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tafen worden, um zu erörtern, wie die revolutta- bare Propaganda in de Arm« zu verhindern t|t, and um eine Verlegung der Truppen nach an. Heren Garnisonen zu beraten. Eine offiziell« Mitteilung hierüber wird vermutlich am 19. d. M dem Namenstage des Zaren, erfolgen.

Deutsches Reich. I

Berlin, 19. Dez. |

Deine Majestät der Kaiser besuchte, wie «iS Braunschweig gemeldet wird, am Sonn, tag mit dem Prinzregenten den Gottesdienst im Lome, beide wohnten dann in der Burg Dank- warderode einem Konzert der Hofkapelle bei und begaben sich zum Mtftüd in das Schloß zurück. Um 7 Uhr abends fand Tafel tm Herzoglichen Kolosse statt. Dann begaben sich der Kaiser und der Prinzregent nach dem Hoftheater zur Fest­dorstellung.

Nach der Vorstellung begab sich der Kaiser mit dem Regenten zum Bahnhof, und trat um HVi Uhr die Rückreise an. Gestern Montag Morgen 7.50 Uhr traf der Kaiser auf der Wildparksiatton bei Potsdam ein und begab sich nach dem Neuen Palais. Später unternahmen beide Majestäten «inen Spaziergang. Von 11 Uhr ab empfing S«. Majestät den Geh. Kommerzienrat Koppel, 6orte den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts Wirk!. Geh. RatS Dr. v. LucanuS und empfing den Geh. «rchivrat Dr. Großmann, den Archivrat Dr. Sctmster und den Archivdirektor Hofrat Dr. Zin- gÄer zur Ueberreidjung des Stammbaumes des Hohenzollernhauses. Abends wohnte der Kaiser in der Technischen Hochschule einem Vortrag des Hauptmanns Kehler vom ßuftwfferbataiHon über neue lenkbare Luftschiffe bei.

DaS Staatkministerium trat oeftem unter dem Vorsitz seines Präsidenten Für. sten von Bülow zu einer Sitzung zusammen. 5EHe bereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Handel und Verkehr und für Justizwesen hiel­ten gestern eine Sitzung.

Für die Reichstagsersatzwahl in Chemnitz haben die Konservativen, Nationallibe- aalen und der Reformverein beschlossen, als ge- mein Runen Kandidaten den Kommerzienrat Hermsdorf aufzustellen, der die Kandidatur auch angenommen hat. Der Abg. Krolik, der be- kanntlich aus der Zentrumspartei ausgeichieden war, um sich eventuell der polnischen Fraktion anzuschließen, bat nun sein Mandat niederaelegt, aber zugleich gebeten, ibn nicht wieder als Kan­didaten aufzustellen. Die Polen haben daher zu ihrem Kandidaten den Arzt Steslicki nominiert.

Marburg und Umgegend.

Machdruck aller CriflinalartHel ist gemäß 8 18 bei MrheberrÄh» nur mit der deutticken Quellenangabe .Oberheff. Mg " gestattet.)

Marburg, 19. Dezember.

* Batttl. Franenverein. Der Hauptvorstand hielt im Ministerium des Innern unter dem Lorfitz der Gräfin Jtzenplitz eine Sitzung ab, in welcher zahlreiche Vorlagen und Gesuche der Provinzial- und Zweigvereine zur Beratung und Beschlußfassung gelangten. Es zeigte sich dabei von neuem, daß die Bestrebungen der Fraueuvereine des Roten Kreuzes fich in an­dauernder Entwicklung befinden. Einer Reihe von Krankenhäusern, Schwesternstationen, Klein­linderschulen, Volksküchen usw. wurden Bei­hilfen bewilligt. ES wurde die erfreuliche Tat­sache festgestellt, daß in den Vereinen des Roten Kreuze« die Konfeffionen zu friedlichem Zusam­menarbeiten vereinigt find und Verstöße gegen die Parität zu den größten Seltenheiten gehören. Die Sammlungen zur filbernen Hochzeit de8 Kaiserpaares find organifiert und versprechen gutes Ergebnis.

| Nachweis der Bevölkerungsvorgänge in der Stadt Marburg vom November 1905. Lebmd. geborene 68, totgeboren 1, gestorben 35, darunter Kinder unter 1 Jahr 3. Don den Geburtsfällen kommen auf hiesige Einwohner 44, auf Auswär­tige 24, von den Sterbefällen kommen auf hiesige Einwohner 17, auf Auswärtige 18. Die Todes­ursachen betrafen Kindbettfieber 1, Diphtherie und Croup 1, Keuchhusten 1, Tuberkulose 1, Krank- beiten der Atmungsorgane 3, Verunglückung 2, sonstige Todesursachen 26.

§ Zur Beachtung. Bei dem jetzt beginnenden Frostwetter wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Betreten der Eisbahn, besonders der Lahn, nicht eher gestattet ist, bis die Polizei die Ge­nehmigung dazu gibt. Ebenso ist auch das Aus- schütten von Master auf die Straße, das Anlegen von Rutschbahnen usw. verboten.

8 Dir Ei ule m yksteu-NailR». Im Jahre 1905 warenn Hessen Rostan folgende Flächen bebaut: 66 739 ha mit W'"terweizen, 1343 ha mit Somm-'rweizen, 144 872 ha mit W'"ter- roagen, 700 ha mit Somm--^o en. 25 057 ha mit Sommeroerfte, 147 l 83 ha mit Hafer. 86 710 ha mit Kartoffeln, 5191 ha mit Luzerne, 44 448 mit Klee und 182 091 ha dienten al« Wie>e -. Auf dielen Flächen wurden oeerntet 128454 Tomen Winterweizen, 2007 Tonnen Sommeiweizen, 239 748 Tonnen imerroggen, 703 Tonnen Sommerrogen, 88 790 Tonnen Sommergerste, 223 319 Tonnen Hafer, 1 164004 Tonnen Kartoffel, davon krank 7,5e'g. (3m Vorjahre waren auf der etwa gleichen Fläche 1 128627 Tonnen mit nur 1.8°/0 kranken Kar­toffeln geerntet worden). 235306 Tonnen Kleeheu, 31042 Tonnen Luzerne und 747472 Tonnen Wiejenheu.

* Srflugrlzuchttzrrri« flrdfl Marburg. In der Generalversammlung am 16. Dezember, die bei Miffomeliu« in Weidenhausen abe eh alten wurde, stand al« L Punkt auf der Taqerord- nung: Errichtung von Zuchtfiationen. E« wurde beschloffen, je eine Station von rebhuhn- farbigen und weißen . talienern, weißen Wyan» dotte« und Pekingenten zu errichten. Ferner I sollen in der Hauptversammlung im Jaruar nächsten Jahre« noch zwei weitere Zuchtstationen errichtet werden. Die Eiirichtung bedeutet einen Fortschritt für den hiesigen Verein zur Hebung der Raffegeflügelzucht auf dem Lande, denn es ist jedem Mitglied Gelegenheit geboten, für wenig Geld gute Raffehühner zu erhalten. Au« den Stationen werden die Hühnerbruteier das Stück zu 10 Pfg., von Enten daS Ei für 15 Pfg. verabfolgt. Die Stationen wurden an nachfolgende Herren vergeben:. Rebhuhn- I farbige Italiener: Franz Löchel hier, weiße I Italiener: Alfred Gutschmitt hier, weiße I Wyandotte«: Johannes Pfeiffer, Ockershausen, I P°kingenten: Franz Löchel hier. Die zwei

I noch zu errichtenden Stationen sollen an | Mitglieder auf dem Lande vergeben

I werden. Punkt 2 der Tagesordnung, Geflüoel- I Ausstellung 1906, wurde zur nächsten | Hauptversammlung verschoben. Zu Punkt 3, I verschiedene Anträge, wurde beschloffen, den I ,Norddeutschen Geflügelbof" gemeinschaftlich zu I beziehen, sollten noch Mitglieder, die nicht in I der Versammlung waren mitbestellen wollen, so I werden sie gebeten, fich an Bäckermeister Peil, I hier Haipelftraße zu wenden. Ferner wurden I noch fünf Herren sämtlich vom Lande al« Mft- I glieber ausgenommen.

I § Strafkammer. Der Maurer Daniel Schwabe- I land aus Frankenau, geboren im Jahre 1879, | war vorn Schöffengericht zu 1 Monat Gefängnis I verurteilt worden, well er am 6. August zu nächt- I sicher Stunde den Polizeisergeant Scherer, sowie I die Nachtwächter Möller und Ruhwedel beleidigt I hatte. Der Angeklagte, welcher gewönlich in Der evangelische Jünglingsverein feierte I Westfalen arbeitet, war am 6. August zu Hause, «m letzten Sonntag im Stadtmisstonshause bei I Als er aus der Wirtschaft nach Hause ging, sehr starker Beteiligung, auch von Freunden und I ärgerte er sich darüber, daß der Kriegerverein Gästen sein diesjähriges Weihnachtsfest. I ht seinem Vereinslokal noch Sitzung hatte und Nachdem Pfarrer Heermann ein kurzes Wort zur | Lieder sang, während in dem Lokal, in dem er Einleitung gesprochen hatte, begannen die Mit- I gewesen, Feierabend geboten war. Er machte glieber des Vereins mit ihren Deklamationen und I dann Spektakel und als die Beamten kamen, feorträgen. Besondere Aufmerksamkeit erweckte I sprach er von Gemeindesttnkböcken und Staats- das Stück3n der Fremde", in dem Posaunen. I faulen gern, die von den Groschen der steuerzahlen. borträge, Deklamationen, Chor, Solo und gemein. I den Arbeiter ernährt würden. In der heutigen tarne Gesänge abwechselten. Als dann noch am I Berufungsinstanz war der Angeklagte ttn gro- Schluß eine kleine Kinderschar mit dem Tannen- I ßen und ganzen geständig, machte indeß aller- bäum ein Gespräch hielt, war alles aufs äußerste I fei Ausflüchte, die ihn jedoch nicht entlasten gespannt. Nach der Weihnachtsverlosung, zu der I konnten. Das Gericht zog aber Milderungs- bie meisten Gegenstände geschenkt wurden, schloß I gründe ht Betracht und erkannte auf 2 Wochen Stadtmissionar Böhler mit einem packenden I Gefängnis. Das Gericht sprach dabei die Hoff. Schlußwort. Es ist zu bedauern, daß die Räume I nung auS, daß dem Angeklagten wohl jetzt klar des Stadtmifsionshaufes nicht größer find. Da« I geworden sei, daß auch die Beamten ebenfogu Gedränge bei solchen Gelegen heften ift für man. I wie jeder andere Mensch, eine anständige Be­chen Besucher unangenehm. I Handlung verlangen könnten und ihres Lohnes

* LandesverfichrrnirgSanßalt. Auf Grund der I würdig seien.

Beschlüsse des Vorstände« und de« AuSschufle« I * F-rstlichrS. Die Abzeichen der Privat- ber Landesverficherungßanstalt Hessen-Nassau I forstbeamten müssen so beschaffen sein, daß auch sowie mit Genehmigung de« ReichsversicherungS- I der Laie die Träger derselben von den könig- amt» ist die Giltigkeit der von der Landeßver- I sichen und Kommunalforstbeamten unterscheiden ficherungsanstalt Heffen-Naffau unter dem 1. I kann. Fliegender Adler an der Kopfbedeckung, Dezember 1903 erlaßenen Kontrollvorschriften I Kröpfe mit dem königlichen Wappen und grüne bi« auf weitere« über den 1. Januar 1906 I Achselstücke kennz ichnen, worauf der Herr Re« hinan« verlängert worden. I gierungspräfident in einer neuen Bekannt-

* Weihnachtswetter. Spät kam er, doch «r ! wachung hinweist, den StaatSforstbeamten: km, der Frost zu Weihnachten. Freilich hielt er Wappenadler an der Kopfbedeckung und graue fich noch in bescheidenen Grenzen und «S braucht I Achselstücke die Forstbeamten der Kommunal» auch weiterhin damtt nicht zu arg zu werden, I verbände und öffentlichen Anstalten. Abweich- aber di« Wirkung auf daS bisher staue Pelz-, I ungtn in der Form und Anordnung der Schnüre, Wollenwaven. und Schsittschuhgeschäft kommt I ob ganz oder zum Teil geflochten, oder ob zu schon, und das mit erschienene schöne Wetter be- I «^1 brei ober vier nebeneinander liegend find lebt ta rnen Weihnachtsv^kehr. Kommt mm ^ine ausreichenden Unterschiede, weil fi- nicht *5 Schn«Lll hinzu so haben wir «in rechtes {fi b{e ^gen fallen und daher für den Laien und echtes Weihnachtswetter. 1 nut r^toet ^der gar nicht erkennbar find. Cha-

* »ufichtskartm nach Amerika. Nach einer I xakteristisch allein ist di« Farbe derselben. Grüne oder graue Achselabzeichen dürfen daher "S nicht von den Privatforstbeamteu getragen Umenta mit brieflichen yhttetlungen auf Der I Vorderseite zur Postbeförderung etngeHefert. Da I n>ctDtIL _______

derartige Mitteilungen nur tm Verkehr mit eure- I _ , . .

däischcm Ländern zulässig find, rnüffen diese Kar- I C) Dreihaufe«, 19. ^eute b« der lot ben Absendern aurücfaeaeben werden. Einfahrt he« Suie» 2 in den hiefigen Bahnhof

heran.

Weil er weiß,

Hat er Tick schon ge- Nein, mich beißt et

er wird dich betfeen 1 , bitten?" fragt der Junge.

fuhr die Lokomottve be« Zuges gegen ben Prell­bock, diesen leicht beschädigend und fetzte mit 2 Achten au?. Die Ursache de« Unfall« dürste in der Außerachtlaffung der durch den plötzlichen starken Frost hervorgerusenen Glätte der Schienen und Bremsklötze zu suchen sein, wobei ein frühere« Bremsen al« gewöhnlich notwendig gewesen wäre. Verletzt wurde niemand. Der Materialschaden ist sehr geringfügig.

'§> Amöneburg, 19 Dez. Die Stadtverordneten- wählen sind gestern zu Ende geführt worden. 3n der »weiten Klaffe wurde Bäcker H. Kliem und Wagner Konrad Kalkbrenner gewählt- In der dritten Klaffe erhielt der seitherige Stadtverordnete Gg. Ruppert die meisten Stimmen und ist fomit wieder gewählt. Für die erste Klaffe hatte die Wahl vor etwa 14 Tagen stattgefundcn. Gewählt wurde Inspektor Knauff, Rftteraut Plausdorf, da« zu dem Stadtbezirk gehört.

einen."

Sckiiffelbakh, 17. Dez. Oberhalb Gemün­den schaffen Herren au« Düffeldorf, die hier da« Waidwerk pste ften, eine seltene Beute. Ein Rind, da« dem Landwirt Otto au« Schiffelbach entlaufen ist und so scheu und wild geworden war, baß e« auf Menschen loSging, wurde von ihnen er!eit.

Fraukenberg, 18. Dez. Rach der vor- läufi ien Feststellung hat der Krei« Franken berg nach der am 1. b. M. stattgesundenen Volks­zählung eine Einwohnerzahl von 24 815, mithin 631 mehr als am 1. Dezember 1900.

() Treyfu, 18. Dez. Gestern abend fand in dem Saale des Gasthauses .zur .Burg' ein Lichtbilder­abend statt. Zur Vorführung gelangten die Dar­stellungen Ludwig Richters.Bilder gu8 dem deutschen Volks- und Kinderleben.' Diefelden waren von Deklamationen und Gelängen begleitet. _ Der infolge des zghlreichen BesucheS nicht unbeträchtliche Rein­ertrag war für die hiefigen Armen bestimmt.

Nimm dich in acht," ruft der Wärter,

zurück.

Rom, 18. Dez. Ministerpräsident Fortt« erklärte in der Kammer, daß da« Ministerium beim König um seine Entlaffung eingekommen ist. Der König habe fich feine Entscheidung Vorbehalten. Die Kammer wurde auf unbe­stimmte Zeit vertag^

wer ich bin."Dann sag' ihm doch, dafe ich Paul heifee."

nicht."Warum denn nicht?

Satzbildungcn. Lehrer:Verttickie einen Satz mit der Prävosittonüber" zu bilden!" Schü­ler:Das Pferd, das Pferd" Lehrer: Ganz gut, nur toetter!" Schüler:Das Pferd springt." Lehrer: Richtig- das Pferd springt über den?" Schüler:Das Pferd springt über dem, daß man es kitzelt I" Lehrer:Nun mache einmal einen Sah über den Tisch!" Schü­ler:Das ist mir zu hoch, Herr Lehrer!" Kindliche Vorstellung. Im Zoologischen Gar- ten tritt ein Junge zu nahe an einen Papagei

Vermischtes.

Ein Kleinbahnidyll. Der Deutschen Tagesztg. wird folgende niedliche Geschichte aus Westerkap­peln berichtet: Tas Märchen von dem Wettlauf zwischen dem Igel und dem Hasen ist bekannt. Kein Märchen aber, sondern reine Wahrheit ist die Geschichte von dem Wettlauf zwischen unserer Kleinbahn und einem Maulwurf. Der Miitags- zug hatte eben ächzend den Bahnhof Wersen ver­lassen, als sich ben Augen ter hinausschauendcn Reisenden ein eigenartiger Anblick bot. Ein Maulwurf schien plötzlich von dem wahnsinnigen Ehrgeiz gepackt zu sein, mit dem Zuge einen Wettlauf zu wagen. So schnell ihn seine Bein­chen tragen konnten, rannte der kleine Racker ne­ben der fauchenden Lokomottve her. Der gute Ruf der Kleinbahn stand auf dem Spiele was tun? dachte der Heizer. Schnell entschlossen bringt er den Zug zum Stillstand, ergreift die Kohlenschaufel, fpringi ab ein Schlag und der Maulwurf Hal feine Ruhmsucht mit dem Leben bezahlt. Die Ehre der Bahn aber ist gereitet.

Humoristisches. Zwecklos. Der kleine Karl klagt seiner Mama:Ich habe mich so sehr gestoßen!"Armes Kind," bemitleidet ihn die Mutter,das tat wohl sehr wch? Hast du sehr geweint?"Nein, sagt das Kind,geweint habe ich nicht, «i war ja niemand im Zimmer."

§ Viermünden, 17. Dez. Der hier abgehatten« I uotorfrptio

Unterverbandstag der Raiffeisen-Vereine faßte I vJittlullinQtn flUÖ vklll nach eingehenden Referaten über die Angriffe I y, mtt Meier Rubrik eeröftentitditen Artikel gegen die Raiffeifeniache folgende Resolutton: I übernimmt die SReHftitm nur bte preßgejeyljche Per« _Die Flugblätter der Herren Roßbach und Raiff- 1 antwortung. nick» aber bte dem Publikum aeaenüber. eisen Sohu fönneu uns an dem segensreichen I Zur Wertzuwachsfteurr.

Raiffeisen-Werke zum Heil und Segen aller Ge- I ^tt8 gg[n wird mitgeteilt, daß man mit ben Er- noff en nicht irre machen. Wir sehen diese An- I folgen bet neu eingesütmen Wertzuwachttteuer wenig griffe nur an als Ausflüsse des Hasses und deS I zufrieden fei und daß eine starke Strömung in btt Neides und sprechen den Leitern der Zenttale I Bürgerschaft darauf dränge diese Steuer wieder ab sowohl, als insbesondere denjenigen der Filiale I nnn,h-lbr1 bflh

Sanel unser festes Vertrauen aus. I minimal, die Belästigungen groß seien, daß der Um

Vorgänge sollen die Ursache werden, uns um jo I fchjagsverkehr in Immobilien sich verringert bobi

fester zusammenzuschließen und umso fleißiger I ^nd daß dadurch auch der Ertrag aus der Umsatz,

und treuer zu arbeiten an dem Werke, bas der I steuer erheblich zmückgegangen sei. Der neue Ent-

köstlichen Losung folgt: Einer für alle, alle für I wurs deS StabthaushaltsetatS sür I9v6 sehe ein«

1 Verminderung d.S Ertrages der Umsatzsteuer um 156000 TU. und einen Ertrag aus der Wertzuwachs» steuer von nur 20000 Alk. vor.

Schlimmer aber sei die Rechtsunftcherheit. welch« seit Einsührung dieser Steuer im Jmmobilienverkehr überhand nehme An Stelle grundbuchlich einzu- tragenbrr Kaufverträge würben heute unter dem Druck der überhohen Steuern sogenannte »Pflicht- Kaujverttäge' notariell bestätigt. In diesen Ver­trägen würde nur ein .Kaufrecht' festgelegt, bas aus Dritte und weitere Käufer übertranbar sei Trotz bet Übeln Folgen der Rechtsunficherheit wähle der Ber» kehr diese Form der Kaufverträge, durch welche bte Zahlung bet Umsatz- und der Wettzuwachssteuer und deS Str nutet« erspart werde. Nach Lage der heutigen Gesetzgebung sei es nicht möglich, den Abschluß solcher Vertrage zu hindern.

Bevor nun der hiesige Magistrat eine Vorlage aus Einsührung einer Wertzuwachssteuer sür Mar­burg einbringt, möge er der Richtigkeit dieser Mit­teilungen um so mehr nachgehen, als Marburg du erste kleine Stadt sein würde, welche diese Steuer einführt. , _ t

Es mag ja nicht ohne Reiz jein, auf dem Gebiet« bet jozialen Bodenreform al« Bahnbrecher zu geltem die verantwortliche Stadtverwaltung soll ober reiflich prüfen, ob sie nickt durch Experimente auf dein Ge­biete städtischer Steuern, dem anerkannt schwierigsten .Hpffen-Naffau und Nachbargebiete. I oller kommunalen Verwaltungskunst das Gedeihen n II 1 J I gesunder Entwickelung befindlichen Stad.

Eaffrl, 19. Dez. Revision beim Rerchrge- I schädigt.

richt eingelegt hat die Staatsanwaltschaft gegen I -------

das Urteil ber Strafkammer im Betrug«- und I (Nachschrift der Redaktion: Wir bemerken anl» Wucht-rvrozeß Epstein und Genoffen. Die Re- drücklich. daß wir bte vorstehenden, gegen die Em- Lvucyt-rpivzrij ii - I sghruna einer Wertzuwachssteuer b,er in Marburg

btfion richtet sich nicht nur gegen da« sreffpre I gerichteten Ausführungen nur au« Gründen der chende Erkenntnis gegen bte Angeklagten Som- I aufaenommen haben, da wir auch einen

met und Mach, sondern auch gegen da« Straf- I Gegner vieles Steuerprojekts das Wort nicht versaget maß für Billeb und Epstein. wollen. Daß die »Oberbefsifche Ztitung der Ein-

AH*«« e e» ip ffieftetn Abend I führung der Wertzuwachsstener sympathisch gegen-

Köryst « M., 1». Dez. Weitern Aveno übeifte^t> Gewesten die verschiedenen an hervor- zwischen neun und zehn Uhr ereignete sich laut | ragender Stelle zu bereit Gunsten gebrachten Artikel. Melbung berFrkf. Ztg." zwischen Höchst unb I !^r verhehlen jedoch nicht, baß wir von einem Erfolg Sinblinaen ein Automobil Unfall, bem ber Freunde der Werizuwachsfteuer nicht sehr über- , crn tx« fCivifer floT Qx I zeugt find, da die Widerstände an verschiedener

ein Menschenleben zum Opfer siel. Der I @teQen ni(^t untersckatzen find. Die in der letzten Jahre alte Arbeiter Klapper au« Höchst, der I $eit ^folgten großen Grundstücksverkäufe reden in

eine Versammlung in Sindlingen besuchte, wurde I dieser Beziehung auch eine deutliche Sprache. Wir

auf bem Nachhausewege von bem Automobil I dürfen vielleicht hier den Rat anfchltchen, daß bte

k s ctrnnffi-Tt flher- I Freunde und Förderer der Wertzuwachssteuer Nicht

be« Bankier« ^atladjer au« Frankfurt über- I lasten und daß sie namentlich in der Stadt- fahren und am Kopf so schwer verletzt, daß er I p-rorünetenversammlung zur rechten Zeit ein kräftiget bald darauf starb. Die Jnsasien behaupten, I Wörtlein reden. Die ganze Bürgerschaft wird hinter der Arbeitersei nur infolge falschen AuSweichens I ihnen stehen, denn die Allgemeininteresten gehen auch unter den Magen gekommen. Da sich der Un- hier in Marburg allen anderen vor».

fall auf Sinblinger Gebiet ereignete, verstän- I

bigte ber Eigentümer bes Automobils bie bärtige I ßefetC

Polizei, bie ben Chauffeur spstrahm unb in da« > * q1 -r,

Höchster Amtsgericht überführte. Die Leiche I Berit«, 19. Dez. Am 31. Tezember geht bes Verunglückten wurde nach bem Sinblinger der erste WoermanmTampfer mtt elnem Tetl Kripbbns verbracht I be« Materials an Schienen usw. nach ber La-

Offenbach, 18. Dez. Die Bahnwärter- I beritzbucht. Die Führung ber Babntrace selbst häuAn im Bereiche ber preußisch-hessischen rst warschernlick» schor- soweit aedtehen, daß^so. Betriebs Gemeinschaft sollen dem Bert ehmen nach fort nach dem Eintreffen des Bahnbaumatertalr

im Jaiereffe einer größeren Betriebssicherheit mit bem Legen ber Schienen begonnen wer-

Telepbonverbirbung untereinander erhalten. I benjann.

M «AU*»»

eingehende Güter so lange speichern können, Kranke befinden, von Dentsch-^dwestasrika bi« der Empfänger dieselben abnimmt. Die emgetroffen. Die zuruckgekehrten Mannschaften Einrichtung wird auf Antrag der Handelskarn- werden in die He,mat beurlaubt.

besonders für die T°b°!i»d°st-i- s-to-fi-n. |

alldeutschen Verbandes begrüßte die Flottenvorlage der Regierung mit Freu- den, sprach aber die Erwartung aus, daß der Reichstag über die Regie- rungsvorkage hinausgehen werd« und zwar in der Richtung eines möglichst schnellen Ersayes, der als niinderwertig bezeichneten Li­nienschiffe, der Verkürzung der Bauzeit und der Herabminderung der Lebensdauer der Schiffe. Ferner wurde zum Schutze des Deutsch­tums die sofortige Entsendung von Kriegs'chij- fen nach den Häfen von Riga, Reval und L i b a u verlangt, ebenso Verhandlungen zwischen der deutschen und russischen Regierung über die Erleichterung der Paßvorschriften für die russi­sches Gebiet verlaffcnden D-eutschen.

Haag 18. Dez. Einer amtlichen Meldung zufolge geriet in Patangan (an der Nordküste des Gouvernements Atschin auf Sumatra) ein Transport in einen Hinterhalt. Zwei Unter» vsfiziere unb 16 Soldaten ber Bedeckung fielen, 8 wurden verwundet. Der Feind ließ 6 Tote