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Tokio nicht vor dem Frühjahr und die Personal- Veränderungen im deutschen diplomatischen Dienst in Ostafien find nicht vorher zu erwarten.

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Zur Lage in Rußland.

Der Korpskommandant Baron Salza ist zum zeitweiligen Generalgouverneur von Ffti- land ernannt worden. Der Minister der Vev« kehrSwege hat den Arbeitern erklärt, daß bei Ministerrat die Forderung deS achtstündige» Arbeitstages für die Eisenbahnarbeiter für unzv- lässig erklärt habe; ferner, daß den Arbeiter» auf den Bahnhöfen und in den Werkstättr» während deS Ausstandes kein Lohn bezahlt werden solle. Weiter hat der Ministerrat bs- schloffen, die Arbeiter in den Regierung«» druckereien während deS Ausstandes nicht z» bezahlen.

Petersburg, 18. Nov. Der Stadt* Hauptmann ermahnte die Bevölkerung, der Auf» forderung der Arbeiterdelegierten, sich dem Au»* stände anzuschlieben, nicht Folge zu leiste«. Man hofft, daß der Rat der Arbeiterdelegierte» nicht befolgt wird. Der gestrige Versuch de» JngenieurverbandeS, die Bankbeamten zum An» schluß an den Streik zu bewegen, blieb erfolglos. Alle Banken find geöffnet.

Der Ausstand in den Fabriken verläuft im Sande, da die Arbeitswilligen unter dem Ein» stuß energischer Fabriksleiter angefangen habe«, sich zu organisieren. In weiten Kreisen bat Gewerbetreibenden wird eine heute veröffent» lichte Aufforderung deS StadthauptmanneS, da» Publikum möae mutig sein und sich nicht terrorisieren laffen, freudig begrüßt. Die Lag, auf den Bahnen bleibt indeffen kritisch, wen» sich auch die Proteste au» den Reihen de» Eisenbahnpersonals gegen den Ausstand mehre«. Bedenklich erscheint auch die Stimmung unter dem Telegraphen perfonafi Sollte indes morge« der Telegraphenausstand nicht erfolgen, so könnt» die Geiahr einstweilen als beseitigt gelten. Für den am Sonntag in Moskau beginnende« Semstwokongreß stellte die Eisenbahnverwaltung sür Personen von Rang einen Sonderzug zu­sammen, den sie durch Eisenbahntruppen be­fördern ließ. Auch au- Riga wird gemeldet daß dort die besonnenen Elemente in de« bürgerlichen Kreisen, der ewigen Unruhen müde, den Versuch machen, alle OrdnunaSliebende« zusammenzufaffen und zu organisieren. Ja politischer Hinsicht geschieht da» in der baltische« konstitutionellen Partei, und im Hinblick auf den Schutz von Eigentum und Leben durch einen soeben begründeten VerbandNachbar­hilfe'. Alle Mitglieder verpflichten sich z« gegenseitiger, falls nötig, bewaffneter Hilfe, wenn der Nachbar durch revolutionäre Terroristen oder Plünderer bedroht wird. In zahlreiche« Mietshäusern haben sich die Mieter unter­einander zu bewaffneter Gegenwehr organisiert. Wer irgend kann, versorgt sich jetzt mit Waffen. Diele senden ihre Familien nach Deutschland. Die abgehenden Dampfer find überfüllt.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Lerlag- Joh. Lug. Koch, UniverfttätS-vuchbruckerel 40. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon 65. °'

Graf Heinhold ist ein leidenschaftlicher Spieler, bald hatte er Tonnberg mit in den Kreis gezogen und nun ging die tolle Wirtschaft cm. Spielen, nichts als Spielen, das war die Parole. Tonn- berg vernachlässigte seine Frau, und als ihn einige Gutmeinende vor dem Grafen warnen wollten, begann er auch seine Bekannten zu meiden. Jetzt ist e» fotoeit gekommen, daß er nur mit dem Grafen und einigen Spielaenoffen verkchrt, die anderen existieren nicht mehr für ihn.'

Die Präsidentin machte tief aufatmend eine Pause.

Und wie erträgt Mola diese Veränderung?" I fragte Gerhard mit leiser Stimme.

Das arme, Kind! Wie sie eS erträgt? Kein ! ^^t'ch kann ihr seine Bewunderuna versagen! Ich hätte nie geglaubt, daß die iunae Frau so viel Kraft und Mut besäße, und Demütigungen so standhaft, mit so vieler Würde zu ertragen ver­möchte. Denn sehen Sie, mein fieber Neffe, als das Treiben Tonnbergs gar zu bunt wurde, zog sich so ziemlich alles von ihm zurück: wenn man ihn noch hier und da beachtete, so geschah es nur seiner Frau zu Liebe. Nun, ihm war das eben recht, aber Molcm litt darunter, als sie sah, wie wenig man den Mann achtete, deffen Namen sie trägt. So zog sie sich denn allmähsich aus der Gesellschaft zurück, obgleich man eS nicht an Auf- munterungen fehlen ließ, sie möge ohne den Gat­ten kommen: daS tat sie nicht. War es Stolz oder ein Rest von Liebe zu ihm, ohne seine Be­gleitung hafte sie keinen Salon mehr betreten, und so lebt sie denn jetzt einsam wie ein« Nonne, vor allem Verkehr abgeschloffen, kaum daß ich sie bewegen kann, mich hin und wieder zu bo- suchen."

Mit atemloser Spannung hatte der Freiherr zugehört.

Sie glauben, daß Violas Liebe zu Tonnberg erloschen ist?" rief er mit eigentümlich vibrie- rcn&er Stimme.

ch mit Drei- (reifen, on, Ms Saiten«

Der Untergang

des Torbedobootes 8. 126.

Berests vorgestern haben wir in der Sams- tagsnunnner die kurz vor Redaktionsiwiuß tele­graphisch eingegangene ftaurige MÄdung von dem Verlust des Torpedobootes 8. 126 gebracht, das durch einen Zusammenstoß mit dem Kreuzer Undine" verunglückte. Ueber die Katastrophe, bei der leider eine große Zahl unserer blauen Jungen den Tod im Dienste des Vaterlandes ge­funden hat, wird noch folgendes berichtet:

Die IV. Torpedobootsdivision machte am Freitag eine schulmäßig« Nachtüdmm den KreuzerUndine", der abgeblendet ftlbr. Das Führerboot8 126" ist anscheinend durch das Scheinwerferlicht derUndine" geblendet gewesen und vor den Bua das Krmnars gekommen. Die Undine" bat Beschädigungen am Bug, danach hat sie wohl da» auer porüberlaufende Torpedo­boot gerammt. Die Kollision muß eine ssbr hef­tige gewesen fein, da da» Torpedoboot sofort unterging, denn unser Torvedoboots- material ist fo Widerstandssäbio. daß bisher Kolli­sionen Wohl Beschödigunaen, aber nicht den Unter­gang von Booten zur Folge hatten.

Das untergeoanaene Torpedoboot8 126" war zugleich Dipiffonsboot der TV. Torpedoboots- di Vision, deren Chef Kapitänleutnant Stöl-el sich zur Zeit des Unglücks auch an Bord befand. DaS Boot batte cni^ei dem Divisionschef eine Be

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Sonntagsbeilage: Allustrirtes Sonntagsblatt. -

1 Zahlmeister und 56 Unteroffizieren und Mann- schatten, im ganzen 64 Köpfe.

Kiel, 18. Nov. lW. B.) Ueber den Zu- fammenftoß des Torpedoboots8 126" mit dem KreuzerUndine" wird weiter gemeldet: Dipi­stonschef Koditänleutnant Stölzel, Kommandant zur See Jacobi und die Wachofftziere Oberleut, nant Einbeck und Leutnant v. Keyserling? wur- den leicht verwundet. Die ..Undine" liegt an der Stelle des Wracks. Werftschlepver mit Taucher- Personal sind heute früh 5 Uhr 45 Min. in See gegangen. Die KreuzerMünchen" und Nnmpbe" folgen mit dem gesamten Taucher- Personal.

Kiel, 18. Nov. (W. B.) Der Kreuzer München" ist mit Tauchern des Torpedoversuchs- kommandos, der KreuzerNymphe" mit einem Werstschlevper mft Taucherprahm und Personal zu Bergungsarbeiten an der Unfallstelle einge­troffen. DieUndine" ist am Bug beschädigt- sie kommt zum Docken nach Kiel.

~ Verunglückt sind: Oberleutnant zur See Johannes Kaiser in Leipzig, Torpedoboots­mannsmaat Fritz Schneider-Berlin, Torpedoober- maschinistenmaat .Hans Kruck-Wilhelmshaven. Torpedomoschknistenmaat Hugo Keilwaaen- Schöneberg bei Berlin, der Torpedoobermaschi- mstenanwärter Fritz Lüders aus Corbetba bei

Ich glaube, daß nur ein gewisses Pflicht­gefühl sie noch an seiner Seite zurückhält," lau- tete die Antwort. Sie hat sich mir nie ausge­sprochen: doch ist es ein Ding der UmnöalichkAt, daß eine Frau wie Viola solch einen haltlosen Menschen ferner noch ihre Zuneigung schenken kann. Es sollen die empörendsten Szenen statt- gefunden haben. W-mn ;$nrwF>->rrT verliert und er spielt in der Regel mit Verlust, dann kommt er in wütender Laune nach Hause, und die arme Frau muß eS büßen, daß ihm das Glück nicht hold gewesen ist.

Sie hat sich noch mit keinem Wort beklagt: aber Sie totff en ja, es gibt überall offene Augen und Ohren, und die Dienerschaft weiß gar ab­sonderliche Dinge zu erzählen von der Art und Weise wie Herr von Tonnberg seine Frau be­handelt."

Mit -einem Rufe der Entrüstung sprang Ger­hard von Linden empor.

Entsetzlich, empörend!" rief er.Viola muß aus dem Hause dieses Menschen entfernt werden. Ich werde nicht dulden, daß sie noch länger solch einer unwürdigen Behandlung ausgesetzt ist."

Die Präsidentin legte beschwichtigend ihre Hand aus seinen Arm.

Wenn das so leicht ginge! Viola tff stolz und wird sich nicht herbeflaffen, offen gegen ihren Gatten Klage zu führen. Mein Gott, wer dies alles vor vier Wochen vorgesehen hätte! Mich dauett di« arme Frau, so jung, so schön- und doch so unglücklich."

Gerhard starrte finster vor sich hin.

Welchen Rat geben Sie mir?" fragte er dann, wieder an der Seite der alten Dame Platz nehmend.

Suchen Sie Tonnberg auf und reden Sie ihm ordentlich ins Gewiffen. Trachten Sie ihn von hier fortzubringen: denn so lange der Graf in seiner Nähe ist, ist keine Aenderung zu hoffen, llnd wenn alles nichts bisst, und wenn Viola

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vielleicht doch einwilligen sollte, mein Haus steht ihr jederzett offen."

Gerhard preßte di« Hand der Präsidenttn f< heftig in der seinen, daß die alte Dame erschrocken zusammen fuhr.

Ich danke Ihnen! Sie find sehr gütig," sagt» er warm,gewiß, Ihr Haus würde der beste Zu­fluchtsort für Viola sein. Und nun entschuldigen Sie mich, ich muß fort, ins Freie, um meine Ge­danken zu ordnen; denn diesem Menschen muß! ich ruhigen BluttS gegenüberstehen."

Einem Berauschten gleich ging Gerhard plan- und ziellos durch die Straßen.

Tas war also Viola- Glück, ihre glänzend» Zukunft. >

O warum hatte er sie von sich gelaffen, warum, hatte er sie diesem Manne zu eigen gegeben, ohne besser zu prüfen, ohne sie zu warnens

Wichl war es ihre freie Wahl gewesen, un6 doch, ein gütiges, mildes Dort vielleicht hätte damals noch alles gewendet: setzt war eS zu spät.

Die kalte Winterlust brachte ihn langsam zu« Besinnung. Müde und erschöpft blieb er stehen und sah um sich.

Er war bei fernem Herumirren weit hinau» in eine der Vorstädte gekommen, und nachdem «8 sich einigermaßen orientiert hatte, kehrte er hastig in den vornehmen Stadtteil zurück. i

Er trat in ein elegantes Restaurant und ließ sich eine Erfrischung geben.

Während er flüchtig einige Bissen und ein Glas Wein trank, überlegte er, an wen er sich am besten wenden könnt«, um über TomrbergS Leb« noch Aufklärung zu erhalt«. !

Bald war Gerhard zu entern Entschlüsse gS- kommen, er zahlte seine Rechnung und verließ! daS Restaurant. Dann rief et. eine Droschke rmo! fuhr zu einem Bekanten, welcher, tote er wußte, auch früher mit Tonn berg verkehrte. : a*

(Fortsetzung folgt.)' t

L w 'Nachdruck verboten.)

Pflicht and Liebt.

Roma« vo« E. Wild.

'R .--.Sie sollen alles genau erfahren, mein lieber ! -Nesse, denn ich bin vollkommm unterrichtet über ' ialle diese Dinge. Ich gehe in Violas Hause au» und ein, und da sieht und hört man so manche», lwas den am meisten Beteiligten oft selbst ent. 'geht," versicherte die alte, redselige Dame.So hören Sie denn! Violas Vermählung wurde auf ibren Wunsch so still als mögfich auf dem Lande feereiert, dann ging das junge Paar auf Reisen wtö kam frisch und fröhlich in die Residenz zurück. Die junge Frau blühte wie eine Ros«, und der 'Ehemann schien im siebenten Himmel zu schwe- Ben i jotoeit ging also alles gut.

Viola war der Stern der Gesellschaft und Tonnberg der verliebteste, aufmerksamste Gatte, ven^man sich nur denken konnte.

So ging es über zwei Jahre fori; nichts störte ;®te Eintracht, die Harmonie der beiden Gatten, r v Hemaliger Jugendfreund Tonnbergs w dre Residenz zurück, ein eleganter Mann von .lernen Manieren, aber ein wüster Geselle durch «nd durch. Bfldung, Gewandtheit, alles nur t «Gsrcr Lack nun, die arm« Vnfla sollte ihn

«i-ö gut kennen lernen.

V Seinold hatte vor Jahren wegen einer Ducllginchichte Deutschland verlassen muffen, er L W ua<h Amerika gegangen, hatte sich lange »mx Xr-n tn London und Paris herumgetrieben, : schftxMch, als er denken mochte, daß über

j fcrü$yra3 lMvachsen sei, war er gerbet glänzendes Auftreten und feine Welt- Funntfäen Manieren verschafften ihm bald wie- ' dlatz in der Gesellschaft, er kam täglich in ' ^rgs Haus, und das Unglück war fertig.

Neueste Telegramme.

Sternberg (Mecklenburg), 18. Nov. Der mecklenburgische Landtag nahm mit 40 gegen 14 Stimmen die schon früher eingebrachte, aber abgelehnte Regierungsvorlage an, nach welcher der mecklenburgische Buß- und Bettag vor Weih­nachten in Zukunft mit dem preußischen und allgemeinen norddeutschen Buß- und Bettag zu- fammenfällt.

Schwert«, 20. Nov. Die Regierung lehnte die Einleitung von Verhandlungen für eine mecklenburg-preußische Eisenbahn-Betriebs- Semeinschaft nach hessischem Muster ab, erklärte fich jedoch für eine Betriebsmittel-Gemeinschaft.

Luxemburg, 19. Nov. Die provisorische Beisetzung des GroßherzogS Adolf in Hohen­burg findet in aller Stille statt. Nur eine Kammerdeputation In beschränkter Anzahl wird anwesend fein; alle anderen Entsendungen find abgelehnt, ebenso die Teilnahme von Verwandten, ausgenommen die Geschwister deS Großherzog» und deren fürstliche Vertreter. Die Eides­leistung deS neuen Großherzog» Wilhelm findet zu Händen der Kammerdeputation in Schloß Hohenburg statt. Die Kammer ist zur Wahl der Deputation auf Montag einberufen.

Rom, 19. Nov. DerSgenzia Stefani" fvird aus Kanea gemeldet, daß, nachdem morgen die Unterwerfung erfolgt fein wird, alle Auf­ständischen unter völliger Begnadigung in ihre Wohnorte, zurückkehren werden, nur die­jenigen, die fich gemeiner Verbrechen schuldig gemacht haben, und Deserteure bleiben von der Begnadigung ausgeschlossen/ Die Führer und die hauptsächlich an der aufständischen Be- tvegung Beteiligten treffen Vorbereitungen für ihre Ueber siedelung nach Griechenland.

Paris, 19. Nov. Der Senat beendete gestern abend bte KeneraldiSkusfion über die Vor­lage zur Trennung von Staat und Kirche und beschloß die Dringlichkeit mit 174 gegen 108 Stimmen. Die Spezialdebatte beginnt Montag.

Montreal, 19. Nov. Das offizielle Blatt »Se Canada" deutet die mögliche Beilegung de» Zollkrieges mit Deutschland an, sobald der kanadische Maximal' und Minimal-Zolltarif endgültig beschlossen.fei.

Sydney, 18. Nov. Nach einer Kabel­depesche derFrankf. Ztg." erklärte im Senat Plahsord, daß die Beschaffung von 3 Kreuzern, 16 Zerstörern, 15 Torpedobooten notwendig sei. Zunächst wurden 4 Zerstörer und 4 erstklassige Torpedoboote gebaut. Der Rest werde auf Men Jahre verteilt. Die Flottille solle nicht äji Angriffszwecken dienen, sondern eine Defensiv- hnie bilden innerhalb der durch die britische Flotts gebildeten Deftnsivlinie.

. Tientsin, 18. Nov. Der deutsche Gesandte in Japan, Graf Arco, verläßt, laut .Frkf. Ztg.",

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Halle,, Torpedooberheizer Belzig aus Eilenburg bei Leipzig, Torpedooberheizer Anton Becker au» Saargemünd ht P^ringen, Torpedooberheizer Wilbelm Plmz aus St. Goar. Torpedooberheizer Ernst Thomann aus Plombeim in Raden. Tor- pedooberbeiter Beruh. Lindner aus Gumprechts. Hofen, Kreis Haaenau tElfaßs. Torpedoheizer Knörzer-Rheinau im Elsaß, Torpedoheizer Lud- toig Kröhner-Bremen. Torpedoheiter August Will aus Hanau, ferner Torpedoheizer Kar' Goedecke-Maadebura Groller

aus Ktt'^-w^ffk-ln bet Fobrbach tn Lothringen, Torpedoheizer Robert Steftin aus Berlin, Tor- pedoheizer Otto Wendel-Sttalsund, Torvedobeizer Otto Siegling-Tkmringen, Torpedoheizer Jean Krämer-Wilhelmsbaven, Torvedobeizer Kari Kaltwoll -r (W iesbadenX Torpedoober. matrofe Ernst Gronau-Köniasberg t. Pk., Tor- beboobcrmctrofe Paul Ramlow-Kolbergermünd«, Torpedoobermatrose Geora Kantzler aitS Lana- fuhr bei Danzig, Torpedoobermatrose Ewald Meier aus Winterhude bei Hamburg, Torpedo­obermatrose Paul Hilfert-Breslau, Torpedoober- matrose Kari Gebhardt aus Laucha in Thüringen, Torpsdomatros« Jean Heiden aus Grone bd illeaesack bei Bremen, Torpedomattose Walter Paulus auS Slltenbtrrg tn ®o*fen, Torpedo- matrose Heinrich Waltemate aus Bremen, Tor. vedomatrose Franz Diez auS Schacksstädt. Kreis Bernbitra in Anhalt, stimmermannsgast Waaner auS Elmsbarn bei Hamburg, Torvedornattofe Kranz auS Kalk bet .Köln. (Letzterer von 8 127).

Schwer verletzt ist der Torpedoober- Maschinist Damman.

Kiel, 18. Nov. Bis heute Nachmittag tour- den vier Leichen, die der Obermattosen Kantzler und Meier und brr Heizer Knörzer und Kalt- Waller geborgen.

Kiel, 18. Nov. DieUndine" suchte nach dem Zusammenstoß vier Stunden lang mft Boo­ten die Unfallstelle ab. Das gesunkene Doot wurde durch Taucher gefunden. ES lag nach Backbord geneigt auf kotigem Grund. Zwei Taucher arbeiten im Boot, einer außerhalb. Die Beschädigung derUndine", bte unmittelbar nach dem Unfall ankerte und bei dem Wrack eine Boje auswarf, ist unbedeutend.

Kiel, 19. Nov. lVormittags 11 Uhr.) Die Taucherarbeiten bei dem Wrack deS Torpedobootes 8 126" sind des hohen Seeganges wegen einge­stellt worden. Sie werden wieder mtfgenommen, sobald das Dkll^r es erlaubt. Außer den gestern geborgenen vier Leichen wurden solche bisher nicht geborgen; die anders lautenden Gerüchte sind, wie an amtlicher Stelle erklärt wird, un­richtig.

Kiel, 19. Nov. lAmflich.) Bisher find wei- tere Leichen der mit Torpedoboot8 126" verun­glückten Seeleute nicht geborgen worden. Ober­maschinist Damman, der bei dem Unglück schwer verbrüht wurde, fft heute Morgen feinen Verletzungen erlegen.