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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt. --------

M 275

Virrteljährlicher BczugSpreir. bet »et ExpLitum 2 SßlL, bet afltn Postämtern 2LS Mk. xe$cL Bestellgeld).

JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Mittwoch, 22. November 1905.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck tmb Verlag' Jols. Ang. Koch, Untversttätr-Buchdruckerei

Marburg, Markt 2L Telephon 55.

40. Jahrg,;

t:

Zweites Blatt

.Oberbeff. Ztg » gestattet.)

1 luge $ Söhne

1. Uhrenfabrik Glashütte (S)

30 1. Preise) empfiehlt ihre Fabrikate bei Vertreter.

Ouft Zonnen, Bahnhofstraße 10. »

verantwortlich für die Redattioar

Dr. DoerkeL-Botzpard in Marburg.

Der bekehrte Sozialdemokrat. Vom verstorbe» nen Pariser Rothschild erzählt ein englisches Blatt 'eine hübsche Anekdote. Baron Alphonse hatte einen Kammerdiener, der Alphonse hieß wie er und ein überzeugter Sozialist war. Sein Herr war das nun gerade nicht, so gut er auch mit den Sozialisten, selbst zurzeit der Kommune, auszukommen wußte. Baron Alphonse duldet» also, daß sein Diener Alphonse die Sozialisten- Versammlungen besuchte, bis eines Tages der Getreue selbst auf seinen Ausgang dafür ver­zichtete. Warum? wollte Baron Rothschild wissen. Da erklärte ihm sein Diener, er ziehe sich vom Bunde der Genossen enttäuscht zurück.Sie haben ausgerechnet, daß aller Reichtum Frank­reichs der Ihre nicht zu vergessen, Herr Ba- Jon- auf den Kopf der Bevölkerung verteilt, 2000 Francs ergäbe und ich habe jetzt 3000."

Wie in Rußland Notstands - Unterstützungen gezahlt werden, darüber wird aus Petersburg be­richtet:Die Bauern der im Kreise Iftshni Now- gorod belegenen Doskiuskaja Wolost hatten schon im Frühjahr in Voraussicht einer Mißernte an !eine Bitte um Unterstützung gedacht. Ende Jrmi war dann die ganze Bauerngemeinde zu-

Vermischtes.

| De« spanischen Schatzschwindlern ist es ge­lungen, zwei Einwohner Hannovers um 7000 Mk. zu prellen, obgleich man denken sollte, daß die fortgesetzten Warnungen vor diesen Raubrittern mittlenveile jedem die Augen geöffnet hätten. Wenn man allerdings sieht, mit welcher Ausdauer die edlen Spaniolen Deutlchland mit ihren Schwindelbriefen überfluten, so muß man an- nehmen, daß sie mehr Dumme finden, als be­kannt wird. Einem Schuhmachermeister war Anfang Oktober ein Brief in der bekannten Art zugegangen. 6000 Mk. sollte er selbst noch Madrid bringen, damit der verhaftete Bankerot­teur gegen Zahlung der Gerichtskosten in den Besitz seines Gepäcks gelangen und sein darin enthaltenes Vermögen wieder erhalten könne. 500 000 Franken sollte der Retter bekommen. Unser Schuster beriet den Fall mit einem Freunde, einem Barbier, und beide dampften nach Madrid ab, in der Hoffnung, einen Riesenschnitt zu machen und mit einem Schlage reiche Leut» zu werden. Wie ihnen verheißen, nahm vor der Tür desZuchthauses" zur bestimmten Stunde ein Diener sie in Empfang, ließ sich die 6000 Mk. geben, ging in die Ansicht und kam mit einem Scheck über 40 000 Mk. wieder, den er den beiden Hannoveranern einhändigte und ihnen versprach, er werde die übrigen 460 000 Fr. ihnen baldigst nachschicken. (I) Eine BerlinerBank", auf die der Scheck gezogen war, wurde im Beisein des Diener« antelegraphiert und gab die Auskunft: I

Die Ausgaben des Reiches.

Weist die gegenwärftge Lage der Reichsfinan- zen an sich schon mit geradezu zwingender Ge­walt auf eine beträchtliche Vermehrung der eige­nen Einnahmen des Reiches hin, so erscheint die­ses Bedürfnis noch ungleich dringlicher und grö- her, ivenn ntan sich die Entwicklung der AuS- gaben des Reiches vergegenwärtigt. Schon Wtzt zeigen einige Ausgabe Positionen des Etats auch ohne Erweiterung ihrer Zweckbestimmung eine die regelmäßige Zunnahme der Einnahmen über, wiegende steigende Tendenz. Dies gilt insbe­sondere von dem Reichszuschuß zu der Invaliden- und Altersversicherung, dem allgemeinen Pen­sionsfonds und namentlich von der Reichsschuld. Hier nimmt nicht nur der Bedarf für die Ver-

Schule. Von Heinrich Steinhaufen. Wolf- Ferrari. Von Richard Batka. Lose Blätter: Aus Otto ErlersZaren Peter". Rundschtu: Literarischer Ratgeber. Neue Bücher. Deutsche Dichter in den Schulen. Berliner Theater. Rftinchner Theater. Wiener Theater. Siegfried WagnersBruder Lustig". Die Musik auf dem Kunsterziehungstage in Hamburg. Neue Lieder. Max RegersSinphonietta". Von wem's gs« macht wird? Eine Fächerausstellung in Berlin. Das verschönerte Haus. Deutsche Zeichner. Archftekturskizzen". Die Gymnastik auf dem Kitnsterziehungstage. Schneider & May.

Marburg, 21. November.

* Postalisches. Jeder Landbriefträger fuhrt stuf feinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sich, <n welches er die von ihm angenommenen Sen­dungen mit Wertangabe, Einschreibesendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Pakete und Nach. Nahmesendungen einzutragen hat. Gleiche An. rwhmebucher werden auch von den Inhabern xfL.,0!* fixieren Landorten errichteten Post- hchsstellen geführt. Da dem Absender das Recht üeümm^'w P' Eintragungen selbst vorzu- und Verwst/n um sich vor Weiterungen tverden o S«nug empfohlen

bber bei mitzugebenden

ten ^osthilfsstellen zur Weitergabe an

niederzulegenden Post- ^^uugsbetrage Wertsendungen usw. tunlichst trSä &l s «mtabmrtu* des Landbrief, foenigsten^ch^u^d^'lisstelle einzutragen oder K 8 nch von der Buchung durch den Land- fcS8 ** »wmAS «T

fern beniemgen jungen Man. I

welche m dem Zeftraum vom 1. Jvnuar bis I

zinsung so rasch und steftg wie dieselbe selbst zu, eS steigt auch der Bedarf für die Diskontierung der Reichsschatzscheine, die wegen der Gering.

* fügigkeit des Betriebsfonds der Reichskasse zur Begleichung einer vorübergehenden Unzulänglich­keit der Einnahmen zur Bestreitung der fälligen Ausgaben auszugeben sind. Dazu stehen betracht, sich weitere Mehrausgaben in sicherer Aussicht Das Militärpensionsgesetz, dessen Vorlegung einem dringenden Wunsche des Reichstages ent- spricht, bedingt erhebliche Mehraufwendungen. Deren Betrag hängt zwar von der Gestalt ab, in her das Gesetz schließlich zustande kommt, aber, wieimmer diese auch sein mag, eine beträchtliche Erhöhung des Bedarfs für die Milsiärpensionen fit auf jeden Fall unvermeidlich. Die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses für die Unter- beamten ist, wie im Reichstage gleichfalls voll anerkannt ist, nicht minder unabweisbar. Ferner bedingt auch die Vervollständigung unserer krie­gerischen Rüstung zu Wasier und zu Lande eine beträchtliche Vermehrung der Aufwendungen. Namentlich bringt die unerläßliche Verstärkimg der Flotte eine erhebliche, zum Teil steftg stet- gende Erhöhung des Flottenbudgets mit sich und stwar sowohl im Ordinarium und im Extraordi- nariurn des ordentlichen Etat. Endlich ist eine Entlastung des Reichsinvalidenfonds sowett, daß sein Kapitalbastand für die Ausgaben reserviert bleibt, für die er ursprünglich bestimmt und be­messen war, unbedingt notwendig, wenn nicht Eh dessen vorzeftiger Aufzehrung der ganze aus

1 Zur Zeit bestrittene Aufwand unvermittelt ordentlichen Einnahmen zur Saft fallen soll. Hier ist in der Tat Gefahr im Verzüge. Denn, jhwnm mit der Inanspruchnahme des Kapitals des Jnvalidenfonds in der bisherigen Weise fort- gefahren würde, ist dessen vollständige Aufzeh. kung 1910, vielleicht noch früher, zu gewärtigen; der alsdann noch vorhandene Bestand an Pen- sionen, der auf mindestens 35 Mill. Mark ber«h- net ist, müßte aus den laufenden Mitteln des Etats gedeckt werden. Diese Perspekftve redet für sich Bände. Daß auch endlich einmal ernst- Nch an die Tilgung der Reichsschuld gegangen werden muß, wenn diese nicht zu einer drückenden Mst anwachsen soll, ist gleichfalls klar. ES un- t^lregt. daher keinem Zweifel, daß die Ausgaben . braches in den nächsten Jahren eine außer- or^ntlich starke Zunahme erfahren werden, und I m demzufolge, wenn nicht Abhilfe geschaffen Wwd das zurzeit schon bestehende Mißverhältnis I »toiidieii ben Einnahmen und Ausgaben, daS mit I 150200 Millionen nicht zu hoch bemfifen I wurde, noch beträchtlich größer werden muß. I

[ 31. Dezember 1886 geboren sind, in Erinnerung I gebracht, daß sie zur Vermeidung von Nachteilen I und Weiterungen sich mit Geburtsscheinen, welche I von den Standesämtern foftcnfrei ausgefertigt I werden, zu versehen haben. Der Zeit.Pnntt für I die Anmeldung zur Rekrutieruigsstammrolle wird I in der ersten Hälfte des Monats k. I. bekannt I gemacht werden.

I * Schonet die Augen. Ungewohnte Anstten- | gung der Augen beim Schreiben, Lesen und Zeich- I mn im Dämmerlicht schwächt die Augen und dos I Sehvermögen ungemein und befördert die Kurz- I sichftgkeft, dieses in erschreckender Weise weit ver- I breitete Nebel. ES haben Elteni und Erzieher ge- rade in der Herbstzeit ihr Augenmerk aus die Er- I Haltung der Sehkraft ihrer Kinder oder Zöglinge I zu richten, denn jetzt, wo die Dämmerung immer I früher hereinbricht, pflegen die Schulkinder mir I zu leicht noch bei ganz unzureichender Beleuchfting I zu lesen und zu schreiben, ja, man sieht die Mäd- | chen häufig bis spät in die fast völlige Dunkelheit I hinein mit feinsten Häkel- und Stickarbeiten be- I schästigt. Es ist daher in der Jetztzeit eine ernste I Pflicht: Zündet rechtzeitig die Lampen an!

I * Alters«, Invaliden- «. Krautenrentrtz. Für I den Kreis Frankenberg stellen sich die Ergebnisse der I Bewilligung von Alters-, Invaliden- und Kronkenrenten I in der Zeit Born 1. Januar 1891 bi? Ende Sept. 1905 I wie folgt: Die ringegangenen Anträge auf Altersrente I betrugen 198. Davon sind erledigt durch Renten- I bewilliaung 150, durch Ablehnung 44, durch Tod der

Antragsteller rc. 4. Der Gesamt-Iahresbetrag der be­willigten Renten belief sich aus 15495.6 Mk. Von den Rentenempfängern find bezw. waren beschäftigt in der Landwirtschaft 92. in der Industrie 14, im Handel und Verkehr 0, durch Lohnarbeit wechselnder Art 18. int Staatsdienst 23 und im Gefindedienst 3. Rach Abgang durch Tod ic. bleiben noch zu zahlen 39 Tosten im 'Be­trage von 5336.20 Mk. Die ringegangenen Anträge auf Invalidenrente betrugen 400. Davon sind erledigt durch Rentenbewilligung 313, durch Ablehnung 69. durch Tod der Antragsteller rc. 18. Der Gesamtbetrag der bewilligten Renten belief sich auf 42215.40 Mk Von den Renteuempfängern find bezw. waren beschäftigt in der Landwirtschaft 184, in der Industrie 64, im Handel und Verkehr 7, durch Lohnarbeit wechselnder Art 16, im Staatsdienst 23, im Gesinde- dienst 19. Nach Abgang durch Tod rc. bleiben I noch zu zahlen 192 Posten im Betrage von 25437.20 Mark. Die einaegangenen Anträge auf Krankenrenten betrugen 15. Davon sind erledigt durch Renten- bewilligung 15. Der Gesamt-Jahresbetrag der be- willigten Renten belief sich auf 2170.80 Ml. Von den Rentenempfängern sind bezw. waren beschäftigt- in der Landwirtschaft 8, in der Industrie 0, durch Lohnarbeit wechselnder Art 4, im Staatsdienst 1, im Gefindedienst 2. Vlad) Abgang durch Tod bleiben noch I zu zahlen 5 Posten im Betrage von 755.40 Mark. Der Gesamt - Jahresbetrog der bewilligten Renten I betrug überhaupt 62881.80 Mk. Von der Landes- I Versicherungsanstalt Hessen-Nassau, deren Bezirk die I Regierungsbezirke Cassel und Wiesbaden, sowie daS I Fürstentum Waldeck umfaßt, sind seit dem 1. Januar I 1891 überhaupt bewilligt: 9238 Altersrenten im ®e- I sammt-Jahresbetrage von 1276 229.00 Mk., 29433 In- I Validenrenten int Gesamt - Jahresbettage von I 4367227.10 Mk., 2028 Krankenrenten im Gesamt- I Jahresbetrage von 867092.10 Mk., im Ganzen 40 t,99 I Renten mit einem Gesamt » Jahresbetrage von I 5970548.20 Mk. Hiervon sind nach Berücksichtigung I der durch Tod rc. erfolgten Abgänge Ende Sevt. 1905 I noch zu zahlen 2912 Altersrenten im Gesamt- I Jahresbettage von 432606.60 Mk., 16307 Invaliden- I renten int Gesamt-Jahresbetrage von 2404009.00 oik. I 963 Krankenrenten im Gesamt - Jahresbetrage von I 154030.30 Mk., im Ganzen 20182 Renten mit einem I Gesamt - Jahresbetrage von 2990645.90 Mk. Der I vom Reiche zu leistende Zuschuß beträgt 1009100 Ml. I Mithin bleiben Ende Sept. 1905 aus Mitteln der I Landes-Derficherungsanstalt Hessen-Nasiau an Renten I zu zahlen jährlich 1981 545 90 ML I

Marburg Urngegeud.

aller Crtgtnalartitd ist gemäß § 18 bei Urheberrecht- nur mit der deutlichen Quellenangabe

I »Scheck ist gut, alles in Ordnung." Naftirlich I sarnmengekornmen und hatte ein Gesuch um ehe 1 steckte die gar nicht aufzufindende Berliner I Unterstützung zur Aussaat eingereicht. Mitt I »Bank" mit den Schwindlern unter einer Decke, I August erfuhren die Bauern von den Wolostält« I denn als die Hannoveraner nach acht herrlich der- I slen, daß die ersehnten Unterstühungsgelder it I lebten Tagen in die heimatlichen Gefflde zurück- I der Landschastsverwaltung eingetroffen seien. Di, I kehrten und den Scheck auf einer Bank vorzeigten, I Freude war groß. Alles begab sich in die Wch kam es an den Tag, daß die beiden Leichtgläubi- 1 lost-Verwaltung, selbst die wohlhabenden Bauern, I sien in die plumpste Falle gegangen waren, die I deren Kornspeicher brechend voll waren, die ab» IQtt klch denken kann. Ihre 6000 Mk. und 1000 I jederzeit der Meinung sind, daß einüberflW I Mark Reise- und Vergnügungskosten sind sie los, I siges Zehnrubelstück die Tasche nicht gleich zevz I um eine bittere Erfahrung reicher.Sie" wer- I reißen wird." Nun spielte sich folgende I den eben nicht alle! I ab: Ein armes Bäuerlein tritt mit hoffnungs*

Können Männer ,,Mütter" werden? AuS I freudigen Blicken an den Tisch des Wolostältestetz I Milwaukoe schreibt man derD. Tagesztg.": I v^ran. Nun hat das Hungerleiden ein Ende, I Obige Frage dürfte das Kopfschütteln jedes ver- Im ^^«^kleidende. Es kommt aber ach I nünftigen Menschen, ob Männlein oder Fräulein, I ^cr®-. ®erAelteste setzt ihm gelassen folgendes I erregen. So etwas würde man nicht mal am I au.-etQnöer:Du bekommst für drei Familisp | 1. April einen fragen. Und doch ist imLande I mrtglreder soviel (15 Rubel). Davon geh«( I der unbegrenzten Möglichkeiten" diese Frage nicht I an Versicherungsgeldern für dieses Jährt

I nur gestellt, sondern sogar bejaht worden; aller- | 'Oviel an Vwwst-, soviel an Dorfsteuern ab, fett

I dings mit der Einschränkung: die Männer können I anderen Rückständen soviel. Bleiben 4fl I nuraußerordentliche" Mütter werden. Wie das I , ?bcken. Hier hast Du siel Das arme Bäuev,

I möglich ist? Ganz einfach: Der vielgenannte I *e,n beginnt bet dieser sts>orra scheu den Mitteilung

I mnerikanischeVerband der Mütter" (American I zu heulen. >;ns Gehaul sfimmen auch dir

I Mothers Association) hat aus einem seiner I anderen Vauern Än.,Eine schone Art der Um

Konvente beschlossen, auchbloßen Männern" terstutziing I Werdet ihr allen die Rückstände ab«

seine Mitqlied'Haft zu eröffnen. Mit anderen Stehen? »Allen! So fit es unS befohlen wo»

Worten: 'Jeder amerikanische Mann kann jetzt °,en - - - Die annen Bauern tanken emefi

Mutter werden. Sie haben ober ihren Beschluß I l «tran, bet ber Landschaft Beschwert«

dahin eingeschränkt, daß die Männer wohl I $u, Vieren geben obet bald diesen Gedanksr

Mütter" werden, aber nicht dasMütter"- «uf, da es doch zu nichts fuhren wurde". DaS

Stimmrecht genießen könnten, das den alten | Endergebnis war, daß die reichen Bauern, Jw Jungfern des Verbandes durchaus nicht borent- I kknteritutzungzur Aussaat gar nicht notig halten ist. Daß die Männer nur außerordentliche I ,?ne ausbezahlt erhielten, wen

Miitter" werden dürfen, die Hagestolzen Jung- t£)nen ^r rückständige Zahlungen nichts abgez» freuen ober ordentliche, ist eigentlich gar nicht I ®en hmrDe!

durch tatsächliche Verhältnisse gerechtferftgt. Die I -------------

jungfräulichen Klubdamen sind sicherlich diejeni- I , ,£

gen menschlichen Geschöpfe, welche die geringsten I -UlulCtllinQtn QU§ DßlH ßC)ClnCt|C. KTnXÄSn ft5da?duLu?niL^ bie unter dieser Rubrik veröffentlichten Artikel Bei manchen Mannnn ist daS durchaus Nicht der I Lberntmmt die Redaktion nur die pretzgesetzttche Ver« Fall, namenrlich bei benjentgen nicht, welche gerade I antwortung. nicht aber die dem Publikum gegenüb«, so eine mit Komiteesitzungen vielbe'ch-'ifftate Klub- I m .

dame ihr Eigen nennen. Während ihre besseren I Notschrei um mehr Licht!

Hälften mit Frauen und Jungfrauen die Köpfe I In der Fvcmkfurtersttaße werden morgenS, .Msarnmenstecken, um Theorien über die bestmög- I wenn es noch stichdunkel ist, die Straßenlaterne« lichste Kinderpflege zu formulieren, muß so ein I ausgelöscht, trotzdem um diese Zeit ein recht reg« traurigerHerr der Schöpfung" oft genug I Verkehr von in die Stadt eilenden Arbteiten» Mutterstelle" vertreten. I herrscht. Könnte man daS Licht nicht et«

Ä sr S ab m M, MM»

Yorker Gesellschaft einnimmt, kürzlich die Ursache I 0 *

einer aufregenden Jagd war, da sie sich bemühte, I __________________Arbeiter.

die Beschlagnahme eines geschmuggelten Perlen- I »

Halsbandes im Werte von fast 100 000 Mark I ffinQPfliiriQCnC iBÜdiet lltlö ©dlTtfteit zu verhindern. Der Name der jungen Dame ouujvl, UUV öUKlflCÄ-

wird streng geheim gehalten. Das Schatzamt er- I (Eine eventuelle eingehendere Besprechung bleibt fuhr vor einiger Zeit von dem Ankauf des Hals- I Vorbehalten. Rücksendung unverlangter Ein« bandes im Auslande und beauftragte die Zoll- I gange findet nicht statt.)

infpeftoren, aufzupassen. Schließlich entdeckte I " Als reizendes kleines Geschenk für Dame» man, daß die Dame gelandet war, ohne das Hals- I fit auch in diesem Jahre der Hande & Spenerschi band M deklarieren, indem sie den Zollbeamten Damen-Almanach (40. Jahrg. für 1906. geschickt auswich. Als sie den Befehl erhielt, das I Verlag von -Hande & S Pen er, Berlin) rechtzeitig Halsband herauszugeben, floh sie von Phila- I vor Weihnachten erschienen. Das äußerst gv- delphia nach Ehikago, Boston und wieder zurück schmackvoll nrit Goldschnitt, Elfenbeinpapier, nach Newyork, so daß die Detektivs eine Jagd I künstlerischem Titelbild, doppelfarbigem Druck, von fast 3000 englischen Meilen hinter ihr her I Bleistift und Visttenkartentasche ausgestattete machten Vor einigen Tagen endete die Jagd Visitenkartentosche bereinigt in sich Taschenkalen,

aamit, daß der jungen Dame, als sie einmal in I der, Notiz- und Tagebuch in zierlicher Form,

^^r Loge rn einem der ersten Theater saß, Plötz- I Das ebenso schöne wie praktische Büchlein kam, lich Detektivs gegenuberstanden, die sie verhaften I auch wegen seiner Billigkeit (Preis 2 MaM füt

wollten, eie bat, man möge ihr die Demütigung I jede Gelegenheit als passendes Geschenk emp.

ersparen, und man ließ sie auch frei unter der I fohlen werden.

Bedingung, daß sie sofort das Halsband aus- I '*Der Kunst wart. Rundschau übe» lieferte. Am nächsten Tage brachte es der An- I Dichtung, Theater, Musik und bildende Künste, walt der Familie auf das Zollamt und hinter- I .Herausgeber Ferdinand AvenariuS. Verlag vo« legte einen Scheck über 82 000 Mark zur Be. I Georg D. W. Callwey in München. (Viertel. 2«blung des Zolls. Im Schatzamt überlegt man, I jährlich 3.50 Mark, das einzelne Heft 70 Pfg.) ob das Halsband konfisziert ober der Zoll und I Inhalt deS zweiten Novemberheftes 1905: Der eine hohe Zusatzgeldstrafe als genügende Strafe I Deutsche und seine Kunst. Von Karl Scheffler- angesehen werden soll. I Friedenau. Vom Kulturwert der deutschen

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