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Landwirtschaft nnd Industrie.
2' Die Sozialdemokraten und ihre Bundesgenossen, die Freisinnigen, stellen sich immer sehr entrüstet, wenn man ihnen vorhält, daß ihre Gegnerschaft gegen die Zölle auf landwirtschaftliche Produkte nur der grundsätzlichen Feindschaft gegen die Landwirtschaft entspringt und daß diese Feindschaft wiederum in der Thatsache wurzelt, daß der Bauernstand das festeste Bollwerk gegen die Wellen des Umsturzes bildet. Während die großen Städte und die Industriezentren längst dem Umsturz verfallen sind und fast durchweg nur noch durch die Sozialdemokratie, die Feinde der gegenwärtigen Staats- und Gesellschaftsordnung, parlamentarisch vertreten find, hat das platte Land bisher immer noch den Siegeszug der Sozialdemokratie aufzuhalten vermocht. Das Land mit seinem kernigen und knorrigen Bauernstände bildet heute glücklicher Weise noch eine Schutzwehr für Monarchie, Christenthum und Vaterland. Diese niederzureißen ist das heiß ersehnte Ziel der Sozialdemokraten. Aus diesem Grunde find sie eifrigst bemüht, jede Förderung der Landwirtchast zu verhindern; aus diesem Grunde stimmten sie für die Caprivischen Handelsverträge, die sie richtiger beurteilten als Caprivi selbst, indem sie in ihnen das beste Mittel zur Schwächung und zum Niedergang der Landwirtschaft erblickten; aus diesem Grunde find fie aber auch jetzt wieder die Feinde jedes Zollschutzes, um eine Gesundung der Landwirtschaft und damit eine Befestigung der Schutzwehren der Monarchie zu verhindern.
Wenn noch ein Zweifel an dieser destruktiven Taktik bestanden hätte, so ist er beseitigt durch das Verhalten des Freisinns und der Sozialdemokratie in der Zolltarifkommisfion. Als die landwirtschaftlichen Zölle zur Beratung standen, wurden diese von den freisinnigen und sozialdemokratischen Mitgliedern mit einer Leidenschaft ohnegleichen bekämpft. Nicht tage-, sondern wochenlang mußte man endlose- sozialdemokratische Reden anhören, die gespickt waren mit den Worten: Wucherzölle, Wucherpatrioten, raubgieriges Agrariertum und dergleichen mehr. Die Presse des In- und Auslandes wurde mobil
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Umschau.
Der Zusammenbruch der Leipziger Bank vor dem Schwurgericht.
Bei Beginn der Nachmittagsfitzung wird das Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 29. Dezember 1900 verlesen. Es ist darin
Marburg
Dienstag, 8. Juli 1902.
Bestellungen
für das 3. Quartal
„Oberhefsifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden tarn unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Post- anstalten und Landbriefträgern entgegen» genommen.
Ein offizielles Dementi.
Nach entern ungarischen Blatte soll der polnische Maler AdaKert Kvflak erzählt haben, er müsse wegen der polnischen Sache aus Berlin fort und habe darstber auch mit Kaiser Wilhelm' gesprochen, der ihm gesagt habe: »Lieber Freund! Ich würdige Ihre Situation und' bedauere auftüchtig ihre Abreise. Seien Sie überzeugt, daß ich Sie allzeit gerne Wiedersehen Werde!" — Wir find, so schrübt die N. A. Z. ist offiziellen Lettern, zu der Erklärung ermächtigt, daß an dieser angeblichen Unterredung Sr. Majestät des Kaisers mit Herrn Kossak leist wahre- Wort ist.
Deutsches Reich
Berlin, 7. Juli.
— Der Kaiser tritt heute seine diesjährige Nord» landsreise von Travemünde auS mit großem Gefolge an.
— Die vom Deutschen Kaiser ergangene Einladung amerikanischer Offiziere zu den Herbstmanövern hat einen vorzüglichen Eindruck in Amerika gemacht.
— Neber die Verlegung des Husarenregiments nach Krefelv schreibt die »Rh. Wests. Zig.': Dagegen kann man mit Recht die Frage aufwerfen, ob solche bestimmten Ankündigungen dem Bewilligungsrecht deS Reichstages zwanglos sich ernfügen. Ob das Reich die 4 Millionen hergiebt oder die Stadt Krefeld welcher das Reich die Zinsen zahlt, ist belanglos. Die Verlegung ist nicht möglich, ehe der Reichstag die erforderlichen Zinssummen bewilligt. 68 ist sicher daß der beir. Budgetposten, welcher im nächsten Jahre erscheint, eine hitzige Debatte im Reichs- tage zur Folge haben wird, da die Parteien sich über die ganze Angelegenheit gereizt zeigen.
— Die .elenden konfessionellen Zänkereien", wie Generaloberst Frhr. v. Los die konfessionellen Streitig- leiten genannt hat, nehmen nach seiner Bonner Rede und gerade int Anschluß daran munter ihren Fortgang Dem protestantischen Kampfruf der .Reichspost" antwortet jetzt ebenso die »Germania" und so ist der Zank wieder im besten Zuge.
— Der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen hat die Beschästigung von Arbeiterinnen zum Gegenstände einer Umfrage gemacht.
— Die politischen Verhältnisse in den westlichen Provinzen Venezuelas haben sich derart gebesiert, daß mit Ende der Woche die gänzliche Zurückziehung bei deutschen Kreuzer erfolgen konnte.
— Ein Generalstabswerk über die China-Expedition ist gegenwärtig im Entstehen begriffen. Auch die Mannschaften der Expedition wurden angewiesen, über Erlebnisse, Beobachtungen usw. Bericht zu erstatte«, ja bei den Kontrolversammlungen wurden die Leute befragt, ob sie Briefe, Rotten oder sonst welche Andenken aus China besitzen. Dem Generalstab sei die leihweise Ueberlassung des Materials sehr erwünscht. Nach der .Weser-Zeitung" wird das Werk reich illustriert sein und in mehreren Bänden erscheinen. Das wertvollste Material hat Gras Waldersee geliefert.
— Der Lehrer Koralewski in Wreichen hat 500 Mark Gratifaktion für erfolgreiche Förderung der deutschen Sache erhalten. Bei der außerordentlich schwierigen Stellung der deutschen Lehrer in Wreschen ist diese Belohnung reichlich verdient.
— Der Aerztetag in Königsberg beschloß beim BundeSrat dahin vorstellig zu werden, daß erstens
gemacht, um die an sich so bescheidene Erhöhung der Zölle zu verhindern. Wie anders dagegen das Bild, daS die Kommissionsverhandlung jetzt bietet, wo die Erhöhung der Jndustriezölle auf der Tagesordnung steht. Da hört und liest man nichts von beutegierigen Großindustriellen, von raubgierige« Schlotjunkern und dergleichen mehr. Nach der bekannten Schablone toerben allerdings auch hier Anträge auf Zollfreiheit eingebracht, aber daS geschieht nur, „um man so zu thun," man stürzt sich nicht in rednerische Unkosten, um die Anträge zu begründen, und man ist auf der ganzen Linken froh, wenn die höheren Jndustriezölle zur Annahme gelangen.
Woher diese unterschiedliche Bchandlung der landwirtschaftlichen und Jndustriezölle seitens der Linken? Freisinnige Blätter haben es ge- schrieben, und sozialistische Abgeordnete haben es in schwacher Stunde verraten, die Herren geben der Industrie die Schutzzölle, weil diese sonst nicht bestehen kann und weil sonst die Arbeiterkolonnen der Industrie '.arbeitslos aufs Pflaster gesetzt werden. Wir geben den Herren Sozialdemokraten und Freisinnigen darin vollständig recht. Wenn fie aber die Notwendigkeit höherer Zölle für die Industrie anerkennen, so müßten sie folgerichtig dies auch in Bezug aus die landwittschastlichen Zölle thun. Auch die Landwirtschaft muß ohne einen größeren Zollschutz zugrunde gehen und die landwirtschaftlichen Arbeiter, die zahlreicher find als die der Industrie, würden ohne ausreichende Schutzzölle dem Hunger und der Not preisgegeben. Wenn nun die Linke trotz dieser unumstößlichen Wahrheiten die landwirtschaftlichen Zölle bekämpft, so hat fie dafür nur ein Motiv, und das ist der Haß gegen die Landwirtschaft, das festeste Bollwerk des Staats und der Monarchie.
Wenn wir die Dinge unter diesem Gesichtspunkte betrachten, so ist es unS unverständlich, daß gerade die Industrie zur Zeit nicht eifrig genug für ihre Schutzzölle eintreten, andererseits aber nicht eifrig genug die landwirtschaftlichen Zölle bekämpfen kann. Schreitet sie auf diesem Wege fort, so macht fie sich zum Bundesgenossen der Sozialdemokratie, so leistet sie den Feinden des Staats Hllfe. Es dürfte an der Zeit sein, daß die Herren in der Kommission sich mit diesen Erwägungen etwas mehr beschäftigen und daß es besonders die Vertreter der Industrie sich gegenwärttg halten, daß ihre Interessen mit denen der Landwirtschaft solidarisch sind.
mit dem Kreisvlatt für die Kreise MaMrg UU- Kirchhaim
Sonntagsbeilage: Illustriertes Somrtagsblatt. f' * /
konstatitt worden, daß die Engagements mit Cassel genau durchgüsprvchen und beraten worben find. Auch wurde da- sthon erwähnte Geschäft mit der Grundschuldbank berührt. Ferner ist die Rede davon gewesen, daß das Jnterventionskon- fottium der Casseler Herren zu Stande gekommen und alle betreffenden Formalitäten erledigt seien. Hinsichtlich der Fusion war Man der Meinung, daß ca. 9 Millionen junge Treberaktien gegen Tochteraktten uw getauscht werden mutzten. Der Angell. Voerster hat hin und wieder den Eindruck gehabt, als ob in den Sitzungen an die Besprechung bezüglich Kassels nstht gründlich genug herangegangen worden sei. Daß die Filialen Schulden von solcher Höhe an Kassel hatten und mit ihm so eng zusammenhingen, will Voerster nicht gewußt haben. AuS den Tabellen, die Schmidt eingeschickt hatte, ging hervor, daß die Filialen, welche die rotierende Retorte schon hatten, bedeutend votteilhafter arbeiteten als die anderen. Die Dividenden, die Schmidt in diesen Tabellen für die Zukunft ausgerechnet hat, schwanken zwischen 12 und 50 pCt., ja eine Filiale werde sogar 80 pCt. Dividende ergeben. Alle Auf- fichtSräthe waren nach Schmids Ausführung von der Prosperität der Trebergründung mehr überzeugt als jemals,' und die Fusion hatte ihren uneingeschränkten Beifall. Es kommt nunmehr zur Besprechunng des Solidarvorschuß» konto für 1901. Am 15. Juni 1900 hatte die Bank verlangt, die Casseler Verwaltung solle für den Kredit selbstschuldnerisch und solidarisch eintreten, welcher den auf 27. Juni zu konstatierenden Bettag des Obligos übersteige. Am 3. Juli erklätten die Casseler sich dazu bereit, und daraufhin eröffnete die Bank einen ferneren Kredit von 4 Millionen. Bankier Plaut meint, den Namen „Solidar Vorschußkonto" habe man konstruiett, weil man so viele Konten hatte, daß man kaum noch Namen dafür finden konnte. Auf dieses Konto find dann weitere Ueberttagunoen gemacht worden. Das Konto des Trusttonsortimns und dasjenige der Berliner „Finanz- und Handelszeitung", die Treberaktien im Depot hatten, wurden in das Solidarvor- schußkonto übernommen. Diese Transaktion wurde im Interesse der beabsichtigten Fusion und deshalb gemacht, damit Cassel eine neue Bilanz aufstellen konnte und als Debitor aus den Büchern der Bank herauskam. Das Trustkonto wurde am 31. Dezember 1900 aufgelöst, das Konto gestrichen und dafür daS Solidar- vorschußkonto entsprechend belastet. Ebenso wurde eS auch mit dem Jnterimskonto der „Finanz- und Handelszeitung" gehalten und mit einem Posten bosnischer, galizischer und Glückstädter Attien, welche Eigenbefitz des Verbandes waren.
Erscheint täglich anß« an Sonn- und Feiertage«.
Sonnabend» in Morgen- und Abend-AuSgabe. f tyi
Druck und Verlag: Joh. Au». K»ch, rwkveifft«»«ii<^ntckerei, Siasfett» Markt 21. — Telephon 55.
56 Nachdruck verboten.)
Eine Geldheirat.
Roman von L. Haidheim.
sFortsetzung.)
Burghausen drückte dem Verlobten seiner Tochter, dessen peinliche Lage er nur zu gut mit empfand, die Hand und begleitete ihn mit Ulla hinaus.
„Was fühtt Sie eigentlich nach Berlin, Fritz?" fragte er dott.
„Ich denke, das wissen Sie? Ulla hat mir mein Wort zurückgegeben. Jetzt fteilich — nach dem heutigen Erlebnis — wage ich gar nicht mehr —"
Die Stimme versagte ihm; er wandte den Kopf ab und legte die Hand über die Augen.
Daß Burghausen nichts geahnt, war ihm sofort llar geworden.
Dieser hatte sich seiner Tochter zugewendet und fie schweigend an sein Herz gezogen. Er war ihr dankbar, ober er fühlte doch Ullas Leid mit, in deren krankhaft blei&em Gesicht eS wie von verhaltenem Weinen zuckle.
„Du Armer!" sagte fie leise und bot Fritz beide Hände — aber nicht, wie sonst, die Lippen.
„Ja, freilich, das ist ja mein ganzes Unglück, daß ich arm bin," erwiderte er mit tiesstcr Bitterkeit.
Sw schwieg. Mit höchster Anstrengung hieli sie ihre eigenen Gefühle nieder. „Es muß fein! Es muß sein!" sagte sie sich. So erschien fie ihm kalt wie Eis.
In seinen weit grössneleii Augen la? sie den Schr-cken darüber. Daß sie so jede Spur der Liebe zu ihm verleugnete» heute, wo ihn 'w - - * - - - - —
so glühend nach ihrem Trost, ihrer Zättlichkeit verlangte — das verletzte ihn unbeschreiblich und machte ihn völlig irre an ihr und an sich selbst.
„Also eS war Dir voller Ernst mit Deiner Absage, Ulla?" fragte er mit schwerer Zunge und es war ihm, als wollten sich die Gedanken auf seinen Lippen nicht zu Worten fügen.
„Fritz! Fritz!" schluchzte fie laut auf, sich aber plötzlich wieder fassend, setzte fie hinzu: „Ja —, er war mit Ernst — um Deinetwillen und um —'
„Dann freilich habe ich nichts mehr zu sagen — nach den letzten Stunden weniger denn je! Leben Sie wohl, Herr Oberregierungsrat — Sie werde» mich nicht ungern geben sehen! Und Du — Ulla — lebe wohl — habe Dank für — für----'
Sie sahen ihm nach —, als er fortstürzte schrie Ulla laut auf und wollte ihm nacheilen. Aber Burghausen hielt fie fest: Ulla — um Gotteswillen! Sei jetzt nicht schwach!"
Sie riß sich loS, aber fie folgte dem Fott- eilenden nickt, hinter dem schon die HauSthüt zufiel; sie floh in dar Dunkel und die Einsamkeit, ihre Qual, ihre Reue, ihre Siebe und Trostlosigkeit überwältigten fie. —
Burghausen fand Wolzin am Bette feiner Tochter, wo schon zwei Pflegeschwestern angekommen waren und die ältere eben nach dem Thermomtter den Eintritt hohen FieberS verkündete.
„Wo ist Ulla? Sie wird doch mein unglückliches Kind nicht verlassen?" fragte ihn Wolzin ganz in der Weise, tote er gewohnt war, die Dienste und Freundschaftsbeweise aller, die ihm nahe kamen, als selbstverständlich vor- auszusetzen.
„Wenn Sie es wünschen — ich fürchte nur Ihre Tochter wird vorläufig wenig davon merken."
„Aber ich! Soll ich mein Kind fremden Händen überlassen? Es ist auch gut für Ulla, einer starken Anforderung an ihre Herzensgute und Selbverleugnung gegenüber zu stehen. Sagen Sie nicht nein, Burghausen! Sie werden doch verstehen, daß ich jetzt nut einen Gedanken habe — mein Kind gerettet zu wissen. O, mein Gott!"
Der ruhige kalte Geschäftsmann war völlig abgefheift; hier gab es nur einen Da^er — und der weinte.
Nach einer Weile zog er Burghausen wieder in das Nebenzimmer und ging da mit ihm auf und ab.
„Mir wäre nichts in der Welt zu kostbar gewesen," sprach er mehr vor sich hin als zu thm. „Ich wollte das Kind ja nut glücklich wissen, nut glücklich! Ich ließ ihr eigenes Herz entscheiden! Grasen- und Adelskronen konnte fie verlangen! Und als fie den schlichten Steg« ierungSasseflor wählte, da sagte ich „ja" und wat froh wie ein König, ihr allen meinen Ehrgeiz zu opfern. Da liegt fie nun — und das Sprichwort: „Aus der Erfüllung nnfeter glühendsten Wünsche erwächst un8 meist eine Zuchtrute" bewahrheitet fich an ihr."
♦ * ♦
Stundenlang an diesem regnerischen und kalten Abend waren HanS und Hilde in den einsamen Straßen umhergeirtt — in irgenb* welchen Anlagen, fie wußten selbst nicht, wo. Dann fanden fie auch ab und zu ein geschützte- Plätzchen, wo sie fich erschöpft niedersetzten und
lange schweigend vor fich hingrübelten, wie fie schweigend nebeneinander hergegangen waren.
Das furchtbarste, was ihnen begegnen konnte, war über fie gekommen: die Entdeckung mit all ihren unvermeidlichen Folgen und fie selbst, fie ganz allein hatten es verschuldet. Keins von ihnen durste sich berechtigt fühlen, dem andern Vorwürfe zu machen; die heiße Liebe, die fie täglich durch ihre Heimlichkeiten geschürt, bann der Beschluß beider, ein Ende zu machen durch Hildes Verlobung Snit Ristleber, die morgen hatte stattfinden sollen — und plötzlich wieder die Erkenntnis, daß fie nicht von einander lassen tonnten das alles — eine Kette von Ehrenlofig- teilen, deren fie fich trotzdem immer bis zu einem gewissen Grade bewußt geblieben waren — vollendete jetzt die vollständige Verzweiflung beider.
Schlecht und berbienbet und dumm! DaS war die Px'-V-t die Hins über fich selbst aussprach.
O, er hatte fich die Anschauungen zu eigen machen wollen, mit denen andere Männer dieselben Wege gingen! So lange sie es verstanden, den Schlerer des Geheimniss'S um ihr Thun zu ziehen, so lange hatten sie dasselbe nur vor fick selbst zu verantwotten; ihre unerläßliche Pflicht war in diesem Falle eben die Wahrung deS Geheimnisses. Verletzten fie diese Pfl-cht, ließen fie eS möglich werden, daß ihr Thun entdeckt wurde, dann fiel auf fie das ganze Gewicht desselben um so schwerer und unnach- fichtiger, als fie in der Welt, der fie ange- hötten, den Ruf eines Gentleman beansprucht hatten.
(Fottsetzung folgt.)