andern unsere kleineren Haustiere. Tie Fenster schmücken helle Borhänge mit moderner Aich- itung und auf jedem Fensterbrett steht ein schmucker Kasten mit lebenden Pflanzen. Die großen Wandfelder sind mit Bildern oder Figuren geschmückt-. Sie dem Anschauungsunterricht dienen: diese Bilder stecken in Wechselrahmen, trnd sollen von Zeit zu Zeit ausgeivcckselt werden, wozu die Schule einen reichlicl)en Bildervorrat hat. Alles in Allein machen die beiden Klassenzimmer einen überaus freundlichen, harmonischen Eindruck: sie werden den Lehrern wie den Schülern einen häuslich-gemütlichen Aufenthalt bieten und daneben die Kleinen ästhetisch bilden. Die aus Privatmitteln aufgebrachten Kosten be tragen für jedes der beiden Schulziinmer rund 500 Mark: es sind noch Mittel fiir zwei weitere Zimmer vorhanden und bis diese ausgebraucht sind, hofft die Vereinigung wieder neue Wohltäter gefimden 31t haben. Es wäre ohne Zweifel ein Gewinn, wenn sich diese nützliche Betoegung so verallgemeinern würde, daß man in einigen Jahren im Deutschen Reiche keine schmucklosen Schulräunte mebr kennte. Mit einfachen Mitteln und geringerem Geldanstvande läßt sich hier Vieles erreichens das zeigen diese beiden ersten Musterzimmer ihrer Art.
gen in den alten Sprachen zu genügen, während bei ihr die mathematischen Aufgaben nicht üben die Ansprüche der mittleren Klassen hinausgehew würden."
t Man schreibt uns: Mit Anfang Novembeo d. I. is! ein neues kirchenvolitisches Wochenblatt erschienen, die „Preußische Kirchen; ei« tung", herausgegeben von Pastor Lic. Dr. M. Schian in Görlitz. Die „Preußische Kirchen >.ei- tuug" wird kein Parteiorgan im engeren Sinne sein, aber sich auf der Grundlage dec zwischen rechts und links vermittelnden „Evangelische« Vereinigung" bewegen. Den beiden Parteien der kirchlichen Rechten, der Gruppe der lutheri«-. schen „Konfessionellen" und der „Positiv-Unierten" stehen ebenso wie der „Linken" eine bedeu« tende Anzahl von politischen und kirchlichen Organen zur Verfügung. Ihnen gegenüber will die „Preußische .Kirchenzeitung" alle diejenigen Elemente um sich sammeln, die unberührt von deck. Leidenschaft theologischen Haders und kirchlichetzs Parteikämpfe den innerkirchlichen Frieden pflege«, und die Aufgaben der evangelischen Kirche in de«! Gemeinden und Gemeindevertretungen int Geisitß versöhnlicher Milde und Weitherzigseit löse«, woll«. ■ 4i
t Hebet- Reformen im höheren ll n- terrichts- bezw. P r ü f u n g s w e s e n hat sich Geh. Ober-Regierungsrat Matthias bei der schlesischen Direktorenkonferenz wie folgt geäußert: „Die Lehrpläne im allgemeinen zu ändern, ist feine Neigung vorhanden. Wo aber eine einzelne Anstalt mit Aendoriingsvorschlägen kommt, für deren erfolgreiche Diirchfichrung der Direktor und das Lehrerkollegium die Gewähr bieten, wird daS Ministerium sie genehmigen, wie dies in einzelnen Fällen schon geschehen ist. Unsere Schiller leiden darunter, daß in allen Fää)ern volle Forderungen lässig erscheinen, daß die Prima in eine mathematische und eine sprachliche Gruppe geteilt wird. An jene würden nicht so hohe grammatische Forderungen gestellt und da- für würde sie mit Mathentatik mehr beschäftigt werden. Bei der sprachlichen Gruppe dürfte nur dao mathematische Pensum der Obersekunda präsent gehalten werden und etwas Stereometrie hin.zukomnien. Dementsprechend föiutte auch bei dec Reifeprüfung verfahren werden. Für die mathematische Gruppe würden schwierigere Ausgaben in der Mathematik gestellt: dafür könnte au die Stelle der Uebersetzung in das Latein eine solche aus dem Latein ins Deutsche treten. Die philologische Gruppe hätte höheren Anforderirn-
>'!ns Schule und Kirche.
t G i n e 28 e r e i n i g u n g für Schul- )ai mitd bat" sich in Aachen auf Anregung des arofeisors Dr. Mar Schmid gegründet. Diese -ecrcinipuitg, deren Bestrebungen allgemeines Interesse finden, _batfe sich die künstlerische Ausschmückung dec Schulzimmer des Gimiuannms zum Ziel gesteckt, und konnte bereits zwei dieser Zimmer in ihrem neuen Gewände der Anstalts- leituug zum Gebrauch übergeben. Es ist der Vereinigung in, bester Weise gelungen, den unge- oeucen Kontrast vor Augen zu führen zwilchen einem ungeschmückteu und einem künstlerisch ait§= geichmiickteii Klassenzimmer: welche traurige Oeöe wer zwischen den nackten, einfach getünchten Wanden, welche anheimelnde Wärme dort in den fmntg, geschmückten Räumen. Nach Entwürfen
Vrolessors Dr. Schmid wurden die beiden .iinimer auegemalt und die Möbel in Form und L‘urv?. -wrmonucki dem Ganzen angepaßt. In vem einen Limitier herrscht grün, in dem anderen timt ab-- Gi-nümarb-e vor. Die Sockel dec Wände Pud dunkler, gehalten, die oberen Felder bell: ktn breiter stilisierter Fries schließt sie oben ab. -rn diesem Fries sind in dem einen Zimmer unsre Dominieren Vogelarten wiedergegeben, in dem
M 267
Drittes Blatt
Seebinger. Philivv. K
osserm erster.
Und Geld hast Du?"
— „Wie viel?
Er nahm das (Leid, zeichnete mich mit
tötete. Ich horche — alles ist still, ich, soll mein Geld verloren gehen?
„Jawohl!" „Gib her!"
Warum denk» .Ich kroch als«
Und wie Zug doch bar.
Hain. KreisHünseid: Mackenzell. JnsluenzA der Pferde (Brustseuche): Kreis Fritzlar: Fritzlar.
fragte der Sanitär. — „Zehn Rubel."
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Doerkes-Boppard in Marburg
Arbeitsuchenden längst nicht mehr so stark in großen Städten, weil hier noch der Zu- vom platten Lande einen Ausgleich schafft, macht sich wiederum das Bestreben benierk-
cineni roten Strich und entfernte sich. Kaum aber war der Sanitär gegangen, da sauste ein japanisches Schrapnell vorüber, Has ihn traf und auf der Stellv
Erscheint wöchentlich sieben nal.
Druck und Verlag- Job. Äug. Koch, ckmcerntäts-Vuchdruckerei 40. Iahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Vermischtes.
Sic Erzählung eines Invalide». Die Russe« waren in der Mandschurei oft derart bedrängt, daß sie das Fortschaffen der Gefallenen und Verwundeten nach der Schlacht nolens volens in aller Eile ausfüh^ ten mußten. Daß aber dabei nicht immer korrekt ge* handelt werden konnte, versteht sich von selbst. WaH aber jetzt ein ehrenwerter Künstler in seiner ungev künstelten Sprache von seinen Erlebnissen erzählt, das übersteigt alle Vorstellungen. Die in der letzten! Zeit aus der Mandschurei heimkehrenden Krieger behaupten fast einstimmig, daß zahlreiche Russen auf! dem Kriegsschauplätze lebendig begraben wordenl sind. Diese Behauptung ist bisher von der russische«! Militärbehörde nicht nur widerlegt worden, fonbertl auch von der russischen Zensur unbeanstandet ge* blieben. Nun erzählt der Augenzeuge folgendesr Nach jeder Schlacht suchte man nach den Toten, dick mit einem schwarzen Strich bezeichnet wurden, d. h. so sollte es fein, in der Tat aber suchte man Leichtverwundete heraus, die man mit einem roten Strich zeichnete, die übrigen, sowohl Tote wie Schwer verwundete, wurden mit dem schwarzen Strich versehet und in die gemeinsame Gruft gelegt. „Auch mich hätten sie beinahe lebendig begraben," sagte der Ina valide. „Liege ich da verwundet. Plötzlich höre ich Schritte. Man kommt zu mir und rüttelt mich; ich fange an zu stöhnen. Nun sehe ich, daß der Sanitär nach der schwarzen Farbe greift. „Wie denn," sag« ich, „ich bin doch lebendig, darf man denn so tun? . .*
Marburg rind Umgegend.
(Nachdruck aller Origtnalartikel tst gemäß § 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe
.Oberbeff. Ztg." gestattet,)
Marburg, 11. November.
* Zur Stadtverordurtniwohl. Gemäß § 23 der Städteordnuug scheiden zum 1. Januar 1906 aus der Stadtverordnefenvenammlung aus und zwar:
A. Von den in der 3. Abteilung Gewählten: Bang, Friedrich, Schreinermeister.
Dörr, Jacob, Rentner.
Bereits ohne Ersatz ausgeschieden. Laubfcheer, Ferdinand, S>chossermeister.
B. Von den in der 2. Abteilung Gewählten:
Runkel, Peter, Bäckermeister.
Schaaf, Friedrich, Buchbindermeister.
Schäfer, Andreas, Möbelfabrikant.
das Dienstverhältnis mit der Tätigkeit in Fabrikbetrieben zu vertauschen. Die Ersetzung des weiblichen Dienstpersonals durch Männer, wie dies vielfach in anderen Ländern, z. B. in Amerika geschieht, ist in Deutschland nur wenig bet'- -breitet.
noch die Zahl der offenen Stellen überwogen, trat im laufenden Jahre ebenfalls ein Mindcr- angebot ein. „G.-A."
Vierteljährlicher Bezugspreis, bet sei Expedition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mk. xc$cL. Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.
Reclamen: die Zeile 25 Psg.
zum getöteten Sanitär, untersuchte feine Taschen, fand oh:-, nicht nur zehn, sondern dreihundert Rubel. Na. dmchte ich, mein Glück . . . und nahm das ganz- Geld mit . . ."
Ei» „Kind", das sich als Hafersack entpuppt, ist »gewiß eine Abnormität. Ein Berliner Droschken« besiher beschäftigte einen Stallmaun, dessen Frau Bei dem Wagenwäschen tüchtig half. Die Frau war aber auch eine gute Mutter, denn sie brachte stets cineit Kinderwagen mit. in dem der Sprößling des Ehe« Paares zu liegen schien. Wenigstens begab sie sich tiott Zeit zu Zeit zu dem Wagen, schob diesen hin und her und fang ihr „Eia popeia", ganz wie man Kinder zu beruhigen pflegt. Merkwürdig war es allerdings, daß auch während dieser Zeit Kindergeschrei in der Stall- mannswohuung laut wurde, trotzdem nur ein Kini> vorhanden war. Dem Deoschkenbesitzee fiel es fernen auf, daß ihm größere Mengen Hafer spurlos abhanden kamen. So besah er sich den Kinderwagen eiltet Tages genauer, und was entdeckt-.- er darin? Nicht „Märchen", den Sprößling seines Arbeiters, sonderst einen gut gefüllten — Habersack. Da es sich im ganzent um etwa 20 Zentner Hafer handelte, die auf dies» originelle Weise beiseite geschafft worden waren, er», stattete er Anzeige. Das Gericht verurteilte den Ehe-, mann zu 0 Monaten, die Frau zu 1 Monat ugd beit Abnehmer der Ware, der auch der Anstiftung be-, schuldigt wurde, zu Monaten Gefängnis.
Entrüstung. Hausfrau (in die Küche kommend, in welcher der Maler beschäftigt ist): „Nanu, was soll denn da? heißen. Sie sollen doch die Wände streichen, und nicht die Backen meiner Köchin!"
Maliziöse Auffassung. Freund (zu einem Komponisten, dessen Oper heute erstmalig aufgefübrt wird): „Du. auf dem Theaterzettel steht, daß während der Ouvertüre die Türen geschlossen werden . . . gleich im Anfang wird doch keiner weglaufen!?"
In unserem Sprachschätze gibt es eine Anzahl Wörter, die üct- und rückwärts gelesen, ganz gleich lauten. Bekannt sind ja Anna. Otto, Egge, schon weniger bekannt vielleicht: Reittier, Rentner, Markt-. kram; abei es gibt sogar auch solche Wörter von nicht weniger als fünf Silben: Reliefpseiler, egale Lage.
Bei Dienstmädchen ist oie Zahl der offenen Stellen in ganz Deutschland so beträchtlich ge- stiegen, daß die gegenüber 1904 nur wenig verstärkte Nachfrage der Arbeitsuchenden eine ganz empfindliche Spannung '.wischen Angebot und Nachfrage verursacht hat. Trotzdem im Herbst, wenn die Erntearbeiten vorbei sind und für die Landwirtsck)aft stille Saison ciittriit, ein stärkeres Abströmen der weiblichen Arbeitskräfte vom Lande nach den kleineren Städten stattfindet, ist diesmal auch in der Provinz eine Abnahme der Stellungsuchenden bemerkbar. In fast sämtlichen Provinzen stieg die Zahl der offenen Stellen.. das Urbeiterangebot nahm indessen ab. Am meisten hat sich in Schlesien, ferner auch in Sachsen und Hessen, das Angebot gegenüber d.r steigenden Nachfrage verringert. In Schlesien hat die Besierimg der geschäftlichen Lage ein weiteres Arbeitsfeld und bessere Arbeitsbedingungen ui der Industrie geschaffen. Während bei männlichen Dienstboten schon ein ziemlich bedeutendes Sinken der Nachfrage einem Mehr der offenen Stellen im.Vergleich zum Vorjahre gegenüber- ftehl, so ist bei weiblichen Arbeitsuchenden die Liffecenz noch erheblicher. Auch in Bavccn haben sick die Dienstbotenverhältuisse im lausenden Jahre noch stark verschlechtert. Meldeten sich im September 1904 auf je 100 offene Stellen noch 81 weibliche Dienstboten, so waren es im September deo laufenden Jahres nur 69. Allerdin zs macht sich.auch in anderen Berufen, speziell in her Landwirtschaft, ein Arbeiterinneumaugel bemerkbar, während beim Handelsgewerbe der Andrang 311genommen.bat. Fast ebenso beträchtlich wie in Bayern ist die Abnahme des Andranges in Baden. Um 100 offene Stellen bewarben sich 75> Dienstmädchen gegen 86 im September 1904. Ski männlichen Arbeitsuchenden die im Vorjahr
Die Dienstbotennot.
Die Tatsache, daß ganz besonders in großen Städten die Dienstboten not eine fortwährende Verschärfung erfährt, erklärt sich zu einem guten Teil daraus, daß bei der gegenwärtig günstigen Geschäftslage die Nachfrage nach ungelernten weiblichen Personen in- .Handel und Gewerbe stark angenommen hat. Ohne Vorbildung eröffnen sich weiblichen Arbeitskräften größere Chancen in anderen Berufen als dies im Dienstverhältnis der Fall ist. In Zeiten der Saison werden z. B. von größeren Etablissements, vor allem von den Warenhäusern, eine Menge uu- geleruter Hilfskräfte zur Bewältigung des Verkenne- eingestellt, die zwar in der füllen Zeit entlassen werden, sich aber genügend Kenntnisse angeeignet haben, um im Geschastsleben weiter tätig zu bleiben. Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Fabrikarbeit, zu deren Erledigung immer mehr weibliche Arbeitskräfte heranaezogen werden. Während sich nun in der Großstadt selbst das Abströmen vom Dienstbotenmarkt in dieser Weise vollzieht, ist der Zuzug von außerhalb zu schwach, um Er'atz zu stellen. Zwar ist in kleineren Städten das Mißverhältnis zwischen osfeuen Stellen
Marburg
Sonntag. 12. November 1905
Beisitzer: Apotheker Sartorius, Stellvertreter: Kaufmann Tromm.
C. Für die 1. Abteilung:
Vorsitzender: Stadtrat Spruck, Stellvertreter: Stadtrat H. Wcishaupt.
Beisitzer: Tabakfabrikant Carl Niderche, Stellvertreter: Gutsbesitzer Hoffmann.
Beisitzer: Rentmeister Mal. Stellvertreter: Veu. sionsvorstcher Dr. Phil. Schellenbsca.
Die Ersatzwahl fiir Heuser ist von der 3. Abteilung gleichzeifig, aber getrennt von der Er- gänzungswahl vorzimehmeii.
Die stimmberechftgten Bürger haben an dem Wabltermin den vorgenannten Wahlvorständen mündlich zu Protokoll zu erklären, wem sie ihre Stimme geben wollen.
* Freiwillige fiir Teutsch-Ostafrika ober Kamerun. Das Kgl. Bezirkskommando I in Cassel fordert Sanitäfsunteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes, welche hierzu bereit und geeignet sind, zum Eintritt in die SchutztniPPen für Deutsch-Ostafrika und Kamerun auf. Es werden nur Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes mit guter Führung angenommen. Etwaige Meldungen sind siersöillick' beim Hauptmeldeamt — Giesbecgfiraße 24 — bis zum 15. d. M. zu machen, wo auch die weiteren Bestimmungen sowie die Gebichrnisse er- fraat w--cdmi können. Reisekosten usw., welche durch die vorher beim Kommando stattfindend.' Untersuchung den Mannschaften entstehen, werden nicht erstattet.
* Wir löscht man die Petroleumlampe ohne Gefahr ans? Wenn es richtig ist, daß von 100 Personen 99 die Lampe von oben ailsblafen, ist es ebenso richtig, daß diese 99 der gleichen Gefahr ausgesetzt sind, die dem Hundertsten wirklich passiert, nämlich sich mit Petroleum zu verbrennen. Wenn der Petroleumbehälter weit hinunter leer ist, so ist nämlich zu befürchten, daß der leere Raum infolge der Wörme des Petroleums mit Eos gefüllt ist: trifft es sich nun, daß der Docht im Brenner etwas zu schmal und die Rohre nicht ganz ausgefüllt ist, so bläst man die Flamme ins Gas, der Vetroleumbebälter springt und das brennende Petroleum ergießt sich über Kleider, Möbel usw., und das Ende ist bekannt. Ohne Gefahr löscht man die Lampe ans, wenn man den Dockt auf die Höbe des Brenners herunter, droht, aber nicht weiter, da es sonst leicht möglich ist, daß die Flamme in den Petroleumbehälter kommt und wieder eine Explosion .verursacht, dann blase man von unten, durch die Zuglöcher aus.
* Viehseuche. Im Regierungsbezirk Caffel sind zur Zeit folgende Ortschaften verseucht: Schwein es suche (Schweinepest): Stadtkreis Cassel: Cassel (Stabt.) Landkreis Cassel: Dörnhagen, Vollmarshaiisen, Weimar, Wolfß- anger, Sanbershausen. Kreis Eschivege: Schaf- Hoß Kreiß Fritzlar: Gudensberg, Zwesten, Großenenglis, Dissen, Neue Herberge. Kreiß Fulda: Opperz. Kreis Gelnhausen: Wolferborn, Lieblos. Stadtkreis Hanau: Hanau (Stabt). Kreiß Herßfelb: Hilperhausen. Kreiß Hofgeismar: Immenhausen, Veckerhagen, Holzbausen, Marieu.borf, Trendelburg, Niedermeier, Hofeeismar, Meimbresien. Kreiß Hünfeld: Rudolphshan. Kreis Rotenburg: Hergeshausen, Hübenthal, Hornel, Braach. Kreis Grafschaft Schaumburg: Haste, Rinteln. Kreiß Schmalkalden : Steinbach-Hallenberg. Kreiß Wolfhagen: Domäne Rangen, Rittergut Hohenborn, Dom. Burchasungen. Tollwut: Kreiß Eschwege: Wellingerode (Verdacht). Kreiß Fritzlar: Obervorschütz, Werkel. Kreis Kirchhain: Holzhausen. Geflügelcholera: Kreis Ziegenhain: Ziegen-
geftorben. Ersatzmann seither nickt gewählt.
C. "Son bett in der 1. Abteilung Gewählten: Weiß, Dr. theol., Unrversitätsprofessor, Reising, Hugo, Bauuistecnehmer.
Schwaner, Ernst, Kaufmann.
Außerdem ist vor der am 1. Januar 1910 ablaufenden Wahlperiode der von der 3. Abteilung gewählte Stadtverordnete Sattlecmeistec Karl Heuser ausgeschieden, ohne bis setzt ersetzt zu sein.
Zur Vornahme sowohl brr Ergänznngswahl als auch dec Ecsatzwahl für Hemer finb folgende Termine angesetzt und zwar in der Aula dec höheren Mädchenschule, Nniversitötsstraße Nr. 6:
n) für die dritte Abteilung:
ans Dienstag den 14. November d. I., von vormittag? 10 llfjr bis mittags 1 Uhr.
b) für die zweite Abtcilrmg:
auf Mittwoch den 15. November d. I.. von voc- mittags 10 Uhr bis mittags 1 Uhr.
c) für die erste Abteilung:
auf Mittwoch den 15. November d. I., von nachmittags 3 Uhr bis 4 Uhr 30 Minuten.
Zu Wahlvorständen sind bestimmt:
' A. Für die 3. Abteilung:
a) für die Wähler Nr. 428 bis 1029 der Wählerliste :
Vorsitzender: Beigeordneter Schimpfs, Stellvertreter: Stadtrat Ph. Matthäi.
Beisitzer: Stadtverordneter I. Brauer, Stellvertreter: Kaufmann. Herdicckerhoff.
Beisitzer: Univ,-Mechaniker Euael. Stellvertreter: Pensionsvorsteher Dr. pbil. Schellenberg.
b) für die Wähler Nr. 1030 bis 1689 der Wählerliste :
Vorsitzender: Stadtrat: Hecker, Stellvertreter: Stadtrar Braun.
Beisitzer: Rentner Storck, Stellvertreter: Gutsbesitzer Hofsmann.
Beisitzer: Kaufmann Golft. Svörbase. Stellvertreter: Möbclfabrikant Heinr. Hering.
c) für die Wähler Nr. 1690 bis 2267 der Wählerliste:
Vorsitzender: Stadtrat Döring, Stellvertreter: Stadtrat H. Weishaupt.
Beisitzer: Landgerichtsrat a. D.- Gleim, Stellvertreter: Gasthofbefitzer Brune.
Beisitzer: Färbermeister M. Eslor. Stellvertreter: ' Umverfitätsprofessvr Dr. med. Bonhoff.
B. Für die 2. Abteilung:
Vorsitzender: Stadtrat Binder,, Stellvertreter: Beigeordneter Schimpfs.
Beisitzer: Rentner Storck, Stellvertreter: Kaufmann Herdieckerhoff.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntagsblatt.