Einzelbild herunterladen
 

37. Jahrg

ordnung in Berlin.

-a-

(Nachbmck »erbeten.)

49

mit dem Kreisblatt für die Kreife Marbura uud Kirchhain

aus dem Feuer geholt und es hat die Ehre ge­labt, Kassala so lange gegen den Ansturm der sthadisten halten zu dürfen, bis es den Eng- ändern beliebte, einzurücken. Zum Danke dafür jat England mit Frankreich ein Abkommen ge­losten, daS die italienischen Jntereffen in Nord- asrika stark beeinträchtigt. Kein Wunder, wenn letzt die Italiener bei direkten Verhandlungen mit den Franzosen besser fortzukommen hoffen, als wenn sie den Engländern den Schutz ihrer Interessen im Mittelmeere anvertrauen.

Das Beispiel Italiens zeigt, daß bei den Engländern die Freundschaft da aufhört, wo )er eigene Vortheil anfängt. Da soll aber richt gesagt jein, daß man unter allen llm- tänden von politischen Abmachungen mit Eng- and abzustehen hat. Es ist ja doch wohl rnög- ich, daß gegebenen Falls Deutschlands und Englands Vortheil zusammentreffen. Deßhalb muß die deutsche Politik darauf bedacht sein, zu England so zu stehen, daß die Möglichkeit einer gelegentlichen gemeinsamen Aktion wenigstens nicht ausgeschloffen ist.

Auch das deutsche Volk wird gut thun, ;aran zu denken, daß es sich nicht empfiehlt, alle Brücken zu England abzubrechen. Deßhalb wird es dem kaiserlichen Gaste sicherlich mit Achtung begegnen und es ist bestimmt zu hoffen, daß es an Zwischenfällen fehlen wird, wie im vorigen Jahre gelegentlich der Anwesenheit einer an den deutschen Hof entsandten englischen Ab-

Deine für sie so überaus schmeichelhafte Ge­berdensprache sehen könnten! Und dabei schwärmt Egon fürchterlich für Dich!" .Meinetwegen", lautete Elfes schnippische Ant­wort, die der bräutlichen Freundin einen neuen Heiterkeitsausbruch entlockt. .Also abgeschnappt! Steht Dein Herzchen etwa nach etwas Aristo­kratischem? Nach einem semmelblonden, feier­lichen Landräthchen, einem spanischen Marquez oder einem von Bernhardts diplomatischen Ver­wandten? Auch nicht? Ja, was soll man da noch Vorschlägen?" Die lustigen Augen Berthas strafen ihre resignierte Rede Lügen, und Elfe, die daS Wohl bemerkt, schilt die Freundin auf eine mehr urwüchsige als elegante Art: .Affe! So rücke nur heraus mit Deinem Militär!" .Du hasts errathen, Elfer!, Militär habe ich für Dich, ein ganzes Bataillon."

Sie hält verwundert inne, da das zarte Erficht der Freundin nicht das geringste Jn- tereffe ausdrückt. Sie rüttelt sie energisch am Arm, ist aber selbst über die Wirkung ihrer Worte erstaunt:Du, Else, hörst Du nicht? DaS ganze 13. Jägerbataillon kommt", sagt sie ermunternd, da fährt das Mädchen herum, ganz Erwartung in den blitzenden Augen. Jäger, wirklich Jäger?" und wie fie merkt, daß fie sich verräth, fliegt ein heißes Roth über ihr Gesichtchen und mit niedergeschlagenen Augen stammelt fie wie entschuldigend:Ich glaubte, der Graf Hütte bei den Ulanen gestanden. " .Keine Spur, Elfe, er war nur nach Oschatz an die dortigeReitschule kommandirt; stand aber eigentlich hier bei den 13ern, und die kommen nun fuf: alle. Morgen ist große Besuchs cour, geht jetzt alles ein bischen rasch, wird die reinste rnili-

Zum Besuche des Prinzen von Wales in Berlin.

DieNordd. Allg. Ztg." hat in dankens- «erther Weise der in leicht erkennbarer Absicht von einem englischen Blatte verbreiteten Legende, der Prinz von Wales käme auf Grund bringen» der Einladung des deutschen Kaisers nach Berlin, ein Ende bereitet. Das offiziöse Organ stellt, wie wir jüngst erwähnten, fest, daß der Wunsch, den englischen Thronfolger zum Geburtstage des deutschen Kaisers nach Berlin zu entsenden, vom englifchen Könige ausgegangen sei.

Dieser Wunsch des Königs Eduard ist durchaus erklärlich und natürlich. Kaiser Wilhelm hat im vergangenen Jahre der Pietät gegen seine eben verstorbene Großmutter und der Anhänglichkeit an seine englifchen Ver­wandten ein großes Opfer gebracht, indem er seinen Geburtstag in England, fern von seinem Volke, verlebte. Es ist das Mindeste, was ge­schehen konnte, wenn nun in Anerkennung dieser That des deutschen Kaisers der englische Thron- ftlgrr der Geburtstagsfeier am Berliner Hose assistiert.

Schon hieraus ergiebt sich, daß der Besuch ein besonderes politisches Gepräge nicht trägt und durchaus nicht als Anzeichen einer speziellen Intimität zwischen Deutschland und England aufzufaffen ist. Aus der anderen Seite thut er freilich dar, daß zwischen den beiden Ländern ein freundliches Verhältniß obwaltet. Daß dem so ist, daran haben beide Länder ein Interesse. England kann in seiner gegenwärtigen Situation gewiß nur wünschen, zu zeigen, daß eS mit dem größten mitteleuropäischen Staate auf gutem Fuße steht. Was Deutschland anlangt, so ist es gegenwärtig, wo die Französlinge in Italien, die Polen und Czechen in Oesterreich und die Intriganten in Frankreich eifrig an der Arbeit find, gar kein Nachtheil, wenn alle diese Leute sehen, daß Deutschland unter allen Umständen noch sehr weit von der Isolierung entfernt ist.

Zeigt die gegenwärtige Konstellation, daß es ganz gut ist, wenn Deutschland in freundlichen Beziehungen zu England steht, so thut fie zu­gleich dar, daß jedes intime politische Verhält» niß zu diesem Lande fich von selbst »erbietet, weil auf England keinerlei Verlaß ist. Es stellt sich immer mehr heraus, daß die An­näherung Italiens an Frankreich nicht sowohl auf die Unzufriedenheit der Italiener mit ihren Bundesgenoffen zurückzuführen ist, als vielmehr aus die Unzuverlässigkeit der Engländer. Italien hat den Engländern im Sudan die Kastanien

«t

101»/,

m

'(0>A 8 »s» 99**

Else.

Roman von Hanna Asch enbach.

(Fortsetzung.)

Bertha fuhr fort: Wir ließen euch alle Ge­danken Revue passieren, von Deiner polizei­widrigen Lockenfülle bis zu Muckis dünnem Schopf. Kennst Du BernhardsKoufine? nichts Nun, Du wirst sie sehen, ein nettes Dinger! im ganzen. Ihr bestandet allefünf die Probe gut, sogar glänzend. Nur Mucki machte uns schwere Sorgen. Ansschließen konnten wir sie natürlich nicht. Ich ließ meinen Kopf schon bedenklich hängen, als Bernhard plötzlich wir saßen gerade an der Table dhote aus dem Gühsch in Luzern in die Höhe fuhr mi: dem alarmierenden Ruf:Jch hab's, ich hab'k!" Allgemeines Staunen und Fragen, die der, ob seines faux pas beschämte Bernhard natürlich nicht beantwortete, konnte er doch Komteffe Muckis blonden Schopf nicht zum Gegenstand einer Table ä'döte- Unterhaltung machen. Ich wußte natürlich sogleich, um was es sich handelte, und erstickte fast vor Lachen hinter meiner Serviette. Ihm war eingefallen, daß Mucki auf der Hochzeit ihrer Schwester Gisela eben­falls offenes Haar getragen, über daS er fich noch recht lustig gemacht hatte. Wir können e8 ihr aso zumuten, und mein Plan ist ge­rettet. Und nun, liebe, goldige Elfe, sage, daß Du Dich freust!" - .Ja, ja, sehr, meine «ertha, aber vor allem darüber, daß ich Dich f8 glücklich sehe."

Eine innige Umarmung besiegelt aufs neue die zärtliche Freundschaft der beiden Mädchen;

Vierteljährlicher Bezugspreise bei der Expedition 2 ML, 111(1 '

bei allen Postämtern 2,25 Mk. (cxcl. Bestellgeld). «ylUtVUlfj ^ünftrirleS S^ntagSblatt.

«--»»«» Sonnabend. 11. Januar 1902. *"* "**

DieTimes" hat für die Rede Bülows olgende klassische Worte:

.Die Rede Bülows wird bei allen denen, die rcundlichere Empfindungen und Beziehungen zwischen England und Deutschland wünschen, das Gefühl der Enttäuschung Hervorrufen. Wir in England können uns nicht vorstellen, wie irgend eine Nation in ihrem Empfinden durch die Worte Chamberlains gekränkt werden konnte. (?) Wir möchten wirklich dokumentarische Beweise für die Behauptungen Bülows betreffs der von England gegebenen Ver- ickerungen sehen; es scheint sehr unwahrscheinlich, > solche in irgend einem offiziellen Gewände ge» I eben worden find. Wir können keiner Nation höhere Ehren erweisen, als wenn wir sagen, daß ihre Armee dieselbe Vereinigung von Heldenmuth, Humanität und unantastbarer Sittlichkeit der Führung zeigt, wie unsere eigene Armee, in welcher der deutsche Kaiser als Feldmarschall geführt wird'

Von anderen regierungsfreundlichen Blättern eien folgende erwähnt:

Der allezeit etwas hysterische, aber sonst Harm- lose .Daily Expreß" ist über die Worte des Grafen Bülow patriotisch entrüstet und ergeht fich in allerlei giftigen Bemerkungen: Der Reichskanzler habe die Kreuzen der Vornehmheit und der Billigkeit über- chritten."

Die allmählich etwas ernster gewordene .Daily Mail" sieht in dem ganzen Akt einen Beweis dafür, daß die Beziehungen zwischen England und Deutsch­land etwas gespannt find. Die Strafpredigt Bülows ei allerbester deutscher Stil. »Daily Mail" geben zu, daß die Rede Ehamaerlains indiskret war und weder zeitgemäß noch im Tone gerechtfertigt, aber trotzdem wünschen fie unter keinen Umständen von ausländischer Seite ihre Minister zurechtgewiesen zu sehen oder gar zuzugeben, daß fie auf Befehl eines ausländifchen Zensors in Sack und Asche Buße thun.

Von den regierungsfeindlichen Blättern erwähnen wir noch dieDaily News" und denMorning Leader":

.Daily News" finden, daß die Rede Bülows nichts enthält, was einem vernünftigen eng­lischen Leser anstößig erscheinen könnte. Seine Bemerkungen wären einfach gesunder Menschenvei stand und Bülow mache höchstens den Fehler, daß cr den Kolonialminister Chamberlain, der gar nicht weiß, was Diplomatie zu bedeuten hat, zu sehr ernst nimmt.

Der burenfreundliche .Morning Leader" nimmt Bülows Rede beifällig auf und fagt, die Zurückweisung, die Bülow Chamberlain angebeüjen ließ, war höflich, aber vernichtend. .Wir, das englische Volk, können dazu gratulieren, daß Bülow den Kolonialminister Chamberlain als eine Person behandelt, die die diplomatischen Formen und wirk­lichen Verhältniffe dieser Welt nicht kennt, und wir hoffen, daß diese Lektion an Chamberlain nicht ganz verloren geht."

Aus dem Staatshaushaltetat.

Im Etat des Kultusministeriums sind die Ein­nahmen um 157 491 Mk. höher, die dauernten Aus­gaben um 3 978 283 Mk. Höher rnd die einmaligen Ausgaben um 15 099907 Mk. niederer angesetzt als im Vorjahre.

önfarbt, Zubehq i (836J str. 50.

5T

»ge mit l902 31 (122

Wi :, Keller n. (71 0.__

t» p« en.

r. 22

99«tf

100* 30

89-fl 93fc

94* 131

S9*Jbi ?2* *** ;2«*i al** oi** 100

>8^

, 5Ue< i» der

An einmaligen Ausgaben werden bei den Universitäten gefordert für Berlin 230000 zur Herstellung eines neuen Gebäudes für das poliklinifche Institut für innere Medizin, erste Rate als Bauplatz ist das an der Spree neben der Universitäts-Frauenklinik gelegene ehemalige Speicher­grundstück in Aussicht genommen; 16000 Mk. als erste Rate für das mineralogisch-petrographische Jn- titut und Museum zur Vervollständigung und Be­arbeitung der Sammlung von Meteoriten; in Greifs­wald werden als erste Rate zur Fortführung des Um- und Erweiterungsbaues der Fraueuklivik 70 000 Mk, gefordert. Als erste Rate zum Neubau der Jrrenklinik in Greifswald 200000 Mk. zum Neubau der Tierklinik am Landwirtschaftlichen Institut in Breslau 90000 Mk., zum Erweiterungs­bau der Frauenklinik in Kiel liOOCO Mk, zur Herstellung eines Neubaues für die chirurgische Klinik in Kiel erste Rate 150000 Mk.; in Göttingen zum Neubau des Physikalischen Instituts erste Rate ^.20000 Mk, in Marburg zum Umbau deS alten Anatomiegebäudes erste Rate 80000 Mk.

Jnsgesammt sollen aus einmaligen und außer­ordentlichen Ausgaben zum Ausbau von Univerfitäts- gebäuden und zu anderen Universitätszwecken aufge­wandt werden: Universität Königsberg 95 290 Mk., Berlin 720150 Mk. (darunter zur Herstellung eines eignen Gebäudes für das Poliklinische Institut für innere Medizin erste Rate, 230000 Mk., zum Umbau des bisherigen Ersten Chemischen Instituts, zweite und letzte Rate, 218000 Mk ), Grri'swald 589 400 Mk., Breslau 1632000 Mk., Halle 425 810 Mk, Kiel 597 427 Mk., Göttingen 380800 Mk, Marburg 194 300 Mk., Bonn 238440 Mk, Münster 77 000M

Die Untersuchung der Maul- und Klauen­seuche sind infolge der Schwierigkeit und Lang­wierigkeit der zu prüfenden Untersuchungsmethoden auch jetzt noch nicht zum Abschluß gelangt, so daß es zur Erreichung des Zweckes der Auswendung weiterer Mittel bedarf. Die bisher durch die Unter- fuchungen gezeigten Resultate find durchaus günstige und berechtigten zu der Hoffnung, daß es gelingen wird, auch für Rinder ein wirksames und praktisch durchführbares Jmmunifirungsverfahren zu finden. Es find deshalb, wie im Vorjahre, wiederum 30 000 Mk. in den Etat eingestellt worden. Das bis­her für Zwecke der Untersuchungen über die Maul- und Klauenseuche in Greifswald gepachtete Gehöft soll für 31000 Mk. angekauft werden.

Für das M e d i z i n a l w e s e n wird eine erste Rate von 53000 Mk. gefordert für eine erste medizinische Klinik der Charitee zur Erforschung der Krebskrankheit.

Von den dauernden Mehrausgaben im Gesammtbetrage von 3 978 283 Mk. find zu erwähnen: 430909 Mk. für die Universitäten, 412619 Mk. sür die höheren Lehranstalten, 2146313 Mk. für das Elementarunterrichtswesen, 231215 Mk. für Kunst und Wissenschaft.

An Einzelheiten zum Elementar Unterrichtswesen ist zu bemerken: Die durch den Staatshaushalts- Etat für das Etatsjahr 1901 neu errichteten Seminare in Fraustadt, Werl und Frankenberg die zweiten Klaffen. Zur Deckung des Bedarfs an Volksschul- lehrern bezw. -Lehrerinnen ist die Errichtung zweier evangelischen Seminare in der Provinz Ostpreußen, je eines evangelischen Seminars in der Provinz Pommern und in der Rheinprovinz, je eines katho­lischen Seminars in den Provinzen Westpreußen,

tärische Okkupation werden. Magst nicht kommen?" Die Kleine wehrt entsetzt.Beichte mal, Kindchen," fährt Bertha fort,wen kennst Du von den Jägern, wen möchtest Du haben?"

E!se8 blutrotes Gesichtchen verschwindet einen Augenblick in der Tiefe des Wagens. Das Taschentuch ist hinabgeglitten, und als fie wieder austaucht, wagt fie garnicht, Berthas forschendem Blick zu begegnen. Diese aber hat aus einmal ein wahrhaft sonniges Leuchten in den schönen Augen, zärtlich wie eine Mutter schaut fie in das Kinderasttlitz neben fich, dann fragt fie mit sanfter Stimme:Schau, Else, Du mußt vernünftig sein. Wenn Du einen Bekannten unter den Offizieren hast, ist es doch ganz natürlich, daß er Dein Brautführer sein wird; sag mir nur den Namen."Buchwald," flüstert Else mit zitternden Lippen, und ist froh, daß die zart­fühlende Freundin nur noch gleichgiltige Be­merkungen hinwirst, auf die sie, ohne daß fie er ahnt, die putzigsten Antworten giebt. -Aber Bertha lacht nicht. Sie betrachtet nur verklärt die LieblingSfteundin an ihrer Seite, unter dem warmen Sametmantel falten sich die Hände halb unbewußt, und aus der Brust des bräut­lichen Mädchens steigt ein heißes Gebet empor für das Glück der geliebten Elfe. Diese be­findet fich in einem Wonnerausch. Sie soll mit Werner dem prachtvollen Hochzeitsfeste bei­wohnen in der gewiß schönen Toilette der Freundin, er ihr erklärter Kavalier für einen ganzen Tag und Abend es ist fast zuviel des Glückes.

(Fortsetzung folgt.)

mug in der . später (8389

: 20, I. jungen

3 II.

:be im se) ein Manscht , Part., (245

olle

(268

Umschau.

Bülow's Rede und England.

In England hat die Rede, in der Bülow Chamberlains Angriffe zurückwies, ungemeines Auffehen und Verblüffung erregt. Solche Klänge wie die gestrigen ist man drüben nicht von Berlin her gewöhnt und ebenso, wie nach den Erklärungen Bülows gelegentlich der Beschlag­nahme der deutschen Postschiffe vor zwei Jahren, ist man höchst unangenehm davon berührt, daß der deutsche Vetter auch gelegentlich recht un- gemüthlich deutlich werden kann, wenn man ihn nicht zufrieden läßt: Besonders find die ministeriellen Blätter'tief betrübt.Standard" kommentirt die Rede Bülows:

»Die Rebe BülowS wirb mit ernstem Be­bauern in England ausgenommen. Der Ton der Zurechtweisung grenzt an das Beleidigende und giebt ben Anschein, daß englischerseits etwas wie eine Ent­schuldigung für Chamberlain erfolgt fei. Diese Haltung des Kanzlers sei sicherlich und bestimmt nicht gerechtfertigt."

doch die lebhafte Braut macht fich rasch los. Wo ist Deine Mama, Elfe? Rasch, daß ich fie fragen kann. Wenn sie Dich auch nie eine unserer großen Gesellschaften besuchen ließ, so muß fie doch unbedingt an meiner Hochzeit eine Ausnahme machen. Ich habe auch noch eine famose Idee. Du fährst gleich mit mir zu Hirschberg, damit ich sehe, ob für mein Haideröslein alles in Ordnung ist, und ich probiere gleich mein Brautkleid an; bin zwar erst für morgen früh bestellt, aber da kann ich sowieso nicht Staatsvifiten, weißt Du" und daS hübsche Gesicht der Braut verzieht fich zu einer gelangweilten Grimaffe.

In diesem Augenblick meldet der Lakai den Wagen.Warten!" befiehlt die junge Herrin und wendet fich lebhaft zu der eben eintretenden Frau Herwig. Natürlich wird der Wunsch des liebenswürdigen Mädchens erfüllt und auch mit dem Geschenk der Robe erklärt fich Elfes Mutter nach näherer Erklärung einverstanden.69 ist meine Brautgabe an die Freundinnen, ich hoffe, sie verloben fich alle in diesen Kleidern!"

Eine Viertelstunde später fitzen die jungen Damen im Senfteich'schen Coupee.Nun mal rauS, Mädel, mit der Sprache", beginnt die Braut,wen willst Du zum Brautführer, Du hast die Wahl." Else schweigt erröthend.Sol. ich helfen?"Ich kenne ja niemand, Bertha. " Oho, erstens meine Vettern. Eggestorf, die willst Du nicht Kaufleute find nicht Dein Gusto weiß ich ohne Deine Grimaffe. Minni und Hortense werden mir dagegen Dan wiffen. Meinen dritten Vetter, Egon, lennf Du auch, nicht? Nun, den langen Referendar. Also wieder nichts! Na, wenn die Betreffenden

(207 t 32.

8

Zimmer, - April ____(152 Zubehör Heu. sie 1.

-ft

Keller, (265 ge.____

cn mit 1. April (266 >/47.

> ft- ober 2 :ei Prr-

R. M ____(267