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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marbnra «ad Kirchkain.
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Organ die deutsche Seewarte in Hamburg, bearbeitet ind; das Segelhandbuch über den Seeverkehr im Atlantic war dafür maßgebend.'
heutigen Stande der Transportmitel außerordentlich erleichtert."
Daffelbe gilt, wie bereits bei den Berath ungen über den Handelsvertrag mit Rußland von konservativer Seite sehr scharf und mit vollem Rechte betont wurde, von dem Berhält- niß zwischen Deutschland und Rußland, wenn auch nicht in dem vollem Umfang, wie Nordamerika gegenüber. Herr Staud fährt dann fort:
„Die seitherigen Handelsverträge Unterstufen das Bestreben des Auslandes nach Emanzipation in einer Weise, wie es sich diese Länder nicht beffer wünschen können. Das Grundprinzip der seitherigen Handelsverträge war das der Meistbegünstigung. Wohl noch niemals hat eine Dertragsfvrmel der dem
Worten, denn ein plötzlich eintretender Hustenanfall nimmt ihr die Stimme. Werner ist sehr rot geworden.
„Pardon, gnädige Frau, ich verkehrte dort noch nicht. Der Bräutigam ist ein früherer Kamerad von mir, unser ganzes OffizierkorpS ist gebeten." — „Ach so! Wann beginnt denn also die Feierlichkeit?" — „Ich werde mir gestatten, daS gnädige Fräulein um elf Uhr abzuholen. Um einviertel zwölf ist Versammlung in Villa Anna. Um zwölf geht der Zug dort ab — bei schönem Wetter in offenen Wagen — nach Schloß Schönwald; die Trauung erfolgt in der dortigen Gutskirche. Die Bewohner der zur Herrschaft gehörenden Dörfer sollen große Ovationen planen. In der That ist der Pa» tronatsherr sehr beliebt, und sein Töchterlein wird Huldigungen empfangen, um Pie sie manche Prinzessin beneiden könnte. Aus Schönwald if: Gabelfrühstück. Der Brautzug geht zu Fuß nach der, auf einer Anhöhe gelegenen Kirche. Es soll verschiedene Ueberraschungen geben, Königsmarck deutete nur mancherlei an. Er und seine Braut find sehr stolz, dos Fest nach ihrem Willen und Geschmack zu arrangieren, und der gute Kommerzienrath hat ihnen carte blanche gegeben. Na, das verwöhnte Millionärstöchterlein mag arg gewirthschaftet haben mit dem väterlichen Geldbeutel!"
„Ja ja", bestätigt Frau Herwig, „das kann fie; aber ich muß sagen, alle Hochtung vor dem
Mädchen! Ueberfluß und Verwöhnung haben diesem starken Charakter nichts anhaben können. Ich bin überzeugt, wäre heute der Reichthum des Vaters verloren, morgen würde Bertha muthig den Kamps mit dem Leben aufnehmen.' — Else blickt leuchtenden Auges auf die Mutter. „Ja," sagt fie überzeugunsvoll, „Bertha ist viel beffer als ich. Ich würde in einem solchen Falle verzweifeln." — „Aber gnädiges Fräulein!" ruft Werner entsetzt über den tragischen Ton deS sonst so lustigen Mädchens.
Frau Herwig aber nickt bestätigend. „Sie hat recht, die Elfe ist ein Schmetterling, der nur im Sonnenschein des Glückes die Flügel regen kann."
Die Stimme der Mutter klingt nachsichtig und zärtlich, und der junge Offizier begreift mit einemmal das eigentümliche Resultat von Elfes Erziehung. Die sympatische, warmherzige Frau ist eine Freundin ihrer Tochter, diese ist ihr aber über den Kops gewachsen.
Man plaudert noch ein Viertelstündchen in angeregtester Weise und erst, als die Stutzuhr sieben Helle Schläge ertönen läßt, springt der seßhafte Besuch auf: „Ist es möglich, sieben Uhr? O, wie ungezogen bin ich gewesen!"
(Fortsetzung falgt.)
Roma« von Hanna Aschenbach.
(Fortsetzung.)
Zu seinem Erstaunen wirft sie sich plötzlich auf die Knie, und zieht unter einem kleinen Pfeilerschränkchen drei Bücher hervor, denen man sofort die Leihbibliothek anfieht.
Er greift hastig darnach, und als er die Titel gelesen : „Komteffe Käthe" von der Ballestrem, „Seraphine" von Zöge Manteuffel und „Gänseliesel" von der Eschstruth, da nickt er befriedigt: „Ei ei, lauter Militärgeschichten." — „Natürlich," erwidert Elfe lachend, „ich lese nur solche! Immer in vierzehn Tagen d.ei Bände. Aber das kommt theuer," setzt fie ernsthaft hinzu, „jedes Buch zwanzig Pfennige" .DaS ist allerdings haarsträubend," neckt der Leutnant, „dreimal zwanzig macht sechzig, das find sechs Stück Kuchen." — „Ja," bestätigt Elfe aus tiefster Ueberzeugung. Dann lachen beide ausgelassen.
Eben hat Elfe ihren Gast zurück ins Blumen- zimmer geführt, als Frau Herwig eintritt. Werner springt aus, um der Mutter der Geliebten die Hand zu küffen. Er hat eine schwer- müthige, ältere Dame erwartet, und ist freudig überrascht, als er die graziöse Gestalt der noch immer schönen Frau erblickt. Auch sie schau e
Ein Großkaufmann über die Handelsverträge.
Unter dem Titel „die Handelsverträge, deren Bedeutung und Wirkung für Deutschland" hat Bize-Konsul Wilhelm Staudt in Berlin im Versage von Dietrich Reimer (Berlin) kürzlich eine Broschüre veröffentlicht. Die Schrift ist schon deshalb bemerkenöwerth, »eil ihr Autor, obwohl er Ches eine« großen Handels- und Bankhauses ist, e»tschieden für einen wirksamen Zollschutz auf industriellem und landwirthschaftlichem Gebiete eintritt. Herr Staudt weist die Ueber- legenheit der Rohprodukte produzirenden Länder über diejenigen Länder nach, die auf den Bezug dieser Rohprodukte angewiesen find und die ihrerseits Fabrikate dorthin exportiren, um die empfangenen Rohprodukte zu bezahlen. Diese Ueberlegenheit nimmt zu, je mehr eS den erstgenannten Ländern gelingt, Industrien zu begründen, welche zunächst den eigenen Bedarf decken und dann zum Export befähigen. Bezüglich der Vereinigten Staaten von Nord- amerika in ihrer wirthschaftlichen Beziehung zu Deutschland führt Herr Staudt au»:
„Im Augenblick, wo sich in den Länder, das Bestreben geltend macht, die von dem eigenen Volke konsumirten Jndustrieerzeugniffe selbst herzustellen, in demselben Augenblick hören diese Länder immer mehr auf, Kunden der seitherigen Bezugsläuder zu sein. Diese Bestrebungen haben sich in Nordamerika bereits seit 30 Jahren — ihre Anfänge liegen noch weiter zurück —, in den anderen Ländern in den letzten 20 Jahren gezeigt, und hierin liegt die größte Gefahr für Europa, die sich so groß erweisen dürfte, daß Europa, wenn es nicht durch sehr energische, umfassende Maßregeln hiergegen Front macht, in verhälnißmäßig kurzer Zeit der Verarmung entgentreibt. Hiervon sind nur ausgenommen diejenigen europäischen Länder, welche sich dauernd größter Einnahmen auS dem Auslande sicherten, so in erster Reihe England, durch seine reichen Kolonien, sein schon vor vielen Jahrhunderten begonnenes Gläubigerver- hältniß vielen Ländern gegenüber und die auf dem Geldmärkte dadurch erlangte Führung; ferner Frankreich durch seinen Bodenreichthum und die bedeutenden Einnahmen aus dem Fremdenzustuß und weiter Holland durch seinen ergiebigen, reichen Kolonialbesitz. Am schwersten wird Deutschland getroffen werden infolge seiner dichten Bevölkerung, seiner durch die geographische Lage bedingten großen Ausgaben für den Dertheidigungszustand, seines nicht besonders fruchtbaren Badens und mangels eigener erträgnißreicher Kolonien. Europa wird ein Land nach dem anderen immer mehr für den Absatz feiner Industrie - Erzeugniffe verlieren. Dieser Prozeß wird dem Auslands bei dem
Vreßlärm keine weitere Beachtung zu schenken; >enn es geschieht dem lärmenden Troß Chamber- ains nur ein großer Gefallen, wenn man ihre Impertinenzen allzu ernst nimmt. Die Wirkung, welche mit dem Preßlärm bezweckt wird, oll weniger auf Deutschland als aus Zroßbritannien sich erstrecken. Man will dem nicht gerade durch besonderes Vertraue« der besseren englischen Bevölkerung ausgezeichneten Kolonialminister vor dem Parament einen „nationalen" NimbuS geben, um eine parlamentarische Position zu verstärken. Wir Deutsche haben keine Veranlassung, die rahin zielenden englischen Preßagitationen dadurch zu unterstützen, daß wir den englischen Impertinenzen eine besondere Bedeutung bei» egen. Die englischen Trabanten Chamberlains ruktificieren die nationale Entrüstung der Deutschen thatsächlich in der Weise, als stehe )as Deutsche Reich unter dem Einfluß einer Furcht vor der Person deS englischen Kolonialministers. Man wird also gut thun, Herrn Chamberlain und seinen Reden — die ja nun endgiltig für uns abgethan sein sollten — keine überflüssige Beachtung mehr zu schenken. Lasten wir den Herrschaften daS Vergnügen, — auf Granit zu beißen!
(Nachdruck verboten.)
Else.
__________ ____, Gegensätze hierzu treiben die Bereinigten Staaten die krasseste Hochschutzzollpolitik: der Zoll auf Erzeugnisse Europas beträgt 60 Proz. aufwärts. Die Position der Vereinigten Staaten ist die folgende: Auf der einen Seite größter Abschluß gegen die Einfuhr, auf der anderen Seite werden für die eigenen Ausfuhrartikel diejenigen Erleichterungen erlangt, welche als die günstigsten irgend einem Staat gewährt werden. Obendrein noch find die Vereinigten Staaten m Cerealien die größten Konkurrenten der La Plata- Staaten in den europäischen Absahländern. Nur durch falsche Grundlage der Wechselbeziehungen der Länder im Austausche der Güter ist es möglich, ein solches Chaos zu schaffen: außerordentlich günstig für den einen Theil und vernichtend für den andern.
Zum Schluffe geben wir noch den nachstehenden Satz aus der Staudt'schen Schrift
wieder:
„Bei dem jetzigen System schädigen wir aber nicht nur die Landwirthschaft, sondern bringen auf die Dauer auch unsere Industrie in Bedrängniß und zwar die erstere, weil sie nicht genügend geschützt ist und die letztere, weil Deutschland durch die unter den gegenwärtigen Handelsverträgen zugelassene Aktions- freiheit des Auslandes zur Praktizirung einer Hochschutzzollpolitik ein Absatzgebiet nach dem anderen verliert."
Wir empfehlen unseren Lesern das Studium dieser Schrift eines Kaufmannes angelegentlichst.
heutigen Stande der Wechselbeziehungen von einem Lande zum anderen so viel Ungerechtfertigkeiten und daraus sich ergebende Verheerungen für den einen Theil angerichtet, wie diese."
Betreffs der nordamerikanischen Zollpolitik bemerkt der Verfasser weiter:
„Wohin Europa mit dem seitherigen System ge- zeigt die heutige, dabei stetig fortschreitende .n .ckclung und Machtstellung der Vereinigten Staaten vvn Nordamerika mit mehr als 75 Millionen Einwohnern, kein Volk mit großer Intelligenz, Fleiß und Unternehmungsgeist. Die Erzeugnifie dieses Landes finden bei den jetzt bestehenden Vertragen »zu den jeweilig günstigsten Zollsätzen, die das ende Land überhaupt gewährt, im Gegensätze
Umschau.
Die englischen Impertinenzen scheinen am Vorabend des Parlamentszusammentritts, ihren Höhepunkt erreicht zu haben. In Deutschland wird man gut thun, dem britischen prüfend auf den jungen Offizier, und er muß ihr gefallen, denn fie lächelt ihm zu, in der auch ihren.'Töchtern eigenen, unbefangenen, natürlichen Art.
Nachdem die Vorstellung geschehen, und die üblichen Redensarten gewechselt sind, wobei Elfe und Werner erstaunlich ernste Gesichter machen, fragt letzterer verbindlich: „Gnädige Frau kennen jedenfalls das Programm der Festlichkeiten?" — „O nein, Elfe war zwar am Donnerstag stundenlang mit Bertha Senfteich zusammen; wer iweiß, von was die unvernünftigen Mädchen alles gesprochen haben. Jedenfalls aber haben fie das Nächstliegende vergessen, denn meine Tochter kam nach Hause mit der einzigen Nachricht, daß die Feier am Montag stattfindet." — „Wir hatten eben Wichtigeres zu besprechen", vertheidigt sich Elfe. — „Kann mirs denken", versetzt die Mutter lachend. — „68 freut mich, daß ich den Damen zu Hilfe kommen kann. Ich habe das Programm sehr genau studiert." Der Sprecher wirft einen verstohlenen Seitenblick auf das Mädchen. „Gnädige Frau müssen nämlich wissen, ich freue mich auf diese Hochzeit wie ein Kind auf Weihnachten, eigentlich noch viel mehr!" — „Sie find wohl sehr gut bekannt mit Senfteichs, Herr Leutnannt?" wirft die Mutter arglos ein, „merkwürdig, daß meine Tochter Sie nie dort traf, nicht wahr, Else?" Diese schüttelt den Kops, kann aber nicht ant-
Deutsches Reich
Bern«, 20. Jan
— Der Sohn Rudolph Bennigsens, Landrath von Bennigsen in Springe ist am Freitäg Abend gegen 6 Uhr seinen Verletzungen, die er am Donners- lag bei einem Pistolenduell mit dem Domänenpächter Falkenhagen erhalten hat, im Krankenhaus zu Hannover erlegen. Deranlaffungen zu dem Duell gaben Beziehungen, des 26jährigen Domänenpächters zu der Frau des Landraths Das tragische Geschick, welches die Bennigsenschen Familie und das Oberhaupt derselben, Rudolf v. Bennigsen, betroffen hat, rüst überall die innigste Theilnahm hervor. Dieser gaben nicht nur die engeren politischen Freunde des gebeugten Vaters, sondern die weitesten Kreie Aus- druck. Auch der Reichskanzler Graf Bülow bezeugte seine persönliche Theilnahme.
— Ueber denReiseplanderNacht.Hohen- zollern" wird den „B. N. N" Folgendes mitge- theilt: .Den Umweg über Westindien, den die „Hohen- zollern" aus ihrer Reise nach New Jork zu machen hat, begründen die Blätter damit, daß das Schiff die direkte Route nicht zurücklegcn könne, da das Kohlen- fasfungsvermögcn für diese nicht ausreichend sei. Man giebt dan» den Aktionsradius der Nacht auf etwa 1750 Seemeilen an. Auch diese Meldung entspricht nicht den Thatsachen, da die „Hohenzollern" bei ökonomischer Fahrt mindestens 2600 Seemeilen ohne Kohlenauffüllung zu durchdampfen in der Laste ist. Der Umweg über Westindien für das Schiff ist dagegen festgesetzt, um demselben günstige Witterung-- Verhältnisse zu gewährleisten, da es den Nordpaffat benutzen soll. Die .Hohenzollern" ist ein vorzügliches Seeschiff, das jeden Witterungsverhältniflen des Atlantic gewachsen ist, doch will mau die Hofyacht nicht unnöthigerweise schw-rem Wetter aussetzen. Die Seefahrt der .Hohenzollern" ist nach Plänen festgesetzt, die aus G und langjähriger Witterungsbeobachtungen durch das Reichsmarineamt resp. daS ausführende
Reichst«,.
Berlin, 18. Januar 1902.
Bei schwachem Besuch wurde heute die Be» prcchung der Interpellation Albrecht und Genoffen, betr. Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit fortgesetzt.
Erster Redner war der Abg. Gras K a n i tz ckons), der in seiner bekannten gründlichen Art zunächst die Ursachen der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit in aus» ührlichster Weise erörterte, nämlich die industrielle Krisis, deren Ursachen er wiederum in der falschen kaprivi'schen Handelspolitik und in dem zu hoch ge- pannten Shndikatwesen erblickte. Das Hauptmittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erblickte Redner in der richtigen Ausgestaltung unserer Handelspolitik, in der Sicherung des heimischen Marktes gegen die ausländische Konkurrenz. Wer den gegenwärtigen Zolltarif bekämpft, erweise der deutschen Arbeiter» chaft den schlechtesten Dienst, der sei ein Feind der Arbeiter. — Abg. Hofmann- Dillenburg (nl.) orderte eine genaue Statistik der Arbeitslosigkeit, weil nur auf deren Grundlage richtige Maßnahmen ergriffen werden könnten
Nachdem der sächsische Gesandte Gras Hohen- thal gegenüber falschen Zeitungsberichten festgestellt hatte, daß in der sächsischen Staatseisenbahnverwaltuug Entlassungen ständiger Arbeiter nicht vorgekommen eien, ergriff Abg. G a m p iRp.) das Wort, der daS beste Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der Vermehrung der Arbeitsgelegenheit erblickte. Voraussetzung hierfür sei Schutz der nationalen Produktion gegen auswärtige Konkurrenz. Desgleichen wünschte Redner Bestrafung des Kontraktbruchs ländlicher Arbeiter, wogegen Graf Posadowsky sich mit einiger Heftigkeit wandte.
Abg. Lenzmann (fr. Vgg.) benutzte die Gelegenheit um den gegenwärtigen Zick-Zack-Kurs zu bekämpfen und dem Reichskanzler den Rath zu gebe«, zur Caprivi'schen Handelspolitik zurückzukehren.
In vorgerückter Stunde erhielt Abg. Dr. Hahn (Bund d Landw) das Wort, der dem Freisinn vor- hielt, daß er die gegenwärtige Wirthschaftskrisis verschuldet habe und daß diese Wirthschaftskrisis noch viel schlimmer ausgefallen wäre, wenn die Gesetzgebung der letzten Jahre sich aus freisinniger Basis vollzog«! hätten. Sehr scharf wandte Redner sich gegen dre Sozialdemokratie die die Arbeitslosigkeit zu agitatorischen Zwecken ausnütze, aber nichts thue zur Be- kämpfung der Arbeitslosigkeit. Auch hier zeigt sich wieder die ganze Haltlosigkeit sozialdemokratischer Phrasen.
Gegen 6 Uhr wurde die Weiterberathung auf Montag vertagt.
Abgeordnetenhaus.
Die So»nabend-Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde mit der Interpellation S a v r g n y über den Altenbeker Eisenbahnunfall ausgesüllt. Nach einer sehr eingehenden Begründung der Anfrage durch den Interpellanten antwortete der Unterstaats- sekretär Fleck, daß die Zugzahl und Zugfolge aus der betreffenden Strecke keine Ersatzbahn !nothwendig machten. Auch der Tunnel fei an sich nicht bedenklich und habe seit 1897 keine größere Reparatur erfahren. Die Unfallstrecke sei vollständig mit elektrischen Block» einrichtungen versehen, so daß, wenn richtig Verfahren worden wäre, die Einfahrt eines Zuges in eine besetzte Blockstrecke gänzlich ausgeschlossen sei. Die Blockstation Zielberg habe vorzeitrg die Strecke freigegeben. Der Blockdienst selbst sei leicht und einfach und schr
»i.rteliäbrlicher BeruaLvreis: bei der Expedition 2 ML, «».**» <•«*** Erscheint täglich außer an Werltagen nach sonn- uns Feiertag«.
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fit1" Dienstag. 21. Januar 1902. *"* “* * __________