Zeitung gestanden, der Regierungsrat a. D. Hans von Glaichen sei für die Stelle eil.es zweiten Direktors der neu gegründeten Bank von H. in Aussicht genommen.
Hans von Glaichen Bankdirektor?
Ulla wollte es nicht glauben.
* * ♦
Was Ulla für unwahrscheinlich hielt, war dennoch so. Das Glück hatte Hans von Glaichen von neuem zugelächelt; aus dem öden Grau brach plötzlich ein goldener Sonnenstrahl für ihn.
Als er an jenem Tage in dem Wirtshaus am See von Hilde Abschied genommen, ging er zu Fuß zur Bahnstation. Ihm war so gehoben zumute, dankbare L-ebe in seinem Herzen aufgekeimt — so dankbare Liebe, wie er sie nie empfunden, der ehrgeizige Streber, der ewig rechnende Egoist.
Mit dem Zusammenbruch seines glänzenden Loses und der Zertrümmerung seiner eitlen Selbstzufriedenheit war eine Wandlung über ihn gekommen. Die Selbsttäuschung machte einem gebieterischen Wabrheitsbedürfnis Platz und dazu war Hans von Glaichen bei all seinen Fehlern doch zu sehr Ehrenmann, um sich jetzt nicht unerbittlich als Richter gegenüber zu stehen.
Und die langen drei Jahre mit ihrer harten Zucht blieben auch nicht fruchtlos, das „erkenne Dich selbst" war mit unabweisbarer Macht
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Umschau.
Das Schiffsunglück auf der Elbe.
Usber das schreckliche Schiffsunglück, bei dem eine ganze Anzahl Personen (die Zahl ist bis jetzt noch nicht festzustellen gewesen) um's Leben kamen und einzelne Familien ohne Üeberlebenden zu Grunde gegangen find, liegt jetzt ein Bericht der Hamburg-Amerikalinie vor, der der Seeschlepper „Hansa" gehörte. Er lautet:
Unser Flußdampfer Hansa fuhr gestern abend bei klarem Wetter uud Mondschein elbabwärts nach Brunshausen. In der Nähe der Landungsbrücke von Nienstedten sichtete die Hansa gegen 12 Uhr ein rotes Feuer an Backbordseite, wie sich später herausstellte, das des Dampfers Primus. Die Kurse beider Dampfer gingen vollkommen klar voneinander, da die Hansa sich auf der nördlichen Seite des Fahrwassers befand, während der Primus in der Fahrwassermitte elbaufwärts steuerte. Es lag für beide Dampfer keine Veranlassung vor, ihre Kurse zu ändern. Als der Primus ungefähr 150 bis 200 Meter von der Hansa entfernt war, gab er plötzlich hart links Ruder, sodaß er den Kurs der Hansa kreuzte und ihr direkt vor den Bug lies. Dieses Manöver, das rnter allen Umständen unrichtig war und der kaiserlichen Verordnung zuwiderlief, machte den Zusammenstoß unvermeidlich. Wollte der Primus nach der
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Don bedeutenderen Orten find neben Hersfeld (7900 Einwohner) und Treysa (2600 Einwohner) zu nennen: Asbach (600 Einwohner), Kerspenhausen (400 Einwohner), Niederaula (1000 Einwohner), Mengshausen (400 Einwohner), Niederjoffa (500 Einwohner), Hattenbach (400 Einwohner), Kirchheim (500 Einwohner), Frielingen (300 Einwohner), Raboldshausen (700 Einwohner), Wahlshausen (300 Einwohner), Oberaula (800 Einwohner), Friedigerode (400 Einwohner), Schwarzenborn (800 Einwohner), Olberode (300 Einwohner), Christerode (300 Einwohner), Asterode (400 Einwohner), Schorbach (400 Einwohner), Weißenborn (400 _ Einwohner), Ottrau (500 Einwohner), Immichenhain (400 Einwohner), Neukirchen - (1400 Einwohner), Schrecksbach (800 Einwohner), Seigertshausen (600 Einwohner), Riebelsdorf (500 Einwohner), Rollshausen (700 Einwohner), Loshausen (600 Einwohner), Zella (400 Einwohner), Merzhausen 700 Einwohner), Willingshausen (600 Einwohner), Wasenberg (800 Einwohner), Ziegenhain (1800 Einwohner), Ober- und Niedergrenzebach (1100 Einwohner).
An gewerblichen Anlagen sind vorhanden: a) im Kreise Hersfeld: 2 Molkereien, 1 Mühle mit Dampfböckerei, verschiedene Schneidemühlen, 6 Brauereien, 1 Brennerei, 1 Zigarrenfabrik, 20 Gerbereien, 15 Tuchfabriken, 1 Baumwoll- und Leinenweberei, 1 Maschinenstrickerei, 1 Seilerwarenfabrik, 1 Maschinenfabrik, 1 Tiegelgießerei, 1 Dampfziegelei;
b) im Kreise Ziegenhain: 1 Molkerei, 5 Brennereien, 1 Lohgerberei, 1 Stuhlfabrik, 1 Maschinenstrumpsstrickerei, 1 Teppichknüpferei, 1 größere Schlosserei, 'i" 1 Ziegelei, 1 Kalkbrennerei, 1 Zementfabrik. außerdem verschiedene Kalkstein- und Basaltbrüche sowie Holzschneidereien.
Die wohltätigen Einwirkungen der neuen Bahn werden sich auf den gesamten Wirtschaftsund Gewerbebetrieb der Gegend erstrecken. Der Landwirtschaft wird die Möglichkeit geboten sein, die Felderträge zu steigern und sie ebenso wie den Viehstand beffer zu verwerten. Die ausgedehnten Waldungen werden höhere Erträge liefern und an Wert gewinnen. Die Gruben und Steinbrüche wie alle übrigen Industriezweige werden lebhafter betrieben, die bestehenden Anlagen erweitert und neue errichtet werden, wofür das Vorhandensein von Kalk, Ton und Holz sowie reichlicher Waffer- kräfte günstige Voraussetzungen bietet. Dadurch wird die ansässige Bevölkerung Gelegenheit erhalten, lohnenden Verdienst in der Heimat zu finden, und das Gebiet vor weiterer Entvölkerung bewahrt bleiben. Endlich wird die Bahn den schon jetzt nicht unbedeutenden
über ihn gekommen. O, diese vielen Stunden bitterer Scham und Reue!
Nur eins konnte er nie bereuen: seine Liebe zu Hilde! Die war ibm seiner festen Ueber- zeugung nach innerste Naturnotwendigkeit und nie war er darin wankend geworden.
Daß Hilde so rasch verblühte — er sah es mit trauernder Sorge, er maß sich die Schuld daran bei, aber um so inniger hatte seine Seele sich an die der geliebten Frau gekettet.
Und jetzt kam Plötzlich Fritz, der Hilde so wenig kannte, der nichts von ihrer Zaubermacht verstand und sagte ihm: „Ich bin nach wie vor Dein Bruder — die Liebe verzeiht alles!"
O, mit wieviel leichterem Herzen schritt eS sich jetzt dahin durch die frühlingsschöne Welt, die sich im Abendgold badete!
An der Station wartete bereits ein Herr aus den Zug. Als Hans an ihm vorüberging, rief er ihn überrascht an: Glaichen — bist du es wirklich?"
Im ersten Augenblick schien Hans das ihn freundlich anlachende Gesicht völlig fremd; flötzlich erkannte er es: Graf Taffenhofen k Sie hatten ein frohes Jahr der Studienzeit in München verlebt, nachher waren sie auseinander gekommen und hatten sich trotz ihrer damaligen Intimität nie geschrieben.
Hans kam die Begegnung trotz der Herz- ichkeit des Bayern ungelegen. Er hatte dritter Klaffe fahren wollen, um ein paar Mark zu paren, jetzt, wo sein Studienfreund ihn gleich umarmte und dann seinen Arm nahm, brachte er das Eingeständnis seiner bedrängten Lage nicht über die Lippen, sondern stieg in die zweite Klasse, sah aber dann, daß Tassenhofen bem Schaffner ein Billet erster vorwies, ohne darüber ein Wort xu verlieren (Forts, s.)
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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.
Itpfopr Stp I gedehnte und gut gepflegte Wiesen vorhanden,
Ucver DIC I deren Ertragsfähigkeit indessen — besonders im
Nebenbahn Treysa—Hersfeld Aulatale^—^durch den Mangel an Düngerkalk
äußert sich der Casseler Handelskammerbericht I Bei den großen Entfernungen von der wie folgt: I Eisenbahn ist der Absatz der landwirtschaftlichen
Durch das Gesetz, betr. die Erweiterung I Erzeugnisse ebenso wie die Zufuhr von künstlichen und Vervollständigung des Staatseisenbahnnetzes I Düngemitteln, landwirtschaftlichen Maschinen und die Beteiligung des Staates an dem Bau I u. s. w. sehr erschwert und dadurch der Land- bon Kleinbahnen, von 1902 ist die Staats- I wirtschaft der Weg zu einer gedeihlichen Fort- regftrung ermächtigt worden, zum Bau einer I entwicklung verschlossen. Der Ackerbau ist viel- Ncbeneisenbahn von Hersfeld nach Treysa die I mehr stetig zurückgegangen. Folgen davon sind Summe von 5 685 000 Mark zu verwenden. I anhaltender Rückgang in den wirtschaftlichen Don den Beteiligten muß der erforderliche I Verhältnissen der Anwohner, Entwertung des Grund und Boden unentgeltlich und lastenfrei I Grundbesitzes und stetige Abnahme der Bevöl- überwiesen oder die Leistung einer unverzins- I kerung, deren überschüssige männliche Arbeitsuchen, nicht rückzahlbaren Paufchsumme von I kräste in die Industriegebiete auswandern, um 881000 Mark übernommen werden. I dort für sich und ihre zu Hause zurückbleibenden
Der Ausbau dieser wichtigen Strecke ist 1 Familien den Unterhalt zu verdienen, somit endlich erreicht worden. Im Jahre 1890 I Die Viehzucht ist von erheblicher Bedeutung, w, .-de in einer von dem Eisenbahnkomitee der I Es findet eine namhafte Ausfuhr von Rindvieh, beteiligten Orte ausgearbeiteten Denkschrift die I Schweinen, Kälbern und Lämmern statt; dagegen Bed ttung der Linie dargelegt. Der staats- I werden Magerschweine in großer Zahl eingeführt, fettige Ausbau wurde zwar nicht abgelehnt, I Viehmärkte werden in Oberaula, Schwarzenborn aoer anfangs auch keine bestimmte Zusage dar- I und Neukirchen abgehalten. Außerdem wird 'ib^ erteilt, wann er etwa würde erfolgen I der Handel mit.Butter und Käse stark betrieben, kiwien. Die Handelskammer ist in den letzten I Auch auf diesem Gebiete hat der Mangel 1*9* Jahren wiederholt für die Herstellung der I einer Eisenbahn in erkennbarer Weise nachteilig »we eingetreten und begrüßt den nunmehrigen I gewirkt, indem die schwierigen Absatzverhältniffe Erfolg mit besonderer Freude. , I einen lohnenden Betrieb verhindern.
Die der Gesetzesvorlage beigegebene Be- I Ein großer Teil des Gebietes wird von gründung führt über die Bedeutung dieser I Forstkulturen eingenommen, die mit Erchen, Strecke folgendes aus: I Buchen und Nadelhölzern bestanden find, und
„Die geplante Nebenbahn verbindet die I Nutz-, Gruben- und Brennholz weit über den Bebra Hanauer mit der Main-Weserbahn und I Bedarf der Umgegend liefern. Aber auch hier verfolgt den Zweck, das in wirtschaftlichem I machen sich die ungünstigen Verkehrsverhältnisie Rückgang begriffene Gebiet zwischen den Strecken I fühlbar, da die weiten Wege bis zu den nächsten Fulda-Bebra, Fulda-Alsfeld und Treysa-Malsfeld I Eisenbahn-Stationen und die dadurch bedingten dem Eisenbahnverkehr zu erschließen. I hohen Landfrachten den Absatz des Holzes er-
Sie liegt mit ihrer ganzen Länge von un- I schweren und auf die Erträgnisse drücken, gefähr 58,6 km im Regierungsbezirke Kassel I An Bodenschätzen finden sich bei Oberaula und durchschneidet mit etwa 36,2 km den Kreis | und Weißenborn Kalklager, die schon jetzt, wenn Ziegenhain (584 qkm, 33 000 Einwohner) und I auch nur in verhältnismäßig geringem Umfange, mit 22,4 km den Kreis Hersfeld (501 qkm, I abgebaut werden und den Bedarf der Umgebung 33 000 Einwohner). I an Düngekalk decken, ferner an vielen Orten
Das Verkehrsgebiet umfaßt etwa 670 qkm I des Bahngebietes und in großer abbauwürdiger mit 47 000 Bewohnern, deren Haupterwerbs- | Ausdehnung gute Sandsteine und Basalte, zweige Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirt- I besonders ausgezeichnete und sehr gesuchte schäft bilden. Daneben haben schon jetzt mehrere I Säulen- und Tafelbasalte; endlich Tonlager, Industriezweige, als Brauerei-, Gerberei-, Mehl-, I die ein vorzügliches Material liefern und bereits Oel- und Schneidemühlen-, Steinbruch- und I mehrere Dampfziegeleien versorgen. Ziegeleibetrieb , sowie Tuch- und Maschinen- | Einer ausgiebigen Gewinnung und lohnen- fabrikation einige Bedeutung erlangt. Der I den Verwertung aller dieser Bodenschätze steht Ackerboden ist im Schwalm-, Aula- und Fulda- I aber ebenfalls die Abgeschlossenheit vom Verkehr tale gut, teilweise vorzüglich, und auch in dem I entgegen.
mittleren, höher gelegenen Teil der Bahn I Die vorhandenen Kunststraßen sind im allge- zremlich ertragreich. Ueberall werden Weizen I meinen gut und als Zufuhrwege nach der neuen und Gerste neben Roggen und Hafer gebaut, I Bahn ausreichend. Soweit dies nicht der Fall ferner Kartoffeln und Futterkräuter, im Schwalm- I sein wird, ist der Ausbau weiterer Wegestrccken und Fuldatale auch Rüben. Ebenso find auS- I nach Vollendung der Bahn zu erwarten.
lRachdruck verboten.) I schiene man nicht zu kennen. Aber war es
Mnt» ßtpfhhpfrnf I nicht schon schlimm und unbeschreiblich ärgerlich,
MNk t»>eiD9eirai. all diesen dunklen, unbestimmten Gerüchten
Roman von L. H a i d h e i m. I wehrlos gegenüber zu stehen?
. ©ertfefrunfl.) I Wolzins Rechtsbeistand hatte in dessen Auf-
Wohm konnte der Vater nur gereist sein? I trage eine Untersuchung bestimmter Anklagen andern Tc^e loste er von Königsberg aus I beim Gericht erbeten, schien aber nichts erreichen rx kra o: »"Ff C nad? Diersburg, Moskau, I 3U können, so lange Wolzin nicht selber zurück- voeffa, Kaukasus gebe spater Adressen. I kam. Und da man überall Burghausens intime h." FflrxII,eK erleichtert auf, die Entscheidung I Freundschaft für diesen kannte, hütete man sich, wurde sich also wochenlang verzögern Dann in seiner Gegenwart das heikle Thema zu be- brachten die Zeitungen Nachrichten über den I niten. °
Sturz eines der reichsten und größten russischen I <> ' w .. , ,
Handelshäuser. Sechzig Millionen hatte Seli- störten Anna diese vorsichtig
doff Vater seinem Sohn hinterlassen, die in sie auch nur zum
einer Reihe der glänzendsten und gewinn- I erfuhr, Nicht in ihrer Genesung, dringendsten Unternehmungen angelegt und über I Der heitere Verkehr mit Ulla, die tiefe
allen Zweifel rentabel waren. Der junge Garde- I seelische Ruhe, in welcher diese die Freundin vffizier, der nichts von Geschäften verstand, I 3U erhalten wußte, taten beinahe Wunder, überließ den bewährten Beamten die Leitung I und Anna war von jeher viel zu sehr gewöhnt, derselben und that wohl daran, wie es schien. I sich als Hauptperson zu betrachten, um jetzt Kein Mensch hatte eine Katastrophe geahnt I Ulla näher zu beobachten, die in den letzten und plötzlich, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, I Jahren gründlich gelernt hatte, ihr Innenleben erfolgte der Zusammenbruch des großartigen I bem Blick anderer zu verschließen. Unternehmens, dessen einzelne Gründungen so Eine sehr erfreuliche Abwechselung brachte
wnge vorzüglich ineinander gegriffen hatten, beiden Freundinnen Leonttnes und Stellas Be-
Wie es hieß, zog dieser Sturz eine ganze Reihe such, die ganz begeistert erzählten, daß ihre
anderer Bankhäuser nach sich. älteste Schwester, die niemals für sich an Glück
Wolzrn telegraphierte fast täglich, um die geglaubt, die Braut eines reichen Fabrikbesitzers aufgeregte und geängstete Tochter zu beruhigen: geworden sei, der neben Kantrupps eine Villa
Es sei in Ordnung. Meinte er das alles bewohnte. Der Mann war Witwer und Rosa
wohl ehrlich — oder war es vielleicht eine I bekam vier Stiefkinder, aber das war gerade tromme Lüge? , ! für sie da8 richtige. Als die erste Freude über
Ulla fürchtete letzteres und ihr Vater schrieb I diese Neuigkeit vorüber war und man nun von dieselbe Meinung. Außerdem deutete er alten und neuen Bekannten plauderte, fragte
an, daß unbegreiflicher Weise Wolzins Rus als Anna, als Ulla einmal hinausgegangen war,
ehrlicher Mann in allen Kreisen der Stadt I direkt nach Fritz und ob das Gerücht sich be-
vezwelfett, ja angegriffen würde. Tatsachen | ftätigt habe.
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen.
Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe. 37
Druck und Verlag: Johl Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei * «*
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
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