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mit dem Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain.

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Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Drittes Blatt

Kr MmM!

Huber schweigt.

DaS wirksamste Jnsertions-Organ für Anzeige« aller Art alS:

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Toerkes-Bovvard in Marburg.

Erscheint wöchentlich sieben mall

Druck imb Verlag- Joh. Ang. Koch, UmversitStS-Buchdrttckcr-i 40. Jllbkg Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Unteroffizier:Nun, Sie

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

altes Kamcel sollten das aber schon wissen!"

Auch 2 i n e Krankheit. A.:Allein hier? Wo steckt Deine Frau, wie geht's ihr?" B.:Ach, sie ist wieder leidend!" A.:O, woran leidet sie denn?" B.:Me seit Jahren am Dienstbotenwechselfieber."

Jdecnverbindltna. Studiosus Pum- pus (bei der Lektüre desFaust"):Verzeiht, es ist ein groß Ergötzen, sich in den Geist der Zeiten zu versehen. Tonnertvetter, da fällt mir ein, ich habe ja noch zwei JahrgängeZeitgeist", die ich versetzen kann."

Gefährlich.Leuteln," den Sepp, den reizt heut net, der möcht' gern raufen, dem hat der Doktor Bewegung verordnet!"

Ein Kenner. Feuerwehrmann (beim Brande einer Zigarrenfabrik, als er als erster eine Abteilung betritt, in der es sehr stark qualmt und übel riecht):Det scheint mir au bi Drei- Pfennig-Abteilung zu sind!"

Vierteljährlicher Bezugspreise btt Dtt Exxchition 2 Mk., MD 6)*7Q bet allen Postämtern 2,25 Mk. eexct. Bestellgeld).

JjS. m *5 JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.

Reclamen: die Zeile 25 Psg.

Geschäfts - Empfehlungen, Familien­anzeigen, Stellengesuche u. Angebote, Verkäufe von Grundstücken rc., Kaus­und Pachtgesuche, Vermietungen und Mietgesuche, Auktionen, Holzverkäuse, Vereins - Bekanntmachungen

ist für unsere Gegend die

OberheWcheAeitmra"

Vermischtes.

Auch ein Attentat. Das Opfer eines Bomben- ütentats glaubte ein Schlächter geworden zu sein, «ls ihm hinter dem Ladentisch plötzlich ein in Papier gewickelter harter Gegenstand an den fropf flog. Ein Kunde, der gesehen hatte, daß ein Junge das Geschoß von der Straße aus ge­worfen batte, setzte dem Attentäter nach, er- fvischte ihn und lieferte ihn dem Opfer seiner frevelhaften Tat aus. Auf Befragen bekannte nach denKiel. N. N." der Uebeltäter, daß ein Herr ihm das Packet und zehn Pfennige ge­geben habe mit dein Auftrage, ersteres in den Laden zu werfen. Er habe versehentlich des Meisters Kopf getroffen. Dieser hatte inzwischen die Papierumhüllung von dem Wurfgeschoß ent­kernt und darin ein Ende Wurst und einen Zettel snit folgender Aufschrift gefunden:

Wer Biere fälscht und Weine tauft, j Ist wert, daß er sie selber sauft. ! Wer aber Wurst macht, schlecht wie diese,

So hart wie eine Stiefelsohle, Ist wert, daß er sie selbst genieße. Aber ihn nachher der Deubel hole."

Das Bäuerlein und der Glühwein-Automat, tzn München hatte sich in einem Automatenrestau- tant _eht bäuerlicher Besucher eingefunden, der voll Staunen die unerhörten Wunder betrachtete, kuletzt verharrte er längere Zeit vor dein Glüh­weinautomaten und man sah's ihm an, er hätte gerne den Trank gekostet, wußte sich aber nicht K helfen. Dies hatte ein Spaßvogel beobachtet, r sich nun dem Biederen näherte und ihm er­klärte, er müsse oben das Zehnerl hineinwerfen und unten an dem Hahn den Mund Hinhalten. Tatsächlich tvar der Vetter vom Lande so naiv, dem Arglistigen zu vertrauen! Aber wenn dieser geglaubt hatte, jener würde den Mund wegtun, sobald der heiße Wein zu laufen beginne, so hatte er sich verrechnet. Der Bauer harrte aus und schluckte und schluckte, bis die automatische Quelle Versiegt war! Mit hochrotem Kopf trat er dann weg, wischte fich aber mit zufriedenem Lächeln den Mund, nickte seinem Berater zu und sagte: ,,Guat wars. Herr Nachbar, aber hoaß, sakrisch hoaß!" Der schlimme Scherz ist ja demnach koch gut abgelaufcn, aber eigentlich tvar cs eine Roheit, den Unwissenden "in die Gefahr zu bringen, sich eventuell furchtbar zu verbrennen.

Dir Ehefcheiduug in China. Den Söhnen des himinlischen Reiches wird die Ehescheidung im allgemeinen sehr leicht gemacht. Der Fran­zose Paul d'Enjoh hat sich der Mühe unterzogen, die ziemlich verwickelte Ehegesetzgebung in China Zu studieren, und er teilt nun die wesentlichsten iöestimmungen über die Scheidung nach chinesi- ischem Rechte mit. Der Mann kann seine recht-

rens gestraft wurden. Man erkundigte sich nun von höherer Stelle aus bei dem betreffenden Schuhmann, wie er die erlaubte und nicht er­laubte Fahrschnelligkeit taxiere, und, die, Antwort lautete:Ich schreibe sie alle auf, die hier durch­kommen." Und tatsächlich hatten alle gezahlt; keiner hatte sich ganz einwandfrei gesühft.

Die Droschke im Speisesaal. Als dieser Tage die Insassen einer Pension der Rue Croix-Nivert in Paris in dem zu ebener Erde gelegenen Speise- saal saßen, um zu dinieren, trat mit einem ge­waltigen Krach ein Ereignis ein, durch das ihnen die Lust am Speisen schnell und gründlich ver­leitet wurde. Die großen Scheiben des einen Fensters gingen in tausend Scherben, und eine Droschke mit zwei Pferden wurde in den Speise­saal geschleudert. Das Fahrzeug hatte auf der Straße einen Zusammenstoß mit, einem Straßen- bahnwagen gehabt und war mit solcher Wucht zur Seite geworfen worden, daß es den Weg durch das Fenster in den Sveisesaal fand. Der Kutscher der Droschke, der sich schon vorher durch einen Sprung zu retten versucht hatte,, wurde nnt schweren Verletzungen aufgefunden. Die Speisen­den kamen mit dem Schrecken davon.

Moderne Ehe. Mann:Nach Norderney willst Du? Das erauben meine Mittel nicht!" Frau:Faule Ausrede: an die Riviera könntest Du mich im Winter schicken,. . . ich habe mich im Anskunftsbureau über Dich erkundigt!"

Durchschaut. Renommist (als Sonntags­jäger bekannt):Kann Ihnen sagen, meine Da- nten, hatte gestern kaum mein Revier betreben, da lag auch schon ein totes Reh vor mir!" Eine Dame:Ach, das arme Tier, woran mag das wohl gestorben sein?"

Merkwürdiges Leiden. Karl:Mutter, ich fühle mich so schlecht überall." Mutter: Wo fühlst Du cs am meisten?" Karl:In der Schule."

Stoßseufzer. Pantoffelheld (einen rau­chenden Zimmerofen betrachtend): ,.%i, du Glück- kicher, du darfst rauchen ich nicht!"

Sollte es wissen. Unteroffizier:Huber, wissen Sie, wo die Wüste Sabara liegt?"

Marburg

Sonntag, 26. November 1905

mit ihren Beilagen: ,,Amtliches Kreisdlatt für die Kreise Marburg ««d Kirchhai«",Landwirt» schaftliche Mitteilungen" undIllustriertes Lonntagsblatt".

DieOberhesstfche Zeit«««" ist nicht nur i« der Stadt Marburg und im Kreis Marburg un» Kirchhain das

Sflr verbreitetste Blatt *WI sondern wird auch in den angrenzenden, zu unserem Landgerichtsbezirke gehörenden Kreisen sehr viel gelesen-

Bon jetzt bis Weihnachten werden, wie schon seit Jahren dann und wann geschehen, besonders die Sonntags-Ausgabeu in bedeutend stärkerer Auflage gedruckt und als AgitatiouS-Nummer verbreitet.

Wer also etwas kanten oder verkanten will, wer seinen Kundenkreis erweitern will, wer eine Stelle sucht oder zu vergeben hat, wer Arbeiten oder Liekernnaen ausschreiben will ntw. erreicht seinen Zweck am bellen -nid sbnellllens durch eine Anzeige in der

Oberhesstschen Zeitung"

der ältesten und verbreitetsten Zeitung in Stadt und

mäßige Frau verstoßen, wenn sie keine Kinder hat, sich schlecht beträgt, es an Achtung gegen die Eltern ihres Mannes fehlen läßt, wegen übler Nachrede, Diebstzahl tfyv. Eifersucht. Eine ge­schiedene Frau Darf toieo«.. heiraten, sie darf auch bei dem Mandarinen dz^ Ortes gegen die Schei- düng Berustüng erregen, wenn seitens des Man­nes ein M'ißbMich der Autorität oder eine Ver­letzung Gesetzes vorliegt, und er kann mit achtzig Hieben bestraft und gezwungen werden, seine Frau zurückzunehmen. Eure Scheidung kann auch eintreten, wenn der Mann oder die rechtmäßige Frau das Heim verläßt. Die, recht- mäßige Frau, die das eheliche Heim verläßt, be­geht ein Verbrechen, das mit hundert Hieben be­straft wird. In diesem Falle hat der Mann das Recht, sie zurückzunehmen oder sich von ihr schei­den zu lassen, er kann sie auch nach seinem Be­lieben an einen anderen verheiraten. Die Frau, die aus ihrem eigenen Antriebe nach ihrer Flucht, aber vor ihrer Scheidung heiratet,, wird zum Tode durch den Strang verurteilt: dieselbe Strafe trifft auch die Ehebrecherin. Verläßt der Mann das eheliche Heim, so muß die Frau drei Jahre ohne Nachricht von ihm geblieben sein, ehe sie sich scheideit lassen kann, und zu dieser Scheidung muß der Mandarin seine Zustimmung geben. Dann darf sie wieder heiraten. Verläßt die Frau vor Ablauf der drei Jahre auch das eheliche Heim, so erhält sie achtzig Hiebe, und bei einer Wiederverheiratung 100 Hiebe. Die Scheidung ist obligatorisch bei Ehebruch seitens der Frau, wenn die Frau ihren Mann oder der Mann seine Frau schlägt und schwere Wunden oder ständige Verletzungen wie Brüche, der Verlust eines Auges oder eines Gliedes die Folgen des Schla. gens sind. Es gibt auch bestimmte Hindernisse für die Scheidung. Die Ehe kann nicht gelöst lverden, ivenn die Frau mit dem Manne drei Jahre um ihren Schwiegervater oder um ihre Schwiegermutter-getrauert bat. ober wenn Mann und Frau arm geheiratej haben und zusammen reich geworden sind, oder wenn die Frau keine Familie hat, in die sie zurückkehren kann.

Die versunkene Hochzeitsgesellschaft. Gelegent­lich einer Hochzeitsfeier in Wallbach, Großherzog tum Baden, an der ettva 100 Personen teilnah­men, brach plötzlich beim Abendessen der Fuß­boden des Saales durch tind sämtliche Hochzeits­gäste nebst den Musikanten versanken unter einem Gewirr von Möbeln, Tischgeräten und Speisen in der Tiefe. Nur das Klavier ist zurückgeblieben, das Jnstnunent hängt allerdings auf einer schie­fen Ebene, man l>at es am anderen Morgen mit einem Seil an einem Kreuzstock befestigt, damit es rächt noch nachstürzt. Glücklicherweise verlief der eigenartige Unfall ohne erhebliche Verletzun­gen, da die alarmierte Feuerwehr sofort zur Stelle war und die Bedrängten mittels Leitern aus ihrer schrecklichen Lage befreite. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß eine eiserne Säule auf einem schvochen Vkauerwerk ruhte, das durch die Last nach und nach auseinandergedrücki wurde.

Ei» probates Mittel. Eine köstliche Geschichte trug sich kürzlich in der Nähe von Potsdam zu. In einem kleinen Orte mor es ausgefallen, daß so viele Automobilsabrer wegen zu schnellen Fah-

Land

Entgegenkommende Berechnung bei laufenden bezw Jahresaufträgen.

Beiträge zur Chronik von Marburg.

Von L. Müller.

(Fortsetzung.)

V Am 9. Mai starb plötzlich der langjährige Vorsitzende des Turnvereins Otto Pabst. Der- selbe trat bei Gründung des Turnvereins am 28. Juli 1860 im Alter von 15 Jahren als Zög- ling in denselben ein. Der Bau der neuen Volks­schule wird von Reifing & Ziggel ausgeführt und ist bis zum 1. Stock fertig. 1620 Studenten sind in diesem Semester in Marburg, über 500 Wurden neu eingeschrieben. In der Elisabethkirche wll an «teile der jetzigen Holzkanzel von einem Straßburger Bildbauer aus Staatskosten eine steinerne Kanzel hergestellt merbcn.

m 1888 einzige Wasserleitung aus der

r . die un vorigen Jahre auf Veranlassung oes Geh. Rat v. Behring geschlossen wuroe, inirb Vach Beschluß der städtischen Behörde wieder in Wtirtcb gesetzt. Eine Kommission aus Berlin tzur Untersuchung des Wassers hat die Morbacher Ouelle für gut befunden. Zur 53er. tzrvßerung des Platzes bei der Volksschule muß Noch ei» Sluck von Oekonom Hofmann erworben werden. Die Bezirkssteuer für den Regierungs- Dezirk betrögt 590 940 Mark. 90 940 Mark mehr rote im Jahre 1904. Am Steiuweg, am Hause Nr. 19 wurde am 6. Juni eine Gedenktafel für »en^prof. jur. Adolph v. Vangerow angebracht, i Deutschen Kabelwerke in Berlin erhielten ?5n,, chschlog für die Legung der Kabel zum Elektrizitätswerk für das Angebot von 102 351 Mark.

. SDn Tage der Sonnenwende, dem 21. Juni sich kie Studenten der Universität pnd begingen bei her Bismarckftmle einen gro- dcftoft, der mit einem Fakelzna aus dem

Kämpfrasen endete. Die Klage des Spediteurs Heppe gegen die Stadt Marburg wegen Wahl­beeinflussung bei den städtischen Wahlen. 1903 wurde bei dem Oberverwaltungsgericht zu Gunsten der Stadt entschieden. Die gewählten Stadwerordneten können nun eingeführt werden. Die Oberrealschrtle hatte bei der Schillerfeier eine Festlichkeit.

Beim Baden ertrank am Wehrdaertveg der Student Wilh. Naderhoff aus Bracke i. W.

Der Treppenaufgang zur Mühltreppe soll nun vom Rilgriiirstein, nachdem das Boppsche alte Brauhaus abgebrochen, stilgemäß restauriert werden. Der Voranschlag von 5500 Mark war den Stadtverordneten zu teuer. Tie Kirchen­steuer in der luth. Gemeinde beträgt 12 Proz. und bei der reformierten Gemeinde 9 Prozent der Staatseinkommensteuer. In der Elisabeth­kirche im Chor wurden weitere 10 bunte Fenster, die 1857 unter der Leitung von Prof. Lange von Glaser L. Urff & Baier in der Werkstätte am Leckergäßchen angefertigt wurden, heraus- genommen, um in Frankfurt unter Beibehaltung nur der alten Gemälde stilgerecht hergestellt zu werden.

Die Volksschule ist. am 1. Juli 3 Stockwerk hoch. Der Mühlhof wird zur Turbinenanlage gawz o.usgeswachtet, die Maurerarbeiten macht der Maurer Peil ans Ockershausen. Jin Juni und Juli haben wir große Hitze, oft 30 bis 32 § R. im Schatten. Der Mühlgraben ist abgedämmt und tiefer gelegt, bei der Mühle hat man eine Notbrücke darüber gebaut. Ter östliche Mülllen- bau wird zum Elektrizitätswerk umgebant und große Fettster gebrochen.

Am 5. Juli gab es nach vorausgegaugenem heftigem Sturm, der in der Frankfurterstraße einen großen Linden bäum umwarf, abends gegen 8 Uhr ein. arges Gewitter. Bei dem Angebote

zum Elektrizitätswerk für Maschinen, Arkluma- titrcn, Batterien, Schattafelu usw. crhielts Sie- mens-Tchuckert in Frankfurt mit 48 357 Mark den Zuschlag.

Bei dem Anschießen vom Bachsest aus dem Sch'st'ennsgll '»rang die dem Schützenverein ge­hörige Kanone, zum Glück ohne großen Schaden anzurichten. der Schützenhaüe flog ein Ge­fach davon durch. Die Bürgersteige der Bismarck- und Savigntzstraße worden mit Zeme-ntplatten belegt. Das alte Gewölbe über deut Ausfluß des Mühlgrabens im Miilhof nach der Brücke wurde eingeschlagen. Neben der Ercrzicrhalle am Kämpfrasen wird ein Gebäude für das Jäger-Bataillon errichtet von Wick. Ein zweites Gebäude für genanntes Bataillon wird neben dem Pfeifferschen Garten vom Unternehmer Meckere gebaut. Das Stück, welches Hoffmann noch zur Volksschule abgibt, kostet 1500 Mark. Der der Universität gehörige Spielplatz muß den neuen Straßenanlagen wei­chen. Derselbe wird auf die sog. städtische Weide, welche die Universität auf 30 Jahre, pro Jahr für 1500 Mark pachtet, geleg. Damit hört die letzte städtische Bleiche auf. Die Ausgaben der städt. Armenkasse betragen 41 000 Mark, die Stadttasse muß jährlich 14 000 Mark zu schießen. Es ist sebr heiß, durchschnittlich (15. Juli) 24" R. Ucber die Entnahme von Elektrizität wurde ein Regulativ gemacht, bei Abnahme von 100 000 Kilowattstunden beträgt der Preis 18 F, für Krasrbetrieb 20 I, der kleinere Abnehmer zahlt 55 F für die Kilowattstunde. Ter ehemalige Heppcsche Garten am Götzenhain soll zu einem Spielplatz eingerichtet und mit Anlagen versetzen werden. Der Treppenausstieg zur Mühltreppe kostet nun 1800 Mark und wird hergestellt.

Am 16. Juli ging ein schweres Gewitter nie- der, das 4 Stunden cm hielt; in der Umgegend

wurden einige Leute vom Blitz getötet. In tet Woche vom 15. zum 23. Juli wurden hier 23 Kinder geboren, während 6 Sterbefälle vorkamen. Im Südviertel hat man den letzten Brunne» beseitigt, der am Eingang der Jägersttaße stand; früher hatte das Südviertel 3 öffentliche Brun­nen. Vom 3. bis 8. Ang. herrschte große Freude bei dem Korps Teutonia, welches das 80. Stift tungsfefl feierte und zugleich das neue Vereins­haus mnweihien. Selbstverständlich wurde an der Schwanapotheke der Schwan wieder blau air- geüricheu. Zmn Heraussckafsen der Erde aus dem Mühlgraben, dar nun ganz abgelassen wurde, hat man ein Geleise in denselben gelegt, und man nun diese mittelst Kippwageu herausfährt und die Dammstraße damit auffüllt. Die Deutsch- Haus- und Biegenstraße werden mit Zement- platten belegt. Die Kosten betragen 3400 Mark, Diese Straßen sollen noch mit Bäumen bepflanzt werden. Nach W-i Jahren wurden die gewählten und beanstandeten Stadtverordneten in ihr Amt eingeführt. Für das Elettrizitätswerk wird eine große Pumve angeschafft. Tie Wilhelmüratze von der Ha'pel- zur Bisnmrckstraße wird ge- pflastert und die Bürgersteige mit Zement ge­macht. Im Müblhof werden die Holzmodelle zu den Turbinenanlagen in Beton gelegt, wozu Hunderte Zentner .Zement verbraucht toerbcit. Das a'funb Butter kostet 1.30 Mark und die Fleischpreise haben eine immense Höhe erreicht.', Infolge der anhaltenden Trockenheit fällt das,' Obst von den Bäumen. An der Volksschule wird das Dach aufgeichlaaen. Im Archiv der Elisa-' bethkirche sand eine Anzahl in Berlin restaurierter! ans dem 13. Jahrhundert stammende bunte Fenster Aufstellung. Seit 3 Tagen Regenwetter. Die am 30. August stattgefundene Sonnenfinster-' nis hatte man reine Gelegenheit zu beobachten.

'(Schluß folgt), r