37. Johrg.
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hören.
„Muß Wohl! Scheint nervöser Natur!
vorher, sondern vielmehr mit einem Rückgänge zu rechnen ist. 68 unterliegt daher schon jetzt keinem Zweifel, daß die Aufstellung des Staatshaushaltsetats für 1903 größere Schwierigkeiten bieten wird, als dies seit längerer Zeit der Fall war.
Neue Erhebungen über wirtschaftliche Vereinigungen.
Wie wir hören, hat der Staatssekretär des Reichsamts des Innern eine neue, auf die Anfertigung eines Verzeichnisses der im Deutschen Reiche bestehenden wirtschaftlichen Vereinigungen abzielende Eihebung veranstaltet. Es wird be. abfichtigt, die entsprechenden Mitteilungen zu erhalten, um dem Verzeichnisse nähere Angaben über den Zweck, die etwa bestehenden Gruppen, Zweig- und Bezirksvereine, das Jahr der Gründung und die Anzahl der Mitglieder der Vereine beizufügen.
> Ebenso ungerecht schien ihm dann totebcr sein Verdacht gegen Hans. Fritz kam sich selbst ^schlecht und niedrig vor und dennoch — Dennoch — - ...
Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Sonnabends in Morgen- und Abend-Ausgabe. Druck und Verlas: Job. Ang. Koch, Universitäis - Buchdruckerei Marburg, Markt 21. - Telephon 55.
finden — jetzt war ihm alles wieder neu, die amüsanten und boshaften Anekdoten über die Vorgesetzten, die Gespräche über Pferde und Schauspielerinnen, über glänzende Heiraten und noch nicht verlobte reiche Mädchen.
Mit jedem Tage fühlte er mehr und mehr die Sehnsucht wachsen, endlich wieder den Dienst antreten zu können. Jubelnd begrüßte er daher die Nachricht, daß der Geheime Rat gekommen sei. Und jubelnd, lachend und weinend vor Freude stürzte einige Stunden später zu seiner Schwägerin ins Zimmer: „Anna, ich bin völlig I gesund! Ich kann mich zum Wiedereintritt
melden!" , „ ,
Anna freute sich mrt ihm, auch ihr wurden die Augen feucht und als er dies bemerkte, rief er in seiner überwallenden Dankbarkeit: „Anna, verlange von mir, daß ich für Dich durchs Feuer gehe und ich thue es mit Wonne!"
Dann hielt eS ihn nicht länger. Er mußte Hans die Nachricht auf sein Bureau bringen, I er mußte Ulla telegraphieren, an Onkel Heinz. I au die Eltern---
I Hilde fei in die Stadt gefahren, sagte ihm I Anna, als er nach ihr ftagte. Er hätte am I liebsten alle Welt umarmt, nun war niemand I dazu da!
I HanS war nicht im RegierungSgebäude. I Er habe wieder sein böses Kopfweh, wurde I Fritz gesagt, und sei für eine halbe Stunde | an die Lust gegangen.
„Ah ! Hat er daS öfter?" fragte Fritz über- I rascht, da er seinen Bruder nie hatte klagen
Marburg
Montag, 30. Jnni 1902
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Umschau.
Der Zusammenbruch der Leipziger I Bank vor dem Schwurgericht.
Es kommt die Zeit zur Sprache, als man I sich um die Zulasiung der jungen Treberaktlm an der Berliner Börse bemühte. , I
In einem vertraulichen Briefe Schmidts an I Gentzsch vom 31. August 1899 wird ein anderer Modus wegen der Wechseltrasfierung auf die Auffichtsratsmitglieder in Cassel vorgeschlagen. Die Bank ist damit einverstanden, daß nicht mehr CM, sondern die Leipziger Bank auf die Casseler Aussichtsratswitalieder unter aus- I drücklicher Garantie von Cassel trassiere. Es I sollte vermieden werben, den Zusammenhang I von Cassel und seinem Aussichtsrat darzulegen.
Aus den Briefen geht hervor, daß Gentzsch in alle Transaktionen derT'ebergesellschast und der Leipziger Bank eingeweiht war.
Uoter dem 16. September 1899 spricht Schmidt in einem Briefe an Gentzsch van einer Annäherung an die Firma von der H:hdt u. Ca.- Berlin, behufs Einführung der jungen Treber- | aktien in Berlin. Gentzsch weist den Vorschlag, daß die L ipziger Bank gemeinsam mit der Firma von der H-idt u. C. den Prospekt unterzeichne, zuruck. Exner nehme denselben Stand- punst ein. In einem Briefe Schmidts an die Leipziger Bank vom L k ober 1899, sagt Schmidt untet gleichzeitige^' Absendung des Kontokorrentauszuges vom 3 . September 1899 daß die Casseler Ges llschast zur Vermeidung von Indiskretionen das Saldo der Leipziger Bank unter dem 15. September von 7 828000 Mk. von der lausenden Rechnung auf ein Separatkonto übertragen habe. Man sei mißtrauisch geworden, weil Versuche gemacht wurden, Beamte der G? sellschaft zn bestechen. Im November 1899 teilt Schmidt mit, daß die Deutsche Bank gegen Exner eine Abneigung habe, obwohl Exner von ihr sichere Hilfe erwartete. Exner sagt aus, die Deutsche Bank sei nicht feindlich gegen ihn gewesen, vielleicht v rstimmte es, daß die Leipziger Bank nicht alle Geschäfte mit ihr machte. Ein Aufsichtsratsprotokoll vom 10. November 1898 berührt die großen Engagements mit I Cassel und weist auf das Gesamtverzeichnis I aller Engagements bei der Trebergesellschaft hin; I mit dem Kredit-eben solle aufgehört und das | Konto verringert werden. Aufsichtsrat und I Direktion gelangten zu der Ansicht, daß man I nicht mehr zurückkönne. _______________
Vergesse niemand, das
mit dem KrciMatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: Jüustrivtes Sonntagsblatt.
nehmen?--- _
Das beglückende Gefühl der völligen Gesundung vertrieb dann wieder für Tage alle diese argwöhnischen Gedanken. Man mackte Ausflüge, besuchte Theater, Konzerte und speiste nach denselben bald hier, bald dort mit Bekannten, so daß die Zeit wie im Fluge verging und die unangenehme Nachricht, daß die Rückkehr seines Arztes sich verzögere, weniger Eindruck auf Fritz machte.
Ihm war im Besitz der neu geschenkten Gesundheit so unbeschreiblich Wohl, daß er mit vollen Zügen das Berliner Leben genoß, zumal es sich ihm von der angenehmsten Seite zeigte.
Sehr oft traf er Kameraden vom Regiment oder sonstige Bekannte und Freunde, die gleich ihm des Königs Rock trugen und ihn mit Glückwünschen zu seiner Genesung überschütteten. Sie alle stimmten überein im Enthusiasmus für ihren Beruf und behaupteten, e8 in einem anderen nicht aushalten zu können. , Früher hatte ihn manchmal da8 ewig sich gleich bleibende Thema der Herren Kameraden verdrossen — er war doch eine zu innerliche, , .—„ „ , , , • . ■ m
gediegene Natur, um Befriedigung darin zu | Kommt fast immer m den späten Morgen-
Mark ergab. Es muß als ein Zeichen der guten Fundirung der preußischen Finanzen bezeichnet werden, daß es trotz dieses starken Aus- falls in dem Ertrage der Eisenbahnen und trotz des Mehrbedarfes für das Reich gelang, den Fehlbetrag auf die Summe von wenig über 40 Millionen Mark herabzumindern, wobei die Mehrerträge aus der Einkommensteuer und den I Forsten einen besonderslgünstigen Einfluß üb;e-.
Die beiden Momente, welche dazu beige- I tragen haben, daß das Jahr 1901 in Preußen so ungünstig adschloß, sind auch für die Aus- I stellung des Etats für 1903 von der größten Bedeutung. Es unterliegt bedauerlicherweise I keinem Zweifel, daß für 1903 noch mit einem ungleich größeren Bedarf an durch Ueberwetsungen I nicht gedeckten Matrikularumlagen gerechnet I werden muß, als schon für das lausende Jahr. I Es wird also auch ein entsprechen- größerer I Teil der eigenen Einnahmen Preußens tm I nächstjährigen Staatshaushaltsetat für Reichszwecke zur Verfügung gestellt werden müssen. Ferner wird nach der bewährten Hebung net I Aufstellung des Etats der Eisenbahnverwaltung I von dem Jstergebnis des letzten abgeschlossenen I Rechnungsjahres ausgegangen, und bei der Be- I urteilung der weiteren Entwickelung der Ge- I staltung des Verkehrs in den bis zur Etats- I aufstellung verflossenen Monaten des laufenden I Jahres besonderes Gewicht beigelegt. Demzu folge wird die Grundlage der Etatsaufstellung I der Eisenbahnverwaltung für 1903 das un- I günstige Endergebnis des Jahres 1901 bilden. Die Verkehrsentwickelung bis zu dem Zeitpunkte, wo der Betrag an Eisenbahneinnahmen definitiv 1 festgestellt wird, der in den Etat eingestellt werden soll, läßt sich zwar zur Zeit noch nicht mit Sicherheit übersehen, aber die Betriebs- I ergebnisse der beiden Monate April und Mar eröffnen nichts weniger als günstige Aussichten, und es ist daher, wenn nicht in den Verkehrsverhältnissen eine kaum zu erwartende starke Wendung zum Bessern eintritt, mit einiger Sicherheit darauf zu rechnen, daß der Etat der Eisenbahnverwaltung für 1903 sich beträchtlich | ungünstiger gestalten wird, als der für das laufende Jahr. Man darf ferner auch !
I nicht darauf rechnen, daß die übrigen I Einnahmequellen Preußens in dem Maße, tote in den letzten Jahren, die ungünstigere Ee-
I staltung des finanziellen Verhältnisses zum | Reiche und des Ertrages der Eisenbahnen aus- I zu gleichen im Stande sein werden. Es braucht I in dieser Hinsicht nur daran erinnert zu werden, I daß z. B. bei der Veranlagung zur Einkommensteuer für das Jahr 1903 die drei Jahre tmrt- I schaftlichen Rückganges 1900, 1901 und 1902 | zu Grunde zu legen find und daß demzufolge I namentlich auch bei der Einkommensteuer der I juristischen Personen nicht nur mit keiner solchen I Steigerung des Ertrages, wie in den Jahren I Es lag im Ton, e8 lag im Wesen jener I beiden ein unfaßbares Etwas, das ihn Annas I wegen reizte, empörte und zu immer neuer I Wachsamkeit aufstachelte, während sie selbst I völlig arglos in ihrem ungetrübten Glück viel- I leicht zuerst über seinen häßlichen Argwohn | gelacht haben:r ürde.
I War es nicht auch möglich, daß man ihm einstweilen Hoffnungen der jungen Frau ver- I hehlte, welche Hans und Hilde veranlaßten, I ihr die geringste Aufregung fern zu halten? I Kam vielleicht daher dies geheime Emver-
Sozialdemokraten und Freisinnige.
Unfern Lesern ist es ja aus vielen Beispielen bekannt, mit welchem Eifer sich Freisinn und Demokratie der Sache der Sozialdemokratie an- nehmen, um jene gegen die bösen Konservativen zu verteidigen und sich die Liebe der Sogal- demokrrten zu erwerben. Daß die Sozialdemokratie für diese unberufenen Anwälte, die gern für ihre Ideen in dm Reihen der Sozialisten krebsen gehen möchten, nur Spott und Hohn hat, ist nur erklärlich. So hat der Aus rang des Prozesses Br. Hard Jacobi die „Vossische Zeitung" bereits zum zweiten Leitartikel über Verläumdungen veranlaßt. Von dem sozial- demokratische „Vorwärts" wird sie deshalb folgendermaßen apostrophirt:
„Bisher war es liberale Auffassung, daß jede in der Oeffmtlichkeit thätige Persönlichkeit es sich gefallen lassen muß, daß er freiester Kritik unterworfen wird. Auch das galt als liberale Meinung, daß die Presse gerade darin ihre höchste Aufgabe habe, das öffentliche Leben und ihre Vertreter schonungslos zu kontroliren. Wenn die Presse nach bestem W ssen und Gewissen die Thatsachen geprüft hat, auf der sie öffentliche Anklagen gründet, so hat sie ihre Pflicht erfüllt. Erweist es sich dann vor Gericht, daß das Material nicht ge üst oder nicht erweislich ist, — so muß der Redakteur die Konseq lenzen auf sich nehmen, niemand aber hat das Recht, ihn deshalb in seiner Ehrenhaftigkeit anzutasten. Er hat in der Ausübung seines Berufs einen Unfall erlitten — weiter nichts. Das ist die liberale Auffassung von der Presse. Aber es zeigt sich nun, daß die freisinnige Preffe dieses Recht nur für sich gegen andere bearssprucht. Weh dem, der den Freisinn und feine Leute selbst anzutasten wagt — das ist Gotteslästerung, Majestätsbeleidigung, Erpressung, Revolver- journalistik. Gott, König und Vater- I land darf man angreisen — das ist I edel und tapfer. So es aber jemand ge- I lüstet, einen leibhaftigen freisinnigen I Berliner Stadtverordneten zu lästern
I stunden!" erwiderte der Pedell mit einem Blick I und Ton, die Fritz ai ffielen.
I Er gmg wieder. Kaum vier Häuser weiter | trat ihm fein Bruder, der aus einem Laden I zu kommen schien, entgegen. Als er Fritz er- I blickte, schlug ihm eine heiße Flamme über das I Gesicht; er war offenbar verlegen. „ , I Diese Verlegenheit entging dem Glücklichen I nicht, aber er war von seinen eigenen Ange- ] legenheiten doch zu sehr in Anspruch genommen. | Hans zeigte den freudigsten Anteil, hatte aber Eile und zog Fritz mit sich vor das
I Regierungsgebäude. Dort erstieg er zwei Stufen I auf einmal, als habe er sich verspätet.
I Fritz kehrte langsam um. Erst jetzt fiel I ihm die sonderbare Verlegenheit seines Bruders I wieder auf. Nun, da er ihn nicht mehr sah, erschien ihm jede Miene deutlicher. Und in
I demselben Momente stutzte er. Da — war es nicht dasselbe Haus? — da trat Hilde, schlank, 1 anmutig, einfach und elegant gekleidet, tote I immer, aus derselben Thür.
Sie sah Fritz nicht, da sie sich nach der I entgegengesetzten Seite wendete. Er folgte ihr I sofort, warf im Vorübergehen jedoch einen
Blick auf die Thür und las aus einem Schild .Kotditorei Hof rechts", ferner gewahrte er I die Schaufenster eines Weißwarengeschäfts. I Jetzt hatte er Hilde eingeholt.
I „G statten Sie, Fräulein Hilde?" | „Ah? Wie in aller Welt kommen Sie denn in diese Gegend?" rief sie erstaunt. Sie errötete — aber daS that sie tagsüber hundertmal und es kleidete sie sehr hübsch.
„Dasselbe möchte ich gnädiges Fräulem fragen!" lachte er, sich unbefangen stellend.
(Fortsetzung folgt.)
und Hilde--
Wie kam er nur darauf? Wußte er es denn i fettet? Aber wie er sich auch dagegen wehrte, ■immer wieder sagte ihm dies unbestimmte Ge- !sthl, daß HanS und Hilde Anna in allen ihnen wichtig scheinenden Fällen nach einem vorbedachten Plane lenkten und ein etwaiges Wider- ' streben oder nur entgegengesetzte Wünsche der ; jungen Frau geschickt zu vermeiden wußten. : DaS war nun am Ende kein großes Unrecht! 'Gewiß nicht! Aber eS setzte nicht nur ein Einverständnis der beiden — wenn auch nur das ■harmloseste — voran«, sondern je schärfer Fritz fste heimlich beobachtete, um so mehr wuchs -dieser unbestimmte Verdacht gegen sie. Aber niemals hätte er auch nur die geringfügigste Thatsache angeben können, die aus eine größere Vertraulichkeit schließen ließ, als sie das täg- ; liche Zusammenleben gestattet unb rechtfertigt, fe Und that er nicht auch Hilde unrecht, die j harmlos singend durch das ganze HauS huschte, 'die Anna allerlei häusliche Unruhe abnahm, (ihre Aufträge der Köchin oder dem Diener ver- > mittelte, ihre Besorgungen in der Stadt machte kund sich für Anna stundenlang in den Läden
% Machdruck verboten.)
*, Eine Geldheirat.',
. Roman von L. Haidheim. '^.
U" ' . (Fortsetzung.)
V Und diese aufrichtige Seele — ? Nein, e8 war unmöglich, im Ernst zu denken, daß Hans
lauf die „Oberhefsische Zeitung" bei seinem I Briefträger oder dem nächsten Postamt sofort zu I «neuern! I
Wichtige Beratungen auf innerpolitischem Gebiete I find im Gange, die jeden Deutschen nahe I berühren und die er deshalb kennen muß. |
< Auf dem Gebiete der äußeren Politik werden I allenthalben neue Fäden geknüpft. Der Frei- I heitskampf der Buren hat zu Ungunsten des tapferen I , Volkes fein Ende gesunden, es mußte der Uebermacht I endlich erliegen und nun interessiert es natürlich im I 'höchsten Grade, wie sich die Dinge in den Buren- I republiken unter britischer Herrschast gestalten. I , Man vermeide deshalb, daß in der Zustel I lung der .Oberhesfischen Zeitung" eine Störung I eintritt, denn wie bisher wird sie auch in Zukunft ihre I Leser Über alle wichtigen Tagesfragen kurz, I aber schnell und erschöpfend informieren und ihnen jedes Ereignis von Bedeutung io rasch als möglich melden.
Die Expedition
der Oberhessischen Zeitung, je —
r Die Finanzlage Preußens. |r Der definitive Abschluß des Finanzjahres 1901 ' für Preußen ergiebt die Richtigkeit der Schätzung, welche der Herr Finanzminister bei Vorlegung des Staatshaushaltsetats für daS laufende Jahr im Abgeordnetenhaufe von dem voraussichtlichen Ergebnis dieses Jahres gegeben hat. Der Fehlbetrag des Jahres 1901 stellt sich auf etwas V Über 40 Millionen Mark und zwar einschließ- , lich eines Mehrbetrages der Herauszahlungen aus dem Hinterlegungsfonds über die Einzahlungen. Der wirkliche Fehlbetrag bleibt, also um etwas hinter den Annahmen zurück welche auf Grund der vorläufigen Zusammenstellung unmittelbar nach Schluß des Rechnungsjahres gehegt wurden. Noch mehr als die Verschlechterung de8 Finanzverhältnisses zum , Reiche hat zu dem ungünstigen Abschlüsse des ’ Jahres 1901 die überaus wenig befriedigende Entwicklung der Einnahmen und des Ueber- schuffes der Eisenbahnverwaltung beigetragen. In dieser Beziehung bestätigt die definitive Ab- irechnung nahezu vollständig die Resultate der -vorläufigen Zusammenstellungen am Schlüße des Rechnungsjahres, nach betten die Eisenbahneinnahmen um ungefähr 80 Millionen Mark hinter dem Voranschläge zurückgeblieben waren, 'von denen etwa 22 Millionen Mark durch Minderausgaben ausgeglichen wurden, sodaß 'sich ein Minderbetrag des Überschusses gegenüber dem Etatsanschlag von rund 58 Millionen