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Lt«rteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, bei allen Postämtern 2,25 Mk. (cxcl. Bestellgeld).

JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pf-, Reclamen: bi« Zeile 25 Pfg.

Marburg

Freitag 3. Januar 1902.

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertage». Souutagsbeilage: Jlluftrirtes SouutagSblatt.

Druck und Verlag: Joh. Lug. Loch, Universitäts-Buchdrucker«

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

37. Jahrg.

Schnellstens

ß die Bestellung auf die .Oberhesfische Zeitung'

türe keine Unterbrechung eintreten soll. Um diese

)eutschlands äußere Polüik im Jahre deutungSlos

1901.

B

Redaktion und Verlag der .Oberhessischen Zeitung'.

(Nachdruck verboten.)

Else.

Heren Umgebung erscheinenden Zeitungen hat, kann als Jnsertionsorgan bestens empfohlen werden.

Der Abonnementspreis der .Oberhest. Zeitung' trägt wie bisher bei allen Postämtern 2,25 Mk., in t Stadt Marburg 2 Mk. pro Quartal.

Krachend wirft der Sturm die schwere Garten- erblickt, wendet sie sich hastig zur Seite. Diese und immer neue Wolken thürmen sich auf am thür hinter ihr ins Schloß. Er zieht und zerrt I Bewegung löst die Frisur vollständig und zwei I Horizont ihres Daseins, immer neue Kampfe, an dem langen Regenmantel, zerzaust dm weißen goldschimmernde Flechten fallen bis über die immer neue Sorgen brechen darüber herein.

-halten, hatte diesen Egoismus noch vertieft, wie um Kraft zu schöpfen, den Anprall auszuhalten, I nach ihr hin, und manches bewundernde Wort I und im Ohr ertönt dasAh aus der ent- sie dachte nur noch an sich und ihre Liebe, I dann, ihr Hütchen mit beiden Händen haltend I dringt an ihr Ohr. Aber hasten bleibt nur I zuckten Mannerbrust.

mb der unbeschreibliche Zauber, der manchmal I kämpft sie sich tapfer weiter. Das seine Gesicht I das eine, der Ausruf des Entzückens von den I ®^tDc^e.n auf, richtig,

ou Mädchenherzen ausgeht denen sich die Welt I blickt tief ernst drein, und in den Angen glüht ein I Lippen deS Mannes, der immer und stets ihren I bre Zopfe, dw hat sie ganz vergessen, und da

bt sein, ihren Rus als gut und schnell unterrichtete ^gsWm zurückerstatt-t Daß das Ansehen - . .

tuns zu wahren und zu befestigen. Unsere Ver- . Rutschen Namens in China gewahrt bleibe, Boulangisten entwickelt und dies besagt genug amtlich mit, Deutschland beabsichtige, em Ge- wird neben anderen Vnrlehmng-m-b - wahr,cheinli«i nach ameri^nischem, Muster M^LÜÄn^erlbitenÄ^ I?»be», zme, die sich wahrend des bisherigen Verlaufs des 'eIn Garnison sorgen, die in der Handels-getheert und gefedert worden. Die Mißbilligung die Z o l l ä m t e r z u besetzen und sie zu halten, renkriegs bestens bewahrt haben, werden wir werter b r. ffbimag in Shanghai, errichtet worden trug gewissermaßen den Charakter deSso waS bis zwei Millionen Dollar Revenuen, dre Schuld stecht erhalten und für eine zweckmäßige Ausge- I , , Verdrusie unserer theuren Freunde, I thut man, aber man sagt es doch nicht.' I venezolanischer Unterthanen an deutsche Reichsange- « an,.-.- D-P"«°.h«s nach * »-W »; eigenen B.: Sie steundlich-ren Leziehan,en ,u Deutsch. LVl^^Sa«^bKlqS

i. Aber auch den Kreis unserer lokalen und r^bidenheit Shanghai und daS ganze Gebiet I land hindern dre Franzosen freilich nicht, alle irgendwelches Gebiet außer den Zollhäusern zu be-

winziellen Mitarbeiter wollen wrr mehr und mehr I . m^ise als ausschließlich englische Domäne I Minen springen zu lassen um Italien vom setzen. Das Staatsdepartement ist von diesen Er-

»eitern; wir bitten unsere Freunde m dieser Hm» I betrachten aeneiat waren I Dreibunde abzudrängen. Man ist sogar so I klärungen befriedigt, Vor seiner Konferenz

. um «nterMtzung. toe.bletog.n noch diese, r" betrcchten geneiz. Ware». D.« °E-n aus ftemdes Tasche. ÄÄ

chtung hin find uns stets angenehm; selbstverständ- I Ueberhaupt hat dre Freundschaft Mit Eng- Iz^iich aus der des Sultans, Tripolis zu ver- Regierung alle Versuche, Schulden kleiner Nationen

»honoriren wir gern jeden Beitrag. Der bedeutende > fand, die im Beginne des Jahres durch die I foTe(jjen QUf welches, wie man Weiß, Italien ! an einzelne Individuen durch Waffengewalt einzu-

onnentenzuwachs, den dieOberhesfische Zeitung' I Reise des Kaisers an das Sterbelager seiner I r^Dn ein Auge geworfen hat. Diesen I ziehen, nicht günstig ansehe, sei sie gezwungen, anzu-

»de in den letzten Vierteljahren zu verzeichnen Großmutter und durch den sich daran an- Bestrebungen kommen die französischen Sympa- Kaaten'sei'en mit dern? gegenAtigm Schritten die

tte, wird uns ein Ansporn sein, unsere Zeitung schließenden wochenlangen Aufenthalt des t^en norditalienischen Politiker, insonderheit ^ion nichts zu thun habe. Der Präsident erklärte

hr und mehr auszubauen und fie so zu gestalten, I Monarchen in England einen für das ruhte I gegenwärtigen Ministers des Aeußeren, I jedoch emphatisch, die Union-Regierung werde den ; sie allen Anforderungen entspricht, die man an ein deutsche Temperament unbehaglich tropisch Prinetti unzweifelhaft entgegen. Trotzdem find Erwerb, neuen Gebiets in der wMichen Hemisphäre ovmzialblati M tarn. »azmen Ch-raster angenommen hatte eine üb^eu»t, daß Italien an« nach dem dem- eene, -».-»mschen M°»' n>»t dMea.

Für Inserenten ist dieOberh. Ztg.' besonders I gewisse Abkühlung erfahren, wofür insbesondere I<fiftiaen Ablaufe des Dertragsverhältnisies Dre Hetzereien eines TheilS der New lsorker rchvoll. Sie bietet die Vortheile eines gut einge. ber so sympathische Herr Chamberlain zu sorgen bag Bündniß wieder erneuern wird, weil ja das I Presse gegen Deutschland find in Jceto rsorr jrten Provinzialblattes. Vereinzelte Leser in I verstand. Die Beziehungen find, was durch- I im Dreibunde freundliche Beziehungen I selbst sehr übel empfunden worden.Me ge-

mden Provinzen können dem Inserenten nichts I aus Wünschenswerth ist, normale und freund- Iu ^ian{reiÄ durchaus nicht ausschließt, während I sammte New Dorker Presse verdammt einmüthig tzen; er wird naturgemäß den größten Erfolg seiner I liche, aber auch nicht mehr. I anderseits die Lösung des Verhältnisses Italien I ine vonNew Jork Times veröffentlichte, ganz-

izeigcn bei einem Blatte haben, das nicht einen . . «Boberiruna des vollkommen an Frankreich ausliefern würde; Uch erfundene Meldung, daß in den o ers en

her ein weites Gebiet dünngesäten Leserkreis hat ! m uni das ein solches Vasallenverhältniß gegen- Militär und Marrnekreisen Washingtons der

ädern das mit seiner ganzen Auflage in Marburg I Verhältnisses 8 0stußland^Hierm überdem ^stärkeren Nachbarn" sein? staken Krieg zwischen Deutschland und den Vereinigten

fb den nah-gelegenen Orten verbreitet wird. Da Schattenseiten hat, hat das Jahr 1860 mit der Staaten , als unvermeidlich bezeichne. werde

S bei derOberhesfischen Zeitung' der Fall ist und hat mit vor allem die vollkommen fachliche uno ' b Frankreich Selbst eine Reihe von Blattern die sich nicht

j die größte Auflage der in Marburg und der neutrale Haltung, die Deutschland hinsichtlich ^r-lung vaooyens uno ii u be andere Vorliebe für Deutschland

größte Auflage in I bet Bestrebungen in Norbchrna eingenommen 8-zeigt Deutschlands zu auszeichnen, drückt ihre schärfste Mißbilligung

hat, beigetragen Em- weitere Kräftigung er- I I über das gewissenlose, frivole und gefährliche

fuhren die deutsch-russischen Beziehungen durch 3 das Bündnißverhältniß mit I Treiben gewisser Korrespondenten aus." Auch

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Annahme eines deutschen Gebrauchs auf der über den unvermeidlichen Krieg" und sicher

» russischen und eines russischen Gebrauchs auf bestand rechnen. Die schlechtesten Fruch^ st d einer Zeit, wo die Beziehungen zwischen

der deutschen Marine ist an sich gewiß be- °S nichh °n denen die Wespen nagen. Und fo Ländern so gute sind wie gegenwärtig,

e deutungSlos, aber fie ist werthvoll alS I wird auch von den drei großen yeimg I überdies wiffe man - fo erklärte er weiter - I charakteristisches Symptom der Sympathie der I gegangenen Staatsmänner Bismarck, Ändraffy I bo(^ Jur G^üge, daß der Präsident der Vereinigten ----- beiden obersten Kriegsherrn für die Manne des und CriSpi gezogene Frucht des Dreibundes Staaten, Mr. Roosevelt, der oberster Befehlshaber , m ., . L ,, n. sRpmnmw der I noch lange vor Feulmß und Zersetzung bewahrt I der Armee und der Flotte ist, Nicht nur offizielle,

f Das Deutsche Reich darf mit Zufriedenheit I Nachbarstaat-, sozusagen den Benjamin der I » * I sondern persönliche freundschaftliche Beziehungen zu

llf die Ergebnisse der äußeren Politik im | Wehrkraft, denn die deutsche, wie die russische I oiewen. * * I Deutschland pflegt. Er hat in Deutschland studiert,

tzten Jahre zurückblicken. Wohl haben die- Marine sind erst im letzten Jahrzehnt zu einer ------------ liest und liebt deutsche Litteratur, und er hat eine

nigen, die von der chinesischen Expedition wirklich respektablen Macht geworden. aufrichtige Hochachtung vor dem deutschen Kaiser.

einen größeren Landerwerb erwarteten, eine I Die Festigung der Beziehungen Deutschlands I llffifcbfll!

Enttäuschung erfahren, aber es ist nur gut, daß zu Rußland ist auch auf daS deutsch-französische

e, so gekommen ist, denn eine Auftheilüng Verhältmß ohne Einfluß geblieben. Am be- Deutschland und Venezuela. Chinas hätte niemals ohne die gefährlichsten zeichnendsten dafür ist, daß ein französischer Der Stand der deutsch-venezolanischen - ------ - : - . . . - Reibungen sich vollziehen können. Deutschland Deputirter, und zwar ein Nationalist, in der Streitfrage ist unverändert. Aus

euert werden, wenn in dem Bezug der gewohnten i b|e an fejnem Gesandten begangene I Kammer offen von der Eventualität eines Washington kommen jetzt nähere Mittheilungen

«n«r»tpn soll Um diese I durch die Entsendung des Bündnisses mit Deutschland, zu reden , wagte, über die auf Venezuela bezüglichen Verhand-

«uerung der Bestellung bitten wir alle unsere | Tschun an den deutschen Kaiserhos eine Wohl wurde diese Rede gemißbilligt, aber noch lungen zwischen Deutschland und der Regi er- «r.de. gübne erhalten; materiell erhält es, wenn auch vor einem Jahrzehnt wäre dieser Mann, in- un g der Vereinigten Staaten.

Wie bisher wird die .Oberhesfische Zeitung ve- | Schneckentempo, die von ihm verausgabten sonderheit von seinen Gesinnungsgenossen Nach einer Depesche aus Washington theilte der - - - - - ~ - < die Nationalisten haben sich auS den! deutsche Botschafter v. Holleben dem Staatssekretär

ethan ^der Zauber der wie ein" LlebeSmeer l nicht der Sturm mmnes Leb^S werden mich I Ausdruck °aüf sich gerichtet findet, und den fie reißt Hertha ihr Hütchen vom Kopfe und be-

°n den übervoller^'He»en ausgeht, ^die ganze bezwingen, steht darin zu lesen. Und in der deshalb zu hassen verme nt gmnt mit Bernden Händen die Mechten auf-

8elt umfassend und verklärend, alle guten ! That, die elastische Mädchengestalt bahnt fichDamencoupö! ruft fie dem Schaffner zu, I zuwinden. Aber ohne Nadeln ist das em

Eigenschaften weckend und fördernd so daß solch I ihren Weg durch das rasende Loben der Elemente. I der eilig auf die verspätete Passagierin zueilt. I schweres Stuck Arbeit, und schon steht -der

anae Mädchenblüth!wie Re verkörperte Sie will unbedingt den Dier-Uhr-Zug erreichenBitte dort, meine Dame!" Er deutet nach Schaffner an der Koupöthur Höchste Zeit, haritaS erscheint dieser Zauber fehlte ElseS ! und betritt denn auch drei Minuten vor der I der Richtung, aus der fie kommt. Richtig, I meine Dame, wir fahren sofort weiter.

iebe noch I Abgangszeit den Bahnsteig. Freilich, der Sturm I neben dem Abteil des Verhaßten befindet sich I Hertha laßt die Arme resigniert sinken, faßt

Auch^heute fitzt sie droben in ihrem Zimmer- hat ihr arg mitgespieltDer duftige Schleier das kleine Schild Damen. Zornig wendet fich ihr Hütchen und prmgt auf den Bahnsteig im

>en und blidt Menben^ ist so zerrissen, daß fie ihn beim Eintritt in Hertha Herwig ab. -Re n, dort hinein nicht, Augenblick wo die Lokomotive frisch anzieht

m düsteren Himmel Schwarze Wolken hängen ! die Bahnhofshalle hat abnehmen müssen. Nun I öffnen Sie hier!" Sie deutet auf em leeres ! Die^ goldenen Flechten erfreuen fich wieder S herni^ quellen die Kausen Löckchen von allen Seiten Abtheil dritter Klaffe Verwundert gehorcht voller Freiheit, aber zwischen den feine».Stauen

en Blitzen zerrissen. Der Donner grollt noch I hervor. Sie fallen tief in die Stirn und geben I der Schaffner; Heinz Frank aber, der Student, I der jungen Dame gräbt fich eme tiefe Falte m

ein aber der Sturm heult wüthend und schlägt l im Verein mit den gerötheten Wangen dem I beißt fich ärgerlich auf die Lippen, -^ie will die Haifl. Finster späht sie den Bahnsteig ent-

Äj. frjjfr bl-ich-n G«tch-N «inen M m ~ W, bm >.°b-r L

-itter hat bsürchten'können° ^Heute" ersehnt sie Das findet auch der junge Mann, ein Indessen fitzt Hertha unbeweglich m dem gang. Auch hier ist er nicht zu erblicken, i ^ LoRrechen denn 7n ihr sprüht und zuckt Student, der aus einem Abtheil des Lokalzuges rasch dahinrollenden Wagen Sie hat die Hande Sonderbar hat er also endlich emge ehen, daß

toi» Feuer braust es durch ihre Adern, die graziöse Mädchengestait mit bewundernden fest verschlungen und starrt hinaus m die auf- 1 em Anstarren ihr lästig ch . Hoffenüich.dentt

ssüruü ch geht das Blut von 'und um Herzem Blicken umfängt Plötzlich entfährt ihm ein geregte Natur. So wie da draußen, so stürmt sie ; kann es sich aber nicht versagen, sich noch

llto jetzt hinausstürnun dürfen barhäuptig mit I lautesAh" des Entzückens. Das Haar der I es in ihr. Und doch ganz anders. Das Ge- I el,.mal nac, ihm umzuschauen.

dem Wind um die Wette zu laufen. ' jungen Dame hat bei dem Kampf mit dem Witter wird austoben, vielleicht schon m einer Da zuckt sie jahi zufammen, und. eine leichte Elfe beneidet ihre Schwester, die eben aus! Sturm seine Stütze, eine große Schildplatt- ! Stunde wird em blauer Himmel über der Blutwelle ubergi-gt da, Weiße Antlitz. D

£>nUfe fri+f Diese spricht noch einige I nadel, verloren, ohne daß die Eigenlhümerin I erquickten Erde lachen; aber in ihrem Herzen ! steht er ja am Fenster des Wartesaale., hal

Borte zurück, dann eilt sie auf die Straße. | es bemerkte. Als sie nun den jungen Mann | da toben die Stürme nun schon seit Jahren, 1 hinter dem Vorhang verborgen und fieyr ihr