55 «Nachdruck verboten.)
Eine Geldheirat.
Roma« von L. H a i d h e i m.
' «Fortsetzung.)
Ulla hörte schon kaum zu. Ihr Vater schrieb, wie immer in gedrängter Kürze, aber seltsam unverständlich erschien ihr einer der letzten Sätze:
„Es wird in dieser Zeit eine Frage an Dich herantreten, die Dir schon vor Jahren gestellt worden wäre, wenn nicht Dein Herz so energisch für einen anderen gesprochen hätte. Jetzt bist Du älter, klüger und reicher an Erfahrung; ich wünsche Dir und mir von Herzen, daß Deine Entscheidung demgemäß ausfalle."
Obgleich niemand Ulla je direkt von Wolzins damaligen Wünschen erzählt, so war doch im Laufe dieser Zeit in ihr die Ueberzeugung entstanden, daß er durch ihre Verlobung mit Fritz eine große Enttäuschung erfahren. Später, auch selbst im vertrautesten Verkehr mit ihrem Vater und ihr, ließ der Kummer um die Tochter ihn wohl jeden derartigen Gedanken verbannen. Er hatte oft traurig und resigniert ausgesehen, aber nie auf persönliche Wünsche angespielt. Dennoch war jetzt Ullas erster, schreckensvoller Gedanke: Wolzin!
Schreckensvoll! Denn nie war ihr die Möglichkeit gekommen, sich innerlich frei zu machen Von der hoffnungslosen Sehnsucht! Nie der Gedanke, durch eine Heirat ihrem äußeren und inneren Leben andere Gestalt zu geben.
Anna hatte sie inzwischen beobachtend an- geseheri.
„Du weißt schon, was ich Dir sagen soll? Te.n Vater schreibt Dir darüber?' fragte sie.
„Er schreibt unbestimmte, unklare Worte!" gab Ulla verlegen zurück.
„So will ich klar und deutlich sein. Mein armer Vater fühlt sich unendlich unbefriedigt, traurig und — wie er sich ausdrückt — armselig, Ulla! Seine Arbeit habe er in den letzten Jahren über der Trauer um mich vernachlässigt, seinen Leuten zu viel überlassen, nun hörten die Unannehmlichkeiten und der Aerger nicht auf. Er sei innerlich wie ein verwüstetes Land und tonne sich nicht wieder zurecht finden, denn sein Herz verlange gebieterisch nach Glück und etwas Liebe und trotz seiner zweiundfünfzig Jahre habe er die Empfindung, daß er sich jung fühle. Weil er nichts anderes gethan, als gearbeitet, fei es jetzt über ihn gekommen, wie das heiße Bedürfnis nach einem Feiertag für die Seele!"
„Hör' zu, Ulla!" unterbrach sie sich und begann vorzulesen.
„Karmst Du von Deinem Vater ein solches Sehnen nach Glück verstehen, Kind? In der Regel lacht die törichte, egoistische Jugend über solche Gefühle bei „alten" Leuten. Dennoch vertraue ich mich Dir an, meine geliebte Tochter, Du wirst mich zu beurteilen wissen, und was Dir fremd erscheint oder befremdlich, das wirst Du nicht belächeln. Sprich mit Ulla! Als Du heiratetest, tauchte in mir der brennende Wunsch auf, sie zu meinem Weibe, zur Herrin meines Hauses zu machen. Ihre damalige Wahl ließ mich meine Hoffnungen still begraben, und während Du, meine Anna, so krank warst, ist mir's nie in den Sinn gekommen, für mich an Glück zu denken. Jetzt aber —, jetzt soll eS gewagt werden. Sprich mit Ulla! Ich dränge nicht auf sofortige Entscheidung. Sie soll sich in Ruhe fragen, ob sie mir ihr Herz und ihr
Stadtverordnete und Zolltarif.
Das Oberverwaltungsgericht hat in de^ Frage Stadtverordnete und Zolltarif ein Urteil gefällt, in dem es heißt:
„Eine Stadtverordnetenversammlung über» schreitet ihre Befugnisse, wenn sie eine Petition gegen den Zolltarifentwurf auf Grund der Behauptung beschließt, daß die Arbeiterbevölkerung ihrer Stadt unter den erhöhten Lebensmittel- Preisen leiden müßte und die Industrie derselben ohne langfristige Handelsverträge geschädigt werde. Denn diese Behauptungen bedeuten noch keine besondere lokale Beziehung der Zolltarifnovelle zu Angelegenheiten gerade dieser Gemeinde. Die Stadtverordnetenversammlung ist zwar eine öffentliche Behörde, welche gemäß Art. 32 der Verfassungsurkunde das Petitionsrecht besitzt, aber sie ist nicht zur Vertretung der Stadtgemeinde befugt und darf daher die Petition nur dann selbständig absenden, toenn es sich um ihre eigenen Angelegenheiten — etwa um die Frage des Umfanges ihre Befugnisse — handelt."
Die Entscheidung, daß eine Stadtverordneten- versammlung nur in eigenen Angelegenheiten petitionieren darf, ist gewiß bedeutungsvoll.
Der Zusammenbruch der Leipziger Bank vor dem Schwurgerichte.
Bei Eintritt in die gestrige Tagesordnung kommt der letzte Punkt des Eröffnungsbeschlusses zur Verhandlung, nämlich die Anklage gegen Dobel, Exner und Gentzsch wegen Untreue, begangen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Auffichtsrates der Leipziger Hypothekenbank, die infolge des Verhaltens der Beschuldigten am Tage der Konkurseröffnung ein Guthaben von 2161415 Mk. bei der Leipziger Bank hatte. — Angekl. Exner schildert eingehend das Geschäft und den Entwicklungsgang der Leipziger Hypothekenbank und deren Beziehungen zur Leipziger Bank. Wenn man behaupte, daß diese Subskription geschehen sei, um für die Leipziger Bank Geld zu machen, so sei dies entschieden unrichtig. — Der Angekl. Gentzsch schließt sich den Ausführungen Exners an. — Der Angekl. Dodel erklärt, er habe nie geglaubt, daß selbst im unglücklichsten Fiüle die Leipziger Hypothekenbank bei der Leipziger Bank Geld einbüßtn würde. Zeuge Dr. Rothe Direktor der Leipziger Hypothekenbank, erklärt, Gentzsch habe ihm die Trebergesellschaft als eine gut lohnende Konto- korrentvettsindrwg und die Engagements von 10 bis 15 Millionen als gedeckt bezeichnet. Gentzsch bestreitet, daß er jemals Summen genannt habe. Zeuge Rothe sagt, es sei ihm nicht bekannt gewesen, daß die Leipziger Bank früher Hhpotheken-Pfandbriefe lombardiert habe.
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Marburg
Freitag, 18. Juli 1902.
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Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Umversitäts-Buchdruckers Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Koloniale Zeitfragen.
Der Führer der freikonservativen Partei inb ehemalige Seehandlungspräfident Frhr. >. Zedlitz überraschte in einer berliner Zeitschrift oor einigen Tagen die Welt mit dem Vorschläge, Deutsch-Ostafrika an England zu verschachern. Der Gedanke erregte allgemeines Aussehen, man vußte nicht, ob er ernst gemeint sei, oder ob er lediglich eine Satire aus gewisse Strömungen j>et Gegenwart sein sollte. Wir neigen der -etzteren A .sicht zu, wir glauben, daß der sehr singe Realpolitiker Frhr. v. Zedlitz in Erinnerung an den Umstand, daß just vor zwölf fahren der neue Kurs das für Deutschland sehr nertvolle Sansibar, Witu uud Uganda gegen Helgoland abgab, daß er sozusagen ein Weltreich für einen Hosenknopf verkaufte, die Epizonen einer großen Zeit hat beleuchten wollen, laß er ihnen in drastischer Weise hat zeigen Dollen, wie weit sie sich, die Bismarcksche Politik treiben zu wollen vorgeben, von dieser Politik selbst entfernt haben.
Es war eine national hochbewegte, schöne Zeit, als Fürst Bismarck am Anfang der 80er ^ahre die deutsche Kolonialpolitik inaugurierte and die Grundlagen zu dem heutigen Kolonial- iesitz in Afrika schuf. Der blinde Hödur, mit dem sich Fürst Bismarck in der Reichstagssitzung lom 2. März 1885 abfand, wurde besiegt, in -einer großen Mehrheit folgte das deutsche Volk der Führung seines Bismarck, freudig brachte ?s auf dem Altar des Vaterlandes Opfer über Opfer, um die deutsche Reichsregierung in den Stand zu versetzen, jenen Kolonialbesitz zu erwerben, aus dem sich dre heutigen Kolonieen Kamerun, Südwest-Afrika, Deutsch-Ostafrika, Togo usw. entwickelt haben.
Menn wir heute einen Blick auf die Entwickelung dieser Kolonien werfen, wenn wir 'ehen, wie wenig der deutsche Kolonialbesitz in den letzten zwölf Jahren vorwärts geschritten st, so muß uns eine gewisse Bitterkeit darüber -rsüllen, daß die heutige Generation so wenig Verständnis für die Bedeutung des Goethe'schen Wortes hat:
'„Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, — erwirb es, um es zu besitzen", daß man so wenig sich bemüht, die Errungenschaften einer großen Zeit zu pflegen und auf ihnen weiter zu bauen.
Der neue Kurs mit seiner impulsiven Politik ist bemüht, es überall den Engländern uachzu- machen. Man sendet Techniker und Militärs nach England mit dem Auftrage, die dortigen Verhältnisse eingehend zu studieren und uns Vorschläge zu Reformen zu machen, man verabsäumt aber von den Engländer.» da zu lernen, wo es am nächsten läge, auf dem Gebiete der Kolonialpolitik, auf dem England bisher die erfolgreichste Nation der Welt ist. Gewiß hat
England in bett letzten Jahren schwere Zeiten durchgemacht, die stete Sorge um seinen Besitzstand in Ostafien und vor allem der Burenkrieg haben die Kräfte des britischen Reiches voll in Anspruch genommen. Aber auch in dieser schweren Zeit hat England die Förderung seines Kolonialreiches nie verabsäumt, der OranjestaatundTransvaalfindinseinemBefitz, das Riesenwerk der Ugandabahn von Mombassa bis zum Viktoriasee ist in nahezu drei Jahren vollendet, weite ertragreiche Gebiete find erschlossen, die Einnahmen der Bahn steigen von Monat zu Monat. Und was haben wir Deutschen, deren staatliche und wirtschaftliche Einrichtungen nach und nach sämtlich auf die Weltpolitik zuge- schnitten werden, in jener Zeit für unseren alten Kolonialbesitz getan ? Weniger als nichts. Die alten verdienstvollen Afrikaner find bei Seite geschoben worden, Dilettanten find an ihre Stelle getreten, Abenteurer nach Art des sonderbaren Afrikareisenden Esser spielen auf dem Gebiete unserer Kolonialpolitik eine große Rolle, von einer wirtschaftlichen Erschließung der Kolonien merkt man keine Spur: nicht einmal die bescheidensten Forderungen für Bewässerungsanlagen, Telegraphen- und Bahn- bauten sind im Reichstag gegen die alten Hasser der Bismarck'schen Politik durchzubringen.
Man kann es sonach begreifen, wenn ein Mann wie Frhr. v. Zedlitz im Anklange an das Caprivi'sche Wort im Reichstage, daß uns nichts Schlimmeres Pasfieren könnte, als wenn uns jemand ganz Afrika schenkte, in feinet Ironie auf die heutigen Strömungen den Vorschlagmacht, Deuts t-Ostafrika an England zu verschachern. Wir nehmen diesen Vorschlag hin als das, was er sein soll, als eine Mahnung an die Regierenden und an den Reichstag, etwas mehr der Pflichten sich zu erinnern, die wir gegen unsere afrikanischen Kolonien haben!
Umschau.
Ministerial-Erlag über Feststellung der Baufluchtlinien.
Der Minister der öffentlichen Arbeiten Budde und der Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein haben sich über die öffentlichen Interessen bei der Feststellung der Baufluchtlinien geeinigt. Es wird uns darüber mitgeteilt:
Bei dem Erlasse des Straßen- und Baufluchtgesetzes war angenommen worden, daß es regelmäßig gelingen werde, Beanstandungen von Fluchtlinienplänen durch zuständige Behörden int Wege der Verständigung, äußersten Falles unter Anrufung der Aufsichtsbehörde, zu erledigen. Einzelne Fälle haben zur Prüfung der Stellung der Ortspolizeibehörde geführt. Der Erlaß regelt nun das Verfahren, wenn der
Gemeindevorstand auf Abgabe der polizeilichen Erklärung über den Fluchtlinienplan besteht. Um die Planfeststellungen zu beschleunigen, soll allen späteren Auseinandersetzungen durch frühzeitiges Einvernehmen der Behörden vorgebeugt werden. Den Eisenbahnbehörden wird die schnelle und entgegenkommende Erledigung entsprechender Anträge ausdrücklich zur Pflicht gemacht. Nötigenfalls soll der strittige Planteil ausgeschieden und zunächst nur für den Rest die ortspolizeiliche Zustimmung nachgesucht werden. Alle Berichte, Verhandlungen, Anrufungen von Aufsichtsbehörden find nach Möglichkeit zu beschleunigen. Die Gemeindebehörden find stets auf dem lausenden zu erhalten.
Zur Zolltariffrage.
Die freifinnigen Blätter freuen fich ausnehmend über einen Erguß der „Deutschen Jndüstriezeitung", des Organs des Zentralver- bandes deutscher Industrieller, in dem es heißt:
„Die Regierung sollte diese Zeit und Kraft verbrauchenden, durchaus unsachlichen Verhandlungen in der Kommission abbrechen und sich ganz und voll den Verhandlungen über den Abschluß eines neuen, für die späteren Verträge maßgebenden Handelsvertrages zuwenden. Sie fei berechtigt, diesen Verhandlungen irgend einen Tarif zu Grunde zu legen, den sie als zweckmäßige Grundlage für ihr Werk erachte. Würde sie dann einen fertigen Handelsvertrag (mit dem Tarif als Anhang) dem Reichstags vorlegen, so würde dieser nicht mehr berechtigt fein, Einzelheiten nach Belieben zu ändern, sondern er würde nur das Ganze annehmen oder ablehner können; es würde dann heißen: Friß Vogel oder stirb!" Dazu schreibt die „D. TgSztg.": - Wahrscheinlich würde der Vogel Reichstag dann aber nicht fressen, aber auch nicht sterben. Die „Korrespondenz des Handelsvertragsvereins" meint natürlich, es solle mit den anderen Staaten auf Grund des alten Tarifs verhandelt werden. Die „Deutsche Jndüstriezeitung" wird wohl ihren Erguß nicht so ernst gemeint haben. Er soll eine Art von Schreckschuß für die Agrarier fein, die man auf diese Weise zum Aufgeben ihrer Forderungen bringen will. Die Industrie hegt augenscheinlich Besorgnisse, daß in den weitern Verhandlungen der Kommission der Gedanke, eine wirkliche Parität zwischen Landwirtschaft und Industrie durch Herabsetzung der wichtigen Jndustriezölle herzustellen, zum Ausdruck gelangen wird. Unseres Erachtens ist durch diesen Vorstoß de§ industriellen Blattes lediglich bewiesen, daß diejenigen Wirtschafts- Politiker auf dem rechten Wege find, welche die Parität durch Herabsetzung der Jndustriezölle erstreben. ____________
37. Jahrg.
Lebensglück anvertrauen kann und will. Rede ihr zu, Anna, so weit Du es vermagst. Ich sehe darin nichts Unehrenhaftes, denn immerhin bin ich so viel ältr^ daß fie in mir eher den treuen Freund, als den Liebenden sehen kann. Du wirst die rechten Worte finden, Anna, und Ulla wird Dich vielleicht eher verstehen, als mich. Vielleicht kann sie sich entschließen, mir das Glück zu geben, wonach ich mich sehne. Ich muß Dir auch noch eins bekennen, Anna, was mich selbst überrascht und erschreckt. Ich bildete mir diese letzen Jahre hindurch ein, ich sei über die Zeit hinweg, in welcher der Mensch noch für fich selbst Wünsche und Ansprüche hat. Und jetzt plötzlich, feit ich es gewagt, mir über mich selbst die Wahrheit zu gestehen, entdecke ich mit geheimem Schrecken, daß mein Glück für den Rest meines Lebens — und ich bin erst fünfzig — von der Entscheidung Ullas ab- hängt. Das lege ich Dir noch ans Herz! Sei Deines Vaters Fürsprecherin!"
In unbeschreiblicher Aufregung hatte Ulla die Freundin lesen lassen, ohne ihr Einhalt zu thun, ja nur daran zu denken. Wolzins dringende Wotte machten ihr plötzlich klar, daß fie dies alles eigentlich schon länger geahnt, daß sie aus seiner fortwährenden liebevollen Sorge um ihr Ergehen und ihre Wünsche längst alles hätte erkennen müssen, wenn fie nicht immer scheu das Nachdenken darüber zu vermeiden gesucht.
Und ebenso wußte fie plötzlich auch, daß fie Wolzin gut war, so aufrichtig und herzlich, wie eS eine „der Liebe verwandte Freundschaft" nur sein kann.
„Sag: Ja!" rief ei« innere Stimme ihr $u. .Mache ein Ende mit deiner eignen
Qual. Fritz kommt ja doch niemals zu Dir zurück!"
„Doch! Er wird kommen! Es kann ja nicht sein, daß er Dich ganz aufgegeoen! Diese Liebe, die auf Eurer ttefsten Uebereinstimmung beruhte, kann er unmöglich ganz verloren haben!"
„Sei doch nicht töricht! Er hat nicht einmal einen Versuch gemacht, fich Dir zu nähern!" spottete die Vernunft wieder und setzte hinzu: „Wolzin liebt Dich mehr als er — Wolzin versteht Dich — ihn kannst Du beglücken! Wie schön wird Dein Leben mit ihm und Anna und dem Vater sein! Ihnen allen bist Du nötig — Fritz hat feinen Berns, seinen Ehrgeiz und — es ist ja doch Tatsache und bleibt es — Euch würde das wichtigste fehlen — das Geld!"
„Du sagst nichts, Ulla?" fragte Anna und begann erregt im Zimmer auf und ab zu gehen.
„Ich horche auf zwei Stimmen in mir, Anna. Die eine spricht lebhaft für Deines Vaters Sache!" beruhigte fie die Freundin, angstvoll an die möglichen Folgen der Aufregung denkend.
Sofort sah sie auch den guten Erfolg ihrer Wotte. Anna trat lächelnd und erfreut zu ihr.
„Gottlob, Ulla, daß Du ihm gut bist!" sagte fie zufrieden, ohne zu fragen, was die zweite Stimme in Ullas Herzen dagegen redete und was fie fich im Grunde wohl auch denken konnte.
„Sieh!" fuhr fie fort, „Papa schreibt, er will Dich nicht drängen, liebes Herz, Du sollst es Dir ruhig überlegen. Und so ist es auch ttchtig. Die Hauptsache ist, daß Du ihm gut bist.
(Fottsetzung folgt.)