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8irrtrijühilich«r Bezugspreis: bet der @i?eMtton 2 ML, bei allen Postämtern 3,26 ML (excl. Bestellgeld).
Sektiianeaebü^r: di» gespaltene Znle »der deren 8te** 10 Psg.
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Sonntagsbeilage: JllnftrirteS Sonntagsblatt.
wat mb Verlag: Joh. »ug. Koch, UuiverfitSts-Buchdrucker« Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Marburg
Sonntag, 18. April 1902.
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Vor ihren Augen lag die Welt so schön, Im Dust die Lhäler und im Glanz die Höh'n. Und wo ihr leichter Schritt die Wiese trat, Da sproßten Blumen unter ihrem Pfad.
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q ,,, 777 ,I I Zur politischen Lage.
Mutigen I verdächtig^daßln ttn?m^offiziöft? Artikel Äs
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Der Reickstaa I rtoub ,w "v°rautzfichtüch noch Monate- I fichtigte Zusammenkunft dieser Staatsmänner sundViehzölle Die Reaieruno schläft
*JlcluJyiuB I lang beschäftigen. Vor allem aber ist noch die nichts bekannt ist. Aus den Ergebnissen der für Vferde L schlagt vor
mmmt n&^n ^taQ nach mehr als vier- Novelle des Branntweinsteuergesetzes unter Dach Reisen des deutschen Reichskanzlers nach Venedig darüber hinaus b^ ?000 Mk 75^! u
wöchentlicher Ferrenpause seine Beratungen zu bringen, sodann durfte die Zuckerprämien- und Wien geht hervor, daß die Emeueruna Der bei-oit« a » '
wieder auf. Bis jetzt hat er außer der Feststellung frage noch zu erledigen sein. Ferner steht die des Dreibundes gesichert erscheint, und daß und @mofcnäer^ des Etats und der ersten Lesung der Zolltarif Erledigung der Entwürfe über die Saccharin- über die Fassung der Hauptpunkte zwischen den 1000 Mk 90 Mk 2oll ?^te bis
Vorlage nichts wesentliches geleistet. Zunächst und die Schaumwein-Steuer noch aus. Hierzu Dreibundmächten volles Einvernehmen erzielt bis 2500'Mk iso Äs' ,^8^8 * VOIV-100»
soll die schon seit vorigem Jahre auf Erlediguug kommt der bereits angekündigte, zur Zeit noch wurde, sodaß aus diesen Kründen anch ein- 360 Mk stoll bla»S Ä-?°^ber hinaus
harrende Seemannsordnung durchberaten werden. I beim Bundesrate sich befindende Gesetzentwurf nochmalige persöuliche Aussprache der leitenden der -^°ichzeittg verlangt
Sie steckt noch in den Anfängen der zweiten über den Gerichtsstand der Presse und möglicher- Minister sich nicht As notwendig X ft SfcnTSF
Lesung und dürfte noch manchen Schwierig- weise eine Vorlage betreffend die Gewährung -----norwenotg erweist. I Men,°urch die Bestimmung, daß diese Zoll-
kesten begegnen. Zieht man in Betracht, daß einer Entschädigung an die Mitglieder der DerFallKaufmann mä6int teS-Sn Kfnn 9Cn "Ut um 20 /» eis
allein in der Kommission 44 Sitzungen not- Zolltarifkommission für die Dauer deren Die t ,, -- ■
wendig waren, um die über 120 Paragraphen Tagung nach Schluß der Plenarverhandlungen. richtetbSfc krat^bekämnftl»
enthaltende Vorlage für die Plenarberatung! Von einer Einbringung der zugesagten | Sifiuno in' bpr^Ke^8/r>°r->r8».^ ^ner geheimen I Minister: v. Podbielski
vorzubereiten, so wird man sich leicht denken Börsengesetznovelle in der laufenden Reichstags- Sprache oekommen^un^ml? nehmt« ®™fb°£f?8n^afe unan-
könnnen, daß es auch im Plenum einer ganzen I sesfion ist wegen ihrer starken Inanspruchnahme lautet läßt darauf toliefce« b,er= nu„ 6in,n^ÄL“cte- bte
Reihe von Sitzungen bedürfen wird, um diesen l mit anderen wichtigeren Aufgaben vorläufig StadtverordnetenNprs^ni^nn» ^8.man tn I <® zweiter
wichtigen Entwurf glücklich unter Dach zu I Abstand genommen. Der Schmerz der frei- I t>n.« rs>Le 7, vsammlung den Verzicht I I n9 noch eine wundervolle Bildsäule werden bringen. 8 händlerischen Praffe über die^ Ver?öaeruna ift Kauffmanns's nicht anerkennen will. Man giebt könne. Ueber das Ergebnis seiner Reise zu
Die meisten Schwierigkeiten drohen der I sehr groß; er wird aber ertragen werden muffen. I ßaüffmann’f Tßer "nnb^hpr 1 ^kttn^sebeÄlost- b“ er n^t in bie
Seemannsordnung seitens der Sozialdemokratie. Erst wird der Zolltarif erledigt werden; dann hätte^dem üon^ÄauffsB Das^olbni« ~
Schon in der Kommission haben die sozial- I kann die Börsengesetznovelle darankommen, daß I ein Sehreihen “nt®r3’t(^ne^en ®nef I t . HeJniä bet »etatung war die An-
demokratifchen Abgeordneten durch unannehm- ! diese aber in' einer den Freihändlers er-
bare Anträge viel zur Verzögerung der Der- | wünschten Gestalt zur Verabschiedung im Reichs- | ad acta lege? solle. Er scheinst baAStabb
Rußlands Handelsvertragstreue.
,, - ■ , , «• —* — -— 1 Aus Rußland wirb ein Beschluß bes Staats-
nicht'weniger als 28 Anträge der sozialdemm I Der Reichstag soll nach der im Senioren- I uberaAtiot iftLTm aZ9»'! gemeldet der zwar keine Spur des be-
kratischen Fraktion vor, und damit soll, wie ! konvent getroffenen vorläufigen Geschäftsein- u„d LauaerbansbaMl^?^ H^"^sthner rühmten „Geister der Handelsverträge erkennen in der Parteipreffe zu lesen war, der Thatendrang teilung seine Arbeiten noch vor Pfingsten be- I jn sen AA TflAp„eVh»r jLir^ft1?! I rl*' russischen nationalwirtschaft-
der äußersten Linken noch nicht einmal erschöpft enden. Bei der Fülle des Materials, das ihm und mitaeteilt daß" von Eandpunkt aus sehr vernünftig ist. Der
fein. Die sozialdemokratischen Anträge beziehen I noch vorliegt, wird es großer Anspannung und I keine Rebe feinst«™? ^8»L ^rsteskrankheit I Staatsrat soll hiernach sämtlichen russischen sich sämmtlich auf die Disziplinär- und Straf- I des Verzichts auf Dauerreden bedürfen, um zu I arbeitet ift nnb 8oß^'s»in°^ n u- ?i6er= I ^OmT^nfx’e^ftri”9en ^bottn haben, künftig
Vorschriften der Vorlage und haben den Zweck, I diesem Ziele zu gelangen. Außerdem wird es I bevorftebe " <*ft !® ne bolItSc Heilung srgevdwelche Maschinen oder Materialien, die
die Schiffsführer in ein möglichst starkes Ab- erforderlich fein, daß die Abgeordneten zahl- I Dom gtabtratfl n n H mn n „ b^" S”UL e*n I ™„?Aanb ^^ber erzeugt toetben, aus dem
hängigkeitsverhältnis zur Besatzung zu bringen. I reicher als bisher sich an den Arbeiten be- I verordnetenvorfteber npriAhftpr fAriftFA ^“^anbe zu beziehen. Das „Berliner Tage-
Da aber die Disziplinarbefugnisse der Schiffs- teiligen. Die zunächst bevorstehende Fortsetzung I ,;-bt auck Terbtsinirffn^kln CL, biefe „ toeitere Vereitelung der
sührer bereits in der Kommission bedauerlicher- der zweiten Lesung der Seemannsordnung beit durck eine bpiopAÄ"R?^"8°^m"A^^ «-sÄ A" Handelsvertrag anweise bis scharf an die Grenze der Erträglich-I dürfte allerdings wenig Anziehungskraft be= „nteS beolaubiot ift Anstalts- ^estre^en Erleichterung des deutschen Exports";
leit abgeschwächt worden find, ist es klar, daß fitzen; gleichwohl wird im Interesse einer ge- benÄom 3 Av?il dÄi-^n Nr I? dadurch wurden dre hanbelsvertragsfeinblichen
die Sozialdemokratie in vollem Bewußtsein ! ordneten Geschäftsabwickelnng verlangt werden ßebeimbaltpn ^„«8 bis gestern Bestrebungen der deutschen Agrarier Oberwasser
ohne allen Erfolg zu handeln, ihre Anträge müssen, daß die M°ndatt?äger ih?e Äntt 8^ 8«^ ^fe für dieses Ver-
ein,gebracht hat. Sollte dadurch die Beratung mentarische Pflicht gewissenhaft erfüllen. beimer »«ge- halten Rußlands wurden die deutschen
der Seemannsordnung derart in die Länge ge- S“?? künftig hoffentlich keine russischen
zogen werden, daß ihr Zustandekommen in d»r „ 77 ° ?ne Indiskretion das Schreiben bekannt Anleihen mehr emittieren. Darin irrt das
laufenden Sesfion unmöglich gemacht wird, so UmschllU nock°ber"AuskläÄn? °s/Ä bedarf jedenfalls Blatt; die deutschen Bankiers nehmen ihre
LLL»ÄÄÄTÄS bet £«£Ssä^?S?.ä SFn&fi
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E SSSilS SB® M »Ä* Außer der Seemannsordnung hat der Reichs- Ministern Prinetti und Zanardelli in Karlsbad 11 . ' ' *
"Ä eme Reihe anderer wichtiger gesetz- geplant ist. Nach Erkundigungen an maß- Zolltarifkommission. >
geberischer Aufgaben zu bewältigen. Wir sehen gebender Stelle, teilt die „Dtsch. W." mit, daß \ ‘
= Atzung di- P°xti°nm P s-7d I Ih-Mb. Ä-rr-ip.- n°u°,diugs L b-H-E
GSechM Mim urit dem Kreisblatt für die Kreise Marbura «ad Kirchhai».
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(Nachdruck verboten.) I vor der nächsten Minute. Wie hat er diesen I Werner < — 9T8pt „„„ „rr © 7------I
Else. Nkm Ä,?ggyys7,,'°ß-Ä &L& J-Ma,®°„“s
«n , . .| Madchenkops herum. Große, erschreckte Augen I Tod uns scheidet" küßt er aus 8i» uiiM-, na.
- Werner zögert einen Moment, bann tritt I starren ihn an, und dann geht in dem schönen I botenen Lippen. ßaft Du miA »r ® ' «LAa61- ^tn8u nnd verlangt Rückkarte nach der I Antlitz eine Veränderung vor, die der Mann I Elfe?" Sie bebt das KäusA»» ? 8 u,'
' $nbftatwn des Lokal-Zuges. Ihm ist in diesem nie wieder vergessen kann. Ein seliges Lächeln Sonnen strahlen ibn dKL^kuV"
(Anblick, als ertrüge er nicht die geringste des Erkennens legt sich über die weichen Züge, äugen an. Werner" faat fie Mp^8 4 a1?“^ I A (Kalbeck.)
®h6beutung über die Geliebte und ginge sie ! und die blauen Augen erstrahlen im zauber-I küßt er ihr" die Antwort^von 8p» oihh? I Der Schaffner reißt die Thür
"urdurch die Gedanken dieses Beamten Als haften Glanz unendlicher Liebe und Zärtlich- „Kannst Du mir verzeiht mtin LiMin?8aß al’ "»d Werner steigt zuerst aus, der Geliebten
. um fichschauend, den Perron leit „Werner!" zittert es wie ein Hauch über ich von Mr ainainlMriAtPr ÄÄ b“6 Gelegenheit gebend, ihr Hütchen zurecht zu
' /eht " ElfeS wnßes Kleid in die rosigen Lippen, und es ist, als löse dies tote ich jA etnfebe Aber a1aub?^r Sin8' rucken und das Haar zu glätten. Dann schlagen rmem Eoup« für Nichtraucher verfchwrnden. Wort den Bann, der über dem Regungslosen ge- ich hielt J mL « /"■' 6«*«» Seite den Weg zum Friedhof ein.
.Welch vermunftige Einrichtung daß der Lokal- legen. „Elfe, meine Elfe!" bricht es m herzbe- schwer es mir wurde &e sich fast nichts zu sagen, sie blicken
i^Jern Damenabteil führt.' ftohlockt der weglichen Tönen aus des Mannes Brust Sie war ja schM ba?an Jch'bätte DiA ulZ £5 nurJeIl0ÄnL°"- 6ie biegen um eine stnge Mann, indes er die spärlich anlangenden ! liegt an feinem Herzen, von feinen «rmen I «eben Ttiffpn 8firf.« k. ♦ ff^t I Ecke. „Der Friedhof", sagt das Mädchen leise.
Passagiere rnustett. Gottlob, alles dritter Klaffe, umschlungen, und er bedeckt das süße Gesichtchen Aber damals kannte etn?,eT' faft ^^her Ausdruck beschattet die
Sein En chluß ist gefaßt. Er schlendert lang- mit heißen, flammenden Küffen. Sie läßt es Acht ' - Al 0 ?e^bft Du 3ü9e und die großen Augen sehen er-
tzm abseits hm und her, El es Eoupö fest im geschehen in seligem Schauer mit geschlossenen Sie fiebt ifcn lacken zu dem Geliebten auf. „Ich vergaß
«--- b-HM°nd. Di- Thür-n werden g-schkoffeo. I Augen. Hit'liü |i. hÄ'TXU“ K** 'rtÄ.“1*?? W«t fi° »« m8chnldig°nd° «ttatelet S-Hrgnft stürmt noch heran, dringen fich greste Lrapsen durch di- schwär,-n küffm da« r-i>-»d- «8T *\ ~ü4t. >tz innig di- Hand. .Siebe
Von den Schaffnern mit wütenden Gestikulationen Wimpern. 8 Laar' da« roß». »' das duftige und Freude find doch keine Sünde, mein
Wan8en. Auch Werner steht mit wenigen Erschrocken läßt Werner die zarte Gestalt verlassen/Du holdes Lieb^ Sie"wiüdPt^A ^blrng.' Da huscht schon wieder ein leichtes, Schritten am Waggon. „Nichtraucher." - aus seinen Armen gleiten. Er finkt vor ihr sanft aus feinen «rmPn iL sich uberzeugungSvolles Lächeln über des Mädchens
' mreVn t. r- nieder, und das kalte Händchen an feine glühende Züge legt fich aedattvoll^ ^ft tu *"5* Werner, keine Sünde, denn sie
Li.®?6 JeInt a“ Segenüberliegenden Fenster | Stirn pressend, stößt er angstvoll, verzweifelt sanfter tiefe?6tfmmp 8^*«^*’ tf* I ma^n uni Ia gut."
unb beobachtet einen eben anlangenden Zug. hervor: „Verzeih mir meine Wildheit, 'Else, ich weite gerichtet w ' 5* h«A?p sie an des Vaters Grab. Hier
Das Donnern der rollenden Wagen verschlingt habe Dich erschreckt. Ach Gott Kind es war naA rLJ“? ’r oft darüber erst erfährt Werner, daß der Kranz der Ge-
Geräusch der fich öffnenden und schließenden stärker als ich - war weißt' Du, Mädchen, damals beide noch nick?^^«„.?V'r wußten liebten für diesen bestimmt ist und vernimmt Thur Werner wagt kaum zu atmen. Da waS es heißt, fich in Sehnsucht verzehren!" füat das fokl 8p? war Gott zusammen- erschüttert die tragische Geschichte. Sie setzen steht fie wenige Schritte vor ihm, die leichte, Da legen fich zwei Weiche Arme um feinen nid)t fäeiben. fich aus die kleine Bank unter dem Rosenbaum
^°bte Gestal^ ES ist sonderbar zu sagen HalS, eine feuchte Wange schmiegt sich ManneS S?6ei bi>f?n5®Trfp? L unbfDon ^."ners Arm umschlungen, das Köpfchen
6riApb0Cob-ets?!.ann' Ebenaus abenteuer- an die feine, und eine süße Stimme sa? fich tief in die Auaen l^a^prnft^,r.8 ftrn f^ne geschmiegt, erfährt Elfe die Er- «>ch«m Pn-g«l-bm zuruckg-k-hit ist. -r Milt I b-b-nb-n Z-n«; .Ob ich'« w-iß. m« I D°»» 'b-ib- w«°ftlb°ü^L-°^ g°L°b°m I Ä'L
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