mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllu striktes Sonntagsblatt. —-
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J2 291
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Marburg
Dienstag. 12. Dezember 1905.
Erscheint wöchentlich siebe» mal.
Druck Md Verlag' Joh. Aug. Doch, UniversitätS-Buchdruckerek 40. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Zweites Blatt.
Llusland.
Großbritannien. Dem neuen liberalen Kabinett in England wird allgemein nur eine kurze Lebensdauer gegeben. Von seiner Verdrängung durch ein anderes Kabinett, das die Schutzzollidee als Programm und Leitsatz seiner Politik anerkennen würde, wird bereits gesprochen, noch ehe ersteres seine Tättgkeit begonnen und Anhaltspunkte für seine Existenzfähigkeit gegeben hat. Solche Annahmen und Voraussetzungen gehen von der Voraussetzung aus, daß die Geschäftsleitung unter Campbell-Bannermann keine wesentliche Veränderungen des von Balfour beobachteten Systems bringen werde. Diese Auffassung erscheint auch insofern berechtigt, als der- schiedene Mitglieder der liberalen Partei, als die Kabinettskrisis bereits begonnen hatte, in öffent- lichen Versammlungen der Ansicht Ausdruck gegeben haben, daß eine liberale Regierung in der auswärtigen Polittk des brittschen Reiches die- selben Bahnen verfolgen werde, wie es in den mehr als 10 Jahren der Salisbury-Balfour'schen Regierung und sicherlich nicht zum Schaden Englands geschehen ist. Schon damit ist eine gewisse Garantie dafür gegeben, daß die Leitung der "Geschäfte längere Zeit in liberalen Händen blei- ben wird. Denn die brittsche Natton wird es kauni verstehen oder gutheißen, daß ein Kabinett, das willens ist, in seinen auswärttgen Angelegenheiten die erfolgreiche Polittk der letzten Jahre fortzusetzen, zurücktreten sollte, noch eh« es Ge- legenheit gehabt hätte,, eine Probe für seine Fähigkeit auf diesem Gebiet abzulegen. Sodann aber hängt für die Frage der Lebensdauer des neuen Kabinetts viel davon ab, wie es zu den Parteiverhältnissen Stellung nehmen wird. Wenn als ein Mitglied der neuen Regierung der bekannte Arbeiterführer John Burns genannt wird, so steht diese Annahme augenscheinlich im Zusammenhang mit der Ankündigung, daß die Er- ttchtung eines besonderen Arbeitsministenums beabsichtigt sein soll, an dessen Spitze dieser hervorragende Führer der tradeunionistischen Bewegung zu treten hätte. Es würde damit der Tatsache Rechnung gettagen werden, daß nunmehr auch die englischen Gewerkschaften, die bisher ihre Arbeit fast' ausschließlich wirtschaftlichen Zielen widmeten, zur Teilnahme an den polittschen Bewegungen entschlossen sind. Die Annahme liegt nahe, daß die liberale Regierung, indem sie John Burns, der sich übrigens niemals zu kollekttvistt- Wen Theorien bekannt hat, in das Kabinett beruft und sich so die Arbefterpartei bis zu einem gewissen Grade verpflichtet, einerseits ihre eigene Stellung befestigen, andererseits das Land vor schweren inneren Erschütterungen bewahren will. Ob diese Verquickung der liberalen und der trabe- unionisttschen Interessen im heutigen Sinne Wirklichkeit wird und ob sie den erhofften Erfolg bringt, steht dahin, jedenfalls aber ist es nicht angezeigt, das liberale Kabinet zu begraben, noch rhe es gelebt hat. Totgesagte haben sich oft einer kecht langen Lebensdauer zu erfreuen gehabt.
Aste». Au« Bombay wird gemeldet: In der bekannten und angesehenen „Bombay-Ga- lette" erschien dieser Tage ein Artikel über daS Verhältnis zwischen England und Rußland, der Beachtung verdient, weil er für die Stellung indischer politischer Kreise Rußlands bezeichnend ist. Man kann den Artikel im ganzen nicht ktwa russenfeindlich nennen, um so weniger, gls er für ein englisch-russisches Abkommen ein« feilt; aber er bezeichnet die indischen Forderungen hinsichtlich Persiens, des Kampfobjektes zwischen beiden Neichen, mit der größten Schöpse. Es kird Gleichberechtigung für die Engländer in dem von Rußland monopolisierten Norden verengt und dafür Gleichberechtigung der Ruffen der südlichen englischen Einflußsphäre ange- volen, aus der England, wie offen zugestanden ßeird, die russischen Kaufleute in den letzten Jahren hinauszudrängen bemüht war. Die Dvinte ist aber: unter keinen Umständen darf England zugeben, daß Rußland einen Hafen am Hers! ' ben Golfe erhält. Der Artikel nimmt an, «ß d-ese Möglichkeit bald aktuell werden könne. Persien werde binnen kurzem Geld brauchen Sb dann nicht abgeneigt sein, Rußland dafür en Hafen am persischen Golfe zu verpfänden. And dazu bemerkt das Blatt mit dem größten pachdruck: „Wir könnnen kein Abkommen mit stnßland eingehen, das ihm den geringsten Zu« ssachs an Macht und Einfluß in der Nachbar« Hast des persischen Golfes gewähren würde.' Also Ausschluß Rußlands vom offenen Meere pH hier! Mit dem englisch - russischen Ueber« ^kommen und völligen Einvernehmen, daS die Wische Preffe, ihren Wünschen Raum gebend, chon so oft als fix und fertig verkündigt hat,
dürste eS danach zunächst noch einige Schwierigkeiten haben.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Hana«. 9. Dez. Der in der Hirschstraße wohnende 50jährige Fabrikarbeiter August Mutz tötete sich durch Einatmen von KohlengaS. Er schloß während der Abwesenheit seiner Frau die AbzugSklappe deS OfenS und erwartete auf einem bei dem Ofen stehenden Seffel sitzend den Tod. Als seine Frau gestern abend zurück- kehrte, fand sie ihren Mann als Leiche vor. In einem hinterlaffenen Briefe gab er als Motiv des Selbstmordes Nahrungssorgen an. Seine Stelle war ihm gekündigt worden.
Wiesbaden, 8. Dez. Daß bei allgemeinen statistischen Aufnahmen, wie der Volkszählung, ost originelle Stückchen Vorkommen, ist wohl erklärlich. Auch dem Schreiber dieses, so erzählt datz „WieSb. Tgbl.', find zwei ergötzliche Begebenheiten bei der letzten Volkszählung begegnet. So hatte einer bei der Frage nach dem Personenstand die Worte: ledig, verheiratet und verwitwet, alle als zutreffend unterstrichen. Auf die Frage, warum er dies getan, denn doch nur eins könne richtig sein, entgegnete er vollen Ernstes: erst sei er ledig gewesen, dann verheiratet und nun verwitwet; wenn die Behörde so sehr neugierig wäre, dann wolle er alles genau auseinandersetzen. — Ein anderer hatte für seinen Schwager, der bei ihm wohnt und sich nicht sonderlich durch Fleiß auSzeichnet, bei der Rubrik „Beruf' — Faulenzer, und bei der Frage „Stellung im Beruf' — Hauptfaulenzer angegeben.
Gieße», 9. Dez. Dem Freibiernnweftn, das bei allen Gemeindewahlen in Oberheffen gang und gebe ist, treten die Behörden unserer Provinz jetzt mit unnachgiebiger Strenge entgegen, mehrere Wahlen wurden in letzter Zeit aufgehoben. Die Eemeinderatswahl in Nieder- Ohmen wurde sogar zweimal vom KreisauL- schuß für un gütig erklärt und muß jetzt zum dritten Male vorgenommen werden.
Friedberg, 8. Dez. Eine Ausstellung der vom Ernst Ludwigs-Verein, dem Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen in Hessen preisgekrönten und angekauften Modelle und Entwürfe von billigen Wohnungen wurde am Sonntag im Saale der Gewerbeschule eröffnet. Die Aufstellung dauert 14 Tage.
Eisenach, 8. Dez. Aus Grund deS ReichS- tagswahlerfolges beabsichtigt der Reichsverband der deutsch-sozialen Partei hier die Gründung einer antisemitischen Zeitung, die zum Zentralblatt Thüringens erweitert werden soll.
Bocholt, 5. Dez. Ein hiesiger Fabrikant ist dieser Tage in ebenso seltsamer als unangenehmer Weise davon überzeugt worden, daß man in Bocholt nicht ohne Gefahr für seine Freiheit — den Bart stehen kaffen kann. Ein Polizeibeamter hatte bemerkt, so meldet die „Frks. Ztg.', wie der betreffende Fabrikant, den er für einen „Fechtbruder' hielt, vor einigen Schaufenstern stehen blieb und einige Geschäftslokale betrat. Dies im Bunde mit dem nichts weniger als adoniSmäßigen Aussehen schien der Beamte für genügende Gründe zu halten, um den vermeintlichen Fechtbruder am Kragen nehmen zu können. In dem Geschäftslokale klärte sich natürlich die Sachlage auf, aber der Mißgriff war geschehen. Da man sich aber gegenseitig beleidigt hatte, wird daS Gericht wohl noch darüber zu entscheiden haben, ob ein beginnender Bollbart ein besonderes Merkmal der Fechtbrüder ist.
Vermischtes.
Bier (Senerttiene« LribkSr^firre. Bei feinem Aufenthalt in Breslau bei den Leibkürasfieren begrüßte der Kaiser auch durch Anrede und Händedruck den greisen BauemgutSbefitzer Mitt- mann aus Kurtfch bei Wäldchen, der gleich feinem Vater und Großvater selbst dem Leib- kürasfier-Regiment angehört und diesem auch seine 9 Söhne zugeführt hat; er hatte darum gebeten, vor seinem Ende noch einmal seinen Kaiser von Angesicht zu Angesicht sehen zu dürfen.
Gebt auf die Siader acht! Eine von der Universitätsklinik in Breslau geführte Stattstik ergab, daß unter 233 Fällen von Augenverletzungen, welche Erblindung zur Folge hatten, 20 Prozent durch Leichtsinn der Kinder veranlaßt waren. Die Gegenständ«, mit denen beim Spielen die Augen verletzt wurden, waren Messer, Gabeln, Bolzen, Scheeren, Licht Zündhüt
chen, Palser, Zirkel, Bleifedern und Stahlfedern. Durch Bosheit wurden etwa 12 Prozent der Erblindungen verursacht und zwar mit Faustschlägen, Steinen, Stangen, Peitsche und Stock. Auch Spielbälle und Schneebälle, welche mit Wucht das Auge treffen, find oft Ursache völliger Erblindung. Diese Verletzungstabellen sind wahre Sündenregister. Erblindungen durch Spielereien, Leichtsinn, Mutwillen und Roheit, die hätten vermieden werden können. Der alte Vers:
„Messer, Gabel, Scher' und Licht Nehmen brave Kinder nicht' kann gar nicht ost genug gepredigt werden. Von 939 Personen, die ein Auge in der Kindheit verloren hatten, waren in Paris 343 durch Schießen und durch Explosion von Zündhütchen verletzt worden.
Ein Etudeatensireich, der vor einiger Zeit von Mitgliedern der Korps „Guestphalia' und „Saxo - Borussia' in Heidelberg verursacht worden war, fand vor dem großherzoglichen Bezirksamt ein für die Beteiligten unangenehmes Nachspiel. Der Sachverhalt war folgender: In der Nacht von einem Sonnabend zum Sonntag drang eine größere Anzahl Studenten, die von einer Kneiperei kamen, in eine Bäckerei ein und belästigten den Meister und die Gesellen; diese riefen nach der Polizei. Dm Beamten gelang eS zwei Ruhestörer zu verhaften und zur Festßellunq ihrer Persönlichkeit nach der Wache zu schaffen. Die übrigen Musen- söhne erklärten sich mit den verhafteten Kvrps- brübern selbsthaftend und begleiteten sie zum Rathause. Dabei ging es nicht sehr sachte zu so daß trotz der Nachtzeit binnen kurzen ein Auflauf von etwa 300 Personen entstand. Mit vieler Anstrengung gelang eS der Polizei, nachdem sie acht Akademikern eine vorläufige Unterkunft im Amtsgerichtsgefängnis verschafft hatte, die Ruhe wieder herzustellen. Das großherzogliche Bezirksamt verhängte gegen die jungen Leute Haftstrafen von je 6, 10, 12 und Tagen, während einige von ihnen mit Karzer- strafen davon kamen. Gleichzeitig wurde die vorläufige Aufhebung der Korps „Guestphalia' und „Saxo-Borusfia' angedroht.
Der Hausdiener als Baran. Ein nobler Gast erregte im Juli d. I. in verschiedenen Cafäs in Leipzig einiges Aufsehen. Der Betreffende, ein noch junger Mensch, nannte sich „Baron von Szymankiewiez' und Mollte einer reichen polnischen Adelsfamilie angehören. Der Herr Baron war bald Stammgast in verschiedenen Cafss, wo er das Geld mit vollen Händen auS- gab. Einen Herrn, der zufällig Zeuge eines dieser Gelage wurde, interreffierte der unverfälschte Berliner Dialekt, den der „Herr Baron' sprach, in ganz besonderem Maße. Er hat den noblen Gast durch einen Kellner einen Augenblick hinaus und legitimierte sich als Kriminalbeamter. Zu seinem größten Erstaunen ergriff der Herr Baron das Hasenpanier und lief, was er konnte, die Straße entlang, wurde aber schließlich gestellt und festgenommen. Aus der Polizeiwache entpuppte sich der Herr Baron als der Hausdiener Karl Schmankiewicz, der bisher bei der Firma Reißmann u. Eo. in Berlin beschäftigt gewesen war. Bei dieser genoß er daL größte Vertrauen, so daß ihm eines Tages der Betrag von 989 Mark zum Bezahlen von Rechnungen ausgehändigt wurde. Mit diesem Eelde ging S. zum Bahnhof und fuhr nach Leipzig, „um sich einmal ordentlich zu amüfie- ren". Als er in Leipzig verhaftet wurde, war bas Gelb bis auf wenige Mark verjubelt. — Unter der Anklage der Unterschlagung stand Szymankiewicz' vor der Berliner Strafkammer L Der Gerichtshof erkannte mit Rücksicht daraus, daß der erst 19-jährige Angeklagte schon dreimal wegen Diebstahls vorbestraft ist, auf ein Jahr Gefängnis.
Ein An,eßet ben 2000 Eycrmuu»». Man berichtet aus Paris: Die französische Regierung geht mit dem Plane um, ihren Telephondienst umzuwandeln und daS automatische System einzuführen, wodurch viele Telephonistinnen stellungslos würden. Um nun die Schwierigkeiten zu lösen, Beschäftigung für diese jungen Mädchen zu finden, hat R. D. Neill, der Direktor einer „automatischen Telephongesellschast', die ein automattsches Telephonamt in der Paffage Vivienne in Paris eingerichtet hat, der französischen Postverwaltung den Vorschlag gemacht, für 2000 Telefonistinnen Männer zu besorgen. „Früher oder später', meinte Neill, „wird daS automatische System in allen großen Städten eingeführt werben und die Telehponistin überflüssig machm. Um die jungen Mädchen für
den Verlust ihrer Stellung zu entschädigen, will ich, wenn die fransösische Regierung unser Sy- stem annimmt, in Paris ein Bureau einrichten und bis zu 2000 im Telephondienst beschäftigte junge Mädchen nach Kanada schicken. I« Nordwesten Kanada? gibt eS genug junge Leute, die so viel Gelb gespart haben, um einen Hausstand begründen zu können, und die gern heiraten wollen. Für jedes Mädchen, das nach Kanada gehen will, werden wir die Kosten für Wohnung und Beköstigung bezahlen, außerdem geben wir auch Taschengeld für sechs Monate und tun unser möglichstes, um jeder einzelnen einen passenden Mann zu besorgen'.
Die Wüstenkur. Man berichtet au8 London: „Der Garten Allahs', ein kürzlich in London erschienenes Buch, scheint in vielen Engländern den Wunsch angeregt haben, näher der Wüste zu leben, als dies bei einem Aufenhalt in einem der teuren Hotels Kairos möglich ist. Unter der Organisation von Miß Mine Sheppard hat sich daher eine große Gesellschaft gebildet, die am 16. November von London aufbricht und in einem Lager in der Wüste wohnen will. Jeder Teilnehmer erhält ein Schlafzelt mit doppeltem Dach, daS innen mit farbigem Leinen ausgefchmückt ist. Der Fußboden wird mit einem orientalischen Täppich bedeckt. Außerdem ist für ein großes Speisezelt für alle und für ein Salonzelt für die Damen gesorgt. DaS Lager wird sich in der Nähe der Pyramiden befinden und von Kairo mit der Trambahn leicht zu erreichen fein. Die Kosten werden sich auf 140 Mark täglich belaufen, während ein Dra- goman täglich 40 Mark kostet. Die wunderbare Ruhe der Wüste ist den Hauptfaktor der Kur, die ein Londoner Arzt angeregt hat; zugleich verspricht man sich viel von der Wirkung der Sonne,
Mitteilungen aus dem Leierkreise.
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** Die Weihnachtsnummer der „Modernen Kunst" (Verlag von Rich Toag, Berlin W. 57; Preis des Heftes für Abonnenten 2 für Nicht-Abonnenten 3 Mk.) ist soeben zur Bev- senbung gelangt und somit gerade noch rechtzeitig, um als immer hochwillkommene Gabe auf ben Weihnachtstischen ihren Platz zu finden.
** Höhenklima und Bergwanderungen in ihrer Wirkung auf den Menschen — so lautet der Titel eines reich illustrierten, hochinteressanten Aufsatzes aus der Feder des bekannten medizini. scheu Schriftstellers Dr. med. Lewinski, den wir in dem neuesten 8. .Hefte der illustrierten Zett- schrift „F ü r A l l e W e l t" (Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg. Deutsches Verlagshaus Bong L Co., Berlin W. 57) lesen und der doppelte Beachtung verdient.
** Im Verlage von F. Bruckmann in München ist von Johannes Mauskopf ein dankenswertes Büchlein „Böcklins Kunst und die Reli- gion" zum Preise von 2 Mark erschienen-. An der Hand religiöser Bilder Böcklins werden _toir vom Verfasser tiefer eingeführt in das Verständnis der religiösen Seiten von Böcklins Vorstellungswelt. Auch in diesem Buche des Verlags muß man aber wieder hervorheben die sehr gelungene Nachbildung von Böcklinschen Bildern, allen voran das Mezzotintoblatt am Titelblatt des Buches das bekannte Selbstbildnis des Meisters mit dem Tode. Die Nachbildungen der Mezzotintogravuren sind sehr reichlich, besonders wird man viele kleinere relig. Bilder hier sehen, die bisher weiteren Kreisen noch nicht bekannt waren. — Alles in allem wird das Büchlein für 2 Mark ein schönes, kleines Weihnachtsgeschenk bilden, wenn man jemandem ohne große Unkosten eine Freude zu machen gedenkt. -th.
Der talMieohl! war wii*< aber nun bin ich so üeifer. das; ich nutit Iprechen ■■ tarnt, und der Husten läßt mich nicht schlafen. —— Aber ich begreife gor nicht, warum du dich MM damit Plagst I Kauf dir eine Schachtel Fay'« Sodener Mineral-Dastillen, die nutzen mehr ■■ als Tees und Bonbons und du sogst sehen: morgen bist du wieder ganz in Ordnung.
■■ Aber wenn du wieder zum Ball oder in <Se» sellschast gehst, nimm immer ein paar Sodener mit auf ben Weg und lutsche sie langsam: bann wirst du dch kaum erkälten und jede Indisposition sofort bekämpfen. — Für 86 Psg. per Schachtel üllerall erhältlich.
Rotationsdruck.
Verantworftich für die Redaktion; Jr
Dr. DoerkeS-Botztzar- in Marburg« j!