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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

________________ Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt. -

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______________ Reclamen: die Zeile 25 Pfg. Donmag, io. Dezember 1905. Marburg, Markt 21. Telephon 55. X

GrößcnderhSItniffe des SchuelldampsersKaiser Wilhelm II.

zum Booksdeck mißt 21,25 Meter, bis

zum des

0,16 2,89 1,98

0,17 2,61 2,82

Ge- SteiS toür.e 0,05 0,18

Raum zwisck)en dem Berliner Alten Museum und dem Kgl. Schloß hineingesetzt. Die Dampferlänge beträgt 215 Meter, die Entfernung vom Schloß zmn Museum 225 Meter; die Dampferhöhe bis

Besoldungsverhältnisse zeigen, daß zur Zeit des Mangels an Anwärtern für das höhere Lehramt eine nicht geringe Anzahl von Städten über die durch den Normaletat von 1892 und seine fünf Nachträge festgelegten Gehaltssätze hinausgehen mußten, um ihren Bedarf zu decken. Besonders oft haben Städte ihre Zuflucht zu der Anr^nung von Hilfslehrerjahren auf das Besoldungsdienst, alter oder zu einer günstigeren Verteilung der sogenannten Funktionszuläge von 900 Mark ge- nommen. Das Gehalt der Professoren und Oberlehrer beträgt an den städtischen Anstalten nr Berlin auf jeder Stufe 200 Mark mehr als die Sätze des Normalgehalts, an denen in Char- lottenburg unter Einrechnung der Funktionszu- läge anfangs 2800 Mark, nach 3, 6, 9, 12 Iah.

ren um je 600 Mark, nach 15, 18, 21 Jahren «m je 400 Mark steigend; dazu kommt in Char- lottenburg ein Wohnungsgeldzuschuß von 1000 Mark; in Friedenau wird das Wohnunasgeld der Servisklasse A, in Lankwitz das der Servis, klasse I gezahlt, in Lichterfelde und Steglitz be­trägt dies 800 M ark, in Grünewald 1200 Mark, in Zehlendorf 720 Mark.

+ Ungesunde Grobstadtkinder. Bei der Einschulung im Jahre 1904/05 wurden von den Schulärzten in Berlin 17 236 Knaben und 17 326 Mädchen, zusammen 34 562 Schüler untersucht, so daß auf jeden Schularzt es gibt deren 36 960 Untersuchungen kommen. Von den Untersuchten wurden z urückgestcllt: 1305 Knaben, 1622 Mädchen, zusammen 2927 Kin- der 8Va v. H. Ueber die bei der Einschulung in Ueberwachung genommenen Kinder und über diejenigen, bei welchen sich bei späteren Unter­suchungen krankhafte Zustände Herausstellen, werden Ueberwachungsscheine ausgestellt. Diese Kinder werden vom Arzt laufend beobachtet. Von den bei der Einschulung untersuchten Kindern wurden in Ueberwachung genommen: 3596 Kna­ben und 3445 Mädchen oder 20% v. H. der Un- tersuchten. Im ganzen standen während des Berichtsjahres 24 225 Kinder in Ueberwachung der Schulärzte, so daß jeder Schularzt durch- schnittlich 673 Kinder zu überwachen hatte. Es ist anzunehmen, daß sich die Zahl der Ueber- wachten, je mehr sich die Schulärzte eingearbeitet haben, noch steigern wird.

| die Feinde der religiösen Ideen würden einen großen Irrtum begehen, wenn ffe glauben sollten, daß die Religion ihren Angriffen erliegen werde.

Borderafie». An die wirtschaftliche Erschlie­ßung des alten Mesopotamiens, des äußerten, an Persien grenzenden östlichen Teiles des tür- fischen Reichs, dürften in nächster Zeit auch von englischer Seite bedeutende Kräfte und Mittel ge. setzt werden. Ein englisches Syndikat, dem der bekannte, durch sein Nil-Kanal-System berühmt gewordene Ingenieur W. Willcocks angehört, macht sich die Wiederherstellung der alten, tells der Schiffahrt, teils zu Berieselun gszwecken dienenden Kanäle im Stromgebiet des Euphrat ' und Tigris zur Aufgabe, um auf diese Weise die Vorbedingungen zu schaffen für eine mög­lichst erfolgreiche Wiederbelebung der natürlichen Hilfsquellen, die das zwischen Urfa, Moswl und Basra gelagerte Becken in alter Zeit in so außer­ordentlichem Maße besaß. Die Ansichten der Landeskundigen gehen dahin, daß die Ertrags- fähigkeit des Bodens keineswegs erschöpft ist, sondern daß im Gegenteil durch die Jahrhunderte ^irdurch währende Ruhe und Schonung sich Kräfte und Schätze angesammelt haben, die bei ihrer Entwicklung und Hebung reichen Gewinn versprechen. Die erste Bedingung für den Erfolg der hierfür aufgewendeten Arbert ist die stärkere Besiedelung des Landes. Konnnt dazu die Wie­dereinrichtung des weitverzweigten Kanalsystems, das in alter Zeft die mesopotamische Ebene be-

vorlage in ihrer Gesamtheit mit 179 gegen 103 ~timmen an. 8 Senatoren, darunter 4 Radikale, - netten sich der Abstimmung. Die radikalen

und auch dem Kaffee hat die öffentliche Meinung die ihm zugeschriebene gefährliche Wirkung ab- erkannt. Dazu kommt heute die Billigkeit des Zuckers, der nicht mehr im Ausland geholt wer­den muß, den vielmehr unsere eigene Industrie herstellt.

Professor und Oberlehrer ausgeführt waren; außerdem sind 11 Professoren und Oberlehrer zu Leitern in Entwicklung begriffener Anstalten ernannt worden. Keine Beförderung trat in der Provinz Schleswig-Holstein ein. 141 Kandida- len gelangten an den königlichen Anstalten zur festen Anstellung gegenüber 98 währeird des vor­hergehenden Jahres. 399 vollbeschäftigte Hilfs­kräfte mußten den Mehrbedarf an akademisch gebildeten Lehrern decken, nämlich 31 anstellungs­fähige Kandidaten (1904 22), 203 Probanden (1904 166) und 165 Seminarmitglieder (1904 135). Ein ganz besonderer Mehrbedarf an Hrlfsoberlehrern machte sich in Schlesien, wo 70 Hilfsoberlehrer, nämlich 3 anstellungsfähige Kan­didaten, 31 Probanden und 36 Seminarnütglie- der vollbeschäftigt werden mußten, und in der

I fruchtet hat, so kann, wenn es auch an Geld» I Mitteln zur Inangriffnahme landwirtschaftlicher! I Arbeiten nicht fehlt, eine bedeutende Hebung der I Ertragsfähigkeit des Landes in Aussicht gestellt I werden. Freilich wird es kein leichtes und I billiges Unternehmen sein, die Bewässerungska- I nöle wieder betriebsfähig zu machen. Mele von I ihnen sind entweder selbst völlig verschlammt oder I haben bei ihrer allmählichen Versickerung dem I' Boden einen sumvsartigen Charakter gegeben, so- I daß in solchen Fällen von der Wiederherstellung I des alten Zustandes abgesehen werden müssen.

Indessen hat Sir Willcocks in Aegypten, wo i>« Verhältnisse ähnlich liegen, so bedeutende Erfolge erzielt, daß seine Person allein eine gewisse Sicherheit für die Ueberwindung der Schwierig, feiten, die bei den geplanten Verkehrs- und Kul­turanlagen zu erwarten sind, bedeuten dürste.

China. Ueber die schon gemeldete Zurück- ziehung deutscher Garnisonen aus Schantung wird aus Tsingtau vom 25. Oktober geschrieben: Der Befehl zur Zurückziehung der beiden Kompagnien des 3. Seebataillons aus-" Kaumi und Kiautschou, der am 22. d. M. hier eintraf, bedeutete eine Ueberraschung für olle Kreise der Kolonie. Seit etwa 1% Jahren war hier eine Bewegung im Gange, die die Rück berufung dieserEisenbahnschutzwachen" nach Tsingtau zu bewirken suchte, da die chinesischen Behörden die Detachierung dieser beiden Trup­penkörper außerhalb des eigentlichen deutschen Schutzgebietes als einen Eingriff in ihre Rechte empfanden und wohl bis heute empfunden haben. Es herrscht hier über diesen Fall nur eine Ansicht: Hätte man sich deutscherseits vor etwa einem Jahre dazu bereitfinden lassen, die Truppen nach Tsingtau zurückzurufen, so wäre man in Peking bezw. Tsinan wohl gewillt ge- Wesen, eine Gegenleistung zu bieten (die notabene letzt kaum gewährt werden dürfte): die Etteilung der Konzession zur Inangriffnahme des Baues der Eisenbahn TientsinTsinanSüdgrenze von Schantung, deren Verlängerung die projektierte englische Bahn , nach Tschinkiang am Nangtse bil- den sollte. Diese Konzession ist uns jetzt aber so gut tote verloren; denn lauter als je zuvor erküngt heute tn China der Ruf! Los von Europa! Der Verlauf des russiich-japanischeir Krieges hat diese Bewegung im Reiche der Mitte gezeitigt, die durch systematische Ueber- schtoemmung -es Riesenreiches mit lapanischenBeratern" in verschieden- swr Form nur noch gesteigert worden ist. Der Befehl zur Räumung der beiden Garnisonen kam zu Plötzlich, als daß man jetzt noch von China ein Aequivalent für dieses Entaegenkommen hätte er­liefen können. Bemerkenswert hierbei ist das Verhalten der chinesischen Bevölkerung in den Kaumi und Kiautschou benachbarten Orten. Keine Spur von einem Seufzer der Erleichterung! Im Gegenteil!Deutsche Soldat jetzt bald nicht mehr da nicht gut."Gute Wolke" (chinesische Be- zetchnung für den bisherigen Arzt des Detache- ^b"i^Kaumi) auch fortgebn? nicht gut, immer sutc Mann", sagte mir gestern ein alter chinesi. scher Kaufmann aus Kaumi. Ein schönes Zeug- nis für unsere braven Truppen, die in der Tat in einem geradezu herzlich-freundschaftlichen Der- hältnis zu der chinesischen Bevölkerung gestanden haben.

Ausland.

Frankreich. Nach den amtlich richtig ge­stellten Ziffern nahm der Senat die Trennungs-

Süd» Saffee Kakao Tee flüchte

den wirkliä-en Rang der Räte 4. Klasse erhalten, ist noch nicht in Erstillung gegangen. Nicht ge­ring ist der durch die augenblickliche Sachlage hervorgerufene pekuniäre Ausfall bei Versetzun- gen, bei Dienstteisen und dergleichen. Von'den Oberlehrern sind 497 (417) neu angestellt wer- den. Von den unbesetzten etatsmäßigen Ober- [ lehrerstellen wurden 51 kommissarisch vermaltet und 10 waren mit seminarisch vorgebiideten Lehrern besetzt. An Hilfskräften wurden im verstossenen Jahre nur 89 anstellungsfähige und in einer preußischen Liste geführte Kandidaten, 418 (323) Probekandidaten und 280 (267) Se- minarmitglieder. Dazu kommen noch als voll- beschäfttgte 61 Theologen und 56 sonstige wissen­schaftliche Hilfslehrer. Stundenweise bezahlt

\ I -v«.vt|u;u|iiUi ivtcven umtiien, uno in oer o w wsileuschEiche Hilfslehrer. Wahrend die Rhemprovinz geltend. Die Nachweise über die Zahl der vorhandenen anstellungssähigen Kan- 1 -.......... - - - - -

didaten, d. h. der Praktisch ausgebildeten, von 165 auf 130 zurückgegangen ist, stieg die der Probanden von 349 auf 449, die der Seminar- mitglieder von 486 auf 545. Nach der großen Zahl der Meldungen bei den wissenschaftlichen Prüfungskommissionen und der Studierenden, besonders der neueren Philologie und Mathe- matik, ist auf die Ebbe in dem Nachwuchs des akademisch gebildeten Lehrerstandes eine Flut gefolgr. Von den Oberlehrern und Professoren starben int letzten Jahre 68 im Amte (1904 69), 96 traten in den Ruhestand (102) und 49 gegen 46 im Vorjahre schieden aus. 53 (38) Oberlehrer wurden zu Direktoren befördert, darunter 13, hie im vorigen Jahrgange schon nicht mehr als

Umschau* Lerbranchsentwicklung in Deutsch land.

Baum­wolle

1838/40 0.34

1866/70 1,81

1896/1900 5,54

1901 6,41

Schornstein 41 Meter, während die Höhe Schlosses sich auf 30 Meter, die des Museums auf 22 Meter beläuft.

Aus Schule und Kirche*

-f- Vor einigen Tagen gelangte die neue Dienstaltersliste der Oberlehrer Preußens zur Ausgabe. Die Liste erfefcint W zum zwölften Male bei Preuß & Jünger in Breslau als zweiter Teil des von Professor Dr Toeplttz und Professor Malberg in Breslau herausgegebenen Kunze-Kalenders. Die Zahl aller höherer Lehranstalten Preußens ist im Be- ttchtsjahre, vom 1. Mai 1904 bis zum 1. Mai 1905, von 612 auf 635 gestiegen, darunter sind 00 tu der Entwicklung begriffen. Den 426 Voll- Anstalten stehen 209 Nichtvollanstalten gegenüber- «m vorigen Jahre waren es 409 und 203. In' der Entwicklung befinden sich 9 Vollanstalten und 41 Nichtvollanstalten. An ihnen gibt es 7530 !* Mai 1904 1283) etatsmäßige Oberlehrer- neUen, doch waren davon 345 gegen 336 im -aahre 1904 unbesetzt. Die etatsmäßigen Stellen wurden von 2349 Professoren und 4836 Ober. Att)rern verwaltet. Im Vorjahre waren es 2207 Professoren und 4740 Oberlehrer. Seit dem . FWoten der letzten Dienstalterslisten (April urllw) sind weitere Beförderungen zu Professoren I nwit erfolgt. Der bisher übliche Julitermin hat nicht nur die Erfiillung tv Wunsches nach einer erheblichen Vermehrung tu Ernennungen nicht gebracht, sondern ist ohne Ernennung verstrichen, «uch der Wunsch, die Professoren an den preußi- Men höheren Lehranstalten möchten ebenso wie

Professoren des Kadettenkorps nicht mehr I den Charakter der Räte 4. Klasse, sondern |

Eine erfreuliche Erscheinung macht sich bei der Vergleichung des Jahresgebranchs bestimmter» hauptsächlich im Ausland erzeugter Waren be­merkbar. Der Fortschritt in der Entwicklung des Verkehrs und der Transportmittel, die weltwirt- fchaftlichen Beziehungen d-s deutschen Reiches er- Nwglichten es, Waren, die auf deutscher Erde nicht gedeihen, zu solchen Preisen zu beschaffen, daß dieselben heute bereits in umfangreichem Maße zur Befriedigung von Lebensbedürfnissen

untersten Volkes vorhanden sind. Ser , . ,t <- _----------

Kopfverbrauch auf's Jabr hat im deutschen Zoll. I 'blditer "klaren natürlich, der Senat und sein gebiet betragen: 1 snvACS*"t CK~n;A--B r m jr* c v-

0,06

0,0) 1,11 0,41

Der SchnelldampferKaiser Wilhelm II." deS Norddeutschen Lloyd ans dem Schloßplatz z« Berlin.

Unsere Abbildung zeigt einen guten Weg, sich Größenverhältnisse klar zu veranschaulichen. Man sieht den Schnelldampfer des Norddruffchen Lloyd, Bremen,Kaiser Wilhelm II." in den

Präsident Falliäres hätten ein Recht auf die Dankbarkeit der Republik für die energische und ruhiae Art, mit der die Erörterung dieses be- 1.01 ,0,01 0,04 I deutsamen Gesetzes durchgeführt worden sei.

269 ns« a>02 Der 6. Dezember 1905 sei ein geschichtliches

300 044 of5 I Datum allerersten Ranges in der Entwickelung

. Arrs diesen wenigen Zahlen wird uns wieder £gfc

einmal vorgeführt, mit wie bescheidenen Mengen I ® xl» 5 =380 =*', butl« b,e ttn noch unsere Großeltern und Ettern lin ihren Jahres erfolgenden Kammer-

jungen Jahren) ouskominen mußten und wie sich I Magien dieses Gesetz besiegeln werde. Die foii- iie Zeiten geändert haben. Sowohl für Kleidung I wwativen und die gemäßigt republikamschen wird heute im Volke besser gesorgt, als auch für Zeitungen erklären, die Mehrheit des Parlawe ts me Nahrung. Reis, Kakao und die Südfrüchte | habe einen schweren Fehler begangen und 1 werden ob ' 'nein als kräfttge Speisen anerkamtt I drückende Verantwortung auf sich geladen art