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Kustos am Botanischen Museum und Privat- der Botanik an der Universität München, ff W Neger, hat einen Rus als Nachfolger Ltgsxsior BusgenS an die großherzoglich sächsische ^lstakademie Eisenach angenommen.
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Luburger Universität vorgeschlagen worden. - ^her Universität Heidelberg hat der o. Professor M Koch, der einzige Vertreter der Wissenschaft der Presse an einer Hochschule deutscher »V-, für kommendes Sommersemester angekündigt: Schichte der Presse und des Journalismus in 'kitschtand' (.instündiges Publikum, und .Praktische »ur Einführung in die Journalistik'. —
Heffen-Naffau und NachbargßbLKÄ 14. Febr. (Trebertrocknungs- iiozetz). In der gestrigen Nachmittogsver- Lriblung sprachen die Vertheidiger (Harnier Gebrüder Sumpf, Caspari für Scklegel, Lbn für Otto, Gordon für Schulze-Dellwig). Dieselben suchten sämmtlich den Nachweis zu fühlen, daß die Angeklagten bonkt stä« handelten, ^1) beantragten deren Freisprechung event. eine Adrige Geldstrafe, bezw. Anrechnung der Untersuchungshaft auf eine Freiheitsstrafe. Gegen
. Uhr Abends wurde die Verhandlung auf heute Mittag 1 Uhr vertagt.
In der heute Mittag 1 Uhr fortgesetzten Herhandlung gegen die Aussichtsräthe der Trcber- zesellschaft erhielten die Angeklagten Gelegenheit sich auf die Antragstellung der Sraatsan- valts zu äußern. Hermann Sumpf legte in längerer Rede dar, wie er stets auf das Kohl der Gesellschaft bedacht gewesen sei und immer nur das Beste gewollt habe. Jedenfalls fei er überall von dem guten Glauben an die güte der Geschäfte und von der Wahrheit der Hchmidt'schen Darstellung geleitet gewesen. Der Verlust seines Vermögen? vermöchte nicht ihm den Muth zu rauben, ein neues Leben zu beginnen; auch nicht, wenn er eine Bestrafung erlitte. Ich kann nur wiederholen, so schloß er, was ich vom ersten Tage meiner Untersuchung ab gesagt habe. Ich bin unschuldig -rind bitte daher eindringlich und herzlich um Freisprechung. In gleicher Weife betheuerten bie übrigen Angeklagten ihre Unschuld. Gegen ■iVi Uhr zog sich der Gerichtshof zur Berathung zurück.
So hat die Verhandlung ihr Ende erreicht, ohne daß es zu der vielfach er »arteten Vernehmung des flüchtigen, in Paris inhastirten Direktors Schmidt hat kommen können, da derselbe noch nicht aus- geliefert ist. Die Auslieferung scheint sich auch roch hinauszuziehen, wie durch folgende Meldung bewiesen wird:
Paris, 13. Februar. Schmidt war unbedeutend erkrankt und ist wieder gesund. Die Auslieferung wird erst nach Erfüllung aller Formalitäten erfolgen. Schmidt erhielt bisher das A slieferungsdecret noch nicht.
Cassel, 13. Febr. Zur Beratung der Vorbereitungen für bie bekanntlich im September K I. hier stattfindende Hauptversammlung der Gustav Adolf-Stiftung, zu welcher aus allen Welttheilen Gäste erwartet werden, hielt dieser Tage bereits der aus etwa 100 Herren aus allen Schichten der Bevölkerung bestehende Ehrenausschuß seine erste Versammlung ab. Dieselbe sand im kleinen Saale des Evangelischen Vereinshauses statt und wurde von Herrn General-Superintendent Pfeiffer, dem Borfitzenden des Hessen Kassel'sch en Hauptvereins, geleitet. Derselbe gab zunächst einen ^llkberblick über die Entwicklung der Gustav Steif Sache in H -ffen feit den letzten 20 Jahren, j s schilderte die Festverfammlung in Köln und schloß mit der herzlichen Bitte an bie An- 1 Itoefenben, bazu mithelfen zu wollen, baß auch Me Kasseler Tagung ber Gustav Aböls Stiftung einen schönen und würbigen Verlauf nehme. Es folgte sobann noch bie Bilbung der verschiedenen Unterausschüsse zur Vertheilung der für das Fest nothwendigen Vorarbeiten.
:|: Homberg, 13 Febr. Die Erbauung eines Silos (Kornhaus) für bie Kreise Homberg urd Fritzlar scheint sich, da in beteiligten Kreisen die nöthige Stimmung vorhanden ist, zu verwirklichen. Vor kurzer Zeit fand wegen dieser Angelegenheit eine Versammlung von Kaiffeisenmännern in Wabern statt. Mittwoch den 19. d. M. ist nun auch eine solche für den Kreis Homberg ausgeschrieben, in welcher hauptsächlich dieser Punft zur Besprechung kommt. Da sich auch die größeren Grundbesitzer und Pächter der Domänen in beiden Kreisen sehr i [Mi die Sache interefftren, so dürfte bald eine constituirende Versammlung abgehalten werden, und wird sich alsdann auch entscheiden, ob daS Kornhaus nach Borken oder Wabern kommt.
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t Sooden. 12. Febr. Eine am 1. Mai in Kraft tretende Polizeiverordnung bestimmt, daß die n Gast- und Schankwirthschaften benutzt tuerdenden Trinkgefäße täglich gründlich geeinigt und in fließendem Wasser gespült werden müssen.
A Biedenkopf 14 Febr. In dem Laden in unmittelbarer Nähe des letzten großen drandplatzes gelegenen früher Jüngst'ichen, jetzt lur Buchdruckerei gehörigen Geschäftshause, in Welchem zur Zeit ein Mode- und Spielwaaren- «eschäft betrieben wird, entstand in vergangener ^acht 3/<3 Uhr Feuer, wodurch der Laden und em ^grenzender Lagerraum vollständig ausbrannten. Mücklicherwerse wurde das Feuer rechtzeitig
entdeckt und blieb dank dem tüchtigen Eingreifen >er Feuerwehr auf seinen Herd beschränkt. Die Entstehungsursache ist unbekannt. ■
Hilchenbach, 13. Febr. Gestern, Mittwoch Nachmittag, wurde in dem Helberhäuser Jagd rezirk, in der Nähe des Dorfes, zwei Wild chweine erlegt. Einer der Treiber, der dem stark verwundeten aber noch nicht verendeten Wildschweine den GarauS zu machen beabsichtige, wurde von dem Thiere ausgenommen, zur Erde geworfen und verletzt.
Vermischtes
Wozu „BerlinJ gebraucht wirb. Mit der Benutzung der Bezeichnung „Berlin" wird so vielfach Mißbrauch getrieben, daß sich sogar bie Postverwaliung genöthigt gesehen hat, an ben Berliner Magistrat das Eisuchen zu richten, er möge, soweit seine Behörden in Frage kommen, gegen diesen Mißbrauch Vorgehen. Vor allen Dingen ersucht die Postverwaltung denMagistrat, dahin zu wirken, daß auf Briefen und sonstigen Postsendungen nach außerhalb nicht vor oder hinter den eigentlichen Bestimmungsort die Bezeichnung „Berlin" gesetzt wird, falls nicht die Postverwaltung, wie bei Charlottenburg, Schönr- berg und Wilmersdorf, ausdrücklich den Postbezirk Berlin erweitert hat. Es kommen in der angegebenen Richtung unglaubliche Ausschreitungen vor. Von „Berlin — Tegel", „Berlin-Pankow", wollen wir gar nicht reden; auch „Berlin—Steglitz", „Berlin—Zehlendorf" sind noch milde. Es kommt aber auch „Berlin- Fürstenwalde", „Berlin Eberswalde", „Berlin- Liebinwalde", „Berlin—Potsdam" und berg!, vor. Daß badurch zahlreiche Verwechselungen unb Jrrthümer entstehen, liegt auf der Hmb. Der Magistrat hat eine auf diesen Mißbrauch bezügliche allgemeine Anweisung erlassen.
Ein tzhonographischrs Archiv in Paris Wie uns aus Paris berichtet wird, hat bie bärtige Anthropologische Gesellschaft in einem bet Säle bes Broca-Museums eine Reihe von 400 Phono- grammen untergebracht, bie Dr. Azoulet während ber Weltausstellung zu Forschungszwecken ausgenommen hat. Die gelehrte Gesellschaft hat bie Anwesenheit von Tausenben von Fremden aus aller Welt Gegenden in Paris benutzt, um auf ben Cylinbern von Phonographen bie ber schiebenen Idiome festzuhalten, die in der Welt gesprochen werden. Dr. Azoulet hat Bruchstücke von Unterhaltungen, von Erzählungen, von Liedern, von Musik gesammelt, die von Angehörigen der verschiedensten Rassen vorgetragen wurden. Die 400 Cchlrnder reproduMn. also lebende Sprachen aller Arten, chinesi''che, indische? tartarische. syrische Dialekte wie Gesänge von Arabern, Jolosnegern, Sudanesen, Aethiopiern und Madagassen. Auch die europäischen Sprachen wurden ausgenommen unb die v r- schiedenen Dialekte in Frankreich, Italien unb Spanien. Die Anthropologische Gesellschaft legt biesem phonographrschen Archiv eine große Bebeutung für bie Zwecke ber Linguistik bei.
Bo» Präsidenten Roosevelt. Die kleine Stabt Grolon ist plötzlich berühmt geworben, Korrespondenten von allen wichtigen Blättern sind angekommen, ein große s Telegraphenamt ist eröffnet und Hunderte von Telegrammen mit Anfragen und Ausdrücken der Sympathie treffen ein, viele aus auswärtigen Ländern. Roosevelt ist Gast des Direktors der Schule. Trotz der Krankheit des Sohnes muß er Staats- geschälte erledigen und empfängt fortwährend offizielle Depeschen. Er ist durch ein besonderes Telephon mit dem Weiß*n Hause in Washington verbunden. Drei Sekretäre find angekommen und haben ein zeitweiliges Bureau errichtet. Roosevelt wird wohl mindestens zehn Tage in Groton bleiben. Alle gegenwärtige Pläne sind gestört. Man glaubt, Prinz Heinrich werde seinen Besuch ausschieben oder ganz aufgeben, wenn das Befinden von Rosevelt's Sohn sich nicht merklich beffert. Im Falle des Todes des selben würde der Besuch unmöglich fein, da der Präsident und seine Familie während der Trauer an keinen offiziellen Veranstaltungen würden theilnehmen können.
Sin eine» Rriterstucklein wird aus Zürich berichtet: Als letzthin die schweizerischen Kavallerie Offiziere in ter „Tonhalle" ihre Jahres zusammenkunft abhielten und nach Erledigung der Arbeiten sich zum Bankett in dem im zweiten Stockwerk befindlichen Uebungssaale versammelten, erschien zur nicht geringen Ueber- raschung der Gäste ein Leutnant hoch zu Roß im Bankettsaale. Er war auf unbeschlagenem Thiere über die Treppen ins zweite Stcckwer! hinausgeritten und nahm auch denselben Weg wieder ins Freie.
Tir siamesische« Zwillinge Aus Paris wird brichtel: D.e beiden operirten siamesischen Schw stern bi finden sich relativ günstig. Prof. Doyen erklärt, die Kleinen seien sehr geschwächt; er könne erst in ein paar Tagen eine Prognose stellen. Daß bie Kleinen noch leben sei ein Triumph der Wissenschaft. Man nährt bie Patientinnen vorläufig nur mit Champagner unb Thee, bei einen Beisatz von Rum hat. Professor Doyen konstatirt, baß bie stärker von Tuberkulose ergriffene Schwester kräftiger if als das andere Mädchen, welches man durch die Operation retten zu können glaubte.
Ei« heiteres Skk«»bLrbah«-Zbhll wird aus ^eichenberg mitgetheilt: Dieser Tage stieg auf »er Station Morchenstern ber Sekundärbahn teichenberg—Gablonz—Taunwald ber Schorn- teinfeger in ben Morgenzug ein, um feinem Gewerbe nachzugehen. Schon auf bei nächsten Haltestelle Albrechtsboif hatte ei ben Schorn- tein zu reinigen. Er würbe mit dem Zug- ührer einig, daß bet Zug bis zur Vollendung >er Arbeit warten solle. Gesagt, gethan. Mit otzenartiger Geschwinbigkeit erkletterte ber Schwarze bas Stationsgebäude unb reinigte die Essen. Vergnügt schauten bie Zugbeamten unb Passagiere ber Arbeit zu, unb als dieser von oben fein „Fertig" ertönen ließ, wurden An- talten zur Weiterfahrt getroffen, die dann auch im „Fluge" ging, als der schwarze Passagier wieder Platz genommen hatte.
WaS nicht alles vi« eine« Red»kte«r verlangt «irb! Die „Wittgensteiner Ztg." veröffentlicht folgende ihr zugegai gene Zuschrift: „Herrn Redacktöhr! mögte ich bitten so gut zu sein und mir einen kleinen Gefallen zu ihun. Ich bin nähmlich die Braut des.....(hier folgt
der Name) der früher in LaaSphe arbeibete. Et hat sich im Herbst von dort zuerst nach bem Siegerlanb gemacht und bann ins bergische unb hat mir bann nicht mehr Geschrieben. Wie er noch bei den Soldaben war, da schrieb er mit jede Woche um Geld unb Wurst unb jezt läst der Lumb nichts mehr hören. Nicht wahr, das ist nicht schön von Ihm, weil er nicht schreibt, weil er doch mein Bräutigam ist. Ich mögte doch die Herrn Redackz-on bitten zu fragen, wo er jezt arbeioet. mit herzlichen Grüsen Katharina W......in F."
Der Carnevalstrubkl hat in Essen ein Opfer gefordert. Der Apotheker Jerksen aus Bismarck belästigte eine Dame, die Kaufmann Götte zum Bahnhof brachte. Götte verbat sich mehrfach die Belästigung vergeblich und schoß bann mit einem Revolver Jerksen in ben Kopf. Dieser wat sofort tobt.
CarnevnlShunwr. Die Faschingsnummer bet „Münchener Neuesten Nachrichten", welche in diesem Jahre als besonders gelungen bezeichnet werden muß, berichtet folgende „schreckliche Begebenheit": Verhütetes Unglück. Gelegentlich einer Aufführung ber „Maria Stuart" im gtoßherzoglichen Hoftheater zu Gerolstein wäre beinahe ein furchtbares Unglück auf ebenso originelle Weise geschehen, als es bann verhütet worden ist. Der berühmte jugendliche Held unb Liebling ber Gerolsteiner Damen spielte nämlich ben Mortimer so feurig, baß bie Coulisse, an -welcher ec gerabe riß, in Branb gerieth. Ein entseMchs^-Theaterbranb wäre beinahe ausge- btochen — aber^MlGlück spielte Euphemia Wogebrust bie MuriaSküÄptunb zwar so er- greifenb, baß bie von derGall rwflustzLndenThrüne den Biand im Entstehen löschten.
Beifall lohnte diese Dovpelleiüung. g.äuletn' Wigebrust wurde zum Ehrenmüglied ber freiwilligen Feuerwehr in Gerolstein ernannt.
Die lieben Fremdwörter! In Münsterlanbe „irquiriert" ein junger Assessor ben Zeuaen A.: „Durch welche „Kombination" kommen Sie z-i dem „Resultat", baß S:e dieser Person die Thrt „impntieten" ? Zeuge A. schweigt in sichtlicher V-rleuenheit. Ein Beisitzer sagt: „Der Z-uge versteht das nicht. Soll ich einmal fragen?" — „Seggen Se mal, wo künnt Se nu feggen, bat gerabe be bat bahn härt? — — 3 uge A.: sichtlich erleichtert: „Mein Gott, >ck hewwt jo seihn" (ich habe es ja gesehn).
Ans Rah «nd Fern. Nach einer Meldung aus Breslau erschoß sich dort in einem Hotel ber Prokurist Meier von der Firma Hamburger u. Co. in Kattowitz. Die That ist in einem Anfall von Trüb -nn begangen und soll mit den materiellen Verhältnissen des Selbstmörders in keinerlei Zusammen* lang stehen. — Der Fahrradhändler Christensen in Bremen erschoß gestern Abend aus Rache seinen Kon- kurrenten Withel n Kuhlmann, der früher auch als Rennsahier bekannt war.
Neueste Telegramme
DaS Urthett im Treberprozetz.
Cassel, 14. Febr. N lch */4 stündiger Be- rathung verkündete bei Landgerichtsbirektor Balkhausen bas Urtheil wie folgt: Die Angeklagten find schuldig des Vergehens aus § 314 Absatz 1 deS Handelsgesetzes und werden verurtheilt: Hermann Sumpf zu 7 Monaten Gefängniß
Die Kraxkheit Tolstois.
Jalta, 13. Febr. In dem Befinden Tolstois ist eine leichteBesserung eingetreten, dcch ist die Gefahr noch nicht beseitigt.
Petersburg, 12. Febr. Die hiesigen Zeitungen dürfen übet Tolstois Krankheit keine Mittheilungen bringen. Die Oberpreßverwaltung benachrichtigte indeß die Blätter, daß, falls Tolstoi jetzt sterben sollte, die Veröffentlichung von biographischen und kritischen Würdigungen der literarischen Thätigkeit des Graftn gestattet fei.
Berlin, 14. Febr. Der Reichstagsabgeordnete v. Kardorff legte den Vorsitz in der Zolltarifkommiffion nieder.
Wiesbaden, 14. Febr. Landesbankdirektor Hugo Ren sch, langjähriger Stadtvrrordneten- vorsteher unb früherer Landtagsabgeordnrter, ist gestern Abend im Alter von 69 Jahren gestorben.
München, 14. Febr. Bei dem Infante ste- Leibregiment starben am 7. bezw. 8. Februar zwei Soldaten im Lazareth an Genickstarre. Seitdem ist kein weiterer derartiger Fall vorgekommen. Es sind aber sofort alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhüten.
Triest, 13. Febr. Die Ausstaiidsbeweg tng nimmt immer größeren Umfang an. Die Schriftsetzer beschlossen ebenfalls, sich dem Ausstande anzuschließen. Die Zeitungen werden daher morgen früh nicht erscheinen. Die Ge- fammtzahl dec Ausständischen beträgt 7500 Personen.
Newyork 13. Febr. Der Kommandant der „Hohenzollern" Graf Baudissin begab sich heute nach dem Arsenal, wo er von Kapitän West, dem Adjutanten des Admirals Barker, den Kommandanten des Arsenals unb KupitänCoghlan empfangen würbe. Eine Kompagnie Marinetruppen falutirte. Graf Baublssin würbe nach bem Hause bes Admirals Barker geführt und begab sich in Begleitung des Letztem nach Gober.orS Island, wo er General Brooks, dem Oree befehlshaber des Departements des Oste's, einen Besuch abftattete. Hierauf ging Graf Baudissin nach dem Stadthause, wo er von dem Bürgermeister empfangen wurde unb kehrte bann nach herzlicher Begrüßung anBirb ber „hohenzollern" zurück.
Groto», 13. Febr. Präsident Roosevelt reiste heute Nachmittag nach Washington zurück un) sprach sich sehr besriebigt über bas n m= mehr gebesserte Befinben seines Sohnes aus.
Kirchliche Nachrichten.
Sonntag, 16. Februar 1902. _
Lutherische Pfarrkirche.
Vormittags: Herr Pfarrer Heermann.
11V« Uhr Kindergottesdienst. Nachmittags: Herr Pfarrer Schmidt. '—Elifabethkirche.
Vormittags: HkkI Pfarrer Manger. Nachmittags: Herr Pfarre7 3t,?.
Rrsormirre Stadt* und U«i«etfUit*Ss5$?-' Vormittags: Herr Pfarrer Schindewolf.
(Amtswvche.)
11 Uhr Kindergottesdienft (Sonntagsschule). Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Scheffer.
Katholische Kirche.
7*h Uhr heil. Messe mit Frühlehre: Herr Pfarrer Dr. Weber.
9*h Uhr Hochamt und Predigt: Herr Kaplan Böschen. 2 Uhr Christenlehre und sakramentale Andacht.
Methodisten < Gemeinde (Wörthstr. Id
Sonntag, den 16. Februar 1902
Vormittags 91/» Uhr: Predigt.
Vormittags 11 Uhr: Sonntagsschule.
AbenvS 8 Uhr: Predigt.
Evang. StadtmisftonshanS iRothergradt»-
Sonntag, Abends 8>h Uhr: Versammlung.
Für die Bare«
gingen ferner bei uns ein: Blänner • Gesangverein Ockershausen 0,50 Mk, von S, Ellnhausen, 4,50 Mk.
Weitere Gaben nimmt entgegen die Exped. oet .Oberh Ztg '.
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unb 10 000 Mk. Gelbstrafe; Schlegel zu 5 Monaten Gefängniß unb 5000 Mark; Otto zu 6 Monaten Gefängniß unb 5000 Mark; Schulze-Dellwig unb Arnolb Sumpf zu je 3 Monaten Gefängniß unb 5000 Mark Geldbuße. Hermann Sumpf, Schlegel unb Otto werben 4 Monate auf bie erlittene Untersuchungshaft an gerechnet; Schulze-Dellwig unb Arnolb Sumpf wirb bie zuerkannte Strafe als
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durch bie erlittene Untersuchungshaft verbüßt angerechnet unb beide sofort aus der Haft entlassen. Don ber weiteren Anklage auf Grunb betz § 312 bes HanbelsgesetzeS werben bie Angeklagten freigesprochen.
ey Der hevtrgerr Nummer lity Iti Kreisblatt Nr. 13.
Verantwortlich für die Redaktion: In Vertretung: Ehr. Dippel in Marburg.