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Machdruck verboten.)

Marburg

Sonntag, 4. Ma! 1902.

Erscheint täglich außer an Werklagen nach Sonn- und Feiertagen. Sonntagsbeilage: JSnstrirto» SonnlngSblatt.

Drnck und Verlag: Joh. lug. «och, Universitäts-Buchdrucker»

Marburg, Mar« 21. — Telephon 55.

- ^retts rm^Jahre 1884 hatte der damalige | Die Handelskammer zu Oldenburg, so schreibt ~ ------ *---------। *-•- -Rh. W. 3tg.*, hat sich beim Reichstag be=

xm Auftrage des Herrn Minister von Maybach schwert, daß Einfuhr-Gerste von 2 Mk.^ auf l) PTT Jr? J’PlS SfcYrtTI TMtlÜoTA üorfltft kl. I c KA CYYlf rr • r v - _ _ — — ™ _ ____

Die Brüsseler Konvention und die I UL. °Ll L

deutsche Zuckerindustrie. Lton *W” ü6“ 1b“ «•»•»«-1 M-» 7n»--k-»nb-°° Kfi

I ntd&t befhcitten, sondern nur als belanglos hin- I kann Herrn Chamberlain aufrichtig dafür dank- I Waldungen des kommunalftänbifckPn jFinfhimrs

Die Geschäftsordnungsdebatte am Schluß zustellen gesucht. Dagegen bestritten, die Offi- I bar sein, daß er aus seinem Herzen — keine Haina würden den Güterverkebt der Reichstagsfitzung vom Mittwoch hat gezeigt, ziösen, daß bezüglich der zu a) genannten Mördergrube macht. "stMen Güterverkehr wohl auch

daß die Regierung aus einer Durchpeitschun» I Kronkolonien irgend eine direkte oder indirekte I , —-------------—— -------I cvjc Y-n- &'. ,. „ .

der beiden dem Reichstage unterbreiteten Zucker- I Prämiirung zulässig sei, denn der Zusatz zu I I diese von mir &P1P;,4in£. • k IaPenf. °°

Vorlagen besteht und daß das Präsidium des I Artikel 11 des Schlußprotokolls besage aus- I UttlfdjflU I Situation nnrh hnlTftonh;«

Reichstags willens ist, diesem Verlangen der drücklich- «VTTV kdec durck Ä Ätt entsprechen wurde

Regierung zu entsprechen. Andernfalls würde! -Die großbritannische Regierung erklärt:! Dx e E xsenbahnwünsche I Station der Moin-Nr-s°r.«E,k>^i» /s?^ren

der Präsident Graf Ballestrem nicht den Vor-1 während der Geltung des Abkommens soll für | der Kreise Kirchhain und Frankenberg | ;n üpe:nnpf„T„T «« Bedürfnisse

schlag gemacht haben, die zur Zeit sehr viel! Zucker aus den Kronkolonien keine direkte oder ! impreußischenAbgeordnetenhaus. I Rur möckte ick drinnoodbil/-«

wichtigere und zudem spruchreife Branntwein- indirekte Prämie gewährt werden.- 6en Landrat Riefck Mitolied J 9fL- Säannn»eben“J"

steuervorlage hinter der Zuckervorlage zurück- ! Die .Agrarkorrespondenz" hatte demgegen- I ordnetenhauses hat Geleaenbeit aenomm-n I babnlmie^die Lebuno hPT mir«* ®^ens treten zu lassen. Es ist zur Genüge bekannt, über behauptet: hieraus dürfte man lesen, daß in Solaenber Rede die Wünfck. der von mir

daß die Linke in ihrer alten Gegnerschaft gegen solche Prämien aus den Mitteln des Mutter- der Kreisle Kirchhain und Franken- zu erreich«, wäre $ ®6t m ^^sten

die Landwirtschaft die neuen Zuckersteuervor- | landes nicht gewährt werden würden, daß diese ! berg inbezua auf den Bau m P;tPrPr Aus Oberen cm- » .

Ingen, die di- Zu-erindnftn- vor eine Kr.s,« Kolonien solche Prämien an« eigenen Mitteln Eisenhahnlini "n bin für Me «tobe ii’Smm™

stellen, mit innerer Schabensrenbe begrübt und ater würden gewähren dürfen. tzebnna kner «r-iie 'Unbe£nt »X K ?J Mrfnis «nerfS ? 6

cllles zu ihrer Durchpeitschung aufbieten wird,! Nunmehr wird aus der westindischen Regierung und dem Saufe 9ber aibnimrhnoion ! noch 6ebürftinPrP PimPn

daß sie auch mit demselben Eifer und aus den- Kronkolonie Jamaika telegraphdrt: dringend 9an"s Ser, inIeLÄÄS SdlriÄt SP lnaL

® ff'T "L "°^nem Jahre die Ver- .Mit Ermächtigung des Kolonialministers Riesch führte au^ *** Ä Z

ff iS mT Setn( eUetÖ°JIaie' bte ^^erlaxn hat die Verwaltung im Gesetz- Ich erkenne es dankbar an, daß im Kreise 8« treten. Es handelt sich um die auch für landwirtschaftliche Brennereigewerbe vor gebenden Rat em Gesetz emgebracht, wonach Frankenberg seit 2 Jahren die Eisenbahnlinie den Staat nicht unwichtige Frage die jetzt ae=

Ken ’tofrbf torif?^leihen zur Errichtung von Frankenberg-Corbach dem Verkehre übergeben drückte wirtschaftliche Lage eines' loyalen und

Ehe ä;rfl " Zuckerfabriken aus den staatlichen Finanzen und nunmehr sowohl nach Norden als nach tüchtigen Bauernstandes zu heben, was ohne den

wurde deshalb zunächst dre Erledigung der garantirt werden sollen." Süden eine auch für den Güterverkehr nicht un- Bau einer Eisenbahn kaum zu erreicken fein wird

Branntwelnsteuervorlage Vorlagen und damit Ob lebet einzelne Zentner Zucker eine wichtige Linie hergestellt worben ift Zum Schluffe darf ich wohl noch der Soff-

die Linke nötigen, bis zum Schluß auszuharren. I birekte Prämie erhält, um bie Fabrikation! Wie günstig diese Eisenbahn auf die wirt-! nung Ausdruck geben dast die in ffrrnflmtnn ASP2«?Pr?ts Weg würde den Freunden der rentabel zu gestalten — oder ob man sich schaftliche Hebung des westlichen Teiles des gezogene Eisenbahnlinie Frankenberg-Raumland

aus der Hand gleich die Rentabilität des Zuckerbaues über-Kreises Frankenberg gewirkt hat, wird jeder I recht bald ihrer Verwirklichung entgegen gehe sff SnfAr? ? ^n^sa^E diesen letzten Haupt gesetzlich garantirt: das ist doch kein mit den früheren Verhältniffen Vertraute be-1 und dies um so mehr, als dem^Dernehmen nach Weg exnschlagen^ will, sollte alle Freunde des prinzipieller, sondern ein praktischer Unterschied stätigen können. der Herr Minister vor Jahren an der Sviüe

Sf+e§ ^^lonaler ^beit veranlassen, IN den zu Gunsten größerer Wirkung in sofern, als Leider ist der in landwirtschaftlicher Be- I des Comitös gestanden hatte welcher füllen Ä um yhP8 » r?tefT -btzten System der Rohrzucker im ziehung hervorragende östliche Teil des Kreises Bau dieser Eisenbahn eingetreten war. f

« toln's. om «rlr der Feststellung des I Weltmarkt eine Konkurrenz auf Tod und Leben I Frankenberg nebst dem nördlichen Teile des I (Allseitiges Bravo 11

Arbeitsplanes das ausschlaggebende Votum m I gegen den Rübenzucker entfalten darf, ohne ! Kreises Kirchhain von den Wohlthaten einer! '

wnbdunSm fÄfiSSn kü!inP?^ °T ***** der westindische Zuckerfabrikant dabei unter- Eisenbahn ausgeschlossen. Beide Gebiete gehen Ein neues Forum für deutsche rumpelungen schützen zu könnem I liegen kann. Er mag, um den Rübenzucker I daher wirtschaftlich zurück. | Zolltarifsacken

®te Bedenken gegen Re Brüsseler Konvention I aus dem Felde zu schlagen, zum halben Preise Bereits im Jahre 1884 hatte der damalige I ~ «"d d^ Novelle zum Zuckersteuergesetz haben anbieten, er riskirt dabei nichts, denn die Präsident der Elsenbahndirettion zu Hannover I die

auch noch bie letzten Zweifel über bte Art bet Wit haben hiet also bte nach Artikel 2 beS Frankenbera unb be§Mindestzoll gesteigert fei. Dadurch schädige Auslegung die seine Regierung den Kon- Schlußprotokollsangeblich untersagtePrämiier- des ^feS«i^^eS^dS»M MS M

dentionsbestimmungen zu geben gedenkt. Wie ung dennoch in aus gebildetster Form! Dafür besonderen Eisenbahn T -vau einer Amerika. Ein Herr Dr. Adolf Heß m Olden-

wlr bereits ausführten, unterscheidet die aber, daß diese Prämiierung die westindischen Der allgemeine Wunsch der dortigen Be- gab? nun einen Uh«r t biefer®Jn<

Konvention hinsichtlich der englischen Kolonien Kolonialfinanzen nicht allzu stark belaste, hat völkerung ist der Bau einer Eisenbahn von der SeritenrnllTPrf4?,mV ™

*”Äronbbnira WS W“ b«6 Station flir^nb« ÄSÄ“bni? SÄÄÄ

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Kolonien die Gewährung direkter oder indirekter land einen Teil der Lasten, die der Krieg gegen dem westfälische? Kohlenreviere würden L N^^Wl^hablknachstM

rr.’ /N «.t i , ■ @artenfaal dicht voll alter Gartenmöbel I oder abgeblätterten Oelanstrich der Fenster und j behaupten, daß sich hier unter vielem Mundet

Eme Geldheirat. I ofb ®erüm^el fäfoffen sich an das erste I Thüren. Aber zwei der ersteren standen weit manch wertvolleres Stück findm dürfte*

Roman von L. HaidHei«. Unsere Sacken steben im Sckuvven- mir U"b bo6intei toe^ten ^on weiß- Gar- .Sie wollten ja, daß alles so stehen und

lFortfetzxmg.) I werden eine Ätte Arbeit bekomm^?' fickr I S . . . liegen bleiben sollte", sagte Tante Julchen jetzt

.Die .Tante" sieht aus, als wäre sie zu ! Julchen fort. .Eine Unmenge Plunder habe I HauSthür hing ein Kranz mit einem ! vorwurfsvoll zu ihm.

Zeiten des alten Fritz mit irgend einem seiner I ich schon aus den Boden bringen lassen Ich I ^Ergen TranSpm:ent tn der Btltte, auf dem ! -Rein, ich weiß nicht, wer es gethan hat. Grenadiere vor der Trommel getraut! Scheint mußte das thun, um unsere drei Schlafzimmer LFÄ, $Äabten ^nb’ ®°\ ffh°"Pt > "ett vorgesorgt, der

hundert Jährchen zu spät geboren!" ! nur so obenhin herzustellen." Ti I ®ute8 Julchen! Vater und Tochter drückten I Herd und der Ofen im Zimmer waren gefegt,

Unsere Freunde schritten unterdes mit großer I .So schlimm, wie ich es dachte, finde ich ! bu ^anb‘ | und Kohlen bereit gelegt,

Spannung dem Erbhause zu, von dem Tante I unser Erbe denn doch nicht," meinte Burg- | Ein weiter Hausflur lag vor ihnen, bei j ST . . ...

Julchen berichtete, daß es ganz greulich sei. | Hausen befriedigt. | dessen Anblick sie stutzten. Wie in einem Mu- | »Btelleicht Nachbar oder der GertchtS»

Gleich links vom Bahnhof ging es eine mit I Tante Julchen zuckte mitleidig die Achseln I feum waren alle Wände mit Gemälden und in j tTJS’ bM bte 6<*lü»eI dattek meinte Burg- wundervollen hohen Eschen eingefaßte Ehauffee .Lassen Sie uns nur erst mal daran gehen, H°^ g-fchnitzten Figuren, Engeln, Heiligen be- k .. .... . ,

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<^hä> anegeftattete, ll-m-r- »mmer unb ein | ben bnrch zwanzigjährige äBettJennbiU entfärbten I hatte man »nrgMen SgZ -------- .

MchM Brüiinii

«tt dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

kt»rt»ljihrlich«r B»,ug,pr«iS: bei der Erpeditiou S SRC. .HZ 104 bei «B«n Psstämttrv SL5 Mk. (exrl. Bestellgeld).

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Äettaten: die Zeile 25 Pfg.